Pressemitteilung
Berlin, den 28.10.2011
Die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf hat in
ihrer gestrigen konstituierenden Sitzung ihren Vorstand gewählt:
- BVV-Vorsteherin Judith Stückler (CDU)
- Stellvertretende BVV-Vorsteherin Annegret Hansen (SPD)
- Schriftführerin Linda Schwarz (B90/Grüne)
- Beisitzer: Hans-Joachim Fenske (CDU)
- Beisitzer: Norbert Wittke (SPD)
- Beisitzer: Roland Prejawa (B90/Grüne)
- Beisitzerin: Merle von Wittich (Piraten)
Anschließend wurden die Bezirksamtsmitglieder gewählt:
- Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD)
- Stellvertretender Bezirksbürgermeister Klaus-Dieter Gröhler (CDU)
- Bezirksstadträtin Elfi Jantzen (B90/Grüne)
- Bezirksstadtrat Carsten Engelmann (CDU)
- Bezirksstadtrat Marc Schulte (SPD)
In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Bezirksamtes wurden die Ressorts verteilt und die neuen Abteilungen gebildet:
- Abteilung für Personal und Finanzen (Reinhard Naumann)
- Abteilung für Bürgerdienste, Weiterbildung, Kultur, Hochbau und Immobilien (Klaus-Dieter Gröhler)
- Abteilung für Jugend, Familie, Schule, Sport und Umwelt (Elfi Jantzen)
- Abteilung für Soziales und Gesundheit (Carsten Engelmann)
- Abteilung für Stadtentwicklung und Ordnungsangelegenheiten (Marc Schulte)
Im Auftrag
Metzger
siehe: http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/presse/archiv/20111028.1145.361665.html
- Gesellschaft, Politik -
Adolf Glaßbrenner hat also etwas über den Charlottenburger, den Straßenpöbel mit der innereren Nichtswürdigkeit, geschrieben. Doch, stimmt diese Beschreibung wirklich?
An und für sich sind die hier Ansässigen allerdings Schlorrendorfer. Wie sieht der gemeine Schlorrendorfer eigentlich aus? Nun, meistens so schleimig-grünlich. Wenns noch gar mit ins rötliche geht, dann ist das ein Zeichen dafür, daß der innere Grad von Zersetzung schon weiter fortgeschritten ist. Aber lassen wir das - wir wollen derart unappetitliche Vorstellungen nicht weiter verfolgen. Einige kennen jedenfalls die wahre Geschichte. So gibt es eine Webseite unter www.schlorrendorf.de. Die Berliner Zeitung schrieb am 01.04.2005 dazu:
Das war ein "Schlorrendorfer" - oder "Graf Rotz".
Es gab sogar mal eine lokale Zeitung: Der Schlorrendorfer. Hier ist eine Ausgabe vom April/Mai 1981 zu sehen (als PDF). Die Berliner Zeitung vom 10.02.2001 hatte auch diese Geschichte recherchiert:
"Schlorrendorfer" war früher eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für die Charlottenburger. Doch für Werner Jockeit ist "Der Schlorrendorfer" durchaus positiv. Unter diesem Titel erschien Anfang der achtziger Jahre eine Kiez-Zeitung von Initiativen zur Erhaltung der Charlottenburger Altstadt.
Die Geschichte spiegelte sich eine Zeit lang in der "Schlorrendorfer Plansche" auf der Wilmersdorfer Straße wider. Doch wurde die Plansche nur mal wieder von den typischen Schlorrendorfern zunehmend als Müllplatz zweckentfremdet und mußte vom Bezirksamt abgerissen werden. Allerdings scheinen selbst beim Bezirksamt nicht alle die stolze Geschichte Schlorrendorfs zu kennen.
So, nun wäre das mit dem Schlorrendorfer also geklärt und mit der falschen Bezeichnung aufgeräumt. Der Charlottenburger ist nämlich etwas ganz anderes, wie bei Wikipedia nachzulesen ist:
Der Charlottenburger, auch Charlie genannt, ist ein bedrucktes Tuch, in das der Wandergeselle sein Hab und Gut einwickelt.
Das konnten wir damals im Jahr 2005 sogar direkt bei uns im Kiez beim Jubiläumsfest "300 Jahre Schlorrendorf" sehen:
- Geschichte, Gesellschaft -
Ob er damals auch die Klausenerplatz-Kiez Bewohner meinte ?
Charlottenburger
"Unter diesem Namen sind diejenigen Fuhrleute bekannt, welche mit ihren Wagen vor dem stolzen Brandenburger Thore halten und das Publikum nach Charlottenburg fahren. Dieser freundliche Ort liegt zu Ende des Thiergartens und wird von Residenz-Bewohnern zu allen Jahreszeiten lebhaft besucht. Er hat eine schöne breite Straße mit zahllosen Gasthäusern und öffentlichen Gärten, ein Schloßtheater, einen Polizei-Commissarius und mehrere Gensd`armen. Man genießt hier so zu sagen, die freie Luft, darf nicht rauchen, mustert gegenseitig die Kleidung, amüsiert sich auf solche Berlinische Weise bis die Sonne untergeht, und fährt dann wieder nach der Stadt zurück. Deren Siegesgöttin alle Heimkehrende mit dem Rücken willkommen heißt.
Die Charlottenburger sind, ohne dem Straßenpöbel zu nahe treten zu wollen, unstreitig die roheste Klasse aller Berliner Plebeyer. Bei ihnen schimmert nicht einmal, wie bei den Eckenstehern, durch ihren physischen und geistigen Schmutz die Gemüthlichkeit durch, sondern sie sind das vollständigste personificierte Register aller Gemeinheit. Saufen, Spielen und Gedankenstrich-, so heißen ihre Tugenden, in denen sie sich täglich zu vervollkommnen suchen, und ihre blassen Gesichter und todten Augen sind das sprechendste Bild innerer Nichtswürdigkeit."
Zitiert nach: Berlin, ein literarischer Reiseführer (Hrsg. von Ansgar Bach) Darmstadt: 2007, s. 40
Joachim Neu - Gastautoren, Gesellschaft -
Schlecht erscheinen die Aussichten für viele eigenständige Initiativen im Bezirk. Die für ihr bisheriges Vorgehen bekannte Zählgemeinschaft hat das Bezirksamt wieder übernommen, diverse altbekannte "Fördertopf-Mafia" wirkt schon längere Zeit, bzw. steht bereits erneut in den Startlöchern. Gegen ihre korrupten Formationen, langjährige Erfahrung, ihre teilweise professionelle Ausstattung anzukommen, ist für den einfachen engagierten Bürger schwierig. Wie sollen die vielen unabhängigen Initiativen den Fördertopf-Dschungel durchblicken?
Zum Glück gibt es noch Unterstützung durch neutrale Stellen.
- Der Ratgeber "Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen" mit mehr als 70 neuen Fördermöglichkeiten ist
soeben in aktueller Auflage erschienen! (11. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2011 mit 200 Seiten)
>>Die Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische
Initiativen sind ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle Gruppen
und Initiativen, die nach neuen Finanzierungswegen zur Verwirklichung
ihrer Projektideen suchen. Die Broschüre porträtiert mehr als 290
Stiftungen und Förderquellen und bietet umfangreiche Tipps zu
Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bildung, Jugend, Arbeit, Soziales,
Migration, Entwicklungspolitik, Antifaschismus, Integration, Wohnen,
Kultur, Frauen, Queer Leben und Umwelt. Die umfassenden Hinweise auf
Förder-, Beratungs- und Informationsmöglichkeiten machen die Broschüre
zu einem kompetenten Wegweiser durch den Förderdschungel.<<
Das Heft wird herausgegeben vom Netzwerk Selbsthilfe e.V.
- Auf eine weitere Beratungsmöglichkeit zu EU-Förderprogrammen hatten wir hier im Blog schon mal hingewiesen.
- Auf den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung (1. Förderrunde 2012) hat das Bezirksamt hingewiesen.
>>Bereits seit 2008 profitieren junge Berlinerinnen und Berliner vom Projektfonds Kulturelle Bildung. Kinder und Jugendliche entdecken gemeinsam mit Künstlern der verschiedensten Richtungen ihre eigene künstlerische Ader und erproben ganz nebenbei ihre sozialen Fähigkeiten. Verlässliche Partner bei der Durchführung dieser Projekte sind Kindergärten, Schulen, Jugendclubs, Museen und andere Institutionen, die schließlich auch helfen, die Arbeitsergebnisse der jungen Künstlerinnen und Künstler vorzustellen.
Dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf werden für das Jahr 2012 erneut 30.000,- Euro für Kooperationsprojekte aus dem Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung zur Verfügung gestellt. Ziel dieses Förderbereichs ist die zeitnahe Vergabe von Fondsmitteln auf Bezirksebene zur Unterstützung kleinerer und kurzfristiger Projekte von Kooperationspartnern aus dem Bereich Kunst/Kultur und Bildung/Jugend.
Abgabeschluss für Projektanträge mit einer Fördersumme bis zu 3.000.- EUR im ersten Halbjahr 2012 ist der 1. Dezember 2011.<<
Beratung und Hilfe bei der Antragstellung: Tel. 90 29 24153 (Mo-Fr 10:00 – 14:00 Uhr)
Weitere Informationen zum Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung sowie Anträge erhalten Sie auch unter:
* Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung
* Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf - Fachbereich Kultur
- Gesellschaft -
Am 12. und 13. September fand ein Workshop zum sog. "Ökokiez 2020" statt. Die Firma B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH informierte, daß jetzt eine Dokumentation des Workshops zum integrierten Klimaschutzkonzept Klausenerplatz-Kiez auf der Website des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf zur Verfügung steht. Dargestellt werden darin die Ergebnisse (Wertungen) der einzelnen Fachforen (als PDF):
- Allgemeine Aufgaben
- Energetische Sanierung
- Nutzerverhalten
- Klimavorsorge
- Gewerbe
- Energieversorgung
- Verkehr
Der Berliner Mieterverein hatte zum Punkt Mieterbelange/Transparenz (Fachforum Energetische Sanierung) bereits kurz nach Ende des Workshops eine Stellungnahme abgegeben.
PS
Im Fachforum Verkehr wurde unsere allseits begehrte Bimmelbahn auf Platz 6 gewählt. Wie man hier sehen kann, stehen die Chancen zur Umsetzung anscheinend recht gut. Das Modell eines Prototyps wurde bereits erstellt (Die Stelle für einen kombinierten Lokführer/Kassierer/Weichensteller wurde ebenfalls berücksichtigt - Man beachte auch dazu im Fachforum Allgemeine Aufgaben den handschriftlichen Eintrag zu Punkt1!).
Bei solch rasanter Entwicklung des Vorhabens, möchte ich dann doch nochmal an meine heißgeliebten Grachten erinnern. Vielleicht ist ja damit auch noch was möglich? ;)
- Gesellschaft, Kiez -
Warum eigentlich nur Banken und Börsen besetzen, da gehört doch noch mehr dazu, haben sich hier wohl einige gedacht. Wir erinnern uns: alles begann damals mit einer Immobilien-Blase. So richtig eklig - Real Estate - wurde es dann in der gesteigerten Form mit "Hypo Real Estate".
Dramatisch steigende Mieten und die damit verbundene Verdrängung versetzen immer mehr Menschen in eine verzweifelte Lage. Von der Politik ist eher auch weiterhin nichts zu erwarten. Also wird man gezwungen, sich selbst zu helfen. Engagierte aktive Bürger helfen glücklicherweise dabei. So soll es eine „Lange Nacht der Wohnungsbesetzungen“ geben. Das Angebot an freien Wohnungen wurde bereits im Internet zusammengestellt und soll noch deutlich anwachsen. Darunter sollen auch leerstehende Luxuswohnungen sein. Ja, warum eigentlich immer mit Bruchbuden zufrieden geben, andere wolllen schließlich auch immer mehr. Die Besetzer-Tour wird sogar mit kostenlosen Shuttle-Bussen organisiert. Das ist bequem und tut gut, schließlich wird man ja nicht jünger. So wartet auf alle „eine erlebnisreiche und vor allem komfortable Alternative zu der oft zeitraubenden Besetzungsrealität“. Diese Stadtrundfahrt ist gleichzeitig eine gute
Gelegenheit, den jeweiligen Kiez richtig kennenzulernen: Stadtführer mit Altbesetzer-Erfahrungen versorgen nach den Meldungen in den Bussen die Teilnehmer mit
Hintergrundinformationen und geben nebenbei Insider-Tipps zu ausgefallenen
Läden, populären Bars, coolen Locations und Ausgehmöglichkeiten, so daß Sie sich in Ihrem zukünftigen Lebensumfeld gemeinsam mit Ihren neuen Nachbarn so richtig wohl fühlen.
Weitere Informationen:
* Bündnis Steigende Mieten stoppen!
- Gesellschaft, Satire -
Zum morgigen Samstag, 15. Oktober 2011, wird zu einem weltweiten Aktionstag für mehr Demokratie aufgerufen. Ausgehend (Viele Initiativen haben im Vorfeld sicher schon eine Rolle gespielt, zum Beispiel in Israel.) von der Bewegung "Occupy Wall Street" aus New York City in den den USA heißt es nun: "951 cities – 82 countries".
Etliche Städte sind in Deutschland mit Aktionen dabei, so natürlich die Bankenstadt Frankfurt, aber auch Berlin. (Ein Hinweis ist immerhin auch am Klausenerplatz vorhanden.)
In Berlin veranstaltet Attac ab 10:00 Uhr eine Krisenanhörung im Grips-Theater. Anschließend (ca. 17:00 Uhr) findet eine Kundgebung vor dem Kanzleramt statt.
Außerdem beginnt um 13:00 Uhr eine Kundgebung am Neptunbrunnen, vor dem Roten Rathaus auf dem Alexanderplatz. Anschließend führt eine Demo zum Bandenburger Tor und weiter ebenfalls zur Kundgebung um 17:30 Uhr vor dem Kanzleramt.
Weiter ist der Mariannenplatz von 16:00 bis 22:00 Uhr mit Treffen, Konzerten, Lesungen dabei.
Die Initiativen:
* Occupy Wall Street
* United for Global Change
* Occupy Together
* Echte Demokratie jetzt!
* attac - Aktionen zum 15. Oktober
* aCAMPada Berlin
- Gesellschaft, Politik, ZeitZeichen -
Verschiedenste Gärten, angelegt und gepflegt von größeren Bürgern, gibt es im Bezirk.
Hier liegt ein Lerngarten - von Kindern für Kinder - im Ziegenhof am Klausenerplatz:
Schüler der Gemeinschaftsschule Charlottenburg (Sybelstraße 20) lassen auf dem Kracauerplatz einen Garten wachsen:
- Gesellschaft, Kinder und Jugendliche -
- Am kommenden Donnerstag findet ein Vortrag von Prof. Dr. Harald Weber zur Charlottenburger Geschichte statt: "Die Prozesse im Reichskriegsgericht in der Zeit des Nationalsozialismus".
Veranstaltungsort: Das ehemalige Reichskriegsgericht in der Witzlebenstr. 4-5 (Großer Saal)
Eine Veranstaltung des Vereins "Bürger für den Lietzensee e.V."
Donnerstag, 6. Oktober 2011 von 19:00 - 21:00 Uhr
- 9. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs
"Zugehörigkeit und Selbstbestimmung" lautet das diesjährige Thema der Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs. Berliner kommen zusammen, um MITEINANDER statt übereinander zu reden.
- Vom 17. Oktober bis 17. November 2011 - über fünfzig Dialogrunden mit mehr als 60 Organisationen, Institutionen und Vereinen
- Am 24. November 2011 - Abschluss "Begegnung schafft Räume" in der „alten Feuerwache“ in Berlin-Kreuzberg
Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr Frau Marianne Ballé Moudoumbou (Vertreterin der Migranten im Rundfunkrat Berlin-Brandenburg) übernommen und in ihrem Grußwort weist sie unter anderem auf ein wichtiges Problem hin: „…Viel zu oft werden über Geflüchtete, MigrantInnen, Angehörige der afrikanischen, asiatischen, nord-, süd und zentralamerikanischen Diaspora Veranstaltungen organisiert und Entscheidungen getroffen, wo die Betroffenen bestenfalls im Publikum und nicht als ExpertInnen, Fachleute und mitwirkende Akteure zugelassen werden. …“ Damit spricht sie ein Thema an, das auch bei einigen Dialogrunden erörtert werden soll.
Alle Informationen und das Programm: Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs
Koordination:
Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum ARiC Berlin e.V., Chausseestrasse 29
Tel. (030) 30 87 99-0; Fax (030) 30 87 99 12
- Geschichte, Gesellschaft -
Joachim hatte zuletzt hier im Blog bereits gewarnt. Aktuell berichtet das MieterEcho (vom 28.09.2011) zur Mietentwicklung in Berlin: "Dramatische Steigerungen bei Berliner Angebotsmieten".
Die höchsten Mieten wurden für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf festgestellt, mit einem Mittelwert von 8,55 Euro nettokalt, gefolgt von Mitte mit 8,25 Euro. Die größten Steigerungen gab es in Mitte (+10,7%), Friedrichshain-Kreuzberg (+9,5%) und Neukölln (+9%).
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Die niedrigsten durchschnittlichen Angebotsmieten wurden in Marzahn-Hellersdorf (5,15 Euro) und Spandau (5,65 Euro) festgestellt, die niedrigsten Steigerungen ebenfalls dort (+0,9% und +3,5%).
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In Charlottenburg-Wilmersdorf muss für das günstigste Viertel der angebotenen Wohnungen bereits bis zu 6,65 Euro ausgegeben werden. Auch liegt hier Friedrichshain-Kreuzberg auf dem zweiten Platz mit 6,55 Euro nettokalt – drei Viertel der angebotenen Wohnungen liegen dort oberhalb dieses Preises.
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In allen Bezirken außer Marzahn-Hellersdorf liegen die Mietsteigerungen weit oberhalb der Inflationsrate. Hier wird die zunehmende Enge auf dem Berliner Wohnungsmarkt deutlich, die nach und nach auf alle Bezirke drückt und das Mietniveau stadtweit nach oben treibt. Im Zuge dieser Entwicklung können Mieter/innen mit geringen Einkommen in immer weniger Bezirken eine bezahlbare Wohnung finden. Dies könnte zu einer Konzentration von Armut, z.B. in Marzahn-Hellersdorf und Spandau, führen.
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Die mittlere Steigerung der Angebotsmieten ist doppelt so hoch wie die Steigerung im Berliner Mietspiegel, der die veränderten Bestandsmieten anzeigt. Es ist davon auszugehen, dass die rasant ansteigenden Angebotsmieten den Mietspiegel weiter nach oben treiben und so auch saftige Mietsteigerungen im Bestand ermöglichen werden.
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Dringend gesucht: Eine Kehrtwende in der Wohnungspolitik
Der Berliner Senat muss der bedrohlichen Entwicklung der steigenden Mieten mit allen Mitteln Einhalt gebieten. Zu den dafür in Frage kommenden Maßnahmen zählen eine ausdrücklich mietpreisdämpfende Geschäftspolitik der kommunalen Wohnungsunternehmen und der Neubau von günstigen Wohnungen, um den Wohnungsmarkt vor allem im unteren Bereich zu entlasten. Die derzeitige Praxis, Mieterhöhungen im Rahmen des Mietspiegels auch im städtischen Wohnungsbestand voll auszuschöpfen, muss dringend beendet werden. Um Mietsteigerungen in ausgewählten Vierteln entgegen zu wirken, kann die Stadt dort gezielt Wohnungen erwerben und Mietpreisbindungen vereinbaren.
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- Gesellschaft, Politik -
"Geschichte wird gemacht - 30 Jahre Häuserbewegung" so lautete die Aktionswoche einer Initiative, an der auch das Regenbogenhaus bei uns im Kiez teilnahm (Wir hatten berichtet). Viel Material, Fotos und Schriften, aus dieser Zeit hat Andreas Schmidt bewahrt und eine Auswahl daraus wird zur Zeit immer noch in den Fenstern des „Cafe Sowieso“ in der Nehringstraße 34 ausgestellt. Matthias hatte hier zur Hausbesetzerbewegung im Kiez geschrieben und darin auch den Tod von Klaus-Jürgen Rattay erwähnt.
Am Donnerstag, 29. September 2011 um 23:30 Uhr zeigt der rbb die Dokumentation: "Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer - Häuser, Hass und Straßenkampf".
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- Geschichte, Gesellschaft, Politik -
Eilnachricht: Landesvorstandssitzung der GEW am Donnerstag-Abend setzt geplanten ganztägigen Lehrerstreik für Mittwoch, den 28. September, aus.
Herr Müller (Landesvorsitzender der SPD) läßt Gesprächstermin mit der GEW platzen. Nachdem man ihn im Abgeordnetenhaus aufgespürt hat, verspricht er nur sich gegen weitere Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen der Lehrer zu wenden. Er macht aber keine Hoffnung auf Wiedereinführung der von SPD/LINKE beseitigten Arbeitszeitverkürzung zur Entlastung von älteren Lehrern.
GEW bemängelt dennoch mangelnde Streikbereitschaft der Mitglieder und Mobilisierungslücken.
Nach den Ferien soll eine Vertrauensleutekonferenz über das weitere Vorgehen beraten.
N.N. - Gastautoren, Gesellschaft -
In den letzten Wochen hat es mehrere Treffen von Mietern aus verschiedenen Häusern in Kreuzberg und Neukölln (u.a. Kotti & Co; GSW-Häuser in Kreuzberg, Fanny-Hensel) gegeben, die sich gerade gegen Mieterhöhungen, Modernisierungsarbeiten oder Räumungsklagen wehren.
Welche Hausgemeinschaft (der GEWOBAG) ist hier am Klausenerplatz mit aktuellen Mieterhöhungsverlangen konfrontiert und möchte sich aktiv beteiligen? Auch Mieter aus den kürzlich von der GEWOBAG zum Sanierungsvorhaben (Bauplanung für 2012) angekündigten Häusern sind dazu herzlich eingeladen. Selbstverständlich gilt die Einladung auch für alle betroffenen Mieter/Hausgemeinschaften im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und darüber hinaus.
Nächstes Treffen:
Dienstag, 27.09.2011 um 19:00 Uhr
im Büro von ImageShift (Reichenberger Str. 177, Zugang über die Freitreppe am NKZ)
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- Gesellschaft, Politik -
- Stadt im Gespräch in der Urania "Nicht vor meiner Tür: Gemeinwohl versus Partikularinteressen?"
Die Architektenkammer Berlin, der Tagesspiegel und die Urania laden erneut zu einem Diskussionsforum der Reihe „Stadt im Gespräch – Berlin im Wandel“ in der Urania ein.
>> Die Städte stehen immer häufiger vor dem Dilemma, die am allgemeinen Bürgerinteresse ausgerichtete Stadtentwicklung gegen konkret formulierte Partikularinteressen verteidigen zu müssen. Privatinteressen werden vorgebracht, auch von unbeteiligten Personen, obgleich sie im Widerspruch zu abgeschlossenen und abgewogenen Planungen stehen. Klagen häufen sich auch gegenüber Einrichtungen, die teilweise bereits seit Jahrzehnten gebietsansässig sind und den Charakter ihrer Quartiere erheblich mitprägen. Dabei besteht vom Flughafen bis zum Spielplatz Einigkeit über die Bedeutung der jeweils beklagten Einrichtung - „nur eben nicht gerade hier“. Wie können Partikularinteressen im Rahmen der Stadtentwicklung mit dem Allgemeinwohl in Einklang gebracht werden und welche Regeln und Prozesse müssen dazu verbessert werden? <<
Podium:
- Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Stadtplaner, ehem. Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, TU Berlin und Universität Leipzig
- Dipl. Ing. Carsten Joost, Planer, Berlin
- Dipl.-Ing. Dogan Yurdakul, Stadtplaner, Gesellschaft für Planung, Berlin
- Harald Martenstein, Journalist und Autor, Berlin
Moderation:
- Gerd Nowakowski, Ressortleiter Berlin/Brandenburg, Der Tagesspiegel
Der Eintritt ist frei.
Donnerstag, 22. September 2011 um 19:30 Uhr
Urania
An der Urania 17, 10787 Berlin
- Ausstellungseröffnung "Meine Schlosspark-Skizzenmappe"
Die Ausstellung von Helmut Meyer wurde hier bereits vorgestellt. Dr. Michael Roeder wird zur Eröffnung sprechen und den Künstler und seine Geschichte vorstellen. Herr Meyer wird selbst aus alten Zeiten erzählen. Als Kind stromerte er nicht nur im Schloßpark herum, sondern auch in unserem Kiez am Klausenerplatz. Er hat damals sogar noch Filme im Mali-Kino (Neufertstraße 19-21 - früher Magazinstraße 7) gesehen. Es wird sicher ein spannender und auch herzlicher Rückblick, nicht nur in seine persönliche Geschichte. Sie sind alle herzlich eingeladen.
Samstag, 24. September 2011 um 20:00 Uhr
Taverna Karagiosis
Klausenerplatz 4, 14059 Berlin
- Das Duo Stumpf und Icke - das unglaublichste Akustik/Pop/Rock-Duo - spielt auf.
Freitag, 30. September um 20:00 Uhr
Pinselheinrich
Sophie-Charlotten-Straße 88, 14059 Berlin
- Gesellschaft, Kunst und Kultur -