Die bisher im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf führende SPD hat bei der Wahl vom 18. September 5,1 Prozent verloren und bildet zukünftig nicht mehr die stärkste Fraktion in der BVV. Die bisherige Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen hat sich verabschiedet und auch das bürgerignorierende Duo von der SPD aus der Gedenktafelkommission (GTK) ist inzwischen selbst zur Historie geworden. Bisher gab es eine Rot-Grüne Zählgemeinschaft im Bezirk, die uns Bürger immer wieder gerne hintergangen hat - zum Vorteil des eigenen Partei-Miefs natürlich. Ein weiteres Beispiel: Trotz eines Beschlusses der BVV vom 30. April 2009 (Drucksache - 1318/3) - >> Die Stadtteilbibliotheken sollten auch kultureller Kiez-Treffpunkt sein können. Generell sollte ein flexibler Umgang mit der Überlassung der Bibliotheksräume für Veranstaltungen ehrenamtlicher Gruppen (für Kiezbündnisse, Bürgerinitiativen, Arbeitsgemeinschaften u. a.) gepflegt werden. << - ist es bis heute durch die Veranlassung, zumindest Duldung, des zuständigen Stadtrates von der SPD nicht möglich, als eigenständige und unabhängige Initiative dort eine Lesung zu veranstalten.
Zum Teil werden neue Bezirksverordnete für jede Partei in die BVV einziehen. Die Piraten sind ganz neu dabei. Wird es nun endlich besser, also offener und demokratischer, vielleicht sogar mit echter Bürgerbeteiligung? Wir geben gern die Einladung eines engagierten Charlottenburger Bürgers weiter: all jene sind zum direkten Gespräch eingeladen, insbesondere auch die neuen Piraten, die für eine offene, bürgernahe Politik stehen.
Dazu einige aktuelle Presseberichte vom laufenden (Hinterzimmer-) Geschehen:
- Mit 7,1 Prozent ziehen die Piraten in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ein. Transparenz ist eines ihrer zentralen Themen. Werden wir nun endlich offene Politik erleben können und jegliche Hinterzimmer-Absprachen erfahren? Für echte Bürgerbeteiligung wollen sie sich auch einsetzen. Ist nun Schluß mit dem im Hintergrund abgekasperten Reinlegen von Bürgern?
* Berliner Morgenpost vom 19.09.2011
* taz vom 19.09.2011
- Hier ein Bericht der taz:
In Charlottenburg-Wilmersdorf hatte sich Elfi Jantzen Hoffnungen auf
einen grünen Bürgermeistersessel gemacht - vergebens. Stärkste Kraft im
Bezirk wurde mit 30,1 Prozent die CDU. Deren Spitzenkandidat
Klaus-Dieter Gröhler sagte am Montag, er habe Gesprächseinladungen
sowohl an SPD (28,8) und Grüne (23,9) als auch an die Piraten (7,1)
geschickt. Zu den Präferenzen seiner Partei sagte er, die CDU habe 2006
kurz vor einer Zählgemeinschaft mit den Grünen gestanden.
Indes, die Grünen zeigen bisher wenig
Enthusiasmus bei der Idee von einer schwarz-grünen Zählgemeinschaft.
Jantzen sagte, die SPD liege ihrer Partei an und für sich näher. Es habe
bereits "erste Annäherungsversuche" gegeben. Und die SPD? Sie wollte
sich am Abend erst einmal beraten. "Jetzt etwas zu sagen, wäre
Kaffeesatzleserei", wehrte Spitzenkandidat Reinhard Naumann ab.
Quelle: taz vom 19.09.2011
- Gesellschaft, Politik -
Für das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat Sozialstadträtin Martina Schmiedhofer am Tag des Ehrenamtes (09.09.2011) die Ehrenamtspreise des Bezirks überreicht.
Ausgezeichnet wurden auch Vereine aus unserem Kiez vom Klausenerplatz für ihre Initiativen. Der zweite Preis ging an den Verein "Ensar Camii e.V." für den Beitrag zur besseren Verständigung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtung im Kiez. Die Frauen des Vereins hatten Kinder- und Familienfeste organisiert und ausgestaltet (Wir hatten berichtet).
Den dritten Preis erhielt die Frauengruppe Charlottenburg des "Schwerhörigen-Verein Berlin e.V.". In dieser Selbsthilfegruppe können hörbehinderte Frauen Strategien im Umgang mit der Behinderung erlernen. Neben den Selbsthilfeaktivitäten engagieren sie sich auch verstärkt in der Vereinsarbeit. Engagierte Mitglieder des Vereins waren auch an der Organisation des Kiez-Kinderfestes im Juni 2010 beteiligt (Wir hatten berichtet).
Einen Anerkennungspreis erhielt der Verein "Bürger für den Lietzensee" am Rand unseres Kiezes.
Im Anhang alle Preisträger in der Pressemitteilung des Bezirksamtes.
Wir gratulieren allen Ausgezeichneten ganz herzlich!
[weiterlesen]
- Gesellschaft, Menschen im Kiez -
Unter dem Dachverband der Berliner Selbsthilfekontaktstellen bietet die "Kontaktstelle
PflegeEngagement" bei
der Selbsthilfe Kontakt– und Informationsstelle (SEKIS) in
Charlottenburg (Bismarckstr. 101) jetzt neue Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Haltestelle Diakonie und dem Pflegestützpunkt in der Zillestraße an (Wir hatten von den Vorbereitungen berichtet). Die Veranstaltungen sollen zum Enststehen von Gesprächs-/Selbsthilfegruppen beitragen.
Wer einen Angehörigen pflegt, richtet seinen Tagesablauf oft völlig auf die Pflege aus. Für eigene soziale Kontakte bleibt wenig Zeit. Gespräche mit anderen pflegenden Angehörigen können helfen, aus der Isolation herauszukommen und Verständnis zu finden. Gleichbetroffene unterstützen sich gegenseitig dabei, gesundheitliche, psychische oder soziale Probleme zu bewältigen und frische Kraft für den Alltag zu tanken.
Zwei Stunden zur freien Verfügung ...
Ganz für mich allein, sie sind Balsam für meine Seele.
Ein Friseurbesuch, ein Einkaufsbummel, ein Treffen mit der Freundin, eine wichtige Erledigung, und all das ohne Sorge um Dich, denn ich weiß Dich in guten Händen.
(Aus: „Das Heute zählt“, Angela Weiland, 2010)
Zwei Stunden zu meiner Verfügung - unter diesem Motto steht eine Informationsreihe für pflegende Angehörige von Demenzkranken – BEI GLEICHZEITIGER BETREUUNG DER BETROFFENEN
Die Haltestelle Diakonie Wilmersdorf und die Kontaktstelle PflegeEngagement im Bezirk laden deshalb herzlich alle pflegenden Angehörigen, insbesondere von Menschen mit Demenz, ein.
[weiterlesen]
- Gesellschaft, Menschen im Kiez -
Gestern gab es mal eine nette Alternative zu den ganzen „Wir wollen nur Eure Stimmen und danach seht Ihr uns auch nie wieder“-Ständen im Kiez!
Missio hatte einen kleinen „Senegal on Tour“ inkl. Kirchenbesuch vor der Sankt Kamillus-Kirche organisiert.
Man sieht also:
Besuche im Kiez können auch einen tieferen Sinn bezwecken als nur das Schlachtvieh äh Wahlvolk zu verarschen äh zu überzeugen.
- Gesellschaft, Kiezfundstücke -
Vor dem Wahltag und danach
Die letzten Meldungen zu (geplanten) Mieterhöhungen:
- Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften beabsichtigen nach Pressemeldungen bei 19.000 Haushalten die Mieten zu erhöhen (zum 1. Oktober oder 1. November 2011).
* Berliner Zeitung vom 15.09.2011
- Davon sollen allein schon 6000 Mieter bei der GEWOBAG betroffen sein.
* BZ vom 02.09.2011
- Nach dem Wahltag soll erhöht werden, was die Rechtslage hergibt - so schreibt die junge Welt und läßt tief hinter die Kulissen blicken (unbedingt lesen!).
* junge Welt vom 16.09.2011
- Die rbb-Abendschau berichtete vom Grauen des pervertierten Sozialen Wohnungsbaus: Kaltmieten steigen in der Greifenhagener Straße ab dem 1. Dezember um rund 60 Prozent.
* rbb Abendschau vom 15.09.2011
- "Mieterhöhungswelle schwappt über Berlin" - so schreibt der Berliner Mieterverein und gibt schon mal Tipps.
* Berliner Mieterverein - Pressemitteilung vom 08.09.2011
- "Landeseigene Gesellschaften sahnen ab" - so titelte die taz. Darin wird deutlich, was vom gegenwärtigen verlogenen Geschwafel der verantwortlichen Politiker zu halten ist. Das drückt die taz natürlich vornehmer aus als ich. Wir hatten hier bereits auf die entsprechenden Hintergründe hingewiesen.
"Die einzige Sprache, die die verstehen, sind Gesellschafteranweisungen des Finanzsenators", sagte damals ein Abgeordneter.
Im Klartext: Ohne Androhung von Konsequenzen sind die Forderungen des Senats nach einer mietpreisdämpfenden Funktion der sechs Gesellschaften mit ihren 270.000 Wohnungen das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.
Dann verwendet sie doch tatsächlich in einem weiteren (zurück- / vorausschauenden) Artikel die böse, böse Bemerkung .... : "Wer hat uns verraten …". Tsss, tss, wie kommen die denn darauf ....? Egal, spielt ja schließlich auch keine Rolle von wem wir gerade verkauft werden.
* taz vom 04.09.2011
* taz vom 14.09.2011
Ein wunderbares Wochenende wünschen wir allen Mieterinnen und Mietern schon mal. Also, schönes Wetter ist damit gemeint. Vielleicht fahren Sie ein wenig raus, treffen ein paar nette Menschen und schalten einfach mal ab - auch wenn es noch so schwer fällt.
Man kann sich allerdings auch an dem Aktionstag "Berlin von unten!" am 18. September beteiligen.
- Gesellschaft, Politik -
Wie im Bezirk so auf Landesebene
Im Bezirk wollten sie uns mit einem Bürgerhaushalt locken. Blank reingelegt hat uns die bezirkliche SPD unter freundlicher Beihilfe der Grünen. Für die ganze Show haben sie auch noch an die 100 000 Euro verbraten, obwohl der Bezirk zu dem Zeitpunkt bereits pleite war. Die anfänglichen Zusagen haben sie nicht eingehalten - Passiert ist gar nichts.
Lange haben wir zu einem Thema im Abgeordnetenhaus abgewartet in der stillen Hoffnung, es würde sich vielleicht doch noch etwas tun. "Mieterbeiräte stärken", so lautete damals der Antrag. Am 17. Februar 2010 waren Vertreter von Berliner Mieterbeiräten zur Anhörung im Bauausschuss eingeladen. Am 3. März 2010 stimmte der Bauausschuss dem Antrag mit den Stimmen der SPD, CDU, Grünen und Linken zu, bei Enthaltung der FDP.
Beschlussempfehlung
des Ausschusses für Bauen und Wohnen vom 3. März 2010
zum Antrag der Fraktion der SPD und der Fraktion Die Linke
Mieterbeiräte stärken
Drucksache 16/2801
Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:
Der Antrag – Drs 16/2801 – wird angenommen.
So und dann? Der Antrag wurde bis heute nicht von den Antragstellern in das Abgeordnetenhaus gebracht. Folglich hat das Parlament auch bis heute nicht endgültig darüber abgestimmt. Wie uns die Ausschussmitglieder der Linken mitteilten, wurde der Antrag von der SPD-Fraktion auf diesem Weg blockiert. Sie wollten es also nicht. Nun kann man auch alle anderen Fraktionen, die im Bauausschuss zugestimmt hatten, nicht so einfach aus der Verantwortung entlassen. Jede von ihnen hätte es, wenn es ihnen wirklich ernst damit gewesen wäre, auf die Tagesordnung des Abgeordnetenhauses bringen können. Insbesondere hätte die Linksfraktion aktiv werden müssen, auf deren (lobenswerte) Initiative die ganze Vorarbeit ja erst stattfand. Die Mieterbeiräte hatten zwischenzeitlich mehrfach darauf gedrungen, eine öffentliche Veranstaltung mit Einladung der Presse einzuberufen, um politischen Druck aufzubauen. Nun, sie haben gekniffen - wie die anderen Fraktionen auch. Der entscheidende Blockierer war aber mal wieder die größte Fraktion in der derzeitigen Koalition: die SPD.
Fazit:
Wir waren mal wieder dämlich, blöde und naiv. Wir sind den korrekten demokratischen Weg gegangen. Wir haben viel ( Frei- ) Zeit und Arbeit (so etliche Treffen mit Ausarbeitung einer Satzungsvorlage) investiert. Wir hatten uns über die Zustimmung im Bauausschuss riesig gefreut. Und wir mußten am Ende erfahren, daß man uns alle als gewählte Mietervertreter, und damit auch insgesamt alle Mieter der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, letztendlich nur mal wieder voll verarscht hat. Eine Abstimmung im Parlament hätte man noch wenigstens als vollzogene demokratische Entscheidung, egal mit welchem Ausgang, akzeptieren können/müssen - natürlich auch anschließend kritisieren können.
Wie soll man die SPD nach diesen Erfahrungen, wie auch nach der ganzen Mietentwicklung in den letzten Jahren, bezeichnen? Ich halte "Verräterpartei" für eine zeitgemäße passende Beschreibung, die es auf den Punkt bringt. Sie haben die Mieter verraten und verkauft - im wahrsten Sinne des Wortes (wie hier gerade beschrieben). Ich könnte sie auch ohne jegliche Probleme "Lügenpack" nennen und es würde mir sicher noch so etliches anderes einfallen .... Politisch verkommen, Politisch wertelos, Mieterverachtend, Bürgerfeindlich, ..... Sie können es sich aussuchen.
- Gesellschaft, Politik -
Ein Wochenende im Regenbogenhaus
Am Freitag hatte die Initiative vom Regenbogenhaus, wie angekündigt, zur Diskussionsveranstaltung "Charlottenburg-Kiez Klausenerplatz - Nur noch für Reiche?" eingeladen. Herr Oellerich von der Berliner Mietergemeinschaft stellte die Entwicklung der Wohnungssituation in Berlin und die Wohnungspolitik des Senats dar. Eine Wohnungsspolitik, die man nur als verfehlt bezeichnen kann, die im eigentlichen Sinne gar nicht stattgefunden hat.
Ich habe für den Mieterbeirat Klausenerplatz die Probleme im Kiez dargestellt. In Kürze: Dazu gehören insbesondere die stetigen Mietpreistreibereien ausgerechnet der GEWOBAG mit maximaler Ausnutzung der rechtlichen Möglichkeiten, drastischen Aufschlägen bei Neuvermietungen und der insgesamt völlig pervertierten Lage im Sozialen Wohnungsbau mit dem ganzen speziellen Irrsinn der sog. §17-Häuser. Durch den übermäßigen Aufschlag bei Neuvermietung entfällt immer mehr preiswerter Wohnraum im Kiez, gerade auch als Alternative für langjährige Anwohner, denen der Kiez Zuhause und soziales Lebensumfeld geworden ist (z.B. Mieter mit geringem Einkommen, Hartz4-Empfänger oder mit ähnlichen Sozialleistungen, Umzug in eine kleinere Wohnung nach Auszug oder Tod eines Partners, Umzug in eine kleinere Wohnung von Eltern nach Auszug der erwachsenen Kinder, Wohnungen für ausziehende Kinder die gern im Kiez in Familiennähe bleiben möchten, usw.). So werden Mieter aus den genannten Beispielen, auch wenn sie schon Jahrzehnte hier bei der GEWOBAG wohnen und immer brav ihre Miete gezahlt haben, bei Umzug wie Neumieter mit den entsprechenden Aufschlägen behandelt, was immer mehr Betroffene einfach nicht bezahlen können. Alles menschliche Belange, die dem derzeitigen Senat offensichtlich am Arsch vorbeigehen (wohlgemerkt: die GEWOBAG ist eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft, wie hier beschrieben). Angekündigte energetische Modernisierungen ohne Berücksichtigung der sozialen Lage jedes einzelnen Bestandsmieters, könnten schließlich den schleichenden Verdrängungsprozess endgültig beschleunigen.
Schiri, eine Bewohnerin aus dem Hausprojekt Willibald-Alexis-Strasse 34 in Kreuzberg berichtete zutiefst bewegend über ihre Lage. Ein Haus, das unter diesem Senat von der GEWOBAG im Jahr 2004/2005 an irgendwelche Spekulanten verhökert wurde.
Da hat 2004/2005 ein Immo I das Haus für etwa 600.000 € günstig von der GEWOBAG gekauft und reicht es nach etwa 5 Jahren für mehr als das Doppelte weiter an Immo II. Der hierbei erzielte bzw. entrichtete Preis von noch unter 1.000 €/m2 soll durch Umwandlung in Einzeleigentum laut Internetangebot nun um das 2- bis 2 ½ -fache gesteigert werden.
Es gleicht dem Fall des Verkaufs des Hauses Danckelmannstraße 14 bei uns im Kiez in vielen Dingen. (Wir hatten dazu mehrfach berichtet und auch der Hauptstadtblog). Aus heutiger Sicht sehe ich das so: Häuser mit Sanierungsbedarf und entsprechend geringer Rendite wurden einfach, egal an wen, wie krank auch immer, verkauft, um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen. Was für eine schäbige Politik.
Schiri hat uns alle eingeladen zum Haus- und Hoffest der WAX 34:
Das Thema Verdrängung betrifft unser Haus, unseren Kiez, unsere ganze Stadt!
Darum halten wir zusammen!
Wir bleiben alle! Und das ist auch gut so!
Also lasst uns feiern - Wir freuen uns auf Euch!
Samstag, 17. September 2011 von 15:00 bis 19:00 Uhr
Willibald-Alexis-Strasse 34
Diese Veranstaltung war angebracht und wird weiter zur Vernetzung und Zusammenarbeit beitragen, Dank an die Initiatoren und Veranstalter.
Kommen wir zum Sonntag, der sich der Geschichte der Hausbesetzerbewegung widmete. Zum Tag des offenen Denkmals hatte das Regenbogenhaus die Pforten geöffnet. Jo van der Linde führte durch Haus und Hof und beschrieb die Geschichte. Andreas Schmidt erläuterte mit vielen Fotos und alten Besetzerschriften umfassend das damalige Geschehen rund um die besetzten Häuser im Kiez. Insgesamt eine tolle Aktion, die auch viele Besucher von außerhalb des Kiezes anlockte.
Mit diesem erfreulichen Aspekt wollen wir schließen. Dazu noch einige, hoffentlich ebenso erfreuliche Fotos davon, wie sich Anwohner engagieren, wenn Nachbarn von nah und weiter weg, Jung und Alt zusammenkommen.
[weiterlesen]
- Geschichte, Gesellschaft, Kiez -
Ob in der Stadt oder auf dem Land - Mieten, Bildung, Überwachungsstaat, Atom- und Giftmüll und noch vieles mehr - die Menschen protestieren und nach den realen Erfahrungen der vergangenen Jahre hört man überall: die Schwafeleien und Beteuerungen der etablierten Politik nimmt sowieso keiner mehr ernst.
Wenn dann noch ein Berliner Regierender Bürgermeister aus der, nicht nur mieterfeindlichen, Verräterpartei vor der neuen Piratenpartei warnt, könnte man das ja schon fast als Wahlempfehlung werten.
- Gesellschaft -
.. weiter gehts ....
- Nächstes Folgetreffen nach der wohnungspolitischen Konferenz der Berliner Mietergemeinschaft.
Diesmal speziell zum Thema: Was folgt aus der erfolgreichen Mietenstopp-Demonstration? - Eine erste politische Auswertung und Diskussion zu den nächsten Schritten einer außerparlamentarischen Mieterbewegung.
Freitag, 9. September 2011 um 18:00 Uhr
Schule für Erwachsenenbildung (SfE)
Mehringhof (II. Hof)
Gneisenaustraße 2a (U-Bhf. Mehringdamm)
- Nach der Demo ist vor dem Aktionstag
Am 18. September wird es, während viele Bürger einfach nur ihre Stimme abgeben, zahlreiche Aktionen geben, die Ausdruck des Kampfes für eine andere, eine gerechtere Stadt sind, eine Stadt für alle und nicht fürs Kapital. Das ganze nennt sich Aktionstag „Berlin von unten!“. Es geht los um 14:00 Uhr mit einer Demonstration, die vom Kotti aus durch von Aufwertung betroffene Kieze führt.
Nach der Demonstration wird es einige Aktionen geben, die jetzt noch nicht bekannt gegeben werden können. Aber seid gespannt!
Aktionstag "Berlin von unten!" am 18. September 2011
Weitere Informationen:
* Bündnis Steigende Mieten Stoppen!
* Aktionstag "Berlin von unten!"
- Gesellschaft, Politik -
Geschichte wird gemacht. Eine Mieterbewegung hat gerade wieder berlinweit damit begonnen. Geschichte wurde auch schon vor 30 Jahren gemacht und daran soll mit zwei Veranstaltungen im Rahmen der "Woche der Widerspenstigen" hier bei uns im Kiez am Klausenerplatz im Regenbogenhaus (Nehringstraße 34) erinnert werden. Wie bereits hier im Blog angekündigt, sind alle Anwohner herzlich eingeladen:
Wir, ehemalige Besetzer_innen und Kollektivist_innen aus den 80ern und
Aktivist_innen von heute, wollen mit „Alten“ und „Jungen“ zusammen die
damaligen Erfahrungen kritisch beleuchten und den Austausch anregen;
eine Brücke zwischen „damals“ und „heute“ schlagen. Wir wollen uns
kennen lernen, austauschen, zusammen tabulos streiten, besser vernetzen,
lachen, staunen, in Frage stellen, tanzen und gemeinsam vorwärts gehen.
Wir wollen aktuell existierende Ansätze und Initiativen einem größeren
Kreis bekannt machen und alle potentiell Aufsässigen zum Mitmachen
aufrufen.
- Geschichte wird gemacht – Woche der Widerspenstigen – 09.09. bis 18.09.2011
Diskussionsveranstaltung "Charlottenburg-Kiez Klausenerplatz - Nur noch für Reiche?"
Themen und Referenten:
-
"Monopoly im Chamisso-Kiez" mit „Schiri“, Bewohnerin aus dem Hausprojekt Willibald-Alexis-34
Moderation: Jo van der Linde
Ev. kleines Hoffest im Anschluss…
Freitag, 9. September 2011 um 19:30 Uhr (bis 21:30 Uhr)
- Zum Tag des offenen Denkmals
Multimedia in der Kneipe - Zur Geschichte der Hausbesetzungen im Kiez Klausenerplatz und in Westberlin mit Andreas Schmidt
Führung im Hof mit Jo van der Linde - Geschichte wird gemacht - Stündlich ab 11:00 Uhr
Erzählcafe und Malaktion für Kinder mit Mathias Oster
Sonntag, 11. September 2011 von 11:00 bis 18:00 Uhr
[weiterlesen]
- Geschichte, Gesellschaft -
Gestern war es also soweit.
Die große Demonstration für bezahlbare Mieten, für bezahlbaren Lebensraum fand statt! Es wurden ca. 6.000 Demonstranten gezählt. Und alle waren sich einig, dass der eigene Lebensraum bedroht wird.
Auch der Mieterbeirat Klausenerplatz war vertreten, um Gesicht zu zeigen! Um zu zeigen: So geht es nicht weiter! Auch wir, unser Kiez, unsere Nachbarn sind betroffen!
Und natürlich waren wir auch da! Und machten dieses Video! Und diese Photos!
[weiterlesen]
- Gesellschaft, Kiez, Politik, ZeitZeichen -
.. weiter gehts ....
- Am Samstag geht es erstmal zur großen Mietenstopp-Demonstration
Samstag, 3. September 2011
Start: 14:00 Uhr Hermannplatz - Abschluss: 17:00 Uhr Oranienplatz
Zuvor, am Mittwoch, 31. August um 19:00 Uhr, heißt es Demo-Basteln im
Bethanien: Transparente werden gemalt und Schilder gepinselt. Gerne noch
Bastelkram oder Leckereien mitbringen!
Am Freitag davor, 2. September, gibt es noch ein letztes Vorbereitungstreffen zur Demo: um 19:00 Uhr in der New Yorck im Bethanien (Mariannenplatz 2a in Kreuzberg 36).
Und schon mal vormerken: Großes Demo-Nachbereitungstreffen am Sonntag, 25. September um 17:00 Uhr im Bethanien.
Denn es geht natürlich nach der Demo weiter: Etwa 40 Berliner Kieze haben sich in den letzten Monaten für die weitere gemeinsame Arbeit zusammengetan und vernetzt.
* Bündnis Steigende Mieten Stoppen! (Demo-Organisation)
Noch einige eingegangene Meldungen zu Mietthemen:
[weiterlesen]
- Gesellschaft, Politik -
Der bekannte "Wahl-O-Mat" soll heute zu den Berliner Wahlen online gehen. So kann mal wieder durchgespielt werden, was das "Wahlkampf-Papier" der Parteien zu den eigenen 38 Klicks hergibt. Durchaus ein nettes Spielchen. Allemal besser als trübe Wahlplakate. Auf überall aushängende "Steckbriefe" ohne konkrete "Belohnungsangaben" zu reagieren, bringt ebenfalls nichts. Da lohnt es sich immer noch mehr, in darunter hängenden Mülleimern nach leeren (Pfand-) Flaschen zu suchen.
- Gesellschaft, Kiezfundstücke, Politik -