Der Landesseniorenbeirat Berlin ist die Interessenvertretung älterer Menschen auf Landesebene. Die Vertreter arbeiten auf der Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes für die älteren Menschen in Berlin und beschäftigen sich mit den Themen Wohnen, Wohnumfeld, Mobilität, ÖPNV, Pflege, Gesundheit, Verbraucherschutz, Selbsthilfe oder Ehrenamt.
Die Landesseniorenvertretung Berlin unterstützt die Arbeit der bezirklichen Seniorenvertretungen und vertritt deren Interessen auf Landesebene. Der Landesseniorenbeirat Berlin berät das Abgeordnetenhaus von Berlin und den Senat von Berlin, insbesondere die zuständige Senatsverwaltung, in seniorenpolitisch wichtigen Fragen.
Gemeinsame Geschäftsstelle des Landesseniorenbeirates Berlin (LSBB)
und der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)
Telefon
030/9018-22715 - Telefax 030/9018-22734)
Parochialstraße 3 (Raum 230 des Neuen
Stadthauses), 10179 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
von 9:00 bis 14:00 Uhr
- Gesellschaft, Menschen im Kiez -
-
Gastelternreisen 2013 - Anmeldung ab sofort
Der Verein Internationale Berliner Kinder- und Jugendhilfe e. V. vermittelt im Auftrag des Berliner Senats seit vielen Jahren kostengünstige Reisen in den Sommerferien zu Gastfamilien nach den Niederlanden und in die Schweiz. Dieses Ferienangebot richtet sich vor allem an Berliner Familien aller Nationalitäten mit geringem Einkommen.
Beratung und Anmeldung bei Frau Schöneck im Rathaus Wilmersdorf (Zimmer: 1011) unter Tel. 9029 15052.
- Kinder in Luft und Sonne
Vom 20.6. bis zum 10.7.2013 und vom 15.7.13 bis zum 2.8.13 können sich Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren unter Anleitung geschulter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils 3 Ferienwochen an den Werktagen von 9:00 bis 16:00 Uhr im Volkspark Jungfernheide nach Herzenslust austoben und viele neue Erfahrungen sammeln. Pavillons bieten Schutz und Spielmöglichkeiten an regnerischen Tagen.
Anmeldung am Samstag, dem 26.1., 9.2. und 16.2.2013, jeweils von 12:00 bis 16:00 Uhr, und am Sonntag, dem 27.1.2013 von 12:00 bis 14:00 Uhr im Haus der Jugend Charlottenburg, Zillestraße 54, 10585 Berlin.
Nähere Auskünfte erteilt Frau Weichert unter Tel. 9029 12775 ab 15:00 Uhr.
- Neue Kurse der Jugendkunstschule
Die Jugendkunstschule (Nordhauser Str. 22, 10589 Berlin) bietet neue Kurse vom 11.2. bis zum 15.6.2013 an. Unter anderem wird eine Fernsehshow produziert und im Internet veröffentlicht, es gibt eine Geschichtenwerkstatt, Mode, Gestalten mit Ton, Malen an der Staffelei, eine Website-Werkstatt und vieles mehr.
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- Gesellschaft, Kinder und Jugendliche, Kunst und Kultur -
Bäume sind nicht nur Teil einer wunderbaren Natur, sondern auch wichtig für das Stadtklima. Stadtklima kann dabei auch durchaus übertragen gemeint sein. Eine richtige Baumpflege und ausreichend Nach- und Neupflanzungen sind gefragt. Der richtige Baumschnitt bei Platanen in der Danckelmannstraße und zuletzt vom Bezirksamt angekündigte Baumfällungen im Ziegenhof haben uns beschäftigt. Aktuell protestieren Anwohner vom Lietzensee erneut gegen ein weitere "Fällaktion" des Bezirksamts. (Berliner Morgenpost vom 18.01.2013: "Wir gucken nur noch auf Baumstümpfe")
Jetzt möchte sich das Bezirksamt anscheinend endlich mal mit den Bürgerinnen und Bürgern zum Thema fachgerechte Baumpflege auseinandersetzen und lädt gemeinsam mit dem Ökowerk und dem BUND zu einem Fachgespräch zum Umgang mit Straßenbäumen ein. Der BUND hatte hier schon mal eine Stellungnahme dazu abgegeben, wie Platanen am Beispiel des Bezirks Mitte fachgerechter geschnitten werden können.
Bezirksstadtrat Marc Schulte in der Pressemitteilung dazu:
"Unser Umgang mit Straßenbäumen"
„Alljährlich führt die Fällung von Straßenbäumen zu Nachfragen und Konflikten.
Gemeinsam mit Dagmar Elbrandt, zur Zeit Leiterin des Grünflächenamtes,
und Christian Hönig, Fachreferent für Baumschutz vom Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND), stehe ich gerne für Informationen und
Diskussionen zur Verfügung. Unter anderem wollen wir folgende Fragen
klären: Wie werden Bäume im öffentlichen Raum gepflegt? Warum werden sie
gefällt? Wie können Bewohnerinnen und Bewohner einbezogen werden?“
Donnerstag, 24. Januar 2013 von 17:00 bis 19:00 Uhr
Rathaus Charlottenburg (Helene-Lange-Saal im 2. OG)
Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin-Charlottenburg
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- Gesellschaft, Kiez, Politik -
Mit der Renaissance beginnt der Europäer, sich von seinen Geiseln - Krankheiten, Seuchen, Unwissenheit - zu befreien. Naturwissenschaftler wie Francis Bacon (1561-1626), Descartes (1596-1650) erheben den Menschen zur „Krone der Schöpfung“. Gemäß seinem christlich-jüdischen Denkgebäude darf sich der europäische Mensch die Erde „untertan“ machen. Der Umgang mit seiner Mit- und Umwelt wird imperial: Er missachtet sie, er unterdrückt sie, er merzt sie aus, er liquidiert sie, er spannt sie auf die Folter, er entreißt ihr ihre Geheimnisse ...
Mit der Französischen Revolution spricht sich der westliche Mensch das Recht auf Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit zu. Die Wissenschaft im Dienste des Menschen wird zum Religionsersatz. Der technische Fortschritt endlich soll dem Menschen das Paradies auf Erden bereiten. In Nordamerika haben Calvinisten „ihr“ Paradies auf Erden bereits besetzt - aber trotz der Weite des Landes auf Kosten der „Wilden“, der indianischen Ureinwohner, die den amerikanischen Kontinent seit 40.000 Jahren besiedelten.
Im 19. Jahrhundert scheint sich die Vision des verheißenen Paradieses zu erfüllen. Ballungsgebiete entstehen. Am Ende jenes Jahrhunderts ist die Dunkelheit aus den Städten verbannt: Kunstlicht kann die Nacht zum Tag machen. Alte Stadtquartiere werden ein-, neue aus dem Boden gestampft. Brücken, Straßen, Bäder, Kanalisation gebaut. Eine Erfindung jagt die andere. Der Ingenieur ist König.
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Ute Becker - Gastautoren, Gesellschaft -
- Vorbereitungskurs für den Krankenbesuchsdienst
Am 23. Februar 2013 startet ein neuer Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Krankenbesuchsdienste im Haus Helene Weber am Lietzensee.
Der Kurs gliedert sich in fünf Tages- und sieben Abendveranstaltungen und richtet sich an Frauen und Männer, die sich auf ehrenamtliche Besuche bei kranken und/oder älteren Menschen im Krankenhaus, Pflegeheim und in der Kirchengemeinde vorbereiten wollen. Bei erfolgreicher Teilnahme am Kurs, erhalten die Absolventen ein Zertifikat, welches Ihnen die Möglichkeit gibt, sich den Krankenbesuchsdiensten der einzelnen Krankenhäuser anzuschließen. Der Teilnahmebeitrag für den gesamten Vorbereitungskurs beträgt 65,- € - Ermäßigungen sind ggf. nach Absprache möglich. Anmeldungen sind ab sofort möglich!
Weitere Informationen und Anmeldung:
KDFB-Geschäftsstelle
Wundtstr. 40-44, 14057 Berlin-Charlottenburg
- Neue Hörbroschüre zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
Eine neue Hörbroschüre des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf ist auf CD erschienen. Diese enthält eine professionell aufgelesene Zusammenstellung von Informationen aus den Broschüren „Charlottenburg-Wilmersdorf – Ein Bezirk mit Zukunft“ und dem offiziellen „Ratgeber für Seniorinnen und Senioren“ im so genannten DAISY/MP3-Format. Damit sollen die Inhalte dieser Broschüren insbesondere auch blinden und sehbehinderten Menschen zugänglich gemacht werden. Selbstverständlich kann diese aber auch vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern, etwa bei Leseschwierigkeiten, von Nutzen sein. Die CDs sind für spezielle DAISY-Abspielgeräte optimiert, können aber - mit einigen Abstrichen hinsichtlich Bedienkomfort - in aller Regel mit jedem mp3-fähigen CD-Player und per Computer wiedergegeben werden. Das Abspielen mit älteren, nicht mp3-fähigen Geräten, ist leider nicht möglich.
Die Hörbroschüren sind - solange der Vorrat reicht - kostenlos in den Bürgerämtern des Bezirks erhältlich und können bei Bedarf auch im Büro des Behindertenbeauftragten unter Tel 9029–12408 bestellt werden.
- Gesellschaft -
GEWOBAG engagiert sich für Seniorensicherheit
Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Berlin hat die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG eine Veranstaltungsreihe zum Thema Seniorensicherheit in Seniorenwohnhäusern gestartet.
Es gehört zu den elementaren menschlichen Bedürfnissen, sich in seiner Umgebung sicher zu fühlen, insbesondere in den eigenen vier Wänden. Um das Sicherheitsgefühl besonders von älteren Mieterinnen und Mietern zu stärken, hat die GEWOBAG in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Berlin (LKA) eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Sicherheit“ initiiert. Die erste von insgesamt zehn Veranstaltungen fand am 8. Januar im Schöneberger Seniorenwohnhaus in der Bülowstraße 94 statt. Die Aufklärungsveranstaltung richtet sich in erster Linie an GEWOBAG-Mieter. Andere interessierte Mieter sind aber ebenfalls willkommen.
Die Infoveranstaltung wird in den kommenden Monaten in weiteren neun
Seniorenwohnhäusern der GEWOBAG stattfinden. Das befindet sich zur Zeit
in Planung - also auch, ob es eine Veranstaltung direkt bei uns im Kiez
geben wird. Darüber hinaus ist ein gemeinsamer Besuch beim
Präventionstheater der Berliner Polizei in Planung. Dort stellen
Polizeibeamte auf unterhaltsame Art und Weise einschlägige Situationen
an der Haustür oder in der Wohnung nach, um so das zuvor Besprochene zu
vertiefen.
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- Gesellschaft, Menschen im Kiez -
Wir hatten zur Situation der Kleingartenkolonie Oeynhausen, die nach den Plänen des Bezirksamts (teilweise) bebaut werden soll und damit ein Aus für viele Gärten und städtische Naturflächen bedeutet, berichtet.
Den Kleingärtnern reicht es nun und sie werden lautstark auf die Straße gehen.
Wir gehen auf die Straße, gehen Sie mit uns:
am Mittwoch, 16. Januar 2013 um 15:30 Uhr
Treffpunkt an der Forckenbeckstrasse auf dem Gehsteig vor dem Sportgelände.
Der Protestzug geht über die Cunostraße auf den Hohenzollerndamm bis zum Rathaus Wilmersdorf.
Ankunft 16:30, dann um 17:30 Teilnahme an der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im BVV Saal.
Bringen Sie alles mit, was Lärm macht: Trillerpfeife, Topf mit Kochlöffel, Kochtopfdeckel usw...
- Gesellschaft, Politik -
- Diskussionsveranstaltung: Internationale Bauausstellung IBA Berlin 2020
"Mut zur Masse – serieller Wohnungsbau als Konzept der Zukunft?"
>> Auch in Berlin wird bezahlbarer Wohnraum knapper und die Kostenmieten im Neubau sind für viele nicht erschwinglich. Ein Ziel der Internationalen Bauausstellung Berlin 2020 ist es, innovative Strategien im Wohnungsbau zu erproben. Ein Weg könnte es sein, sich der seriellen Vorfertigung zu bedienen. Können wir mit „Mut zur Masse“ Kosten senken?
Dabei geht es darum, die Frage nach Standards zu diskutieren, die womöglich unsere GeWOHNheiten in Frage stellen: Können wir uns unsere derzeitigen Wohnstandards noch leisten? Welche Freiheiten der individuellen Gestaltung eröffnen sich durch ein Neudenken von Baustandards und Bauweisen? Was können wir vom Plattenbau lernen? Kann die industrielle Vorfertigung auch eine Antwort auf die immer komplexer werdenden Anforderungen an Haustechnik und Ressourceneffizienz sein?
In der Veranstaltung sollen diese Fragen diskutiert und nach den Möglichkeiten der „Serie“ als Wettbewerbsdisziplin der IBA Berlin 2020 gefragt werden. <<
Es sprechen und diskutieren:
Peter Christensen, Architekturhistoriker und Kurator (New York)
Dr. Julia Gill, Architektur/Architekturwissenschaft (Berlin)
Prof. Arno Brandlhuber, Brandlhuber (Berlin)
Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin
Moderation: Matthias Böttger, DAZ/ raumtaktik
Eintritt frei - Anmeldung nicht erforderlich
Dienstag, 22. Januar 2013 von 17:00 bis 20:00 Uhr
Alte Zollgarage - Flughafen Tempelhof - Platz der Luftbrücke
- Wohnungsbau und bezahlbare Mieten
Die taz berichtet zum Wohnungsbau und über Baupreise. Dazu hat sie ein Interview mit den Architekten Bernhard Hummel und Oliver Clemens geführt. Einige Schlagworte daraus: "In der Stadt wird doppelt so teuer gebaut wie nötig. Vor allem die Wohnungsbaugesellschaften treiben die Preise in die Höhe, sagen die beiden Architekten. .... Sie fordern den Senat auf, nach dem „Bündnis für Mieten“ nun auch ein „Bündnis für Neubau“ aufzulegen."
* taz vom 06.01.2013
* taz vom 07.01.2013
- Gesellschaft, Politik -
... zum ersten Wochenende im neuen Jahr 2013
- Gesellschaft, Netzfundstücke -
- Netzwerk Winter
Bei anhaltendem extremen Winterwetter (Eis und Schnee) bietet das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf für mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen u. Bürger mit geringem Einkommen eine kostenfreie Unterstützung an.
>> Ist es für Sie aufgrund des Wetters unmöglich, ihre alltäglichen Besorgungen und Wege zu erledigen, helfen wir Ihnen gerne weiter. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, den Pflegestützpunkten und den Kontaktstellen des PflegeEngagement durchgeführt. <<
Rufen Sie einfach an: Tel. 030 / 79 78 32 56 montags - freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr
- Schadensmelder (Fahrbahnen, Gehwege und Radwege) für den Fachbereich Tiefbau
>> Das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt ist aufgrund von gesetzlichen Vorgaben verpflichtet, die öffentlichen Verkehrswege in einem verkehrssicheren Zustand zu erhalten. Hierzu werden deshalb in regelmäßigen Rhythmen Begehungen durch Mitarbeiter des Fachbereichs Tiefbau vorgenommen. Die hierbei festgestellten Gefahrenstellen werden zeitnah beseitigt. Aufgrund der bereitgestellten begrenzten Haushaltsmittel kann der Fachbereich Tiefbau in diesem Zusammenhang leider keine ausschließlichen Komfortverbesserungen vornehmen. <<
Bürgerinnen und Bürger können helfen und Schäden dem Bezirksamt mitteilen.
Die Meldung von Schäden werden im Rahmen üblicher Bürozeiten unter Tel. 030 / 9029-14421 oder auf der Webseite des Bezirksamts entgegengenommen.
- Gesellschaft, Menschen im Kiez -
Wir geben zwei neue Meldungen weiter:
- Mieter am Weichselplatz unterstützen sich
Liebe Freunde,
am Weichselplatz haben die Mieter heftige Tage nach dem Brand erst einmal überstanden.
Seit dem 27.12. abends ist Notstrom gelegt und seit dem 31. gibt es wieder Gas zum Kochen, Heizen und Duschen. Telefon, Internet und Klingelanlage sind aber weiterhin außer Betrieb.
Die Mieter haben sich gegenseitig sehr unterstützt und für eine schnelle Instandsetzung stark gemacht und gesorgt. Dies gelang auch deshalb, weil diese sich im Kampf gegen die Mieterhöhungen kennen und schätzen gelernt haben. Alles ist bisher nur provisorisch hergerichtet aber eine gute Woche bei Kerzenlicht oder im Hotel sind schließlich abenteuerlich genug.
Grüße vom Weichselplatz / Ecke Fuldastraße
- Baumbesetzung gegen A100 in Berlin
Kritik an Verkehrs- und Sozialpolitik / Weitere Proteste angekündigt
Aus Protest gegen die geplante Verlängerung der Stadtautobahn A100 haben heute unabhängige Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Aktiven von ROBIN WOOD auf der geplanten Trasse in Berlin-Neukölln einen Baum besetzt. Sie fordern einen Verzicht auf den Bau des überflüssigen und teuren Autobahnteilstücks von Neukölln nach Treptow.
Die Bürger zogen eine hölzerne Plattform in die Krone einer hohen Pappel und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift "Gutes Klima - Soziale Stadt - Stop A100". Die Aktionskletterer wollen auf unbestimmte Zeit auf dem Baum verweilen, um ihn vor der Fällung zu schützen. In der Nähe soll eine Mahnwache entstehen – als Infopunkt für Menschen, die sich für den Widerstand gegen die A100 interessieren. Der Aktionsort befindet sich in Neukölln an der Neuköllnischen Allee, nahe der Kreuzung Grenzallee. Der S-Bahnhof Köllnische Heide ist einige hundert Meter entfernt.
In diesem Jahr soll der Bau des 16. Bauabschnitts der A100 beginnen. Die Trasse soll sechsspurig um drei Kilometer von Neukölln nach Treptow in Wohngebiete hinein verlängert werden. Über die Anschlussstellen Sonnenallee und Treptower Park würden Verkehrsströme in die Wohngebiete von Neukölln, Treptow und Kreuzberg geleitet – die Belastung durch gesundheitsschädlichen Lärm und Feinstaub würde stark zunehmen. Bereits seit November vergangenen Jahres sind für die geplante Autobahn Grünflächen in Kleingartenkolonien zerstört worden. Dies kann in unmittelbarer Nähe des Aktionsortes besichtigt werden. Nach den Kleingärtnern und den in den Kolonien zeitweilig untergekommenen Wohnungslosen sollen auch die Mieter der zum Abriss vorgesehenen Häuser Beermannstraße 20 und 22 für die A100 vertrieben werden.
Der Bau des Autobahnteilstücks wird voraussichtlich über 470 Millionen Euro verschlingen. Den größten Batzen davon zahlt der Bund für Grunderwerb und Bau. Das Land Berlin trägt die Planungskosten, die sich auf 30 bis 40 Millionen Euro belaufen dürften. „Zusätzlich zum Millionengrab Berliner Flughafen wollen Bund und Berliner Senat für unnütze drei Kilometer Autobahn weitere Millionen Euro versenken. Das ist ein Geschenk an die Bau- und Verkehrswirtschaft“, kritisierte Peter Schwarz, ein an der Aktion beteiligter stadtpolitischer Aktivist. „Gleichzeitig fehlt den Berlinern an allen Ecken und Enden das Geld. Bezirkseigene Einrichtungen werden geschlossen, Flüchtlinge und Mieter müssen um menschenwürdige Lebensbedingungen kämpfen. Hier zeigt sich, für wen der Senat da ist – und für wen nicht.“
Das Projekt ist das Ergebnis einer noch immer autofixierten, klimaschädlichen Verkehrspolitik. Diese ist beispielhaft an der gerade stattfindenden Bearbeitung des Bundesverkehrswegeplans für 2015 ablesbar: Wieder ist eine Wunschliste von neuen Straßen zu erwarten. Jeder Neubau von Autobahnen leistet aber dem automobilen Individualverkehr Vorschub. Der öffentliche Nahverkehr bleibt hingegen auf der Strecke. „Der öffentliche Nahverkehr ist zu teuer und gehtmangels Investition und Pflege vor die Hunde. Regelmäßig bricht der Zugverkehr in der Hauptstadt zusammen, die S- und U-Bahngäste lässt man frierend im Regen stehen“, sagte Alexander Gerschner von ROBIN WOOD. „Nachdem es dennoch in den vergangenen Jahren endlich Zuwächse bei den Beförderungszahlen gab, wollen Politiker von CDU und SPD die Uhr zurückdrehen und uns wieder ins Auto zwingen. Da machen wir nicht mit.“
Die Aktivisten sehen die Baumbesetzung als Auftakt zu weiteren Protestaktionen gegen die Verlängerung der A100. Im Frühjahr wollen sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit beim ersten Spatenstich für den neuen Autobahnabschnitt in Szene setzen.
- Gesellschaft, Politik -
Was wird uns das neue Jahr bringen? Wer wird uns Gutes tun und wer wird uns (wieder) belästigen?
So einiges läßt sich mit einem Rückblick auf das Geschehen im letzten Jahr für einen Ausblick verbinden.
Beginnen wir mit Straßensperrungen. Welche Straße wird der kleine Hinterzimmer-Zirkel wohl dieses Jahr sperren? Erneut die Knobelsdorffstraße? Ach wie billig und feige, nur an das eigene Ego und die eigenen Taschen zu denken. Wie wärs mal mit dem Spandauer Damm oder gleich der Stadtautobahn?
Große Ziele erfordern große Taten!
Kriegen wir nun einen Ökokiez - oder nicht? Trudelt endlich der Zaster für den Klimaschutzmanager ein? Falls der bezahlte, nun doch nicht wie eigentlich beabsichtigt: "frei getragene", Klimaschutzmacher kommt - ja, was wird wohl dann tolles Weltklimabewegendes passieren?
Praktizieren wir dann beim wöchentlichen Veggie-Day Ringelpietz mit Anfassen in der Begegnungsmulde? Doch halt! Zuerst werden wir vielleicht mit einem Kiezspaziergang vom "versifften" Kiezoffice (ein paar Projekt-Taler müssen schließlich für die ganze Mühe abfallen) zum neuen sauber-unbedenklichen ÖkoBio-Konsum-Kommerz-Paradies geführt. Oder doch lieber zuerst zum Antrittsbesuch beim hiesigen Entmieter? Klar, das ist Pflicht! Fragen Sie Frau Radziwill von der SPD und unsere grüne Stadträtin Elfi Jantzen. Das andere wird vielleicht die Kür. Hoffentlich ist die Begegungsmulde dann nicht mit lauter entmieteten Wohnungslosen gefüllt, wenn wir zum feucht-fröhlichen Veggie-Day auflaufen!
Was hat die GEWOBAG dieses Jahr vor? Letztes Jahr wollte man aus der Geschäftsstelle Charlottenburg den Mietern noch vor Beginn der ersten Modernisierungsmaßnahmen ihres Programms "Sanierungsvorhaben 2012-2022 am Klausenerplatz" gleich richtig deutlich machen, was man von ihnen hält. Daß man nämlich nicht mit dem Widerstand der Mieter
rechnen würde: die "kämpferischen" Jahre der Anwohner im Kiez wären
schließlich lange vorbei - .... das war damals und das wird es heute
nicht mehr geben. Ebenso wurde deutlich gesagt, daß es "ihre" Häuser
wären und sie damit machen können was sie wollen.
Nun, es kam anders. Anders für die GEWOBAG wohlgemerkt. Man hatte sich geirrt. So sehr, daß von gleicher Stelle vor kurzem im Dezember nur noch das große Kotzen Bedauern zu hören war. Wer nicht mit den Mietern vernünftig reden und keine Beteiligung und Mitbestimmung möchte, der muß halt erst so seine Erfahrungen machen. Die Lern-Lektionen liefen an für sie: Anträge in der Bezirskverordnetenversammlung (BVV), Anfragen im Abgeordnetenhaus, Widersprüche, Einschaltung von Mietervereinen und Rechtsanwälten, Presse und Medien - das ganze Programm. Mieterinnen und Mieter hatten sich zu ersten Hausgemeinschaften zusammengetan.
Hier mal ein Dank von ihnen an die GEWOBAG, vorgebracht in fröhlicher Runde beim letzten Nachbarschaftsfest im Garten ihres Hauses:
"Liebe GEWOBAG,
wir danken Dir!
Vorher haben wir so mehr oder weniger nebeneinander her gewohnt. Dank
Deiner rigiden Vorgehensweise haben wir zusammengefunden und sind
jetzt eine echte Hausgemeinschaft geworden. Wir reden nun viel mehr
miteinander, treffen uns und feiern kleine nette Hoffeste."
Vielen Dank und ganz herzliche Grüße
Ihre Mieterinnen und Mieter
Eine starke solidarische Hausgemeinschaft in der Seelingstraße hat das geplante Modernisierungsvorhaben vollständig abgewendet. Doch auch die Mieter in der Sophie-Charlotten-Straße haben sie das Fürchten gelehrt. Dort haben sich leider keine größeren sich wehrenden Hausgemeinschaften gefunden, doch so etliche "Einzelkämpfer" hatten den Fight bis vor die Gerichte aufgenommen. So wurden zum Beispiel aus vorgesehenen ca. 3 Wochen Kernsanierungszeit für eine einzelne Wohnung etwa drei Monate. Tja, wer nicht zuhören will und mit den Mietern angemessen zusammenarbeiten möchte, muß eben erst schmerzhafte Erfahrungen machen.
Diese Erfahrungen waren dann doch so nachhaltig, daß sie von den zuerst für 2012, dann für 2013 vorgesehenen Modernisierungen der Häuser Klausenerplatz 5 und 6 und Neufertstraße 14, 16, 22 und 24 erst mal die Finger lassen. Nur ein einziges Haus steht auf dem Plan für das Jahr 2013 und das ist ein Neubau und kein Altbau. Dazu scheinen sie eine neue Taktik zu testen: vollständige Räumung (Schaffung von Baufreiheit) mit Bonuszahlung bei frühzeitiger Kündigung und Rückgabe der Wohnung. Doch dazu demnächst mehr.
Erstmal gilt der Dank allen engagierten Mieterinnen und Mietern, die im letzten Jahr für sich aber auch für unseren Kiez gekämpft haben. Und die Mobilisierung geht weiter. Immer mehr Mieter im Kiez wissen inzwischen, um was es wirklich geht und stehen solidarisch bereit. Dazu hat sich die berlinweite Mieterbewegung weiter ausgebaut und organisiert.
In diesem Jahr wird ein neuer Mietspiegel für Berlin erscheinen und diesmal einen noch drastisch erweiterten Spielraum für künftige Mieterhöhungen liefern. Die Bundesregierung mit ihrer schwarz-gelben Koalition plant mieterfeindliche Änderungen des Mietrechts.
Dann wird sicher auch dieses Jahr wieder die eine oder andere zusätzliche Belästigung seitens fehlgeleiteter Politiker, Transparenz- und Demokratiemißachter, Mietpreistreiber, Verdränger und Vertreiber, Entmieter, Ökobio-Abzocker, Straßenplaner, Sozialabbauer, Baumabschneider, dreiste Steuergeld verprassende aber die Bezirke finanziell kaputtkürzende Möchtegern-Flughafenbauer, Verfassungsignoranten, usw. auf uns zu kommen.
Nehmen wir mit, daß es lohnt, sich zu engagieren und gemeinsam für den Kiez einzusetzen. Für die Menschen, für die Umwelt, für bezahlbare Mieten und mehr.
In diesem Sinne: Gesundheit und viel Kraft für das neue Jahr 2013!
Bis demnächst in diesem Theater, ähhh... in der Begegnungsmulde....
- Gesellschaft, Kiez, Menschen im Kiez, Politik -
... zum letzten Wochenende im Jahr 2012
- Gesellschaft, Netzfundstücke -
- Amt für Ausbildungsförderung wieder geöffnet
Im Oktober schloss das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf das BAföG-Amt für den Besucherverkehr. Der zuständige Bezirksstadtrat forderte zusätzliche Stellen vom Senat, um die erforderlichen Leistungen des Amtes erbringen zu können. Finanzsenator Ulrich
Nußbaum soll das abgelehnt haben. Dann sind Schüler selbst aktiv geworden und hatten sich an den Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses gewandt. Weitere Presseberichte folgten:
* Die Welt vom 26.12.2012
* Berliner Morgenpost vom 27.12.2012
* Der Tagesspiegel vom 21.12.2012
Gestern gab das Bezirksamt die Öffnung des BAföG-Amtes für den Besucherverkehr bekannt:
Das Amt für Ausbildungsförderung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ist ab Donnerstag, dem 03.01.2013, wieder zu den üblichen Sprechzeiten, dienstags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und donnerstags von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, geöffnet. Darüber hinaus werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BAföG-Amtes auch telefonisch wieder in vollem Umfang zu erreichen sein.
Seit Schließung des Amtes zum 15.10.2012 konnten rund 3400 Anträge bearbeitet werden. Gegenwärtig geht das Amt noch von mindestens 2000 offenen Anträgen aus. Im laufenden Jahr sind bisher 14550 Anträge eingegangen.
- Bezirksamt plant Gebäude für Wohnungslose zu beschlagnahmen
Wie es im Bezirk auf dem Wohnungsmarkt inzwischen aussieht, wird bei diesen Pressemeldungen deutlich. Wenn ein Sozialstadtrat von der CDU, Carsten Engelmann, daran denkt Häuser zu beschlagnahmen, dann dürfte die Lage wirklich ernst sein. Dazu besitzt er offensichtlich den Mumm, derartige Pläne ernsthaft zu verfolgen. "Im Bezirk mangele es auch zunehmend an „bezahlbaren“ Wohnungen. „Jeden Morgen sitzen in den Fluren des Rathauses Wilmersdorf hilfesuchende Menschen." - so wird er im Tagesspiegel (vom 14.12.2012) zitiert. Weitere Presseberichte:
* Der Tagesspiegel vom 21.12.2012
* Berliner Zeitung vom 16.12.2012
* Berliner Morgenpost vom 22.12.2012
- Gesellschaft, Politik -