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Sind Baumschnittmaßnahmen Ansichtssache ?

Ende Februar 2008 hatte das Charlottenburger Grünflächenamt an den Platanen in der Danckelmannstraße "zugeschlagen". Danach sah es dort arg traurig aus - wie eine Endzeit-Landschaft aus irgendeinem entsprechend schlechten SF-Film.

So mancher wird damals gedacht haben, daß dort nie wieder etwas passiert, daß diese Bäume am Ende wären und sie sahen ja zu der Zeit wirklich wie das pure Leiden aus. Nun zeigen sie tatsächlich, wenn auch noch etwas spärlich, wieder grüne Anzeichen.

Platanen nach den Schnittmaßnahmen vom Februar - Juli 2008

Schön, mag nun so mancher denken, siehe da, es wird schon wieder. Und sicher gibt es auch einen Grund zur Freude dabei, denn es zeigt ja Leben und keine endgültig abgestorbenen Bäume. Allerdings muß man das Ganze aus der Sicht der Baumexperten betrachten, die wir damals schon befragt hatten. Dazu haben uns neue Informationen zum Geschehen erreicht, welche die Hintergründe noch in einem weiteren Punkt klären.



Erst einmal ist genau das eingetreten, was die Baumexperten im März 2008 vorhergesagt hatten: "Die ersten deutlichen Reaktionen der mangelleidenden Wurzelkörper werden eine Vielzahl von Reiterationen (hier Stresstriebe am Stamm und in der Restkrone) sein." Diese Stresstriebe bilden sich als meist lange sog. Peitschentriebe aus, wie man es an den Bäumen sehen kann. Auch besteht weiterhin aufgrund der massiven Eingriffe (Verletzungen) die Gefahr, daß es später zu Einfaulungen kommen kann und immenser biologischer Schaden verursacht wurde, der die mögliche Lebenszeit verkürzen wird.
Somit dürfte die Freude über das neue Grün schon sehr gedämpft werden, betrachtet man doch Bäume die, wenn anscheinend auch erstmal erfolgreich, nichts weiter als um ihr Leben kämpfen.

Die Anwohner der Lohmeyerstraße waren aktiv geworden, als den Platanen in ihrer Straße kurze Zeit später das gleiche Schicksal widerfahren sollte.
Vor einiger Zeit hatten die engagierten Anwohner ein Treffen organisiert, zu dem erschienen waren:
Der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Baustadtrat Herr Gröhler, Herr Maasberg (Leiter des Grünflächenamtes), Prof. Balder von der TFH Berlin (auf den die Praxis des Platanenrückschnitts in unserem Bezirk zurückgeht), Herr Herbert Lohner (vom BUND Berlin) und Wolfgang Leder (Leiter der Baumpflege im Bezirksamt Mitte).
"Praxis des Platanenrückschnitts in unserem Bezirk", das ist nun der entscheidende Hintergrund. Während die Baumexperten wie Herr Lohner vom BUND und Herr Leder vom Bezirksamt Mitte (siehe Beispielbilder), wie die Anwohner selbst, von selbstverständlich schonenden und artgerechten Baumschnittmaßnahmen ausgehen - so sind Herr Maasberg und Herr Prof. Balder Anhänger eines, von ihnen selbst so genannten "Formschnitts ". Sie wollen aus Naturbäumen "Zierbäume" machen, die immer wieder in eine bestimmte Form geschnitten werden.

Platanen nach den Schnittmaßnahmen vom Februar - Juli 2008

Zierbäume wollen sie also haben - und da klingelte es doch bei mir - das hatten wir doch schon mal gehört und erlebt. Genau! Unsere vielgeliebte Stiftung (SPSG) steht doch auch auf derartiges Verfahren, dem Auge zur Zier, wie sie meinen. Sie machen das schon jahrelang im Schloßpark und dort kann man sehen was dabei herauskommt - denn ein richtiger Baum wird das natürlich niemals wieder, und das wird auch für die Platanen gelten. Wie denn auch? Die ganzen dicken und mittleren Äste sind ja weg. Diese Äste haben ja viele Jahre gebraucht, zusammen mit dem Stamm, als Einheit eines natürlichen Baumes so zu wachsen. Das kann man an dem unteren Bild aus dem Schloßpark genau erkennen. Ein kleiner Tip: Nach Jahren sieht man das einem Baum von weitem nicht mehr unbedingt an - dann einfach mal dicht an den Stamm herangehen und nach oben blicken. Dann sieht man es klar und deutlich, daß es kein richtiger natürlicher Baum mehr ist. In diesem Zusammenhang fällt mir auch wieder die Einstellung einer feudalen Epoche ein, dem ja immer noch einige nachzuhängen scheinen (wenn auch doch wohl eher für den Park als für Straßenbäume?): ".... die mit Hilfe der gebändigten Natur und der dargestellten Pracht auf sehr eindrucksvolle Weise ihre Macht und ihren Wohlstand auszudrücken versuchten. ...(aus Wikipedia - Barockpark). Dazu möchte ich jetzt hier lieber nicht näher eingehen, nur soviel: wer meint, er müsse sich mit der Bändigung wehrloser Natur beweisen und darstellen ... oha!?

So also die unterschiedlichen Einstellungen dazu. Bleibt zu sagen, die Anwohner der Lohmeyerstraße haben zusammen mit den auf ihrer Seite stehenden Baumexperten vorgeschlagen, die Bäume schonend zurückzuschneiden, ähnlich wie das im Bezirk Mitte schon praktiziert wird, und so, daß die Bäume hinterher auch noch wie Bäume aussehen. Herr Gröhler konnte sich dem Vorschlag nicht entziehen, und so wird es im September noch einen Ortstermin geben, um konkret zu klären, ob ein schonender Beschnitt möglich ist. Er soll dazu im Prinzip aufgeschlossen sein, wenn das nicht mit deutlich höheren Kosten verbunden ist. Das soll bis zum September alles geprüft werden. Herr Maasberg möchte natürlich am liebsten sofort weitermachen - aber Herr Gröhler hatte erstmal Stopp zum weiteren Baumschnitt in der Lohmeyerstraße gesagt. Was dann wirklich passiert, wird sich wohl im September zeigen.

Platanen nach den Schnittmaßnahmen vom Februar - Juli 2008

So geht ein großer Dank an Herrn Gröhler für seinen sofortigen Schnittstopp - auch an die Unterstützer vom Bezirksamt Mitte und vom BUND. Einen noch viel größeren Dank dürfen sich jedoch die Anwohner der Lohmeyerstraße stolz für ihr Engagement anheften: "Für viele Leute hier in der Straße war es auch eine wichtige Erfahrung zu sehen, dass man die Dinge beeinflussen kann, wenn man etwas tut und sich notfalls auch mal querstellt."
Ein großes Bravo von uns dazu! Und weiterhin viel Erfolg mit einem hoffentlich guten Ausgang!

Nach Schnittmaßnahmen im Schloßpark Charlottenburg vor einigen Jahren - Juli 2008

- Geschichte, Gesellschaft, Kiez, ZeitZeichen - 29. Juli 2008 - 00:32
Tags: /////



ein Kommentar

Nr. 1, maho, 15.09.2008 - 22:22
Prof. Balder von der TFH Berlin möchte wohl richtig aufräumen.

In den Straßen der Hauptstadt soll es zu viel Grün geben. Mindestens jeder zehnte Baum, also insgesamt an die 50 000, müsste weg.

Und Politiker trauen sich danach nicht, die Kronen beschneiden zu lassen – wegen dieser Bürger-Proteste ….

so meldet gerade Bild.de vom 15.09.2008:
http://www.bild.de/BILD/berlin/aktuell/2..

Aber wir haben ja zum Glück auch noch andere Baumexperten, wie oben im Artikel zu lesen.

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