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Marlene die Befreierin

Ein Jahr aus dem Leben eines Hollywoodstars

 
 
Es gibt Daten der Geschichte, von denen weiß jeder, der sie miterlebt hat, welche Wendepunkte im eigenen Leben sie mit sich brachten. Die Atmosphäre des Tages, die kollektiven Empfindungen, Gerüche, das Licht - als Zeitzeuge jenes Tages begleiten diese Eindrücke ihn bis an sein Lebensende. Dieses individuelle Erleben wird kein Geschichtsbuch wiedergeben können. Allenfalls ein Künstler vermag es nachkommenden Generationen zu vermitteln. In seiner Hand wird es mehr als in denen der Historiker liegen, wie auf solche Tage zurückgeblickt wird.

Zu diesen Daten gehört zweifellos der 8. Mai 1945. Marlene Dietrich hat ihn beispielsweise im böhmischen Pilsen erlebt. Als Captain der US-Army sollte sie dort bei der Siegesfeier vor amerikanischen und sowjetischen Soldaten auftreten. Während sie sich auf diesen Auftritt vorbereitet, erhält sie die Nachricht, daß sich ihre Schwester in Bergen Belsen bei den Briten befinde. Die US-Armee stellt ihr ein Flugzeug zur Verfügung, damit sie zu ihrer Schwester eilen kann. Marlene Dietrich erfährt dort, daß ihre Schwester nicht, wie sie zunächst vermutet hatte, in dem berüchtigten Konzentrationslager gefangen war, sondern die Kantine der benachbarten Kaserne bewirtschaftete und die Soldaten mit Kinovorführungen unterhalten hatte. Von den Vorgängen im Konzentrationslager hinter dem Stacheldrahtzaun will sie nichts gewußt haben.

Um die Erlebnisse Marlene Dietrichs am Übergang vom Krieg zum Frieden hat Alexander Katt ein Theaterstück geschrieben, das am Freitag, 8. Mai, um 19.30 Uhr im Theater O-TonArt in der Kulmer Straße 20a in Schöneberg unter dem Titel „Marlene 1945“ uraufgeführt werden wird. Damit widmet sich der Autor einem Abschnitt im Leben der Künstlerin, der bislang kaum berücksichtigt wurde. Ihn interessiert weder das verruchte Revuegirl aus dem blauen Engel noch der mit weiter Schleppe im weißen Mantel gleichsam über den Boden schwebende Hollywoodstar. Jenseits allen Glamours zeigt Alexander Katt eine Künstlerin, die um ihre Position zwischen der Hingabe zu ihrer Familie und der Verachtung des Naziregimes ringt. Mutter und Schwestern profitieren davon, ein Familienmitglied auf der Seite der Sieger zu wissen, andererseits hatten sie nie Verständnis, für den Entschluß Marlenes, in die Emigration zu gehen. Der Zuschauer lernt eine widersprüchliche Marlene kennen, eine Marlene, die wie eine Glucke um ihre Familie kämpft, aber auch die eigenen familiären Bindungen jederzeit gegenüber ihren Leidenschaften und künstlerischen Ansprüchen zurücksetzt. Aus diesen Widersprüchen erklären sich ihr Handeln: Als Soldat in den Reihen der amerikanischen Befreier nach Europa zurückzukehren, ihre Liebe zu Jean Gabin, ihre Entscheidung, nach Paris zu gehen, ihr erster Auftritt im befreiten Berlin, zu dem Deutsche nur in Begleitung von Soldaten der Alliierten Zugang hatten.


„Marlene 1945“ im Theater O-TonArt / Foto © Frank Wecker

„Marlene 1945“ im Theater O-TonArt / Foto © Frank Wecker

Ilka Sehnert als Marlene Dietrich. Fotos: Wecker
   

Ilka Sehnert und Marion A. Becker in „Marlene 1945“ im Theater O-TonArt / Foto © Frank Wecker

Ilka Sehnert als Marlene Dietrich und Marion A. Becker als ihre Schwester Elisabeth Will.
Foto: Wecker

 
 
Wie alle anderen Marlene-Dietrich-Revuen auch lebt dieses auf dokumentarischem Material beruhende Stück von den Liedinterpretationen. Es ist jedoch kein Potpourri der Welterfolge, sondern das Lied wird in die Handlung eingebunden, was bedauerlicherweise zum Verzicht oder nur angedeutetem Zitat grandioser Titel führt, aber damit auch Raum für weniger Bekanntes schafft. Die bekannte und die neu entdeckte Marlene Dietrich läßt in dem kleinen Schöneberger Off-Theater Ilka Sehnert wiederauferstehen. Alexander Katt hat damit auf eine typgerechte Besetzung verzichtet; zugunsten einer Künstlerin, die die Seele der Dietrich lebendig werden läßt und zudem deren Lieder interpretieren kann, daß es dem Zuschauer die Nerven elektrisiert. Ein solcher Höhepunkt ist die Interpretation des Soldatenliedes „Lili Marleen“ in der für die deutschen Soldaten persiflierten Fassung, wie sie von der BBC ausgestrahlt wurde: „Der Führer ist ein Schinder, das seh'n wir hier genau, / Zu Waisen macht er Kinder, zur Witwe jede Frau. / Und wer an allem schuld ist, den – will ich an der Laterne seh'n. / Hängt ihn an die Laterne! Deine Lili Marleen“.

Es liegt wahrscheinlich in der Natur des Stoffes, daß aus dem Ensemble diejenige Künstlerin herausragt, die die Marlene Dietrich spielt. Die anderen Darsteller (Marion A. Becker, Volker Figge und Frank Zimmermann) chargieren jedoch nicht um die Diva herum, sondern geben den Stück Witz; so etwa, wenn die Diva einen General zu ihrem Sekretär, Garderobier und Kofferträger macht.

 
Autor, Regisseur und Produzent Alexander Katt kämpft schon seit Jahren darum, sein Stück auf die Bühne zu bringen. Mittels Crowdfunding ist es ihm gelungen. So kann das Ensemble mit der Produktion zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus der einstigen Schönebergerin ein Denkmal setzen.
Weitere Vorstellungen gibt es am Sonnabend, 9. Mai, um 19.30 Uhr, Sonntag, 24. Mai, um 19.30 Uhr, am Montag 25. Mai um 18.00 Uhr sowie jeweils um 19.30 Uhr am Mittwoch 10 und Donnerstag 11. Juni.

 
Frank Wecker

 

Ilka Sehnert und Marion A. Becker in „Marlene 1945“ im Theater O-TonArt / Foto © Frank Wecker

Ilka Sehnert als Marlene Dietrich und Marion A. Becker als ihre Mutter Josefine von Losch.
Foto: Wecker

Ilka Sehnert und Volker Figge in „Marlene 1945“ im Theater O-TonArt / Foto © Frank Wecker

Ilka Sehnert als Marlene Dietrich und Volker Figge als Major General Gavin.
Foto: Wecker
 
 
 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - 06. Mai 2015 - 22:58
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