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17. August 2014 - 18:12Verweigerte Erinnerung

 
Prof. Wolfgang Benz, der Verfasser dieses Artikels, ist Historiker mit Schwerpunkt NS-Forschung. Er lehrte bis 2011 an der Technischen Universität Berlin und leitete von 1990 bis zu seiner Emeritierung dessen Zentrum für Antisemitismusforschung.

 
Warum tun sich die Zuständigen so schwer, ein Erinnerungszeichen zu setzen, das sinnvoll und womöglich notwendiger wäre als andere? Es geht um den unbekannten 17-Jährigen, den SS-Leute in den letzten Apriltagen 1945 aus dem Keller eines Hauses in der Berliner Straße, zwischen Uhland- und Fechnerstraße, herausholten. Der Junge hatte sich dort versteckt, weil er im sinnlosen Schrecken der letzten Kriegstage sein Leben retten wollte. Er war ein Deserteur. Der oberste Befehlshaber Hitler, der sich im Bunker unter der Reichskanzlei verkrochen hatte und sich ein paar Tage später durch Selbstmord der Verantwortung für viele Millionen Tote entzog, hatte angeordnet, „Verräter“ augenblicklich zu erschießen oder zu erhängen.

Fanatiker vollstreckten, wo sie nur konnten, den verbrecherischen Befehl. Auch an dem 17-Jährigen in Wilmersdorf. Dazu wurde im Haus Berliner Straße 33 eine Wäscheleine beschafft, mit der der junge Mann an Ort und Stelle aufgehängt wurde, mit einem Schild um den Hals „Ich war zu feige, für Deutschland zu kämpfen“. Das war den Mördern noch nicht genug der Barbarei: „Zur Abschreckung“ musste die Leiche tagelang hängen bleiben.

Jahrelang gedachten die Anwohner am Jahrestag des sinnlosen Verbrechens und legten an der Stelle Blumen nieder. Dann schien die Tat vergessen. Seit zwanzig Jahren mühen sich Bürger um ein Zeichen der Erinnerung. Bisher ohne Erfolg. Zwar hat der Deutsche Bundestag 1998 ein Gesetz beschlossen, das die Urteile der Standgerichte aufhob und damit alle, die den Dienst mit der Waffe für das nationalsozialistische Unrechtsregime verweigerten, rehabilitierte. Das Bundessozialgericht hatte schon davor festgestellt, dass die als „Deserteure“ oder „Fahnenflüchtige“ geschmähten Männer Widerstand geleistet hatten, weil sie sich dem NS-Regime verweigerten. Aber dem unbekannten 17-Jährigen in der Berliner Straße, von dem man nur weiß, dass er eine Jacke der Waffen-SS trug, wird das Gedenken verweigert. Die Jacke, die keine Mitgliedschaft in der SS beweist, war für das Bezirksamt Wilmersdorf 1995 Ablehnungsgrund für eine Erinnerungstafel. Später lautete der Einwand, einen anonymen 17-Jährigen zu ehren, würde einen Präzedenzfall schaffen und ihn unangemessen hervorheben.

Das Gegenteil ist richtig. Mit dem überfälligen Zeichen der Erinnerung würden viele geehrt, die vergessen sind, weil sie nicht prominent waren – wie Anne Frank oder die Geschwister Scholl. Eine Gedenktafel würde nicht nur an einen Unbekannten, sondern an viele Opfer des NS-Regimes erinnern, denen wir Respekt schulden für ihre Weigerung, an Unrecht, Massenmord und sinnlosen Opfern mitzuwirken.

Wolfgang Benz, August 2014

 

Wolfgang Benz - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. August 2014 - 18:10Für eine Gedenktafel in der Uhlandstraße!

Am letzten Sonnabend vor den Sommerferien, am 5. Juli, hatte das Goethe-Gymnasium sein diesjähriges Sommerfest durchgeführt. Dort präsentierten drei Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse einen Text mit der Forderung „Für eine Gedenktafel in der Uhlandstraße!“. Wir geben ihn im folgenden wieder, zusammen mit dem Begleittext eines ihrer Lehrer.
 

 

           "Wer Geschichte vergisst,
            muss sie nochmal durchleben."
            George Santayana

 
  
 

Dies gilt auch für die grausamen Zeiten des SS-Regimes. Darunter litt ebenfalls der 17-Jährige Unbekannte. Gezwungen weiter zu kämpfen, obwohl es bereits keine Hoffnung auf Sieg mehr gab und dazu getrieben weiterhin Menschen zu töten, entschied er sich, seine Waffen niederzulegen und dem SS-Regime den Rücken zu kehren, ob aus Mut, Tapferkeit, Feigheit oder Angst. Für dieses „Vergehen“ wurde er verurteilt und von seinen „Kameraden“ der Waffen-SS verachtet. Um seiner gegenläufigen Haltung und der besagten Grausamkeit zu gedenken und auf dass sowas nie wieder geschehen möge, setzen wir uns für eine Gedenktafel an der Uhlandstraße 103 ein, wo der 17-Jährige seinem Schicksal unterlag. Um ein Gegenargument für die Gedenktafel zu entkräften: Er trug zwar eine Jacke der Waffen-SS und war Angehöriger des Regimes, jedoch kann man davon ausgehen, dass er dies notgedrungen tat. Die Soldaten der Waffen-SS hatten zwar eine höhere Chance den Krieg zu überleben, aber dennoch entschied er zu desertieren. Außerdem fungiert eine Gedenktafel als Mahnmal. Es soll zukünftige Generationen an diesen tragischen Abschnitt der Geschichte erinnern, wobei der Unbekannte 17-Jährige für jeden von uns stehen könne.

Nihade Pamuk, Philip Steinskamp, Jenissa Terzic

   

-----------------------------------------------------------

 
Jeden Tag gehen wir in unsere Schule. Wir lernen, unterrichten, lachen, strengen uns an, treffen uns in der Pause. Genauso, wie alle Schülerinnen und Schüler das in ihrem Leben kennen. Und genauso muss es wohl auch dieser siebzehnjährige Junge erlebt haben. Auch er muss einmal ein ganz normaler Schüler gewesen sein. Unsere Schülerinnen und Schüler haben es ganz treffend ausgedrückt: Es hätte jeder von uns sein können.
Wir haben von diesem Jungen nicht gewusst. Wie muss die Stelle im Frühjahr 1945 ausgesehen haben, an der er umgebracht wurde? Eine Stelle in Sichtweite des Goethe-Gymnasiums, eine Stelle, an der wir jeden Tag auf unserem Schulweg vorbeigehen.
Den Menschen damals war das Schicksal des Jungen offenbar nicht gleichgültig und sie haben, so hören wir, noch lange mit einem Pappschild an ihn erinnert. Und wenn spätere Zeiten ihn vergessen haben, für unsere Schülerinnen und Schüler, ja, auch für das Selbstverständnis unserer Schule wäre es wichtig, dass diese Erinnerung nicht verlorengeht, sondern fortgeführt wird, damit wir wachsam bleiben, wenn vor unseren Augen Unrecht geschieht.
Deshalb danken wir Lehrerinnen und Lehrer des Goethe-Gymnasiums Herrn Michael Roeder und seinen Unterstützern sehr für ihre engagierte Initiative und unterstützen die Forderung nach der Errichtung der Gedenktafel für den ermordeten siebzehnjährigen Jungen in besonderem Maße.

Christian Hahn, Geschichts-Lehrer am Goethe-Gymnasium

 


In einem Schreiben vom 4. August an die Gedenktafelkommission hat sich der Bezirksvorstand DIE LINKE Charlottenburg-Wilmersdorf ebenfalls für die Gedenktafel ausgesprochen und gefragt, „warum und an welcher Stelle Hinderungen auftreten und das Projekt nicht zu einem würdigen Ende ... geführt werden kann“.


MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

11. August 2014 - 00:02Leseempfehlung (15): Kindheit unterm Hakenkreuz


Helmut Meyer kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken: Drittes Reich, Zweiter Weltkrieg, Westberlin, Ostberlin, schließlich BRD. Er war schon früh künstlerisch aktiv und ist es immer noch – siehe seine Ausstellung im September 2011 in der Taverna Karagiosis am Klausenerplatz. Und er hat, ebenfalls schon früh, am Beispiel seines Vaters erlebt, was es bedeutete, Gegner des Nationalsozialismus zu sein. 2011, als sein Vater zusammen mit weiteren 70 Charlottenburgern für seinen Widerstand geehrt wurde, hatte er uns von ihm erzählt.

Helmut Meyer spricht zur Gedenktafelenthüllung am 8. April 2011 vor dem Haus der Jugend Charlottenburg

 

Helmut Meyer verbrachte seine ersten vierzehn Lebensjahre in der Kamminer Straße, in dem Viertel, das heute nach einem Platz benannt wird, der damals nach Gustav Adolf hieß und seit 1950 den Namen des Widerstandskämpfers Carlo Mierendorff trägt. Sehr plastisch und voller Details schildert er das Leben dort vor 75 Jahren: Wie die Straße der Spielplatz für die Kinder war, wo sie den größten Teil des Tages verbrachten: das Pflaster diente als Malgrund, die Ladenschwellen als Sitzplätze, die Gaslaternen als Ausguck. In der ganzen Straße gab es nur drei Autos, dafür jede Menge Fuhrwerke: die der Müllkutscher, der Brauereien, des Eismannes und der Meierei Bolle. Außerdem traf man dort Lumpen- und Kartoffelschalensammler, Leierkastenmänner und Moritatensänger.


Helmut Meyer bei seiner Einschulung an der Mierendorff-Schule 1941

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

27. Juli 2014 - 00:02Berliner Stadtgeschichte

Geschichte der Hausbesetzungen in Berlin

 
Das neue Projekt BERLIN BESETZT, ein interaktiver Stadtplan zur Geschichte der Hausbesetzungen in Berlin, ist jetzt online. Darin sind auch die Besetzungen in den 80er Jahren im Charlottenburger Kiez am Klausenerplatz mit vielen Fotos, Plakaten, Flugblättern und Infoheften dokumentiert.

www.berlin-besetzt.de
... ein Projekt vom Pappsatt Medienkollektiv, reclaimyourcity.net und Eike Send, in Zusammenarbeit mit dem Papiertiger-Archiv, dem Umbruch-Foto-Archiv und azozomox.
Die Initiatoren freuen sich über Ergänzungen, Korrekturen und weiteres Material!
 

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- Geschichte, Gesellschaft, Kiez - ein Kommentar / Kein Trackback

25. Juli 2014 - 00:24Mein letzter Kriegstag

 
Der Verfasser dieser Erinnerung an das Kriegsende war im April 1945 elf Jahre alt.

 
Es war Ende April 1945, einen Tag bevor die Amerikaner das Dorf in Ostthüringen erreichten, in dem wir nach der Flucht aus Ostpreußen untergekommen waren.
Im oberen Saaletal, nur ein paar Dutzend Kilometer entfernt, wurde bereits gekämpft. Ein Bataillonsstab der Wehrmacht, im gleichen Haus wie wir untergebracht, räumte sein Quartier und rückte ab.
Dann wurden alle im Dorf lebenden Mitglieder von „Jungvolk“ und „Hitlerjugend“ auf den Sportplatz hinter der Schule befohlen. Als wir dort waren, kamen ein paar SS-Männer unter dem Kommando eines Scharführers mit Panzerfäusten. Die Waffen wurden an uns ausgegeben. Man erklärte uns flüchtig, wie sie zu bedienen seien, und dann zogen auch die SS-Männer ab.
Der Bürgermeister des Dorfes hatte alles mitbekommen. Er hatte – zum Glück! – Vernunft bewahrt. „Jungs“, sagte er zu uns, „jetzt sind die Schwarzen (d.h. SS) weg. Vergrabt die Panzerfäuste drüben am Waldrand und geht nach Hause! Das hat alles keinen Sinn mehr. In ein paar Stunden sind die Amerikaner da!“
Nur zu gern befolgten wir seinen Rat.
Am späten Nachmittag rollten die ersten amerikanischen Panzer ins Dorf.
So hat ein besonnener und mutiger Mann uns vor dem Schicksal wie dem des unbekannten Siebzehnjährigen bewahrt, obwohl er Parteigenosse und „Ortsbauernführer“ war!

Johann Christoph Leitner, Juni 2014

 

J.C. Leitner - Gastautoren, Geschichte - ein Kommentar / Kein Trackback

23. Juli 2014 - 00:02Veranstaltungstipps

Veranstaltungen zur Berliner Stadtgeschichte in Schöneberg

  •  Führung und Lesung: BESSER LEBEN MIT DEM TOD

    • 17:00 Uhr Führung
      Grabstein auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof (Schöneberg) / Foto ©  Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde
      "Die Frauen auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof" - eine Führung mit Claudia von Gélieu.
      „Sein Leben war Musik, ihr Leben war Arbeit“. Eine frauenhistorische Spurensuche auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof. Interessante Inschriften der zahlreichen alten Gräber geben Einblick in Geschlechterbilder und ihre Entwicklung in 150 Jahren.
       
       
    • 20:00 Uhr Lesung

      "BESSER LEBEN MIT DEM TOD
 - ODER WIE ICH LERNTE ABSCHIED ZU NEHMEN"
      Susanne Jung möchte mit ihrem Buch den Tod enttabuisieren und für einen bewussten, achtsamen Umgang damit sensibilisieren. Die Autorin hat ehrenamtlich als Sterbebegleiterin gearbeitet und ist als Bestatterin tätig.


    Eine Veranstaltung der Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde. Der Eintritt ist frei. Zwischen den Veranstaltungen wird einen kleiner Imbiss angeboten.

    Freitag, 25. Juli 2014 ab 17:00 Uhr
    Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
    Kolonnenstr. 24-25, 10829 Berlin-Schöneberg

  • Avantgarde! Spurensuche II - Von der Potsdamer Straße zum Kemperplatz
    Die Kunstbibliothek Staatliche Museen zu Berlin und der Literatur-Salon Potsdamer Straße laden ein:
    In Nachbarvillen lebten der moderne Galerist Wolfgang Gurlitt und der konservative Maler Anton von Werner. Bei Gurlitt wurde die Künstlervereinigung Novembergruppe gegründet. Im Café Austria veranstaltete Kurt Hiller Cabaretabende. Bei Reuß & Pollack eröffnete die Neue Sezession ihr Domizil. Die Straße entlang gab es Galerien und Kunsthandlungen: Keller & Reiner, die von Henry van de Velde ausgestattet wurde, Lepke, Hugo Moses, Der Sturm, in der Lennéstraße die Neue Galerie, in der Victoriastraße Cassirer. Der Plakatkünstler Lucian Bernhard hatte sein Atelier in der Bellevuestraße.
    "Die Potsdamer Straße" - Ein Buch (462 Seiten) mit vielen Fotos von Sibylle Nägele und Joy Markert
     
     
    Eine Führung mit Sibylle Nägele und Joy Markert vom Literatur-Salon Potsdamer Straße im Rahmen der Ausstellung "AVANTGARDE!". Die Teilnahme ist kostenfrei. Anschließend kann noch die Ausstellung „AVANTGARDE!“ besichtigt werden (der Besuch der Ausstellung ist entgeltpflichtig).

    Samstag, 26. Juli 2014 um 15:00 Uhr
    Treffpunkt: Potsdamer Straße 81 (Hof), 10785 Berlin-Schöneberg

 
 

- Geschichte, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

19. Juli 2014 - 19:24Der Bürger, die Gedenktafel und die Behörde

Über die Mär von den allerorts geheimen Gedenktafelkommissionen (GTK)

 
Langandauernde ungute Erfahrungen mit Teilen der hiesigen Bezirkspolitiker bei dem Versuch, eine Gedenktafel für einen ermordeten 17jährigen Deserteur in Wilmersdorf zu initiieren, haben mich auf die Idee gebracht, elf Odysseen durch die Verwaltung der übrigen elf Bezirken zu unternehmen auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage:
    Tagt Ihre Gedenktafelkommission öffentlich?
Denn allzu gern beruft man sich hierzulande darauf, daß es die anderen doch auch nichtöffentlich machen. So hieß es jedenfalls, als die Drucksache 0779/4 „Gedenktafelkommission“ im Februar 2014 zur Abstimmung stand, nachdem sie zuvor im Kulturausschuß von der Mehrheit der BVV stark beschnitten worden war, wie man im Vergleich zwischen dem ursprünglichen Antrag (siehe rechts oben den Link „Antrag“) und dem Ergebnis erkennen kann: Es blieb man gerade mal die öffentliche Ankündigung von Sitzungstermin und Tagesordnung übrig – und das allerdings auch nur in der Theorie.
Denn für die Umsetzung in die Praxis wurde vom Büro der Vorsteherin eine erfrischend bürgerfeindliche Lösung gefunden: beides wird nur wenige Tage vor der Sitzung veröffentlicht, fernab vom üblichen Sitzungskalender (1), und nach der Sitzung sogleich wieder spurlos beseitigt. So kann man behaupten, dem Buchstaben des BVV-Beschlusses Genüge getan zu haben.
     Politisch nicht nachvollziehbar, daß bislang nicht eine einzige der fünf auf Bürgernähe bedachten
     BVV-Parteien dagegen eingeschritten ist.

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - ein Kommentar / Kein Trackback

16. Juli 2014 - 22:35Alte Fotos vom Klausenerplatz gesucht

Fotos gesucht, wer kann helfen?

 
Wir haben eine Anfrage erhalten.
Gefragt wird nach Fotos des Hauses Klausenerplatz 10 vor der letzten großen Sanierung im Kiez.

Wer hat noch Fotos des Hauses von damals?
Hinweise darauf entweder direkt hier oder per Mail an das Kiez-Web-Team. Wir leiten dann alle Informationen weiter. Danke!

 

- Geschichte, Menschen im Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

02. Juli 2014 - 00:02Uhlandstraße 1945 – ein Jahr Gedenktafelantrag


     „Es sollte nicht notwendig sein, für solch
      eine Gedenktafel überhaupt Unterschriften
      sammeln zu müssen.“

      Dr. Ellis Huber

 
Aber die Umstände in diesem Bezirk machen es nun einmal notwendig. Das Positive daran ist, daß sich dabei interessante Gespräche und Fragen ergeben wie zum Beispiel:

Warum tagt die Gedenktafelkommission eigentlich geheim? Sind Gedenktafeln nicht in besonderer Weise eine Angelegenheit der Öffentlichkeit? In Friedrichshain-Kreuzberg plant man jedenfalls, die Sitzungen öffentlich zu machen. Die Fraktion der Piratenpartei in unserem Bezirk scheint sich im Rahmen von „OpenAntrag“ eine entsprechende und eigentlich selbstverständliche Forderung (Eingang 21.3.2014) zueigen machen zu wollen. Die bisherigen Reaktionen von Bezirkspolitikern darauf sind aber noch nicht wirklich ermutigend; aber immerhin wird es für unverständlich gehalten, daß noch nicht einmal die Antragsteller eingeladen werden – seit Bildung der jetzigen Kommission im November 2011, also seit 2 ½ Jahren, wurde unter dem Vorsitz von Frau Stückler (CDU) noch kein einziger in eine Sitzung gebeten. Und offenbar soll es – laut Presserecherche – nach dem Willen der Kommissionsmehrheit auch weiterhin so gehalten werden: Denn BILD meldete am 24. Juni:

BILD 24.6.2014, S. 11

 

„Im August soll die Gedenktafel-Kommission des Bezirks darüber entscheiden“,

aber mein Begleiter, ein renommierter Historiker und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes, und ich als Antragsteller sind der Kommissionsmehrheit bereits zum vierten Mal unerwünscht – und das, obwohl die Vorsitzende bereits am 6. Februar per Email diese Zusage gegeben hatte:

"Sobald die Angelegenheit beratungsreif ist, werde ich Sie zu einer Sitzung der Gedenktafelkommission einladen. Es steht Ihnen frei, ggf. eine weitere fachkundige Person hinzuzuziehen." (Hervorh. v. mir)

   

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - fünf Kommentare / Kein Trackback

25. Juni 2014 - 00:32Veranstaltungstipps


  • Konzerte in der Kulturwerkstadt

    • die SPIELUNKEN
      Eine innovative Art des Improvisationstheaters zwischen Ernsthaftigkeit und Satire.
      Eintritt 7,- Euro · Ermäßigt 5,- Euro

      Freitag, 27. Juni 2014
      Konzertbeginn 20:30 / Einlass 19:30 Uhr



    • Lerch & Band
      Soul - Blues - Folk - Jazz
      Eintritt 5,- Euro · Ermäßigt 3,- Euro

      Samstag, 28. Juni 2014, Konzertbeginn 20:30 / Einlass 19:30 Uhr

    Kulturwerkstadt (in der ehemaligen Engelhardt-Brauerei)
    Danckelmannstraße 9 A, 14059 Berlin-Charlottenburg


       
     
  • "Avantgarde! Spurensuche I - Vom Begaswinkel zum Matthäikirchplatz"
     
    Die Kunstbibliothek Staatliche Museen zu Berlin und der Literatur-Salon Potsdamer Straße laden zu einem Rundgang ein:
    >> Unsere Annäherung an die Ausstellung „AVANTGARDE!“ beginnt mit Spuren der Moderne.
    Im Salon von Luise Begas-Parmentier traf man Harry Graf Kessler, Isadora Duncan, Samuel Fischer, Alfred Kerr, im Parterre wohnten Julius Meier-Graefe und Rudolf Alexander Schröder. In der Derfflinger Straße war der Verlag Bruno Cassirer. Im Atelierhaus Lützowstraße arbeiteten Walter Leistikow, Edvard Munch, Lesser Ury, Lovis Corinth. Am Schöneberger Ufer hatte der Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin ein großes Atelierhaus. Rund um die Potsdamer Brücke entstanden die frühen Cabarets. Nahe der St. Matthäikirche wohnten Paul Cassirer und Tilla Durieux. <<
    Ein Führung mit Sibylle Nägele und Joy Markert vom Literatur-Salon Potsdamer Straße im Rahmen der Ausstellung "AVANTGARDE!". Die Teilnahme ist kostenfrei. Anschließend kann noch die Ausstellung „AVANTGARDE!“ besichtigt werden (der Besuch der Ausstellung ist entgeltpflichtig).

    Die Ausstellung AVANTGARDE! zeigt ein europäisches Panorama der Moderne zwischen 1890 und 1918. Es war die Blütezeit künstlerischer Emanzipationsbewegungen, die sich in rasch wechselnden Kunstideologien wie Symbolismus, Neoimpressionismus, Jugendstil, Expressionismus, Futurismus und Dadaismus mit revolutionärem Gestus zu Wort meldeten. Künstler erhoben den Anspruch, die Welt zu verändern, und nutzten die Macht der Medien für die Propagierung ihrer künstlerischen Überzeugungen.

    Samstag, 28. Juni 2014, um 15:00 Uhr
    Treffpunkt: Hofeinfahrt Genthiner Straße 30, 10785 Berlin-Schöneberg
 

- Geschichte, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

16. Juni 2014 - 00:02Straßen und Plätze: die Berliner Kneipe

 

Kneipe "Alt-Berlin" in der Charlottenburger Krumme Straße


      Berlin hat 20.100 Schank- und Gaststätten,
      6.300 Ärzte und 8.400 Damenschneider
      und 117.000 Familien, die gerne eine Wohnung hätten.
      Aber sie haben keine. Leider.

      Ob sich das Lesen solcher Zahlen auch lohnt?
      Oder ob sie nicht aufschlußreich sind und nur scheinen?
      Berlin wird von 4½.000.000 Menschen bewohnt
      und nur, laut Statistik, von 32.600 Schweinen.
      Wie meinen?


aus "Berlin in Zahlen" von Erich Kästner, 1930



»Immer hab' ich mit den kleinen Leuten gelebt, mit denen ich aufgewachsen, die für mich die Großen waren: – Volk – die Armen. Die den Besitz und die Wohlhabenheit weniger müssen erhalten, vermehren und sich selbst mit Brosamen sollen abfinden. Ich versuchte mit Bild und Wort die Vergessenen zu bannen... so nach und nach kam ich in die Zeitungen, illustrierten Zeitschriften, in die Witzblätter und wurde so der ›Arme-Leute-Maler‹ – leider Witzblätter – es tut weh, wenn man den Ernst als Witz verkaufen muß.

aus Heinrich Zille: Das Zillebuch

 
Heinrich Zille "In der Destille" / Bildquelle www.zeno.org

Heinrich Zille "Kneipe mit sich unterhaltenden Frauen" / Bildquelle www.zeno.org

 

Zille fixierte sich in seinen Zeichnungen auf das Alltagsleben der Berliner. Die Kneipe war ihm besonders lieb. "Tagesarbeit, ernster Wille, nachts nen Schluck in der Destille, und een bisken kille, kille, det hält munter - Heinrich Zille."
Quelle: Süddeutsche Zeitung

Kneipe "Alt-Berlin" in der Charlottenburger Krumme Straße

 

Ein schönes Buch betrachtet die Geschichte mit vielen Fotos von typischen Altberliner Kneipen.

Fotoband "Letzte Runde?" - Wasmuth Verlag

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- Geschichte, Kunst und Kultur, Menschen im Kiez - ein Kommentar / Kein Trackback

15. Juni 2014 - 00:02Berliner Stadt- und Kulturgeschichte



"Nachrichten aus dem Sturm-Archiv"


Erste Begleitveranstaltung im Rahmen der Ausstellung "AVANTGARDE!". Die Staatsbibliothek zu Berlin und der Literatur-Salon Potsdamer Straße laden ein zum Salon "Nachrichten aus dem Sturm-Archiv".

"Der Sturm" / Bildquelle Wikipedia


Die Ausstellung "AVANTGARDE!" zeigt ein europäisches Panorama der Moderne zwischen 1890 und 1918. Es war die Blütezeit künstlerischer Emanzipationsbewegungen, die sich in rasch wechselnden Kunstideologien wie Symbolismus, Neoimpressionismus, Jugendstil, Expressionismus, Futurismus und Dadaismus mit revolutionärem Gestus zu Wort meldeten. Künstler erhoben den Anspruch, die Welt zu verändern, und nutzten die Macht der Medien für die Propagierung ihrer künstlerischen Überzeugungen. 

Herwarth Walden (1878–1941) gründete 1910 die Zeitschrift „Der Sturm“, 1912 die gleichnamige Galerie. In Korrespondenzen mit Künstlern und Literaten, die im „Sturm-Archiv“ der Staatsbibliothek zu Berlin erhalten sind, dokumentieren sich Kunst, Literatur und Zeitgeschichte auf eindrucksvolle Weise. Sie sind Teil der Ausstellung AVANTGARDE! Teil II „Worte in Freiheit. Rebellion der Avantgarde 1909–1918“.

Mit Gedichten und Briefen des Dichters August Stramm und anderer Dichterfreunde sowie mit eigenen Texten wird die Rolle Herwarth Waldens in der Literaturszene seiner Zeit beleuchtet, dies eingebettet in Musik und szenische Lesungen. Der Eintritt ist frei.
Theaterprojekt "Forever Young - I don`t want to be!" - Akteure des Jungen DT/Deutsches Theater Berlin / Foto © Maria Wolgast

 
 
Mitwirkende:
Ensemblemitglieder Junges DT / Deutsches Theater Berlin
Roland Kretschmer (Rezitator)
Thomas Noll (Pianist)
Sibylle Nägele und Joy Markert (Literatur-Salon Potsdamer Straße)
Jutta Weber (Staatsbibliothek zu Berlin)


 
Mittwoch, 18. Juni 2014, um 19:00 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin (Otto-Braun-Saal)
Haus Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin-Schöneberg


 




„Geheime Orte“ in der Paul-Hertz-Siedlung


Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG lädt ein zur Kiezführung und Ausstellung innerhalb der Veranstaltungsreihe „50 Jahre Paul-Hertz-Siedlung“ in Charlottenburg-Nord.

Motto - Die Welt im Kiez in der Paul-Hertz-Siedlung


Eine Kiezführung „Geheime Orte“ mit anschließender  Ausstellungsbesichtigung - persönliche Geschichten und Geschichte der Siedlung. Wer die sommerlichen Temperaturen für urbane Entdeckungsreisen nutzen möchte, der ist hier richtig: Bei der Kiezführung zu „Geheimen Orten“ in der Paul-Hertz-Siedlung in Charlottenburg. Nach dem Erfolg im letzten Jahr wird erneut ein Spaziergang zu verborgenen Orten voller Geschichten angeboten. Anlass ist das 50-jährige Jubiläum der Siedlung. Die GEWOBAG bewirtschaftet in der Siedlung rund 3.600 Wohnungen, die in den Jahren 1963/1964 entstanden sind.

  
Paul-Hertz-Siedlung - Jubiläumsfest September 2013

Schon zum zweiten Mal findet die aufregende Führung zu „Geheimen Orten“ nach dem großen Fest im September des letzten Jahres in der Paul-Hertz-Siedlung statt. Der Städtebau-Experte Carsten Sauerbrei führt durch den Stadtteil, beginnend am U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz. Insgesamt werden neun sehenswerte Orte besucht,  darunter etwa der Standort der Paul-Hertz-Büste und das Karmel-Kloster. Dort erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur Hörenswertes über geschichtliche und architektonische Besonderheiten, sondern
auch Einblicke in „Geheime Orte“, die selbst vielen Gewobag-Bewohnern neu sein werden. Letzte Station der Führung ist der AWO-Nachbarschaftstreff. Dort können Interessierte weitere Details zur Geschichte der Siedlung erfahren. Für das leibliche Wohl ist mit Snacks und Getränken gesorgt. Die Führung ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl der Führung ist begrenzt. Anmeldungen bitte vorab per Email an j.kuehnold@gewobag.de oder telefonisch unter 030 4708-1522.

Samstag, 21. Juni 2014, um 10:30 Uhr
U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz, Berlin-Charlottenburg

 

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10. Juni 2014 - 00:02Straßen und Plätze: Nassauische Str. 41-44

 
Die Nassauische Straße in Wilmersdorf entstand in ihrer heutigen Form aufgrund zweier Umstände: Zum einen befand sich hier schon im 18. Jahrhundert ein Weg, der durch ein Sommer Feldt zum nördlich von Willmersdorff gelegenen sumpfigen Hopfen Bruch führte (S. 24 - die Karte von 1772 ist gesüdet). Eine Karte von 1842 zeigt, daß dieser Weg 70 Jahre später bereits durch den Hopfenbruch hindurch bis zum Churfürsten Damm weitergeleitet ist:

 

Karte von 1842 / Bildquelle Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)/Wikipedia

 
Der zweite Umstand, der zum heutigen Aussehen dieser Straße führte, war die Idee der Villen- oder Landhauskolonie, die der Unternehmer und private Stadtentwickler Johann Anton Wilhelm von Carstenn-Licherfelde (1822-1896) auch (1) auf dem ehemaligen Rittergut Wilmersdorf umsetzen wollte als Antwort auf die rasche Entwicklung Berlins als Hauptstadt des neugegründeten Deutschen Reiches und die darauf folgenden steigende Nachfrage bürgerlicher Kreise nach besseren Wohnbedingungen, als sie die Stadt bot. Dieses Rittergut bestand aus zwei Teilen, beide östlich vom Dorf Wilmersdorf gelegen: der nördliche Teil zwischen Lietzenburger und Güntzelstraße, der südliche zwischen Volkspark und Walter-Schreiber-Platz.

Lageplan des Wilmersdorfer Rittergutes im Jahr 1856; nach Wilmersdorfer Blätter Bd. 6 (1903)

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04. Juni 2014 - 00:24Veranstaltungstipps

 
  • Veranstaltungen im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
    Villa Oppenheim

    • Poets' Corner - Poesiefestival berlin 2014
      Dichterlesung im Garten der Villa Oppenheim mit Nora Bossong, Marte Huke, Ursula Krechel, Sabine Scho, Jan Skudlarek, Jan Wagner, Moderation: Daniela Seel.
      Freitag,  6. Juni 2014, 15:00 bis 17:00 Uhr
       
    • Berliner Tagebuch. Krönigs Stadtgeschichten.
      „Wer hier badet, bestimmt die Polizei“ - Das Strandbad Wannsee bekommt eine Badeordnung. Was geschah heute vor x Jahren? Dieser Frage geht Peter Krönig (Freundeskreis Museum), waschechter Berliner und langjähriger SFB-Reporter, nach und berichtet ebenso unterhaltsam wie informativ über vergessene Persönlichkeiten und Ereignisse der Berliner Stadtgeschichte.
      Sonntag 8. Juni 2014 um 11:00 Uhr

    Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
    in der Villa Oppenheim
    Schloßstraße 55, 14059 Berlin-Charlottenburg
     
     
     
     
       
  • Benefiz-Keramiktrödel im Keramik-Museum Berlin (KMB)
     
    Keramiktrödel im romantischen Garten des Keramik-Museums Berlin (KMB) - Foto © KMB
    Auch dieses Jahr lädt der Förderverein KMB als Träger des Keramik-Museums Berlin an beiden Pfingstfeiertagen zu einem Keramik-Trödelmarkt im romantischen Ambiente des Museumsgartens ein.
    Zum Verkauf kommen unter anderem dem Verein speziell
    zu diesem Zweck gespendete keramische Gegenstände. Vasen, Schalen, Figuren, Objekte oder auch Gebrauchsgeschirr (Service / Serviceteile) aus Porzellan, Steinzeug, Fayence, Steingut oder Irdenware. Feine
    Unikate anerkannter Künstler oder einfache, rustikale oder auch skurrile Keramikobjekte kann man genau so finden, wie das eine oder andere Stück aus bekannten Manufakturen (z.B. KPM, Rosenthal, Bollhagen, Karlsruhe, Velten-Vordamm).

    An beiden Tagen sind auch die Museumsräume mit aktuell drei Sonderausstellungen jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet:
    • Garantiert stubenrein! Keramische Tierplastik im 20. Jahrhundert
    • Geschenke und Neuerwerbungen der vergangenen Dekade
    • Private Keramikbetriebe in Meißen (Mo., 9. Juni: letzter Tag!)

    Der Eintritt (inklusive Besuch der drei Sonderausstellungen) beträgt 2,00 Euro.
    Sonntag, 8. und Montag, 9. Juni jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr
    Keramik-Museum Berlin (KMB)
    Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg
 

Weitere Veranstaltungen immer auch auf der Terminseite vom Klausenerplatz.

Weitere KurzInfos zu Veranstaltungen und Themen rund um den Klausenerplatz-Kiez jetzt immer auch bei Twitter. (ohne Anmeldung einsehbar!)

Weitere Termine auch stets im StadtteilKalender für Charlottenburg-Wilmersdorf des Nachbarschaftshauses am Lietzensee.


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01. Juni 2014 - 22:00KJP, GEW, Auenkirche und Seniorenvertretung für Gedenken an Deserteur

Warum verzögert die Gedenktafelkommission demgegenüber langfristig das Gedenken?

 
Immer mehr Gremien und Organisationen sprechen sich für eine Gedenktafel für den 17jährigen aus, der in den letzten Kriegstagen von der SS ermordet wurde, weil er sich dem Krieg entzog.

 
Zu ihnen gehört jetzt auch das Kinder- und Jugendparlament Charlottenburg-Wilmersdorf (KJP). Das KJP besteht seit dem Schuljahr 2003/4. Jährlich wählen die Vollversammlungen der Grund-, Ober- und Berufsschulen sowie der Jugendfreizeitheime ihre Abgeordneten, die dort die Interessen junger Menschen im Bezirk vertreten. Ein Teil der Aktivitäten des KJP findet in Arbeitsgruppen statt, z.B. in der AG Gelbe Bänke.

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