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24. Mai 2017 - 00:12Wiedersehen in Berlin

Lebendige Begegnung mit dem Weltkulturerbe


Auf Beschluß der UNESCO gehört der polyphone Gesang aus Georgien zum Weltkulturerbe. An dieser Würdigung hat auch der 1991 gegründete georgische Männerchor „Batumi“ seinen Anteil, denn er hat auf seinen Tourneen diese Musik unter anderem in Deutschland, Österreich, Schweden, den Niederlanden, Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Portugal, Polen, China, Türkei, Iran, Israel, Lettland, Ukraine, Russland, Bulgarien, Aserbaidschan und Armenien bekannt gemacht.

 

Der georgische Männerchor „Batumi“ / Foto © Veranstalter

Der georgische Männerchor „Batumi“. Foto: Veranstalter

Bereits auf seiner vorjährigen Europatournee trat der Chor in Berlin und Potsdam auf. Wegen des damaligen Erfolges wurde der Chor im Rahmen des Deutsch-Georgischen Freundschaftsjahres 2017 erneut nach Berlin eingeladen. Er wird am Montag, 29. Mai, um 18 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Lichterfelde in der Hortensienstraße 18 auftreten, am Dienstag, 30. Mai, um 19 Uhr im Klubhaus Spandau in der Westerwaldstraße 13 und bereits am Sonntag, 28. Mai, beim Biesdorfer Blütenfest jeweils um 14.30 und um 15.30 Uhr am Schloß Biesdorf Alt-Biesdorf 55 ein Konzert geben. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, es wird jedoch um Spenden gebeten.

Der Chor besingt die georgische Kultur und Geschichte, er bringt das Temperament, die Seele, Gefühle und Sorgen, den Glauben und die Hoffnung des georgischen Volkes zum Ausdruck. Sein Repertoire umfaßt die georgischen Volkslieder, Kunst- und Kirchenlieder. Ein Eindruck kann man im Internet unter: www.youtube.com gewinnen.

Der Aufenthalt des Chores in Deutschland wird vom Ministerium der Kultur der Republik Georgien gefördert und steht unter der Schirmherrschaft der Ministerien für Auswärtiges der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Georgien.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

23. Mai 2017 - 00:24Reifer Abriß

 
Im März 2017 startete auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Charlottenburg eine größere Abrissaktion.

Ein Nachbar meinte, daß es sich dabei eventuell um die im verlinkten Beitrag angedeutete Planung für einen Neubau des Abwasserpumpwerks handeln könnte. Genaue und frühzeitige Mitteilungen aus dem Rathaus wären sicher auch hier wünschenswert gewesen. So bleibt leider nur wieder festzustellen: Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich - bisher Fehlanzeige!


Vorher:

Alte, teilweise historische, Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Charlottenburg

Alte, teilweise historische, Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Charlottenburg

Nachher:

Abrissarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Charlottenburg

Abrissarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Charlottenburg

 

- Kiezfundstücke - Kein Kommentar / Kein Trackback

23. Mai 2017 - 00:04Drittkläßler als Baumeister

 

Drittkläßler als Baumeister

Drittkläßler als Baumeister

 

MichaelR - Gastautoren, Kiezfundstücke - ein Kommentar / Kein Trackback

19. Mai 2017 - 23:51Leseempfehlung (19): Neoliberalismus im Alltag



Der Neoliberalismus ist schon lange nicht nur eine Wirtschaftstheorie, die die Ökonomie bestimmt. Er bestimmt genauso unseren Alltag, also unser Denken und Handeln als Individuen und als Teil der Gesellschaft. Dem Neoliberalismus ist dies gelungen, indem er die Grundidee des Marktes in Gesellschaft und Privatleben verankern konnte: Jeder tritt als „gleichberechtigter“ Unternehmer seiner selbst auf und verkauft sich so gut er kann – auf dem Arbeitsmarkt ebenso wie beim Verlieben im 11-Minuten-Takt. Dazu muß man sich optimieren und optimal selbst darstellen, um im Wettbewerb gegen die Mitmenschen, also die Konkurrenten, zu gewinnen. Wer verliert, hat sich nicht genug angestrengt und ist folglich selbst schuld (arbeitslos? – qualifiziere dich besser!).
Wo jeder „Unternehmer“ seiner selbst ist, wird zwischenmenschliche Solidarität ebenso zunehmend kleingeschrieben wie solidarische Lebensabsicherung beseitigt wird (vom solidarischen, generationenübergreifenden Umlageverfahren in der Sozialversicherung, vor allem bei der Rente, zum privaten, von Marktgewinnen abhängigen Kapitaldeckungsverfahren).

Warum Menschen sowas mitmachen. Achtzehn Sichtweisen auf das Leben im Neoliberalismus“ ist ein Auszug aus dem gleichnamigen Buch von Patrick Schreiner, im April 2017 erschienen im PapyRossaVerlag Köln (165 Seiten, 12,90 Eu).

MichaelR

 

MichaelR - Gastautoren, Gesellschaft - Kein Kommentar / Kein Trackback

16. Mai 2017 - 23:30Wohnen im Kiez

Unterschriften für einen Einwohnerantrag zum Milieuschutz übergeben



Heute haben Mitglieder der MieterWerkStadt Charlottenburg etwa 1500 Unterschriften dem Bezirksamt übergeben. Die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Annegret Hansen, nahm die Unterschriften in Empfang.

Mitglieder der MieterWerkStadt Charlottenburg übergeben BVV-Vorsteherin Annegret Hansen Unterschriften von Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgerinnen und Bürgern zum Einwohnerantrag zur Ausweisung von Milieuschutzgebieten

BVV-Vorsteherin Annegret Hansen, Alban Becker und Wolfgang Mahnke
von der MieterWerkStadt Charlottenburg

  
 
Mit diesem Einwohnerantrag möchte die MieterWerkStadt Charlottenburg dem Bezirksamt den Bürgerwillen deutlich machen, auch für die Gegend um den Klausenerplatz zwischen Kaiser-Friedrich-Straße, Kaiserdamm und S-Bahn-Ring einschließlich des Areals zwischen Schloßpark und S-Bahn Ring (Pulsstr./Mollwitzstr./Heubnerweg) sowie um den Amtsgerichtsplatz eine Ausweisung als Milieuschutzgebiet (Erhaltungssatzung) umgehend vorzubereiten (amtliche „Planungsräume“: Schloßgarten, Klausenerplatz, Schloßstraße, Amtsgerichtsplatz). Die Erhaltungssatzung hat gemäß § 172 Baugesetzbuch zum Ziel, die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung in einem Gebiet zu erhalten und einer Verdrängung entgegenzuwirken bzw. vorzubeugen. SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke haben in ihrer Zählgemeinschaftsvereinbarung bzw. Tolerierungsvereinbarung entsprechende Absichtserklärungen deutlich formuliert.

Das Verfahren für einen Einwohnerantrag ist in § 44 des Bezirksverwaltungsgesetzes geregelt. Benötigt werden mindestens 1000 Unterstützerunterschriften von den wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Die BVV-Vorsteherin wird nun die Unterschriften dem Bezirksamt zur Prüfung weiterreichen. Wenn die benötigte Anzahl von mindestens 1000 gültigen Unterschriften vom Bezirksamt bestätigt wird, kommt der Einwohnerantrag in der darauffolgenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zur Abstimmung.



 
In der  MieterWerkStadt Charlottenburg haben sich Mieterinnen und Mieter aus Charlottenburg und auch aus Wilmersdorf zusammengetan weil die Mieten ständig übermäßig steigen, weil es für Menschen mit geringeren oder mittleren Einkommen immer schwieriger wird eine Wohnung zu finden und weil viele bereits akut von Verdrängung bedroht sind.

Die Treffen finden in den Räumen des Mieterclubs statt, die der Mieterbeirat Klausenerplatz freundlicherweise zur Verfügung stellt. Alle Interessierten und weitere Mitstreiter sind immer herzlich willkommen.

Treffen: jeden 1. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr
Mieterclub, Neue Christstr. 8
14059 Berlin-Charlottenburg
Kontakt: mieter-werk-stadt@web.de


- Kiez, Menschen im Kiez - ein Kommentar / Kein Trackback

08. Mai 2017 - 00:02Vom Ende zum Anfang

„Der Fliegende Holländer“ in der Deutschen Oper

 
Es regnet. Die Matrosen stapfen durch Wasser an Land. Dieses düstere Grau eines regnerischen Tages beherrscht bis zum tragischen Ende die Bühne der Deutschen Oper in der Bismarckstraße, wo am 7. Mai Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ Premiere hat.

Diese Tristesse beschert Christian Spuck dem Haus. Dieser Regisseur hat sich weltweit als Choreograph einen herausragenden Ruf erworben. Erst seit 2005 inszenierte er gelegentlich auch Opern, darunter 2014 Berlioz‘ „Fausts Verdammnis“ an der Deutschen Oper. Während des Schlußapplauses hatte ihn Donald Runnicles damals gefragt, ob er mit ihm gemeinsam nicht auch den „Fliegenden Holländer“ machen wolle. Erst nach langem Zögern habe ihm der Generalmusikdirektor die Angst vor dem großen Wagner nehmen können. Bereits damals war Samuel Youn, dem jetzt die Titelrolle übertragen wurde, mit von der Partie. Damit erntet er seit 2012 bei den Bayreuther Festspielen Beifall. Der eigentliche Held in dieser Inszenierung ist jedoch Erik, der von Thomas Blondelle verkörpert wird. Dieser Erik kommt in der Ursprungserzählung von Heinrich Heine nicht vor. Richard Wagner fügte diese Figur in das Geschehen ein und stellt damit der sagenhaften Figur des „Fliegenden Holländers“ eine weltliche Figur gegenüber. Erst diese dramatische Konstellation macht die Konfliktsituation der weiblichen Hauptfigur Stella möglich: Sie muß sich zwischen der Liebe zu Erik aus ihrem realen Leben und dem aus der Sagenwelt entstiegenen „Fliegenden Holländer“ entscheiden. Senta opfert sich, um den „Fliegenden Holländer“ zu erlösen. Das Los von Senta und Erik wird zu einer Tat für die Menschheit, denn das Schiff des verwunschenen Holländers bringt allen, die ihm begegnen Unglück. Da der Teufel die Treue einer Frau für ausgeschlossen hält, darf der „Fliegende Holländer“ alle sieben Jahre an Land gehen, um eine Frau zu freien. Bleibt sie ihm treu, ist er von seinem Schicksal, stets auf See zu bleiben, erlöst. Bei Heine heißt es: „Die Moral des Stückes ist für die Frauen, daß sie sich in acht nehmen müssen, keinen Fliegenden Holländer zu heuraten; und wir Männer ersehen aus diesem Stücke, wie wir durch die Weiber, im günstigsten Falle, zugrunde gehn.“

Richard Wagners „Der Fliegende Holländer“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Mary (Ronnita Miller) warnt Senta (Ingela Brimberg), sich den Träumen
an den „Fliegenden Holländer“ hinzugeben. Foto: Wecker

Richard Wagners „Der Fliegende Holländer“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Während die Frauen in der Nähstube auf die Heimkehr ihrer Männer von der See warten,
erzählt ihnen Senta (Ingela Brimberg) die Sage vom „Fliegenden Holländer“. Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

07. Mai 2017 - 00:24Gemeinwohl versus Eigennutz

Gemeinnützigkeit und Wohnraumversorgung am Beispiel der Geschichte der Gewobag

 

Reichsforschungssiedlung Haselhorst

 

Es gibt einen Ort in Berlin, an dem sich die historische Entwicklung von Gemeinnützigkeit und Wohnraumversorgung in Verbindung mit der Firmengeschichte der heutigen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag anschaulich verfolgen läßt.

 
Die Geschichte der Wohnungsgemeinnützigkeit begann bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Gründung von Baugesellschaften und Baugenossenschaften. Auch die Neue Heimat war noch ein gemeinnütziges Wohnungsunternehmen, bis die Gemeinnützigkeit Ende der 80er Jahre durch die damals verantwortliche Politik aufgehoben wurde (1).

Am 14. Mai 1919 wurde die Heimstätten AG Groß-Berlin (HEIMAG) als Tochtergesellschaft der Gagfah gegründet. Am 19. Februar 1931 wurde die HEIMAG in Gewobag umbenannt, die Gagfah zog sich aus dem Tochterunternehmen zurück. Nach dem Niedergang der Neuen Heimat übernahm die Gewobag im Jahr 2000 u.a. die damalige WIR Wohnungsbaugesellschaft in Berlin mbH (2).

Von 1930 bis 1935 entstand zwischen Spandau und Siemensstadt die Reichsforschungssiedlung Haselhorst, um günstigen Wohnraum für etwa 12.000 Menschen zu schaffen - besonders für die Beschäftigten der großen umliegenden Werke von Siemens und Borsig. Namhafte Architekten wie Bauhaus-Gründer Walter Gropius, Paul Mebes, Fred Forbat und Otto Bartning beteiligten sich an dem Projekt (3).

Diese Siedlung gehört noch heute zum Bestand der Gewobag. Ein Besuch lohnt sich. Anschaulicher läßt sich Baugeschichte kaum erfahren. Michael Bienert stellt die Reichsforschungssiedlung Haselhorst in seinem Buch vor, welches im April 2015 in einer neuen, stark erweiterten Auflage erschienen ist. Die Gewobag hat eine bis ins Detail liebevoll ausgestattete Museumswohnung mit Originalmobiliar aus der Entstehungszeit rekonstruiert, die kostenfrei besichtigt werden kann. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Gemeinwesenvereins Haselhorst stehen vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung. Zusätzlich bietet Michael Bienert auf Wunsch und nach Voranmeldung noch Führungen durch Siedlung und Museumswohnung an.

 
Küche anno 1930 - Museumswohnung der Gewobag in Haselhorst

Bad anno 1930 - Museumswohnung der Gewobag in Haselhorst

Schlafzimmer anno 1930 - Museumswohnung der Gewobag in Haselhorst

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- Gesellschaft, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

06. Mai 2017 - 00:24Ruhe ist die erste Bürgerpflicht

„Wir sind die Neuen“ in der Komödie am Kurfürstendamm

 
„Mit dieser Generation sind keine unruhigen Zeiten zu erwarten.“ So etwa könnte die Botschaft lauten, mit der die Besucher der Komödie am Kurfürstendamm nach dem Genuß der jüngsten Produktion „Wir sind die Neuen“ aus dem Theater entlassen werden.

„Wir sind die Neuen“ in der Komödie am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Claudia Rieschel, Winfried Glatzeder und Heinrich Schafmeister in „Wir sind die Neuen“.
Foto: Wecker

 
Martin Woelffer hat den gleichnamigen erfolgreichen Film von Ralf Westhoff in einer eigenen Bühnenfassung für sein Haus aufbereitet und mit Winfried Glatzeder, Heinrich Schafmeister und Claudia Rieschel eine hervorragende Besetzung für die 68er Generation gefunden, die der Filmbesetzung in keinerlei Hinsicht nachsteht. Winfried Glatzeder läßt im Che-Guevara-T-Shirt mit seinem Elan sogar die Hoffnung aufkeimen, als könnte es die alte Generation noch einmal richten. Die junge Studentengeneration wurde mit Eric Bouwer, Luise Schubert und Annalena Müller besetzt, die hier ihrer bisherigen Karriere auf Bühne, Bildschirm und Leinwand weitere Glanzpunkte hinzufügen. Es ist köstlich anzusehen, wie sie junge Menschen spielen, deren Attraktivität hinter ihrer spießerhaften Strebsamkeit verblaßt. Erst wenn sie diese Maske ablegen, wird ihre widersprüchliche Persönlichkeit sichtbar, die die Alten wie eine Fahne vor sich hertragen.

 

„Wir sind die Neuen“ in der Komödie am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Temperamentvoller Einzug der „Neuen“, die die „Alten“ sind: Claudia Rieschel,
Winfried Glatzeder und Heinrich Schafmeister in „Wir sind die Neuen“.
Foto: Wecker

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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

03. Mai 2017 - 22:57Uraufführung in der Deutschen Oper

Absolventen dringen in die Tiefe

 
Nur noch am Montag und Dienstag 8. und 9. Mai besteht die Gelegenheit, die Oper „Die Durchbohrung der Welt“ in der Tischlerei der Deutschen Oper zu sehen.

„Die Durchbohrung der Welt“ in der Tischlerei der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Sunniva Unsgard, Ferdind Keller und Constanze Jader in der Büroküche von „My Corporate Identity“.
Foto: Wecker

 
Die Aufführung erfolgt im Rahmen der 2015 aufgelegten Reihe „Neue Szenen“. Der besondere Reiz dieser Produktionen besteht darin, daß im Auftrag der Deutschen Oper von Absolventen der Berliner Kunsthochschulen neue Werke geschaffen werden, die zugleich jungen Künstlern Gelegenheit geben, sich an einem großen Opernhaus zu erproben. Die Kompositionen stammen von bereits „gestandenen“ Künstlern, die für die konkreten Projekte bei einem Wettbewerb ermittelt werden.

„Die Durchbohrung der Welt“ in der Tischlerei der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Sunniva Unsgard und Marielou Jacquard in „My Corporate Identity“.
Foto: Wecker

 
Für die „Durchbohrung der Welt“ gingen Thierry Tidrow, Irene Galindo Quero und Malte Giesen als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Ihre Werke wurden von drei Absolventinnen des Studienganges „Szenisches Schreiben“ der Universität der Künste, Uta Bierbaum, Debo Koetting und Fanny Sorgo, zu einem Operntriptychon zusammengefaßt. Die Sänger, Musiker und künstlerischen Leiter der einzelnen Teile kommen von der Musikhochschule Hanns Eisler.

„Die Durchbohrung der Welt“ in der Tischlerei der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Chefspielchen mit seinen Sekretärinnen in der Büroküche von „My Corporate Identity“
mit Marielou Jacquard, Ferdind Keller und Constanze Jader. Foto: Wecker

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