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24. März 2017 - 00:24Gesänge des Unterganges

Der „Tod in Venedig“ an der Deutschen Oper

 
 
Jeder hat seine Sorgen. Wem es gelingt, daß die Menschheit seinem Klagelied zuhört und mit ihm in Trauer versinkt, der muß ein ganz großer Künstler sein.

„Tod in Venedig“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Paul Nilon singt die Partie des Schriftstellers Gustav von Aschenbach.
Foto: Wecker


Solch ein Stoff ist in Venedig angesiedelt: Ein lüsterner alter Mann entflammt für einen Knaben. Zunächst hat es Thomas Mann fertiggebracht, aus diesem banalen Vorgang eine Novelle zu schreiben, die heute zum Kanon der Literatur gehört, dann vermochte es Luchino Visconti, diese Novelle in einen Film zu verwandeln, der in den Kanon der Cinematographie gelangte, und schließlich ließ sich Benjamin Britten von dem Film inspirieren. Er schuf aus dem Stoff eine Oper, die zum Kanon der Musikkultur gehört.


„Tod in Venedig“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Paul Nilon (sitzend) und Seth Carico, der in zahlreichen großen Partien an der Deutschen Oper
zu sehen ist. Allein im „Tod in Venedig“ spielt er acht Rollen. Foto: Wecker

 
Sie ist jetzt wieder, in der Deutschen Oper zu erleben. Schon ein Jahr nach ihrer Uraufführung 1974 wurde sie erstmals in dem Opernhaus in der Bismarckstraße aufgeführt.

Freilich haben all diese genialen Künstler aus diesem Stoff mehr gemacht, als das Gezeter eines alten Lüstlings, der nicht an das Ziel seiner perversen Begierde gelangt, zu Gehör zu bringen. So sieht es auch Donald Runnicles, der musikalische Leiter dieser neuen Aufführung im Berliner Opernhaus: „Ein alter Mann, der einem Jungen nachstellt, ist kein Thema für eine große Oper. Was man aus dieser vielschichtigen Oper herausfiltern kann, geht doch weit darüber hinaus. Sie fragt zum Beispiel: Sollte man von den verbotenen Früchten kosten?“ Doch selbst damit schätzt er die Tragweite des Operngeschehens zu bescheiden ein.

„Tod in Venedig“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Für Frauen gibt es im „Tod in Venedig“ keine großen Partien. So sind hier Weltstars
wie Alexandra Hutton neben Paul Niton in eher kleinen Partien zu erleben.
Foto: Wecker

 
Der alte Herr zerbricht nicht allein daran, daß er nicht einmal den Versuch wagt, gegen die gesellschaftlichen Normen zu verstoßen. Schon das würde reichlich Zündstoff in einer Zeit der „politischen Korrektheit“ bergen, deren hanebüchenen Auswüchse selbst Durchschnittsbürger in die Verzweiflung treiben. Im Körper des Opernhelden wütet jedoch außer der ungestillten Begierde auch der Schaffensdrang eines Genies, der nicht zum Ausbruch gelangen kann. Daran leidet er in einer allmählich und unaufhaltsam versinkenden Stadt, über der der Hauch des Todes schwebt. Der wird durch die unbeherrschbare Macht einer Choleraepidemie unmittelbar.


„Tod in Venedig“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Tai Oney (sitzend) gibt in „Tod in Venedig“ sein Debüt an der Deutschen Oper.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

23. März 2017 - 21:457.500 Kilometer vom Klausenerplatz entfernt und die Gedanken sind so nah

Herzliche Grüße aus meinem neuen Kiez!

 
 
Diese Zeilen sandte uns ein ehemaliger Anwohner vom Klausenerplatz. Sein neues Zuhause hat er in Chetwynd (British Columbia/Canada) gefunden. Und dort sieht es so aus:

 

Chetwynd (British Columbia/Canada) / Foto © PD

 

Wenn noch jemand aus unserem Umfeld Herrn D. eine große Freude bereiten könnte, dann damit:
Als ehemaliger Kiezbewohner (Nehringstraße 21/22, 1941-1962) hat er angefragt, ob es noch Bilder seiner ehemaligen "Spielplätze" gibt, d.h. von dem Luftschutzbunker in der Nehringstraße, vom Sophie-Charlotte-Platz sowie dem Klausenerplatz. Im Alter denkt man an seine Kinderzeit zurück: „Auch diese düsteren Zeugen des Krieges leben zumindestens in meiner Erinnerung immer noch weiter.“

 

- Menschen im Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

22. März 2017 - 00:02Bezahlbare Mieten am Kaiserdamm (?)

 
 
Nebenan am Kaiserdamm folgte nach dem Abriss der Tankstelle nur mal wieder das übliche Geschwätz auf Wahlplakaten. Bezahlbarer Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten ensteht dort nicht.

 
Auch der alte Flachbau an der Ecke Kaiserdamm/Witzlebenstraße wurde nach Rausschmiss der letzten dort ansässigen Gewerbebetriebe abgerissen. Inwischen wurde das Gelände mit einem Bauzaun umgeben. Das Eckgrundstück soll also offensichtlich neu bebaut werden. Werden dort, gemäß den Ankündigungen der zuständigen politisch Verantwortlichen, preisgünstige Mietwohnungen entstehen?

 

Grundstück an der Ecke Kaiserdamm/Witzlebenstraße mit altem Flachbau

Grundstück an der Ecke Kaiserdamm/Witzlebenstraße nach Abriss des alten Flachbaus (März2017)

 

Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: bisher Fehlanzeige!
Leider ist für so viel Bürgernähe offenbar auch ein neuer Stadtrat von den Grünen nicht bereit. Und das trotz vollmundiger Versprechungen auch aus seinen politischen Kreisen (1).

 

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- Kiez, Menschen im Kiez, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

20. März 2017 - 00:24Handwerk mit Herz unerwünscht

„Rogers Woodwork“ vor dem Aus


 
Kunst und Kultur sind unerwünscht. Im Januar 2017 kam das Ende für die Kulturwerkstadt im Klausenerplatz-Kiez. Andere Künstler- und Theaterräume waren schon vorher dran. Langjährige Mieter werden schon seit Jahren immer häufiger vertrieben, wenn die Rendite durch Neuvermietung rücksichtlos gesteigert werden soll. Aber es trifft auch immer mehr kleine alteingesessene Gewerbebetriebe und soziale Projekte.

 
Im Juni 2016 grüßte der hölzerne Hase noch frohen Mutes alle Passanten freundlich vor dem Laden in der Nehringstraße.

Ein freundlicher Blumengruß an alle Nachbarn vor „Rogers Woodwork“ in der Nehringstraße 11 (Juni 2016)

 

Im Juli 2016 trauerte er nur wenige Meter weiter vor der Nehringschule inmitten eines Blumenmeeres um die Opfer des furchtbaren Anschlags von Nizza.

Trauer um die Opfer des Anschlags von Nizza vor der Nehring-Grundschule (Juli 2016)


Jetzt steht er wieder mit einer Träne im Auge im Fenster von „Rogers Woodwork“ in der Nehringstraße 11 und verkündet die traurige Mitteilung:
„Ich bin gekündigt worden. Nur noch bis Mitte Mai - dann ist es vorbei!“.

 

Kündigung für „Rogers Woodwork“ in der Nehringstraße 11 (März 2017)

 

 

- Gewerbe im Kiez, Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

18. März 2017 - 21:20Mutwillige Baumschädigungen

Gibt es wirklich Baumhasser in den Kiezen?


 
Erst vor zwei Tagen wies uns der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND Berlin) auf böswillige Beschädigungen an Bäumen in Friedrichshain hin (Mehr dazu im BUND-Blog).

 
Gestern sandte uns ein aufmerksamer Nachbar erschreckende Fotos aus dem Charlottenburger Klausenerplatz-Kiez zu. Ein nachgepflanzter Baum (Baum-Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße wurde offenbar massiv angesägt.

 

Baum (Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße / Foto © SW

Baum (Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße angesägt / Foto © SW

Baum (Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße angesägt / Foto © SW

 

- Gesellschaft, Kiez - ein Kommentar / Kein Trackback

16. März 2017 - 00:24Weiterhin keine bezahlbaren Wohnungen für Charlottenburg

Baumfällungen statt bezahlbares Wohnen

 
Auf einer Veranstaltung im Mai 2015 teilte der Vorstand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo die Übernahme des Geländes an der Pulsstraße 13 mit (Wir hatten berichtet.). Ab 2015 sollten sich die Baukräne an der Pulsstraße in Charlottenburg drehen, verkündete damals der Vorstand der Degewo und so ist es auch im Degewo-Newsletter "Stadtsicht" (Ausgabe 3/2014) nachzulesen. Baukräne haben sich dann allerdings nicht gedreht: Nicht 2015 und auch nicht im Jahr 2016 (Wir hatten im Oktober 2016 erneut berichtet.).

 

Unbebautes Gelände an der Pulsstraße 13 und Baumfällungen (März 2017)

 

Baukräne drehen sich auch heute noch nicht. Dafür wurden nun etliche Bäume gefällt. Breite Bevölkerungsschichten in Charlottenburg-Wilmersdorf erwarten von ihrem Bezirksamt und dem Senat, neuen bezahlbaren Wohnraum auf geeigneten Grundstücken zu ermöglichen und vorhandene, noch preisgünstige Wohnungen und natürlich Stadtgrün zu erhalten.

 
Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: weiterhin Fehlanzeige! Leider ist für so viel Bürgernähe offenbar auch ein neuer Stadtrat von den Grünen nicht bereit.

 

Unbebautes Gelände an der Pulsstraße 13 und Baumfällungen (März 2017)

 

- Kiez, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

14. März 2017 - 00:24Zwangsarbeiterlager des Bezirksamtes Wilmersdorf: Prof. Benz und Prof. Rürup nehmen Stellung



Die Liste des Gesundheitsamts Wilmersdorf vom 30.11.1942 gibt als Ort des Zwangsarbeitslagers des Wilmersdorfer Bezirksamts an: Wilhelmsaue „40“. Dies war für die vergangene Gedenktafelkommission sowie ist für verschiedene Bezirkspolitiker Anlaß, seit über 1 ½ Jahren Zweifel an der Lage des Lagers zu haben, denn die amtlichen Karten bezeichneten das betreffende Grundstück mit „39-41“; folglich habe es „40“ gar nicht gegeben.

Liste des Gesundheitsamtes Wilmersdorf von 1942 / Quelle Landesarchiv Berlin

Liste des Gesundheitsamtes Wilmersdorf von 1942 (drittletzte Zeile: Bezirksamt)
Quelle: Landesarchiv Berlin


Daß eine amtliche Akte aus den Jahren 1937 bis 1940* mit „Kindergarten Wilhelmsaue 40“ beschriftet ist, eine ebenfalls amtliche Akte aus den Jahren 1952 bis 1964** die Aufschrift „Wilhelmsaue 39/40“ trägt und am heutigen Gebäude – dem ITDZ Berlin, einer Anstalt des öffentlichen Rechts – die Hausnummer „40“ steht – all dies hat die Zweifler bisher nicht überzeugt. Vielmehr gab eine Bezirkspolitikerin kürzlich in einem Gespräch zu bedenken, es könne ja auch ein Tippfehler vorliegen, und eigentlich sollte es Wilhelmsaue „4C“ heißen.

Ich habe daher zwei renommierten Historikern die drei hierzu bekannten Dokumente*** vorgelegt, sie über alle geäußerten Zweifel**** informiert und um ihre Stellungnahme gebeten. Die beiden Historiker sind Prof. Wolfgang Benz° und Prof. Reinhard Rürup°°. Mit ihrer Gestattung folgt hier der Abdruck ihrer Stellungnahmen:

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - fünf Kommentare / Kein Trackback

11. März 2017 - 00:24Wie geht es mit der Kantgarage voran?




Kantgarage - Straßenfassade 2017

Planung der Straßenfassade / Foto © 2017 Johanne Nalbach

Abb. 1 + Abb. 2 - Straßenfassade 2017 und Planung (mit Hotel re. neben der Garage)


Vier Monate, nachdem die Architektin Johanne Nalbach im Oktober 2016 zusammen mit dem neuen Eigentümer der Kantgarage, dem Immobilienunternehmer Dirk Gädeke, ihr Konzept für den Erhalt und die Neunutzung der Kantgarage vorgestellt hatte, führte sie am 28. Februar im Rahmen einer Veranstaltung der Stiftung Denk mal an Berlin Interessenten durch das Gebäude. Auf Nachfrage sagte Frau Nalbach, daß der ursprünglich ins Auge gefaßte Termin für den Abschluß der Arbeiten, nämlich Mitte 2018, auf das Jahresende bzw. Anfang 2019 verschoben werden müsse. Offenbar beanspruchen die Verhandlungen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Bezirks und dem Landesdenkmalamt mehr Zeit als erwartet. Gegenüber dem im Oktober 2016 vorgestellten Entwurf gebe es keine wesentlichen Veränderungen.

MichaelR

Kant-Garage  - Rückfassade (1932) -  Wikipedia / Bundesarchiv, Bild 102-13123 / CC-BY-SA 3.0

Kant-Garage - Rückfassade (2017)

Abb. 3 + Abb. 4 - Rückfassade 1932 und 2017
 


Abbildungsnachweis:

1, 4 – MichaelR

2 – © 2017 Johanne Nalbach; Benutzung mit freundlicher Genehmigung

3 – Kant-Garage in Berlin-Charlottenburg; Wikipedia / Bundesarchiv, Bild 102-13123 / CC-BY-SA 3.0


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07. März 2017 - 00:02Mit Musik in den Frühling

Berlin inspiriert die Künstler

 
 
Es ist die Kreativität der Bürger, die Berlin und den Kiez so anziehend für Menschen aus aller Welt machen, so daß die Zugereisten oftmals schon nach wenigen Jahren wie angestammt zum Kiez gehören.

So macht das Cafehaus Mila in der Grolmanstraße 40 schon seit der Eröffnung unter anderem mit einer Reihe hochkarätiger Veranstaltungen auf sich aufmerksam. Am Sonntag 12. März, 19 Uhr werden sich dort die mehrfach preisgekrönte Geigerin Celia Schann und der welterfahrene Konzertpianist Alexander Reitenbach unter dem Motto „Sie alle waren in Berlin“ zu einem Duo vereinen. Auf dem Programm stehen Werke von Komponisten, die Berlin inspiriert hat. Zu ihnen gehören Künstler wie Robert Schumann, Johann Sebastian Bach, Richard Wagner und Felix Mendelssohn. In dieser erlauchten Reihe steht auch die Wilmersdorfer Künstlerin Vera Osmankulova, deren Komposition „Frühlingserwachen“ von den beiden interpretiert werden wird. Der Eintritt beträgt 8 Euro.

 

Vera Osmankulova, Künstlerin aus Wilmersdorf / Foto © Frank Wecker

Die Wilmersdorfer Künstlerin Vera Osmankulova. Foto: Wecker

 
Am 7. April ist die Komponistin als Violinistin beim Osterkonzert im Französischen Dom am Gendarmenmarkt zu erleben. Sie musiziert im Ensemble der Deutschen Kammersymphoniker unter der Leitung von Gabriel Safron. Auf dem Programm stehen die Streichersinfonie Nr. 9 in C-Dur von Felix Mendelssohn, das „Kontrabaß-Konzert Op. 3“ von Sergej Koussevitzky und die „Streicherserenade Op. 22 in E-Dur“ von Antonin Dvorak. Solist auf dem Kontrabaß ist Edicson Ruiz. Karten gibt es ab 34,99 Euro.

Frank Wecker

 

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06. März 2017 - 16:41Spielplatz auf dem Klausenerplatz voraussichtlich für vier Wochen gesperrt

 
 

Spielplatz Klausenerplatz nach Sanierung 2015

 

Der Frühling meldet sich ja schon zwischendurch. Die ersten Blüten sind auf dem Klausenerplatz zu entdecken. Doch mit dem Spielen muß man nun leider noch etwas warten.

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf teilt mit:
Ab heute, Montag den 6. März 2017, ist der Spielplatz auf dem Klausenerplatz wegen massiven Rattenbefalls voraussichtlich für vier Wochen gesperrt. Es werden Giftköder durch Schädlingsbekämpfer ausgelegt.

 

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04. März 2017 - 19:24Straßen und Plätze: Ehemaliger Güterbahnhof Charlottenburg an der Sophie-Charlotten-Straße 1-4



Blick von der Spandauer-Damm-Brücke auf die Gleisanlagen der Ringbahn

Blick von der Spandauer-Damm-Brücke auf die Gleisanlagen der Ringbahn
(li. und re. das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Charlottenburg) 

 
Will man über den ehemaligen Güterbahnhof Charlottenburg an der Sophie-Charlotten-Straße sprechen, muß man mit dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 anfangen. Dazu hier im Zeitraffer die vom Kriegsende angestoßenen wesentlichen Ereignisse der 1870er Jahre, die zu dem Güterbahnhof führten:

Eisenbahnnetz Berlin 1871 / Bildquelle Wikipedia (gemeinfrei)

Abb. 1 - Eisenbahnnetz Berlin 1871 

  

Der Krieg als der Vater des Güterbahnhofs

Sieg im deutsch-französischen Krieg 1871 – Gründung des Deutschen Reichs mit der Hauptstadt Berlin – umfangreiche französische Kontributionen: 5 Mrd. Francs Reparationen und die Abtretung von Lothringen mit seinen Kohle- und Erzgruben, Hüttenwerken und Maschinenfabriken als Anstoß zur Hochkonjunktur der „Gründerjahre“ – starkes wirtschaftliches Wachstum von Berlin und umliegenden Orten, verbunden mit Zunahme der Bevölkerung (Berlin 1880 über 1 Mio.) – notwendiger Ausbau der Infrastruktur für Personen- und Güterverkehr auf der Schiene im Raum von Berlin und im Reich

Eisenbahnnetz Berlin 1877 / Bildquelle Wikipedia (gemeinfrei)

Eisenbahnnetz Berlin 1882 / Bildquelle Wikipedia (gemeinfrei)

Abb. 2 und 3 - Eisenbahnnetz Berlin 1877 und 1882

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

02. März 2017 - 22:23Wir sind das Kulturvolk

Ein neuer Abschnitt der Volksbühnenbewegung


Präsentation des neuen Logos „Kulturvolk“ / Foto © Veranstalter

Frank Bielka, Vorsitzender; Alice Ströver, Geschäftsführerin; Erik Günther, Presse und Marketing,
mit dem neuen Logo der Volksbühne. Foto: Veranstalter
 

 
In neue Abschnitte ist die 127 Jahre alte Volksbühnenbewegung schon häufig eingetreten. Letztmalig geschah dies 1993, nachdem der von der SPD gestellte Kultursenator Ulrich Roloff-Momin verkündet hatte: „Die ‚Freie Volksbühne‘ ist ein Sorgenkind des Berliner Theaters schon seit Langem. Hier beabsichtige ich, tiefgreifende Änderungen einzuführen. Das Ensemble wird nach dem Auslaufen der derzeitigen Verträge nicht verlängert.“ (Fehler im Original.) Damit war es um das letzte Theater des Kulturvereins der Arbeiterschaft geschehen.

Ihr erstes Haus wurde 1914 am damaligen Bülowplatz, heute Rosa-Luxemburg-Platz, eröffnet. 1933 lösten die Nazis den Verein auf und verleibten sich dessen Theater ein. Der nach dem II. Weltkrieg wiedergegründete Verein ging im Osten in der Gewerkschaft auf. Im Westen erlebte er eine neue Blüte, insbesondere nachdem in der Schaperstraße sein neues Haus eröffnet worden war. Wie in Zeiten ihres Ursprungs, als 1893 „Die Weber“ uraufgeführt wurden, ging unter der Leitung von Erwin Piscator hier erneut alles ein und aus, was im Theater Rang und Namen hatte. Nach dem Verdikt von Senator Roloff-Momin blieben von der Volksbühne nur ein fast in der Bedeutungslosigkeit versinkender Verein und der Name des Theatergebäudes am Rosa-Luxemburg-Platz übrig. Das gegenwärtig noch von Fank Castorf geprägte Theater trägt zwar den Markennamen „Volksbühne“, hat aber seit 1933 nichts mehr mit der Volksbühnenbewegung zu tun.

Der Träger dieser gesamten Tradition, der 1890 gegründete Verein „Freie Volksbühne Berlin“, ist dagegen gezwungen, sich einen neuen Markennamen überzustülpen, um die namentliche Verbindung zu seinem einstigen Theatergebäude zu kappen. Gefunden wurde der Begriff „Kulturvolk“. Das „Kulturvolk“ will sich auf seine Kernkompetenz, den preisgünstigen Vertrieb von Karten zu Kultur- und jetzt auch Sportveranstaltungen in Berlin und Brandenburg konzentrieren. Der gesamte öffentliche Auftritt wurde vom gedruckten monatlichen Magazin – Kulturvolk. Das Magazin - bis zum Internet modern gestaltet. Mit neuer äußerer Attraktivität und günstigen Angeboten sollen wieder Vereinsmitglieder gewonnen werden. Zu seinen Hochzeiten hatte die Bewegung 150 000 Mitglieder. Auch nach der Neugründung wurden nochmals 120 000 Mitglieder erreicht.

 
Bleibt, dem Neustart viel Erfolg zu wünschen, denn unter dem Begriff „Kulturvolk“ kommt die älteste deutsche Besucherorganisation, doch als ein Neuling unter den Platzhirschen daher. Im Internet ist Freie Volksbühne nunmehr unter www.kulturvolk.de zu finden.

Frank Wecker

 

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