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23. Juni 2017 - 00:24Wohnen im Kiez

BVV überweist den Einwohnerantrag zum Milieuschutz in den Ausschuss



Vorstellung des Einwohnerantrags zum Milieuschutz in der BVV-Sitzung am 22. Juni 2017

Klaus Helmerichs von der MieterWerkStadt Charlottenburg stellt den Einwohnerantrag den Bezirksverordneten der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf vor.

 
Der Einwohnerantrag zur Ausweisung von Milieuschutzgebieten wurde von den Bezirksverordneten in der BVV-Sitzung vom Donnerstag, 22. Juni 2017, ohne jede weitere Diskussion an den Ausschuss für Stadtentwicklung überwiesen.

Vertreter der MieterWerkStadt Charlottenburg werden die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung besuchen und die dortigen Diskussionen verfolgen. Die Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung sind öffentlich. Wir werden, sobald bekannt, auf den nächsten Sitzungstermin an dieser Stelle hinweisen.

Die MieterWerkStadt Charlottenburg hat zur BVV-Sitzung folgende Presseerklärung herausgegeben, die von einem anwesenden Journalisten des Tagesspiegels bereits bei Twitter veröffentlicht wurde.

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22. Juni 2017 - 00:28Berliner Theaterleben im Buch

Theaterclub präsentiert Jubiläumsband


In diesem Jahr wird der Berliner Theaterclub 50 Jahre alt.
„50 Jahre Berliner Theaterclub“ heißt der neue Jubiläumsband, den Vereinspräsident Otfried Laur am 16. Juni im Renaissancetheater vorstellte.

Otfried Laur präsentiert den Jubiläumsband „50 Jahre Berliner Theaterclub“ / Foto © Frank Wecker

Otfried Laur stellt den Jubiläumsband vor. Foto: Wecker

 
An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Künstler wie Felix Martin, Judy Winter und Horst Pillau teil. Der Theaterclub ist eine der größten Berliner Besucherorganisationen der Nachkriegszeit. Sein Wirken geht weit über den Vertrieb von Eintrittskarten hinaus. Immer wieder hat er sich für die Entwicklung der Berliner Theaterlandschaft eingesetzt, wenn es auch in den letzten Jahren mehr um deren Erhalt ging. Da gab es auch bittere Niederlagen wie den Verlust des Schillertheaters, des Hansatheaters, der Tribüne zu verkraften, wozu sich wahrscheinlich auch bald die Ku’dammbühnen gesellen werden. Auf der Erfolgsseite stehen die Ifflandmedaille, mit der der Theaterclub das Wirken bedeutender Berliner Künstler hervorhebt und der „Goldene Vorhang“, der für die Ausgezeichneten oftmals der am meisten geschätzte Preis ist, weil die Preisträger jeweils direkt vom Berliner Theaterpublikum gekürt werden. Über die Preise, Demonstrationen, die vielfältigen Veranstaltungen berichtet der Jubiläumsband.

Vorstellung des Jubiläumsbandes „50 Jahre Berliner Theaterclub“ / Foto © Frank Wecker

Bert Beel und Andrej Hermlin gehörten zu den ersten Käufern. Foto: Wecker

 
Der Theaterclub ist untrennbar mit dem Wirken von Otfried und Reni Laur verbunden, die den Klub vor 50 Jahren geschaffen haben. Nach dem Höhepunkt des Jubiläums, der Festveranstaltung am 24. September um 16 Uhr in der Deutschen Oper, wollen sie die Leitung des Klubs in jüngere Hände legen. Vielleicht, so hoffen viele Künstler und Theaterbesucher, werden sie doch noch weiter machen.

Das Buch gibt es im Büro des Theaterclubs in der Hardenbergstraße zum Selbstkostenpreis von 29,80 Euro. Das Büro ist Montag bis Freitag von 8.15 Uhr bis 16.15 Uhr geöffnet.

Frank Wecker

Felix Martin mit dem Jubiläumsband „50 Jahre Berliner Theaterclub“ / Foto © Frank Wecker

Auch Musicalstar Felix Martin ist Besitzer des Jubiläumsbandes.
Foto: Wecker
 

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21. Juni 2017 - 00:04Der Machtkampf ist grausam

Die Deutsche Oper zeigt „Boris Godunow“


Was kann nicht alles geschehen, wenn eine Weltmacht von einem Verrückten beherrscht wird?
Deutschland hat es erfahren, gegenwärtig starrt die Welt gebannt auf die USA, und an der Deutschen Oper wird diese Frage mit einem tiefen Blick in die russische Geschichte gestellt. Premiere hatte dort die Oper „Boris Godunow“ von Modest P. Mussorgski.

 

„Boris Godunow“ von Modest P. Mussorgski in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Boris Godunows Sohn Fjodor wird von seinen Lehrern auf die Herrschaftsnachfolge vorbereitet.
Foto: Wecker

 
Boris Godunow ergriff die Macht, als in Rußland unter der Herrschaft von Zar Fjodor die Erfolge der Machtpolitik Iwan des Schrecklichen (Iwan IV.) zerfielen. Rußland hatte bedeutende Ländereien hinzugewonnen, es griff nach den eisfreien Häfen der Ostsee und nach den Reichtümern Sibiriens. Doch auch schon zu früherer Zeit gab es Herrscher, die historische Errungenschaften leichtfertig verspielten. Boris Godunow sah die Notwendigkeit und auch die Möglichkeit, diesen Verfall aufzuhalten. Dem stand einzig im Wege, daß er nicht in der Erbfolge auf den Zarenthron stand. Der stand seinem Mündel Dimitri Iwanowitsch, dem jüngsten Sohn von Iwan dem Schrecklichen, zu. Wie schon andere große Herrscher zuvor löste er dieses kleine Problem, zumindest nach der auch unter Beteiligung des russischen Nationaldichters Alexander Puschkin gestrickten Legende, indem er den rechtmäßigen Thronfolger ermorden ließ. Damit war der Weg frei, daß Rußland erneut segensreich geführt werden konnte. Der Legende nach, und das stellt die Oper ausgiebig dar, ist Zar Boris Godunow über Reue an diesem Mord in Verzweiflung gestorben. Er fürchtete die Rache Dimitris. Sein Namen hatte der Mönch Grigori angenommen, unterstützt von den Bojaren und Godunows Vertrauten des Zaren Fürst Schuski mit einem Heer auf Moskau marschierte.

„Boris Godunow“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Stolz zeigt Boris Godunows Sohn Fjodor (Julius Röttger), wie er das Reich auszuweiten gedenkt.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

20. Juni 2017 - 00:24Ein Abend der großen Stars

Theater am Kurfürstendamm zeigt „Bette & Joan“


Es muß nicht immer das Gretchen oder die Desdemona sein, auch für Darstellerinnen, deren Alter diesem Rollenfach nicht mehr entspricht, gibt es heute auf den Bühnen dankbare Rollen. Manon Strache und Desiree Nick haben sich solche Rollen erobern können. Sie verkörpern in Anton Burges Stück „Bette & Joan“ die einstigen Hollywoodstars Bette Davis und Joan Crawford. Die Gastproduktion des Hamburger Ernst Deutsch Theaters in der Regie von Folke Brabant steht bis zum 23. Juli auf dem Spielplan des Theaters am Kurfürstendamm.

„Bette & Joan“ im Theater am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Desiree Nick spielt vor dem Filmhintergrund. Foto: Wecker 

 
Die Oscarpreisträgerinnen Bette Davis und Joan Crawford wurden mit Auszeichnungen überschüttet. Bette Davis war insgesamt zehnmal für den angesehensten Preis von Hollywood, nominiert. 1962 führten die Dreharbeiten zu dem Film „Was geschah wirklich mit Baby Jane?“ die beiden Diven zu einer gemeinsamen Arbeit zusammen. Dieser Film erhielt auch einen Oscar, allerdings trug die Trophäe keine der beiden Damen nach Hause. Sie wurde für die beste Kostümausstattung verliehen. Die Britische Film Academy machte dies wieder gut und nominierte die beiden Darstellerinnen als beste ausländische Schauspielerinnen. Letztlich gingen sie auch wieder leer aus, was aber der künstlerischen Bedeutung dieses Films, die von den beiden Frauen getragen wird, keinen Abbruch tun kann.

 

Desiree Nick und Manon Strache in „Bette & Joan“ im Theater am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Divenkrieg in der Garderobe, Desiree Nick und Manon Strache in „Bette & Joan“.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

19. Juni 2017 - 00:24UNDERGROUND

Ausstellung von Willi Sarfeld (Video-Installation) und Horst Kranz (Photographie)



Eingeleitet wird die Ausstellung UNDERGROUND thematisch passend mit einer PunkParty am Freitag, 23. Juni 19:00 h. Passend zum Underground.

Zwar beschäftigen sich Horst Kranz und Willi Sarfeld im engeren Sinn mit dem Berliner Untergrund, streng genommen mit der Untergrund-Bahn, es wäre aber nicht der Photograph Horst Kranz wenn er es bei dokumentarischen Fotos beließe.

Die Kranz´schen Photos sind geformt, reduziert und als Unikat bearbeitet – streng nach dem Lehrsatz seines Meisters Jean Schmitz, „zeige nur das was Du ausdrücken willst“, präsentiert uns Horst Kranz die Unterwelt als UNDERGROUND von Berlin, wobei die Assoziation über den Untergrund von Verkehr und Kultur zur Subkultur, dem Punk führt und schließlich Samt (Velvet) Lou (Reed) den Andy (W) der späten 60er touchiert.

Der Untergrund folgt seinen eigenen Regeln und bricht sie unerwartet. UNDERGROUND zeigt dies und baut mit den Photographien eine neue Bildwelt auf – vertraut und doch fremd, statisch und stetig verfremdet. Passend und ergänzend, eigenständig kreiert, kontrastiert Willi Sarfelds Video-Installation mit Pulsierendem, dem Puls des Augenblicks im Untergrund.

Die Ausstellung wird vom 24. Juni 2017 bis zur Sommerpause (30. Juli) im Schlorrendorfer täglich außer mittwochs und samstags zu sehen sein.


Kultur-Club Westend im Schlorrendorfer
(Kiez- und Kulturgaststätte)
Meerscheidtstraße 9 - 11 (U2 Kaiserdamm)
14050 Berlin-Charlottenburg


Die Kiez- und Kulturkneipe Schlorrendorfer im Westend zeigte in den vergangenen drei Jahren überraschende und ungewöhnliche Ausstellungen aus Malerei, Bildhauerei/Skulpturbildung und Fotografie. Konsequenterweise wagt sich die inzwischen 27. Ausstellung auf ein auch künstlerisch neues Terrain.

  

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18. Juni 2017 - 00:24Wasserstadt Berlin

Trinkwasser für Alle

Am 29. März weilte Maude Barlow in Berlin, um die Initiative „Blue Community“ vorzustellen. Wir hatten berichtet: "Die Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe hat weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit einer „Blue Community Berlin“ würde sich nicht nur das Ansehen der Stadt erhöhen, es würde der Kampagne auch entscheidend neue Impulse geben."

Vielleicht hat diese Aktion den Schub gegeben, der sich nun in einer Mitteilung der Berliner Wassebetriebe zu einer repräsentativen Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa äußert. Auch der Mediziner Dr. med. Michael Boschmann von der Charité empfiehlt Wasser aus der Leitung als Durstlöscher in einem Interview mit den Berliner Wassebetrieben.

Das am häufigsten konsumierte Getränk der Berliner im Alltag ist nach der Umfrage Trinkwasser aus dem Hahn (56 Prozent), gefolgt von Kaffee (55 Prozent) - ebenfalls ein Getränk auf Trinkwasserbasis. Mineral- und Tafelwasser aus der Flasche belegen Rang drei (52 Prozent). Rund die Hälfte der im Auftrag der Berliner Wasserbetriebe Befragten (51 Prozent) trinken täglich zwischen 0,5 und 1,5 Liter Wasser aus der Leitung. Rund ein weiteres Drittel (32 Prozent) deckt mit Leitungswasser in etwa den durchschnittlichen Flüssigkeitsbedarf von täglich zwei Litern. (Infografiken hier)

Was den Ausschank an öffentlichen Orten betrifft, ist jedoch noch viel zu tun. Obwohl Trinkwasser das beliebteste Getränk der Berliner ist, wird es nur selten in Cafés und Restaurants ausgeschenkt. Knapp ein Drittel (29 Prozent) der Befragten gibt an, kein Wasser im Restaurant zu trinken. Zugleich würden 16 Prozent gerne ergänzend im Restaurant Leitungswasser trinken, trauen sich jedoch nicht zu fragen. "Es ist wünschenswert, dass mehr Gastronomen Trinkwasser ausschenken - natürlich auch gegen ein Serviceentgelt", so Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. Denn Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Auch den Ausschank von Trinkwasser in öffentlichen Einrichtungen und Gastronomie hatte Maude Barlow damals bei der Veranstaltung im Abgeordnetenhaus bereits angestoßen.

 

Öffentlicher Trinkbrunnen auf der Schloßstraße / Spandauer Damm

Trinkbrunnen auf der Charlottenburger Schloßstraße
 
 

- Gesellschaft, Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

18. Juni 2017 - 00:02Gedenken an Bezirksamts-Zwangsarbeiter ohne Hausnummer?



Eine Schmierenkomödie der SPD, Stichwortgeber: CDU, gilt es im nachhinein zu bewundern:
Am Dienstag (13. Juni) befaßte sich der Kulturausschuß mit einem überfraktionellen Antrag für die Juni-BVV, in dem „das Bezirksamt beauftragt (wird), eine Gedenktafel an der Wilhelmsaue 40 in Wilmersdorf anzubringen, die an das Zwangsarbeitslager des Bezirksamtes Wilmersdorf sowie alle Zwangsarbeitslager in Wilmersdorf während des Zweiten Weltkriegs erinnert“.
Alles schien geklärt. Aber dann kam die anwesende BezStRin Schmitt-Schmelz (SPD) plötzlich mit einem Brief heraus, den sie erst am Vortag erhalten hätte -- weshalb sie keine Zeit gehabt hätte, ihn zu vervielfältigen. Sie las aus ihm vor – ohne den Namen des Absenders zu nennen: Es hätte sich ein neues Dokument gefunden, aus dem sich ergebe,daß das Zwangsarbeiterlager des Bezirksamtes in Hausnummer 43 bis 46 gelegen habe – ohne daß dem Brief eine Kopie des Dokuments beilag.
Sogleich schlug BV Hartmann (CDU) vor, nunmehr die Hausnummer 40 aus dem Antrag zu streichen.
Sogleich schlug BV Schulte (SPD) vor, den Antrag zu vertagen – oder die Hausnummer 40 zu streichen.
Sogleich erklärte BezStRin Schmitt-Schmelz, sie fände es „sympathisch*, die 40 rauszulassen“.
Ergebnis der anschließenden Diskussion: Ein anonymes** Schreiben, das keiner gesehen hat und dem keine Beweise beilagen, genügte den Bezirksverordneten, um die Hausnummer 40 aus dem Entwurf zu streichen.

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - zwei Kommentare / Kein Trackback

17. Juni 2017 - 00:24Wohnen im Kiez

BVV entscheidet über Einwohnerantrag zum Milieuschutz

Am 16. Mai 2017 haben Mitglieder der MieterWerkStadt Charlottenburg der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) etwa 1500 Unterstützerunterschriften zum Einwohnerantrag zur Ausweisung von Milieuschutzgebieten (Erhaltungssatzungen gemäß §172 Baugesetzbuch) übergeben.

Das Bezirksamt hat inzwischen die Prüfung der Unterschriftslisten abgeschlossen und die Zulässigkeit des Antrags festgestellt. Das Verfahren für einen Einwohnerantrag ist in § 44 des Bezirksverwaltungsgesetzes geregelt.

 
Der Einwohnerantrag kommt nun unter der Drucksache 0299/5 auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung. Vertreter der MieterWerkStadt Charlottenburg erhalten zur Einbringung des Antrages ein 5-minütiges Rederecht. Sie werden den Einwohnerantrag kurz vorstellen, begründen und im Sinne der Unterzeichner um Zustimmung bitten.

 
Die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung ist öffentlich. Alle Anwohner sind herzlich eingeladen, den Verlauf der Sitzung, Diskussion und Abstimmungsverhalten unserer Bezirksverordneten zu verfolgen.

9. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf
Donnerstag, 22. Juni 2017 um 17:00 Uhr

Rathaus Charlottenburg (BVV-Saal), Otto-Suhr-Allee 100

 

Rathaus Charlottenburg

 

- Gesellschaft, Menschen im Kiez, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

15. Juni 2017 - 00:04Küssen ist Kunst

„Kuss“ - eine neue Ausstellung im Bröhan-Museum


„Kuss“ heißt schlicht die neue Ausstellung des Bröhan-Museums. Seiner Bestimmung als Kunstmuseum des Jugendstils folgend beginnt die Präsentation am Ende des 19. Jahrhunderts reicht jedoch bis in die Gegenwart. Diese Zeitspanne beschreibt nicht ganz exakt der Untertitel „Von Rodin bis Bob Dylan“.

Bei Dylan wurde vielleicht der Vorname hinzugenommen, um den Besucher zu vergewissern, daß es sich tatsächlich um jenen berühmten Musiker handelt, der nunmehr auch Literaturnobelpreisträger ist, aber bisher weder in den schönen und noch angewandten Künsten hervorgetreten ist. Dennoch darf er vor anderen ausgestellten zeitgenössischen Künstlern wie Cornelia Schleime oder Wolfgang Mattheuer der Ausstellung den Untertitel geben. Dieser Bedeutung entsprechend befindet sich sein Bild „Der Kuss“ im Entree der Ausstellung neben der berühmten Bronzeskulptur August Rodins „Der Kuss“ und der anmutigen Marmorskulptur von Axel Poulsen „Erste Liebe“.

Mit dieser Anordnung unterstreicht das Bröhan-Museum ein weiteres Mal, daß es sich nicht auf den ausgetretenen Pfaden musealer Präsentation bewegt. Dafür steht auch Kuratorin Dr. Anna Grosskopf, die nach der beachtenswerten Ausstellung über das Muranoglas hier eine epochenübergreifende thematische Kunstausstellung präsentiert. Sie ordnet weder chronologisch noch stilistisch oder nach Motiven, sondern geht eigenwillig vor. Die Ordnung folgt ihren Relevanzen wie „Kuss und Ornament“, „Kuss und Lebensreform“, „Filmküsse“, „Todesküsse“, „Obsessionen“ und schließlich gibt es auch ein Kapitel „Kuss und Politik“, das Simon Häuser kuratiert. Wer dort einen weißen Vorhang beiseiteschiebt, findet dahinter noch aufregendere Arbeiten, die Minderjährigen vorenthalten bleiben sollen.

 

Skulptur „Erste Liebe“ von Axel Poulsen im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Die Skulptur „Erste Liebe“ von Axel Poulsen fand bei der Eröffnung viel Interesse.
Foto: Wecker

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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

14. Juni 2017 - 00:24Keramik-Museum Berlin feiert

KMB lädt zum Museumsfest mit Ausstellungseröffnungen ein


In Anlehnung an die seit Februar gezeigte Ausstellung zur Teekeramik aus Japan und Berlin, dreht sich das Rahmenprogramm des Museumsfests auch um japanische Kultur: es wird traditioneller Japanischer Tanz (Frau Chihoko Yanagi) geboten, begleitet von Koto- und Shamisen-Musik (Frau Ritsuko Takeyami). Dazu bietet Herr Peter Pütz Kostproben auf der Shakuhachi (japanische Bambusflöte). Kulinarisches aus Japan, darunter auch eine Matcha-Teeverkostung, runden das Angebot ab, zu dem Sie herzlich eingeladen sind.
Der Eintritt zum Museumsfest ist frei.

Ausstellungseröffnungen um 19:00 Uhr:

  • Im Rausch der Farben – Glasuren von Gerda Conitz (1901-1982)* 
  • Keramik von Arnulf Holl (1908-1984)**


Samstag, 17. Juni 2017 von 18:00 bis 22:00 Uhr


Keramik-Museum Berlin (KMB)
Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg

Öffnungszeiten:
Fr - Mo von 13:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro
Jeder letzte Montag im Monat: Eintritt frei

 

 
 

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- Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

05. Juni 2017 - 20:46Veranstaltungstipps



  • "Tiergartenlesen": "Von Blumeshof zum Bauhaus-Archiv"
    Eine literarische und informative Spurensuche: Hier war einst die ruhige Privatstraße Blumeshof. Sie führte von der Lützowstraße zum Landwehrkanal. Jenseits des Kanals lag das Tiergartenviertel mit herrschaftlichen Villen von Diplomaten, Bankiers, Mäzenen, Künstlern. Im Gartenhaus des Theaterdirektors Iffland kam Martin Gropius zur Welt. Adolf Menzel lebte in der Sigismundstraße, Hedwig Dohm zuletzt in der Tiergartenstraße.
    Der Alte Westen, wie die Gegend zwischen Tiergarten, Potsdamer Platz und Lützowplatz genannt wurde, entwickelte sich bis zum Beginn des 20. Jh. zu einem modernen Zentrum von Kunst, Handel und Unterhaltung. Heute gehören zu den kulturellen Höhepunkten des Gebiets neben Philharmonie, Staatsbibliothek, Kunstbibliothek, Kunstgewerbemuseum, Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie auch das Wissenschaftszentrum und das Bauhaus-Archiv.

    Eine Lesung mit Sibylle Nägele und Joy Markert vom Literatur-Salon Potsdamer Straße. Die Lesung ist der Beginn der neuen Veranstaltungsreihe "Tiergartenlesen" in Zusammenarbeit mit der Stadtteilkoordinaton Tiergarten Süd. Der Eintritt ist frei.
    Wissenschaftszentrum im Kulturforum / Foto © Sibylle Nägele

    Mittwoch 7. Juni 2017 um 19:00 Uhr
    Nachbarschaftstreff Lützowstraße 27
    10785 Berlin-Tiergarten

      
     
     
     
       
     
  • Berliner Kunstallee
    Kunsthandwerkermarkt in der Charlottenburger Schloßstraße.
    Auch die Keramikkünstlerin Rachel Kohn aus unserem Kiez wird an beiden Tagen ihre Werke zum Verkauf präsentieren.
    Foto © Rachel Kohn



    Samstag, 10. und Sonntag, 11. Juni 2017
    jeweils von 11:00 bis 18:00 Uhr

    Schloßstraße, Berlin-Charlottenburg
     
     
      
     
     
     
     
  • Fête de la Musique
    Musik zum Sommeranfang - umsonst und in der ganzen Stadt.
    Fête de la Musique im Hof der Nehring-Grundschule (2016)
    In Charlottenburg u.a. an diesen Orten:
    Café Theater Schalotte (Behaimstr. 22 / 17:00 bis 22:00 Uhr), Mierendorffplatz (16:00 bis 22:00 Uhr), Brotgarten (Seelingstr. 30 / 16:00 bis 21:00 Uhr), Nehring-Grundschule (Nehringstr. 9 / 16:00 bis 21:00 Uhr).

    Mittwoch, 21. Juni 2017
 
 
 


Weitere KurzInfos zu Veranstaltungen und Themen rund um den Klausenerplatz-Kiez immer auch bei Twitter (ohne Anmeldung einsehbar!), bei Facebook in der offenen Kiez-Gruppe und unter Kiez-Web-Team Klausenerplatz (ohne Anmeldung einsehbar!).

Weitere Termine auch stets im StadtteilKalender für Charlottenburg-Wilmersdorf des Nachbarschaftshauses am Lietzensee.


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04. Juni 2017 - 00:24Entdeckungen in Venedig und Berlin

Carlos Hulsch stellt Efraim Habermann aus


Das macht den Unterschied: Während unsereins in Venedig den Gondoliere, den Markusplatz mit seinem Tauben und den Dogenpalast rundum abfotografiert, geben uns Künstler wie Efraim Habermann ein Gefühl für diese Stadt, lassen die Menschen darin aufleben und uns deren Sorgen und Freuden spüren.

 

Efraim Habermann in der Carlos Hulsch / Foto © Frank Wecker

Impressionen von Venedig in der Sicht von Efraim Habermann. Foto: Wecker

 
Für solche Erlebnisse lohnt sich der Blick in das Foyer des Hotels „abba“ in der Lietzenburger Straße 89, wo seit geraumer Zeit die Galerie Hulsch wegen des bevorstehenden Abrisses des Ku’dammkarrees ihre neue Heimat gefunden hat. Bis zum 11. August ist dort die Ausstellung: „Efraim Habermann: s/w-Leica-Fotos auf Barytpapier und Aquarelle“ zu sehen.

Ein Blick wird aber nicht genügen, um sich die Schönheit der Bilder zu erschließen. Während der Knipser in seinen Venedigbildern nur eine Gedankenstütze für seine Reiseerinnerungen hat, die nach einem kurzen Blick wieder aus dem Gedächtnis abgerufen werden, muß man bei einem Künstler wie Efraim Habermann dagegen schon länger hinschauen, um aus den Grautönen eines Schwarz-Weiß Fotos die Geschichten herauszulesen, die zwischen Licht und Schatten verborgen sind.

Ausstellung von Efraim Habermann in der Carlos Hulsch / Foto © Efraim Habermann

Dieses von Efraim Habermann fotografierte Porträt ist im
Original in der Ausstellung im Hotel „abba“ zu sehen.

 
Es sind Straßenfotos, wie sie Henri Cartier-Bresson oder Robert Doisneau zur Blüte gebracht haben. Bei Efraim Habermann kommen noch eine Prise Humor und ein feinsinniges Gefühl für die Bildkomposition hinzu. Ihm reichen eine „altertümliche“ Kamera mit Festbrennweite und ein Schwarz-Weiß-Film, um Geschichten zu erzählen. Auf seinen Abzügen fangen, sei es im verfallenden Venedig oder im politisch geteilten Berlin, Mauern zu sprechen an, blickt im Porträt ein Adliger im Standesdünkel vergangener Zeiten hochnäsig auf ein heutiges Mädchen herab, und wird in Berlin vor frei herumspringenden Känguruhs gewarnt.

Efraim Habermann kehrte1957 nach Berlin zurück, das er neunjährig mit seinen Eltern wegen des Rassenwahns der Nazis verlassen mußte. Erst hier wurde der heute 83jährige Künstler Fotograf. Einer seiner ersten Galeristen ist Carlos Hulsch.

Entsprechend der Gepflogenheiten in einem Hotel ist die Ausstellung zwischen10 und 22 Uhr zugänglich und der Eintritt frei.

Frank Wecker

 

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04. Juni 2017 - 00:04Straßen und Plätze: Transkanalien



Schon immer haben sich passionierte Stadtplanbetrachter gewundert: Warum tritt Charlottenburg (samt dem ihm angeschlossenen Wilmersdorf) in seinem nordöstlichen Winkel an einer Stelle im wahrsten Sinn des Wortes „über seine Ufer“? Ist es doch ansonsten in diesem Bereich säuberlich durch etliche Wassergräben gegen seine Nachbarn abgegrenzt: durch Hohenzollernkanal, Westhafenkanal, Charlottenburger Verbindungskanal und Spree.

Der in Frage stehende Zipfel in seiner ganzen Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der Eisenbahnmagistrale Paris–Moskau (li.) und dem einzigen befestigten Zugang von Charlottenburg aus
 
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03. Juni 2017 - 22:41Das hat die Welt noch nicht gesehen

Neue Sonderaustellung der Helmut-Newton-Stiftung


Eine neue dreiteilige Sonderausstellung der Helmut-Newton-Stiftung ist ab Sonnabend, 3. Juni, im Museum für Fotografie in der Jebensstraße 2 zu sehen: „Mario Testino. Undressed, Helmut Newton. Unseen, Jean Pigozzi. Pool Party“.

 

Sonderausstellung der Helmut-Newton-Stiftung im Museum für Fotografie / Foto © Frank Wecker

Eingang zur Ausstellung von Mario Testino „undressed“. Foto: Wecker 

 
Verbindendes Glied der drei Teile ist Helmut Newton. Mario Testino wurde vom Bewunderer Helmut Newtons zu dessen Partner, als sie sich in Australien sogar das Atelier teilten, um an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Helmut Newton gehörte zu den erlauchten Gästen, die an den legendären Poolpartys auf Jean Pigozzis Anwesen am Cap d’Antibes an der Côte d’Azur teilnahmen. In June’s Room werden Jean Pigozzis Schnappschüsse von diesen Partys gezeigt. Die unterscheiden sich von den eigenen Aufnahmen am heimischen Pool vornehmlich dadurch, daß bei Pigozzi die Personnage am und im Pool dem Jetset entstammt. Da planschen, flirten und kokettieren Prominente wie Mick Jagger, Giovanni Agnelli, Liz Taylor oder Naomi Campbell. Der Reiz dieser Aufnahmen besteht gerade darin, daß sie sich vor der Kamera Pigozzis ebenso natürlich verhalten, wie die Gäste bei der Feier am eigenen Bassin. So sind sie weder inszeniert, wie bei Studio- oder Presseaufnahmen noch voyeuristisch wie auf den Fotos der Paparazzi zu sehen. Sie sind halt ganz normale Bekannte, eben Millionäre „wie du und ich“. So authentisch ist die Schickeria wahrscheinlich nicht einmal in den eigenen privaten Familienalben zu sehen, denn, das ist der nächste Unterschied zu den eigenen Schnappschüssen, Jean Pigozzi ist überdies ein Könner, der bereits in Berlin, New York, Monaco, Peking und Moskau ausgestellt und mehrere Bildbände mit seinen Fotos bestückt hat.
 

Sonderausstellung der Helmut-Newton-Stiftung im Museum für Fotografie / Foto © Frank Wecker

Mario Testino in seiner Ausstellung „undressed“. Foto: Wecker
 
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03. Juni 2017 - 22:07Die SPD tut der SPD auf Bestellung einen Gefallen: Einwohnerfragen stören nur!


Vom Lippenbekenntnis ...

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
in Charlottenburg-Wilmersdorf wird Bürger-
beteiligung groß geschrieben. Sie sollen mit
reden und mit entscheiden können, was in
Ihrem Bezirk geschieht.
Mischen Sie sich ein! Ich freue mich darauf.
Ihr
Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann


 
Die sechs Bürger, die im Mai Einwohnerfragen stellten, haben es bereits bemerkt: Das Recht auf Einwohnerfragen ist nun fast abgeschafft. Ab sofort darf jeder Bürger pro Monat nur noch eine einzige Frage stellen (bisher nicht begrenzt), und diese Frage darf nur noch drei Teilfragen beinhalten (bisher fünf) (Geschäftsordnung der BVV, Stand 27.04.2017, § 47 Abs. 2).

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MichaelR - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback