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11. Dezember 2017 - 00:24Ein neuer Kunstpreis

Berliner zeichnen „Show des Jahres“ aus


Verleihung des neuen Publikumspreises „Die Show des Jahres“ für „Sayonara Tokyo“ im Wintergarten / Foto © Frank Wecker

Georg Strecker (Mitte), der seit fast 20 Jahren als Geschäftsführer mit dem Wintergarten verbunden ist,
bedankt sich bei Otfried und Reni Laur für die Auszeichnung durch den Berliner Theaterclub.
Foto: Wecker 

Der Berliner Theaterclub vergibt seit fast 40 Jahren den Publikumspreis „Goldener Vorhang“, den jeweils ein von den Klubmitgliedern gewählter Schauspieler und eine Schauspielerin erhalten. Manchmal wurde eine ganze Reihe Schauspieler ausgezeichnet, weil eine starke Ensembleleistung gewürdigt werden sollte, die auf dem kongenialen Spiel aller Mitwirkenden beruht. Das galt beispielsweise 2010 für das Ensemble der Produktion „Ewig jung“ im Renaissancetheater und 1998 für die Comedian Harmonists. Für diese Fälle gibt es nun auf Wunsch der Klubmitglieder den neuen Publikumspreis „Die Show des Jahres“. Am Sonnabend, 9. Dezember, wurde dieser Preis erstmals vergeben. Ausgezeichnet wurde die Show des Wintergartens „Sayonara Tokyo“. Es ist die Jubiläumsshow zum 25jährigen Bestehen des Revuetheaters und soll laut Eigenwerbung des Veranstalters die „aufwendigste Show seiner Geschichte – und eine der ungewöhnlichsten zugleich“ sein. Es ist eine großartige und sehenswerte Show, aber auch zuvor hatten schon Bernhard Paul und Andre Heller die Bühne geprägt.


Verleihung des neuen Publikumspreises „Die Show des Jahres“ für „Sayonara Tokyo“ im Wintergarten / Foto © Frank Wecker

Coram publico gratuliert Geschäftsführer Georg Strecker der Hauptdarstellerin
der Show Yuri Yoshimura zum Geburtstag und zur Auszeichnung.
Foto: Wecker

„Wintergarten“ ist ein Traditionsname, der auf weit mehr als nur 25 Jahre in die Geschichte zurückreicht. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts trug das bekannteste Revuetheater Europas diesen Namen, das mit dem Deutschen Reich in den Flammen des II. Weltkriegs unterging. Aber auch nach der Neugründung des Revuetheaters an der Potsdamer Straße, das heute diesen verpflichtenden Namen trägt, bietet es Künstlern von Weltruf eine Bühne. Mit der ausgezeichneten Revue „Sayonara Tokyo“ setzt es diesen Weg fort. Die Auszeichnung durch den Theaterclub zeigt, daß die Berliner dieses Theater trotz aller Turbulenzen in ihr Herz geschlossen haben und es sich auf dem richtigen Kurs befindet.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

11. Dezember 2017 - 00:02Wenigstens eine provisorische Gedenktafel für die ehemaligen Zwangsarbeiter des Bezirksamtes in der Wilhelmsaue 40! Jetzt ist der Bezirksbürgermeister (SPD) dran, endlich Verantwortung zu übernehmen



Provisorische Gedenktafel in der Wilhelmsaue 40


Am Sonnabend, den 9. Dezember fand unter der Beteiligung von drei Dutzend Bürgern die Enthüllung einer provisorischen Gedenktafel in der Wilhelmsaue 40 statt. Diese Tafel erinnert an das Lager für die ehemaligen Zwangsarbeiter des Bezirksamtes Wilmersdorf an dieser Stelle. Die Berliner Geschichtswerkstatt hatte die Feier ausgerichtet und wurde dabei unterstützt vom Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit der Topographie des Terrors und vom Aktiven Museum. Kurze Ansprachen hielten Herr Karwelat (BGW) und Frau Dr. Glauning (Leiterin des Dokumentationszentrums).

Diese Gedenktafel war nötig geworden, nachdem der Bezirksbürgermeister und sein Bezirksamt drei Jahre lang, seitdem sie Kenntnis von dem Zwangsarbeiterlager der Vorgänger haben, immer wieder mit fadenscheinigen Gründen eine Erinnerung an dieser Stelle verhinderten – und auch sonst absolut nichts getan haben, um den Tausenden von ehemaligen Zwangsarbeitern im Bezirk eine Erinnerung zu schaffen. Offenbar paßt in ihr Bild von der City West nicht, daß die NS-Amtvorgänger des heutigen Bezirksbürgermeisters dort Herren über Zwangsarbeiterlager waren.
Mehr dazu in der elektronischen Ausgabe der Berliner Woche vom 10.12.2017.

MichaelR

Enthüllung einer provisorischen Gedenktafel in der Wilhelmsaue 40

MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

09. Dezember 2017 - 21:04Zugang zu Wasser ist Menschenrecht

Arte zeigt Dokumentation über Europas geheimen Wasserkrieg


Wenn die Berlinerin Dorothea Härlin irgendwo auf der Welt auftritt, gibt es häufig „Standing ovations“. Dabei trällert sie weder Schlager noch reißt sie Witze.

Die „Standing Ovations“ gelten eigentlich nicht ihr persönlich. Sie bekommt sie stellvertretend für die Berliner, denn die Berliner haben es geschafft einem der weltgrößten Konzerne – Veolia – ihr Wasser wieder zu entreißen, das verantwortungslose Politiker verramscht hatten. Woanders dauern diese Kämpfe noch an. Huntertausende protestieren gegen die Privatiesrung und Preisauftrieb. Bisweilen werden diese Wasseraktivisten von der Polizei zusammengeknüppelt, denn in Europa tobt ein Krieg um dieses wichtigste Lebensmittel.

Davon berichtet der Dokumentarfilm „Bis zum letzten Tropfen. Europas geheimer Wasserkrieg“. Seine Erstausstrahlung erfolgt am Dienstag, 12. Dezember, um 22.45 Uhr auf Arte. Anschließend kann er noch bis zu vier Wochen aus der Mediathek abgerufen werden. Eine der Hauptrollen in dieser Dokumentation hat Dorothea Härlin.

Die in dem Dokumentarfilm „Bis zum letzten Tropfen. Europas geheimer Wasserkrieg“ mitwirkenden Berliner Wasseraktivisten. / Foto © Frank Wecker

Die im Film mitwirkenden Berliner Wasseraktivisten Dorothea Härlin (links) und
Gerlinde Schermer mit dem Autor und Regisseur Yorgos Avgeropoulos.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Gesellschaft - Kein Kommentar / Kein Trackback

05. Dezember 2017 - 00:24Die Großen der Modefotografie

Neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung


Seit dem 1. Dezember zeigt die Helmut Newton Stiftung in der Jebensstraße 2 eine neue Ausstellung: „Guy Bourdin. Image Maker, Helmut Newton. A Gun for Hire, Angelo Marino. Another Story“.

Wiederum ist die Ausstellung dreiteilig und beleuchtet das Verhältnis zweier Fotografen zu Helmut Newton. Diesmal jedoch sind die Beziehungen zwischen den drei Fotografen eigenartig. Guy Bourdin und Helmut Newton sind in ihrem Schaffen vergleichbar. Sie haben in den gleichen Zeitschriften publiziert, bisweilen sogar in den gleichen Ausgaben. Sie haben sogar dasselbe Atelier genutzt, sich aber nie getroffen. Ihr Dialog vollzog sich über ihre Bilder, die in den Zeitschriften förmlich nebeneinander standen. Angelo Marino hat dagegen sehr eng mit Helmut Newton zusammengearbeitet. In Monte Carlo war er dessen Assistent. In „June’s Room“, dem Freunden und Wegbegleitern Helmut Newtons vorbehaltenen Separee, sind Schnappschüsse zu sehen, die Angelo Marino im Zug auf seinen Arbeitsweg von Cannes nach Monte Carlo mit dem Handy aufgenommen hat. Fotografisch haben sie kaum etwas mit dem Werk Helmut Newtons zu schaffen. Faszinierend ist jedoch sein fotografischer Blick auf die Mitreisenden und die vorbeiziehende Landschaft. Sie machen neugierig auf sein sonstiges Werk. Immerhin hat der ausgebildete Fotograf eigene Ausstellungen mit Titeln wie „The Art of Absolute Nude“, „Belle de jour“ oder „Cote Fenetre“ gehabt, die eine Wesensverwandtschaft mit Helmut Newton nahelegen.

Eröffnung der neuen Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung / Foto © Frank Wecker

Shelly Verthime, Kuratorin des Guy Bourdin Estates, Matthias Harder, Kurator der Helmut Newton Stiftung
und der Fotografieexperte Philippe Garner vor der Eröffnung der neuen Ausstellung.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

04. Dezember 2017 - 00:24Mehr Geld für Obdachlose

Senat erhöht Zuwendungen für Bahnhofsmission


Am Mittwoch, 29. November, hat der Senat beschlossen, der Mission am Bahnhof Zoo zusätzlich 200 000 Euro zur Verfügung zu stellen und zusätzlich auch das Hygieneprojekt um 100 000 Euro aufzustocken.

Aus Unkenntnis wird die Freude bei den Nutznießern begrenzt sein, dafür ist sie um so größer bei Missionsleiter Dieter Puhl, der dadurch auch den Kältebus länger fahrenlassen kann. Angesichts der bevorstehenden Kälte ist es eine dringend benötigte Hilfe. Wie in anderen Städten wächst die Zahl der Obdachlosen auch dadurch, daß mehr Verarmte aus dem osteuropäischen Raum nach Deutschland gelangen. Aber auch von Obdachlosen von Skandinavien bis Österreich wird die Bahnhofsmission aufgesucht. Anders als beispielsweise in Hamburg scheint der Berliner Senat dem mit weiterer Hilfe Rechnung zu tragen. Dieter Puhl ist für diese Haltung der Bahn, der Bundespolizei aber auch Berliner Politikern dankbar. „Besonderen Dank schulden die Obdachlosen solchen Politikerinnen wie Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) und der Abgeordneten Ülker Radziwill (SPD)“, sagt Dieter Puhl gegenüber dem Kiezwebteam.

Kerstin Milleder hilft als Praktikantin in der Bahnhofsmission. / Foto © Frank Wecker

Kerstin Milleder ist Praktikantin in der Bahnhofsmission.
Foto: Wecker
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29. November 2017 - 00:24Die Stunde der Gewalt

„Le Prophete“ an der Deutschen Oper


Es ist ein Abend der gewaltigen Stimmen. Die Soli und Duette von Clementine Margaine und Elena Tsallagova reißen das Publikum mit; den Tenor Gregory Kunde hinzugenommen, ist allein schon dieses Dreigestirn den ganzen über viereinhalb Stunden gehenden Abend in der Deutschen Oper wert. Der Tisch ist aber noch viel reicher gedeckt. Auch alle anderen Solisten in dieser Inszenierung von Giacomo Meyerbeers Oper „Le Prophete“ - unter anderem Derek Welton, Andrew Dickinson oder Seth Carcio - sind ebenfalls internationale Spitzenklasse. Mit dem großartigen Chor und dem Ballett steht ein Ensemble auf der Bühne, das ein musikalisches Fest zelebriert, das seinesgleichen sucht.


„Le Prophete“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Geführt von drei Predigern mit Andrew Dickinson als Jonas, Derek Welton als Zacharie,
Noel Boulay als Mathisen übernehmen die Bürger in Münster die Macht.
Foto: Wecker

All das könnte schon genügen, dieser Aufführung einen hervorragenden Platz in der Geschichte des Hauses an der Bismarckstraße zu sichern. Doch der musikalische Leiter Enrique Mazzola und Regisseur Olivier Py haben aus diesem ihnen zur Verfügung gestellten Potential eine Aufführung geformt, die das Zeug hat, in die Theatergeschichte einzugehen.

 

„Le Prophete“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Unter der Besetzung gehen Handel und Wandel weiter.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

25. November 2017 - 22:24Ein Gespenst geht um

Kindermusical im Theater am Kurfürstendamm


Welch ein Segen, daß es dieses Theater und den Autor Christian Berg gibt. Aus seiner Feder folgt ein Erfolgsmusical dem nächsten. Bis zum 27. Dezember ist im Theater am Kurfürstendamm sein Kindermusical „Das Gespenst von Canterville“ zu sehen.

 

„Das Gespenst von Canterville“ im Theater am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Die Diplomatenfamilie trifft auf Canterville ein: Foto: Wecker

 
Rund zwei Millionen Zuschauer besuchten in den vergangenen Jahren seine Musicals. Angesichts dessen, was andere Medien an Billigproduktionen über den Kindern ausschütten, ist das aber immer noch zu wenig. So bleibt zu hoffen, daß viele Familien in der Vorweihnachtszeit die Gelegenheit ergreifen, mit ihren Kindern bei viel Spaß und bester Unterhaltung die lebendige Kunst des Theaters zu erleben.

 

„Das Gespenst von Canterville“ im Theater am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Virgina (Henriette Schreiner) und das Gespenst (Mathias Kusche) vergnügen sich.
Foto: Wecker

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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

18. November 2017 - 23:38Nachschlag im Lutherjahr zu Nutz und Frommen unserer Lokalpolitiker*innen

Gleichzeitig ein gutgemeinter Wink, wie Politikern*innen ihr Image beim Volke aufhellen könnten

 
 
Ganz bestimmt betreten unsere Lokalpolitiker*innen dann und wann ein Gotteshaus – aber vermutlich eher was Angesagtes wie den Dom oder eine Kaiser Wilhelm I. sel. gewidmete Kirche oder Maria Regina Martyrum. Dabei würden sie zum Beispiel in der Nikolaikirche in Kremmen (Landkreis Oberhavel) auf etwas stoßen, was ihrem Leben einen ganz neuen Dreh geben und ihnen zugleich dabei helfen würde, in der Achtung der Bevölkerung aus der Nachbarschaft von Bankern, Fernsehmoderatoren und Offizieren ein Stück nach oben aufzusteigen: Sie würden dort nämlich Gebete für die Hosentasche ausgelegt finden, die speziell für Politiker*innen gedacht zu sein scheinen.

Eines der Gebete will dem/der Politiker*in bei der grundsätzlichen Orientierung in seinem/ihrem Alltagsgeschäft helfen:

  •  Herr, auch heute finden wieder viele Sitzungen und Besprechungen statt. Es wird beraten und geredet, vielleicht auch manches beschlossen, was wichtig ist. Sei du dabei, damit dein Wille geschehe und nichts passiert, was Menschen schadet. Amen.

Ein weiteres Gebet widmet sich dem Auftreten des/der Politikers*in gegenüber den vielen Menschen draußen im Lande und den unseligen Auswirkungen seines/ihres Handelns auf sie:

  • Herr, mir geht es so: Ich bin betroffen über meine Art, wie ich mit anderen Menschen umgehe, betroffen darüber, was ich anrichte, betroffen aber auch, weil ich es so gar nicht will. Sprich zu mir, heute, ich will darauf hören und mich danach richten. Amen.

Und schließlich dieses Gebet sollte jede*r Politiker*in vor jeglicher politischen Handlung sprechen:

  • Mein Herr und Gott, lass mich ein Segen sein – für andere. Amen.

(Hinweis für Atheisten, Agnostiker, Andersgläubige usw.: Es darf jederzeit die Anrede und die Bekräftigungsformel am Ende ausgetauscht werden, letztere z.B. durch „bestätige“.)

Zum Abschluß noch eine eindringliche Bitte an alle Ungewählten und Amtslosen für die Zeit, bis denn unsere Volksvertreter*innen obige Gebete sprechen und diese erhört werden:

  • Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute! (Paulusbrief an die Römer, Kapitel 12, Vers 21)

MichaelR

Gebete für die Hosentasche

 

MichaelR - Gastautoren, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

11. November 2017 - 22:24Appell für den Frieden

Friedensbewegung ruft zu Abrüstung auf


„Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz“, stellte Bert Brecht sieben Jahre nach dem Kriegsende nüchtern fest.

Das einsetzende „Wirtschaftswunder“ hatte die nur wenige Jahre zuvor kursierenden geflügelten Worte „Lieber ein Leben lang trocken Brot essen, als noch einmal Krieg“ vergessen lassen. Das erlaubte, die Weichen Richtung Wiederbewaffnung umzulegen. Wer nicht ganz so geschichtsvergessen war, lief Gefahr, von der Polizei erschossen zu werden. So erging es in jenem Jahr Philipp Müller bei einer Demo gegen die Wiederbewaffnung. Als die Friedensbewegung über 500 000 Unterschriften gegen die Wiederbewaffnung beschaffte, wurden Volksbefragungen kurzerhand verboten. Die demokratischen „Volksparteien“ von CDU, CSU, SPD und FDP untersagten ihren Mitgliedern eine Mitwirkung in der von Gustav Heinemann gegründeten „Notgemeinschaft für den Frieden“.

Wie Hamburg zeigt, sind Demonstrationen für den Frieden bis heute gefährlich. Erneut vertrauen die Kriegspolitiker mittels massivem Druck und relativem Wohlstand auf das kurze Gedächtnis der Bürger.

 
Immer offener wird die Kriegsmaschine geschmiert. Es gilt, den Russen endlich einzubleuen, daß die Ukraine samt Krim ebenso wie das gesamte Baltikum deutsches Einflußgebiet ist, eine Lektion, die diesen sturen Betonköpfen schon Feldmarschall Manstein erteilen wollte, nur ist der damals gescheitert. Das könnte heute anders aussehen, denn die bewegenden Probleme sind anscheinend, wieviel Ausländer ins Land gelassen werden dürfen, welche Autoantriebe das Ansteigen des Meeresspiegels verhindern können und ob Atomkraftwerke sicher sind. Unter hohem Aufwand von ingenieurtechnischer Intelligenz sind letztere immerhin so konstruiert worden, daß von ihnen möglichst keine Gefahr ausgeht, im Gegensatz zu den in Büchel bereitgehaltenen Atomwaffen, die extra dafür geschaffen wurden, um soviel Menschen wie möglich töten zu können. Bedauerlicherweise meint die Bundesregierung mit dem Atomausstieg nicht die Abschaffung der Atomwaffen, sondern die der Kernkraftwerke. Trotz Büchel sind die Atomwaffen für ein Land, das künftig in der ganzen Welt „Verantwortung“ wahrnehmen will, noch nicht greifbar. Vielleicht geht es mittels einer europäischen Armee unter deutscher Führung? Der erste Versuch mit ungarischen, rumänischen, französischen, spanischen, lettischen, litauischen und ukrainischen Großverbänden und SS-Divisionen wäre ja fast gelungen, wenn die Russen nicht aus Fernost Armeen hätten abziehen können. Damit das nicht wieder geschieht, heißt es, Brandherde an allen Enden der Welt schwelen zu lassen.

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FW - Gastautoren, Gesellschaft - ein Kommentar / Kein Trackback

07. November 2017 - 22:38Erneute Ehrung für Manzel und Matthes

Berliner Theaterclub vergab den „Goldenen Vorhang“


Vor etwa einem Jahr berichteten wir an dieser Stelle, daß Dagmar Manzel und Ulrich Matthes von der mitgliederstärksten Besucherorganisation der Berliner Theater, dem Berliner Theaterclub, mit der Iffland-Medaille ausgezeichnet wurden.

Dagmar Manzel und Ulrich Matthes wurde der „Goldene Vorhang“ verliehen / Foto © Frank Wecker

Dagmar Manzel und Ulrich Matthes wurde der „Goldene Vorhang“ verliehen.
Foto: Wecker 

Mit der Goldenen-Iffland-Medaille ehrt der Vorstand des Klubs Persönlichkeiten, die sich in hervorragender Weise um das Berliner Theaterleben verdient gemacht haben. Bei der vorjährigen Preisverleihung hat Klubpräsident Otfried Laur, wie er jetzt eingestanden hat, auch mit dem Gedanken gespielt, daß diese beiden herausragenden Schauspieler eine hohe Auszeichnung durch die Theaterbesucher verdient hätten und es womöglich mit der Verleihung des ebenfalls vom Klub vergebenen „Goldenen Vorhang“ nicht klappen könnte, denn über dessen Vergabe wird in einem Wahlverfahren direkt von den Mitgliedern des Theaterclubs entschieden. Da hatte sich der Präsident trotz seiner 50jährigen Erfahrung geirrt. Alter schützt vor Irrtum nicht, und so stand er mit seiner Frau Reni in diesem Jahr erneut auf der Bühne des Deutschen Theaters, um den beiden Schauspielern diesmal den „Goldenen Vorhang“ zu überreichen. Die Abstimmung der Besucher hatte ergeben, daß bei den weiblichen Schauspielern Dagmar Manzel vor Katharine Mehrling, Angelika Milster, Anna Thalbach und Anita Kupsch gewählt wurde und bei den Männern Ulrich Matthes vor Achim Wolff, Walter Plathe, Walter Kreye und Herbert Herrmann.

Dagmar Manzel und Ulrich Matthes mit Laudator Alexander Khuon bei der Preisverleihung / Foto © Frank Wecker

Dagmar Manzel und Ulrich Matthes mit Laudator Alexander Khuon.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

03. November 2017 - 00:24Montagsmaler stellen aus

Neue Ausstellung im Mieterclub

Die Montagsmaler(innen) treffen sich seit Oktober 2011 in der Neuen Christstr. 8 im Klausenerplatz-Kiez. Eine kleine Auswahl der Ergebnisse könnt Ihr nun in unserer zweiten Ausstellung sehen. Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit dem Mieterbeirat Klausenerplatz und der Gewobag. Die Tür steht immer montags ab 17:00 Uhr für alle offen.

 

„Montagsmaler“ im Mieterclub

 
Wir laden Euch alle herzlich zur Ausstellungseröffnung ein.
Montag, 6. November 2017 ab 17:00 Uhr
im Mieterclub
Neue Christstraße 8, 14059 Berlin-Charlottenburg

Die Ausstellung wird bis zum 11. Dezember 2017 gezeigt.
Öffnungszeiten montags von 17:00 bis ca. 20:00 Uhr

 
Hier folgt eine kleine Auswahl unserer Werke:

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Johanna A. - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

03. November 2017 - 00:04Abendschau am Olivaer Platz – Sonnabend um 19.30 auf rbb


Am Mittwoch um 11 Uhr war die Abendschau auf dem Olivaer Platz. Trotz Nieselregens und kurzfristigen Termins hatten sich an die vierzig Personen versammelt. Vor Ort befragte der rbb die Bürgerinitiative sowie Vertreter von CDU und FDP; BzStR Schruoffeneger hatte sich schon vorher im Büro interviewen lassen.

rbb-Interview auf dem Oliver Platz / Foto © Holger Jost

rbb-Abendschau am 1. November 2017 auf dem Oliver Platz

 
Die Bürgerinitiative wies bei der Gelegenheit erneut auf die geplante „irrsinnige Vernichtung der vorhandenen Biomasse“ hin. Konkret heißt das: Laut Bebauungsplan 4-42 vom Juni 2016 gibt es im Parkinneren 102 Bäume und am Straßenrand 40; davon sollen gemäß Bezirksamtsaushang von 2017 jetzt insgesamt 63 Bäume gefällt werden, was nach der Logik des angepeilten „Metropolenparks“ eigentlich nur heißen kann: 63 Bäume aus dem Parkinneren, denn wie sollte dort sonst Platz für die Wiese entstehen? Wenn sich das bestätigt, blieben also 39 Bäume im Parkinneren (in der zweiten Reihe hinter den Straßenbäumen?) stehen, dazu die 40 Bäume am Straßenrand. Und was die angekündigten 75 Neupflanzungen betrifft: „Es werden 75 Bäume neu gepflanzt, wobei auch die straßenbegleitenden Baumreihen aller umgebenden Straßen [!] vervollständigt werden." (Bebauungsplan 4-42) Oder in anderen Worten: Die 75 Neuanpflanzungen kommen also nur zu einem Teil dem Olivaer Platz selbst zugute (und werden sich vermutlich auf die „Straßenbegleitung“ beschränken).

 
Aushang auf dem Olivaer Platz / Foto © Holger Jost

Aushang auf dem Olivaer Platz / Foto © Holger Jost

Aushänge von Bürgern auf dem Olivaer Platz

 
Allein schon diese beiden Auszüge aus Bebauungsplan und Bezirksamtsaushang zeigen, wie sehr dem Bezirksamt daran zu liegen scheint, die Bürger über die sie betreffenden Vorgänge im unklaren zu lassen.

MichaelR / Fotos: Holger Jost
 

Sonnabend (4.11.), 19.30 Uhr im rbb: die Abendschau am Olivaer Platz!

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30. Oktober 2017 - 00:24Anklage in Bildern

Hans-Georg Kohler ist wieder bei Carlos Hulsch


Vernissagen sind in der Galerie von Carlos Hulsch immer ein Ereignis. Seine jüngste mit neuen Werken von Hans-Georg Kohler zum Thema „Asyl“ gehört gewiß zu den bewegendsten. Nach den Begrüßungsworten stimmte er für seinen Galeristen den Bob Dylan Song „Forever young“ an. Berührend war dabei weniger das sängerische Talent als vielmehr die tiefe Verneigung vor seinem Förderer Carlos Hulsch.

Hans-Georg Kohler in der Galerie von Carlos Hulsch / Foto © Frank Wecker

Hans-Georg Kohler vor dem Bild „Vergebung“. Foto: Wecker 
 

Der stellt nunmehr zum fünften Male Bilder von dem in Oslo und Berlin lebenden Künstler aus. Kontinuität zeigt sich nicht nur in der künstlerischen Handschrift, sondern auch in der Provokanz seiner Werke. Das Thema dieser Ausstellung lautet „Asyl“. Sie ist ihm so wichtig, daß er, was für bildende Künstler nicht üblich ist, bei der Vernissage selbst den gedanklichen Hintergrund dieser Arbeiten erläuterte. Ein Gedanke, der Hans-Georg Kohler während des Schaffens bewegte, ist das Problem der Integrationswilligkeit. Bei dem Blick aus deutscher Sicht auf die Geschichte der Emigration sind ihm einige Paradoxa aufgefallen. So wurde Nordamerika auch von etwa 5,5 Millionen Deutschen Auswanderern besiedelt, die jedoch keinerlei Spuren von Integrationsbemühungen in die dort bestehende indianische Kultur hinterließen. Um so mehr finden sich jedoch bis heute Zeugnisse, daß diese Ankömmlinge aus Deutschland, die zumeist aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen hatten und in Amerika reich werden wollten, den Indianern sogar mit Gewalt ihre Kultur übergestülpt haben. Andererseits stießen politische Flüchtlinge aus Deutschland im arabischen Raum auf eine ausgesprochene Willkommenskultur. Das betraf nach 1945 zahlreiche Kriegsverbrecher, die als Militärspezialisten in Syrien hofiert wurden. Der Künstler wundert sich nun coram publico, daß diese kulturellen Leistungen ganz unterschiedlich gewürdigt werden. Während die deutsche Kulturleistung in den USA bis heute unter anderem mit einer nach Bismarck genannten Stadt anerkannt wird, ist angesichts der vielen syrischen Flüchtlinge in Deutschland dort bis heute niemand auf die Idee gekommen, eine deutsche Stadt nach „Aleppo“ zu benennen.

Hans-Georg Kohler mit seiner Ausstellung „Asyl“ in der Galerie von Carlos Hulsch / Foto © Frank Wecker

Hans-Georg Kohler vor einem Zyklus sechs gleichformatiger Bilder zum Thema „Asyl“.
Foto: Wecker
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27. Oktober 2017 - 00:24BzStR Schruoffeneger (Grünpartei): Darf es noch ein bißchen mehr bei der Grünvernichtung am Olivaer Platz sein?



Vor wenigen Tagen hat der Stadtrat einen neuen Plan, wie er aus dem Olivaer Platz einen „Metropolenplatz“ machen will, in den Glaskasten am Platz gehängt. Demnach will er von (noch) 139 Bäumen insgesamt 63 fällen, was bedeutet, daß er 76 ausgewachsene Bäume aus den 1960er Jahren übriglassen will.
Nur wer noch den 2016 ausgehängten „überarbeiteten Konsensplan“ hat, wird sich wundern: Vor einem Jahr waren doch 93 Bäume vom Fällen ausgenommen?! Was ist denn mit den 17 Bäumen geschehen, die da plötzlich fehlen?
Die Antwort weiß wohl nur der Stadtrat, der sich hier als enormer Taschenspieler erweist, sind die Bäume doch immerhin um die 50 Jahre alt.

 

Olivaer Platz mit alten Bäumen

Zwei der 50jährigen Bäume auf dem Olivaer Platz

 
BzStR Schruoffeneger, der bereits mit 16 Jahren den ersten Schritt auf dem Weg zum Berufspolitiker machte, funktioniert offensichtlich gut, wenn es darum geht, die Umgestaltung von Kurfüstendamm und Umgebung im Interesse von Investoren voranzubringen – auch wenn dabei immer mal wieder die Information oder gar Einbeziehung der Öffentlichkeit oder auch der Erhalt von Grün flöten geht. Und auch Pikantes scheut er dabei nicht, denn immerhin war doch bisher der „Konsensplan“ das Mittel, mit dem man die Befürworter einer schonenden Sanierung in die Schranken zu weisen versuchte, indem man ihnen vorwarf, gegen den 2015 an einem Runden Tisch* gefundenen „Konsens“ zu verstoßen. Na ja, wie's gerade paßt ...

Also, Herr Stadtrat, nun erklären Sie doch bitte mal der Öffentlichkeit, warum Sie klammheimlich Ihren eigenen Konsens über den Haufen werfen? Gab es denn wieder einen dieser Sachzwänge, mit denen Sie schon so manche bürgerfeindliche Aktion** seit Ihrem Dienstantritt erklärt haben?

MichaelR


* Die Befürworter des „Metropolenplatzes“ hatten damals mit der Zusammensetzung des Runden Tisches von Anfang an ihre Mehrheit sichergestellt: 14 Politiker bzw. ihnen nahestehende Vertreter, die per se für den Umbau eintraten (Bezirksamt, Verwaltung, Fraktionen, Kinder- und Jugendparlament, Förderkreis) gegen 9 sonstige Vertreter.

** Berliner Woche vom 09.10.2017 - „Neubau "Am Hochmeisterplatz": Gremium kritisiert Informationspolitik


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08. Oktober 2017 - 21:34SOS-Foto des Jahres 2017 gekürt

Ausstellung der preisgekrönten Fotos bei SOS Kinderdörfer weltweit


Im vom Sturm durchpeitschten Berlin fand am Donnerstag, 5. Oktober, im Berliner Büro der Hilfsorganisation „SOS-Kinderdörfer weltweit“ in der Gierkezeile 38 die Preisverleihung des internationalen Fotowettbewerbs 2017 der SOS-Kinderdörfer statt. Gewinner ist der australische Fotograf Conor Ashleigh. Sein Foto zeigt zwei Brüder, die sich innig umarmen. Das Berührende liegt in der Geschichte, die sich um die Geschwister rankt. Der Preisträger erläutert: „Die beiden Kinder aus der Zentralafrikanischen Republik hatten im Bürgerkrieg Schlimmes erlebt. Drei Monate vor meinem Besuch war das SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt Bangui von Rebellen geplündert worden. Dennoch erlebte ich eine starke Gemeinschaft, mit verlässlichen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern, Innigkeit unter Geschwistern“.

Präsentation der preisgekrönten Fotos bei SOS Kinderdörfer weltweit in der Charlottenburger Gierkezeile / Foto © Frank May

SOS-Vorstand Petra Horn und Arndt Bessing, Geschäftsführer der CEWE-PRINT.de,
zeigen das SOS-Foto des Jahres 2017 von Conor Ashleigh. Foto: Frank May

 
Das Siegerbild ging aus einer Internetabstimmung hervor. 36 Bilder kamen in die Endauswahl, aus der eine Fachjury, der mit Daniel Etter und Michael Dalder auch zwei Pulitzer-Preisträger angehörten, die Preisträger für 2017 ermittelte. Diese Fotos sind ab Montag, 9. Oktober, in der Gierkezeile 38 zu sehen. Zugleich werden dort auch Postkartenentwürfe zu den Themen Danksagung, Weihnachten und Geburtstag ausgestellt, die aus einem Wettbewerb des Foto-Unternehmens CEWE-PRINT hervorgingen. Die besten zwölf Entwürfe werden exklusiv als SOS-Design-Edition im SOS-Kartenshop verkauft.
Das Berliner Büro von SOS Kinderdörfer weltweit ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Frank Wecker

 

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