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08. Oktober 2017 - 21:34SOS-Foto des Jahres 2017 gekürt

Ausstellung der preisgekrönten Fotos bei SOS Kinderdörfer weltweit


Im vom Sturm durchpeitschten Berlin fand am Donnerstag, 5. Oktober, im Berliner Büro der Hilfsorganisation „SOS-Kinderdörfer weltweit“ in der Gierkezeile 38 die Preisverleihung des internationalen Fotowettbewerbs 2017 der SOS-Kinderdörfer statt. Gewinner ist der australische Fotograf Conor Ashleigh. Sein Foto zeigt zwei Brüder, die sich innig umarmen. Das Berührende liegt in der Geschichte, die sich um die Geschwister rankt. Der Preisträger erläutert: „Die beiden Kinder aus der Zentralafrikanischen Republik hatten im Bürgerkrieg Schlimmes erlebt. Drei Monate vor meinem Besuch war das SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt Bangui von Rebellen geplündert worden. Dennoch erlebte ich eine starke Gemeinschaft, mit verlässlichen Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern, Innigkeit unter Geschwistern“.

Präsentation der preisgekrönten Fotos bei SOS Kinderdörfer weltweit in der Charlottenburger Gierkezeile / Foto © Frank May

SOS-Vorstand Petra Horn und Arndt Bessing, Geschäftsführer der CEWE-PRINT.de,
zeigen das SOS-Foto des Jahres 2017 von Conor Ashleigh. Foto: Frank May

 
Das Siegerbild ging aus einer Internetabstimmung hervor. 36 Bilder kamen in die Endauswahl, aus der eine Fachjury, der mit Daniel Etter und Michael Dalder auch zwei Pulitzer-Preisträger angehörten, die Preisträger für 2017 ermittelte. Diese Fotos sind ab Montag, 9. Oktober, in der Gierkezeile 38 zu sehen. Zugleich werden dort auch Postkartenentwürfe zu den Themen Danksagung, Weihnachten und Geburtstag ausgestellt, die aus einem Wettbewerb des Foto-Unternehmens CEWE-PRINT hervorgingen. Die besten zwölf Entwürfe werden exklusiv als SOS-Design-Edition im SOS-Kartenshop verkauft.
Das Berliner Büro von SOS Kinderdörfer weltweit ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

07. Oktober 2017 - 22:24Uraufführung an der Deutschen Oper

Aribert Reimann vertont Maurice Maeterlinck


Das Leben läuft in seinem festgefügten und scheinbar unerschütterlichen Gang dahin; doch unvermittelt gerät die heile Welt aus den Fugen.

Das ist eine Erfahrung, die ganze Nationen durchmachen, wenn es plötzlich wie aus heiterem Himmel Bomben regnet, und es ratsam ist, fluchtartig friedlichere Gefilde aufzusuchen. Aber auch dort leben Menschen, die vor solchem Schicksal nicht gefeit sind, was sie sich aber kaum vorstellen können.

Ein Meister, der solche Ahnungen bevorstehender Umbrüche literarisch zu verarbeiten vermag, ist der Literaturnobelpreisträger Maurice Maeterlinck. Aber erst vermittels der Musik vermögen sich seine Worte und Geschichten dauerhaft in den stets lebendigen Schatz der Bühnenpräsenz einzuschreiben. Das gelang Komponisten wie Arnold Schönberg und Jean Sibelius, am erfolgreichsten jedoch Claude Debussy, der aus Maeterlincks Märchenstück „Pelias et Melisande“ eine Oper schuf, die bis heute zum Standardrepertoire gehört.

Nunmehr widmet sich der Berliner Komponist Aribert Reimann diesem Dichter. Am 8. Oktober wird an der Deutschen Oper sein Werk „L’Invisible“ uraufgeführt. Diese „Trilogie lyrique“ greift auf Maeterlincks frühe Einakter „Der Eindringling“, „Interieur“ und der „Tod des Tintagiles“ zurück, die zwischen 1890 und 1895, also fast gleichzeitig mit „Pelias et Melisande“ (1892) entstanden.

 

„L’Invisible“ - Uraufführung an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Als ungesehener Gast sitzt der Tod bereits mit am Familientisch: Seth Carico als Vater, Thomas Blondelle
als Onkel, Rachel Harnisch als Mutter und Stephen Bronk als Großvater. Foto: Wecker
 
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

28. September 2017 - 23:4250 Jahre Berliner Theaterclub

Jubiläumsgala in der Deutschen Oper


Es könnte einer der bedeutsamsten Theaterabende Berlins gewesen sein, der am späten Nachmittag des Wahlsonntages, 24. September, über die Bühne der Deutschen Oper ging. Der Berliner Theaterclub feierte, wie bereits zuvor an dieser Stelle angekündigt, seinen 50. Geburtstag.

Bedeutsam war der Abend allein schon angesichts der Künstler der Spitzenklasse, die auf der Bühne auftraten. Sie wurden noch an Zahl von jenen Künstlern übertroffen, die im voll besetzten Zuschauerraum saßen. Zu Letzteren zählten unter anderem Autoren wie Horst Pillau und Klaus-Peter Grap, Schauspieler wie Dieter Hallervorden und Achim Wolf.

 

50 Jahre Berliner Theaterclub - Jubiläumsgala in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Andrej Hermlin stellte beim Auftritt seines Swing Dance Orchestra dem Berliner Theaterpublikum
seinen Sohn David als Sänger des Orchester vor. Foto: Wecker 

 
Den ersten Teil der Gala bestritt die Deutsche Oper mit Weltstars wie Generalmusikdirektor Donald Runnicles, Vasilisa Berzhanskaya, Jana Kurucova, Meechot Marrero, Ronnita Miller, Thomas Blondelle, Noel Bouley oder Robert Watson. Intendant Dietmar Schwarz unterstrich die Leistungsfähigkeit seines Ensembles mit der Dreifachbesetzung der Soubrettenpartie „Adele“ aus Strauss‘ „Fledermaus“ in einem Auftritt. Solch Eitelkeit kann leicht zu Kürzungen im Etat führen, zumal der Kultursenator zu diesem Zeitpunkt noch anwesend war. Mit dieser Leistung unterstrich das Haus, daß Intendant und Generalmusikdirektor die Auszeichnung mit der „Goldene Iffland-Medaille“, die vom Theaterclub an herausragende Künstler des Berliner Theaterlebens verliehen wird, verdient haben. In der Begründung heißt es: „Mit ihrer mutigen Programmgestaltung haben Dietmar Schwarz und Donald Runnicles in den letzten Jahren eine der markantesten Akzente in der Kulturszene gesetzt. Die Reihe der Uraufführungen, aber auch die Zyklen, die den Werken Benjamin Brittens und Giacomo Meyerbeers gewidmet waren, stehen für eine Vielfalt von Musiktheater auf künstlerisch höchstem Niveau.“

 

Ehrung zum Jubiläum 50 Jahre Berliner Theaterclub für Reni und Otfried Laur / Foto © Frank Wecker

Das Ehepaar Reni und Otfried Laur ist von der Ehrung seitens
der Künstler und Theaterbesucher gerührt. Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

27. September 2017 - 00:24Kann der Kant-Garagenpalast nicht nur als Gebäude, sondern auch als Baudenkmal erhalten werden?


Einladung zur Podiumsdiskussion Zukunft der Kantgaragen am Do., 28. September um 19.30 im Bücherbogen am Savignyplatz – Stadtbahnbogen 593 (Teilnehmer u.a. Dirk Gädeke/Gädeke & Sons und René Hartmann) 


Der Verfasser des folgenden Artikels promovierte an der Technischen Universität Berlin über das Thema „Architektur für Automobile – Hochgaragen und Parkhäuser in Deutschland. Eine Auto[mobil]-Vision im 20. Jahrhundert". Seit 2014 setzt er sich in der Initiative zur Rettung des Kant-Garagenpalasts für den denkmalgerechten Erhalt des Gebäudes ein.

 

 

Vor 100 Jahren wurde das staatliche bauhaus in Weimar gegründet. 2019 wird dieses Jubiläum weltweit mit Interesse verfolgt werden. Dabei werden vor allem die in Deutschland noch erhaltenen baulichen Zeugnisse der klassischen Moderne, also des Neuen Bauens, größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Der Kant-Garagenpalast in Berlin gehört zum Kanon der herausragenden Bauten der klassischen Moderne. Als bedeutendste und einzige authentisch erhaltene Hochgarage des Neuen Bauens ist der Kant-Garagenpalast von Zweigenthal, Paulick, Lohmüller, Korschelt und Renker ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Die Hochgarage zählt zum Kanon der Ikonen des Neuen Bauens, ist also in einem Atemzug mit dem Bauhaus in Dessau (Gropius), dem Haus Schminke in Löbau (Scharoun), dem Doppelhaus der Weißenhofsiedlung (Le Corbusier) und der ADGB-Bundesschule in Bernau (Meyer) zu nennen. Wie diese Bauten, wird auch der Kant-Garagenpalast im Umfeld des bauhaus-Jubiläums wieder in vielen Publikationen besprochen und beschrieben werden.
Der Kant-Garagenpalast muss schon aus diesem Grund mit der gleichen Sorgfalt behandelt werden, die auch den anderen Ikonen der klassischen Moderne in Deutschland zuteilwird.
Ein weiterer Grund liegt in seiner Bedeutung für die Bauaufgabe Hochgarage. Von 1907 bis 1951 wurden in Deutschland nur 24 Hochgaragen gebaut. Hiervon sind bis heute lediglich 14 erhalten geblieben. 10 davon wurden bereits umgenutzt. Nur 4 werden noch zum Einstellen von Autos verwendet. Der Kant-Garagenpalast ist die einzige Hochgarage Deutschlands, die baulich nahezu unverändert erhalten blieb. Sie ist die einzige Hochgarage des Neuen Bauens in Berlin und Brandenburg und sie ist die älteste und einzige Hochgarage mit Wendelrampe und Vorhangfassade in ganz Europa. Der Kant-Garagenpalast ist ein Baudenkmal von internationalem Rang.

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R. Hartmann - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

24. September 2017 - 00:24Walter Trautschold – Zeichner, Karikaturist, Illustrator, Maler, Bühnenbildner



Der Zeichner, Karikaturist, Illustrator, Maler und Bühnenbildner Walter Trautschold wurde am 20. Februar 1902 in Berlin geboren und starb dort am 22. April 1969. Zu Lebzeiten war er weniger bekannt als sein Vater Gustav (1871-1944/Luftangriff), ein seinerzeit berühmter Schauspieler und Regisseur, und seine Schwester Ilse (1906-1991), ebenfalls Schauspielerin (u.a. in dem Film „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ von 1929) und seit 1948 als „die schlagfertige Berlinerin“ Mitglied von Günter Neumanns „Insulanern“. Die zeichnerische Qualität der Arbeiten von Walter Trautschold in der Sammlung R.N. hat mich veranlaßt, ihn der Öffentlichkeit näherzubringen, auch wenn man bislang nur wenig über sein Leben weiß.

 

Walter Trautschold (Selbstportrait, 1924)

Abb. 1 - Walter Trautschold im Alter von 22 Jahren (Selbstportrait, 1924)
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MichaelR - Gastautoren, Kunst und Kultur - ein Kommentar / Kein Trackback

17. September 2017 - 00:02Olivaer Platz einst, jetzt – und demnächst?


Dank Histomap (1) kann man erkennen, wie am Olivaer Platz und in seiner unmittelbaren Umgebung – wie vielerorts (2) – in den 60er (und 70er) Jahren durch die Umgestaltung Westberlins zur „autogerechten Stadt“ die Kriegszerstörungen noch getoppt wurden. Vergleichen Sie dazu die Karten von 1931, 1959 und 1961 bzw. 1963. Wird es ab November 2017 nun eine erneute Zerstörung der Grünanlage geben, oder steht vielmehr endlich eine zeitgemäße Erneuerung bevor – ab 2009 vorbereitet durch BzStR Schulte (SPD) und am 2.8.2017 eingeleitet durch den symbolischen (3) (und daher ohne Spaten vollzogenen) „ersten Spatenstich“ des BzStR Schruoffeneger (Grünpartei)? 

Gang über den Olivaer Platz

Ein Gang über den Olivaer Platz lohnt sich aus zwei Gründen: Zum einen kann man sehen, wie 1961 eine Grünanlage gestaltet wurde, die durch den Ausbau der Lietzenburger Straße nicht nur einen erheblichen Teil ihrer Fläche verlor, sondern eine starkbefahrene Hauptverkehrsstraße dazu„gewann“ und nun mit deren Lärm und Gestank zurechtkommen mußte (außerdem wurde in östlicher Verlängerung ein vormaliges Wohnkarree einbezogen, das nun dem ruhenden Verkehr dienen sollte). Anstelle des nur am Rande begehbaren Schmuckgartens von 1914

Olivaer Platz 1914 / Bildquelle Wikipedia

Abb. 1 - Olivaer Platz 1914

entstand ein vielgestaltiger Park auf mehreren Ebenen und mit abgeteilten Bereichen, mit Mauern, Bänken, Hochbeeten, Springbrunnen, Pergolen und einem überwiegend von Bäumen verdeckten Parkplatz.
Andererseits kann man bei dem Rundgang sehen, was passiert, wenn man solch eine Grünfläche jahr(zehnt)elang verkommen läßt: lieblos-billig ausgebesserte holprige Wege, ein 1970 letztmalig sanierter Spielplatz, beschmierte Mauern, schadhafte Bänke und Beeteinfassungen, ein seit Jahren fehlendes Toilettenhäuschen mit den entsprechenden Folgen im Gebüsch uvm.

 
Olivaer Platz (2017)

Olivaer Platz (2017)

Abb. 2 und 3 – Verfall am Olivaer Platz 2017

 
Unzählige Schulen und die neuerdings bekanntgewordenen über 1000 abrißreifen Eisenbahnbrücken und vieles mehr – darunter diese Grünanlage – weisen darauf hin: Dieser Staat und folglich die ihn tragenden Parteien lassen das ihnen anvertraute Volksvermögen geradezu verfallen. Ist es da nicht wunderbar, daß das von SPD und Grünpartei mehrheitlich gebildete Bezirksamt hier am Olivaer Platz nun endlich zupacken will? Warum stellt sich seinen Plänen seit August 2014 die Bürgerinitiative Olivaer Platz entgegen? Und warum gibt es seit Oktober 2014 einen Förderkreis Olivaer Platz, der sich seinerseits der Bürgerinitiative entgegenstellt und die Bezirksamtspläne unterstützt?

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MichaelR - Gastautoren, Politik - zwei Kommentare / Kein Trackback

11. September 2017 - 00:02Fake News im Europacenter

Neues Programm der Stachelschweine

Das Niveau politisch ambitionierten Kabaretts läßt sich daran messen, wie sich Witzeleien über die Frisur der Kanzlerin, zur Kritik an ihrer Leistung bei der Lösung lebenswichtiger Fragen der Gesellschaft verhalten.

Schon der Titel des neuen Programms des Kabaretts „Die Stachelschweine“ im Europacenter „Die alternative Wahrheit“ läßt hoffen, daß die Meßlatte hoch liegt. Diese Hoffnung wird nicht enttäuscht, wenngleich auch die Stimmung im Saal gelegentlich mit oberflächlichen Witzeleien gehoben wird. Letztlich hat das Programm hinreichend Tiefe, um vor der Bundestagswahl das Nachdenken zu befördern. Es ist aber dennoch zu befürchten, daß dies kaum einen maßbaren Effekt haben wird und damit das Programm auch nach der Wahl so aktuell wie zuvor bleiben wird.

Neben erheiternden Szenen über den ausufernden feministischen Sprachulk, die Helikoptereltern, Handysucht der Jugend, laxen Umgang mit der Jugendkriminalität, den leidigen Flughafen BER und die bornierten Verkehrsambitionen des Senats, bleibt angesichts der atomaren Erschütterungen der Erde in Ostasien, der Kriegstänze der Bundeswehr an der russischen Grenze und Mieterverdrängung hinreichend Raum, um auch die existentiellen Bedrohungen zu verhandeln. Mit dem Fingerzeig, daß alle Kriege der jüngsten Zeit mit Fake News begonnen wurden, sind die Stachelschweine dem Anspruch und dem Programmtitel am nahesten. Der Abend gewinnt an Fahrt, wenn die drei Darsteller in rasantem Tempo unterschiedliche Charaktere, so wie sie dem Besucher oben auf dem Breitscheidplatz begegnen können, mit ihren Auffassungen zu den Flüchtlingen karikieren. Die Darsteller können aber auch Charaktere vertiefen. Einen Glanzpunkt solchen Könnens liefert Kristin Wolf, wenn sie in der Figur einer türkischen Demonstrantin die innere Zerrissenheit einer Frau zwischen Gehorsam und Kritik über die Rampe bringt. In dieser komisch-satirischen Szene tritt sie dazu noch in einer islamgerechten Kostümierung auf, die körperlichen Ausdrucksformen nur wenig Spielraum läßt.

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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

07. September 2017 - 00:02Die Beseitigung der Gaslaternen schreitet voran



Am 1. September gab es am späten Nachmittag einen Stromausfall – ein bißchen lästig, aber nach einer ½ Stunde wieder vorbei. Auch im letzten Herbst gab es einen Stromausfall, damals nachts und stundenlang – und wunderschön: Es brannten nämlich nur noch die Gaslaternen und beleuchteten mit ihrem warmen Licht die Straßen. Viele Menschen strömten vor die Tür, um das zu erleben.
Das wird bald das letzte Mal gewesen sein – der ehemalige Senator und besessene Gasbeleuchtungsgegner Müller aus dem Wowereit'schen SPD-CDU-Senat läßt als jetziger Leiter eines SPD-Linkspartei-Grünpartei-Senats ihre Beseitigung fortführen, die er 2012 begonnen hatte. Daher wird es ab einem der nächsten Stromausfälle nachts überall dunkel sein.

 
Umrüstung von Gasleuchten auf LED - Aushänge der „Arbeitsgemeinschaft 'Neues Licht für Berlin'“

Umrüstung von Gasleuchten auf LED - Aushänge der „Arbeitsgemeinschaft 'Neues Licht für Berlin'“

Aushänge der „Arbeitsgemeinschaft 'Neues Licht für Berlin'“
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MichaelR - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

05. September 2017 - 22:54Der Künstler und seine Stadt

Berlin würdigt 80. Geburtstag von Matthias Koeppel


Berlin und die Flucht scheinen die hauptsächlichen Sujets zu sein, die den Berliner Künstler Matthias Koeppel bewegen. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die Werkschau, die Kuratorin Dr. Sabine Meister vom Charlottenburg-Wilmersdorfer Kunstamt vermittelt.

Matthias Koeppel vor seinem Selbstporträt / Foto © Frank Wecker

Matthias Koeppel und sein Selbstporträt. Foto: Wecker 

 
Sabine Meister kuratiert zwei Ausstellungen, mit denen der 80. Geburtstag des Malers, Dichters, Grafikers und Fotografen Matthias Koeppel gewürdigt wird. Das ist einmal die bereits in der Kommunalen Galerie am Hohenzollerndamm 176 eröffnete Ausstellung „Experiment und Methode“. Hier werden Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Zeichnung, Grafik, Poesie und Malerei vorgestellt. In der Galerie „Alte Kaserne“ auf der Spandauer Zitadelle wird am 7. September um 19 Uhr die Ausstellung „Der Maler ist im Bild“ eröffnet. Während in Spandau Malerei aus den Jahren 1954 bis 2017 gezeigt wird, läßt sich in Wilmersdorf an Hand unterschiedlicher Arbeitsfelder der Schaffensprozeß von Matthias Koeppel nachvollziehen.

Matthias Koeppel „Neavenezia“ (2016/2017) / Repro © Frank Wecker

Erstmals gezeigt „Neavenezia“; 2016 / 2017. Repro: Wecker
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31. August 2017 - 00:02Miet- und Wohnungspolitik im Bundestagswahlkampf


Das Verhältnis von Mietern und Vermietern wird ganz wesentlich durch Bundesrecht bestimmt. Wesentliche Regelungen, die im Alltag die Verdrängung von Mietern begünstigen, die dem finanziellen Druck nicht standhalten können, sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Hierzu gehören etwa die unzureichende Mietbegrenzung bei Neuvermietung, das Reglement der Mieterhöhungen bei Bestandsmietverhältnissen, und die Möglichkeit der Vermieter, Investitionen in eine Wohnwertverbesserung mit 11% des Kapitaleinsatzes dauerhaft auf die Mieter umzulegen.

Die Abgeordneten des Bundestages haben es in der Hand, mit den nötigen Änderungen Abhilfe zu schaffen will. Eine Mehrheit hierfür gibt es im derzeitigen Bundestag nicht.

Es ist deshalb folgerichtig, dass das Netzwerk Mieten & Wohnen, der Republikanische Anwaltsverein und der Berliner Mieterverein im Vorfeld der Wahlen zum nächsten Bundestag gemeinsam zu einer öffentlichen Veranstaltung einladen. Unter dem Motto „Ist der Mieterschutz am Ende“ sollen PolitikerInnen der Koalition und der Opposition nach Ihren Vorstellungen zum Miet- und Wohnrecht befragt werden.

Die Veranstaltung wird am Mittwoch, dem 6. September 2017, 19.30 Uhr, im „Stadtteilzentrum Familiengarten“ in der Oranienstr. 34 (Innenhof; nahe U-Bahnhöfen Moritzplatz und Kottbusser Tor) stattfinden.

 
Nicht nur in Zusammenhang mit dieser Veranstaltung lohnt es sich, die Programme der Parteien zur Bundestagswahl anzusehen. Die MieterWerkStadt Charlottenburg hat hierzu eine Synopse erstellt (als PDF).

In der knappen Gegenüberstellung sind deutliche Unterschiede in den Positionen erkennbar:

  • Die Konservativen wollen eine Mangelsituation durch Marktstimulation und zusätzliche direkte oder indirekte Vermietersubventionierung lösen (etwa Investitionsanreize durch höhere Abschreibungen, staatliche Zuschüsse an Mieter oder Vermieter). Mit Blick auf ihre Marktfixierung sind Mieterverdrängung und ungeschützte Geschäftsraummieten für sie keine Handlungsfelder.
     
  • LINKE und GRÜNE gehen davon aus, dass Wohnen keine Ware sein darf. Sie fordern deshalb, Wohnen zum Bestandteil staatlicher Daseinsvorsorge zu machen. Die Linken wollen hierzu einen öffentlichen Wohnungsbestand und Wohnungsneubau schaffen, über dessen Vergabe der Staat dauerhaft unter sozialen Gesichtspunkten verfügt.


Wolfgang Mahnke
MieterWerkStadt Charlottenburg


Die MieterWerkStadt Charlottenburg, die sich zur Zeit insbesondere mit Milieuschutz in Charlottenburg befasst, tagt am jeweils ersten Mittwoch eines Monat öffentlich im „Mieter-Club“ (Neue Christstraße 8). Wegen der oben erwähnten vorrangigen Veranstaltung am 6. September zur BT-Wahl ist das nächste öffentliche Treffen im Mieter-Club erst wieder im Oktober (Mittwoch, 4. Oktober 2017, 18.30 h).


MieterWerkStadt Charlottenburg - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

30. August 2017 - 20:48Wie soll es mit den Bezirksbibliotheken weitergehen? - Teil 17: „Smart Bücherei“ in der „Smart City“



Dies ist die Fortsetzung von Teil 16: „Neuer Besen“.

Wird man in Zukunft noch Bibliotheksgebäude brauchen? Bibliotheksangestellte? Das erscheint zweifelhaft, wenn man auf den Handzettel schaut, der in den öffentlichen Bibliotheken ausliegt. Er heißt „DIE DIGITALEN ANGEBOTE DES VÖBB“ und verheißt eine „umfassende Auswahl an digitalen Angeboten, die Sie rund um die Uhr bequem von zuhause oder unterwegs auf Ihrem Smartphone, E-Reader, Tablet oder PC nutzen können“. Nie wieder in die Bücherei gehen müssen!
Andererseits aber: Wer nicht mehr in die Bücherei geht, verpaßt die neuesten elektronischen Errungenschaften dort: die „Informationsmonitore“ und die „Gaming-Zonen“ (1) – erstere sonst nur noch in Lichtenberg und Mitte (2), letztere überhaupt nur in Charlottenburg-Wilmersdorf.
Tatsächlich ist aber beides kein Widerspruch, sondern weist auf etwas hin, das immer mehr im Kommen ist: die Umwandlung der Bücherei in eine Erlebnis-, Begegnungs-, Dienstleistungs- und Eventstätte. Das Mekka der Freunde dieses neues Typs von „Bibliothek“ ist „Dokk1“ in der Hafenstadt von Aarhus/Dänemark. Bücher und überhaupt Lesen spielen dort unter einer Vielzahl von Angeboten nur noch eine geringe Rolle (3).

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20. August 2017 - 00:24Neue Zeichen in der Galerie Hulsch

Johann Manfred Kleber zeigt Neokubistisches, Enigmatisches und Skripturales


„Skriptopath“ nennt sich Johann Manfred Kleber. Das ist beileibe nicht das einzig Originelle an diesem Künstler, dessen Arbeiten bis zum 20. Oktober am neuen Standort der Galerie Carlos Hulsch im Ausstellungsfoyer des „abba Berlin hotel“ in der Lietzenburger Straße 89 zu sehen sind.


Johann Manfred Kleber in der Galerie Hulsch / Foto © Frank Wecker

Johann Manfred Kleber. Foto: Wecker 

Originell ist für den gestandenen Galeristen aus dem Klausenerplatzkiez, daß Johann Manfred Kleber unter den zahlreichen Künstlern seiner Galerie der einzige gebürtige Berliner ist. Dieser Hinweis ist deshalb wichtig, da der Künstler bereits im zarten Alter von fünf Jahren eine erste Arbeit vorlegte, die über 70 Jahre hinweg bis zur heutigen Ausstellung des Künstlers stilprägend ist: Nach Diktat schrieb er damals in Schönschrift: „eresimitemutsin“, was soviel wie „Ehret sie mit Demutsinn“ heißen sollte. Dem rätselhaften Sinn seiner Arbeiten, den Stiften zur Fertigung seiner ästhetisch angeordneten kalligraphischen Zeichen und dem Untergrund, Papier, Stoff und Pappe ist er bis heute treu geblieben.

Dazwischen lagen jedoch Jahre, in denen er sich zunächst als Galerist einen Namen machte. In den stürmischen endsechziger Jahren eröffnete er in Wilmersdorf nach dem Studium der Musik seine „Galerie Natubs“. Sie war eher eine Kneipe mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen. Dort traten schon Größen wie h. c. Artmann, Nicolas Born und Günter Herburger auf. Noch erfolgreicher wurde die gemeinsam mit seiner Frau gegründete „Galerie Kleber“, für die er Künstler wie Johannes Grützke, Manfred Bluth und Matthias Koeppel gewinnen konnte. Letzterer hielt zur Eröffnung seiner jüngsten Ausstellung die Laudatio.

Johann Manfred Kleber im Gespräch mit Matthias Koeppel in der Galerie Hulsch / Foto © Frank Wecker

Johann Manfred Kleber im Gespräch mit Matthias Koeppel.
Foto: Wecker
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14. August 2017 - 00:04Wie soll es mit den Bezirksbibliotheken weitergehen? - Teil 16: „Neuer Besen“ in Charlottenburg-Wilmersdorf



Die Bezirksbibliotheken im Vergleich

Der Jahresbericht 2016 der Berliner Öffentlichen Bibliotheken liegt seit kurzem vor. Wie stehen die sieben Bezirksbibliotheken in Wilmersdorf und Charlottenburg demnach da? Da der Bericht nur Angaben für das eine Jahr 2016 enthält, bietet sich ein Pro-Kopf-Vergleich mit anderen Bezirken an. Ich habe dazu den Nachbarbezirk Steglitz-Zehlendorf (West) und den einwohnerschwachen Bezirk Treptow-Köpenick (Ost) herangezogen:

 
Bezirke
 C-W  St-Z  T-K
 Anzahl der Bibliotheksbesuche je Einwohner  1,80  2,88  2,31
 Anzahl der Entleihungen je Einwohner  4,27  9,08  4,69
 Anzahl der Medien (1) je Einwohner  0,76  1,26  1,00
 Ausgaben für Medienerwerb je Einwohner (in €)
 0,91  1,28  0,92

 
Der Vergleich zeigt: Auch wenn sich die Verwaltungsoberen von „City West“ ins Zeug legen, wenn es um den Bau von Hochhäusern durch Investoren am Bf. Zoo geht – was jedoch die wichtigste Kultureinrichtung für die Einwohner selbst betrifft, nämlich die Stadtbüchereien, so lassen dieselben Oberen die Büchereien in allen Punkten hinter die beiden Vergleichsbezirke und überhaupt hinter alle anderen Bezirke zurückfallen – und das schon seit Jahren.

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05. August 2017 - 22:40SPD-Amtspersonen und Einwohnerfragen: sie passen einfach nicht zusammen! Senat ermittelt



Viele Bürger, die Einwohnerfragen stellen, kennen das: Da wartet und wartet man auf eine Antwort des Bezirksamts (gilt besonders für SPD- und CDU-Stadträte) und/oder man bekommt eine Antwort, die als unverschämt bezeichnet werden muß: nur ein Teil der Frage wird beantwortet / die Frage wird verdreht / die Antwort ist falsch/flapsig/arrogant/nichtssagend/von oben herab (gilt für SPD-, CDU- und Grünstadträte). Auch gelegentliche Praxis: die BVV-Vorsteherin verbietet kurzerhand eine Frage (CDU, SPD: letztmals am 4.7.).
Viele Bürger kennen das – besonders bekannt wurde dieses Umspringen mit fragenden Bürgern anläßlich der Kleingartenkolonie Oeynhausen oder der Tennisplätze im WOGA-Komplex hinter der Schaubühne. Immer dasselbe: das „demokratische Beteiligungsinstrument“ Einwohnerfrage wird von den Amtspersonen im Bezirksamt (und ihrer Gefolgschaft in der BVV) als lästig empfunden. Dieses große Unbehagen an fragenden Bürgern führte im April logischerweise zur einzigen Politiker-denkbaren Schlußfolgerung: das Fragerecht wurde erheblich eingeschränkt.

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01. August 2017 - 00:24„Mietrebellen“ im Divan


Am Donnerstag, dem 27. Juli 2017, stand im Stadtteilzentrum „DIVAN“ ein mietenpolitischer Abend auf dem Programm.

Die gemeinsamen Veranstalter - KiezKulturWerkStadt e.V. und MieterWerkStadt Charlottenburg - zeigten einleitend die „Mietrebellen“, einen Film der Filmemacher Gertrud Schulte-Westenberg und Matthias Coers. Matthias Coers nahm an der anschließenden Diskussion mit den Zuschauern teil.

Der 2014 erschienene Film zeigt die Mieterkämpfe in Berlin zwischen 2010 und 2014. Sie sind die Reaktion auf immer agressiver werdende Verwertungsstrategien der Vermieter und Inverstoren und die damit verbundene Verdrängung der angestammten und überwiegend auf niedrige Mieten angewiesenen Mieterschaft.

Ausgelöst wurde das Engagement meist durch gemeinsame Betroffenheit, etwa bei Kündigungen aller Wohnungen eines Hauses mit dem Ziel einer besseren wirtschaftlichen Verwertung (Umbau, Sanierung, Neubau nach Abriss) oder Modernisierungsankündigungen mit eklatanten Mietsteigerungen nach fragwürdigen „Verbesserungen“. Solidarität gab es aber auch in der Unterstützung einzelner Betroffener; hier zeigte der Film insbesondere die ideenreichen Aktionen des „Bündnisses Zwangsräumung verhindern“.

In der Diskussion wurde deutlich, dass die Zuschauer es als angenehm empfanden, dass der Film auf agitatorische Momente verzichtet. Die einzelnen Fälle des Anstoßes sprechen allerdings auch bei der nüchternen Sachverhaltsdarstellung derartig für sich, dass sich die jeweilige Solidarisierung und Unterstützung von allein erklärt.

Es gab weitgehendes Einvernehmen, dass der Film Menschen Mut macht, sich zu wehren. In allen aufgegriffenen Fällen hatten der Protest und die Gegenwehr zumindest Teilerfolge. Das zeigt, dass es sich lohnt, sich zusammenzuschließen und seine Forderungen gemeinsam zu erheben.

 

Plakat von jungen Frauen auf der Mieten-Demo "Wir bleiben alle!" (2012)

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MieterWerkStadt Charlottenburg - Gastautoren, Menschen im Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback