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18. Juni 2018 - 00:02Lobpreisung mit Spaßfaktor

Deutsche Oper zeigt Rossinis „Reise nach Reims“

Es geht um Europa, das krank zu sein scheint. Den ersten Teil von Gioacchino Rossinis Oper „Die Reise nach Reims“ hat Regisseur Jan Bosse in ein Krankenhaus verlegt. Doch auch im zweiten Teil läßt er dieses politische Konstrukt nicht besser aussehen. Bei einem großen Bankett ist die europäische Prominenz mit umgehängten blinkenden Reklameschildern angetreten, um ihre und vor allem den neuen französischen Herrscher in den höchsten Tönen, und das im wahrsten Sinne des Wortes, zu preisen.

 

„Die Reise nach Reims“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Die Chefin Madame Cortese (Hulkar Sabirova) hat den Angestellten
der Heilanstalt eine wichtige Mitteilung zu unterbreiten.
Foto: Wecker

 
Die Handlung spielt 1824. In Reims wird Karl X. zum König von Frankreich und Navarra gekrönt. Aus mehreren Ländern Europas eilen Adlige zu diesem Ereignis. Sie erreichen aber, da keine Pferde für die Weiterreise zur Verfügung stehen, nicht ihr Ziel, sondern müssen in einem Hotel (hier Krankenhaus) ausharren. Dieses Warten ist der Stoff der Oper, die Rossini für die im folgenden Jahr stattfindende feierliche Krönung des Monarchen in Paris komponierte. An dieser Huldigung beteiligen sich alle Opernhäuser und Theater Frankreichs, so auch Rossinis „Théâtre royal Italien“. Solche Lobeshymnen auf amtierende Herrscher kommen, abgesehen von der „Merkel“ in der Neuköllner Oper, auf der Bühne nur selten vor.

„Die Reise nach Reims“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Corinna (Elena Tsallagova, Bildmitte) glaubt als Diva das Geschehen im Griff zu haben.
Foto: Wecker
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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. Juni 2018 - 22:48Spaziergänge durch Charlottenburg und Wilmersdorf



Im Laufe von fünfeinhalb Jahren sind in der Reihe „Straßen und Plätze“ eine ganze Anzahl von Ortsbeschreibungen – außer zu den namengebenden Straßen und Plätzen auch zu Brücken, Tunneln, Verkehrsinseln, Großgaragen, Kinos und anderen Unterhaltungsstätten, Betrieben, Wohnhäusern, Schulen, Skulpturen, Kirchen, Friedhöfen, Gewässern und Verkehrsmitteln – entstanden, so daß es jetzt möglich ist, daraus so etwas wie Stadtführer für Charlottenburg und für Wilmersdorf zusammenzufügen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß diese Stadtführer zwar jeweils eine Art ausgedehnten Rundgang ermöglichen, diese Rundgänge aber zu Orten führen, die allein nach dem persönlichen Gutdünken des Verfassers ausgewählt sind.

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. Juni 2018 - 22:28Jazz aus Batumi

Georgische Big Band zu Gast in Berlin


Am Freitag, 23. Juni, tritt um 19 Uhr im Forum Factory in der Besselstr. 13 in 10969 Berlin die georgische Jazz Big Band „Batumi“ auf. Unter der Leitung von Vakhtang Gordadze spielen sie Jazz, Swing, Bossa Nova und klassische Kompositionen. Stargast ist die Tochter des Orchestergründers, die Sopranistin Kristina Gordadze. Ihre internationale Karriere begann mit dem Engagement am Moskauer Staatstheater. Sie gewann mehrere Opernwettbewerbe in Deutschland, Rußland und Holland. Regelmäßig gibt sie innerhalb der EU, in Osteuropa und im Kaukasus Gastkonzerte. Seit 2011 lebt sie in Potsdam.

Die Sopranistin Kristina Vakhtang / Foto © Lothar Rahn

Die Sopranistin Kristina Vakhtang.
Foto: Lothar Rahn

 
Ihr Vater hatte das Jazzorchester 2007 in Georgien gegründet. Ihm gelang es, Jazzmusiker aus Aserbaidschan, Armenien und Georgien zu gewinnen. Das Orchester vereint Jazz, mit der Klassik und Volksmusik.

Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Spenden gebeten. Weitere Informationen gibt es auf der englischsprachigen Webseite: www.gordadze.com

Frank Wecker

 

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07. Juni 2018 - 00:24Che zwischen Kunst und Mode

Helmut Newton Stiftung zeigt Arbeiten aus der Sammlung von Carla Sozzani


Mit der jüngsten Sonderausstellung der Helmut Newton Stiftung beschreitet Kurator Matthias Harder Neuland: Es werden nicht einzelne Fotografen, die mit Helmut Newton eng verbunden sind, mit ihrem Werk nebst Bildern von Helmut Newton vorgestellt, sondern 89 Fotografen mit 230 Arbeiten.

Manche Fotografen sind wie Alberto Korda nur mit einem Foto vertreten. Das ist dafür weltweit zu einer Ikone geworden. Es trägt Titel den: Heroic Guerilla Fighter Ernest 'Che' Guevara 1960. Es ist jenes Bild, das hundertausendfach auf T-Shirts und Fahnen gedruckt wurde. Erst jüngst griffen die protestierenden Eisenbahner Frankreichs auf dieses Bild zurück. Das Barett mit dem Roten Stern ersetzten sie durch eine Dienstmütze. Zu den Glanzpunkten der Ausstellung gehören auch drei Arbeiten Helmut Newtons, die noch nie zuvor in Berlin gezeigt wurden, denn die Fotos dieser Ausstellung stammen aus der Sammlung von Carla Sozzani, einer engen Freundin Helmut Newtons. Im Videoraum ist ein Kurzfilm über ihre Zusammenarbeit für eine Parfümwerbung in Monte Carlo zu sehen. Die genannten Arbeiten bilden nicht einmal den Schwerpunkt der neuen Ausstellung „Between Art & Fashion. Photographs from the Collection of Carla Sozzani“, sondern Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Paolo Roversi, Sarah Moon, Bruce Weber und, soweit sie im Berliner Bestand vertreten sind, auch mit Helmut Newton. Diesen Künstlern ist zudem jeweils ein gesonderter Ausstellungsraum gewidmet.

 

Die Sammlerin Carla Sozzani in der Helmut Newton Stiftung / Foto © Frank Wecker

Die Sammlerin Carla Sozzani.
Foto: Wecker
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27. Mai 2018 - 23:00"Bis an seine Grenzen gehen ..."



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15. Mai 2018 - 00:02Himmlische Aussichten in freudloser Zeit

Die Stachelschweine blicken auf uns herab

Wahrlich, heute gibt es kaum noch etwas zu lachen: Jeden Morgen ist bange zu fragen, herrscht hierzulande noch Frieden, steht das SEK vor der Tür, weil gestern Demo gegen Privatisierung war, hat ein neuer Sprachflitz der 3-Sterne-FeministInnen und -Außen die Medien erobert oder liegt bereits wegen eines Komplimentes die Klage betreffs sexueller Belästigung vor?

Allein das Kabarett „Die Stachelschweine“ zeigt, daß auch in solch trüber Zeit gelacht werden kann. Die Rettung bringt der Blick von oben auf diese Welt. So heißt denn auch das jüngste Programm, für das Klaus-Peter Grap und Thilo Bock verantwortlich zeichnen, „Himmlische Aussichten“, denn die Kabarettisten blicken aus göttlicher Perspektive auf das Publikum im Untergeschoß des Europa-Centers herab. Auf der Bühne stehen Kristin Wolf, Björn Geske und Daniel Kröhnert, die erneut die mit viel Bravour den hohen Ruf des Hauses aufrechterhalten. Schnelles Spiel, paßgenau sitzende Pointen, rasante Szenenfolgen und blitzschnelle Verwandlungen haben sie zu meistern. Diese Leistung verlangte auch solch gestandenem Autor wie Horst Pillau Respekt ab. „Das war brillantes und kurzweiliges Kabarett bester Güte“, sagte er nach der Premiere gegenüber diesem Blog.

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11. Mai 2018 - 00:02Wohnen im Kiez


Nachlese zum Kiezspaziergang zu Orten der Mieter*Innen-Verdrängung
rund um den Klausenerplatz am Mittwoch, dem 9. Mai 2018, 18 Uhr

 

Auf Einladung der MieterWerkStadt Charlottenburg versammelten sich am Treffpunkt „Bücher-Zelle“ (Seelingstr. 22) mehr als 50 Spaziergänger*innen. Darunter waren mit Lisa Paus und Klaus-Dieter Gröhler auch zwei Bundestagsabgeordnete sowie mit Susanne Klose eine Fraktionsvorsitzende aus der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

 

Kiezspaziergang zu Orten der Verdrängung rund um den Klausenerplatz in Charlottenburg

 

Vor dem Aufbruch zu den einzelnen Häusern wurde allgemein auf das Verdrängungsphänomen eingegangen:
Die Wohnungsnot und die daraus resultierende, sich stetig schneller drehende Mietpreisspirale führen immer mehr Mieter an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit. Selbst in Kiezen, in denen das Leben auf Außenstehende beschaulich und unbeschwert wirkt, geht die Sorge unter den Anwohner*innen um, wie lange sie dem Preisdruck noch standhalten und in ihrer angestammten Umgebung wohnen bleiben können.

Dieser Druck wird vor allem angeheizt durch Maßnahmen zur Steigerung des Profits. Derartige Maßnahmen sind insbesondere die

  • Modernisierung, die den Vermietern eine Umlage von 11 % des Modernisierungsaufwands beschert, und/oder
  • die hochprofitable Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen.

Dass sich dies alles auch rund um den Klausenerplatz vollzieht, zeigte der anschließende Spaziergang. Besucht wurden 11 Häuser am Klausenerplatz sowie an der Gardes-du-Corps-, der Danckelmann-, der Nehring- und der Seelingstraße.

Wohnungen werden in diesen Straßen zu einer Miete von knapp unter 15 € kalt pro m² monatlich angeboten. Vor Repressalien sind die Mieter*innen insbesondere in den zur Umwandlung vorbreiteten Häusern nicht sicher; neben Räumungsersuchen und -klagen wird versucht, Mieter*innen durch konsequentes Unterlassen der Gebäudeunterhaltung zum Auszug zu nötigen

Deutlich wurde im Übrigen auch, dass die Verdrängung neben den Wohnungsmietern auch Kleingewerbe sowie kulturelle und soziale Projekte betrifft. Hierzu konnten Betroffene unmittelbar gehört werden.

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MieterWerkStadt - Gastautoren, Menschen im Kiez, Politik - zwei Kommentare / Kein Trackback

07. Mai 2018 - 00:24Leseempfehlung (20): Widerstandskämpferin Libertas Schulze-Boysen



Jedes Jahr wird am 20. Juli republikweit der Offiziere gedacht, die 1944 ein Attentat auf A. Hitler unternahmen, um die sich schon längst abzeichnende Niederlage im Krieg zu verhindern.
Ganz anders, wenn es um das weitverzweigte Netz von Männern und Frauen geht, die den Krieg selbst verhindern wollten und dazu unter anderem ihre detaillierten Kenntnisse über Kriegspläne an die Sowjetunion und die USA weitergaben. Die Rede ist von der Schulze-Boysen/Hartnack-Gruppe, die die Nationalsozialisten „Rote Kapelle“ nannten. Lange wurden sie als Verräter bezeichnet, und einen Gedenktag haben sie bis heute nicht.
Unter den elf, die als erste von über 50 Männern und Frauen am 22. Dezember 1942 in Plötzensee durch Erhängen oder Köpfen ermordet wurden, waren neben den Namensgebern Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen auch dessen Ehefrau Libertas Schulze-Boysen (1913-1942). Über sie brach die Nachwelt, die sich selbst nie unter Lebensgefahr ihrer Regierung widersetzt hat, in besonderem Maße den Stab, hatte sie doch während ihrer Haft im Herbst 1942 einer Spitzelin gutgläubig die Namen von Gruppenmitgliedern genannt, um diese zu warnen, und war sie doch nicht „mannhaft“ mit ihren Schergen zum Köpfen mitgegangen, weil sie leben wollte. So ist es nicht erstaunlich, daß die Literatur, die an sie erinnert, selbst 75 Jahre nach ihrem Tod an einer einzigen Hand abgezählt werden kann.

Allein schon daher ist es erfreulich, daß Frank Wecker sich mit ihr in seinem neu erschienenen Buch Der Tod der Freiheit. Der letzte Tag im Leben von Libertas Schulze-Boysen beschäftigt hat.

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

05. Mai 2018 - 19:00Plastische Akte

Camera Work zeigt Yoram Roth


Wer Aktfotos sehen möchte, der braucht nur in einem Internetsuchprogramm entsprechende Schlagworte einzugeben, und schon kann er sich durch Millionen Aufnahmen unbekleideter Körper arbeiten. Wer von vornherein Wert auf Qualität legt, sucht nur bestimmte Seiten auf, und wer direkt www.yoramroth.com eingibt, der kann sich überlegen, ob er sich mit den Darstellungen auf dem Bildschirm begnügt oder sich doch besser der Mühe unterzieht, sich diese Bilder in der Auguststraße 11 – 13 in Berlin Mitte anzuschauen.

Die CWC Gallery ist eine Dependance der renommierten Galerie Camera Work in der Kantstraße, die sich vorrangig zeitgenössischen Fotografen widmet. In der CWC Gallery – auch Camera Work Contemporary – sind bis zum 9. Juni drei Serien des Berliner Künstlers Yoram Roth zu sehen. Der Weg in die Galerie bringt nicht nur den Vorteil, die Bilder in originaler Größe und einer Auflösung zu sehen, die das eigene Auge hergibt, sondern ist die einzige Möglichkeit, die Bilder authentisch auf sich wirken zu lassen. In der jüngsten Serie von Yoram Roth „Spatial Concepts“, die der Ausstellung auch den Namen gibt, handelt es sich faktisch um räumliche Arbeiten, deren Wiedergabe auch der beste Bildschirm nur vortäuschen kann.

 

Yoram Roth / Foto © Metropol Studios [2843]

Der Photograph Yoram Roth.
Foto: © Metropol Studios
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01. Mai 2018 - 22:04Fledermaus flattert außer Zeit und Raum

Opernhaus im Walzerrausch


Es ist ein Fest der Melodien und der Stimmen, wenn sich in der Deutschen Oper in der Bismarckstraße der Vorhang zur Neuinszenierung „Der Fledermaus“ von Johann Strauß hebt.

Das Haus hat das Potential, die Krone der Wiener Operettenkultur mit Spitzenpersonal zu besetzten und hat es auch getan, wobei die Entscheidung bei der Möglichkeit, die Adele gleich vierfach besetzen zu können, schwer fiel und eine Auswahl getroffen werden mußte. So wurde entschieden, wenigstens Meechot Marrero und Nicole Haslett alternierend einzusetzen. Aus dem Hausensemble konnten mit Thomas Blondelle, der den Gabriel von Eisenstein gibt, mit Enea Scala die Rolle des „Alfred“ und Markus Brück die Figur des „Frank“ hervorragend besetzt werden. Für die „Rosalinde“ wurde der Berliner Opernstar Annette Dasch gewonnen, als Prinz Orlowsky wurde Angela Brower und als Frosch, einst legendär gespielt von Hans Moser, Florian Teichtmeister vom Theater in der Josefstadt an das Berliner Opernhaus geholt.

Meechot Marrero, Annette Dasch und Thomas Blondelle in „Die Fledermaus“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Meechot Marrero als Adele, Annette Dasch als Rosalinde und Thomas Blondelle
als Gabriel von Eisenstein in „Die Fledermaus“ an der Deutschen Oper.
Foto: Wecker
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30. April 2018 - 00:02Kiez-Spaziergang zu Orten der Verdrängung am Klausenerplatz



Die MieterWerkStadt Charlottenburg lädt zum Kiez-Spaziergang ein:

Am Mittwoch, 9. MAI 2018 um 18 Uhr

Treffpunkt: Bücher-Zelle vor dem ZAP, Seelingstr. 22, 14059 Berlin-Charlottenburg

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen / Euch Orte der Mieter*innen-VERDRÄNGUNG aufsuchen und deutlich machen, wie wichtig die Umsetzung des MILIEUSCHUTZES für den KLAUSENERPLATZ-KIEZ und darüber hinaus ist.

Ihre / Eure Informationen über weitere betroffene Häuser in unserem Kiez interessieren uns sehr!
Bitte haltet uns auf dem Laufenden.

 

 


Am Mittwoch, 2. Mai 2018 um 18:30 Uhr, findet vor dem Kiez-Spaziergang noch das nächste monatliche Treffen der MieterWerkStadt Charlottenburg statt.

Die Treffen finden in den Räumen des Mieterclubs statt, die der Mieterbeirat Klausenerplatz freundlicherweise zur Verfügung stellt. Alle Interessierten und weitere Mitstreiter sind immer herzlich willkommen.

Treffen: jeden 1. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr
Mieterclub, Neue Christstr. 8
14059 Berlin-Charlottenburg
Kontakt: mieter-werk-stadt@web.de


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29. April 2018 - 23:10Einwohnerversammlung zum Umbau des Olivaer Platzes

am Donnerstag, 17. Mai um 18 Uhr 30


 
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) lädt ein:
Einwohnerversammlung zum Sachstand der Umgestaltung des Olivaer Platzes am Donnerstag, 17. Mai 2018 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr in der Robert-Jungk-Oberschule (Mensa), Sächsische Str. 58, 10707 Berlin (barrierefrei zugänglich).
Moderiert wird die Veranstaltung von der Vorsteherin der BVV, Frau Annegret Hansen.
An der Einwohnerversammlung nehmen außerdem Stadtentwicklungsstadtrat Oliver Schruoffeneger, die Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Susanne Klose, Vertreter der Fraktionen in der BVV und des Planungsbüros Rehwaldt teil.
Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:
- Darstellung des Sachstands der Neugestaltung des Platzes
- Diskussionsrunde
- Statements der Fraktionen
- Resümee und Verabschiedung

 
Die Bürgerinitiative Olivaer Platz ruft zur Teilnahme auf:
"Jetzt, wo unser Olivaer Platz kahlschlagsaniert ist, räumt uns der Bezirk diese Möglichkeit ein.
Auch wenn wir die zerstörte Natur nicht wiederbeleben können, so haben wir Alle die Möglichkeit der Bezirksregierung die Fragen zu stellen, die uns auf der Seele brennen. Jeder sollte diese Chance wahrnehmen.
Nicht einfach hinnehmen was hier passiert ist - dies muss auch politische Folgen für die Verantwortlichen haben.Wir dürfen nicht zulassen, daß Politik am Bürger vorbei geht."

Olivaer Platz im April 2018

Olivaer Platz im April 2018

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16. April 2018 - 00:24„Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“



Unter diesem Motto hat die MieterWerkStadt Charlottenburg am 12. April 2018 einen Diskussionsabend im DIVAN veranstaltet.

Zu Beginn des sehr gut besuchten Treffens wurden die Ursachen der Verdrängung angesprochen:

  • Der Wohnungsbestand reicht nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Die ungünstige Lage der Mieter nutzen Eigentümer und Vermieter aus, um den Profit aus ihren Wohnungen zu erhöhen.
  • Der Kommune fehlt ein eigener Wohnungsbestand, mit dem sie eine Wohnungsvergabe unter sozialen Aspekten steuern kann.
  • Das Reglement zur ortsüblichen Vergleichsmiete als Instrument zur Dämpfung bei Mieterhöhungen und die Mietpreisbremse sind in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung in Ballungsgebieten gänzlich untauglich.
  • Der Modernisierungszuschlag, der einen Mietzuschlag von jährlich 11 % des Modernisierungsaufwandes zeitlich unbegrenzt zulässt, wird von Eigentümern/Vermietern ohne Rücksicht auf die individuellen Wohnbedürfnisse und die finanzielle Situation ihrer Mieter als „Gelddruckmaschine“ genutzt.

Mit Blick auf die beim Bundesgesetzgeber liegende Regelungskompetenz zur Vergleichsmietenermittlung, zur Mietpreisbremse und zum Modernisierungszuschlag wird der Senat eine Mietrechtsverbesserungsinitiative in den Bundesrat einbringen. Vorgaben zu dieser Initiative hat das Abgeordnetenhaus mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen im Januar gemacht (Beschluss vom 25. Januar 2018 zu Abghs-Drs 18/0582).

In der Debatte besteht Einvernehmen, dass es die Situation der Mieter nicht zulässt, auf Besserungen im Mietrecht oder eine Verstärkung etwa des kommunalen Wohnungsbaus zu warten. Die BürgerInnen sollten vielmehr darauf drängen, dass alle bereits vorhanden Möglichkeiten, den Verdrängungsdruck zu lindern, konsequent genutzt werden. In Frage kommen hier insbesondere

  • die Unterschutzstellung als Milieuschutzgebiet und
  • die Rückführung zweckentfremdeten Wohnraums.

 

Ein Banner der MieterWerkStadt Charlottenburg auf der Demo am 14. April 2018 / Foto © B.

Die MieterWerkStadt bei der großen Mietendemo am 14. April 2018
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MieterWerkStadt - Gastautoren, Menschen im Kiez, Politik - drei Kommentare / Kein Trackback

15. April 2018 - 23:14Straßen und Plätze: Neufertstraße / Reithalle



Offenbar hatte man im März 1950 bei der Umbenennung mancher Charlottenburger Straßen insofern eine glückliche Hand, als man ihnen die Namen von Lokalpolitikern (aus der Zeit Charlottenburgs vor der Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920) gab, denen man nachsagen kann, daß sie einerseits den Posten eines Stadtrats als Fachleute erhielten anstatt ihn als wahlsiegende Parteienvertreter zu erbeuten und daß sie daher andererseits als Stadtrat für die Bürger Nützliches getan haben. Einer von ihnen war der Architekt und Stadtbaurat Heinrich Seeling (1852-1932).
Ein anderer Straßennamensgeber war der Lehrer und seit 1899 Charlottenburger Stadtschulrat Hermann Neufert (1858-1935). Zusammen mit dem Kinderarzt Bernhard Bendix (1863-1943) gründete er 1904 die weltweit erste Freiluftschule „Waldschule für kränkliche Kinder“ am Rande des Grunewaldes. Unterricht und sonstige Aktivitäten fanden dort weitestgehend an der frischen Luft statt. Denn Mangel an frischer Luft und Überfluß an kränklichen Kindern waren damals ein Kennzeichen der Mietskasernenviertel von Berlin und Umgebung – also auch des Arbeiterviertels am heutigen Klausenerplatz.

 
Neufertstraße an der Ecke zur Schloßstraße

Neufertstraße am Klausenerplatz

Die Neufertstraße - von der Schloßstraße (li.) und vom Klausenerplatz
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09. April 2018 - 00:02Der Schrei des Pfauen in der Nacht

Ein musikalisches Projekt mit jugendlichen Flüchtlingen


Der Opernabend beginnt mit der zärtlichen Melodie eines persischen Schlafliedes.
Sie wird von Mädchen dargeboten, die jung genug sind, sich an die Wärme und Geborgenheit zu erinnern, mit der sie zu diesen Tönen in den Schlaf gewiegt wurden, und alt genug, daß die Gründung einer eigenen Familie greifbar wird. Gemeinsam ist den Interpreten des „musiktheatralen Rechercheprojektes“, wie die Deutsche Oper das Genre ihrer jüngsten Produktion, „Der Schrei des Pfauen in der Nacht“ in der Tischlerei nennt, daß sie erst vor kurzem in Deutschland eingetroffen sind.


„Der Schrei des Pfauen in der Nacht“ in der Tischlerei der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

In Erinnerungsfetzen berichten die Jugendlichen von ihren Erlebnissen.
Foto: Wecker 

 
Die Deutsche Oper greift mit dieser Produktion ein vor zwei Jahren begonnenes Projekt auf, mit jugendlichen Flüchtlingen musikalisches Theater zu spielen. Wieder geht es darum, daß die Jugendlichen mit musikalischen und gestischen Mitteln ihre Erfahrungen in künstlerisch berührender Weise dem Publikum vermitteln. Die erste Erfahrung ist das Wiegenlied der Mutter, später sind es sehr unterschiedliche Töne, die ihre Erfahrungen bestimmen: das Glucksen des Wassers während der Überfahrt im Flüchtlingsboot, Schläge in der Schule oder eben der nächtliche Schrei des Pfauen, der im Zoo direkt hinter dem Haus der Großeltern lebte.

 

Musikalisches Theater mit jugendlichen Flüchtlingen in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Vor einem christlichen Kreuz werden die Erfahrungen aus anderen Kulturen dargestellt.
Foto: Wecker
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