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31. Oktober 2016 - 00:24Straße und Plätze: Vergnügungsetablissement „Flora“ am Luisenplatz

 
 
Wer den Luisenplatz – 1806 benannt nach Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz (1776-1810), Frau von Kg. Friedrich-Wilhelm III. – wer also den Luisenplatz in Charlottenburg sucht, wird ihn wahrscheinlich nicht finden. Er tritt nämlich ganz unplatzmäßig in Erscheinung: einerseits als die von einigen Wegen durchzogene Rasenfläche vor dem östlichen Schloßflügel, dem Knobelsdorff-Flügel, sowie andererseits als das daran angrenzende Stück Straße, das die Kaiser-Friedrich-Straße mit der Schloßbrücke verbindet.

Und wer das Vergnügungsetablissement „Flora“ sucht – zwischen dieser „Platz“straße und der Wintersteinstraße (damals: Spreestraße) –, wird es überhaupt nicht finden, da es bereits 1904 abgerissen und gesprengt wurde. Und dabei war es seinerzeit doch das bombastischste seiner Art weit und breit. Allein sein Hauptsaal, der „Kaisersaal“ (ausgestattet mit einer Bühne für Opernaufführungen), maß 45 x 23 Meter und war auch 23 Meter hoch – zur Zeit der Eröffnung am 22. Mai 1874 der größte Festsaal des Deutschen Reiches (damals noch von der Maas bis an die Memel), mit Platz für 10 bis 12 Tausend Menschen. Hinzu kam ein Palmenhaus (28 x 70 Meter) und eine Gartenanlage mit großer Fontäne, es gab große Pflanzenschauen, „Gondelflüge“ mit einem Ballon vom Garten aus (1875) und 1881 das erste Fahrradrennen auf Hochrädern (denen erst ab 1890 die Niederräder den Rang streitig zu machen begonnen, was dazu führte, daß Hochradfahren heutzutage eine Randsportart ist). Im selben Jahr trat auch der berühmte Bisonjäger William Frederick Cody (1846-1917), genannt Buffalo Bill, in der „Flora“ auf – ohne Sitting Bull (1831-1890), der sich gerade dem US-Militär ergeben hatte und erst 1885 unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu verleitet worden war, als Statist an Codys Wild-West-Show teilzunehmen. Eine weitere Sensation für das Berliner Publikum waren die "Aschanti-Neger" im September 1887.

Wohl kein Wunder, daß auch Mitglieder der ksl. Familie das Etablissement frequentierten. Darunter war auch der spätere Großadmiral und jüngere Bruder des letzten deutschen Kaisers, Prinz Heinrich (1862-1929), der vielleicht am ehesten durch die nach ihm benannte Prinz-Heinrich-Mütze bekannt ist (die – trotz anderslautender Gerüchte – der kürzlich verstorbene Exbundeskanzler aus Hamburg nie getragen hat, nicht einmal einen Elbsegler, sondern bloß eine Helgoländer Lotsenmütze (1)). Jedenfalls war Prinz Heinrich ein begeisterter Aktivist des Autorennsports (2); und so kam es, daß er das Patronat für die Deutsche Automobil-Ausstellung im März 1903 in der „Flora“ übernahm.

Schon ein Jahr später, im März 1904, wurde mit dem Abriß des Etablissements begonnen; eine Art Höhepunkt stellte die Sprengung des Kaisersaals im April dar. Anschließend entstand an dieser Stelle das Wohnviertel mit Mietshäusern beiderseits der Eosanderstraße (bis zur Brauhofstraße).

 

Vergnügungsetablissement „Flora“ (1874 bis 1904) / Bildquelle Sammlung Matthias Warnking

Vergnügungsetablissement „Flora“ (1874 bis 1904) - Gartenfront
Bildquelle: Sammlung Matthias Warnking
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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - ein Kommentar / Kein Trackback

29. Oktober 2016 - 23:05Wohnen im Kiez

 
Die MieterWerkStadt Charlottenburg lädt herzlich zum nächsten Treffen ein.

 
Mieterclub im Klausenerplatz-Kiez (Neue Christstr. 8)


Mittwoch, 2. November 2016 um 18:30 Uhr
Neue Christstr. 8 (MieterClub)
14059 Berlin-Charlottenburg 
 
 
 
 


 
Am 13. September 2016 hatten wir in der KulturWerkStadt über Milieuschutz in Charlottenburg diskutiert (Bericht hier). Ergebnis war der Auftrag an die MieterWerkStadt Charlottenburg, eine Kampagne vorzubereiten, die auf die Unterschutzstellung des Gebiets um den Klausenerplatz bis zur Puls-/Mollwitzstraße zielt.

Mit der Vorbereitung sind wir fertig. Verfolgen wollen wir das Ziel mit einem Einwohnerantrag, der die Ausweisung eines Milieuschutzgebiets für das genannte Areal sowie den Amtsgerichtsplatz fordert. Dieses Gebiet umfasst die amtlichen „Planungsräume“
  - Schloßgarten,
  - Klausenerplatz,
  - Schloßstraße,
  - Amtsgerichtsplatz.

 
Das Verfahren bei einem Einwohnerantrag ist in § 44 des Bezirksverwaltungsgesetztes näher geregelt. Benötigt werden mindestens 1000 Unterstützerunterschriften von den wahlberechtigten BürgerInnen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, um den Antrag auf die Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung zu bringen.

Mit dem Konzept der Unterschriftenkampagne werden wir uns in der nächsten Sitzung am 2. November im Mieterclub, Neue Christstraße 8, befassen. Zu dieser Sitzung sind auch alle eingeladen, die bei der erwähnten Veranstaltung in der KulturWerkStadt oder in anderem Zusammenhang ihr Interesse an der Unterstützung einer Milieuschutzkampagne bekundet haben.

Als Tagesordnung ist gedacht:

  • Beschlussfassung zum Text des Einwohnerantrags,
  • Eckdaten der Kampagne (Beginn, Laufzeit, Pressekontakt),
  • Werbung um Unterstützung (etwa bei Gewerbetreibenden und Kirchengemeinden im Kiez als Multiplikatoren),
  • Anmeldung von Ständen und Standmaterial (Kampagnenflugblatt u.ä.).

Die Berliner Mietergemeinschaft e.V. hatte ihre Unterstützung bereits anlässlich der Veranstaltung in der KiezKulturWerkstadt angeboten.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.
Wolfgang Mahnke (MieterWerkStadt Charlottenburg)

   


In der  MieterWerkStadt Charlottenburg haben sich Mieterinnen und Mieter aus Charlottenburg und auch aus Wilmersdorf zusammengetan weil die Mieten ständig übermäßig steigen, weil es für Menschen mit geringeren oder mittleren Einkommen immer schwieriger wird eine Wohnung zu finden und weil viele bereits akut von Verdrängung bedroht sind.

Die Treffen finden in den Räumen des Mieterclubs statt, die der Mieterbeirat Klausenerplatz freundlicherweise zur Verfügung stellt. Alle Interessierten und weitere Mitstreiter sind immer herzlich willkommen.

Treffen: jeden 1. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr
Mieterclub, Neue Christstr. 8
14059 Berlin-Charlottenburg
Kontakt: mieter-werk-stadt@web.de


Wolfgang Mahnke - Gastautoren, Politik - sieben Kommentare / Kein Trackback

21. Oktober 2016 - 23:42Geld, nicht die Kunst, regiert die Welt

Jürgen Wölffer erfährt viel Ehr, aber wenig Hoffnung zum 80. Geburtstag

 
 
Am Sonnabend, 22. Oktober, feiert Jürgen Wölffer seinen 80. Geburtstag. Zur offiziellen Feier am Montag, 24. Oktober, werden über 400 Gäste aus Kultur und Politik, zahlreiche Mitarbeiter sowie Verwandte und Freunde erwartet. Die Feier findet in der Komödie am Kurfürstendamm, in einer der beiden Spielstätten an seinem langjährigen Schaffensort, statt.

 

Familientreffen zum 100. Geburtstag von Hans Wölffer / Foto © Frank Wecker

Anläßlich des 100. Geburtstages von Hans Wölffer hatte sich die Familie um das Bildnis des
Theatergründers versammelt: Martin, Christine, Ingeborg, Jürgen, Sabine und Christian (Ϯ).
Foto: Wecker

 
Ungetrübt ist die Freude nicht, wenn Jürgen Wölffer an seinem Ehrentag auf sein beachtliches Lebenswerk zurückblickt. Noch befinden sich die beiden Theater im Kurfürstendammkarree im Besitz der Familie Wölffer. Doch die befinden auf einem Filetgrundstück am belebtesten Abschnitt der Edelmeile Kurfürstendamm. Da Einkaufszentren eine höhere Rendite bringen als Theater soll die Front zum Ku’damm statt der Theaters ein solches Warenhaus bilden. Auf der Internetseite des aktuellen Eigentümers des Ku’damm, der „CELLS Bauwelt GmbH“, ist die künftige Fassade zu sehen.

Bisher verhindern nur noch Prozesse, daß die Bühnen zu einem Theater zusammengelegt im Keller des Gebäudes verschwinden. Im Gegensatz zu der früheren Gelassenheit sieht es momentan sehr ernst aus. Am Dienstag, 18. Oktober, wurde vom Berliner Landgericht die Räumungsklage gegen das Theater bestätigt, wogegen allerdings beim Kammergericht Berufung eingelegt wurde. Sollte die scheitern, dann werden die beiden kulturhistorisch bedeutsamen Theater wohl abgerissen werden. Die Malaise begann 1990, als der Senat das Grundstück unter Umgehung des Denkmalschutzes für das daraufstehende Gebäude verkauft hatte. Seither ist das Grundstück reines Spekulationsobjekt für Investoren, die es von einer Hand in die andere weiterreichen.

 

Jürgen Wölffer übergab 2004 die Schlüssel zum Theater an seinen Sohn Martin / Foto © Frank Wecker

2004 übergab Jürgen Wölffer die Schlüssel zum Theater an seinen Sohn Martin.
Foto: Wecker

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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - ein Kommentar / Kein Trackback

19. Oktober 2016 - 00:24Veranstaltungstipps


  • Werke von Heidi Kippenberg und Horst Kerstan im Keramik-Museum Berlin
    Mit Heidi Kippenberg und Horst Kerstan (1941-2005) zeigt das Keramik-Museum Berlin zwei Künstler einer Generation, die das deutsche Keramikschaffen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wesentlich geprägt haben. In der neuen Kabinettausstellung werden bis zum 21. November 2016 von jedem Künstler ca. 30 Gefäße und Objekte aus allen Schaffensphasen präsentiert.


    Ausstellungseröffnung:
    Donnerstag, 20. Oktober 2016 um 19:00 Uhr

    Keramik-Museum Berlin
    (KMB)
    Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg
    Öffnungszeiten:
    Fr - Mo von 13:00 bis 17:00 Uhr
    Eintritt 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro
    Jeder letzte Montag im Monat: Eintritt frei

     
     


  • Günther Stolarz in der Charlottenburger Kulturwerkstadt
    Der dramatische Bariton singt seine eigene Oper am Klavier, ganz alleine oder mit Publikumschor. Das heroische bis clowneske Mythos seiner selbst sorgt dabei für Dauerüberraschung und bahnbrechend Narrenfreiheit. Von Flausen bis Sehnsucht, bis hin zu Gänsehaut und Lachtränen ist alles in Arien und Klavierintermezzos möglich. Dabei werden gesellschaftspolitische Angelegenheiten ebenso fokussiert, wie auch unmittelbar aus dem Raum gegriffene Themen. Ungewohnt spontan, authentisch und stimmgewaltig für Musikkabarett, dabei aber nicht weniger aktuell und thematisch brisant.
    Eintritt frei - Spende erbeten.
     
     

    Freitag, 21. Oktober 2016
    Einlass: 19:30 / Beginn: 20:00 Uhr


    Kulturwerkstadt (in der ehemaligen Engelhardt-Brauerei)
    Danckelmannstraße 9 A
    14059 Berlin-Charlottenburg

     
     
     
      
  • Wohnzimmerkonzert in der Schöneberger Verwaltungsbibliothek
    Claudia Tesorino, Musikerin und Annegret Suaudeau, audiovisuelle Sprach-Künstlerin - Ein Treffen zwischen Instrumenten & Sprache.
    Die Verwaltungsbibliothek öffnet wieder ihre Türen für ein weiteres Wohnzimmerkonzert. Zwischen alten Büchern des Verwaltungsrechts und inspiriert durch sie und eigene Texte, entwickeln die Saxofonistin Claudia Tesorino und Annegret Suaudeau, Künstlerin der audiovisuelle Sprache, eine Unterhaltung an der Grenze - ein Treffen zwischen Instrumenten & Sprache. An dem Abend versuchen sie improvisativ auszuloten, wie sich instrumentaler Klang und Sprechen treffen können. Neue Texte und Stücke entstehen.
    Der Eintritt ist frei.
     

    Freitag, 21. Oktober 2016 um 20:00 Uhr

    Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz
    10825 Berlin-Schöneberg

 
 
 
 


Weitere KurzInfos zu Veranstaltungen und Themen rund um den Klausenerplatz-Kiez immer auch bei Twitter (ohne Anmeldung einsehbar!), bei Facebook in der offenen Kiez-Gruppe und unter Kiez-Web-Team Klausenerplatz (ohne Anmeldung einsehbar!).

Weitere Termine auch stets im StadtteilKalender für Charlottenburg-Wilmersdorf des Nachbarschaftshauses am Lietzensee.


- Kunst und Kultur - ein Kommentar / Kein Trackback

17. Oktober 2016 - 00:02Keine bezahlbaren Wohnungen für Charlottenburg

Behindern Senat und/oder Bezirksamt den Bau von Wohnungen an der Pulsstraße?
 
 

Völlig ungeklärt ist außerdem, wie diese Menschen eigene Wohnungen finden sollen, wo nur halb so viele neue Wohnungen entstehen, wie es allein zur Unterbringung der jährlich neu in die Stadt ziehenden Haushalte bräuchte.
.....
Die Konkurrenz auf dem Markt für günstige Wohnungen treibt die Mieten nach oben – und lässt den stattlichen Anteil der Berliner weiter steigen, der auf staatliche Hilfen angewiesen ist. Das Risiko sozialer Spannungen wächst.
Quelle: Der Tagesspiegel vom 16. Oktober 2016


 
Charlottenburg-Wilmersdorf gehört zu den Bezirken mit den größten Mietsteigerungen. Immer mehr Mieter ächzen unter den stetig steigenden Belastungen und machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Neu gekommene Mitbürger suchen verzweifelt eine Bleibe im schönen Charlottenburg. Das Bezirksamt hat aber bisher allein den Neubau höchstpreisiger Wohnungen gefördert. Zu dieser politischen Einstellung der Verhinderung von Neuentstehung bezahlbaren Wohnraums, gehören folgerichtig auch die Vernichtung von noch bestehenden preisgünstigen Wohnungen (wie beispielsweise an der Berliner Straße 137 und einer Siedlung in Westend) und möglichst jeglichen Einsatz zum Schutz von Bestandsmietern zu vermeiden (Stichwort: Milieuschutz). Die alteingesessene Bevölkerung, wie die Zuziehenden mit nicht so viel Geld, haben nach der Sichtweise solcher "Volksvertreter" kaum Wert und stören nur auf dem Weg zur besseren Verwertbarkeit ganz im Sinne der wenigen, aber von ihnen als wertvoller geschätzten Begünstigten (vorzugsweise mit Firmensitz auf der Kanalinsel Jersey und zum Wohle altbewährter Seilschaften größerer und kleinerer Art.).

 
Dann tauchte plötzlich ein Fünkchen Hoffnung auf. Auf einer Veranstaltung im Mai 2015 teilte der Vorstand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo den Erwerb des Geländes an der Pulsstraße 13 mit (Wir hatten berichtet). Die landeseigenen Wohnungsunternehmen sollen ganz besonders in die Pflicht zur Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit bezahlbaren Wohnungen genommen werden - für Neubau und Bestand - so tönt es jedenfalls beständig aus den verantwortlichen politischen Kreisen in Stadt und Bezirk. Ab 2015 sollten sich die Baukräne an der Pulsstraße in Charlottenburg drehen, verkündete damals der Vorstand der Degewo und so ist es auch im Degewo-Newsletter "Stadtsicht" (Ausgabe 3/2014) nachzulesen. 

Die Abrißarbeiten an einem leerstehenden Gebäude auf dem Gelände Pulsstraße 13 hatten tatsächlich im Juni 2015 begonnen.

Abrißarbeiten an der Pulsstraße (Juni 2015)

 

Baukräne haben sich dann allerdings nicht gedreht: Nicht 2015 und auch nicht im fast vergangenen Jahr 2016. Im Oktober 2016 sieht es nämlich so aus:

Unbebautes Gelände an der Pulsstraße (Oktober 2016)

 

Wer also will die Entstehung bezahlbaren Wohnraums in Charlottenburg verhindern? Der SPD-Senat, der Bezirksbürgermeister und sein Baustadtrat (beide SPD) unter freundlicher Begleitung ihrer SPD-Grünen Zählgemeinschaft, oder alle zusammen in trauter Gemeinsamkeit?

Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: bisher Fehlanzeige!

 

- Kiez, Politik - vier Kommentare / Kein Trackback

14. Oktober 2016 - 00:24Möge das Glück uns hold bleiben!

Neuer Glanz für Fortuna

 
Seit Anfang des Jahres werden die Sanierungsarbeiten innerhalb des "Masterplans" zur Sanierung von Gebäuden und Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) am Alten Schloß von Charlottenburg fortgesetzt. (Wir hatten berichtet.)

 

Sanierungsarbeiten am Schloß Charlottenburg

 

Das Gerüst am zentralen Mittelbau wurde nun bis hoch zur Kuppel ausgebaut. Die SPSG teilt bei Facebook mit:

In luftiger Höhe arbeiten derzeit Tischler, Glaser und Maler an Kuppel und Laterne des Schlosses Charlottenburg. Die beiden Turmuhren auf der Nord- und Südseite werden gereinigt und die Zifferblätter und Zeiger nachvergoldet. Fortuna zieht sich jetzt hinter einer Schutzeinhausung zurück und wird von starken Verschmutzungen befreit und partiell nachvergoldet. Wenn alles, alles reibungslos läuft und Petrus mitspielt, können wir den Turm zum Jahresende wieder ohne Gerüst sehen!

 
 
Richard Scheibe schuf 1956 eine freie Nachbildung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Originals von Andreas Heidt aus dem Jahre 1711. Seitdem wacht diese aus Kupfer getriebene und vergoldete Fortuna in 40 Metern Höhe über uns. Allerdings dreht sie sich auch schon mal weg. Aber nur bei starken Windböen, wie die SPSG versichert.

Sanierungsarbeiten am Schloß Charlottenburg - Fortuna-Skulptur auf der Turmkuppel

 


Quellen und weitere Informationen:
* Luisenstädtischer Bildungsverein e.V. - Edition Luisenstadt -
   Skulpturen vor dem Schloß Charlottenburg

*Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
  Turmkuppel Schloß Charlottenburg


- Geschichte, Kunst und Kultur, Schlosspark - ein Kommentar / Kein Trackback

13. Oktober 2016 - 00:24Der modellhafte Klimaschutzbeauftragte und das Ergebnis seines zweijährigen Einsatzes gegen CO2-Emissionen im „Ökokiez“

 
 
Im Dezember 2015 lehnte BezStR Schulte (SPD) eine Antwort auf die Frage ab, wie erfolgreich die Umweltpolitik des Bezirksamtes – die das Amt „modellhaft“ am Klausenerplatz betreibt (Stichwort „Ökokiez“) – denn gewesen sei im Hinblick auf CO2-Reduzierung. Er schrieb (8. Frage):

Das Controlling-System […] sieht zunächst eine zweijährige Berichterstattung vor, also frühestens ab dem nächsten Jahr.

Damit war schon mal Zeit gewonnen.

 
Nachdem nunmehr die zwei Jahre verstrichen waren, ging dieselbe Frage im September 2016 erneut ans Bezirksamt (Frage 14):

Welche positiven Auswirkungen auf die klimatischen Gegebenheiten im Gesamtbezirk sind durch die Tätigkeit eines Klimaschutzmanagements südlich des Klausenerplatzes seit dem 1.8.2014 nachweislich eingetreten?

Diesmal antwortete der neue BezStR Schruoffeneger (Grünpartei) (1). Bei ihm kommen „Controlling-System“ und „zweijährige Berichterstattung“ nicht mehr vor, also auch kein Bericht, stattdessen aber eine Sitzung des Umweltausschusses vom 16.2.2016 (siehe bei Ö 3/NA), in der es erkennbar nicht um das Maß der CO2-Reduzierung nach zwei Jahren Klimaschutzmanager ging, sondern um Selbstbeweihräucherung. Abschließend beruft er sich auf seine Unzuständigkeit für die Beantwortung von Fragen nach der Wirksamkeit seiner Umweltpolitik und weist zusätzlich auf die Unmöglichkeit hin, solche Frage zu beantworten, da

sich aus einzelnen Maßnahmen keine unmittelbaren Auswirkungen auf mögliche CO2-Reduzierungen darstellen lassen.

 

In Charlottenburg qualmt's - liegt aber nicht im Ökokiez, kümmert das Bezirksamt also nicht weiter, obwohl das schon gleich direkt vor dem Rathaus Charlottenburg zu sehen ist.

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MichaelR - Gastautoren, Politik - neun Kommentare / Kein Trackback

12. Oktober 2016 - 22:55Neues aus Schlorrendorf

Gerangel der Loser

 

Rathaus Charlottenburg

Im Rathaus von Schlorrendorf wird gerne „verhandelt“,
nur leider selten für die Bürger des Bezirks gehandelt.

 
 
Verloren haben alle drei Parteien bei den Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf (BVV) am 18. September 2016 (CDU: -8,5 / SPD -3,7 / Grüne -4,1 Prozentpunkte). Der ihnen gemeinsam gegebene ganz spezielle Trieb zur Selbstversorgung und Pöstchenschacherei hat sich wohl eher noch gesteigert. Nun rangeln die größten Loser des Bezirks um die Pfründe: Wer bekommt die meisten Stimmen zur Wahl des Bezirksbürgermeisters/der Bezirksbürgermeisterin zusammen? Die SPD stellt zwar immer noch die größte Fraktion in der BVV, aber die CDU möchte nach einem Pressebericht (Der Tagesspiegel vom 12.10.2016) so gern ein anderes Bündnis schmieden. Beide umschmeicheln sie die Grünen, weil sie diese für den Deal brauchen. In welche Richtung wird sich das äußerst flexible grüne Rückgrat wohl zum eigenen Vorteil verbiegen?

Die Bürgermeisterwahl soll übrigens am 17. November 2016 erfolgen.
Und am Schlorrendorfer Rathaus freut sich immer einer über Loser. Schon seit einer Ewigkeit.

 

Skulptur am Rathaus Charlottenburg

 

- Politik, Satire - zwölf Kommentare / Kein Trackback

10. Oktober 2016 - 21:21Wie das Bezirksamt nicht um den Erhalt von preiswertem Wohnraum kämpft – am Beispiel von Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103)

 
Sehr geehrte Frau König bzw. sehr geehrte(r) Nachfolger(in),

Ihre Antwort bzw. die Antwort Ihrer Vorgängerin auf eine Einwohnerfrage zu dem Haus Berliner Straße 137 (Frage 12) zwingt mal wieder zu weiteren Fragen. Da Sie erst wieder im November Einwohnerfragen erlauben, sollen sie im Vorabdruck schon mal hier vorgestellt werden. Die den Fragen zugrundeliegenden Tatsachen sind dem Beschluß des Verwaltungsgerichts vom 15.10.2015 entnommen (VG 1 L 317.15, siehe PDF-Dokument hier).

Doch erst einmal eine kurze Einführung: Die Fa. Project Immobilien besitzt bereits einige Grundstücke im Bezirk: Goslarer Ufer 1 (93 Eigentumswohnungen im Bau), Blissestraße 24 a (25), Durlacher Straße 2 (280 im Endausbau), Prinzregentenstraße 11 (25). Im März 2015 war das Grundstück Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103) hinzugekommen. Dort sollen 58 Eigentumswohnungen entstehen. Dumm nur, daß das Grundstück in der Berliner Straße mit einem Haus aus den 60er Jahren bebaut ist – oder besser war, denn die preiswerten 15 Wohnungen wurden im November 2015 abgerissen.

 

Abriß des Gebäudes von Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103) im November 2015 / Foto H. Jost

Abriß des Gebäudes im November 2015 - Foto: H. Jost

Und nun zu den Fragen:

1. Das Wohnhaus stand seit 2011 leer (Beschluß, S. 2):
Was hatten Sie/das Bezirksamt gegen den Leerstand von mindestens vier Jahren getan?
2. Am 28.5.2014 erteilten Sie eine „positive Mitteilung nach § 63 Bauordnung Berlin für die Errichtung eines Geschäfts- und Wohnhauses“ (S. 2):
Wieso genehmigten Sie/das Bezirksamt den Abriß des Hauses mit den 15 preiswerten Wohnungen? Und wieso kamen Sie/das Bezirksamt erst über ein Jahr später, am 6.7.2015, zu der Einsicht, daß der Abriß „eine Zweckentfremdung darstelle“ (S. 2), und verboten ihn?
3. Die Fa. Project Immobilien legte dagegen Widerspruch ein „unter Vorlage eines Schadstoffgutachtens“ (S. 3), womit belegt werden sollte, daß es sich hier nicht (mehr) um Wohnraum handle:
Warum sind Sie/das Bezirksamt dem „nicht substantiiert entgegengetreten“ (S. 6)?
4. Die Fa. Project Immobilien widersprach sich selbst, stellte das Gericht fest, indem sie einerseits behauptete, das Haus sei abbruchreif, andererseits aber eine Kalkulation für eine Sanierung vorlegte. Des weiteren erklärte das Gericht, es „kann nicht abschließend festgestellt werden“, ob „die Kosten der Sanierung die zu erwartenden Mieteinnahmen bei einer Zehnjahresbetrachtung übersteigen würden“ (S. 6):
Warum haben Sie/das Bezirksamt dies nicht aufgegriffen in einer Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, daß Hausbesitzer erst ihr Haus verkommen lassen, um sich dann darauf zu berufen, die Sanierung sei zu teuer? Warum haben Sie darüber hinaus sogar noch – in Ihrer Antwort zu Unterfrage 2 der Einwohnerfrage – behauptet, daß „in  Auswertung des ergangenen Urteils [Hervorh. v. mir] die  Erhaltung des Wohnraums höchstwahrscheinlich nicht durchsetzbar“ sei – obwohl der Beschluß nichts dergleichen hergibt?
5. Das Gericht entschied, die geplanten Eigentumswohnungen wären eine „gleichwertige Ersatzleistung“ für die preiswerten Mietwohnungen (S. 8) – bei einem m²-Preis zwischen 4563 € und 5537€!:
Warum war das für Sie/das Bezirksamt kein Grund, diesen Beschluß anzufechten? Oder anders gefragt: Warum haben Sie, indem darauf verzichteten (und das ganze an den Senat abschoben, der ebenfalls untätig blieb), so der weiteren Beseitigung von preiswertem Wohnraum zugunsten von hochpreisigen Eigentumswohnungen auf Gerichtsebene Tor und Tür geöffnet?

Mit der Bitte um rasche Beantwortung vor Ablauf Ihrer Amtszeit und freundlichen Grüßen
MichaelR

Abriß des Gebäudes von Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103) im November 2015 / Foto H. Jost

Schadstoffbelastung? Bauarbeiter in der Staubwolke
Foto: H. Jost
 

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06. Oktober 2016 - 00:24Straßen und Plätze: Wilhelmsaue 119 – Orgel der Auenkirche

 
Einerseits: Eine Orgel ist, wenn man auf die einzelne Pfeife schaut, ein sehr beschränktes Musikinstrument, denn jede Pfeife hat nicht nur eine einzige Tonhöhe, sondern auch nur eine einzige Klangfarbe und Lautstärke. (1)
Andererseits: Eine Orgel als ganzes ist ein höchst umfassendes Musikinstrument und kann nahezu ein vollständiges Orchester vertreten. Wie kommt es, daß trotz der Beschränktheit ihrer Einzelteile sie ein so umfassendes Gesamtinstrument ist?

 
Im Innern der Orgel der Auenkirche

Im Innern der Orgel der Auenkirche

Das wird durch verschiedene Mittel möglich, von denen einige wesentliche im folgenden vorgestellt werden.
Die Beschränktheit der einzelnen Pfeife in Bezug auf Lautstärke und Klangfarbe kann überwunden werden, indem man ihr andere Pfeifen derselben Tonhöhe, aber mit anderer Lautstärke und Klangfarbe zur Seite stellt. Das bedeutet, daß es für die ganze Breite der Klaviatur einer Orgel von etwa 4 ½ Oktaven nicht nur einen Satz Pfeifen – ein „Register“ – gibt, sondern eine von der Größe der Orgel abhängige Vielzahl von Registern und damit von Pfeifen, die von jeder einzelnen Taste angespielt werden können. Hat eine Orgel eine große Zahl von Registern, werden diese in Gruppen („Werken“) zusammengefaßt und einer von mehreren übereinander angeordneten tongleichen Klaviaturen – den „Manualen“ – oder dem Pedal zugeordnet. Eines dieser Werke ist das „Hauptwerk“, der zentrale Teil der Orgel mit den wichtigsten Pfeifen. Im „Pedalwerk“ befinden sich die tiefsten Register der Orgel.
Beispiele für Register einer Orgel: Klarinette, Trompete, Oboe, Violon, Cello, Vox cœlestis – siehe auch diesen Überblick über die Dispositionen der Orgel der Auenkirche. Ergänzend können hinzukommen Instrumente wie Zimbelstern und Röhrenglocken.

 

Spieltisch der Orgel in der Auenkirche

Spieltisch

Um eine gleitende Veränderung der Lautstärke zu ermöglichen (Crescendo oder Diminuendo), werden ausgewählte Register in einem Kasten mit Jalousien aufgestellt, genannt „Schwellwerk“. Durch Öffnen und Schließen der Jalousien des Schwellwerks kann die Lautstärke stufenlos verändert werden, wie es für Musik der Romantik benötigt wird.
Ein weiteres Mittel, um den Klang zu verändern, ist das „Koppeln“ von Pfeifen, wodurch mit dem Druck auf eine Taste der Klaviaturen nicht nur die ihr zugeordnete Pfeife betätigt wird, sondern zusätzliche Pfeifen, die die tiefere oder höhere Oktave zum eigentlichen Ton bilden („Sub- und Superoktavkoppeln“). Ebenfalls ist eine Koppelung von Registern möglich.

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04. Oktober 2016 - 00:24Ein Haus verliert seine Geschichte

Erinnerungen an das Hotel Bogota

 
 
Wenn Gewinnstreben den Motor der Geschichte antreibt, ist für Sentimentalitäten kein Platz: Fast drei Jahre ist es nunmehr her, daß das Hotel „Bogota“ in der Schlüterstraße 45 schließen mußte, weil der Betreiber die Miete nicht mehr aufbringen konnte.

Vom einstigen Glanz bleiben nur Fotos und Ausstattungsstücke. Die werden noch bis zum 13. November in einem Inventarverkauf angeboten, der in dem neuen Eventladen „Plan B + Vitamin B“ in der Herbartstraße 28 stattfindet. Der Treffpunkt für innovative Bürger ist täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Seele des Treffs ist Ekaterina Inashvili, die schon die letzten Tage des Hotels Bogota an der Seite des Betreibers Joachim Rissmann begleitet hatte. Zu jener Zeit hielt sich dort auch der Fotograf Jürgen Bürgin auf, von dem gleichzeitig die Ausstellung „Die letzen Tage des Hotel Bogota“ gezeigt wird.


Joachim Rissmann führte das Hotel Bogota. / Foto © Frank Wecker

Joachim Rissmann führte das Hotel Bogota. Foto: Wecker

 
Teils bezeugen auch die offerierten Devotionalien, - darunter antiquierte Mädlerkoffer, chinoise Kleinmöbel, barocke Spiegel - warum das Hotel, das über ein Jahrhundert den ursprünglichen Charme der Berliner Bürgerhäuser erhalten konnte, letztlich schließen mußte: Mit dieser Ausstattung ließ sich einfach kein Hotel nach den heutigen Ansprüchen an Komfort führen. Die wenigen Künstler, so bedeutend sie auch sind, die diesen Charme zu honorieren wußten, hochkarätige Kulturveranstaltungen und auch die Vermietung als Filmkulisse konnten den wirtschaftlichen Niedergang nicht aufhalten. Jetzt wird das Gebäude zu einem verlängerten Seitenarm des Ku’damms mit seinen langweiligen Edelboutiquen. Demnächst soll zur Abwechselung mal kein Modedesigner, sondern ein weiterer Juwelier einziehen. Seine eigentliche Bedeutung hat dieses Gebäude nicht aufgrund seiner Ausstattung, sondern wegen der Menschen und Institutionen, die hier residierten.

 

Der Berlinale Fotograf Gerhard Kassner stellte im Hotel Bogota seine Künstlerproträts aus. / Foto © Frank Wecker

Der Berlinale Fotograf Gerhard Kassner stellte im Hotel Bogota
regelmäßig seine Künstlerproträts aus.

Takako Suzuki präsentierte ihre Musik-Tanz-Reihe „Toom am Hotel Bogota“ / Foto © Frank Wecker

Die Tänzerin und Choreografin Takako Suzuki präsentierte
ihre Musik-Tanz-Reihe „Toom am Hotel Bogota“.
Fotos: Wecker

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