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30. Mai 2018 - 00:24Wohnen in Berlin

Neue Leitlinien zur Zusammenarbeit von landeseigenen Wohnungsunternehmen und Mieterbeiräten


Die landeseigenen Wohnungsunternehmen und die Initiativgruppe Berliner Mieterbeiräte präsentieren heute einheitliche Rahmenbedingungen für die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Mieterbeiräte und deren Zusammenarbeit mit den Wohnungsunternehmen.

Wir erinnern uns:
Im Jahr 2011 scheiterten die letzten Bemühungen, eine verbindliche und einheitliche Vertragsgrundlage für Mieterbeiräte und Wohnungsgesellschaften vom Berliner Senat einzufordern. Am 3. März 2010 wurde der entsprechende Antrag im Bauausschuss des Abgeordnetenhauses nach vorangegangener Anhörung von Mieterbeiräten und Vertretern der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mit den Stimmen der SPD, CDU, Grünen und Linken bei Enthaltung der FDP angenommen. Auf dem Weg ins Parlament wurde der Antrag dann von der SPD schließlich blockiert und so erfolgte keine endgültige Beschlussfassung und Umsetzung im Abgeordnetenhaus und Senat. Eine Stellungnahme zum Ablauf ist hier nachzulesen. Eine echte, ehrliche Bürgerbeteiligung und Mietermitbestimmung wurde von der SPD also damals nicht gewünscht.

Inzwischen wurde das Ressort Stadtenwicklung nach den letzten Wahlen von der SPD (endlich) weg in andere, mieterfreundlichere Hände gelegt. Endlich werden Mitbestimmung und Mieterschutz zumindest ernster genommen.

Eine Initiativgruppe von Berliner Mieterbeiräten hatte trotz der negativen Erfahrungen aus den Jahren 2010/2011 nicht locker gelassen. Auch die Mieterräte hatten von Beginn an u.a. auf Änderungen der von den landeseigenen Wohnungsunternehmen einseitig und unterschiedlich erlassenen Wahlordnungen für Mieterbeiräte gedrängt.

Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher dazu: „Die ehrenamtlich tätigen Mieterbeiräte leisten mit ihrem Einsatz einen unverzichtbaren Beitrag für die Wohnqualität und Wohnzufriedenheit in den Nachbarschaften im Interesse aller Mieterinnen und Mieter der städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Mit der Verabschiedung der Leitlinien wird ein weiterer Punkt aus der Kooperationsvereinbarung umgesetzt, gleichzeitig schaffen die städtischen Gesellschaften damit einheitliche Standards für die wichtige Arbeit der Mieterbeiräte.“

Auch eine Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen von den Linken traut sich wohl (leider) immer noch nicht für vollkommen klare und verbindliche Regelungen bei den Landeseigenen zu sorgen und so sind (mal wieder) „Leitlinien“ dabei herausgekommen (1). Immerhin ist es unter den realen Bedingungen der hiesigen politischen Landschaft ein Fortschritt (2).

 

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28. Mai 2018 - 00:02Senioren Akiv

Fotoaktion "Sicher älter werden im Kiez"

Die Landesseniorenvertretung Berlin (LSV) startet die Fotoaktion "Sicher älter werden im Kiez". Welche Barrieren müssen dafür abgebaut werden? Was fehlt wo – z. B. Bänke zum Ausruhen beim Spaziergang oder beim Einkauf? Wo sind Mittelinseln viel zu schmal, Gehwege kaputt oder Bordsteine nicht abgesenkt? Gesucht sind Schwachpunkte, die es zu verändern gilt, aber auch gute Beispiele, wo vormalige 'Sicherheitslücken' erfolgreich geschlossen wurden.

Der Fotoaktionsbogen wird als Flyer über die bezirklichen Seniorenvertretungen verteilt. Er ist auch unter www.ü60.berlin zum Herunterladen veröffentlicht oder wird gern per Post zugesandt (Telefon 030-32664126 Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr - AB). Der Einsendeschluss ist der 31.07.2018.

Wenn also Probleme dieser Art bekannt sind, die das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf immer noch nicht gelöst haben sollte, dann versuchen Sie es doch mal auf diesem Weg und beteiligen sich rege an der Aktion.

"Der Erhalt der Mobilität im Alter verlangt eine Breite von Lösungen für das Zusammenleben in den Kiezen, insbesondere mehr als in den nacheinander entstehenden Bausteinen des Mobilitätsgesetzes Berücksichtigung finden können. Darum wird dieses Thema am 20.06.2018 auch die Debatte der Senioren im Parlament bestimmen", so Dr. Johanna Hambach, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin. Seniorenvertretungen verfechten engagiert die Interessen der älteren Menschen gegenüber Politik und Verwaltung. Sie ermöglichen und sichern damit die Teilhabe der älteren Generation am gesellschaftlichen Leben. Die politische Interessenvertretung der berlinweit 198 Seniorenvertreter zielt dabei stets auf alle Generationen.

 

Weitere Informationen:
Gemeinsame Geschäftsstelle des
Landesseniorenbeirates Berlin (LSBB) und
der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)
Telefon: 030-32664126 (Mo-Di, Do-Fr 9-13 Uhr)

Parochialstraße 3 (Neues Stadthaus, Raum 231), 10179 Berlin-Mitte

 

- Gesellschaft, Menschen im Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

27. Mai 2018 - 23:00"Bis an seine Grenzen gehen ..."



MichaelR - Gastautoren, Kiezfundstücke - Kein Kommentar / Kein Trackback

23. Mai 2018 - 00:24Neubau des Abwasserpumpwerks in der Sophie-Charlotten-Straße



Am Dienstag machten Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, und Umweltstaatsekretär Stefan Tidow den ersten symbolischen Spatenstich zum Neubau des Abwasserpumpwerks. Auf dem Gelände wurde derweil bereits mit schwerem Gerät gearbeitet.

 

Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, und Umweltstaatsekretär Stefan Tidow starten den Neubau des Abwasserpumpwerks Charlottenburg.

Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, und Umweltstaatsekretär
Stefan Tidow beim ersten Spatenstich zum Neubau des Abwasserpumpwerks.

 
Die Berliner Wasserbetriebe haben vis á vis des seit 1890 an der Sophie-Charlotten-Straße 114 betriebenen Pumpwerks ein Grundstück auf dem Gebiet des früheren Güterbahnhofs Charlottenburg erworben (wir hatten berichtet).

 „Der Neubau ist nicht nur technisch notwendig, er ist umweltpolitisch sinnvoll und erspart Investitionen an anderer Stelle“, so Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Wasserbetriebe. „Ziel der Berliner Wasserwirtschaft ist es, die innerstädtischen Gewässer zu entlasten“, erklärte Umweltstaatsekretär Stefan Tidow. „Es soll weniger durch Nähr- und Schadstoffeinträge verunreinigtes Regenwasser in die Flüsse und Seen gelangen. Diesem Ziel dient der Regenwasserspeicher, der gemeinsam mit dem neuen Abwasserpumpwerk entstehen wird.“ Die Lösung heißt Abkoppelung des Teilgebietes Westend vom neuen Pumpwerk. Damit und mit dem neuen Regenbecken kann künftig in den Kanälen selbst und im Becken immens mehr Abwasser aufgestaut und die Spree vor Überläufen bewahrt werden. Das gesamte Abwasser-Einzugsgebiet des Altwerks wird in der Präsentation auf einer Karte dargestellt (1).

Mit dem Neubau des Abwasserhauptpumpwerks Charlottenburg werden bald alle 163 Berliner Pumpwerke automatisch aus einer Zentrale überwacht und gesteuert. Außerdem bekommt das neue Werk einen 7.000 Kubikmeter großen „Abwasser-Parkplatz“, um bei Starkregen Überläufe in die Spree zu vermeiden. Dabei wird der bereits vorhandene, 2,40 Meter mächtige Abwasserkanal um 210 Meter verlängert, damit auch dieser künftig als Stauraumkanal genutzt werden kann.

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- Kiez, Technik - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. Mai 2018 - 00:02Veranstaltungstipps



  • Benefiz-Keramiktrödel im Museumsgarten
    Schon zum 13. Mal in Folge lädt der Förderverein des Keramikmuseums zum Besuch seines beliebten Benefiz-Keramiktrödels an den beiden Pfingstfeiertagen ein.

    Im Museumsgarten des 300 Jahre alten Charlottenburger Bürgerhauses kann wieder gestöbert, getrödelt, gekauft und gefachsimpelt werden. Und alles für einen guten Zweck: der gemeinnützige Förderverein KMB, der das Keramik-Museum ohne öffentliche finanzielle Unterstützung betreibt, hat wieder viele tolle und interessante Gefäße und Objekte aus vergangenen Zeiten für diesen Benefiz-Markt gespendet bekommen. Neben Nippes und wunderbarem Kitsch können auch Vasen, Schalen, Figuren, Objekte oder Gebrauchsgeschirr (Service / Serviceteile) aus Porzellan, Steinzeug, Fayence, Steingut oder Irdenware ertrödelt werden. Feine Unikate anerkannter Künstler oder einfache, rustikale sowie skurrile Keramikobjekte sind im Angebot, wie auch das eine oder andere Stück aus bekannten Manufakturen (z.B. KPM, Rosenthal, H. Bollhagen, Karlsruhe, Velten-Vordamm, Waltraud Eich).

    Am Pfingstmontag runden zwei Vorstellungen (13:00 und 15:00 Uhr) mit traditionellem japanischem Tanz (Chihoko Yanagi) begleitet auf der Koto (Ritsuko Takeyama) die Veranstaltung ab.

    Für den ermäßigten Eintrittspreis von 2,- Euro, der an beiden Tagen gilt, kann man sich auch die beiden aktuellen Sonderausstellungen anschauen:
    • Im Rausch der Farben. Glasuren von Gerda Conitz (Ausstellung bis zum 28. Mai)
    • Die Berliner Sammlung. Keramik in Landesbesitz (Ausstellung bis zum 13. August)
     


    Sonntag, 20. und Montag, 21. Mai 2018
    jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr

    Keramik-Museum Berlin (KMB)
    Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg
    Öffnungszeiten:
    Fr - Mo von 13:00 bis 17:00 Uhr
    Eintritt 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro
    Jeder letzte Montag im Monat: Eintritt frei 
      
     
     
     

     
     
  • Poets' Corner in der Villa Oppenheim
    Wo gibt es Raum für Poesie in Berlin? Welche Themen und Formen sind wichtig derzeit?
    Poets' Corner, veranstaltet vom Haus für Poesie, überzieht die ganze Stadt mit Gedichten. Unterstützt von den Bezirken lesen und performen in Berlin lebende Lyriker ihre Werke - in Bibliotheken, Galerien, Museen und Kulturzentren: überall, wo es Raum gibt für Poesie und sie auf die Bewohner der Stadtteile trifft.
    Es lesen Brygida Helbig, Kerstin Hensel, Anna Hetzer, Marius Hulpe, Iwona Mickiewicz und Kathrin Schmidt. Moderation: Karolina Golimowska
    Villa Oppenheim

    Samstag, 26. Mai 2018 um 14:00 Uhr
    Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
    in der Villa Oppenheim
    Schloßstraße 55, 14059 Berlin-Charlottenburg
 
 
 
 


Weitere KurzInfos zu Veranstaltungen und Themen rund um den Klausenerplatz-Kiez immer auch bei Twitter (ohne Anmeldung einsehbar!), bei Facebook in der offenen Kiez-Gruppe und unter Kiez-Web-Team Klausenerplatz (ohne Anmeldung einsehbar!).


- Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

15. Mai 2018 - 00:02Himmlische Aussichten in freudloser Zeit

Die Stachelschweine blicken auf uns herab

Wahrlich, heute gibt es kaum noch etwas zu lachen: Jeden Morgen ist bange zu fragen, herrscht hierzulande noch Frieden, steht das SEK vor der Tür, weil gestern Demo gegen Privatisierung war, hat ein neuer Sprachflitz der 3-Sterne-FeministInnen und -Außen die Medien erobert oder liegt bereits wegen eines Komplimentes die Klage betreffs sexueller Belästigung vor?

Allein das Kabarett „Die Stachelschweine“ zeigt, daß auch in solch trüber Zeit gelacht werden kann. Die Rettung bringt der Blick von oben auf diese Welt. So heißt denn auch das jüngste Programm, für das Klaus-Peter Grap und Thilo Bock verantwortlich zeichnen, „Himmlische Aussichten“, denn die Kabarettisten blicken aus göttlicher Perspektive auf das Publikum im Untergeschoß des Europa-Centers herab. Auf der Bühne stehen Kristin Wolf, Björn Geske und Daniel Kröhnert, die erneut die mit viel Bravour den hohen Ruf des Hauses aufrechterhalten. Schnelles Spiel, paßgenau sitzende Pointen, rasante Szenenfolgen und blitzschnelle Verwandlungen haben sie zu meistern. Diese Leistung verlangte auch solch gestandenem Autor wie Horst Pillau Respekt ab. „Das war brillantes und kurzweiliges Kabarett bester Güte“, sagte er nach der Premiere gegenüber diesem Blog.

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FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

11. Mai 2018 - 00:02Wohnen im Kiez


Nachlese zum Kiezspaziergang zu Orten der Mieter*Innen-Verdrängung
rund um den Klausenerplatz am Mittwoch, dem 9. Mai 2018, 18 Uhr

 

Auf Einladung der MieterWerkStadt Charlottenburg versammelten sich am Treffpunkt „Bücher-Zelle“ (Seelingstr. 22) mehr als 50 Spaziergänger*innen. Darunter waren mit Lisa Paus und Klaus-Dieter Gröhler auch zwei Bundestagsabgeordnete sowie mit Susanne Klose eine Fraktionsvorsitzende aus der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

 

Kiezspaziergang zu Orten der Verdrängung rund um den Klausenerplatz in Charlottenburg

 

Vor dem Aufbruch zu den einzelnen Häusern wurde allgemein auf das Verdrängungsphänomen eingegangen:
Die Wohnungsnot und die daraus resultierende, sich stetig schneller drehende Mietpreisspirale führen immer mehr Mieter an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit. Selbst in Kiezen, in denen das Leben auf Außenstehende beschaulich und unbeschwert wirkt, geht die Sorge unter den Anwohner*innen um, wie lange sie dem Preisdruck noch standhalten und in ihrer angestammten Umgebung wohnen bleiben können.

Dieser Druck wird vor allem angeheizt durch Maßnahmen zur Steigerung des Profits. Derartige Maßnahmen sind insbesondere die

  • Modernisierung, die den Vermietern eine Umlage von 11 % des Modernisierungsaufwands beschert, und/oder
  • die hochprofitable Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen.

Dass sich dies alles auch rund um den Klausenerplatz vollzieht, zeigte der anschließende Spaziergang. Besucht wurden 11 Häuser am Klausenerplatz sowie an der Gardes-du-Corps-, der Danckelmann-, der Nehring- und der Seelingstraße.

Wohnungen werden in diesen Straßen zu einer Miete von knapp unter 15 € kalt pro m² monatlich angeboten. Vor Repressalien sind die Mieter*innen insbesondere in den zur Umwandlung vorbreiteten Häusern nicht sicher; neben Räumungsersuchen und -klagen wird versucht, Mieter*innen durch konsequentes Unterlassen der Gebäudeunterhaltung zum Auszug zu nötigen

Deutlich wurde im Übrigen auch, dass die Verdrängung neben den Wohnungsmietern auch Kleingewerbe sowie kulturelle und soziale Projekte betrifft. Hierzu konnten Betroffene unmittelbar gehört werden.

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07. Mai 2018 - 00:24Leseempfehlung (20): Widerstandskämpferin Libertas Schulze-Boysen



Jedes Jahr wird am 20. Juli republikweit der Offiziere gedacht, die 1944 ein Attentat auf A. Hitler unternahmen, um die sich schon längst abzeichnende Niederlage im Krieg zu verhindern.
Ganz anders, wenn es um das weitverzweigte Netz von Männern und Frauen geht, die den Krieg selbst verhindern wollten und dazu unter anderem ihre detaillierten Kenntnisse über Kriegspläne an die Sowjetunion und die USA weitergaben. Die Rede ist von der Schulze-Boysen/Hartnack-Gruppe, die die Nationalsozialisten „Rote Kapelle“ nannten. Lange wurden sie als Verräter bezeichnet, und einen Gedenktag haben sie bis heute nicht.
Unter den elf, die als erste von über 50 Männern und Frauen am 22. Dezember 1942 in Plötzensee durch Erhängen oder Köpfen ermordet wurden, waren neben den Namensgebern Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen auch dessen Ehefrau Libertas Schulze-Boysen (1913-1942). Über sie brach die Nachwelt, die sich selbst nie unter Lebensgefahr ihrer Regierung widersetzt hat, in besonderem Maße den Stab, hatte sie doch während ihrer Haft im Herbst 1942 einer Spitzelin gutgläubig die Namen von Gruppenmitgliedern genannt, um diese zu warnen, und war sie doch nicht „mannhaft“ mit ihren Schergen zum Köpfen mitgegangen, weil sie leben wollte. So ist es nicht erstaunlich, daß die Literatur, die an sie erinnert, selbst 75 Jahre nach ihrem Tod an einer einzigen Hand abgezählt werden kann.

Allein schon daher ist es erfreulich, daß Frank Wecker sich mit ihr in seinem neu erschienenen Buch Der Tod der Freiheit. Der letzte Tag im Leben von Libertas Schulze-Boysen beschäftigt hat.

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06. Mai 2018 - 00:24StadtNatur

und Großstadttierchen

Gehörnte Gotlandschafe zu Gast im Schloßpark Charlottenburg

So manches Tierchen fühlt sich im Schloßpark richtig wohl. Viele können wir bei unseren Besuchen sehen - manche eher nicht, zumindest sehr selten und wenn, dann nur mit viel Ausdauer auf der Lauer.

Immerhin weisen die Maulwürfe gut sichtbar auf ihre Wohnorte hin und sind auch sonst recht mitteilsam. Die meisten gehören zu den heimischen Großstadttierchen, können schwimmen, fliegen oder ausgezeichnet klettern. Einige, wie die Biber, sind erst vor einigen Jahren zugewandert. Einer Königin wurde samt zugehörigem Volk sogar ein neues Schloß errichtet. Andere, wie Elche, Wisente und Waschbären, die zwar im Brandenburger Umland bereits angekommen sind, haben den Schloßpark noch nicht erreicht. Zur Beruhigung der Neuankömmlinge wäre noch zu erwähnen: der Wolf ist auch noch nicht aufgetaucht.

Am Freitag kamen nun Schafe mit einem speziellen Reisegefährt an (1). Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) hatte zum Empfang eingeladen.

 
Angekommen: Endlich raus aus dem Blechkasten und rein in die Natur. Schäfer und Hütehund warten schon.

Ankunft der Schafherde im Schloßpark Charlottenburg

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05. Mai 2018 - 19:00Plastische Akte

Camera Work zeigt Yoram Roth


Wer Aktfotos sehen möchte, der braucht nur in einem Internetsuchprogramm entsprechende Schlagworte einzugeben, und schon kann er sich durch Millionen Aufnahmen unbekleideter Körper arbeiten. Wer von vornherein Wert auf Qualität legt, sucht nur bestimmte Seiten auf, und wer direkt www.yoramroth.com eingibt, der kann sich überlegen, ob er sich mit den Darstellungen auf dem Bildschirm begnügt oder sich doch besser der Mühe unterzieht, sich diese Bilder in der Auguststraße 11 – 13 in Berlin Mitte anzuschauen.

Die CWC Gallery ist eine Dependance der renommierten Galerie Camera Work in der Kantstraße, die sich vorrangig zeitgenössischen Fotografen widmet. In der CWC Gallery – auch Camera Work Contemporary – sind bis zum 9. Juni drei Serien des Berliner Künstlers Yoram Roth zu sehen. Der Weg in die Galerie bringt nicht nur den Vorteil, die Bilder in originaler Größe und einer Auflösung zu sehen, die das eigene Auge hergibt, sondern ist die einzige Möglichkeit, die Bilder authentisch auf sich wirken zu lassen. In der jüngsten Serie von Yoram Roth „Spatial Concepts“, die der Ausstellung auch den Namen gibt, handelt es sich faktisch um räumliche Arbeiten, deren Wiedergabe auch der beste Bildschirm nur vortäuschen kann.

 

Yoram Roth / Foto © Metropol Studios [2843]

Der Photograph Yoram Roth.
Foto: © Metropol Studios
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01. Mai 2018 - 22:04Fledermaus flattert außer Zeit und Raum

Opernhaus im Walzerrausch


Es ist ein Fest der Melodien und der Stimmen, wenn sich in der Deutschen Oper in der Bismarckstraße der Vorhang zur Neuinszenierung „Der Fledermaus“ von Johann Strauß hebt.

Das Haus hat das Potential, die Krone der Wiener Operettenkultur mit Spitzenpersonal zu besetzten und hat es auch getan, wobei die Entscheidung bei der Möglichkeit, die Adele gleich vierfach besetzen zu können, schwer fiel und eine Auswahl getroffen werden mußte. So wurde entschieden, wenigstens Meechot Marrero und Nicole Haslett alternierend einzusetzen. Aus dem Hausensemble konnten mit Thomas Blondelle, der den Gabriel von Eisenstein gibt, mit Enea Scala die Rolle des „Alfred“ und Markus Brück die Figur des „Frank“ hervorragend besetzt werden. Für die „Rosalinde“ wurde der Berliner Opernstar Annette Dasch gewonnen, als Prinz Orlowsky wurde Angela Brower und als Frosch, einst legendär gespielt von Hans Moser, Florian Teichtmeister vom Theater in der Josefstadt an das Berliner Opernhaus geholt.

Meechot Marrero, Annette Dasch und Thomas Blondelle in „Die Fledermaus“ an der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Meechot Marrero als Adele, Annette Dasch als Rosalinde und Thomas Blondelle
als Gabriel von Eisenstein in „Die Fledermaus“ an der Deutschen Oper.
Foto: Wecker
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