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31. Mai 2013 - 22:20Neues aus Kiez und Bezirk

  • Einwohnerversammlung zum Bezirkshaushalt
    Die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf lädt zu einer Einwohnerversammlung zum Bezirkshaushalt ein. Judith Stückler:
    "Im August 2013 wird der Entwurf des Bezirksdoppelhaushaltsplans 2014/15 eingebracht und im September 2013 zur Abstimmung in der BVV stehen. Im Mittelpunkt der Beratungen wird die Realisierung der zum Bezirksdoppelhaushaltsplan 2012/13 gefassten Beschlüsse des Bezirksamts zu strukturellen Einsparungen durch den Verkauf von Grundstücken sowie die Schließung von bezirklichen Einrichtungen stehen.
    Die Kommunalpolitik will sich in der Einwohnerversammlung rechtzeitig der erforderlichen Diskussion stellen, und das Bezirksamt wird erforderliche Informationen geben. Dabei steht erneut die zukünftige Finanzierung der bezirklichen Aufgaben im Mittelpunkt, die an erheblichen strukturellen Schwächen, insbesondere durch die Kosten- und Leistungsrechnung und die damit verbundene Budgetierung, leidet. Auch die Auswirkungen weiterer Einsparungen im Personalbereich sind zu beachten.
    Die Bezirksverordnetenversammlung hat daher bereits im letzten Jahr beschlossen, eine Einwohnerversammlung einzuberufen."
    Dienstag, 11. Juni 2013, um 19:30 Uhr
    Rathaus Charlottenburg (BVV-Saal/3.Etage), Otto-Suhr-Allee 100

    Dazu meldet die Presse, daß die Bezirke jetzt mehr Geld vom Senat erhalten sollen.
    * Berliner Zeitung vom 30.05.2013
    * Berliner Morgenpost vom 30.05.2013

    Noch neuere Meldungen besagen, daß die eben vorgelegten Ergebnisse der Volkszählung finanzielle Konsequenzen für die Stadt haben könnten, da in Berlin ca. 180 000 Menschen weniger als bisher angenommen leben sollen. Das soll aber nicht nur zukünftig weniger Geld bringen, sondern es müßten sogar Gelder aus dem Länderfinanzausgleich zurückgezahlt werden.
    Dazu hat die Zählung auch noch ergeben, daß es in Berlin etwa 2900 Wohnungen weniger gibt als bislang angenommen. Berlin ist eine Mieterstadt, das war bekannt. Etwa 84 % der Berliner wohnen zur Miete. Das zeigt aber auch erneut, wie wichtig bezahlbarer Wohnraum ist.
    * Der Tagesspiegel vom 31.05.2013
    * Potsdamer Neueste Nachrichten vom 31.05.2013


  • Leitung des Museums Charlottenburg-Wilmerdorf wechselt
    Die jetzige Leiterin des Museums Charlottenburg-Wilmerdof, Birgit Jochens, geht Ende Juni in den Ruhestand. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger ist uns bisher nicht bekannt. Die letzte Info lautete: das Bezirksamt hätte die Stelle ausgeschrieben.
    * Berliner Morgenpost vom 30.05.2013


  • Ausstellung und Workshops „Es war einmal … in Afghanistan“
    Ab sofort können sich interessierte Kinder und Jugendliche für die Ferien-Workshops des interkulturellen Projektes "Es war einmal … in Afghanistan" in der Kommunalen Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin anmelden.
    • Workshop I für Kinder und Jugendliche von 12 bis 18
      24.6. – 5.7.2013, Mo bis Fr, jeweils von 13 bis 16 Uhr
      >> Fotografie ist mehr als auf den Auslöser drücken. Wir wollen mit Fotos Geschichten erzählen, indem wir afghanische Märchenvorlagen szenisch umsetzen. Dabei lernen wir nicht nur das Land, seine Geschichten und Fotografie-Techniken kennen. Wir entwerfen Szenen, bauen Sets, gestalten Kostüme, setzen Licht und entwickeln eine eigene Wirklichkeit in Bildern, die in der Ausstellung präsentiert werden. <<
    • Workshop II für Kinder von 6 bis 12
      8.7.-12.7.2013, Mo bis Fr, jeweils 10-14 Uhr
      >> Märchen sind Geschichten, die über Generationen hinweg von Mund zu Mund überliefert werden. Zunächst existieren sie nur in den Köpfen der Menschen. Irgendwann wurden sie zum ersten Mal schriftlich festgehalten. Vielleicht sogar mit einer Feder... Wir wollen afghanische Märchen entdecken und zeichnerisch in Bilder übertragen. Gemeinsam gestalten wir Schritt für Schritt ein großes Märchenbild mit Feder und in blauer Tinte, das in ein fernes Land, eine andere Zeit und eine neue Wirklichkeit führt. Das fertige Gemälde wird in der Ausstellung präsentiert. <<
    Beide Workshops sind kostenfrei. Es können jeweils bis zu 15 Personen teilnehmen.
    Weitere Informationen und Anmeldung beim Bezirksamt oder unter www.o-u-a-t.com.

- Kinder und Jugendliche, Kunst und Kultur, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

29. Mai 2013 - 20:24Veranstaltungstipps


  • Fest der Nachbarn
    Am Freitag, 31. Mai 2013, findet wieder das Fest der Nachbarn statt. Wir hatten bereits darauf hingewiesen. In unserem Bezirk beteiligen sich u.a. das Haus am Mierendorffplatz und das Nachbarschaftshaus am Lietzensee. Der Veranstalter weist auf ein besonderes Angebot hin:
    >> Berliner Kita-Kinder und der Künstler Mathias Roloff zeichneten Malvorlagen zum Thema „Mein Haus der Nachbarn“. Thomas Schmitt und die Stiftung Stadtmuseum Berlin überließen uns außerdem einige Zeichnungen des Karikaturisten Erich Schmitt, bekannt durch „Das dicke Schmitt-Buch“ und aus Eulenspiegel, Wochenpost und Berliner Zeitung. Und die Layouterin Gabriele Hulitschke machte aus den Einzelteilen ein wunderbares, buntes, nachbarschaftliches Ganzes.
    „Zeichnet uns Euer Haus der Nachbarn, damit wir daraus ein Malbuch machen, das wir beim Fest der Nachbarn 2013 verteilen“, so lautete unsere Anfrage an die Kinderprojekte der Berliner Mitgliedseinrichtungen des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit e. V. Eingesandt wurden uns Kinderzeichnungen von der Kita am Kleistpark, der Villa Folke Bernadotte, dem Kinderhaus am Fliegeberg, dem elele-Nachbarschaftszentrum und der Kurt-Tucholsky-Grundschule.
    Thomas Schmitt, der Sohn des berühmten Zeichners und Karikaturisten Erich Schmitt, sowie das Märkische Stadtmuseum gaben uns die Erlaubnis, einige Bilder Erich Schmitts für das Malbuch zu verwenden. Der junge Berliner Grafiker und Künstler Mathias Roloff lieferte uns
    ebenfalls schöne, freche und lustige Malvorlagen. <<
    Die sehr schönen Malbücher haben wir uns vorab anschauen können. Sie werden allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des diesjährigen Festes der Nachbarn 2013 kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie können außerdem gegen Portoerstattung beim Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. bestellt werden.

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- Geschichte, Kinder und Jugendliche, Menschen im Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

28. Mai 2013 - 00:28Mission: Bundestagsmandat – CDU (2)

Bei dem Kampf Mann gegen Frau um das Bundestagsmandat im Wahlkreis 80 geht es jetzt also darum, daß „nur Taten (zählen) für die Bürgerinnen und Bürger, die auch bis zum 22. September 2013 umgesetzt werden“ – wie es so treffend im zweiten Teil von „Mission: Bundestagsmandat – SPD“ heißt. Neben den schon dort genannten Bewährungsproben bietet sich – unter vielen weiteren – auch diese an: die Unterlaufung der Informations- und Kontrollmöglichkeiten der Bürger umgehend und nachprüfbar zu beenden.

Die SPD bekam ja bereits in einem offenen Brief die Gelegenheit zur Stellungnahme – und vielleicht antwortet statt Bürgermeister Naumann ja Bundestagskandidatin Radziwill. Aus Gründen der Parität ist zum selben Thema heute der Bundestagskandidat der CDU, Herr Gröhler, dran.

 

Bundestagskandidat Gröhler und die Beseitigung der Einwohnerfragen

Gegen Herrn Gröhler wurden in letzter Zeit mehrere Beschwerden gerichtet, weil er Einwohnerfragen unvollständig und/oder erst nach vielen Wochen beantwortete. Liegt es ihm nicht, daß seine Bürger ihn nach seinem Handeln befragen? Diesen aus demokratischer Sicht unschönen Eindruck verschärfte er noch selbst mit seiner schriftlichen Stellungnahme zu einer der Beschwerden, als er am 17.12.2012 Frau Stückler, BVV-Vorsteherin und Parteikollegin, darauf hinwies, daß nach seiner Rechtsauffassung

der Bürger keinen Anspruch auf detaillierte Antworten und schon gar nicht in Schriftform habe.


Er leitete seine Rechtsauffassung aus § 43 Satz 2 des Bezirksverwaltungsgesetz vom 10.11.2011 ab, in dem es zum Thema „Einwohnerfragestunde“ heißt:

„Das Bezirksamt ist verpflichtet, in der Einwohnerfragestunde Stellung zu nehmen.“


 Aus diesem Satz abzuleiten, das Bezirksamt sei nicht verpflichtet, detailliert und schriftlich zu antworten (weil es ja nicht ausdrücklich gesagt werde), stellt eine kleine Delikatesse für Liebhaber juristischer Rabulistik da, allein schon wegen der Schlichtheit der Argumentation. Es wird aber auch deutlich, welch haarspalterisches Argumentieren man bei diesem Kandidaten erwarten muß, wenn er partout etwas (nicht) will.

Kurze Zeit später (am Abend des 29. Januar vor Beginn der ersten Einwohnerversammlung zur Kolonie Oeynhausen) wies der Kandidat, zur Unterstützung seiner Rechtsauffassung, im Gespräch noch auf den allgemeinen Rechtsgrundsatz hin, daß – egal, was in einer Geschäftsordnung stehe (*) – ein Gesetz immer einen höheren Rechtsrang und damit Vorrang habe.

Wenn man bedenkt, daß Herr Bundestagskandidat Gröhler Volljurist ist und nebenberuflich im Justizprüfungsamt Berlin-Brandenburg tätig, kann man jetzt schon feststellen: durchgefallen. Denn ihm sollte doch eine Grundregel bekannt sein, die jeder Jurastudent im 1. Semester lernt: Nie mit dem Lesen bei einer (anscheinend) passenden Rechtsvorschrift aufhören, sondern auch in den nächsten Paragraphen schauen, ob es da nicht eine Sonderregelung gibt. Und hier konnte Herr Gröhler sogar im selben Paragraphen bleiben, denn nur zwei Sätze weiter heißt es:

„Das Nähere regelt die Geschäftsordnung.“ (§ 43 Satz 4 BezVwG),

die damit also selbst Bestandteil des Gesetzes ist. Es ist erstaunlich, auf welch unverfrorene Art Herr Gröhler die Bürger, seine Kollegen im Bezirksamt und die Vorsteherin der BVV düpiert. Qualifiziert das zum „Volksvertreter“?

 

Besserungschance

Aber noch ist nicht aller Tage Abend und eine Chance, diesen Eingriff in die demokratischen Rechte der Bürger selbstkritisch und ausdrücklich im BA-Kollegium und im GO-Ausschuß zurückzunehmen und ab sofort Einwohnerfragen ausführlich und nach spätestens zwei Wochen schriftlich zu beantworten – denn, wie gesagt: „nur Taten (zählen) für die Bürgerinnen und Bürger, die auch bis zum 22. September 2013 umgesetzt werden“.


MichaelR


(*) Zur Erinnerung: In der GO heißt es in § 47 (Einwohnerfragestunde):

Absatz 4: „Im Rahmen der Einwohnerfragestunde besteht Anspruch auf eine zusätzliche schriftliche Stellungnahme.“

Absatz 5: „Bei Abwesenheit des/der Fragestellers/in während der Einwohnerfragestunde erfolgt eine schriftliche Beantwortung.“


MichaelR - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

26. Mai 2013 - 21:12Mission: Bundestagsmandat - SPD

Am Samstag haben die Delegierten auf einem Landesparteitag über die zuvor vom Berliner SPD-Landesvorstand vorgelegte Landesliste zur Bundestagswahl 2013 abgestimmt.

Ülker Radziwill wurde auf der Landesliste aber "nur" mit dem 9. Platz bedacht. Nun ist es so, daß lediglich die Plätze bis etwa Sechs als sicher gelten - was dann also quasi eine Selbstversorgungsgarantie mit sehr guten Arbeitsbedingungen und ca. 7700 Euro plus einer steuerfreien monatlichen Kostenpauschale in Höhe von ca. 3400 Euro bedeutet. Als Abgeordnete im Berliner Landesparlament erhält man dagegen "nur" eine Diät von 3.369 Euro plus einer steuerfreien monatlichen Kostenpauschale in Höhe von 994 Euro.

Da kann man schon mal richtig sauer werden, wenn der Hinterzimmer-Zug plötzlich so sang- und klanglos, ohne anzuhalten und sie auf den besseren Plätzen einsteigen zu lassen, einfach so vorbeifährt. Also wollte Frau Radziwill unbedingt den sicheren 3. Platz auf der Landesliste nachträglich ergattern. Kampfkandidatur gegen die gesetzte Kandidatin war angesagt - unterstützt durch Christian Gaebler aus dem freundschaftlich verbundenen Charlottenburger SPD-Ursumpf.

Doch auch das klappte nicht und ging letztlich peinlich in die Hose - wie das eben so ist, wenn man neue Gegebenheiten partout nicht anerkennen möchte. Nach dieser finalen Niederlage nun richtig eingeschnappt, folgte noch eine kleine Rest-Zickerei. Diese Liste wäre nicht mit mit ihr, ähh nicht mit Schlorrendorf Charlottenburg-Wilmersdorf abgestimmt gewesen ....



Doch nun will Frau Ülker Radziwill von der SPD erst so richtig als Direktkandidatin kämpfen. Warum eigentlich erst jetzt? Wenn man sich in all den Jahren wirklich für die Menschen aktiv eingesetzt hätte, wäre man seiner Wahl doch sicher und hätte eine zusätzliche "Absicherung" auf einer Landesliste gar nicht nötig. Sie scheint sich also nicht sicher zu sein. Mit Recht, können wir dazu leider nur feststellen, denn sie ist ja eben nicht tatkräftig in Erscheinung getreten, sondern ist uns lediglich durch einen Hang zur Selbstversorgung, Zuarbeit für genehme Begünstigte, Phrasendrescherei, und Desinteresse an Mieterinnen und Mietern (in dieser Reihenfolge) aufgefallen. Dafür hat sie sich stets „blendend“ mit einigen Vermietern und Entmietern verstanden - was ihr Verhalten dann wiederum vollends erklärt.

Was versteht sie nun also unter "Kämpfen"? Doch nur allein weiter für das eigene Wohlergehen? Vielleicht noch irgendwo mehr Geld abziehen, um ein paar Wähler mehr zu kaufen täuschen? Versteht sie darunter etwa weiterhin nur, unseren schönen Kiez mit noch mehr blöden Plakaten und dämlichen Phrasen zu verschandeln, oder noch mehr kleine Tütchen auf irgendwelchen Wahlständen zwei Wochen vor der Wahl im September zu verteilen? Oder vielleicht doch endlich mal damit beginnen, für die Menschen in den Charlottenburger Kiezen zu kämpfen?

Wir verstehen unter Einsatz jedenfalls etwas anderes. Wie wärs zum Beispiel damit:

  • Die Machenschaften im Schlorrendorfer Rathaus beenden und dafür sorgen, daß der Berliner Senat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmerdorf finanziell so ausstattet, daß es seinen Aufgaben (Elterngeld, BAföG, Grünanlagenpflege, usw.) auch gerecht werden kann.
     
  • Das Problem der Gästewohnungen bei der GEWOBAG angehen, die ebenfalls dringend benötigten Wohnraum dem Markt entziehen und nebenbei noch alle Mieter mit erheblichen monatlichen Aufschlägen auf die Miete belasten (Aufschlag 0,27 €/qm/Monat: Wohnwertverbesserndes Merkmal im Mietspiegel). Diese elende Abzockerei aller GEWOBAG-Mieter hier im Kiez muß bis zum Wahltermin im Herst eingestellt werden.
     
  • Der laufenden Verdrängung aus dem Kiez entgegenstellen - sei es wegen sog. Modernisierungsmaßnahmen, oder durch die still im Hintergrund laufende "Verschiebung" nach Charlottenburg-Nord.
    Hier berichtete die taz von einem aktuellen Fall - Realität, geschildert bei einem gestrigen Aktionstag von Mieterinnen und Mietern - und sicher nicht erwähnt auf irgendeinem Parteitag der bornierten Selbstversorgung.
    Schon meldet sich die nächste Mieterin zu Wort. Es ist die Mutter des Zehnjährigen mit dem „Sophie-Charlotte-Straße“-Schild. „Wozu Balkone, wenn man sich die Miete nicht mehr leisten kann“, sagt sie. Sie heißt Bianca Bötel, ist Anfang 50, allein erziehende Mutter und frei schaffende Künstlerin. Seit neun Jahren lebt sie in der Sophie-Charlotte-Straße in Charlottenburg. Nun soll luxussaniert werden, die Miete doppelt so teuer. Was ihr bislang angeboten wurde: eine Entschädigung von 100 Euro pro Quadratmeter, in ihrem Fall sind das 6.000 Euro – aber keine Ersatzwohnung. Stattdessen kamen Drohungen. Beim Dachausbau müssten neue Träger rein. Die Decke ihrer Wohnung könnte im Zuge dessen durchaus runterkommen.
    Quelle: taz vom 26.05.2013

 
 


Direktkandidaten für den Wahlkreis 80 - Charlottenburg-Wilmersdorf

Nach der Entscheidung bei der SPD liegen nun die Landeslisten aller Parteien zur Bundestagswahl am 22. September 2013 vor.
In unserem Wahlkreis treten damit folgende (aussichtsreichste) Direktkandidaten an:

  • Klaus-Dieter Gröhler (CDU)
  • Ülker Radziwill (SPD)
  • Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen)

Frau Lisa Paus ist als einzige der Direktkandidaten auf Platz 3 der Landesliste der Grünen abgesichert.
Herr Klaus-Dieter Gröhler von der CDU und Frau Ülker Radziwill von der SPD sind nicht auf Landeslisten abgesichert.

Damit konzentrieren wir uns auf den Fight zwischen Klaus-Dieter Gröhler und Ülker Radziwill - denn nur hier gilt: Alles oder Nichts!
Kein Geschwafel, keine Phrasen, keine bekloppten Plakate, keine Ramschverteilerei auf Wahlständen - Nur Taten für die Bürgerinnen und Bürger, die auch bis zum 22. September 2013 umgesetzt werden, zählen.
Die Zeit läuft.


- Politik - 18 Kommentare / Kein Trackback

25. Mai 2013 - 22:02Straßen und Plätze: Tunnel am Adenauerplatz


Der Tunnel am Adenauerplatz ist Ergebnis jener Stadtplanung nach 1945, die sich in erster Linie als Verkehrsplanung verstand und die die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs zu nutzen versuchte, um nun die „autogerechte Stadt“ zu bauen – und die dabei den Kriegsschäden noch erhebliche weitere Zerstörungen von Wohn- und Lebensraum hinzufügte.

 

Tunneleinfahrt von der Lewishamstraße aus


 

Stadtplanung als Verkehrsplanung

Für Westberlin bestimmend waren dabei Kollektivplan (Hans Scharoun), Zehlendorf-Plan und Bonatzplan (1946-1948), die – in abnehmendem Umfang – wesentliche Eingriffe in die gewachsene Stadtstruktur durch ein Netz von Schnellstraßen vorsahen, um dem privaten Kfz-Verkehr Vorrang zu schaffen. Ihr geistiger Vater war der Speer-Plan (1936-1942).

Die Umsetzung begann in den frühen 1950er Jahren, also in einer Zeit, als der öffentliche Verkehr weit wichtiger war als der Individualverkehr (1960 gab es in Westberlin erst 160.000 Pkws, also einen auf 11 Einwohner) (1). Trotzdem wurde ab 1953 systematisch die Straßenbahn beseitigt (2) (1967 fuhr die letzte in Westberlin) und gleichzeitig der Ausbau von U-Bahn und „Stadtautobahn“ forciert: Zu nennen wären die Verlängerung der U 6 von der Seestraße zum Kurt-Schumacher-Platz (1956 eröffnet; 1958 bis Alt-Tegel) und der Baubeginn des „Stadtrings“ zwischen Halensee und Hohenzollerndamm (1956). Der damalige Bausenator Rolf Schwedler (SPD) sah darin die Verwirklichung seiner „Vision einer autogerechten Stadt wie Los Angeles“ (S. 13). Zur selben Zeit war der Westberliner Senat allerdings nicht in der Lage, „selbst die dringendsten Bedürfnisse wie die Beseitigung der Wohnungsnot befriedigend anzugehen“ (3).

Um also die „Straße frei“ zu machen für den Individualverkehr und diesem gleichzeitig dort „freie Fahrt“ zu verschaffen, wurde 1. der auf der Straße beseitigte Schienenverkehr in Form des teuersten Verkehrsmittels unter der Straße ausgebaut und 2. durch den Bau von breiten Durchgangsstraßen und Tunnels für „flüssigen“ Straßenverkehr gesorgt. Beides kann im Bereich des Tunnels am Adenauerplatz besichtigt werden und auch, daß der Westberliner Senat keineswegs zimperlich bei der Umsetzung war.

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - drei Kommentare / Kein Trackback

24. Mai 2013 - 00:24Senioren aktiv

Seniorenvertretungen informieren

  • Öffentliche Sitzung der Seniorenvertretung
    Zur nächsten öffentlichen Sitzung der Seniorenvertretung sind die Leiterin des Bürgeramtes und der neue Geschäftsführer der Wilmersdorfer Seniorenstiftung eingeladen. Die Erläuterungen zum Aufgabensprektrum des Bürgeramtes sind für die Seniorenvertreter sehr wichtig, da auch sie in ihren wöchentlichen Sprechstunden oft mit deren Themenstellungen konfrontiert werden. Der neue Geschäftsführer der Wilmersdorfer Seniorenstiftung wird seine Vorstellungen von der zukünftigen Entwicklung der Stiftung und deren Bestandserhalt erläutern.
    Montag, 27. Mai 2013 um 14:00 Uhr
    Rathaus Wilmersdorf (Sitzungssaal 1141 / 1. Etage)
    Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin


  • Vortrag mit Diskussion: "Moor-Kräfte der Natur wieder neu entdecken"
    Die Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf lädt im Rahmen ihrer monatlichen Dienstagsveranstaltungen ein. Eintritt: 1.- EUR inkl. 2 Tassen Kaffee oder Tee.
    Dienstag, 28. Mai 2013 von 14:00 bis 16:30 Uhr
    Seniorenclub Nehringstraße, Nehringstr. 8, 14059 Berlin


     
  • Seniorinnen und Senioren debattieren im Parlament
    Seniorinnen und Senioren der Stadt nehmen im Abgeordnetenhaus Platz, um ihre Fragen an den Senat von Berlin zu stellen.
    Die traditionsreiche Veranstaltung „Senioren debattieren im Parlament“ wird nach den parlamentarischen Regeln einer Fragestunde durchgeführt. Dr. Johanna Hambach, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin, dazu: „Die Debatte wird von Seniorinnen und Senioren in der Stadt sehr geschätzt und als Gradmesser der Wertschätzung und Anerkennung des vielfältigen Engagements und der zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten für die Belange der älteren Menschen empfunden“.
    Die bezirklichen Seniorenvertretungen haben im Vorfeld Fragen diskutiert. Bezahlbares Wohnen im Alter, Verbesserung und Sicherung der Qualität der Pflege sowie das Sicherheitsbedürfnis im öffentlichen Nahverkehr und in den Wohnquartieren sind die Hauptanliegen in diesem Jahr, die immer wieder an die bezirklichen Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertreter herangetragen werden. Die Beantwortung erfolgt im Parlament durch die Senatorinnen und Senatoren oder deren Vertreter. Mitglieder der Fraktionen im Abgeordnetenhaus werden ebenfalls ihre Sicht zu den Themen darlegen können.

    Mit dieser Veranstaltung haben die älteren Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, den politischen Teilhabe- und Partizipationsgedanken zu erleben und durchzusetzen. Sie soll alljährlich die Entscheidungsträger ermutigen, ältere Menschen in der Gestaltung aller gesellschaftlichen Belange vom Wohnen, Gesundheit bis ÖPNV intensiver einzubeziehen.

    Die Einladungen des Präsidenten des Abgeordnetenhauses wurden über die bezirklichen Seniorenvertretungen und die im Landesseniorenbeirat berufenen Vertreter von Berliner Seniorenorganisationen verteilt.
    Donnerstag, 6. Juni 2013 ab 14:00 Uhr
    Abgeordnetenhaus von Berlin (Plenarsaal), Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin

    Weitere Informationen:
    Gemeinsame Geschäftsstelle des Landesseniorenbeirates Berlin (LSBB) und der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)
    Telefon 030/9018-22715 - Telefax 030/9018-22734)
    Parochialstraße 3 (Raum 230 des Neuen Stadthauses), 10179 Berlin-Mitte
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9:00 bis 14:00 Uhr

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23. Mai 2013 - 00:02Aufhebung der Grundverschlüsselung bei privaten SD-Digitalsendern

Anfrage an TeleColumbus am 8.05.213

 
Sehr geehrte Damen und Herren,

der Mieterbeirat Klausenerplatz ist gewählter Vertreter der GEWOBAG-Mieter im Gebiet des Klausenerplatz-Kiezes in Berlin-Charlottenburg.

In dieser Funktion möchte ich Ihnen einige Fragen zum Thema Grundverschlüsselung der privaten Digitalsender in Standardauflösung (SD) stellen, da uns auch immer wieder Mieter deswegen aufsuchen.

Da die Häuser bzw. Wohnungen der GEWOBAG hier vor Ort komplett durch TeleColumbus mit Kabelfernsehen versorgt werden, haben die Mieter nicht die Möglichkeit, einen anderen Kabel-TV-Anbieter zu wählen.
Insbesondere auch daher kommen bei uns als Mietervertretung immer wieder Fragen diesbezüglich auf.


Laut Entscheidung des Bundeskartellamts (PDF) dürfen die SD-Kanäle der privaten Sendeanstalten nicht mehr verschlüsselt ausgestrahlt werden, sondern müssen frei zu empfangen sein.

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22. Mai 2013 - 15:17Moderner Sklavenhandel - Übliches Gemauschel?

Immer mal wieder verwechselt man uns und wir erhalten z. B. Mails, die u.a. eigentlich an einen bekannten Kiez-Verein gehen sollten.

Wir hatten im Jahr 2009 auf einen ähnlich gelagerten Fall hingewiesen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
uns wurde vom JobCenter Charlottenburg-Wilmersdorf ein Projekt im Rahmen von MAE für den o.g Bereich bewilligt. Gern möchten wir Ihnen kostenfrei Hilfskräfte zur Verfügung stellen, da die Nachfrage in Ihrem Bezirk sehr groß ist. Bitte teilen Sie uns schnellstmöglich Ihren Bedarf mit. Gern möchten wir auch Sie bei der Verteilung berücksichtigen.
Vielen Dank.


Gestern erhielten wir (das Kiez-Web-Team) folgende Mail:

Sehr geehrter Herr ...,
vielen Dank für Ihr Interesse an Teilnehmenden für unsere Maßnahme ab August 2013. Gerne können Sie die Teilnehmeranzahl auch noch erhöhen.
Anbei erhalten Sie noch einmal eine Einsatzstellenerklärung mit der genauen Tätigkeitsbeschreibung. Bitte schicken Sie diese bis zum 24.05.2013 an .... zurück. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen

Im Anhang (als PDF) der Mail befindet sich die in der Mail erwähnte "Einsatzstellenerklärung mit der genauen Tätigkeitsbeschreibung" passend komplett vorausgefüllt - fertig, nur noch zum Unterschreiben und Zurücksenden.


Originale, wie auch andere vorhandene Dokumente und Belege, stehen offiziellen Stellen wie auch der Presse jederzeit zur Verfügung.

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22. Mai 2013 - 00:12Will das Bezirksamt die Einwohnerfragen aushebeln?

Offener Brief an Bürgermeister R. Naumann (SPD)

 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Naumann,

eine jüngst von Ihnen gemachte Äußerung läßt die Sorge aufkommen, daß Sie drauf und dran sind, das Recht der Bürger auf Einwohnerfragen zu beschneiden. Denn Sie schreiben in einem Bescheid vom 15. Mai 2013 (in dem Sie eine Beschwerde gegen Herrn Stadtrat Gröhler wegen übermäßig verspäteter Beantwortung einer Einwohnerfrage zurückweisen) folgendes:

„Ich bedauere an dieser Stelle ausdrücklich, dass es offenbar Usus geworden ist, bei eigentlich mündlich zu beantwortenden Einwohneranfragen von vornherein auf einer schriftlichen Antwort zu bestehen oder zu diesem Tagesordnungspunkt nicht in der Sitzung der BVV anwesend zu sein. Denn dadurch wird regelmäßig eine schriftliche Beantwortung der Fragen erforderlich, die zu einem eigentlich unnötigen erheblichen Arbeitsmehraufwand führt.“


Aber ist Ihnen denn nicht die Geschäftsordnung der BVV in der Fassung vom 16. Mai 2013 bekannt, wo es in § 47 heißt:

Absatz 4: „Im Rahmen der Einwohnerfragestunde besteht Anspruch auf eine zusätzliche schriftliche Stellungnahme.“

Absatz 5: „Bei Abwesenheit des/der Fragestellers/in während der Einwohnerfragestunde erfolgt eine schriftliche Beantwortung.“


Frau Bezirksverordnetenvorsteherin Stückler (CDU) bestätigte erst kürzlich die in der 11. Einwohnerfrage vom April 2013 angesprochene Rechtslage – daß nämlich „auf Antrag der Linken, der Piraten, der Grünen und der SPD am 19.01.2012 von der BVV beschlossen [wurde], dass im Rahmen der Einwohnerfragestunde ein Anspruch auf eine zusätzliche schriftliche Stellungnahme besteht (Drucksache 0027/4)“ –, indem sie ausdrücklich feststellte:

„Die Regelungen zur Einwohnerfragestunde wurden anlässlich der Neufassung der Geschäftsordnung der Bezirksverordnetenversammlung am 14. Juni 2012 geändert. Eine Anpassung des Textes im Internet unterblieb irrtümlich. Das Büro der Bezirksverordnetenversammlung bittet um Nachsicht.“


Aber nicht nur, daß jeder Bürger somit selbst bei Anwesenheit einen Anspruch auf die schriftliche Beantwortung seiner Fragen hat – die Schriftform hat gegenüber der nur mündlichen Antwort auch eine wichtige demokratische Funktion: Denn nur dann können alle Bürger schwarz auf weiß und auch noch nach Jahren nachlesen, welche Antwort gegeben wurde. Die schriftliche Antwort ist also ein Mittel der Transparenz und verhallt nicht einfach im BVV-Saal.

Tatsächlich hat seit Anfang 2012 die Anzahl der monatlichen Einwohnerfragen erheblich zugenommen, denn offenbar hat die Unzufriedenheit der Bürger mit dem Bezirksamt ebenfalls erheblich zugenommen und sich eben in diesen Fragen artikuliert: Denken Sie nur an solche Themen wie Schließung der Knobelsdorffstraße, „Ökokiez“, Umgestaltung des Olivaer Platzes, Umwandlung der „Kurbel“ in einen Biomarkt, Kolonie Oeynhausen, Elterngeld …! In allen Fällen gibt es eine weit über die Kapazität der Zuhörertribüne der BVV hinausreichende Einwohnerschaft, die davon betroffen ist!

So gesehen, ist Ihr oben zitierter Einwand gegen die schriftliche Beantwortung von Einwohnerfragen nicht nur ein Verstoß gegen die eigene Geschäftsordnung, sondern würde bei einer Umsetzung die demokratische Kontrolle der Tätigkeit Ihres Bezirksamtes durch die Öffentlichkeit ganz erheblich beeinträchtigen.

Ich bitte Sie, uns Bürgern darüber aufzuklären, ob Sie wirklich vorhaben, die Rechtslage zu mißachten und das demokratische Informations- und Kontrollrecht der Bürger dadurch zu beeinträchtigen, daß Sie das uneingeschränkte Recht auf eine schriftliche Beantwortung von Einwohnerfragen in Frage stellen.

Und falls Sie beides doch nicht vorhaben sollten, bitte ich Sie, uns Bürger des weiteren darüber aufzuklären, wie Sie in Zukunft sicherstellen werden, daß alle Mitglieder des Bezirksamtes die an sie gestellten Einwohnerfragen innerhalb von zwei Wochen und gewissenhaft beantworten.

Vielleicht folgen Sie dem Vorbild von Frau Paus, MdB (Grüne Partei) und beantworten diesen Brief ebenfalls in öffentlicher Form.

 
Mit freundlichen Grüßen
MichaelR

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21. Mai 2013 - 00:02Kiezer Hinterhöfe

 

Hinterhof im Kiez am Klausenerplatz

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20. Mai 2013 - 18:34Wohnen in Berlin

  • Tag des Mieters: "Betongold oder Der Ausverkauf der Stadt"
    • Ab 15:00 Uhr: Temporäres Mieter-Büro. Kostenlose Mieterberatung durch Mieter, Entmietete und Fachanwälte für Mietrecht.
    • 21:30 Uhr: Die "Dokumentation Beton-Gold. Wie die Immobilienblase in mein Wohnzimmer kam" von Katrin Rothe zeigt, wie eine Berliner Hausgemeinschaft sich gegen die Luxussanierung und den Ausverkauf ihrer Wohnungen aufzulehnen versucht.
    • Danach Diskussion mit: Katrin Rothe (Regisseurin und »entmietete« Betroffene), Carola Handwerg (Miet-Anwältin) u.a., Moderation Andrej Holm.
    • Im Anschluß präsentiert Ina Wudtke ihr Album "The Fine Art of Living" mit Songs über Mieterprobleme.
    Samstag, 25. Mai 2013
    Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin-Mitte
     
     
  • Das ist der Berliner Filz, Filz, Filz
    (zu singen frei nach der Melodie "Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft") in einer weiteren Folge unserer Reihe: "Neues vom Berliner Senat und seinen „Entmietern“ in der Wilhelmstraße".
    Die Presse hat sich schon mehrfach damit beschäftigt. Die Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte bietet einen neuen Überblick.
    Unbedingt lesen sollte man den in der Zeit erschienenen Artikel des bekannten Journalisten und Buchautors Mathew D. Rose mit einem Blick hinter die Kulissen der Berliner "ehrenwerten Gesellschaft" mit vielen Parallelen zu "Konstrukten" im Bezirk und am Klausenerplatz.
    Und nein, es handelt sich dabei nicht um die Phantasie eines Krimiautors! Es ist die pure, nackte Realität!
        
     
  • Praktizierte "Mieterverachtung"
    Die durch den Berliner Senat von Verdrängung bedrohten Senioren in der Palisadenstraße haben sogenannte "Volksvertreter" angeschrieben. Fast alle haben geantwortet. Fast! Vier davon haben bis heute nicht geantwortet. Diese vier sind alle von der SPD. Darunter ist auch Frau Ülker Radziwill, die ach so gern als Charlottenburger Direktkandidatin für den Bundestag gewählt werden möchte. Nun, wir am Klausenerplatz wissen warum. Mieter haben sie noch nie wirklich interessiert. Sie hat noch nie auch nur die Spur eines aktiven und tatkräftigen Einsatzes gezeigt. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, daß sie mit dem Bestreben nach Selbstversorgung für sich und ihre Begünstigten und mit all ihren sonstigen Hinterzimmer-Aktivitäten voll ausgelastet ist.
        
     
  • Gästewohnungen abschaffen und vermieten
    Der Mieterbeirat Klausenerplatz hatte den Berliner Senat erneut gebeten, die Gästewohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG abzuschaffen und zu vermieten. Die Forderung besteht seit Anfang 2012: >> Dem Problem der Gästewohnungen bei der GEWOBAG, die ebenfalls dringend benötigten Wohnraum dem Markt entziehen und nebenbei noch alle Mieter mit erheblichen monatlichen Aufschlägen auf die Miete belasten (Aufschlag 0,27 €/qm/Monat: Wohnwertverbesserndes Merkmal im Mietspiegel), sollte sich das Bezirksamt (und natürlich der Senat) ebenfalls umgehend dringend annehmen. <<
    Frau Ülker Radziwill (SPD) war dabei, als das Problem dem Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) im Dezember 2012 höchstpersönlich dargestellt wurde. Passiert ist aber gar nichts! Aber ihre Aktivitäten erschöpfen sich bekannterweise lediglich in Selbstversorgung, Zuarbeit für genehme Begünstigte, Phrasendrescherei, und Desinteresse an Mieterinnen und Mietern (in dieser Reihenfolge). Dafür verstehen sie sich „blendend“ mit einigen Vermietern und Entmietern - was ihr Verhalten dann wiederum vollends erklärt. Die miese, elende Abzockerei aller GEWOBAG-Mieter hier im Kiez geht jedenfalls weiter. Jetzt hat letzte Woche Frau Katrin Lompscher (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE) zugesagt, das Thema ins Abgeordnetenhaus zu bringen.
        
     
  • Erhaltungsverordnung und Vorkaufsrecht
    • BUND, Mieterverein und Kleingärtner kritisieren die Pläne des Senats als "Einseitige Förderung des Wohnungsbaus".
      Die meisten Neubauwohnungen würden jedoch ohnehin als Eigentumswohnungen errichtet oder zu Mietpreisen zwischen zehn und 13 Euro angeboten. "Für einen Großteil der Bevölkerung spielt der Neubau daher gar keine Rolle", so Wild. Der BMV fordere daher, im Step Wohnen ebenfalls festzuschreiben, wo genau die preiswerten Wohnungen durch die kommunalen Wohnungsbauunternehmen entstehen sollen. Zudem müssten in zahlreichen Innenstadtbezirken Gebiete mit sozialer Erhaltungsverordnung ausgewiesen werden, damit die dort ansässige Bevölkerung nicht weiter durch steigende Mieten verdrängt werde.

      Eine solche Verordnung bräuchten insbesondere die Bezirke Mitte (Ortsteil Moabit sowie Wedding zwischen Müller-, Lynarstraße und Nordufer), Charlottenburg-Wilmersdorf (rund um Klausenerplatz und Mierendorffplatz) sowie Tempelhof-Schöneberg (rund um den Bayerischen Platz und die Gebiete an der Grenze zu Tiergarten). "Dort werden im großen Umfang Mieter durch steigende Mieten verdrängt."

      Quelle: Berliner Morgenpost vom 03.05.2013
      Infos zur Erhaltungsverordnung:
      * Berliner Mietergemeinschaft "Es geht auch anders"
      * Berliner Mietergemeinschaft "Ein scharfes Schwert – Milieuschutz in Hamburg"
      * Berliner Mietergemeinschaft "Ein zahnloser Tiger"
       
    • Engagierte Bezirkspolitiker können auch was tun
      Im Bezirksamt Pankow sitzen Bezirkspolitiker von anderem Format als in Schlorrendorf (auch Charlottenburg genannt).
      Pankows Baustadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) will teure Luxussanierungen künftig verhindern, indem das Land Berlin sein Vorkaufsrecht auf Immobilien nutzt, um die Mieten niedrig zu halten.
      * Der Tagesspiegel vom 19.05.2013



  • Gegen Mietpreis-Treiberei und Verdrängung durch städtische Wohnungsunternehmen!
    Die Pankower Mieterinitiative berichtet über die geplante Zerstörung historischer Fassaden durch Wärmedämmung. Die Auguststrasse schreibt zu einem konkreten Beispiel: "Alles zukleben". Wir hatten uns auch schon mehrfach mit dem, eh nur zum Abziehen der Mieter und Befüllen der eigenen und Begünstigtentaschen geplanten, giftgrüngetünchten Ökokiezfimmel am Klausenerplatz beschäftigt.

     
  • Weiter steigende Wohnungsnot
    Die Wohnungsnot hat in Berlin ein neues Level erreicht.
    In der Innenstadt sind Wohnungen schon längst Mangelware, doch mittlerweile gibt es sogar in Randbezirken kaum noch Leerstand. Mehr dazu
    * Der Tagesspiegel vom 14.05.2013
    * Berliner Zeitung vom 15.05.2013

     
  • Für bezahlbare Wohnungen und ein sozial gerechtes Mietrecht
    Der Mieterbund hat einen Forderungskatalog vorgelegt. Darin werden u.a. gefordert: Wiedervermietungsmieten begrenzen, preiswerte Wohnungsbestände erhalten, Luxussanierungen, Umwandlung, Zweckentfremdung und Wohnungsverkäufe verhindern und die jüngst von der schwarz-gelb gefärbten Bundesregierung eingeführten mieterfeindlichen Mietrechtsänderungen zurücknehmen.
 

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18. Mai 2013 - 16:53Schrei aus Beton

 
Auf der Liste der trostlosen Ecken im bausündenversehrten Berlin landet das Quartier rund um den Heckerdamm im nördlichen Zipfel Charlottenburgs ganz weit oben. Eingeklemmt zwischen Autobahn und Kurt-Schumacher-Damm, erheben sich die Wohnwürfel der Paul-Hertz-Siedlung. Eine Kleingartenkolonie suggeriert eine bürgerliche Idylle, die aber umgehend von einem Logistikzentrum, einem Discounter und der Strafanstalt Plötzensee gebrochen wird. Über dem Areal lastet der Dauerkrach vom Stadtring, der durch Starts und Landungen vom nahen Flughafen Tegel rhythmisiert wird. In diesem Freiluftmuseum der Nachkriegszeit lässt sich penibel das Gesicht einer Stadt studieren, die nicht menschen-, sondern autogerecht gebaut wurde. Bei sommerlichen Temperaturen schwitzen die Steine Staub und das Atmen fällt schwer.

Aber gerade in der Dunkelheit ist die Kerze vonnöten. Inmitten der Brache liegt Maria Regina Martyrum, die Gedenkkirche der deutschen Katholiken für die Opfer des Nationalsozialismus, entworfen vom Architekten Hans Schädel. Die Kirche, eine Mischung aus Zweckraum, Denkmal und begehbarer Skulptur wurde im Mai 1963 geweiht, der 50. Jahrestag der Konsekration im Gedenkjahr 2013 wurde mit einer Messe unter Leitung des Berliner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki feierlich begangen. An diesem sakralen Ort wird sowohl der zahllosen Opfer des Nazi-Regimes als auch der Blutzeugen (= Märtyrer) aus dem christlichen Glauben gedacht.

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17. Mai 2013 - 00:02Straßen und Plätze: Rund um die Avus-Nordkurve

 
Ein Wandervorschlag des „Spaziergangforschers“ Bertram Weisshaar - noch bis zum 30. Juni Teil der Ausstellung „Kunstraum AVUS“ in der Kommunalen Galerie - gab den Anstoß dazu, diesen gut zweistündigen Spaziergang selbst einmal zu machen: einen Spaziergang rund um die Avus-Nordkurve (*) in einem Grenzbereich zwischen Charlottenburg und Wilmersdorf, den man normalerweise lieber unbesehen und schnellstmöglich durchquert.

Karte des Rundwanderwegs / © OpenStreetMap-Mitwirkende  (www.openstreetmap.org)  - mit freundlicher Genehmigung von Bertram Weisshaar


Route

Ausgangspunkt: S-Bahnhof Westkreuz > Richtung Halenseestraße > kurz vor der Straße rechts Richtung ICC-Parkhaus > auf dem Weg dorthin Abstecher rechts auf ein stillgelegtes Stück Autobahn (direkte Auffahrt Richtung Hamburg) > Einfahrt zum ICC-Parkhaus > auf der Spirale zum 6. Geschoß hinauf > auf der Gegenspirale zur Ausfahrt hinunter > beide Fahrtrichtungen der Halenseestraße überqueren > Halenseestraße nach links > am ersten Tor im Zaun rechts auf den Parkplatzes der Raststätte > zur Raststätte mit Mercedesturm (*) > durch eine Lücke im Zaun und über die Nordkurve auf den danebenliegenden weiteren Parkplatz im Inneren der Nordkurve > rechts durch Avus-Unterführung zum Messedamm > Treppe hoch, nach links, entlang der Tribüne (*) zur Jafféstraße > nach rechts und quer durch den S-Bahnhof Eichkamp > nach dem Ausgang gleich links und Treppe runter zur Cordesstraße > Avus-Unterführung > Cordesstraße folgen > rechts Abstecher zum Golfplatz > kurz vor Ende der Cordesstraße rechts Abgang des Fußgängertunnels zum Werkstättenweg > Werkstättenweg nach links bis Halenseestraße > rechts bis Trabener Steg > Autobahn überqueren > Bornstedter Straße geradeaus weiter > Friedhof Grunewald > längs der Mauer umrunden > zurück zum S-Bahnhof Westkreuz (zurück zum Trabener Steg, Treppe runter zur Halenseestraße, nach rechts) oder weiter zum S-Bahnhof Halensee (weiter auf Bornstedter Straße bis Kurfürstendamm, dort links). 


Sehenswürdigkeiten

Das kommt auf den Spaziergänger an. Das Rohmaterial sind: Straßen- und Schienenfahrzeuge aller Art, stehend und in Bewegung; Bauwerke für unterschiedlichste Zwecke von Lebenden und Toten; verschiedene Abstufungen Natur zwischen kahler Brache und dichtem Urwald; Geräusche vom Verkehrslärm bis zum Vogelgezwitscher; Rund- und Fernblicke; ununterbrochene Bewegung und ewige Ruhe; Geruch von Auspuffen und blühendem Flieder.

Und man kann außerdem sehen: Es gibt hier viel Platz für Neubauten; da muß man keine Kleingärten beseitigen.

 
MichaelR

Blick vom Funkturm auf den Bau des Autobahndreiecks, 1963 - Archiv Schultz

 


(*) Die Avus wurde 1913 zu bauen begonnen, jedoch wegen Erstem Weltkrieg und Nachkriegszeit erst 1921 fertiggestellt und mit einem Automobilrennen eröffnet (Sieger: Fritz v. Opel auf einem Opel). Im Rahmen des weiteren Ausbaus zu einer Höchstgeschwindigkeitsrennstrecke kamen 1937 die Steilkurve (43,6° überhöht, 1967 im Zusammenhang mit dem Bau des Autobahndreiecks Funkturm abgerissen und wieder als flache Kurve hergestellt), der Zielrichterturm (seit 1958 zusammen mit dem anschließenden Verwaltungsgebäude eine Raststätte) und die Tribüne (unter Denkmalschutz) hinzu. 1999 war das letzte Rennen auf der Avus, die seit 1940, mit dem Anschluß an den Berliner Ring, öffentliche Straße ist.


MichaelR - Gastautoren, Gesellschaft - Kein Kommentar / Kein Trackback

16. Mai 2013 - 00:02Der Literaturidealist


Den Büchnerpreis hat er 2011 bekommen, im laufenden Jahr ist er 70 Jahre alt geworden, da darf einer der wirkmächtigsten Autoren der Gegenwart ruhig Rückschau auf sein literarisches Leben halten. Friedrich Christian Delius, der kieznah am Lietzensee wohnt, hat seine biografischen Skizzen, unterlegt mit nostalgischen Fotos, unter dem trügerischen Titel „Als die Bücher noch geholfen haben“ vorgelegt – trügerisch deshalb, weil (nicht nur) seine Bücher auch heute helfen, Kindle Fire und Konsorten zum Trotz. Sie helfen gegen die Floskeln, Phrasen und Textbausteine aller Zeiten, in Delius’ Fall gegen jene der ausklingenden Adenauerära wie gegen jene der totalitären Wortführer von 68; heute helfen gute belletristische Bücher gegen den Imperativ der permanenten Selbstvermarktung und die Gefällt-mir-Einfalt von Facebook. In der vorliegenden Chronik präsentiert sich der selbst ernannte Literaturidealist F. C. Delius von allen Seiten, als junger Debütant, sorgfältiger Lektor, mutiger Verleger, Stipendiat mit der Chuzpe zum Hausfriedensbruch und en passant als virtuoser Autor.

Es passt ganz schön viel hinein in ein modernes Dichterleben. Als er 1964, noch als Student, im Kreis der „Gruppe 47“ die Bühne betritt, akquiriert er mit seiner Lesung gleich den umtriebigen Impressario des Literaturbetriebes Walter Höllerer als Doktorvater. Im selben Jahr gründet Klaus Wagenbach in Berlin seinen Verlag, publiziert erste Gedichte des Unbekannten und nimmt ihn 1970 nach seiner Promotion mit dem hinreißenden Titel „Der Held und sein Wetter“ als Lektor ins Kollektiv. Die aufkommende Diskussion um die Strategie der Roten Armee Fraktion setzt die linke Szene unter Dauerspannung. Entnervt von den endlosen Debatten um Solidarität mit der inhaftierten Ulrike Meinhof verlässt F. C. Delius 1973 den Wagenbach-Verlag und wird Gründungsmitglied bei Rotbuch. Zu allem Überfluss hat er in diesen turbulenten Jahren einen Prozess gegen den Weltkonzern Siemens am Hals, nachdem er als Stipendiat der römischen Villa Massimo eine satirische „Festschrift“ zum 125jährigen Firmenjubiläum verfasst und das Wirken Siemens’ während des III. Reiches pointiert und kritisch belegt hat – mit Zitaten aus Firmenbroschüren. F. C. Delius kommt finanziell glimpflich davon, der Autor und sein neuer Verlag können sich keine bessere Glaubwürdigkeit im antiautoritären Milieu wünschen. Literarisch leistet Rotbuch Pionierdienste Richtung Osten: in Westberlin erscheinen ab Mitte der 1970er Jahre die Texte von Günter Kunert, Thomas Brasch und Heiner Müller, alle Berlin(Ost) sowie dann in den 1980ern von Herta Müller, seinerzeit noch in Rumänien lebend. Diese Brotarbeit an den Büchern anderer hat F. C. Delius nicht davon abgehalten, das eigene Schreiben fortzusetzen; 1978 verlässt er Rotbuch und wird freier Autor in reger Produktion, präzise und federleicht schreibend und zu Recht hoch dekoriert.

Wer nun meint, eine solche Vita offenbare notwendig ein politisches Selbstverständnis, erfährt postwendend Widerspruch: „Theorie war meine Sache nie, Aktionismus noch weniger“, ein „guter Linker“ sei er nicht gewesen, Jean Paul und Theodor Fontane habe er um Längen lieber gelesen als Karl Marx. Schon der Junge kannte „die Wohltat, mich am Schopf der eigenen Texte aus dem Sumpf der Sprachlosigkeit ziehen zu können“, der Mann wird diese Empfindung und diese Fähigkeit kultivieren. F. C. Delius geht ein Dogmatismus des Schreibens völlig ab, ästhetische wie literarische Argumente zielen für ihn nicht aufs Rechthaben, sondern auf das Fortlaufenlassen der Kommunikation. Ein solch romantischer Respekt vor der Sprache ist kostbar, er ist Voraussetzung für Genuss ohne Ideologie, dabei durchaus politische, soziale und wirtschaftliche Missstände beim Namen nennend. Aber eben nicht vereinnahmend zu Lasten der Kunst. Allerdings kommt Delius’ Beharren, ein Einzelgänger der schönen Literatur und kein Parteigänger von 68ff. zu sein, ein wenig zu vehement daher; er ist nolens volens auch Repräsentant seiner Generation, ihrer Kämpfe und ihrer Widersprüche, randständig und glänzend. Was bleibt Friedrich Christian Delius noch zu wünschen? Dass dereinst eine Straße nach ihm benannt werde, in Berlin, in Charlottenburg, dem Pflaster, auf dem so viele seiner Bücher Gestalt annahmen. Im Poetenwinkel rund um die mittlere Kantstraße zwischen Goethe und Schiller, Wieland und Herder sollte sich ein passender Ort doch finden lassen.


 
Friedrich Christian Delius: Als die Bücher noch geholfen haben. Biografische Skizzen, Berlin 2012, Rowohlt

Andrea Bronstering - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

15. Mai 2013 - 00:02Zauberhafte Kristallglasuren im Keramik-Museum Berlin

 
Das Keramik-Museum Berlin lädt herzlich zu einer neuen Sonderausstellung ein: 

Zauberhafte Keramikwelt: Kristallglasuren


 
 
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 16. Mai 2013 um 19:30 Uhr
Grußworte: Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann
 
Ausstellung vom 17. Mai 2013 bis zum 12. Mai 2014
(Eintritt 2,- Euro)

Keramik-Museum Berlin (KMB)
Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg
Öffnungszeiten: Fr, Sa, So, Mo von 13:00 – 17:00 Uhr


  
Schon Jahrhunderte bevor die gezielte Beschäftigung mit Kristallglasuren in Europa (Sèvres um 1850) begann, faszinierte diese Glasurtechnik vor allem Menschen im Fernen Osten. Der Ursprung „kristallinischer Glasuren“ (mit Mikrokristallen) wird in den alten chinesischen und japanischen Kulturen zur Zeit der Song-Dynastie 960-1279 vermutet.

Aus dem sich abkühlenden Schmelzfluss der aufgetragenen und erhitzten Glasurmasse wachsen – abhängig von den benutzten Rohstoffen und sonstigen Milieubedingungen – bunte Flecken, blüten- oder sternförmige Muster, auch zweiartige Gebilde oder andere Kristallbildungen.  
Das gestaltlose Materialchaos der heißen Schmelze lässt bei der Erstarrung geometrische Körper entstehen, die als Gesamtheit ein geordnetes Gefüge bilden. Wissenschaftlich stellt jede Kristallglasur in Bezug auf die beteiligten Moleküle einen Gleichgewichtszustand dar.
(aus: Abenteuer Kristallglasur, Keramikmuseum Mettlach 2008).

In der zwölfmonatigen Präsentation werden neben einer Auswahl zeitgenössischer Spitzenleistungen im Umgang mit Kristallglasuren auch viele Beispiele ihrer Anwendungen aus den vergangenen 110 Jahren gezeigt. Der Leiter des KMB, Heinz-J. Theis, zu der neuen Sonderausstellung: "Dank zahlreicher Leihgaben können nun auch wir, ergänzt durch Objekte der museumseigenen Sammlung, einen wunderbaren Einblick in das „Abenteuer Kristallglasur“ gewähren."

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14. Mai 2013 - 20:18Veranstaltungstipps


 

Weitere Veranstaltungen immer auch auf der Terminseite vom Klausenerplatz

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13. Mai 2013 - 20:33Mieterversammlung in der Nehring-Grundschule

Schon mal zum Vormerken.

Der Mieterbeirat Klausenerplatz und der Berliner Mieterverein laden zur Mieterversammlung ein.
Zentrale Themen: Asbestbelastung in Wohnungen, Modernisierungsvorhaben der GEWOBAG im Kiez am Klausenerplatz.

Dienstag, 28. Mai 2013 um 18:30 Uhr
Nehring-Grundschule (Mensa)
Nehringstraße 8-10
14059 Berlin-Charlottenburg

Mieterversammlung im Kiez am Klausenerplatz

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13. Mai 2013 - 19:50Immer noch kein Elterngeld?

Wir hatten auf die Aktion bereits hingewiesen. Die Initiative hat inzwischen Aufrufe im Kiez ausgehängt.
Aktuell beträgt die Bearbeitungszeit der Anträge auf Elterngeld über 5 Monate! Gefordert werden weitere Mitarbeiter für das Bezirksamt, damit die Wartezeit auf ca. 6 Wochen verkürzt werden kann.

Welche betroffenen Eltern möchten an einer geplanten Demonstration am Donnerstag, 16. Mai 2013 ab 16:30 Uhr, zur kommenden Bezirksverordnetenversammlung (Beginn 17:00 Uhr) teilnehmen? Kontakt ist auch über uns möglich.

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12. Mai 2013 - 00:02Umgestürzter Baum in der Schloßstraße

Am Donnerstag hat es plötzlich geknallt und gescheppert, so berichteten Anwohner. Ein Baum war umgestürzt und quer über die Fahrbahn bis auf den Mittelstreifen der Schloßstraße gefallen. Dabei soll er noch ein Auto getroffen haben. Personen wurden nach den Angaben allerdings nicht verletzt. Als wir am Freitag diese Fotos machten, war von einem beschädigten Auto nichts mehr zu sehen.

Update:
Die rbb-Abendschau vom 10.05.2013 hat darüber berichtet.
Danach hatte die umgestürzte Kastanie Braunfäule und soll sogar zwei Autos (im Vorgarten?) beschädigt haben. Das Bezirksamt will nach dem Vorfall in den nächsten Wochen alle Bäume in der Gegend untersuchen lassen.

Umgestürzter Baum an der Schloßstraße 18/18a

die Bruchstelle des umgestürzten Baums in der Schloßstraße 

Bereits zersägte Baumreste auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße

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10. Mai 2013 - 23:24Gewerbeneuigkeiten

Lylla Bio-Markt hat wieder geöffnet

Verena Hankes langjähriger Bioladen, ein in 26 Jahren gewachsenes Stück alternativer Kiezkultur, mußte bleiben und ist geblieben. Am morgigen Samstag ist es soweit. Nun geht es gleich neben einem schönen Blumenladen in der Seelingstraße weiter.

Frisch im Angebot: Nix für Schickimickis - aber echtes Bio für alle.

Grillen ist nix für jeden

Lyllas Bio-Markt hat an neuer Stelle in der Seelingstraße wiedereröffnet

    Gurken und mehr in echt Bio-Qualität
 
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag von 8:00 bis 20:00 Uhr 
  
 

Lylla Bio-Markt
Seelingstraße 18
14059 Berlin-Charlottenburg

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10. Mai 2013 - 00:24Bunt ist besser

 
Bunte Autos sieht man besser,

bunte Poller auch.

Pollerbemalung im Kiez am Klausenerplatz

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09. Mai 2013 - 00:24Gedenkminute für die Altbaufassade

Am 27. September 2012 verstarb der Architekt und Stadtplaner Hardt-Waltherr Hämer (*1922 † 2012) im Alter von 90 Jahren. Anläßlich seines Todes titelte die Berliner Zeitung ihren Bericht mit "Gedenkminute für die Altbaufassade". Das wollen wir aufgreifen und hier immer mal wieder mit einem Foto an ihn erinnern, denn solch außergewöhnliche Menschen sollten nicht vergessen werden.

Das hier gezeigte Wandbild, welches  einen Reißverschluss zeigt der eine ebenfalls gemalte Gründerzeitfassade freilegt, befindet sich knapp außerhalb unseres Kiezes in der Zillestraße (früher Wallstraße).

Wandbild in der Charlottenburger Zillestraße

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08. Mai 2013 - 00:02Zum 8. Mai

Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht der II. Weltkrieg auf europäischem Boden, im Pazifik wurde er noch bis zu den US-amerikanischen Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki im August des gleichen Jahres weitergeführt. Der vom III. Reich verursachte Krieg kostete mindestens 60 Millionen Menschen das Leben. In Frankreich, Tschechien und der Slowakei ist der 8. Mai ein Gedenk- und Feiertag. Es sollten 40 Jahre ins Land gehen, bis 1985 ein bundesdeutscher Politiker, der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, den 8. Mai 1945 als Befreiung vom Hitlerfaschismus auch für Deutschland und die Deutschen bezeichnete.

Integraler Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie war ein aggressiver Antisemitismus, der in der industriell organisierten Vernichtung von geschätzten 6 Millionen europäischer Juden gipfelte. Zu ihnen zählt auch die Lyrikerin Gertrud Kolmar, 1894 in Berlin geboren, 1943 in Auschwitz ermordet. Gertrud Chodziesner, so ihr Geburtsname, war die älteste Tochter eines angesehenen jüdischen Rechtsanwalts und Justizrates; nach dem Besuch der Höheren Mädchen- und Hauswirtschaftsschule 1912 arbeitete sie als Sprachlehrerin, ab 1918 als Dolmetscherin im Auswärtigen Amt. 1917 erschien ihr erster Gedichtband unter dem Pseudonym Gertrud Kolmar. Nach dem Tod der Mutter 1930 arbeitete sie als Sekretärin ihres Vaters. Nach 1933 konnte sie nur noch vereinzelt publizieren, eine mögliche Emigration lehnte sie aus Sorge um den kranken Vater ab. Ab 1941 wurde sie zur Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie verpflichtet, 1943 dann nach Auschwitz deportiert. Am Haus in der Ahornallee 37 im Westend erinnert eine Gedenktafel an Gertrud Kolmar.

Gertrud Kolmars umfangreiches nachgelassenes Werk, das formal durch Sonette und Balladen gekennzeichnet ist, wurde mittlerweile vorbildlich editiert. Zur Illustration ihres dichterischen Schaffens das Gedicht „Die Fahrende“ aus dem Zyklus Weibliches Bildnis, entstanden zwischen 1927 und 1932.

 
                  Alle Eisenbahnen dampfen in meine Hände,
                  Alle großen Häfen schaukeln Schiffe für mich,
                  Alle Wanderstraßen stürzen fort ins Gelände,
                  Nehmen Abschied hier; denn am andern Ende,
                  Fröhlich sie zu grüßen, lächelnd stehe ich.

                  Könnt’ ich einen Zipfel dieser Welt erst packen,
                  Fänd ich auch die andern, knotete das Tuch,
                  Hängt’ es auf einen Stecken, trüg’s an meinem Nacken,
                  Drin die Erdenkugel mit geröteten Backen,
                  Mit den braunen Kernen und Kalvillgeruch.

                  Schwere eherne Gitter rasseln fern meinen Namen,
                  Meine Schritte bespitzelt lauernd ein buckliges Haus;
                  Weit verirrte Bilder kehren rück in den Rahmen,
                  Und des Blinden Sehnsucht und die Wünsche des Lahmen
                  Schöpft mein Reisebecher, trinke ich durstig aus.

                  Nackte, kämpfende Arme pflüg’ ich durch tiefe Seen,
                  In mein leuchtendes Auge zieh’ ich in den Himmel ein.
                  Irgendwann wird es Zeit, still am Wasser zu stehen,
                  Schmalen Vorrat zu sichten, zögernd heimzugehen,
                  Nichts als Sand in den Schuhen Kommender zu sein.
 


Gertrud Kolmar: Das lyrische Werk. Ausgabe in drei Bänden. Herausgegeben von Regina Nörtemann, 2. Auflage Göttingen 2010, Wallstein Verlag

Andrea Bronstering - Gastautoren, Kunst und Kultur - ein Kommentar / Kein Trackback

07. Mai 2013 - 00:02Kleine Kunst am großen Haus

Ein weiteres Werk aus der Kiez-Ausstellung "Kunst an der Hauswand".

 

"Kunst an der Hauswand" in der Seelingstraße

"Kunst an der Hauswand" im Kiez am Klausenerplatz

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06. Mai 2013 - 00:02Neues aus Kiez und Bezirk

  • Anmeldung für das Sommerferienangebot "Kinder in Luft und Sonne"
    Vom 20. Juni bis zum 10. Juli und vom 15. Juli  bis zum 2. August 2013 können sich Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren unter Anleitung geschulter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendclubrings Berlin e.V. jeweils 3 Ferienwochen an den Werktagen von 08:00 bis 16:00 Uhr im Volkspark Jungfernheide nach Herzenslust austoben und viele neue Erfahrungen sammeln. Pavillons bieten Schutz und Spielmöglichkeiten an regnerischen Tagen.
    Termine für Anmeldungen:
    • Donnerstag, 16., 23. und 30. Mai 2013 (von 16:00 bis 18:00 Uhr) und
    • Samstag, 25. Mai 2013 (von 12:00 bis 14:00 Uhr) während der Kinderkleidungs- und Spielzeugbörse,
      im Haus der Jugend Charlottenburg, Zillestr. 54, 10585 Berlin-Charlottenburg
    Die Teilnahme kostet 235,00 Euro. Familien mit Transferleistungen können mit einer finanziellen Förderung rechnen. Der Mindestteilnehmerbeitrag beträgt für die drei Ferienwochen 55,00 Euro.
    Weitere Informationen unter Tel. 9029-12775 (ab 15:00 Uhr). Vordrucke für die Anmeldung und die Beantragung von Stiftungsmitteln, Film und Bilder über die Aktion auf der Webseite vom Haus der Jugend Charlottenburg.

     
  • ÖkoBio ist auch nur ein "Geschäft"
    Eine weitere Dienstaufsichtsbeschwerde hat Baustadtrat Marc Schulte (SPD) von der Bürgerinitiative "Bürger für das Quartier Meyerinckplatz" auf den Amtstisch bekommen. Wie bei der geplanten Bebauung von Kleingärten geht es auch hier um das "richtige" Baugenehmigungsverfahren - diesmal allerdings für einen Bio-Supermarkt am Meyerinckplatz. Mehr dazu in der
    * Berliner Woche vom 22.04.2013

     
  • Protest gegen Schließung der Elterngeldstelle in Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am Donnerstag, 16. Mai 2013, wollen sich Eltern vor dem Rathaus Charlottenburg treffen, um anschließend ihren Unmut während der kommenden Bezirksverordnetenversammlung (Beginn 17:00 Uhr) zu äußern. Sie fordern mehr Mitarbeiter für die Elterngeldstelle, damit die Anträge schneller bearbeitet werden. Das meldet
    * Der Tagesspiegel vom 04.05.2013

     
  • Radfahren auf dem Kaiserdamm
    Manche möchten gern direkt auf dem Kaiserdamm mitten im Verkehrsgewühl Fahrrad fahren. Der Tagesspiegel berichtet von einem "Selbstversuch".
    * Der Tagesspiegel vom 05.05.2013
 

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05. Mai 2013 - 18:52Charlottenburger Stadtgeschichte

Bezirksgeschichte im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf -  Mitmachen bei der Dauerausstellung


Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf bittet um Unterstützung bei der Vorbereitung einer Dauerausstellung zum Thema „Von der Residenz zur City West“:
>> Was gehört zur Geschichte des Bezirks? Was muss gezeigt werden? Mit dieser Frage wendet sich das Museum an geschichtlich interessierte Berlinerinnen und Berliner. Welches Haus, welche Person, welcher Platz oder welcher Alltagsgegenstand sind unverzichtbar, wenn die Bezirksgeschichte von den Anfängen an und so interessant wie möglich dargestellt werden soll? Ist es ein Porträt der Kurfürstin Sophie Charlotte, ein Schulheft eines Kindes aus dem 19. Jahrhundert, ein historisches Bügeleisen, ein Foto vom schönsten Platz in Charlottenburg oder ein Modell des ICC? <<
Die interessantesten Vorschläge werden prämiert.

Das ehemalige Landhaus des Bildhauers Christian Daniel Rauch (1777–1857) in der Schloßstraße 6 von 1908 - Bildquelle Wikipedia

Für die Teilnahme an der Aktion sind folgende Angaben erforderlich:

  • Nennen Sie max. drei Objekte, die unbedingt in der Dauerausstellung gezeigt werden sollen. Wenn möglich, ergänzen Sie Ihre Vorschläge mit einer Abbildung.
  • Begründen Sie kurz, warum diese Dinge aus Ihrer Sicht wichtig sind.
  • Versehen Sie Ihren Beitrag mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift.
Vorschläge bitte bis zum 31. Mai 2013 an:
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
in der Villa Oppenheim
Schloßstraße 55, 14059 Berlin-Charlottenburg

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05. Mai 2013 - 18:47Testfall Oeynhausen. Wie grün sind die Grünen?


Hier folgt eine zweite Stellungnahme zur Antwort von Lisa Paus auf den offenen Brief an sie. Die erste Stellungnahme befindet sich hier.

 
Sehr geehrte Frau Paus,

ich bin Pächter auf der Kolonie Oeynhausen und habe Ihren Artikel mit Interesse gelesen. Ihre Feststellungen im ersten Absatz kann ich nur unterstreichen. Schön wäre es aber gewesen und wäre es immer noch, wenn Ihre Parteimitglieder im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf danach handeln würden, d.h. sich bedingungslos für den vollständigen Erhalt der seit 110 Jahren bestehenden Kolonie einzusetzen.

Die von Ihnen erwähnten erheblichen finanziellen Risiken wurden und werden stets vom Bezirksamt behauptet. Aus den uns überlassenen Akten, deren Einsicht wir nur unter Einschaltung des Berliner Datenschutzbeauftragten erhielten, lässt sich diese Behauptung nicht belegen. Die von Baustadtrat Schulte stets mantraartig wiederholte Aussage, es liege ein Erschließungsangebot des Investors vor, wurde bisher nicht belegt. Unsere wiederholte Forderung, uns dieses Angebot zugänglich zu machen, wird bis heute abgelehnt.

Der größte Teil der Bezirksverordneten, auch der Grünen, haben die Akten „Oeynhausen“ nicht gelesen. Sie glauben einfach den Aussagen von Schulte und wissen somit nicht, wahrscheinlich wollen sie es auch nicht wissen, wie die Fakten aussehen. Ohne Erschließung gibt es kein Baurecht, und somit wird auch keine Entschädigung in Höhe von 25 Millionen Euro bei einer Festsetzung des Bebauungsplans IX 205a fällig. Selbst wenn aber eine Erschließung gesichert sein sollte, ergibt sich aus den Gutachten Groth und Finkelnburg höchstens eine Entschädigung von 2,3 Millionen Euro. Nur diese Gutachten hätten die Grünen lesen müssen.

Mit dem Beschluss der BVV vom 17.1.2013, ein vorhabenbezogenes B-Planverfahren durchführen zu lassen, entmündigt sich das Bezirksparlament, sofern dieses Verfahren nach § 13a Baugesetzbuch (BauGB) durchgeführt wird. Ihre Partei hat es in der Hand, gemeinsam mit den anderen Parteien, notfalls gegen die Stimmen der SPD, dieses zu verhindern. Ein Vorhaben- und Erschließungsantrag des Bauträgers kann die BVV ablehnen und sollte dies auch tun. Sie kann aber auch beschließen, ein B-Planverfahren nach § 12 BauGB durchführen zu lassen. Der Bauträger will unbedingt ein Verfahren nach §13 a BauGB. Dies muss verhindert werden. Die Glaubwürdigkeit Ihrer Partei hier in unserem Bezirk zeigt sich uns Bürgern in den nächsten anstehenden Abstimmungen in der BVV und wird mit Sicherheit unser Wahlverhalten bestimmen.

Ich hoffe, die Vernunft wird siegen.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Sommer

Frank Sommer - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

02. Mai 2013 - 21:20Wohnen in Berlin

Mieterbeiräte stärken

 
Im Jahr 2011 scheiterten die letzten Bemühungen, eine verbindliche Vertragsgrundlage für Mieterbeiräte und Wohnungsgesellschaften vom Berliner Senat einzufordern. Am 3. März 2010 wurde der entsprechende Antrag im Bauausschuss des Abgeordnetenhauses nach vorangegangener Anhörung von Mieterbeiräten und Vertretern der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mit den Stimmen der SPD, CDU, Grünen und Linken bei Enthaltung der FDP angenommen. Auf dem Weg ins Parlament wurde der Antrag dann von der SPD schließlich blockiert und so folgte keine endgültige Beschlussfassung und Umsetzung im Abgeordnetenhaus und Senat. Eine Stellungnahme zum Ablauf ist hier nachzulesen.

 
Ausgehend von einer Initiative des Mieterbeirats Frankfurter Allee Süd der HOWOGE wird nun zu einer Veranstaltung eingeladen (siehe auch "junge Welt" vom 18.02.2013). Daran können selbstverständlich auch interessierte Mieterinnen und Mieter teilnehmen (Anmeldung bis zum 13. Mai  beim "kommunalpolitischen forum e.V.")

Mieterbeiräte: Aufgaben, Rechte und Zuständigkeiten stärken
Mittwoch, 15. Mai 2013, 18:00 bis 21:00 Uhr
Tagungsgebäude (
Seminarraum 2), Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

 
>> Mieterbeiräte sind bei städtischen Unternehmen bestehende und bewährte Instrumente für die Durchsetzung von Mieterinteressen. Die Mieterbeiräte bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften haben sich etabliert, weil der Gesellschafter, das Land Berlin, dies den Unternehmen aufgegeben hat und weil engagierte Mieterinnen und Mieter bereit sind, ehrenamtlich für sich und ihre Nachbarschaft zu arbeiten.

Können Mieterbeiräte auch über die öffentlichen Unternehmen hinaus politisch initiiert werden angesichts der fehlenden Rechtsgrundlagen? Wie werden Mieterbeiräte in ihrer Gründung und Arbeit durch den Gesellschafter und das Unternehmen gestärkt und unterstützt? Wo treten Konflikte zwischen Mieterbeiräten und Unternehmen auf? Brauchen Mieterbeiräte erweiterte Rechte und Aufgaben?

Mieterbeiräte setzen sich aktuell meistens aus älteren Mitgliedern zusammen, die Wahlbeteiligung ist niedrig. Sie müssen sich neuen Partizipationsformen öffnen und neue, jüngere Zielgruppen ansprechen, um zukunftsfähig zu werden. Wie könnte eine stärkere Vernetzung stattfinden? Könnte dies ein überörtlicher Zusammenschluss von Mieterbeiräten (auf Stadtteilebene, Bezirksebene, Landesebene) leisten? <<

Diese Fragen sollen auf dem Podium und mit allen Gästen diskutiert werden. Für die Diskussion stehen zur Verfügung:

  • Horst Baer, amtierender Vorsitzender des Mieterbeirats Frankfurter Allee Süd
  • Ephraim Gothe, Staatssekretär, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
  • Kerstin Kirsch, Geschäftsführerin der GEWOBAG MB Mieterberatungsgesellschaft mbH
  • Michael Wagner, Prokurist der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
  • Wibke Werner, Berliner Mieterverein
  • Moderation:
    Katrin Lompscher, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE
    Dr. Andreas Prüfer, Bezirksstadtrat Bezirksamt Lichtenberg

   
  

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