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Anklage in Bildern

Hans-Georg Kohler ist wieder bei Carlos Hulsch


Vernissagen sind in der Galerie von Carlos Hulsch immer ein Ereignis. Seine jüngste mit neuen Werken von Hans-Georg Kohler zum Thema „Asyl“ gehört gewiß zu den bewegendsten. Nach den Begrüßungsworten stimmte er für seinen Galeristen den Bob Dylan Song „Forever young“ an. Berührend war dabei weniger das sängerische Talent als vielmehr die tiefe Verneigung vor seinem Förderer Carlos Hulsch.

Hans-Georg Kohler in der Galerie von Carlos Hulsch / Foto © Frank Wecker

Hans-Georg Kohler vor dem Bild „Vergebung“. Foto: Wecker 
 

Der stellt nunmehr zum fünften Male Bilder von dem in Oslo und Berlin lebenden Künstler aus. Kontinuität zeigt sich nicht nur in der künstlerischen Handschrift, sondern auch in der Provokanz seiner Werke. Das Thema dieser Ausstellung lautet „Asyl“. Sie ist ihm so wichtig, daß er, was für bildende Künstler nicht üblich ist, bei der Vernissage selbst den gedanklichen Hintergrund dieser Arbeiten erläuterte. Ein Gedanke, der Hans-Georg Kohler während des Schaffens bewegte, ist das Problem der Integrationswilligkeit. Bei dem Blick aus deutscher Sicht auf die Geschichte der Emigration sind ihm einige Paradoxa aufgefallen. So wurde Nordamerika auch von etwa 5,5 Millionen Deutschen Auswanderern besiedelt, die jedoch keinerlei Spuren von Integrationsbemühungen in die dort bestehende indianische Kultur hinterließen. Um so mehr finden sich jedoch bis heute Zeugnisse, daß diese Ankömmlinge aus Deutschland, die zumeist aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen hatten und in Amerika reich werden wollten, den Indianern sogar mit Gewalt ihre Kultur übergestülpt haben. Andererseits stießen politische Flüchtlinge aus Deutschland im arabischen Raum auf eine ausgesprochene Willkommenskultur. Das betraf nach 1945 zahlreiche Kriegsverbrecher, die als Militärspezialisten in Syrien hofiert wurden. Der Künstler wundert sich nun coram publico, daß diese kulturellen Leistungen ganz unterschiedlich gewürdigt werden. Während die deutsche Kulturleistung in den USA bis heute unter anderem mit einer nach Bismarck genannten Stadt anerkannt wird, ist angesichts der vielen syrischen Flüchtlinge in Deutschland dort bis heute niemand auf die Idee gekommen, eine deutsche Stadt nach „Aleppo“ zu benennen.

Hans-Georg Kohler mit seiner Ausstellung „Asyl“ in der Galerie von Carlos Hulsch / Foto © Frank Wecker

Hans-Georg Kohler vor einem Zyklus sechs gleichformatiger Bilder zum Thema „Asyl“.
Foto: Wecker

Porträt mit dem Titel „Soldat“ von Hans-Georg Kohler in der Galerie von Carlos Hulsch / Repro © Frank Wecker

Typisch für die Bildsprache Hans-Georg Kohlers ist dieses Porträt mit dem Titel „Soldat“.
Repro: Wecker

„Landschaft im Exil 1“ von Hans-Georg Kohler in der Galerie von Carlos Hulsch / Repro © Frank Wecker

„Landschaft im Exil 1“, Repro: Wecker

Aquarell „Flüchtling“ von Hans-Georg Kohler in der Galerie von Carlos Hulsch / Repro © Frank Wecker

Mit dem Aquarell „Flüchtling“ wird die Ausstellung eröffnet.
Repro: Wecker
 

Aus den Bildern Hans-Georg Kohlers spricht vorzugsweise der menschliche Körper über das menschliche Befinden in der Welt. Da gibt es viele wohlgefällige Darstellungen auch im Schaffen Hans-Georg Kohlers. In dieser Ausstellung fehlen jedoch jegliche Sinnlichkeit und Momente des Glücks. „Liegender Schmerz“, „Vergebung“ oder „Figur ohne Kopf“ lauten die Bildtitel. Was Asyl bedeutet, hat auch Hans-Georg Kohler am eigenen Leib erfahren, denn im Gefolge seiner Eltern emigrierte er 1974 mit seiner Familie nach Norwegen. Grund war die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, die heute als in aller Welt kriegführender Staat Mitverursacher des heutigen Flüchtlingselends ist. Seine Emigration hatte andere Gründe als die, die heutige Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland Asyl suchen läßt. Dennoch zeigt ein Zyklus von vier Bildern in der Ausstellung, wie schwer es ist, selbst in einer solch wunderbaren Landschaft wie der des Setesdales in Südnorwegen heimisch zu werden. Es ist nicht nur die Schwere des Neubeginns. Die alten Sorgen, Ängste und Gedanken bleiben nicht in der alten Heimat. Sie reisen mit und blicken drohend von den schroffen Felsen auf die Bewohner des Tales herab. Wieder läßt uns Hans-Georg Kohler in die Gesichter der Opfer und auch der Täter schauen, eindringlich, wie es nur die Kunst kann. Sie blicken zurück, bisweilen dem Betrachter direkt in die Augen, anklagend, gedemütigt, blutend oder höhnisch. Es sind Charaktere, die den Betrachter nicht mehr loslassen. Das ist die Kunst Hans-Georg Kohlers.

Hans-Georg Kohler und Carlos Hulsch (rechts) bei der Ausstellungseröffnung / Foto © Frank Wecker

Carlos Hulsch (rechts) bekommt von seinem Künstler ein Ständchen.
Foto: Wecker
 

Die Ausstellung ist im Foyer des Abba Hotels in der Lietzenburger Straße 89 zu sehen. Sie ist Montag bis Sonntag zwischen 10 und 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.carlos-hulsch.de.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - 30. Oktober 2017 - 00:24
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