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Teebeuteloktolog mit Epilog

 
Name? - Ich mache keine Aussagen! - Oh, Herr Neumann will den Helden spielen! Welcher Ihrer drei Vornamen - Ernst Erwin Emil - verleiht Ihnen denn diesen Löwenmut? - Ich spreche nicht mit Ihnen! - Nun ja, wer sich von seinen Freunden "E hoch 3" nennen lässt, spricht natürlich nicht mit jedem; dass sie schwierig sind, haben wir schon gehört. (Schweigen) Na, wenigstens ist Ihre Frau umso kooperativer, da haben wir ihr einen Wunsch freigestellt, und sie sendet Ihnen das hier! (legt einen Teebeutel grusinischen Magentees auf den Tisch) Gegen Ihre Magenschmerzen von Ihrem Schnüffelchen! (Lauern) Attraktive Frau! Wird bestimmt nicht lange allein bleiben. (Lauern) Aber was plaudere ich hier, Sie wollen Ihre Lage ja nicht verbessern, die Wache ... ja? - Mein Name ist Ernst Erwin Emil Neumann. - Na also!

 
Renate lag nun schon die fünfte Nacht allein im Bett. Eine oder höchstens zwei, das war schon mal vorgekommen, wenn er außerhalb auf Montage war, und da hatte sie sich auch ganz gut so behelfen können, aber fünf! Er fehlte ihr, seine kräftigen Umarmungen und am Ende ein zärtliches "Oh Schnüffelchen!", worauf sie dann meist sagte: "Oh Emil, du bist ja so stark wie ein Löwe!" Seitdem sie nämlich gemeinsam im Fernsehen diesen Naturfilm über das Leben der Löwen gesehen hatten, war das ihr Zeichen an ihn, wieder loszulegen. Nur schade, daß ihm in letzter Zeit manchmal sein Magen dabei einen Streich spielte ...

Der Vernehmer rückte einen Stuhl zurecht: Bitte, nehmen Sie doch Platz, Herr Neumann, und gießen Sie sich doch Tee ein, Ihre Frau schickt Ihnen wieder Ihren grusinischen Magentee.- Ich möchte Ihnen eine kleine Fabel erzählen. Ein Wolf hatte einen Hasen in die Ecke gedrängt und sagte: Hase, mach dir nichts vor, ich tu dir zwar nichts, aber du kannst nicht entkommmen.- Da fing der Hase an, wild im Kreis zu rennen, um einen Ausschlupf zu finden, und brach dann japsend zusammen. Der Wolf sprach: Hase, mach dir nichts vor, ich tu dir zwar nichts, aber du kannst nicht entkommen.- Der Hase sprang in die Luft, immer höher, um den Ast eines Baumes zu erreichen, aber er sprang nicht hoch genug, schwer atmend blieb er liegen. Der Wolf sprach: Hase, mach dir nichts vor, ich tu dir zwar nichts, aber du kannst mir nicht entkommen.- Der Hase begann wie rasend ein Loch zu graben, keuchte, bekam keine Luft mehr und starb. Der Wolf sprach: Ich habe es dir doch gesagt, Hase, du entkommst mir nicht - und fraß ihn auf.- Nun, Herr Neumann, was meinen Sie, hätte es für den Hasen nicht auch anders kommen können?

Also, man kann nicht gerade sagen, daß ihm viel im Leben wichtig war, eigentlich so gut wie gar nichts, um die Wahrheit zu sagen. Er war einer von vielen, war halt so, wie er nun einmal war - konnte man ja eh nicht ändern, oder? Dämmerte so vor sich hin. Stank vor sich hin. Nur bei dem Wort 'Wasser' wurde er plötzlich lebendig. Wenn er etwas haßte, dann war es Wasser. Wasser war sein Tod! Bloß kein Wasser !! Schon gar nicht kochendes!!!
(Gedanken eines grusinischen Magentee-Teebeutels)


Ausgelaugte dieser Welt, hört mir zu!
Auf engstem Raum sind wir zusammengepfercht; von engstirnigen Banausen, die nicht die geringste Vorstellung von unserem hohen Wert und keine Ahnung von der feinen Kunst unserer Zubereitung haben, werden wir für kurze Zeit übergossen, manche drücken uns dann noch aus, und dann werden wir - ihr Brüder, ihr Schwestern! - in den Müll geworfen. - Warum lassen wir so mit uns umgehen? Ihr Schwestern, ihr Brüder im Leid, hört: Was haben wir zu verlieren außer unseren Fäden und Schildchen? Zerreißen wir unsere Säckchen! Leben wir ein Leben, das zu leben sich lohnt. Wandern wir aus! Es gibt noch Orte auf dieser Welt, wo wir geschätzt werden, wo edelste Zeremonien mit und für uns veranstaltet werden! Hört ihr mich, ihr Brüder, ihr Schwestern - hört ihr mir zu? -
Hört mich jemand?

Meine Damn und Herrn,
in der augenblicklichn Wirtschaftskrise kommt alles drauf an, die Konjunktur anzukurbeln - hab ich im Radio gehört. Und in der Zeitung hab ich gelesn, daß der Konsumklimaindex zulegt und die Verbraucher in Kauflaune sind. Das kann ich auch, hab ich mir gedacht, und hab bei Lidl ein 20er-Karton Sweet Kiss von Teekanne gekauft - mit Kirsch-Erdbeeraroma, falls Sie es nicht wissn solltn. Inzwischen hab ich allerdings gemerkt, daß das ein Fehler war. Aber wohin damit? Einfach wegschmeißn geht ja nich - hat ja Geld gekostet. Also nehm ich ab und zu ein Beutel raus - ich biet ihn besonders gern Gästn an. Aber dann kommt die Frage: wohin jetzt damit? Man weiß ja, wie sehr die Wirtschaft durch richtig gerecyclete Abfälle gefördert wird - und die fördert dann wieder den Sport, und dessn eventuelle Erfolge das weltweite Ansehn dieser Stadt, so nach dem Motto: Be Berlin - Werf dein Dreck/richtig weg! Aber das nur nebenbei.
Also klar, die klein Metallklammern kommn in die gelbe Tonne - is zwar immer eine Fummelei, die abzukriegn, aber mit der Pinzette geht's schon, natürlich nich gleich, wenn der Beutel noch zu heiß is! Der Faden kommt selbstverständlich in den Restmüll. Aber dann kommn die Probleme: was tun mit dem Papierbeutelchen? Logo, der Inhalt geht in die Biotonne, aber der Beutel selbst? Erst ausleern und dann ab in die blaue Tonne? Ich hab's zuerst versucht, hat sich aber als unpraktikabl erwiesn, das ganze Zeug da rauszupuln. Drum hab ich mit dem Umweltbundesamt korrrespondiert, und die habn mir versichert, daß es schon okay is, ihn ungeöffnet in die braune Tonne zu werfn. Bleibt also noch das Schildchen. Und hier wird's richtig knifflig: man muß nämlich genau hinschaun, womit es bedruckt is. Meist stellt sich dabei raus, daß man es zum Papier gebn kann. Wenn aber Golddruck drauf is - isses Sondermüll! Also fahr ich einmal im Monat mit dem Bus zur BSR und geb die Schildchen dort ab. Das erhöht die Transportleistung der BVG - und wenn ich dem Rat eines Bekanntn doch noch folgen sollte und zum Arzt geh, wär das noch
ein weiterer Beitrag von mir zur Steigerung des Bruttosozialprodukts. Is ja auch bitter nötig in der Wirtschaftskrise.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Liebe Recyclingfreunde,
mit großer Freude, ja mit Genugtuung habe ich soeben die Ausführungen unseres allseits beliebten Ehrenvorsitzenden Recycle-Ede vernommen. Vorbildlicher kann die Wiederverwendung von Teebeuteln nicht organisiert werden. Das ist wahrer Pioniergeist, das ist Einsatzbereitschaft in ihrer besten, in ihrer edelsten Form. Wieder einmal hast du uns, Recycle-Ede, den richtigen Weg gewiesen, hast uns aufgerichtet mit beispielhafter, mannhafter Tat. Im Kleinen wie in Großen vorbereiten - Ede! -, das kann, das muss unser aller Anliegen werden! Und so rufe ich euch zu: Folgt Ede nach! Retten wir unsere Umwelt, retten wir unsere Wirtschaft! Wer den Teebeutel nicht ehrt, wird den Ungeist unserer Wegwerfgesellschaft nicht bekämpfen können. Und so heben wir unsere Teetassen und rufen dir zu: Weiter so, Ede! Und als Zeichen unserer hohen Wertschätzung soll von nun an ein Teebeutel - zu deinen Ehren, Ede! - unser neues Vereinslogo sein! Ede, er lebe hoch!

Messingtafel am Vereinsheim (angebracht im August 2009):

Ewig werden wir den Herren und Damen BARTELS, HARTING, HEIDLER, KLEINERT, und NERIUS ein ehrendes Andenken bewahren, haben sie doch vor den fernsehschauenden Völkern der Welt Deutschland so vorbildlich beim getrennten Wegwerfen von HAMMER, SPEER, KUGEL, und DISKUS vertreten.
Der Vorstand

Epilog: Dezember-Rundbrief des Vorstands des Vereins "Recycling macht Freude", S. 4:
"Wir gratulieren unserem Ehrenvorsitzenden Ede zu seiner Vermählung mit Renate Neumann, die er in dienstlichem Zusammenhang kennen und lieben lernte."

Susanne Christensen und MichaelR

Michael R. - Gastautoren, Philosophisches - 27. Dezember 2009 - 20:11
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