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Ärger im und um den Ziegenhof


Ein neuer Kampfplatz wurde geschaffen. Jetzt ist der Ziegenhof dran. Und nein, der Konflikt geht nicht von den Ziegen aus. Das Geschehen spielt sich auf der anderen Seite ihres Zaunes ab: im Menschengehege. Bei den so harmlos erscheinenden, frisch gepflanzten, bunten Blümchen trügt tatsächlich der Schein.

Worum geht es also? 

 

Drei Punkte werden auf einem Protestplakat im Ziegengehege genannt:

  • Wassergebühren
  • Nutzungsvertrag
  • Kommerz auf dem Hof

Am Zaun des Ziegengeheges wird es näher beschrieben und auch auf der Webseite der Ziegenhofgruppe.

Es geht also um eine Auseinandersetzung mit dem Bezirksamt, denn der Ziegenhof ist eine öffentliche Grünanlage des Bezirks.

Erstaunlicherweise scheint jedoch ein anderer Punkt im Vordergrund zu stehen: "Das Bezirksamt will die Bewirtschaftung der Fläche neben dem Eingang durch das Eiscafé gegen ein Nutzungsentgeld genehmigen." Das Eiscafé? Es handelt sich aber nicht um irgendein neu aufgelaufenes großkapitalistisches, morgen die ganze Welt den ganzen Ziegenhof einnehmendes, Eiscafé. Gemeint ist das Eiscafé Fedora von Recep, das seit vielen Jahren zu uns gehört und dessen Inhaber sich auch schon für den Kiez engagiert hat. Es geht um eine kleine Ecke gleich neben dem Eingang zum Ziegenhof, die das Bezirksamt und der zuständige BVV-Ausschuss ihm probeweise für ein Jahr genehmigen möchte. So wurde das Plätzchen ganz schnell "präventiv" aufgerissen und bepflanzt, um ein Aufstellen von Tischen und Stühlen zu verhindern. (Erstaunlich? Hmmh... aber sicher wurden die Amtsstuben des zuständigen Stadtrates und die BVV-Räume bereits mit Erde befüllt und begrünt.) 

Ob dieser Kommentar an einer Wand zum Ziegenhof schon etwas dazu mitteilen möchte?

- Kiez - 19. April 2012 - 00:24
Tags: ////



28 Kommentare

Nr. 1, ulli, 19.04.2012 - 13:15
Könnt ihr diesen Nutzungsvertrag nicht vielleicht veröffentlichen? Jeder Anwohner sollte wissen, was dem Bezirksamt so vorschwebt!
Nr. 2, rudolf bähr, 19.04.2012 - 20:27
habe mich heute wieder über die besondere atmosphäre auf dem ziegenhof gefreut! die nutzer sind zu 90% kleine kinder, die diesen platz nutzen,sobald sie aus der kita kom-
men.
was ist in die pappnasen vom bezirksamt gefahren, daß sie es wagen, wassergebühren einzuführen ?! als nächstes vielleicht eintrittsgebühren ?! der ziegenhof ist öffentlicher raum und gehört öffentlich finanziert.
wahrscheilich waren die federführenden beamten aus dem bezirksamt nie mit kindern auf
diesen wunderschönen platz, sonst hätten sie den “eigentümern” – gemeint ist die initiative ‘block 128’, die den platz in eigenarbeit gestaltet – nicht mit kosten ge-
droht ! diese miefige amtsstuben-initiative geht in ihrer jugendpolitischen tragweite
weit über den bezirk hinaus und wird sicherlich auch den senat beschäftigen.
mit empörten grüßen aus der kita firlefanz, rudolf bähr
Nr. 3, maho, 19.04.2012 - 22:52
Wenn wir diesen (geplanten) Nutzungsvertrag erhalten könnten, würden wir ihn auch veröffentlichen.
Das könnte allerdings auch das Bezirksamt/die BVV machen – sollte es auch!

Da sind viele Fragen offen. So hörten wir zum Beispiel zum Punkt Wassergebühren vom Bezirksamt, daß es sich dabei um eine Deckelung des Wasserverbrauchs handeln soll. Nur was darüber (nach ihren Werten für Grünanlagen) hinausgeht, soll ggf. bezahlt werden.

Was bedeutet 1/10 der Gesamtfläche.. usw.?
Gab es vorher einen Nutzungsvertrag? Wie genau soll der Neue (bzw. der Entwurf) aussehen?

Auf der Webseite des Bezirkes habe ich nichts finden können. Also, alle Fakten auf den Tisch!
Nr. 4, neu, 20.04.2012 - 14:18
ein Fall für den Wassertisch

Lieber Rudolf,

da solltest du doch mal deine "WasserIni" zu Hilfe rufen oder speziell bei deinem Freund Rudeck- als Sprecher des Wassertisches- nachfragen
Nr. 5, icke, 23.04.2012 - 07:05
Früher oder später müßt ihr euch ein Konzept überlegen
wie ihr den Ziegenhof Finanziert
also was soll DAS THEATER
Icke
Nr. 6, Jan, 23.04.2012 - 17:26
Interessanterweise sind diese so schönen Blumenbeete auch schon bei der Autobahnauffahrt zu sehen. Bestimmte Dinge müssen geregelt werden und was spricht gegen das Eiscafe. Vielleicht kommen noch mehr Besucher und wollen sich den Ziegenhof ansehen. Man sollte auch mal Kompromisse eingehen können. Eigeninitiative schön und gut, aber irgendwann sollte man doch einmal Grenzen setzten.
Nr. 7, neu, 29.04.2012 - 09:59
Mail Dialog zwischen Rudolf Bähr und Stadtrat Marc Schulte

Sehr geehrter Herr Marc Schulte!
heute habe mich heute wieder über die besondere atmosphäre auf dem ziegenhof in charlottenburg gefreut! dessen nutzer sind zu 90% kleine kinder, die diesen platz nutzen, sobald sie aus der kita kommen.aber was ist nun in die pappnasen vom bezirksamt gefahren, daß sie planen, wassergebühren einzuführen ?! als nächstes vielleicht eintrittsgebühren ?! der ziegenhof wird mittlerweile als touristische attraktraktion nr. 5 in Zilles Kiez an den litfaßsäulen angepriesen, als offizielle grünfläche des bezirks. öffentlicher raum gehört auch öffentlich finanziert !!wahrscheilich waren die federführenden beamten aus dem bezirksamt nie mit kindern auf diesen wunderschönen platz, sonst hätten sie den “eigentümern” – gemeint ist die initiative ‘block 128’, die den platz in eigenarbeit gestaltet – nicht mit kosten gedroht ! diese miefige amtsstuben-initiative geht in ihrer jugendpolitischen tragweite weit über den bezirk hinaus und wird sicherlich auch den senat beschäftigen.
mit empörten grüßen aus dem kinderladen firlefanz, berlin
rudolf bähr

Sehr geehrter Herr Bähr,
die Pappnasen vom Bezirksamt wollen keine Wassergebühren einführen. Sie haben nur festgestellt, dass jährlich Kosten in Höhe von 2500 Euro jährlich nur für Wasser angefallen sind und wissen aus Erfahrung, dass eigentlich nur 500 Euro anfallen müssten. Deswegen soll gemeinsam geschaut werden, wie der Verbrauch reduziert wird. Unglücklich war, dass ohne Vorwarnung die Mehrkosten gleich eingefordert wurden. Diese Forderung wurde jetzt aber zurückgenommen. Natürlich kennen wir den Ziegenhof und waren auch schon dort, denn auch wir verlassen unsere miefigen Amtsstuben. Vielen Dank für ihr überaus freundliches und nettes Schreiben – ich hoffe Sie bringen Ihren Kinder ein ebenso höfliches und charmantes Benehmen bei.
Mit freundlichen GrüßenMarc Schulte

Marc Schulte
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Ordnungsangelegenheiten
Nr. 8, neu, 29.04.2012 - 11:54
Fortsetzung Dialog:Antwort von Rudolf Bähr

Sehr geehrter Herr Schulte !
vielen dank für Ihr antwortschreiben, das mich schon etwas beruhigt hat. wie es weitergeht, wird die kommende ausschußsitzung am 2.5. zeigen. – zu Ihren angaben zu den gestiegenen wasserkosten möchte ich Ihnen mitteilen, daß aufgrund des konsortialvertrages zur teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe (1999) und der im §23.7 enthaltenen gewinngarantie für die anteilseigner RWE und VEOLIA den konzernen bereits eine summe von 600 mio € überwiesen wurde, die mit erhöhten wasserpreisen beglichen worden sind !

für die verbraucher bedeutet das eine steigerung des wasserpreises in den letzten zehn jahren um mehr als 35% ! (vgl. auch die abmahnung des bundeskartellamtes an die BWB, den verbraucherpreis um 21% zu senken.) wozu ich Ihnen das alles schreibe: vielleicht können Sie als bezirkspolitiker auch die rahmenbedingungen für die kosten des ziegenhofes mit in ihre überlegungen mit einbeziehen. vergleichen Sie die größenordnung dieser kosten und schätzen Sie sich glücklich, daß charlottenburg über eine einzigartige grünanlage verfügt, die sogar als touristenattraktion angepriesen wird: “Zilles Kiez nr.5”. und denken Sie als lehrer daran, was für eine unbezahlbare bedeutung für kinder dieser Platz hat !!

mit freundlichem gruß, rudolf bähr

(Am Mittwoch, den 2.5. 17:30 RH Wilm R
Nr. 9, neu, 29.04.2012 - 11:58
Sitzung des Grünflächenausschußes des Bezirkes zum Ziegenhof

Mittwoch, 2.Mai, 17:30, RH Wilmersdorf, Raum 1138
Nr. 10, Pétur, 29.04.2012 - 22:36
@ Nr. 8
Lieber Rudolf Bähr,
das ist gut, auf die Sauerei mit unserem Wasser hinzuweisen und die rasante Preistreiberei von 35% in 10 Jahren. Ich habe gleich mal nachgerechnet: 500 Eu + 35% = 675 Eu. Das ist ein ganzes Stück mehr und das muss Herr Schulte doch verstehen, aber das sind noch lange nicht 2500 Eu! Wer hat denn da so mit unserem Wasser rumgeast?
Nr. 11, H., 02.05.2012 - 08:06
Ich. In Jahr 2009 waren im Hof einige Pflanzen eingegangen, weil in den Trockenmonaten nicht ausreichend gewässert wurde, vieles konnte zum Glück knapp gerettet werden. 2010 hat uns mit mehreren mehrmonatigen Trockenphasen beglückt, in denen dank des schönen Wetters auch weit mehr Besucher im Hof waren. Zur Eindämmung der Rückgangs der Grünflächen haben wir Rasen nachgesät, Sträucher gepflanzt und Neupflanzung wie Bestand intensiver bewässert. Das hat auch viel Arbeit und Zeit gefordert. Zusätzlich sind von einigen Aktiven weitere durstige Schaugärtchen dazugekommen. Und da die Trockenheit die jungen Straßenbäume der Umgebung auch betraf, ging es abends mit dem Schlauch vor das Tor. Die Erfahrungswerte der Gärtner im Grünflächenamt in Ehren, der Vergleichswert 500 Euro ist bis heute ohne realen Bezug in den Raum gestellt, z.B. ob die jeweiligen Rasenflächen geschont oder betreten werden – einig sind wir uns nur, dass zusätzlich ein Mehrfaches an Personalkosten für die Bewässerung und Instandhaltung beim Amt nicht eingerechnet ist. Ärgerlicher: diese eigenen tatsächlichen Wasserkosten sind der Grünflächenverwaltung wahrscheinlich so wenig bekannt, wie sie auch unsere über Jahre nicht kannten. Was die völlig übernutzten Flächen des Ziegenhofs angeht: Wer nicht rechtzeitig und ausreichend wässert, hat später das Nachsäen.

Der aktuelle Konflikt zwischen Bezirksamt und der Blockinitiative des Ziegenhofs ist aber nicht gleich ein Kampfplatz mit Steinewerfern (hoffentlich bekommt der Zettelschreiber bald am Ziegenhof eine Wohnung, damit er/sie von der Gewalt ablässt). Die Blockini arbeitet seit 30 Jahren aktiv für einen öffentlichen Freiraum, in dem Nachbarn und Gäste von nah und fern sich wohl fühlen und vieles von dem erleben können, was sonst in den sozialen Grenzen der Stadt nicht möglich ist. Ein Gutteil dieser Arbeit sind weniger das Gärtnern und die Tierpflege, sondern das Schaffen einer Verträglichkeit manch widersprüchlicher Wünsche oder Ansprüche, es ist eben die „Freifläche“. In diese Arbeit kam vor 15 Jahren das Bezirksamt als amtlicher Träger hinzu und die vielen Bearbeiter, Amtsmenschen und Politiker haben zu so ziemlich allem auch eigene Haltungen – teils fördernd, teils bremsend, unauffällig. Die Freiheit wird von unsichtbaren Leitplanken geschützt, über die nicht nur der formale Verein „Blockinitiative“ sondern die Gemeinschaft aller, die sich verantwortlich fühlen sich für eine möglichst große Vielfalt verträglicher Freiheit einsetzen. Es ist z.B. Quatsch, die Weihnachtstanne aus dem Topf irgendwo in den Hof zu pflanzen, wo sie später als großer Baum alles verschattet. Wann wird aus Spaß Lärm, wie viele Äste darf man abbrechen, um an die unreifen Pflaumen zu kommen, das ist Nachbar-Alltag wie überall. In diesen Rahmen hinein stellte vor Jahren Recep vom angrenzenden Eisladen die Frage, einen kleinen Bereich der Fläche für seine Gäste einrichten zu wollen. Die Mitglieder unseres Vereins schätzen den Wirt, seinen Bruder und sein großes Team und wir können auch den Wunsch seiner Gäste nachvollziehen nach weiteren Sitzplätzen. Die Frage an uns gerichtet, wie sich eine Ausweitung der Gastronomie in den Hof auswirkt, zeigte aber einiges an Problemen aus unserer Perspektive auf: z.B. dass die Besetzung der fraglichen Verfügungsfläche mit einer festen Funktion anderes vondort verdrängt. Oder z.B. dass der konsumierende Nutzungsdruck auf den ohnehin gut besuchten Hof weit stärker wächst, als das Verständnis für die Eigenverantwortung aller Besucher (zu der wir die Möglichkeit geben wollen). Viele der im Ziegenhof Aktiven fühlen sich zudem in einer Schieflage, wenn die freiwillige Arbeit zur Freiflächenerhaltung wirtschaftlich direkt ausgebeutet wird. Und unabhängig von der Vereinsposition leben wie überall Nachbarn, denen eine Hofgastronomie weiteren Rückzug nimmt, daher gibt es in reinen Wohnnutzungen wie hier in Charlottenburg keine vergleichbaren Beispiele mit Gaststätten im Hof. Zur Unterstützung von Recep und dem Bedarf auf mehr Freiluft-Gastronomie habe ich über viele Monate mit ihm ein Projekt Straßencafé entwickelt, in Absprachen mit den Behörden und weil zur Chancengleichheit gefordert, gleich noch mit anderen Gaststätten; wegen der entstandenen Größe waren die Konzessionen damals zu groß für eine kurzfristige Umsetzung, so dass ich erstmal aufgeben musste. Die Ablehnung des Vereins gegen die Hofgastronomie war damals gegenüber Recep eindeutig geäußert, immer wieder, ungeachtet dessen hat er beim Bezirksamt als Träger der Freiflache die Flächennutzung beantragt. Dort haben Bedienstete und Politiker derzeit nur Euros und kaum noch Inhalte vor Augen, weil wir Bürger das Amt verarmt haben (zwei Sitzungen à 500E an die Bezirksverordneten kosten soviel wie die strittige Nutzungsgebühr). Ohne Klärung von Hintergründen wurde Receps Antrag begrüßt und der Verein zum Protest geschickt. Wir bedauern, dass daraus eine Polarisierung entsteht, weil wir uns ja an Fedora sowohl in der Danckelmannstr wie in der Nehringstr erfreuen, so wie es ist. Ich hoffe, dass die unnötige Eskalation sich bald besänftigt ist und gemeinsame Projekte möglich werden.

Die amtliche Eskalation beinhaltete die Vorlage eines umfassenden skurrilen Nutzungsvertrags an die Blockinitiative, der besser mit dem Ersteller als dem blog diskutiert werden muss: Für ziemlich ungenau die Fläche des Geheges sollte eine vorerst unentgeltliche Vereinbarung mit vielen Mieterrechten und –Pflichten getroffen werden – weil die SachbearbeiterInnen in Wilmersdorf sich gar nicht vorstellen können, dass wir die gesamte Freifläche und nicht nur das Gehege pflegen. Dieser dritte Angriff des pleite gewirtschafteten Amtes gegen seine ehrenamtlichen Unterstützer war sicher nicht der letzte. Statt brav zu Gärtnern und Tiere zu pflegen mussten wir in den letzten Wochen Zähne zeigen und danken allen, die uns tatkräftig dabei unterstützt haben. H.
Nr. 12, Sebastian, 02.05.2012 - 10:25
Hallo H.,

vielen Dank für diese umfangreiche Antwort.

Es kommen nun natürlich Fragen auf:

1. Wenn der Rasen so im Stress ist, bedeutet das das dieses Jahr kein Kiezfest im Ziegenhof stattfinden wird? Sonst würde diese Aussage ja Ad Absurdum geführt werden.
2. Wenn Ihr keinen Kommerz dort haben wollt, bedeutet das, dass es dieses Jahr kein Kiezfest im Ziegenhof geben wird? Sonst würde diese Aussage ja Ad Absurdum geführt werden. (Oder wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen? Sicherlich nicht,oder?)
3. Welche Stelle wollte Recep denn? Die Bilder, die hier gezeigt wurden, zeigen eine leere Steinfläche. Wo und wie wird diese denn regelmässig genutzt? Oder würde dort keiner gestört werden? Ausser Ihr natürlich.
4. Wenn man Bäume draussen retten möchte, wieso nutzt man dann kein Wasser, für das man eh bezahlt?

Diese Kostengeschichte wirkt für mich so:

Ihr habt ewig nicht gezahlt, habt also auch genutzt wie blöd. Wieso auch nicht, es kommt ja keine Rechnung und dann kann man es ja machen,oder? Und dann auf einmal nimmt jemand die Kosten in die Hand, ist geschockt und spricht Euch an. Was fällt dem ein?? Ihr seid die Herren! Ihr dürft alles entscheiden.

Wurde überhaupt für die letzten Kiezfeste ein Antrag vom Kiezbündnis an das Bezirksamt gestellt? Sollte man mal in Erfahrung bringen. Und wer hat da die Wasserkosten getragen? Ich erinnere mich an einen großen Bierwagen. Der braucht ja Wasser. Die Gläser, die rausgegeben wurden (gegen Pfand) müssen ja auch gespült werden. Wer hat diese Kosten getragen?

Jetzt kommen so langsam Fragen über Fragen auf. Diese dürften Euch aber auch dem Kiezbündnis nicht schmecken!

Gruss,

Sebastian
Nr. 13, neu, 02.05.2012 - 10:33
Ausschuß für Tiefbau und Grünflächen heute

http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-w..
Nr. 14, maho, 02.05.2012 - 22:40
14 Tage Frist für eine Einigung

Im Ausschuss wurden heute beide Parteien, Recep vom Fedora und die Ziegehofini, angehört.
Eine Einigung erfolgte dabei nicht.

Stadtrat Marc Schulte und der BVV-Ausschuss haben daraufhin den beiden Interessengruppen eine letztmalige Frist von 14 Tagen eingeräumt, selbst und gemeinsam eine Einigung zu finden.

Bezirksamt und Ausschuss sind bereit, das Ergebnis zu übernehmen.

Sollte keine Einigung erfolgen, wird das Bezirksamt/der BVV-Ausschuss einen eigenen Kompromiss vorlegen und darüber abstimmen.

Die Kompromisspunkte sind: Genehmigung probeweise für eine Saison, Anzahl der genehmigten Tische/Stühle, die abendlichen Öffnungszeiten, Beteiligung am Projekt Ziegenhof.

Eine Mehrheit für einen solchen Kompromiss scheint im Ausschuss zu bestehen.
Den beiden Kontrahenten vorher noch 14 Tage Zeit zu geben, selbst eine Einigung zu erzielen, sollte ein faires Angebot sein.
Nr. 15, maho, 03.05.2012 - 23:16
Das Kiezfest sollte in diesem Jahr wieder auf dem Ziegenhof stattfinden.
Am 25. April wurde jedoch entschieden, daß es auf der Wundtstraße stattfinden wird.
Siehe Mitteilung vom UNK: “Gestern ist die Entscheidung gefallen: Das Kiezfest 2012 findet in der Wundtstr. vom Kläre-Bloch-Platz bis zum Platz ohne Namen.”
http://www.unternehmensnetz-klausenerpla..

Ob für die bisherigen Kiezfeste ein Antrag vom Kiezbündnis an das Bezirksamt gestellt wurde, kann man auch über eine Einwohnerfrage beim Bezirksamt nachfragen. (Mail an die BVV-Vorsitzende zur nächsten BVV-Sitzung)
Nr. 16, maho, 04.05.2012 - 00:52
Eine Empfehlung zur Geschichte des Ziegenhofes:
Das Interview mit einigen ehemaligen (!) und jetzigen Aktiven der Blockinitiative 128 e.V. zum Jubiläum 25 Jahre Ziegenhof aus dem Jahr 2007 im KiezRadio.

Teil1:
http://radio.klausenerplatz-kiez.de/inde..

Teil2:
http://radio.klausenerplatz-kiez.de/inde..
Nr. 17, W.Bär, 04.05.2012 - 10:24
Hallo was ist das denn für eine Ebene auf der hier gebloggt wird? Neben der Blockini gibt es hier auch noch Anwohner und nicht nur die nutzen den Ziegenhof als grüne Nische ( sondern alle möglichen Kiezbewohner) ...und alle sollen jetzt zurückstecken, weil einer unbedingt seinen Standortvorteil ausnutzen muß. Das Fedora hat vom Ziegenhof immer nur profitiert ( wir Anwohner von den Eiscafekunden nicht gerade). Gerade die zunehmende Lärmbelästigung der letzten Jahre zeigt doch dass mehr Plätze wie die grüne Freifläche für Kinder ( und andere Menschen) nötig sind…..und nicht noch mehr Eis. Es gibt Dinge die gibts nicht für Geld und die sind wertvoll!
Das Netz von Beziehunge die von der Freifläche aus in den den Kiez hineinstrahlen ist etwas was jenseits der Diskussion über Nutzungsrechte und diese ganze Geschichte läuft. Das Fedora ist auch immer ein Teil dieses Geflechts gewesen.Darum ist es jetzt besonders traurig, das durch dessen unternehmerische Vorgehen gute nachbarschaftliche Verhältnisse mutwillig zerstört werden. Leute das läuft überall so und wir hatten bisher Glück und eine Menge Leute die sich gegenseitig glücklich machen wollen ( ein bischen Eis bgehört da auch dazu) und ich ( und da bin ich nicht alleine) sehne mich danach wieder vergnügt den Hof betreten zu können….aber es gibt da nur einen der dafür sorgen kann !!!!!!!!...und der will halt Kohle machen!!!!!!!
Nr. 18, W.Bär, 04.05.2012 - 11:25
Lieber Sebastian!
Vielleicht solltest du auf der Freifläche nicht nur Eis essen sondern du könntest auch mal lernen Äpfel von Birnen zu unterscheiden. Wer ist denn nun immer dein ominöses IHR ?????? ...also nochmal WIR haben vom Kiezfest alle was , wie vom Ziegenhof…Du doch auch? ....was sollen denn diese Vergleiche!
....und bitte ….du darfst hier auch spielen und lernen Äpfel von Birnen zu unterscheiden…und du kannst hier auch gerne Eis essen und es dir gemütlich machen…..oder brauchst Du unbedingt Tischchen, Stühlchen und Bedienung und Service von 10.00 bis 22.000! Sorry wir leben hier nun mal und alles was die letzten ca.30 Jahre hier war hat niemandem geschadet, niemand hat daran verdient und vielen Menschen Glück und Freude gebracht (auch der Fedora!!)....und ich möchte gerne auch weiterhin an einer Frefläche für alle wohnen und nicht nur als Zaungast eines Gartenlokals geduldet werden.
Nr. 19, maho, 05.05.2012 - 00:09
Ein Mitglied (?) oder Sympatisant (?) der Ziegenhofini machte im Ausschuss u.a. folgende Aussage:

Man solle sich doch über den Ziegenhof freuen – er würde schließlich dazu beitragen, den Kiez aufzuwerten und damit höhere Mieten ermöglichen.
Nr. 20, H., 05.05.2012 - 03:32
Lieber MaHo, da Du persönlich der schwierigen Debatte im Ausschuss zugehört hast, kennst Du auch den wichtigsten Auftrag daraus, der auch Dir gilt: Einigung und sozialen Frieden zu finden. Du weißt, dass im Weblog mit immer wieder kehrenden halbwahren Teilinformationen unnötigerweise gute und böse Nachbarn kreiert werden, ohne wirklich zu informieren. Die Wahrheitssuche, welche Grashalme Du nun selbst im Ziegenhof oder im Schlosspark abgetreten hast, trägt nicht zur Befriedung bei.
Die suchte auch nicht das Bezirksamt, das in Beitrag 14 als weiser Schlichter dargestellt ist: Trotz Kenntnis schriftlicher Bedenken vom September 2011 haben diese politisch Verantwortlichen im Januar 2012 den Eisladen aufgefordert, seinen Antrag zu stellen bzw. zu bestätigen. Die Bedenken haben sich die Politiker durch Augenscheinnahmen entkräftet, aber nicht eine/r ist auf die Idee zum persönlichen Gespräch bzw. einer Rückfrage zu den Bedenken gekommen. In der Sitzung haben viele Ausschussmitglieder ihr wenig neutrales ganz persönliches Interesse als Eiskonsumenten bekundet, dann aber Fedora und Blockinitiative als Kontrahenten dargestellt, die doch beiderseits ihren Wunsch auf gute Nachbarschaft erklären.
Und die anderen Nachbarn rund um den Hof werden gar nicht erst ernst genommen, die CDU war tatsächlich empört über den Vorschlag des Ausschusses, die zeitliche Begrenzung von 22 auf 19 Uhr zu ändern. Der Aspekt Geräuschbelastung betrifft nicht die Blockinitiative. Wo bleibt der Mieterbeirat? Erstaunlicherweise hat der Mieterbeirat der Gewobag sich immer noch nicht der lautstärke-geplagten Sorge seiner Mieter in Danckelmannstr, Seelingstr. und Sophie-Charlotten-Str. angenommen und Beispiele anderer Hofgastronomie in Charlottenburg zur Beruhigung beigebracht, es gibt nichts vergleichbar belastendes.
Lieber MaHo, Du bist herzlich zu Miteinander und Versöhnung im Kiez eingeladen, beim Beispiel Ziegenhof außer Eisbecher und CoffeToGo auch mal Heu und Harke kennenzulernen.

Lieber Sebastian,
zu 1. und 2. hat die Blockinitiative jederzeit die Belastung durch Kiezfeste im Hof deutlich gemacht und besteht seit langem auf eine Begrenzung auf Einzelfälle, Du hast die bestimmt schon nachgezählt. Allerdings bedeutet das Kiezfest eine Veranstaltung der Allgemeinheit, als deren Teil wir uns sehen und in die wir uns mit den Einzelfällen einbringen, die jeweils einzelnen Veranstaltungstage werden gut vor- und nachbereitet, das ist damit nicht die alltägliche zu starke Nutzung.
Zu 3. Die Diskussion geht, wie Du mit der Frage nach dem Kiezfest richtig erkannt hast, nicht um die spezielle Fläche, sondern um die weitere Förderung öffentlichkeitsintensiver Gastronomie in Innenhof und Grünanlage – der Eisladen ist schließlich schon vorhanden und nicht von genau dieser Erweiterung abhängig. Die gepflasterte Fläche am Eingang dient flexibler Nutzung aller, mal Kinderspiel und Kindertrödel, mal Tai-Chi, mal Besucherparkplatz, Vielfalt. Die Belegung mit einer festen Funktion blockiert das, das muss man aber nicht gleich wie die 99 Luftballons falsch verstehen. Im Winter ist die Fläche ganz leer, im Sommer wollen viele hin, wie beim Eiscafé.
Zu 4. Sofern ich Deine Frage richtig verstehe, geht es um öffentliches Wasser für öffentliche Bäume. Darf ich Dich so verstehen, dass ich zusätzlich zu Arbeit und Zeit auch noch das Wasser im Kanister mitbringen soll, wenn ich gleichzeitig für eine intakte Infrastruktur zur Grünflächenbewässerung aufgebaut habe?
Zu Deiner Analyse: Gespräche über Kosten haben nie stattgefunden. Nach dem bedauerlichen Tod von Chr.M. Maasberg vor ziemlich genau einem Jahr wurde durch seine NachfolgerInnen amtsintern vieles neu bewertet und im speziellen Fall der Blockinitiative per Amtsbrief mitgeteilt, dass der Wasseranschluss geschlossen werden soll.
Zu den weiteren Fragen, die Dir nun langsam aufzukommen erwartest, weil Du Dich vielleicht lange nicht darum gekümmert hast, kann ich Dir gern jetzt schon im persönlichen Gespräch Antworten vorweg geben. Das gäbe mir die umgekehrt die Chance, mehr förderliche Anregungen von Dir zu bekommen, winwin.
Auf ein aktives Miteinander, Gruß von H.
Nr. 21, maho, 05.05.2012 - 17:22
Schade!
Ich hätte gerne eine (mehrheitliche?) Stellungnahme der Ziegenhofini zu der Aussage erfahren:
Man solle sich doch über den Ziegenhof freuen – er würde schließlich dazu beitragen, den Kiez aufzuwerten und damit höhere Mieten ermöglichen.

Eine solche Äußerung habe ich vorher noch nie von Euch gehört und ich war doch sehr erstaunt über diese neue(?) Sichtweise. Welcher Hintergrund und welche Interessen stecken hinter dieser Aussage (möglicherweise ja auch “nur” der sehr privaten Interessen einzelner)?

Zum Rest demnächst mehr.
Nr. 22, W.Bär, 06.05.2012 - 12:59
Hallo Freunde….es ist doch ziemlich eindeutig dass die Blockini vom Bezirksamt ausgebootet werden soll….und da kann man die Leute doch nur unterstützen. Die Freifläche ist vor 30 Jahren von genau solchen Leuten erkämpft und erstritten worden und wie vor 30 Jahren für Verwaltungsmenschen (und nicht nur die) einfach unvorstellbar und sicher schwer zu verwalten. Da bietet sich doch der nette Eisladen von nebenan als Pächter an…..TOLL!.......und schwupdiwupp haben sich Blockini und Eisladen zu einem Kompromis zusammenzutun….....Jeglich gewerbliche Nutzung steht im kraasen Widerspruch zu der Geschichte dieses Ortes …..weltweit ist “Urban Gardening” ein Thema und hier wo es seit 30 Jahren gut läuft wird es torpediert…....!
Nr. 23, Sebastian, 06.05.2012 - 13:23
Hallo,

lieber H. vielen Dank für das Angebot, aber ich kenne Apfel und Birnen!
Und andere Leute pflegen auch die Bäume vor der Tür. Mit eigenem Wasser. Oder kommen die alle zum Ziegenhof. Ja, ihr macht was. Andere Leute aber auch. Die zahlen auch selber dafür. Und keiner verlang vom Bezirk Geld zur Unterstützung. Was auch toll ist, dass manche Ehrenamtliche auch andere Möglichkeiten suchen und finden sich zu finanzieren. Bei Euch kommt dieses “Wir sind doch toll und wollen nur Geld”-Verhalten grad extrem durch.

Und bitte. Kommt nicht mit “es gibt kein Gewerbe am und im Ziegenhof”. Geht in Euch. KiTa? Da kann ich also meine Kinde kostenfrei abgeben? Töpferei? Der Stürenburg verschenkt alles? Die Galerie im Eingangsbereich? Da kann ich also Bilder für Lau abholen?

Ich denke, ich werde mal eine Bürgeranfrage stellen.
“Ich frage das Bürgeramt. Gab es für die sog. Kiezfeste des Kiezbündnisses eine erlaubnis diese auf dem Ziegenhof zu veranstalten? Wer hat diese Erlaubnis erteilt? Wer hat die Erlaubnis erteilt auf einer öffentlichen Grünanlage und einem ausgewiesenen Spielplatz Alkohol auszuschenken?”

Mal sehen was dabei rauskommt.

Sebastian
Nr. 24, ulli, 06.05.2012 - 17:39
Hallo Sebastian,
dein Argument, dass die Blockini so viel Geld verbrauche und sich nicht selbst finanzieren wolle, finde ich ein bisschen merkwürdig. Es geht um ein paar Tausend Euros, der "Mehrwert" der Fläche für den Bezirk Charlottenburg beträgt jedoch ohne Zweifel ein Vielfaches. Jeder normale Spielplatz, und sei er noch so langweilig und durchgenormt, wirft höhere Kosten auf als die Freifläche mitsamt Ziegen, Hühnern und Beeten für die Kinder.

Im übrigen wird in Deutschland das Geld nicht durch den Ziegenhof aus dem Fenster geschmissen, sondern durch "Bankenrettung", gigantische Boni und Gehälter, endlose Steuersenkungen für Spitzenverdiener und ähnlichem.

Aber man kann natürlich noch vom kleinsten ehrenamtlichen und gemeinnützigen Verein fodern, dass er sich absolut selbst finanziert – klar, fordert die "Stiftung Neue Soziale Marktwirtschaft" ganz sicher auch.
Gute Nacht!
Nr. 25, maho, 06.05.2012 - 18:25
@ W.Bär Nr.22

Unterstützung für den Ziegenhof: Ja, auf jeden Fall.
Das haben wir hier auch immer gefordert, z.b.:
http://blog.klausenerplatz-kiez.de/archi..
http://blog.klausenerplatz-kiez.de/archi..

“Die Freifläche ist vor 30 Jahren von genau solchen Leuten erkämpft und erstritten worden ….”
Leider ist mein derzeitiger Eindruck, daß die jetzige Ziegenhofini gerade etwas abdriftet und überdreht. Jemand beschrieb es mit den Begriffen “Besitzer” und “Alleinbestimmer”.

Deshalb hatte ich oben bei Nr. 16 auf das Interview verwiesen. Darin hatten ausgerechnet alte “Kämpfer” aus den Anfangszeiten den “Neuen” zur Erinnerung gegeben: .. und denkt immer daran, die Freifläche gehört euch nicht..!

Mit dem alteingesessenen Fedora sehe ich überhaupt kein Problem. Auch im Ausschuss wurde erwähnt, daß es dort ja bereits mehr Gewerbe geben würde. Ein Kompromiss mit Recep sollte möglich sein (siehe Kompromisspunkte in Nr. 14)

Ich finde allerdings auch, daß die Ziegenhofini vom Bezirksamt angemessen finanziert werden muß. Sie übernehmen ja auch Aufgaben, die sonst das BA selbst bezahlen müßte. Ein Vertreter der Ini sagte vor dem Ausschuss, daß sie mit 1000 bis 1200 Euro im Jahr klarkommen würden. Dann sollte ihnen das auch zustehen. Daneben steht ihnen ja frei, selbst für Spenden zu werben.

Ansonsten ist der Ziegenhof eine öffentliche Grünfläche mit einem ausgewiesenen Spielplatz. Und das ist auch gut so. Für den Fall, wenn jemand überdreht, dann braucht es halt Regeln. Ich habe von Herrn Schulte nicht den Eindruck, daß die Blockini ausgebootet werden soll.

Und wenn ich soetwas aus dem neuen Kreis höre wie in Nr. 21, dann kommt mir das Grauen. Im Prenzlauer Berg klagen dann diese “Newcomer” irgendwann alte Wochenmärkte und Spielplätze weg. Oder vielleicht den Spielplatz nur für die eigenen Kinder, weil die ganzen anderen Kinder so viel Lärm machen? Nee danke.

PS
@ H. Nr. 20
Beim Mieterbeirat hat sich bisher noch kein Mieter aus Danckelmannstr, Seelingstr. und Sophie-Charlotten-Str. wegen “Geräuschbelastung” gemeldet. (wohl aber zahlreich wegen dreister Mieterhöhungen aus der Seelingstr. und Sophie-Charlotten-Str.)
Sprechstunden Mieterbeirat
jeden Donnerstag von 17:00 bis 19:00 Uhr
http://mieterbeirat.klausenerplatz-kiez...
Nr. 26, W.Bär, 07.05.2012 - 23:07
Lieber maho…“Die Herren vom Ziegenhof” wäre ein schöner Titel für einen Schundroman…..und ich weiß wirklich nicht ob wir hier von den gleichen Leuten reden … das sind schon wirklich manchmal recht skurrile Gestalten, die ziemlich merkwürdige Sachen anstellen und huch jeder darf auch noch mitmachen….kann man die nicht unter Artenschutz stellen ( Gattung Mensch als soziales Wesen) ?....aber sonst hat mir dein Beitrag einen ganz neuen Blick auf die Sache eröffnet…Danke
Nr. 27, maho, 07.05.2012 - 23:10
Lieber H.

Du hattest ja bereits mit der “Geräuschbelastung” begonnen. Heute wurde offensichtlich nachgelegt.

Wir erhielten eine Mitteilung zu einem Aufruf, der inzwischen in Hausfluren (zumindest?) in der Danckelmannstraße ausgehängt worden sein soll.

Hier der Text aus dem Gedächtnis:
...
An die Mieter, welche Türen und/oder Fenster zum Ziegenhof haben.
Wir wollen uns wegen der Ausweitung der Eisdiele in den Ziegenhof treffen.
......
Nr. 28, H., 18.05.2012 - 08:07
Lieber MaHo,
die persönlichen Gespräche von Recep und den Ziegenhof-Aktiven haben das Vertrauen zueinander wieder hergestellt. Anstelle einer gezielten Erweiterung der Gastronomie auf die Hofseite werden die Aufenthaltsmöglichkeiten auf dem ganzen Hof verbessert, zudem hat die Blockinitiative mit Recep einen Mitarbeiter dazu gewonnen. Vielleicht kommen auch noch MaHo, Sebastian, neu, Ulli, Bähr&Bär, die schönen Seiten der Freifläche und ihrer Bewohner kennen zu lernen.
Es waren noch Fragen gestellt, die sich dort prima persönlich beantworten ließen: MaHo, für die direkten Nachbarn und ihre vermeintlichen Vertreter liegt ja auf der Hand, dass Mieter mit Gastronomie auf der Straßenseite gänzlich den privaten Rückzug verlieren, wenn das Plaudern organisiert auf der Hofseite weitergeht. Der Mieterbeirat hat die Betroffenen dazu nicht gefragt (Mieter müssten statt dessen in den Sprechzeiten zum Beirat hingehen); die Mieter hatten einfach die Bedenken direkt bei der Verwaltung abgegeben – zumal bekannt war, dass sich die Personen ihres Mieterbeirats längst gegen ihre Bedürfnisse positioniert hatten. Inzwischen wundert sich MaHo als Anwalt der Unterdrückten sogar, wenn sich die Betroffenen mit Aushängen selbst organisieren.
Die Position der Aktiven im Ziegenhof zur allgemeinen Aufwertung im Kiez ist bekannt und dürfte derer des Gewobag-Mieterbeirats beim Baumpflanzen entsprechen: Während die eigene Arbeit Nutzen für die Allgemeinheit haben soll, ziehen woanders einzelne einen direkten monetären Vorteil daraus. Solange das nicht übertrieben wird, muss der Kollateral-Nutzen keine Missgunst auslösen. Sobald es übertrieben wird oder gar Schaden bringt, mag das niemand: Wenn wir für bessere Wohnqualität arbeiten, wollen wir diese Qualitätssteigerung natürlich nicht auch noch über die Miete bezahlen müssen.
Sebastian bat die Blockini noch, bezüglich Gewerbe im Ziegenhof in sich zu gehen. Alles, was er aufzählte, hat sich genauso wie Fedora außerhalb der Fläche angesiedelt bei privaten Vermietern. Jetzt ging es um die vermarktete Ausweitung auf die Grünfläche durch die pleite gewirtschaftete Kommune. Das sollte er sich selbst genauer ansehen und hoffentlich verstehen. Dahin gehend sehe ich seine Behauptung, Äpfel und Birnen auseinander halten zu können – das mag ich weder beurteilen, noch steht mir ein Urteil dazu zu, ich hätte auch nicht die Qualifikation dazu. Die Qualifikation zum Beurteilen scheint allerdings auch bei Sebastian nicht allzu ausgeprägt sein, da er die Beiträge den Autoren nicht richtig zuordnet. Seine Überlegungen wären verständlicher, wenn er seine Feindbilder geordnet hätte, oder besser sie sich ganz abgewöhnt.

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