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22. März 2017 - 00:02Bezahlbare Mieten am Kaiserdamm (?)

 
 
Nebenan am Kaiserdamm folgte nach dem Abriss der Tankstelle nur mal wieder das übliche Geschwätz auf Wahlplakaten. Bezahlbarer Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten ensteht dort nicht.

 
Auch der alte Flachbau an der Ecke Kaiserdamm/Witzlebenstraße wurde nach Rausschmiss der letzten dort ansässigen Gewerbebetriebe abgerissen. Inwischen wurde das Gelände mit einem Bauzaun umgeben. Das Eckgrundstück soll also offensichtlich neu bebaut werden. Werden dort, gemäß den Ankündigungen der zuständigen politisch Verantwortlichen, preisgünstige Mietwohnungen entstehen?

 

Grundstück an der Ecke Kaiserdamm/Witzlebenstraße mit altem Flachbau

Grundstück an der Ecke Kaiserdamm/Witzlebenstraße nach Abriss des alten Flachbaus (März2017)

 

Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: bisher Fehlanzeige!
Leider ist für so viel Bürgernähe offenbar auch ein neuer Stadtrat von den Grünen nicht bereit. Und das trotz vollmundiger Versprechungen auch aus seinen politischen Kreisen (1).

 

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- Kiez, Menschen im Kiez, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

20. März 2017 - 00:24Handwerk mit Herz unerwünscht

„Rogers Woodwork“ vor dem Aus


 
Kunst und Kultur sind unerwünscht. Im Januar 2017 kam das Ende für die Kulturwerkstadt im Klausenerplatz-Kiez. Andere Künstler- und Theaterräume waren schon vorher dran. Langjährige Mieter werden schon seit Jahren immer häufiger vertrieben, wenn die Rendite durch Neuvermietung rücksichtlos gesteigert werden soll. Aber es trifft auch immer mehr kleine alteingesessene Gewerbebetriebe und soziale Projekte.

 
Im Juni 2016 grüßte der hölzerne Hase noch frohen Mutes alle Passanten freundlich vor dem Laden in der Nehringstraße.

Ein freundlicher Blumengruß an alle Nachbarn vor „Rogers Woodwork“ in der Nehringstraße 11 (Juni 2016)

 

Im Juli 2016 trauerte er nur wenige Meter weiter vor der Nehringschule inmitten eines Blumenmeeres um die Opfer des furchtbaren Anschlags von Nizza.

Trauer um die Opfer des Anschlags von Nizza vor der Nehring-Grundschule (Juli 2016)


Jetzt steht er wieder mit einer Träne im Auge im Fenster von „Rogers Woodwork“ in der Nehringstraße 11 und verkündet die traurige Mitteilung:
„Ich bin gekündigt worden. Nur noch bis Mitte Mai - dann ist es vorbei!“.

 

Kündigung für „Rogers Woodwork“ in der Nehringstraße 11 (März 2017)

 

 

- Gewerbe im Kiez, Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

18. März 2017 - 21:20Mutwillige Baumschädigungen

Gibt es wirklich Baumhasser in den Kiezen?


 
Erst vor zwei Tagen wies uns der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND Berlin) auf böswillige Beschädigungen an Bäumen in Friedrichshain hin (Mehr dazu im BUND-Blog).

 
Gestern sandte uns ein aufmerksamer Nachbar erschreckende Fotos aus dem Charlottenburger Klausenerplatz-Kiez zu. Ein nachgepflanzter Baum (Baum-Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße wurde offenbar massiv angesägt.

 

Baum (Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße / Foto © SW

Baum (Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße angesägt / Foto © SW

Baum (Nr. 32) an der Ecke Seelingstraße/Danckelmannstraße angesägt / Foto © SW

 

- Gesellschaft, Kiez - ein Kommentar / Kein Trackback

16. März 2017 - 00:24Weiterhin keine bezahlbaren Wohnungen für Charlottenburg

Baumfällungen statt bezahlbares Wohnen

 
Auf einer Veranstaltung im Mai 2015 teilte der Vorstand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo die Übernahme des Geländes an der Pulsstraße 13 mit (Wir hatten berichtet.). Ab 2015 sollten sich die Baukräne an der Pulsstraße in Charlottenburg drehen, verkündete damals der Vorstand der Degewo und so ist es auch im Degewo-Newsletter "Stadtsicht" (Ausgabe 3/2014) nachzulesen. Baukräne haben sich dann allerdings nicht gedreht: Nicht 2015 und auch nicht im Jahr 2016 (Wir hatten im Oktober 2016 erneut berichtet.).

 

Unbebautes Gelände an der Pulsstraße 13 und Baumfällungen (März 2017)

 

Baukräne drehen sich auch heute noch nicht. Dafür wurden nun etliche Bäume gefällt. Breite Bevölkerungsschichten in Charlottenburg-Wilmersdorf erwarten von ihrem Bezirksamt und dem Senat, neuen bezahlbaren Wohnraum auf geeigneten Grundstücken zu ermöglichen und vorhandene, noch preisgünstige Wohnungen und natürlich Stadtgrün zu erhalten.

 
Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: weiterhin Fehlanzeige! Leider ist für so viel Bürgernähe offenbar auch ein neuer Stadtrat von den Grünen nicht bereit.

 

Unbebautes Gelände an der Pulsstraße 13 und Baumfällungen (März 2017)

 

- Kiez, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

06. März 2017 - 16:41Spielplatz auf dem Klausenerplatz voraussichtlich für vier Wochen gesperrt

 
 

Spielplatz Klausenerplatz nach Sanierung 2015

 

Der Frühling meldet sich ja schon zwischendurch. Die ersten Blüten sind auf dem Klausenerplatz zu entdecken. Doch mit dem Spielen muß man nun leider noch etwas warten.

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf teilt mit:
Ab heute, Montag den 6. März 2017, ist der Spielplatz auf dem Klausenerplatz wegen massiven Rattenbefalls voraussichtlich für vier Wochen gesperrt. Es werden Giftköder durch Schädlingsbekämpfer ausgelegt.

 

- Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

18. Februar 2017 - 00:02Kostenlose Energie- und Abfallberatungen im Klausenerplatz-Kiez

 
 
Die Verbraucherzentrale und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bieten im Kiez am Klausenerplatz vom 1. März bis zum 30. Juni 2017 eine kostenfreie Beratung vor Ort an. Sie klären gemeinsam, an welchen Stellen Strom und Heizenergie gespart und wie durch bessere Mülltrennung oder Abfallvermeidung die Umwelt und das eigene Portemonnaie geschont werden können. Dank der Unterstützung des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf, der Gewobag Wohnungsbaugesellschaft und des Berliner Beamten-Wohnungs-Vereins werden sämtliche Kosten im Rahmen der Aktion „Klimaschutz bei dir und mir – Energie- und Abfallberatung im Kiez“ übernommen. Neben privaten Haushalten können sich auch lokale Gewerbebetriebe und Ladengeschäfte zur Beratung anmelden.

 
Um eine Beratung vereinbaren zu können, gelten zwei Voraussetzungen: Wohnung oder Gewerberäume müssen sich in den Postleitzahlengebieten 14059, 10585 oder 14057 befinden und die Beratung muß im Aktionszeitraum (1. März bis 30. Juni 2017) vereinbart werden.
Die Anzahl an kostenlosen Beratungen ist begrenzt.

Anmeldungen sind möglich über das Kontaktformular unter www.klimaschutzbeidirundmir.de, Tel (030) 7879 0060 oder mit einem Anmelde-Flyer, der an mehreren Stellen im Kiez ausliegt.

 

Blockheizkraftwerk (BHKW) am Spandauer Damm

Erstes Blockheizkraftwerk (BHKW) der Gewobag am Spandauer Damm
 

- Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. Januar 2017 - 00:02Kein Anschluß unter dieser Verbindung

Offene Verrohrung



 

Ein Rohr ist ein länglicher Hohlkörper, dessen Länge in der Regel wesentlich größer als sein Durchmesser ist. Im Gegensatz zu einem Schlauch ist ein Rohr aus relativ unflexiblem Material gefertigt. Rohre besitzen im Allgemeinen einen kreisrunden Querschnitt, welcher für die gebräuchlichsten Anwendungsfälle die optimale Bauform darstellt: z.b. als Transportweg einer Rohrleitung für Flüssigkeiten. (aus Wikipedia)


Rohre für eine geplante Grundwasserabsenkung an der Schloßstraße

 


Es begann Ende November 2016 auch recht flott, um Sinn und Zweck einer Verrohrung nachzukommen. Massive Beton-Ständer wurden entlang der Neuen Christstraße aufgestellt. Ein Transportfahrzeug mit Kranaufbau hob etliche Rohre, um sie auf den Ständern zu montieren. Ein flexiblerer Schlauch wurde zum Endpunkt, dem Einlauf zum Kanal auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße, verlegt. Doch schon nach wenigen Tagen war der Anfangselan versiegt. Die Rohre wurden nur wenige Meter in der Neuen Christstraße montiert. Seitdem steht dieses Gebilde unfertig und damit sinnlos herum.


Vorbereitungen zur Rohrverlegung in der Neuen Christstraße für eine geplante Grundwasserabsenkung (November 2016)

 

Rohre für eine geplante Grundwasserabsenkung an der Schloßstraße

Rohre für eine geplante Grundwasserabsenkung in der Neuen Christstraße - seit November 2016 nicht fortgeführt (Stand Januar 2017)

 

Die Rohrleitung sollte eigentlich bis in die Danckelmannstraße weitergeführt werden. Diese Rohre werden gewöhnlich bei Bauvorhaben für eine nötige Grundwasserabsenkung verlegt. Das abgepumpte Grundwasser wird dann zu einem Abwasserkanal geführt, der von seiner Größe her in der Lage ist, die anfallenden Wassermengen aufzunehmen. Und der liegt halt unter der Schloßstraße (1). Daß es bei der Verrohrung genau darum gehen sollte, bestätigten uns damals die freundlichen Bauarbeiter. Genauere Auskünfte zu Art und Ort des Bauvorhabens in der Danckelmannstraße konnten sie uns nicht geben.

Und natürlich bleibt leider weiterhin festzustellen - Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu diesem konkreten Bauvorhaben (ob es sich dabei nun um Sanierung, Abriß, Nachverdichtung, oder was auch immer sonst handeln sollte): Fehlanzeige!



(1) Ein Beispiel aus dem Jahr 2006: Wegen Bauarbeiten für das Seniorenzentrum Wilhelm-Stift am Ernst-Bumm-Weg wurde ebenfalls eine Grundwasserabsenkung durchgeführt. Die Rohr-Schlange zog sich vom Ernst-Bumm-Weg über die Sophie-Charlotten-Straße, die Gardes-du-Corps-Straße, entlang dem Klausenerplatz, weiter durch die Neufertstraße und dann links in die Schloßstraße bis zum Spandauer Damm. 


- Kiez, Technik - zwei Kommentare / Kein Trackback

29. Dezember 2016 - 00:24Ausblick ins neue Jahr 2017 (I)

Wohnen im Kiez


 
Am 4. Januar 2017 (18:30 Uhr) lädt die MieterWerkStadt Charlottenburg, wie an jedem 1. Mittwoch des Monats, zum nächsten Treffen in den Mieterclub (Neue Christstr. 8) ein. Die Unterschriftensammlung für einen Einwohnerantrag zum Milieuschutz ist angelaufen. Wünschen die Anwohner eine Milieuschutzverordnung (Erhaltungsverordnung) für ihre Kieze? Wie werden ggf. BVV und Bezirksamt auf den Einwohnerantrag reagieren? Werden sie den Mieterschutz endlich ernst nehmen und den Bürgerwillen respektieren und zeitnah umsetzen?

 
Einiges klingt hoffnungsvoll. Auszüge aus der Zählgemeinschaftsvereinbarung (1):
Die Zählgemeinschaft von SPD und Bündnis90/Die Grünen richtet ihre Bezirkspolitik am Leitbild sozialer Gerechtigkeit, Toleranz und nachhaltiger Zukunftsgestaltung aus.
Die Kultur der Bürgerbeteiligung wollen wir weiterentwickeln und stärken.
Milieuschutz-Satzungen werden überall dort, wo es rechtlich möglich ist, erlassen.

 

Mieterprotest in der Seelingstraße gegen teure Modernisierungmaßnahmen (Juni 2012)

 
 
Am 25. Januar 2017 präsentiert der Vorstand der Gewobag dem Mieterrat und den Mieterbeiräten seinen Ausblick auf 2017. Wird eine echte Mieterbeteiligung endlich gleichberechtigt berücksichtigt? Wird das "Gesetz über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin" (Berliner Wohnraumversorgungsgesetz - WoVG Bln) mit den neuen Gremien, den Mieterräten und der AöR „Wohnraumversorgung Berlin", gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und den landeseigenen Wohnungsunternehmen zur Basis einer sozialen Wohnungs- und Mietenpolitik mit Mietermitbestimmung konsequent umgesetzt?

 
Einiges klingt hoffnungsvoll. Auszüge aus der Koalitionsvereinbarung (2):
Wohnen ist für uns ein Grundrecht. Wir erkennen die innerstädtischen Verdrängungsprozesse als Herausforderung und wissen um die Sorgen der Menschen, sich im prosperierenden Berlin ihre Wohnungen nicht mehr leisten zu können. Ein Schwerpunkt der rot-rot-grünen Koalition ist deshalb die Sicherung und die  zusätzliche Schaffung von bezahlbaren Wohnungen.
Die jährliche Mieterhöhung im sozialen Wohnungsbau wird bis zu einer Neuregelung ausgesetzt. Als Sofortmaßnahmen werden die Mieterhöhungsmöglichkeiten im freifinanzierten Wohnungsbau für Bestandsmietverträge für vier Jahre auf maximal zwei Prozent jährlich beschränkt. Die  Härtefallregelungen  des  Wohnraumversorgungsgesetzes werden evaluiert. Die Koalition unterstützt die Mitbestimmung seitens der Mieterschaft.
Die Praxis der Mietermitbestimmung und die 2016 durchgeführten Mieterratswahlen werden mit Blick auf die bei den stattgefundenen Wahlen aufgetretenen  Problemen kritisch evaluiert, die Wahlordnung wird überarbeitet und ggf. die Wahlen wiederholt.

Mieter sollen besser vor den Folgen von lmmobilienspekulation, Luxussanierung und Umwandlung  von  Miet- in Eigentumswohnungen geschützt werden. Die Koalition unterstützt stadtweit die Ausweisung von Sozialen Erhaltungsgebieten (Milieuschutzgebiete).
Die Koalition setzt sich dafür ein, Gewerbemieten zu begrenzen, einen effektiven Kündigungsschutz einzuführen und den Schutz von Kleingewerbe und sozialen Einrichtungen in soziale Erhaltungsverordnungen einzubeziehen. Dabei wird sie sich an der Berliner Bundesratsinitiative zum Gewerbemietrecht von 1994 orientieren.

 
Im Laufe des Jahres 2017 werden wir mehr wissen.

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- Kiez, Menschen im Kiez, Politik - vier Kommentare / Kein Trackback

05. Dezember 2016 - 00:02Wohnen im Kiez

 
Die MieterWerkStadt Charlottenburg lädt herzlich zum nächsten Treffen ein.

 
Mieterclub im Klausenerplatz-Kiez (Neue Christstr. 8)


Mittwoch, 7. Dezember 2016 um 18:30 Uhr
Neue Christstr. 8 (MieterClub)
14059 Berlin-Charlottenburg 
 

Am 13. September 2016 wurde auf einer Veranstaltung in der KulturWerkStadt über Milieuschutz in Charlottenburg diskutiert (Bericht hier).
Das Verfahren für einen Einwohnerantrag ist in § 44 des Bezirksverwaltungsgesetzes geregelt. Benötigt werden mindestens 1000 Unterstützerunterschriften von den wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, um den Antrag auf die Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zu bringen.

Die Unterschriftensammlung beginnt. Diese Aktion wird im Mittelpunkt der Tagesordnung stehen.

Wir freuen uns über jegliche Unterstützung und zahlreiches Erscheinen. 
 
 



 

 

MieterWerkStadt Charlottenburg startet Unterschriftensammlung
für einen Einwohnerantrag zum Milieuschutz

 
Die bezirkliche Zählgemeinschaft aus SPD und Grünen hat vereinbart, nun erstmals auch in Charlottenburg-Wilmersdorf einer Mieterverdrängung mittels Milieuschutzvereinbarungen entgegenzuwirken. In erster Linie denken sie dabei an die Mierendorff-Insel und das Richard-Wagner-Quartier einschließlich des Gierkeplatzes.

Mit einem Einwohnerantrag möchte die MieterWerkStadt Charlottenburg den Bezirk nun ermutigen, Milieuschutz auch für das unmittelbar anschließende Stadtgebiet um den Klausenerplatz zwischen Kaiser-Friedrich-Straße, Kaiserdamm und S-Bahn-Ring einschließlich des Gebiets zwischen Schlosspark und S-Bahn Ring (Pulsstr./Mollwitzstr./Heubnerweg) sowie um den Amtsgerichtsplatz zu erlassen. In diesem Gebiet herrscht nach hiesiger Erfahrung ebenfalls eine eklatante Verdrängungsgefahr.

Ab sofort wird die MieterWerkStadt Charlottenburg überwiegend auf Wochenmärkten und im Gebiet rund um Klausenerplatz und Amtsgerichtsplatz Unterschriften für diesen Antrag sammeln. Unterschriftslisten und Flyer liegen dann auch in Läden, Kneipen und anderen öffentlichen Räumen aus. Unterschriftsberechtigt sind alle Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgerinnen und Bürger die das kommunale Wahlrecht haben.

Dem Bezirksamt wird mit diesem Einwohnerantrag aufgegeben, eine Milieuschutzverordnung (Erhaltungssatzung) vorzubereiten. Diese soziale Erhaltungssatzung hat gemäß § 172 Baugesetzbuch zum Ziel, die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung in einem Gebiet zu erhalten und einer Verdrängung entgegenzuwirken bzw. vorzubeugen.

Diese Satzung bewirkt, dass ohne Genehmigung des Bezirksamtes Hauseigentümer keine Luxussanierungen oder Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen durchführen können. Wir wollen den Bezirk in seiner Politik unterstützen, die Verdrängung von Mieterinnen und Mietern zu verhindern.

Bitte unterstützen Sie den Einwohnerantrag mit Ihrer Unterschrift.

MieterWerkStadt Charlottenburg

 
*
Unterschriftenliste als PDF zum Download  

 

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MieterWerkStadt Charlottenburg - Gastautoren, Kiez, Menschen im Kiez - ein Kommentar / Kein Trackback

20. November 2016 - 23:32Kiezgeschichte im Film: „Menschen und Steine“

Filmabend in der Charlottenburger Kulturwerkstadt

 
 
Der Architekt und Stadtplaner Hardt-Waltherr Hämer war am 27. September 2012 im Alter von 90 Jahren verstorben. Wir hatten mit einem kleinen Überblick an sein Wirken erinnert. Die Filmbühne in der Kulturwerkstadt zeigt am Donnerstag den Film von Gerd Conradt: "Menschen und Steine".

 
Fünf Geschichten zur behutsamen Stadterneuerung des Stadtplaners Hardt-Waltherr Hämer, der von 1972 bis 1980 die bauliche Umgestaltung im Sanierungsgebiet Klausenerplatz begleitete. Hämer gilt als Erfinder der "Behutsamen Stadterneuerung". Durch sein visionäres Engagement wurden Straßenzüge und Stadtquartiere nicht abgerissen, sondern blieben modernisiert erhalten. Die maßgeblich von ihm entwickelten 12 Grundsätze der Stadterneuerung markierten die Wende der Berliner Sanierungspolitik von der vorangegangenen Flächensanierung zur demokratisch organisierten behutsamen Stadterneuerung unter Berücksichtigung gewachsener baulicher und sozialer Strukturen. Es war eine entscheidende Zeit für die Menschen in unserem Kiez am Klausenerplatz.

Ein Film der viele Erinnerungen bei denen wachrufen wird, die diese Zeit miterlebt haben. Aber er ist auch ein spannendes Stück Zeitgeschichte für die inzwischen neu Zugezogenen und alle, denen der Kiez ans Herz gewachsen ist. Dazu bietet der Film noch ausreichend Stoff, um das heutige Geschehen auf dem Wohnungsmarkt zu reflektieren (Aktuelle Filme tragen z.B. Titel wie „Betongold“, „Die Stadt als Beute“ und „Mietrebellen“ - ein älterer Film zur Sanierungsgeschichte ist „Der Umsetzer“ aus dem Jahr 1976).

 

MENSCHEN und STEINE
Buch und Regie: Gerd Conradt
Kamera: Fabian Welter
Schnitt: Uli Peschke.
Der Filmemacher ist anwesend!
 

Donnerstag, 24. November 2016
Einlass: 19:30 / Beginn: 20:00 Uhr

Eintritt frei - Spende erbeten.

Kulturwerkstadt (in der ehemaligen Engelhardt-Brauerei)
Danckelmannstraße 9 A
14059 Berlin-Charlottenburg

 

- Kiez, Menschen im Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. Oktober 2016 - 00:02Keine bezahlbaren Wohnungen für Charlottenburg

Behindern Senat und/oder Bezirksamt den Bau von Wohnungen an der Pulsstraße?
 
 

Völlig ungeklärt ist außerdem, wie diese Menschen eigene Wohnungen finden sollen, wo nur halb so viele neue Wohnungen entstehen, wie es allein zur Unterbringung der jährlich neu in die Stadt ziehenden Haushalte bräuchte.
.....
Die Konkurrenz auf dem Markt für günstige Wohnungen treibt die Mieten nach oben – und lässt den stattlichen Anteil der Berliner weiter steigen, der auf staatliche Hilfen angewiesen ist. Das Risiko sozialer Spannungen wächst.
Quelle: Der Tagesspiegel vom 16. Oktober 2016


 
Charlottenburg-Wilmersdorf gehört zu den Bezirken mit den größten Mietsteigerungen. Immer mehr Mieter ächzen unter den stetig steigenden Belastungen und machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Neu gekommene Mitbürger suchen verzweifelt eine Bleibe im schönen Charlottenburg. Das Bezirksamt hat aber bisher allein den Neubau höchstpreisiger Wohnungen gefördert. Zu dieser politischen Einstellung der Verhinderung von Neuentstehung bezahlbaren Wohnraums, gehören folgerichtig auch die Vernichtung von noch bestehenden preisgünstigen Wohnungen (wie beispielsweise an der Berliner Straße 137 und einer Siedlung in Westend) und möglichst jeglichen Einsatz zum Schutz von Bestandsmietern zu vermeiden (Stichwort: Milieuschutz). Die alteingesessene Bevölkerung, wie die Zuziehenden mit nicht so viel Geld, haben nach der Sichtweise solcher "Volksvertreter" kaum Wert und stören nur auf dem Weg zur besseren Verwertbarkeit ganz im Sinne der wenigen, aber von ihnen als wertvoller geschätzten Begünstigten (vorzugsweise mit Firmensitz auf der Kanalinsel Jersey und zum Wohle altbewährter Seilschaften größerer und kleinerer Art.).

 
Dann tauchte plötzlich ein Fünkchen Hoffnung auf. Auf einer Veranstaltung im Mai 2015 teilte der Vorstand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo den Erwerb des Geländes an der Pulsstraße 13 mit (Wir hatten berichtet). Die landeseigenen Wohnungsunternehmen sollen ganz besonders in die Pflicht zur Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit bezahlbaren Wohnungen genommen werden - für Neubau und Bestand - so tönt es jedenfalls beständig aus den verantwortlichen politischen Kreisen in Stadt und Bezirk. Ab 2015 sollten sich die Baukräne an der Pulsstraße in Charlottenburg drehen, verkündete damals der Vorstand der Degewo und so ist es auch im Degewo-Newsletter "Stadtsicht" (Ausgabe 3/2014) nachzulesen. 

Die Abrißarbeiten an einem leerstehenden Gebäude auf dem Gelände Pulsstraße 13 hatten tatsächlich im Juni 2015 begonnen.

Abrißarbeiten an der Pulsstraße (Juni 2015)

 

Baukräne haben sich dann allerdings nicht gedreht: Nicht 2015 und auch nicht im fast vergangenen Jahr 2016. Im Oktober 2016 sieht es nämlich so aus:

Unbebautes Gelände an der Pulsstraße (Oktober 2016)

 

Wer also will die Entstehung bezahlbaren Wohnraums in Charlottenburg verhindern? Der SPD-Senat, der Bezirksbürgermeister und sein Baustadtrat (beide SPD) unter freundlicher Begleitung ihrer SPD-Grünen Zählgemeinschaft, oder alle zusammen in trauter Gemeinsamkeit?

Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: bisher Fehlanzeige!

 

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26. September 2016 - 00:02Neuer Bouleplatz im Entstehen

  
Der Verein boule devant berlin möchte an der Ecke Schloßstraße zur Zillestraße noch in diesem Jahr 12 Boulebahnen (Sportart Pétanque) errichten (Wir hatten berichtet). Die Bauarbeiten zum neuen Bouleplatz an der Ecke Schloßstraße zur Zillestraße haben inzwischen begonnen. Der Verein informiert auf seiner Webseite und mit Flyern über Pläne und Fortschritte.

 
Zukünftiger Bouleplatz an der Schloßstraße/Ecke Zillestraße

Info-Flyer des Vereins "boule devant berlin"

 

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31. August 2016 - 00:24Veranstaltungstipps



  • "KIEZWERK MILONGA"
    Der Tangoabend mit Jens Stuller (jeden 1. Donnerstag im Monat!)
    Wie üblich wird Jens Stuller in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre einen gut tanzbaren Mix von traditionellem Tango bis Nontango auflegen. Als Gast-DJ hat er bereits bundesweit und auch international aufgelegt und nahm auch beim Neotangofestival 2011 in Wien sowie bei Tangofestivals 2014 in Berlin und 2015 in Bonn teil.

    Für Tango-Neulinge wird eine Einführung angeboten!
    Einlass: 19:30 Uhr / Tangoeinführung: 20:00 Uhr
    Beginn: 21:00 Uhr / Eintritt 4,-

    Donnerstag, 1. September 2016
    Kulturwerkstadt (in der ehemaligen Engelhardt-Brauerei)
    Danckelmannstraße 9 A
    14059 Berlin-Charlottenburg


     
     
      
      

  • Insel-Kiezfest und Flohmarkt bei unseren Nachbarn am Mierendorffplatz
    Mit Spiel & Spaß für Kinder und Jugendliche, vielfältigen kulinarischen Angeboten und natürlich einem umfangreichen Musikprogramm.
    Kiezfest auf dem Mierendorffplatz (2010)

    Samstag, 3. September 2016
    Trödelmarkt von 9:00 bis 15:00 Uhr
    Kiezfest von 15:30 bis 22:00 Uhr
     





     
     
     
      
  • Benefiz-Trödelmarkt im Keramik-Museum Berlin
    Am kommenden Wochenende kann im romantischen Ambiente des Museumsgartens wieder nach Keramik gestöbert werden. Für den Benefiz-Trödel hat das Museum eneut viele neue/alte Objekte (Vasen, Schalen, Geschirr, Kleinplastiken u.v.m.) zum Verkauf gestiftet bekommen, darunter auch Objekte namhafter Manufakturen und Künstler. Der Erlös aus Eintritt und Verkauf der Spenden kommt in vollem Umfang dem gemeinnützigen Förderverein KMB zugute, der das Keramik-Museum Berlin ohne öffentliche finanzielle Förderung betreibt.
    Der Eintritt zum Trödelmarkt (inklusive Besuch der drei laufenden Ausstellungen) beträgt 2,00 Euro.
    Benefiz-Trödelmarkt im Keramik-Museum Berlin (Foto © C. Weidner/KMB)

    Samstag, 3. und Sonntag, 4. September 2016
    jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr

    Keramik-Museum Berlin (KMB)
    Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg
 
 
 
 


Weitere KurzInfos zu Veranstaltungen und Themen rund um den Klausenerplatz-Kiez immer auch bei Twitter (ohne Anmeldung einsehbar!), bei Facebook in der offenen Kiez-Gruppe und unter Kiez-Web-Team Klausenerplatz (ohne Anmeldung einsehbar!).

Weitere Termine auch stets im StadtteilKalender für Charlottenburg-Wilmersdorf des Nachbarschaftshauses am Lietzensee.


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21. August 2016 - 00:24Nachträgliche ersatzweise Würdigung des Klimaschutzmanagements im Ökokiez nach dem zweiten Jahr seines Wirkens

Ein Jahr und etwa 50.000 Euro verschleuderte Steuergelder später

 
 
Was ist denn da bloß los im ÖkoKiez? Am 1. August 2016 war der Klimaschutzmanager bereits sein zweites Jahr im Amt – und das war schon wieder weder dem Bezirksamt noch dem örtlichen "Bürgerverein"eine einzige Zeile wert? Keine winzige Pressemitteilung und auch erneut kein Sterbenswörtchen im Herbstheft des Vereins?

Im ersten Jahr keimte immerhin noch gelegentlich mal ein Aktions-Blümchen hervor. Im zweiten Jahr herrschte schon die blanke Dürre. Möglicherweise ja klimabedingt? Das zarte Pflänzchen „Plastiktüte zu Baum“ ging nach wenigen Wochen ein. Möglicherweise ja wegen mangelnder Pflege aus Desinteresse?

 
Doch eines floss munter weiter, sozusagen wie geschmiert: das Geld aus Steuermittel-Fördertöpfen in einige wenige Taschen. Das haben die bezirklichen "Volksvertreter" hingekriegt, also könnte man sich aus Politiker- und Begünstigten-Zirkeln, gerade weil die Selbstversorgung eines der wenigen erfolgreichen Interessenfelder darstellt, doch nun wirklich zum zweiten Jahrestag überschwenglich selbst huldigen. Da dies jedoch von berufener Seite erneut unterblieb, soll es wenigstens hier er- und ansatzweise geschehen, wenn auch etwas sprachlos.

Pssst: SPD und Grüne von Charlottenburg-Wilmersdorf waren halt anderweitig beschäftigt (1) und außerdem stehen schließlich Wahlen an.

 

Wahlplakate im Klausenerplatz-Kiez



 (1)
Einige der Gründe zur zeitlichen und inhaltlichen Auslastung der Bezirkspolitik, weswegen zahlreiche den Bürgern grundlegend wichtige Bereiche  - wie u.a. Wohnen, Mieten, Bildung, Schulsanierungen, Bürgerämter, Umweltschutz, Grünpflege, Denkmalschutz, usw. - in den letzten 5 Jahren nicht weiter ausreichend verfolgt werden konnten:

* BZ vom 26.07.2016
* Der Tagesspiegel vom 28.07.2016
* Berliner Zeitung vom 26.07.2016

* Kiezer Weblog vom 30. Mai 2015
* Nadia Rouhani, Bezirksverordnete Charlottenburg-Wilmersdorf, vom 21.03.2016
* Kiezer Weblog vom 26.09.2014


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30. Juli 2016 - 00:24Wohnen im Kiez

Die MieterWerkStadt-Charlottenburg lädt herzlich zum nächsten Treffen ein.


Mittwoch, 3. August 2016 um 18:30 Uhr
Neue Christstr. 8 (MieterClub)
14059 Berlin-Charlottenburg


Zu Diskussion stehen u.a. die Antworten des Bezirksamts und der in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf (BVV) vertretenen Fraktionen auf die Einwohnerfragen zu den "Aktivitäten im Bezirk zur Vorbereitung der Ausweisung von Milieuschutzgebieten" (BVV-Drucksache 1584/4, Anfrage 14).

Ein weiteres Thema betrifft die Situation in früheren Wohnungen der GSW an der Mollwitzstraße/Pulsstraße. Die GSW war bis 2004 eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft. Dann wurden die Mieter im Jahr 2004 von der Politik verraten und vom Berliner Senat verkauft. Inzwischen sind sie bei einem Firmenkonstrukt gelandet, welches sich "GSW Immobilien AG vertreten durch die Deutsche Wohnen Management GmbH" nennt. Zumindest für Teile des dortigen Bestandes wurden die öffentlichen Mittel vorzeitig (außerplanmäßig) zurückgezahlt, womit die Sozialbindung vor dem eigentlichen Ablauf endete (aus der offiziellen Mitteilung an die Mieter: „Ende der Eigenschalt "öffentlich gefördert" zum 01.06.2016”). Dieses Vorgehen der vorzeitigen Ablösung aus dem Bestand des "Sozialen Wohnungsbaus" wurde durch den jetzigen Senat ermöglicht!
Weitere Ereignisse in der letzten Zeit versetzen die Mieter zusätzlich in Sorge um ihre Zukunft (Siehe auch die Entwicklung zum "Joli Coeur" gleich nebenan).

 

Gebäude an der Mollwitzstraße (früher der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW) / Foto privat


 

In der MieterWerkStadt-Charlottenburg haben sich Mieterinnen und Mieter aus Charlottenburg und auch aus Wilmersdorf zusammengetan weil die Mieten ständig übermäßig steigen, weil es für Menschen mit geringeren oder mittleren Einkommen immer schwieriger wird eine Wohnung zu finden und weil viele bereits akut von Verdrängung bedroht sind.

Die Treffen finden in den Räumen des Mieterclubs statt, die der Mieterbeirat Klausenerplatz freundlicherweise zur Verfügung stellt. Alle Interessierten und weitere Mitstreiter sind immer herzlich willkommen.

Treffen: jeden 1. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr
Mieterclub, Neue Christstr. 8
Kontakt: mieter-werk-stadt@web.de


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