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Thema Umrüstung der Gaslaternen im Ausschuß für Tiefbau und Grünflächen

Heute: 10. August 2012 um 16:30 Uhr, Ausschuß für Tiefbau und Grünflächen tagt im RH Wilmersorf zur Gaslichtumrüstung
 
 
Vertreter der Senatsverwaltung und von Gaslicht-Kultur werden ihre gegensätzlichen Vorstellungen vortragen. Wobei die ursprünglich vorgesehene Vertreterin von SenStadt Umwelt "entmachtet" worden sein soll, da sie nicht entschieden genug den Standpunkt von Verkehrsstaatssekretär Gaebler vertreten haben soll.

Interessant wird es sein, wie die "Zählgemeinschaft" aus SPD und GRÜNEN auftreten wird. Es ist kein Geheimnis, dass die SPD unter Druck der Landes-SPD steht und sich weigert den Antrag ihres Partners zu übernehmen.

So weigert sich SPD-Staatssekretär Gaebler - gleichzeitig  Vorsitzender der SPD City-West - an der Einwohnerversammlung zur Gaslichtumrüstung teilzunehmen (Absage des Staatssekretärs als PDF). Er entschuldigt sich nicht nur aus terminlichen Gründen, sondern aus "grundsätzlichen Erwägungen", d.h. er spricht der Einwohnerversammlung schlicht das Recht ab, über die Umrüstung beraten zu dürfen: "Die Einwohnerversammlung ziele auf die Einbringung ehrenamtlichen Sachverstandes, das sei bei der Thematik Umrüstung der Stadtbeleuchtung von Gas auf Stromlicht im Bezirk nicht der Fall. Eine größere Arroganz kann es nicht geben, als sich mit formalistischen Rechtswindungen für nicht zuständig zu erklären.
 
Besonderen Geschmack bekommt das Verfahren durch die Entdeckung eines Beschlusses aus dem Jahr 2005, wo selbige BVV Charl-Wilm bereits einmal die Umrüstung abgelehnt hatte. Nur scheint dies heute keiner mehr zu wissen, bzw. wahr haben zu wollen. So warte ich bereits seit vier Wochen auf einen schriftliche Stellungnahme von Stadtrat Schulte - heute ein vehementer Befürworter der Umrüstung und damals Antragsteller gegen die Umrüstung. Dies, obwohl ich zweimal telefonisch und und noch einmal schriftlich eine Antwort angemahnt hatte. (s. DS 1617/2)
 
Daß die Bürger aus Charlottenburg-Wilmersdorf nicht alleine stehen, kann man an Tempelhof-Schöneberg sehen, wo ebenfalls eine Einwohnerversammlung beantragt (DS 0302/XIX) und ausführliche Informationen vom Senat eingefordert werden (DS 0307/XIX). Nicht von ungefähr kommt der Vorgesetzte von Gaebler, der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt - Müller, aus dem gleichen Bezirk.
  

* Antrag: Erhalt des historischen Gaslichts in denkmalgeschützten Bereichen (Drucksache 0204/4)

Joachim Neu - Gastautoren, Politik - 10. August 2012 - 00:42
Tags: ////



25 Kommentare

Nr. 1, Siegfried Schlosser, 10.08.2012 - 20:10
Die Abfuhr von Herrn Neu durch den Vorsitzenden des Ausschusses, Herrn Dr. Heise, und abschließend bei der Abstimmung über Rederecht durch die CDU und die SPD war ein sehr peinlicher Vorgang. Wenn diese beiden Parteien so die Brgerbeteiligung definieren, dann gute Nacht….
Nr. 2, Siegfried Schlosser, 10.08.2012 - 20:42
hab mal was dazu auf unserer Seite geschrieben: http://www.pf-cw.de/archive/1009
Nr. 3, neu, 12.08.2012 - 10:32
Kollege Schloser hat es schon ganz richtig dargestellt-und mit dem "leicht aufbrausenden charakter" (von zeit zu zeit) muß ich wohl leben.
Aber,aber-auch er als PIRAT und die kämpferische GRÜNE Rouhani und der ex-LINKE Tillinger, wie auch niemand sonst aus dem Saal haben Protest erhoben und sich mit dem von der GO vorgesehenen verfahren zufrieden gegeben-wo bei mir schon längst das radikaldemokratische Empörungspotential zum tragen gekommen wäre.
Was lernen wir daraus ? Kann der bürger, kann die zivilgesellschaft überhaupt noch mit den parteienvertretern (hier von den Großparteien) komunizieren ? Sollte die zivilgesellschaft als retoukutsche auf einer bürgerversammlung die parteien aussperren ? Müßte nicht endlich die GO des Bezirkes geändert werden ? Was ist von vollmundigen Partizipationsansprüchen der parteien zu halten ?
Fragen über Fragen

In Kreuzberg wären bereits tomaten geflogen…

Übrigens bei dem beschriebenen "Lietzenseedialog" (betonung liegt auf dialog), konnte, sollte der bürger auch nur kurzfragen- als stichwortgeber für herrn Müller- stellen.
Ja so ist die welt in charl-wilm.
Ach ja, Herr Gaebler, hat ja bereits angekündigt den dialog auf der einwohnerversammlung (s.0.)zu verweigern.
Nr. 4, neu, 12.08.2012 - 10:59
Bürgerbeteilung im Bezirk:

http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-w..

Was fällt auf ? eine beteiligung in der bvv und ihren ausschüßen ist nicht vorgesehen !!!

(der rest sind zur hälfte ebenfalls nur "Luftnummern" (Bürgerhaushalt,Kiezbeiräte,Bebauungspläne)
Nr. 5, Siegfried Schlosser, 12.08.2012 - 11:15
Lieber Herr Neu !

daß die mit “Ja” stimmenden BV nach der Abstimmung nicht laut protestiert haben, liegt – nun ja – an dem demokratischen Prozeß, der da abgelaufebn ist. Das Verfahren der Bürgerbeteiligung in Ausschüssen als solches ist wirklich unbefriedigend. Ich könnte mir aber eine so richtig piratische Lösung vorstellen. Darüber sollten wir mal bei einem Bierchen reden….
Nr. 6, neu, 12.08.2012 - 17:25
...immerhin die PIRATEN sind auf dem besten Wege die Tabus der Bezirkspolitik und -verwaltung anzugehen

http://www.pf-cw.de/bezirksvorhaben/tran..
http://www.pf-cw.de/bezirksvorhaben/verw..
http://www.pf-cw.de/archive/865

was auch die Presse bestätigt:

http://www.berliner-woche.de/fileadmin/W..

auch in Punkto "Bürgerhaushalt", ein Eckpunkt der Forderungen aus der Mitte der "Zivilgesellschaft" könnte es Bewegung geben:

http://www.pf-cw.de/archive/964

Schaun mer mal !
Nr. 7, Wolfgang Tillinger, 12.08.2012 - 22:26
Lieber Herr Neu,
um politisch auch ernst genommen zu werden und eine Sache nicht im Vorfeld schon negativ zu belegen, weil die eigene Art des Vortrags schon intuitive Ablehnung hervorruft, sollte man möglichst sachlich richtig argumentieren.
Nicht richtig und von ihnen auch als Vermutung dargestellt, ist die „Entmachtung“ einer für die Teilnahme an der Ausschusssitzung vorgesehenen Vertreterin der Senatsverwaltung. Richtig ist, dass die Senatsverwaltung mit der Entsendung des zuständigen Abteilungsleiters und der den Umbau organisierenden Mitarbeiterin, dem bezirklichen Informationsbedürfnis eine sichtbar hohe Priorität gegeben hat. Der Vortrag beider war sachlich korrekt, objektiv und hochinformativ.
Falsch – das hat auch das Abstimmungsergebnis (der Antrag ist einstimmig angenommen) ergeben – ist ihre Vermutung, dass die SPD unter Druck der Landes-SPD steht und den Antrag ablehnen wird. Sie bedienen hier bewusst niederste politische Instinkte, die hinter jeder politischen Entscheidung die einem nicht passt Betrug und Mauschelei vermutet.
Auch ihre Bemerkungen zur Absage von Staatssekretär Gaebler an der vorgesehenen Einwohnerversammlung teilzunehmen ist so nicht interpretierbar. Wie sie sehr genau wissen, ist die Umrüstung der Gasleuchten im Jahre 2007 im Senat beschlossen worden. Wie können sie von einem Staatssekretär erwarten, dass er einen Senatsbeschluss in ihrem Sinne verändert? Seine Aufgabe ist doch die Vertretung der Senatsbeschlüsse. Dies gilt auch für jeden Senator! Die Position eines Staatssekretärs oder eines Senators mit ihren parteipolitischen Ämtern zu verknüpfen ist in diesem Zusammenhang höchst unsachlich. Zumal sie die damit verbundenen unterschiedlichen Verhaltensanforderungen kennen müssten. Diese politisch unzulässige Vermischung von Aufgaben – deren Sinnhaftigkeit man ganz sicher diskutieren kann – werden aber im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen zur reinen Agitation. Sie verschärfen diese unsachliche Beeinflussung ihrer Leser noch mit Zitaten, die so nie gegeben wurden.
Sie schreiben über Herrn Gaebler:
„er spricht der Einwohnerversammlung schlicht das Recht ab, über die Umrüstung beraten zu dürfen: “Die Einwohnerversammlung ziele auf die Einbringung ehrenamtlichen Sachverstandes, das sei bei der Thematik Umrüstung der Stadtbeleuchtung von Gas auf Stromlicht im Bezirk nicht der Fall.
Eine größere Arroganz kann es nicht geben, als sich mit formalistischen Rechtswindungen für nicht zuständig zu erklären.“
Geschrieben hat Herr Gaebler:

Ein ganz anderer Sinn und die Frage sei erlaubt was hier Arrogant ist. Ist nicht es nicht eher ihre Vorgehensweise ? Die eine Entscheidung der Landesebene in die Bezirksebene transferiert, wissend dass diese überhaupt keine Entscheidungsbefugnis hat bzw. hatte?
Einen „besonderen Geschmack“ bekommt dabei nicht ihre Entdeckung des Beschlusses der BVV DS 1617/2, sondern ihre Darstellung dieses Beschlusses. Die BVV kann gar keinen Beschluss fassen der die Umrüstung ablehnt. Das wissen sie auch. Diese Entscheidung wird auf Landesebene getroffen. Dieser Beschluss spricht sich für den Erhalt aus und fordert zur Kontaktaufnahme mit Senat, BA-Mitte und dem Landeskonservator auf um dieses Ziel zu erreichen. Wie sich die einzelnen Stellen verhalten haben, ist dem Aufmerksamen Zuhörer der im Titel genannten Ausschusssitzung bestimmt nicht entgangen. Es spricht offensichtlich für die politische Arbeit des damaligen Fraktionsvorsitzen der SPD, Marc Schulte, dass ein so intensiv in der Kommunalpolitik arbeitender Bürger wie sie ihn als Initiator dieses Antrages darstellt. Nur – der Initiator von Anträgen steht immer als erster. Das sollten auch sie wissen! Hier ist es, der politischen Korrektheit schuldend, die CDU. Den nun amtierenden Stadtrat Schulte (als Wahlbeamter mit einer ganz anderen Aufgabenstellung) mit dem Fraktionsvorsitzenden des Jahres 2005 in eine heute geltende Situation zu bringen, ist neben der falschen Interpretation so nicht haltbar.
Mich persönlich wundert, dass eine in 2007 auf Landesebene getroffene Entscheidung (Umrüstung der Gaslaternen) nun im Bezirk durch Bürgerwille geändert werden soll. In den ganzen vergangenen Jahren sind sie persönlich nicht als entschiedener Gegner dieser Entscheidung aufgetreten. Damit wird ihre ganze Aktion zur Spiegelfechterei. Sie müssen sich dabei schon fragen lassen, warum sie nicht auf die Landesebene gehen und im Abgeordnetenhaus für eine Aufhebung des Senatsbeschlusses in ihrem Sinne hinwirken. Ist es vielleicht einfacher die nicht vorhandene Zuständigkeit der Bezirksebene zu nutzen um dagegen zu opponieren um am Ende – sollte der Erfolg ausbleiben – dem Bezirk als unfähig oder nicht dem Bürgerwillen folgend zu brandmarken? Was tun sie damit eigentlich den Bezirksverordneten in allen Fraktionen an, die für den Erhalt sind?
Nun noch etwas zur Ablehnung ihrer Wortmeldung. Der Ausschussvorsitzende hatte den Tagesordnungspunkt Gaslicht wegen der fortgeschrittenen Zeit – es verblieb noch eine halbe Stunde für die Abarbeitung von 8 weiteren Tagesordnungspunkten – abschließen wollen. Da alle Interessenvertreter und die Senatsverwaltung ihre Meinungen vertreten haben ging es also nur um die Wortmeldung von Herrn Neu. Wegen der knappen Zeit sollte diese möglichst kurz sein. Da sie Herr Neu, aber nicht einfach auf die Entscheidung zur Unterbrechung der Sitzung warten wollten sondern unaufgefordert gegen eine noch gar nicht getroffene Entscheidung erhoben lamentierten, damit zusätzlich und unnötigerweise Zeit in Anspruch nahmen, hat der Ausschuss so beschlossen wie geschehen. Hätten sie diese Vorwürfe gelassen, währe es nach meiner Wahrnehmung auch zu einer anderen – ihnen gerecht werdenden – Entscheidung gekommen.
Abschließend ein Rat. Sie sollten sich vorher genauer Abstimmen und auch ihre Redezeiten besser einteilen. Es ist für eine öffentliche Sitzung immer schlecht wenn nur einer reden will. Ich habe es ja selbst als Moderator einer Veranstaltung erlebt, dass man ihnen wirklich das Wort nicht bei jeder Meldung geben kann, weil sonst die anderen nicht zu Wort kommen. Sie sollten darum auch nicht den Umgang anderer mit ihren Wortmeldungen als Bürgerfeindlich ansehen. Die BVV und ihre Ausschüsse sind mit ihrer Bürgerbeteiligung auf einem guten Weg, sie kann und wird noch ausgebaut werden. Bei ihnen, Herr Neu, habe ich den leisen Verdacht, sie wollen sich nicht einbringen sondern die Richtung, die Geschwindigkeit und die Inhalte vorgeben. Ist das nun wie sie sich gerne bezeichnen radikal Demokratisch oder eben nur Radikal?
Ich hoffe sie nehmen mir die Offenheit nicht übel und sehen diesen Beitrag als eine Darstellung meiner ganz persönlichen Meinung. Weder die genannten Fraktionen noch Personen sind auf meine Situationsbeschreibungen angewiesen oder benötigen meine Verteidigung. Nehmen sie bitte den Inhalt an und interpretieren sie nichts in meine Argumente.
Wolfgang Tillinger
Nr. 8, Wolfgang Tillinger, 12.08.2012 - 23:31
Der nicht erschienene Text aus dem Brief von Herrn Gaebler:

“Darüber hinaus möchte ich gerne darauf hinweisen, dass es sich bei einer Einwohnerversammlung nach § 42 Bezirksverwaltungsgesetz um ein Kommunikationsinstrument zwischen der Einwohnerschaft und den gewählten Bezirksverordneten handelt. Dieses zielt auf die Einbringung ehrenamtlichen Sachverstandes in die durch den Bezirk zu treffende Entscheidungen ab. Das ist bei der Thematik “Umrüstung von Gas- auf Stromlicht im Bezirk” nicht gegeben. Eine Einwohnerversammlung in Form einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung nicht Zielführend im Sinne des § 42 Bezirksverwaltungsgesetz. Ich verweise hier auch auf den Bezug zu “bezirklichen” Entscheidungen.”
Nr. 9, Siegfried Schlosser, 13.08.2012 - 08:14
Daß Herr Gaebler seine Absage rein formaljuristisch begründet, ist auch ein Armutszeugnis ersten Ranges. Als Charlottenburger. der politisch erst hier groß geworden ist, sollte er solche bedenken über Bord werfen und den Standpunkt des Senats offensiv vertreten. Aber nein – er hats ja nicht mehr nötig, um Wähler zu werben.-.
Nr. 10, Wolfgang Tillinger, 13.08.2012 - 15:25
Herr Schlosser,
hier wird nicht formaljuristisch abgesagt, sondern auf die Zuständigkeit abgehoben. Dies wird an Hand des geltenden Rechtes aufgezeigt. Nichts anderes. Ich halte ihre Einlassung dazu für genau so traurig wie ihre Bewertung der Verhaltensweise des Ausschussvorsitzen Dr. Heise.
Nr. 11, neu, 14.08.2012 - 20:20
http://www.tagesspiegel.de/berlin/kritik..

..na dann kommentiert mal schön ? So unrecht hat die dame wohl nicht ? aber wolfgang wird da schon was finden
Nr. 12, Basti, 14.08.2012 - 20:24
Sehr geehrter Herr Neu,

was hat dieser Beitrag über die Unfähigkeit der Piratenpartei nun mit den Gaslaternen zu tun? Oder wollten Sie einfach nur darauf hinweisen?

Für sowas kann man auch eine eigene Webseite inkl. Newsletter bemühen,oder?

Basti
Nr. 13, Siegfried Schlosser, 14.08.2012 - 21:15
@Basti

also vom Frust einer Person gleich auf Unfähigkeit der ganzen Partei zu schließen ist etwas gewagt….
Nr. 14, Basti, 14.08.2012 - 21:56
@Siegfried Schlosser:

Nein, nicht vom Frust heraus, sondern von der Unfähigkeit der Partei! Oder wieso gibt es schon einige neue Vorsitzende? Wieso hat die Charlottenburger-Piraten-Fraktion sich sofort (wenn man dem Beitrag von maho glauben schenken kann) sofort den Grünen angeschlossen? Wieso haben sie erstmal darüber diskutiert welchen Drucker man kaufen möchte?

Seien wir doch ehrlich: Die Piraten sind ein kleiner Haufen Nerds, die definitiv die Politik unterschätzt haben und jetzt nach und nach aufgeben. Es geht im Vorstand los und hört nun in der BVV auf. Und wenn ich lese das jemand einer Partei beitritt, sich zur Wahl stellt, aber eigentlich nichts machen möchte (auch wenn es nicht in Charlottenburg passierte) kann ich mir das lachen nicht mehr verkneifen!

Und wenn ich dann hier die Diskussion zwischen Ihnen und Herrn Tillinger lese, frage ich mich wirklich ob Sie überhaupt die eigenen Diskussionsplattformen kennen, oder wieso sie 2 jetzt hier in einem sog. Kiezblog anfangen zu diskutieren! Kennen Sie die Diskussionsplattform des Bezirksamtes nicht?

Fragen Sie Herrn Neu! Der vergisst das auch öfters!

Basti
Nr. 15, neu, 15.08.2012 - 17:18
Basti,

der vorschlag mit der diskussionsplattform des Bezirksamtes kann wohl nur ironisch gemeint sein.Eher ein “mülleimer” als eine “plattform”-mal ehrlich gesagt.
Was richtig ist: die beziehung zur diskussion zu dem thema gaslicht ist hier im forum nur peripher gegeben: Eigentlich geht es um die demokratie im bezirk, der teilhabe der bürger am politischen prozeß.(an der tb ausschußsitzung angedockt)
Da hat sich eine menge frust in der zivilgesellschaft angesammelt.
Ich möchte nur auf die zahlreichen kommentare zu dem tagesspiegel artikel über das BVV PIRATEN mitglied verweisen.Ich selber empfinde,dass die sich einmischen eher als “hoffnungslose” denn als “chancenreiche” von den parteien wahrgenommen werden.
Dennoch nicht aufgeben.Daher habe ich für die morgige BVV (16.8)Bürgerfragen zu dem Partitipationsprozeß in den bezirklichen institutionen gestellt.

8. Einwohnerfrage Joachim Neu

Neue Geschäftsordnung des BA bereits veraltet? –
Fragen zu einer erneuten Novellierung im Demokratisierungsprozess der parlamentarischen Institutionen

1. Aus welchen Gründen wird der Ältestenrat weiterhin nicht öffentlich tagen, obwohl in begründeten Fällen – wie bei der BVV und den Ausschüssen – die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden kann? (im Gegensatz zu Lichtenberg)

2. Kann es sein, dass bei dem hohen Quorum von 1000 Unterstützerunterschriften (anstatt realistischerweise von 200) noch nie ein Einwohnerantrag aus der Bevölkerung gestellt werden konnte?

3. Warum werden Bürgerdeputierte mit Stimmrecht von den Parteien entsandt und nicht aus den Reihen der Zivilgesellschaft (Bsp. Kiezbeirat) gewählt, während das Stimmrecht den fraktionslosen Verordneten vorenthalten bleibt?

4. Könnte es nicht grundsätzlich ein begrenztes und regelbares Rederecht in der BVV und ihren Ausschüssen für die Bürgerschaft geben?

5. Sollte es nicht die Möglichkeit geben an die Ausschüsse Bürgerfragen zu stellen, die von den Verordneten und Deputierten der verschiedenen Parteien beantwortet werden?
Nr. 16, neu, 15.08.2012 - 19:40
Hier – der Wahrheit wegen – die volle Länge des Beitrages von Katja Dahte in ihrem Blog:

http://dathe.wordpress.com/2012/08/13/lo..
Nr. 17, neu, 19.08.2012 - 10:05
...hier muß es lang gehen: die vorschläge der GRUENEN und der PIRATEN

aus dem AGH Berlin zur auflage eines “Transparentsgesetzes”:

http://www.gruene-fraktion-berlin.de/pre..

http://www.piratenfraktion-berlin.de/201..
Nr. 18, neu, 19.08.2012 - 20:18
hier die zeitungsmeldung:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tr..
Nr. 20, neu, 20.08.2012 - 21:29
Lieber Wolfgang,

nach einer woche nachdenkzeit und einen tag vor der einwohnerversammlung, will ich strukturiert auf deine zeilen eingehen:

1. ob die mitarbeiterin von senstadt "entmachtet" wurde, war sicherlich mehr als nur ein gerücht.Schließlich hatte sich frau Hofschroer des öfteren flexibel gegenüber den moratoriums forderungen der gaslichtanhänger gezeigt und im tb ausschuß war Herr Adam der federführende und nicht mehr Frau Hofschroer-wie bei bisherigen anhörungen.

2. die beziehung von spd charl-wilm zur landes spd ist sicherlich enger als von wolfgang zugegeben.Gaebler ist spd vorsitzender von City west, Schulte war unter Müller stellvertr. vorsitzender.Der bezirk puschte die wiederwahl von Müller und Wowereit ist ebenfalls aus dem bezirk."Von daher "bediene ich ich hier nicht bewußt niedere instinkte",(welche wortwahl !) sondern analyse nur nüchtern die persönlichen beziehungen.Worte wie "Betrug" und "Mauschelei" habe ich nicht gewählt und lasse ich mir auch nicht unterschieben.

3. von Gaebler habe ich gar nichts erwartet, außer dass er sich den bürgern stellt – und sich nicht mit formaljuristischen einwänden sich entzieht.Das hat auch kollege Schlosser und haben auch andere unabhängige politische geister sofort erkannt. Gaebler ist nicht mal mehr bereit die verwaltung zu schicken, so soll Vattenfall als ersatz dienen-mal sehen,ob das unternehmen kommt.Ich glaub es nicht.Die bürgerpartizipation stets hoch halten und die engagierten bürger einfordern und dann "kneifen"-obwohl Gaebler sonst überall im bezirk unterwegs ist. .

4.Was ist der unterschied eines antrages der bvv , der das ba auffordert sich für den erhalt des gaslichtes beim senat einzusetzen und einem antiumrüstungsbeschluß ? keiner.
warum wurde mir nicht das wort erteilt ? weil ich gefragt hätte wie die bvv, der ausschuß und das ba den weiteren verlauf des bemühens das gaslicht zu retten, weiter verfolgt haben ? Nämlich gar nicht, Der Antrag war schlicht vergessen worden-wie so manche beschlüsse und aufträge in diesem bezirk (s.strassen und platzumbenennungen)
Warum habe ich seit vier wochen keine antwort auf meine schriftlichen fragen an herrn Schulte bekommen ?

5.Die gaslichtini will ein moratorium und ein änderung der koalitionsvereinbarung-und das ist jawohl legitim und wird in sämtlichen bezirken betrieben.Pressekonferenzen aus dem jahr 2007 sind einem bürger nicht bekannt geworden.Wenn nicht die medien und die politk im bezirk ein interesse an bestimmten themen haben -das hat auch Herr Adam bemängelt.

6.was die leitung der sitzung betrifft: es war eine einzige katastrophe.Ich war der einzige bürger, der sich gemeldet hatte.Ich hätte mich in die wortmeldungen der verordneten zum schluß eingereiht. Es war reine willkür und wenn der vorsitzende will, muß auch keine abstimmung stattfinden (ich bin nicht das erste mal in einem ausschuß gewesen !) Es war der wille nicht da-und das haben piraten, grüne und die zuhörer auch genau wahrgenommen.

Nun habe ich nicht soviel zeit und lust mich noch weiter in den details zu verlaufen.Jedenfalls stimmt so gut wie gar nichts in deinem beitrag und manche sätze sind teilweise auch sehr agressiv aufgeladen – was ich meinerseits nicht betreiben möchte.
Nr. 21, neu, 28.08.2012 - 12:23
transparenzgesetzentwurf der GRÜNEN

http://www.gruene-fraktion-berlin.de/art..
Nr. 22, neu, 28.08.2012 - 12:27
Bezirk Lichtenberg der Zeit voraus

http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/bvv/..
Nr. 23, maho, 28.08.2012 - 21:26
Lichtenberg scheint auch in anderen Punkten der Zeit voraus zu sein:

“Bündnis für Wohnen” in Berlin-Lichtenberg auf den Weg gebracht”
....
“Diese Wohnungen sollen dann aber auch für normale Familien bezahlbar sein. Da schon die reinen Baukosten für Neubauwohnungen die derzeitigen Durchschnittsmieten übersteigen, müssen wir mit den Bauherren zu Vereinbarungen kommen, die einerseits schnelles Bauen und andererseits weiterhin bezahlbare Mieten ermöglichen. In dem „Bündnis für Wohnen“ bekräftigen die Bauherren und das Bezirksamt ihren gemeinsamen festen Willen, auf kooperativem Wege attraktives und bezahlbares Wohnen aktiv zu gestalten. Dieses Thema wird in Lichtenberg modellhaft für Berlin diskutiert.“

http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/pres..

und selbst die dortige SPD:
“Dem entgegnete der Bestandsmanager der HOWOGE, Michael Wagner, dass die HOWOGE bereits jetzt dämpfend auf Mietpreissteigerungen einwirke. So müssen Mieter, die innerhalb des Bestandes in kleinere Wohnungen ziehen, auf keinen Fall mehr Miete durch die Neuvermietung zahlen, als in der alten Wohnung. Auch gibt es Überlegungen, Mietsteigerungen generell nur bis zu 30% des Haushaltsnettoeinkommens zuzulassen. Ein Ziel der HOWOGE sei es, wieder verstärkt zur klassischen Aufgabe der Sozialraumgestaltung zurückzukommen.
...................
In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, dass sich insbesondere die vielen Mieterbeiräte Berlins nicht angemessen in die Debatte eingebunden fühlen. Sie verlangten nachdrücklich, wenigstens von den entscheidenden Gremien angehört zu werden, auch wenn man ihnen die Mitsprache aus unterschiedlichen Gründen verweigere. Auch wurde die Zusammenarbeit zwischen Mieterbeiräten und dem Mieterverein als nicht frei von Reibungen bewertet, wobei aber alle Anwesenden den Willen äußerten, aufeinander zu zugehen.”

http://spd-lichtenberg.de/vieldiskutiert..
Nr. 24, neu, 29.08.2012 - 19:49
8. Einwohnerfrage in der BVV vom 16.8.12 zur bürgerschaftlichen Partizipation im Bezirk (bsp. GO der BVV)

Einwohnerfrage Joachim Neu
Neue Geschäftsordnung des BA bereits veraltet? – Fragen zu einer erneuten Novellierung im Demokratisierungsprozess der parlamentarischen Institutionen

1. Aus welchen Gründen wird der Ältestenrat weiterhin nicht öffentlich tagen, obwohl in begründeten Fällen – wie bei der BVV und den Ausschüssen – die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden kann (im Gegensatz zu Lichtenberg)?

Im Ausschuss für Geschäftsordnung waren die politischen Kräfte in der BVV zu Recht der Auffassung, es müsse ein Gremium erhalten bleiben, dessen Erörterungen, insbesondere über Konflikte zwischen den Fraktionen, persönliches Verhalten einzelner Mitglieder der BVV sowie meine Amtsführung lösungsorientierter geführt werden können, wenn sie in nichtöffentlicher Sitzung stattfinden. Ergebnisse werden jedoch nach § 12 Abs. 3 Satz 1 GO-BVV in einem Kurzprotokoll zur jeweiligen Sitzung des Ältestenrats im Internet veröffentlicht.


2. Kann es sein, dass bei dem hohen Quorum von 1000 Unterstützerunterschriften (anstatt realistischerweise von 200) noch nie ein Einwohnerantrag aus der Bevölkerung gestellt werden konnte?

Es trifft zu, dass in unserem Bezirk bisher kein Einwohnerantrag gestellt wurde. Aktuell verweise ich jedoch auf eine entsprechende Angelegenheit in der BVV Steglitz-Zehlendorf zum Umbau der Fortbildungseinrichtung im Schloss Glienicke. Auch im Bezirk Treptow-Köpenick wurde bereits ein Einwohnerantrag gestellt und von der BVV einstimmig beschlossen. In der Debatte um die Überarbeitung der bezirksverwaltungsrechtlichen Regelungen zur direkten Demokratie zwischen Ende 2009 und der Entscheidung des Gesetzgebers zum Zehnten Gesetz zur Änderung des Bezirksverwaltungsgesetzes vom 24. Februar 2011 hatten sich alle Vorsteher/innen (parteiübergreifend) gegenüber den Fraktionen im Abgeordnetenhaus von Berlin erfolglos für ein Qurorum von 200 Unterstützungsunterschriften eingesetzt.


3. Warum werden Bürgerdeputierte mit Stimmrecht von den Parteien entsandt und nicht aus den Reihen der Zivilgesellschaft (Bsp. Kiezbeirat) gewählt, während das Stimmrecht den fraktionslosen Verordneten vorenthalten bleibt?

Bürgerdeputierte werden auf Vorschlag der Fraktionen, nicht der Parteien, nach den Mehrheits- und Stärkeverhältnissen von der BVV in Ausschüsse hinzugewählt; Ausnahmen bilden der Jugendhilfeausschuss und – in gewisser Hinsicht – der Integrationsausschuss. Dieses Verfahren gründet auf einer Entscheidung des Gesetzgebers, nach der Auflösung der Deputationen als drittes Bezirksorgan eine stimmberechtigte Beteiligung aus der Einwohnerschaft in Ausschüssen der BVV zu erhalten. Ich verweise auf das Dritte Gesetz zur Änderung des Bezirksverwaltungsgesetzes vom 24. Juni 1971. Ein Verfahren, Wahlvorschläge für Bürgerdeputierte nicht über die Fraktionen, sondern auf anderem Weg festzulegen, ist prinzipiell möglich, müsste jedoch über den gleichen Grad der demokratischen Legitimation verfügen. Für intelligente Vorschläge sind die zwölf Vorsteher/innen der Berliner Bezirksverordnetenversammlungen offen.

Die eingeschränkten Rechte der fraktionslosen Mitglieder der BVV nach § 9 Abs. 6 BezVG resultieren dagegen aus dem Grundsatz, dass sich in Ausschüssen die Mehrheits- und Stärkeverhältnisse der BVV widerzuspiegeln haben. Dies kann allein durch die von Ihnen kritisierte Regelung gewährleistet werden, weil fraktionslose Bezirksverordneten keinen Sitz in einem Ausschuss begründen dürfen. Immerhin entspricht die Sitzverteilung in der BVV dem jeweiligen Wahlergebnis! Es bleibt den Fraktionen jedoch unbenommen, in bestimmte Ausschüsse Personen aus Vereinen, Trägern usw. als Bürgerdeputierte vorzuschlagen.


4. Könnte es nicht grundsätzlich ein begrenztes und regelbares Rederecht in der BVV und ihren Ausschüssen für die Bürgerschaft geben?

Ja. Eine entsprechende Öffnungsklausel bietet § 8 Abs. 1 Satz 2 BezVG:

„Die Geschäftsordnung bestimmt, unter welchen Voraussetzungen anderen Personen in der öffentlichen Sitzung das Wort erteilt werden kann.“
Die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf hat davon hinsichtlich des Kinder- und Jugendparlaments Gebrauch gemacht.


5. Sollte es nicht die Möglichkeit geben, an die Ausschüsse Bürgerfragen zu stellen, die von den Verordneten und Deputierten der verschiedenen Parteien beantwortet werden?

Nach § 47 Abs. 7 der GO-BVV können die Ausschüsse die Einrichtung von Einwohnerfragestunden für ihren Zuständigkeitsbereich beschließen. Zur Realisierung rate ich, sich in entsprechende Gespräche mit den politischen Kräften zu begeben. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Einbeziehung von Fragestellungen aus der Einwohnerschaft in den Ausschüssen bereits heute nicht an formalen Hürden scheitert.


http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-w..
Nr. 25, neu, 31.08.2012 - 18:36
Die Position der LINKEN im Bezirk zur kommunalen Selbstverwaltung:

http://www.dielinke-charlottenburg-wilme..

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