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Teddy Matthau im Theater Coupé

Was kann man von einem Autor erwarten, der damit protzt, „elffacher Teilnehmer an der Pilgerreise zum Horstweg" zu sein (wohin genau pilgerte er denn da?) sowie „Absolvent der Fahrradprüfung und Träger des Ehrenwimpels" (immerhin macht er sich damit bestimmt manch einen Ökokiezler gewogen) - was kann man also von solch einem Autor erwarten?

Z.B. dies: Statt knuspriger Frühstücksbrötchen im Sonnenschein auf dem Balkon das übliche Müsli, nur weil „Beim Bäcker" sich eine ältere Kundin im großkarierten Mantel vordrängelt und mit ihren Fragen nach gluten- und laktosefreiem Gebäck ein hitziges Wortgefecht zwischen mehreren studierten Kunden, einer Mutter mit Kinderwagen und einem Muskelmann heraufbeschwört, das damit endete, daß jene besagte Kundin mit den letzten beiden Brötchen von dannen zieht (mit denen sie allerdings nicht selig wird, denn es gibt da noch diesen Hund von nebenan). Dann ist da noch eine Familie, die ihr Leben zum größten Teil „In den Arcarden" verbringt, wobei sie quer durch das Europa der EU manch Überraschung erlebt und schließlich in Vilnius ihre Tochter aus den Augen verliert, was die Eltern aber nicht weiter beunruhigt, denn die Tochter „ist doch eine von uns. So was weiß sie einfach": daß es nämlich nächste Woche bei der Wiedereröffnung von Apollo Optik 500 Payback Extrapunkte gibt. Also auf ein frohes Wiedersehen in Herne!

  
Nicht daß diese und weitere Geschichten des alltäglichen Grauens extra für Halloween geschrieben wären - vielmehr präsentiert Teddy Matthau solches und ähnliches das ganze Jahr hindurch jeweils an einem Abend im Monat im bezirklichen Theater Coupé am Hohenzollerndamm. Es sitzt sich gemütlich in dem kleinen Saal mit den locker um Tische angeordneten Stühlen, die fast alle besetzt sind in Erwartung dessen, was sich diesmal auf der Bühne ereignen wird. Die Bühne, das ist: ein Piano, stilgerecht mit zwei brennenden Kerzen bestückt und im Einsatz, um Textstellen zu akzentuieren oder die Pausen zwischen den Lesestücken zu bespielen, ein flacher Tisch mit Decke, den Lesetexten sowie Wassergläsern und noch zwei Sessel für Vorleser und Vorleserin. Und natürlich der Teddy, der Monat für Monat oben auf dem Piano sitzt und gleichmütig auf die Künstler hinabschaut. Es ist jener Teddy aus Kindertagen, nach dem Teddy Matthau heißt, wenn er diese Geschichten schreibt, in denen er den Alltag komprimiert auf die Spitze treibt, ohne dabei allzu groß übertreiben zu müssen.

 
Teddy Matthau ist ansonsten noch Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Literaturschaffens und des kulturellen Austauschs zwischen Deutschen und Polen e.V. Die szenische Lesung seiner Texte ist in den letzten drei Jahren zwar zu einer immer gewichtigeren Aktivität des Vereins geworden, aber dessen Hauptanliegen ist immer noch, Bücher herauszugeben -- über 5.000 (1) sind es bisher. Unbekannte Autoren (2) können im Verlag Literaturdepot ihre Bücher erscheinen lassen, wobei es keine Rolle spielt, ob die Auflage bei nur 1 Exemplar oder einigen 100 liegt (allerdings winkt bei größerer Leserzahl eine kostenlose Übersetzung ins Polnische -- möglich ist dies durch den einen der Partner des Vereins, nämlich die Germanistische Fakltät der Universität Stettin). Kosten entstehen dem Autor keine, vielmehr gibt es sogar das geschäftsübliche Honorar je verkauftem Exemplar. Und zu kaufen sind alle Bücher dank ISBN-Nummer (978-3-940640-...) im Buchhandel.

Eine Auswahl aus dem Verlagsprogramm von "Literaturdepot"

 
Neben der Zusammenarbeit mit der Stettiner Universität gibt es noch weitere Bezüge zu Polen, angefangen mit der einstigen polnischen Muse von Teddy Matthau, die ihn zum Schreiben bewegte, über polnischsprachige Veröffentlichungen des Verlags bis hin zu einem polnischen Lebensmittelladen und einem polnischen Café, die beide dafür sorgen, daß den Besucher nach der Vorstellung ein dazugehöriges polnisches Büffet erwartet (das sich schon beim letzten Lesestück geruchlich ankündigt). Natürlich gibt es auch in den Lesetexten vielfältige Bezüge zu Polen, am heftigsten wohl in „Wir lernen Polnisch“, einem Sprachcrashkurs, der den Zuhörer erleben läßt, daß acht kleine Schritte in eine fremde Sprache genügen, um selbst in der eigenen sprachlos dazustehen.

 

Die nächsten Termine sind Freitag, der 8. November und Freitag, der 6. Dezember, jeweils um 20 Uhr. Am 8. November wird Teddy Matthaus neustes Werk „Sonderbare Geschichten“ vorgestellt; der Autor versichert schon einmal, daß „atemlose Spannung, knisternde Erotik und erschreckende Brutalität auch dieses Buch zu einem abscheulichen Machwerk miesester Schundliteratur hätte machen und damit in die Bestsellerlisten bringen können“, wenn nicht auf S. 185 ... Und am 6. Dezember erfährt der geneigte Zuschauer in dem Programm „Polnisch, praktisch und schön" unter anderem, „wie Polen dem immer nur praktisch denkenden Deutschen ein Gefühl für Schönheit vermitteln könnten. Auch die aufopferungsvolle Arbeit der unbekannteren Mitglieder großer Parteien im Alltag kommt zur Sprache, sowie die Frage, ob es sich wirklich lohnt, Eulen nach Athen zu tragen.“

MichaelR

 


Informationen:

Spielstätte: Theater Coupé, Hohenzollerndamm 177 (zwischen Bürgeramt und Kommunaler Galerie) - U-Bf. Fehrbelliner Platz
Kartenbestellung: Tel. 378 13 03 (Carmen Wustmann)
Preise (incl. Büffet): 8 Eu, bei Vorbestellung 6 Eu

 
(1) Überblicke über einen Teil des Verlagsprogramms finden sich beim Verlag selbst und beim Buchversand facultas.

(2) Aber natürlich nicht nur die; auch Wolfgang Fienhold, Autor des 1983 verfilmten Romans „Die flambierte Frau“, hat hier publiziert.


MichaelR - Gastautoren, Kunst und Kultur - 04. November 2013 - 00:02
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