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Der Machtkampf ist grausam

Die Deutsche Oper zeigt „Boris Godunow“


Was kann nicht alles geschehen, wenn eine Weltmacht von einem Verrückten beherrscht wird?
Deutschland hat es erfahren, gegenwärtig starrt die Welt gebannt auf die USA, und an der Deutschen Oper wird diese Frage mit einem tiefen Blick in die russische Geschichte gestellt. Premiere hatte dort die Oper „Boris Godunow“ von Modest P. Mussorgski.

 

„Boris Godunow“ von Modest P. Mussorgski in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Boris Godunows Sohn Fjodor wird von seinen Lehrern auf die Herrschaftsnachfolge vorbereitet.
Foto: Wecker

 
Boris Godunow ergriff die Macht, als in Rußland unter der Herrschaft von Zar Fjodor die Erfolge der Machtpolitik Iwan des Schrecklichen (Iwan IV.) zerfielen. Rußland hatte bedeutende Ländereien hinzugewonnen, es griff nach den eisfreien Häfen der Ostsee und nach den Reichtümern Sibiriens. Doch auch schon zu früherer Zeit gab es Herrscher, die historische Errungenschaften leichtfertig verspielten. Boris Godunow sah die Notwendigkeit und auch die Möglichkeit, diesen Verfall aufzuhalten. Dem stand einzig im Wege, daß er nicht in der Erbfolge auf den Zarenthron stand. Der stand seinem Mündel Dimitri Iwanowitsch, dem jüngsten Sohn von Iwan dem Schrecklichen, zu. Wie schon andere große Herrscher zuvor löste er dieses kleine Problem, zumindest nach der auch unter Beteiligung des russischen Nationaldichters Alexander Puschkin gestrickten Legende, indem er den rechtmäßigen Thronfolger ermorden ließ. Damit war der Weg frei, daß Rußland erneut segensreich geführt werden konnte. Der Legende nach, und das stellt die Oper ausgiebig dar, ist Zar Boris Godunow über Reue an diesem Mord in Verzweiflung gestorben. Er fürchtete die Rache Dimitris. Sein Namen hatte der Mönch Grigori angenommen, unterstützt von den Bojaren und Godunows Vertrauten des Zaren Fürst Schuski mit einem Heer auf Moskau marschierte.

„Boris Godunow“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Stolz zeigt Boris Godunows Sohn Fjodor (Julius Röttger), wie er das Reich auszuweiten gedenkt.
Foto: Wecker

„Boris Godunow“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Einer der größten Genüsse ist wiederum der Auftritt des Chores. Foto: Wecker

„Boris Godunow“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Boris Godunow (Ain Anger) packt den verräterischen Bojaren Fürst Schuski (Burkhard Ulrich).
Foto: Wecker

„Boris Godunow“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Die zaristische Grenzpolizei sucht in einer Schenke den entlaufen Mönch Grigori (Robert Watson) rechts.
Alexei Botnarciuc und Jörg Schörner als Bettelmönche links, Annika Schlicht als Wirtin und
Samuel Dale Johnson als Streifenführer (neben Grigori). Foto: Wecker

„Boris Godunow“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

Mit seinem Sohn Fjodor (Julius Röttger) im Arm stirbt Boris Godunow (Ain Anger). Foto: Wecker

„Boris Godunow“ in der Deutschen Oper / Foto © Frank Wecker

An der Chronik des Mönches Pimen (Ante Jerkunica) erkennt der Mönch Grigori (Robert Watson),
daß sein Herrschaftsanspruch schon vorgezeichnet ist. Foto: Wecker

 
Richard Jones inszenierte die Oper für das Royal Opera House Covent Garden in London, wo sie vor mehr als einem Jahr Premiere hatte. In Berlin schlüpften Darsteller aus dem Hausensemble in die Kostüme und die Szenerie. Aus London kam jedoch der Bass Ain Anger, der in Berlin mit Bravour die Titelpartie singen darf, während er in London als Mönch Pimen auf der Bühne stand. Für die Berliner Aufführung wurde der neue Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Weimar Kirill Karabits verpflichtet.

Die Inszenierung ist nicht vordergründig aktuell politisch, obwohl das Aussagen des estnischen Hauptdarstellers und des musikalischen Leiters im Blog der Deutschen Oper vermuten lassen könnten. Dennoch sind eine Vielzahl von Bildern der Inszenierung von Richard Jones vor dem aktuellen Hintergrund einprägend. Dazu gehört die Teilung der Bühne in eine Herrschafts- und eine Volksebene, wo den Bauern gleich zu Beginn die Knute gezeigt wird. Dazu gehört die Schankszene mit dem Auftreten der zaristischen Grenzpolizei und dazu gehört der Unterricht für Boris Godunows Sohn Fjodor. An einer die Szene beherrschenden Rußlandkarte, die das eurasische Gebiet in der Ausdehnung und Farbe der späteren Sowjetunion zeigt, wird er von seinem Vater auf die Führung und Erweiterung des Reiches vorbereitet. Im Kloster wird der junge Mönch Grigori von Altmeister Pimen gebeten, die Chronik Rußlands fortzuschreiben. Darin sind in der Herrschaftsfolge schon die Porträts Iwan des Schrecklichen, seines schwachsinnigen Sohnes Feodor, von Boris Godunow und unvollendet das Grigoris als des falschen Dimitris, der nach zweijähriger Herrschaft ermordet werden wird, verzeichnet.

Die nächsten Vorstellungen sind am Freitag, 23. Juni, Dienstag, 27. Juni, Sonnabend, 1. Juli und Dienstag, 4. Juli. Die Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr. Karten gibt es ab 39 Euro. Sie können gegen Aufpreis im Internet unter www.deutscheoperberlin.de erworben werden.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - 21. Juni 2017 - 00:04
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