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Gedenken an Charlottenburger Gegner des Nationalsozialismus (5)

Veranstaltung mit der Zeitzeugin Frau Brüning

Die Errichtung einer Gedenktafel von 80 x 60 cm aus Kunststoff für 71 heutzutage so gut wie unbekannte „alltägliche“ Menschen in einer Charlottenburger Nebenstraße ist nichts, was besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregt, und doch ist es mit einer Menge Aufwand verbunden, wozu zählt: Gespräche mit den verschiedensten Menschen, auch Organisationen, die mit ihren Gedanken und Anregungen und natürlich auch mit Spenden zur Verwirklichung beitragen, außerdem die bislang viermalige Beschäftigung der Gedenktafelkommission mit diesem Anliegen (das fünfte Mal folgt im Januar), ganz zu schweigen von den noch anstehenden Verhandlungen mit der Bezirksverwaltung. Und doch reicht es nicht aus, solche Diskussionen in einem mehr oder weniger geschlossenen Kreis zu führen, denn die Gedenktafel richtet sich ja an die Öffentlichkeit, wes­halb diese wenigstens punktuell in die Vorbereitungen einbezogen werden sollte, da es letztlich um ihre Lokalgeschichte geht. Eine erste Veranstaltung in diesem Sinne fand daher am 1.12. im Haus der Jugend in der Zillestraße statt.

 
Diese Veranstaltung richtete sich an die fünf Oberschulen im Umkreis der Zillestraße, um in­teressierten Schülern die Ereignisse von Januar und Februar 1933, an die die Tafel erinnern wird, näherzubringen und ihnen zu zeigen, daß „Widerstand nicht nur aus dem 20. Juli und vielleicht den Geschwistern Scholl bestand, sondern viel mehr war“, wie Frau Brüning es in ihrem Schlußwort ausdrückte. Vor diesem Schlußwort lag jedoch ein langer Weg: eine Anzahl von Telefonaten mit dem Vorzimmer des Stadtrats, um den Raum im Haus der Jugend überlassen zu bekommen, noch vor dem formalen Beschluß der Gedenktafelkommission; Abstimmung mit den Beteiligten über den Termin; und schließlich die Suche nach Schülern. Letzteres erwies sich als besonders schwierig aufgrund von  Klausuren, internen Kom­munikationshemmnissen oder sogar Desinteresse. Um so erfreulicher war es, daß die Schiller Oberschule mit zwei Deutsch-Leistungskursen teilnahm.

Im Mittelpunkt von Harald Marpes einleitendem kurzen Überblick über die Ereig­nisse von Ja­­nuar/Februar 1933 in der Zillestraße stand deren Einordnung in die generelle Vorgehensweise der SA, die gezielt in Arbeiterbezirke eindrang und „Sturmlokale“ einrichtete, um von dort aus zu Provokationen bis hin zu Morden aufzubrechen. (Erinnert sei dabei an die Plakette für Otto Grüneberg am Haus Schloßstraße 22 und an den nach ihm benannten Weg gegenüber; er war am 1.2.1931 von Mitgliedern des SA-Sturms 33 erschossen worden.) Das hiesige Sturmlokal „Zur Altstadt“ lag im Nassen Dreieck in der Hebbelstraße 20; das Gebäude existiert nicht mehr.

 

Elfriede Brüning / Foto Joachim Neu


Frau Brüning war beim Machtantritt der Nationalsozialisten 23 Jahre alt, noch auf dem Weg, Schriftstellerin zu werden, und jüngstes Mitglied im Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller Deutschlands (in dem Jan Petersen, Autor von „Unsere Straße“, eine führende Rolle innehatte). Sie berichtete u.a., wie ihre Eltern ihren Laden für konspirative Treffen zur Verfügung stellten, womit sie ihr Leben riskierten; wie sie selbst durch einen Spitzel zusammen mit anderen an die Gestapo verraten wurde, ein halbes Jahr in Haft saß und glimpflich davonkam, weil man sie nur für einen zufälligen Gast ansah; wie sie mitschrieb an Texten, die zum Malik-Verlag in Prag geschmug­gelt wurden, um dort über Deutsch­land unter den Nationalsozialisten zu berichten; oder wie sie vor Kriegsbeginn für eine Reportage auf die Kurische Nehrung zu einem Segelfluglager geschickt wurde und, als sie erkannte, daß es sich in Wirklichkeit um eine Vorbereitung auf den Luftkrieg handelte, den Auftrag ablehnte.

Nach den Fragen der Schüler an Frau Brüning endete die Veranstaltung - für die es Leitung und Mitarbeiter des Hauses der Jugend sehr gut verstanden hatten, einen angenehmen Rahmen zu schaffen - nach anderthalb Stunden, und sie mag den Zuhörern verdeutlicht haben, daß Widerstand gegen den Nationalsozialismus für eine größere Zahl von Menschen in dieser Zeit ein Teil ihres Alltags war.

 
MichaelR

Michael R. - Gastautoren, Geschichte - 06. Dezember 2010 - 00:02
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ein Kommentar

Nr. 1, neu,joachim, 07.12.2010 - 23:59
Wie bleibt die geschichte für die nachfolgenden generationen präsent ?
Zu dieser frage lieferte die lesung einen wichtigen beitrag.Nicht die abstrakte lektüre von texten – auch wenn diese für einen leistungskurs deutsch wesentlich bleiben wird – verankert sich in den gehirnen der jungen menschen von heute.Die letzten zeitzeugen, der gemeinsame gang von der schule durch den kiez, vorbei an historischen orten, entlang an gedenk- und informationstafeln, das gespräch mit den älteren mitbürgern – nur dies wirkt auf das historische gedächtnis. Es ist durch die veranstaltung im haus der jugend hervorragend gelungen.

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