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Wir werfen uns weg

Mit der Renaissance beginnt der Europäer, sich von seinen Geiseln - Krankheiten, Seuchen, Unwissenheit - zu befreien. Naturwissenschaftler wie Francis Bacon (1561-1626), Descartes (1596-1650) erheben den Menschen zur „Krone der Schöpfung“. Gemäß seinem christlich-jüdischen Denkgebäude darf sich der europäische Mensch die Erde „untertan“ machen. Der Umgang mit seiner Mit- und Umwelt wird imperial: Er missachtet sie, er unterdrückt sie, er merzt sie aus, er liquidiert sie, er spannt sie auf die Folter, er entreißt ihr ihre Geheimnisse ...

Mit der Französischen Revolution spricht sich der westliche Mensch das Recht auf Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit zu. Die Wissenschaft im Dienste des Menschen wird zum Religionsersatz. Der technische Fortschritt endlich soll dem Menschen das Paradies auf Erden bereiten. In Nordamerika haben Calvinisten „ihr“ Paradies auf Erden bereits besetzt - aber trotz der Weite des Landes auf Kosten der „Wilden“, der indianischen Ureinwohner, die den amerikanischen Kontinent seit 40.000 Jahren besiedelten.

Im 19. Jahrhundert scheint sich die Vision des verheißenen Paradieses zu erfüllen. Ballungsgebiete entstehen. Am Ende jenes Jahrhunderts ist die Dunkelheit aus den Städten verbannt: Kunstlicht kann die Nacht zum Tag machen. Alte Stadtquartiere werden ein-, neue aus dem Boden gestampft. Brücken, Straßen, Bäder, Kanalisation gebaut. Eine Erfindung jagt die andere. Der Ingenieur ist König.


Das Patentwesen wird zum Schutz von Erfindungen und Erfindern aufgebaut. Ein kleiner Teil der Menschheit lebt in einem nicht gekannten Maße an Sicherheit, Wohlstand, Kommunikation. Ärzte sorgen für hygienische Errungenschaften. Zum Ende des 20. Jahrhunderts leben global schon 50 Prozent der Erdbevölkerung in Städten – nun schon nicht mehr in Wohlstand und Hygiene. Denn das Paradies ist auf einen Teil der nördlichen Hemisphäre zusammengeschrumpft - in der Nacht gut an dem Lichtgürtel zwischen dem 40. und dem 60. Breitengrad, zwischen den Ländern USA, Europa und Japan zu erkennen. Eingebettet in Technik, Effektivität und Kapitalwirtschaft produzieren, handeln und konsumieren sie nunmehr in ihrem Paradies - die „Erste Welt“ genannt. Der Rest der Erde liefert ihr Rohstoffe, Land, Absatzmärkte, billige Arbeitskräfte, „vogelfreie“ Wälder.

Technischer Forschritt, Konsum und Energieverbrauch werden zum Ausdruck und Garant wirtschaftlichen Wohlstandes, und der wiederum zum Ausdruck für den Stellenwert der Nation in der Völkergemeinschaft. Die eifrigsten Konsumenten (USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien) werden mit dem Titel „G7“ (indessen „G8“ mit der GUS) belegt. Steht das für „die sieben gierigen Industrienationen? China und Indien machen sich zur Übernahme bereit.

Wirtschaftsstandorte brauchen Absatzmärkte, sprich Konsumenten. Also werden wir, die Konsumenten, geschaffen. Die Werbebranche wird für ihre Überredungskunst mit einem Umsatz von zweistelligen Milliardenbeträgen im Jahr entlohnt. Und wir konsumieren, weil es uns als „fortschrittlich“ verkauft wird. Wir kaufen, was die Einkaufstasche, die Brieftasche, das Konto oder der Kredit halten. Wir kaufen den Stoff für Mülltüten, Mülleimer, Müllcontainer, Müllautos, Müllhalden und schwatzen den Ländern der „anderen Welt“ Mülldeponien auf. Unser Wohlstandsmüll sozusagen als Metamorphose ihrer Rohstoffe.

 
Wir werfen weg
Da aber Wohnungen und Häuser, Schränke und Schuppen, Böden und Keller nicht größer werden, werfen wir weg, was wir scheinbar nicht gebrauchen können. Zuerst einen Haufen überflüssiger Verpackung. Dann folgen Wegwerfdosen, Wegwerfstrümpfe, Wegwerfkleider, Wegwerfbücher, Wergwerfcomputer, Wegwerfpflanzen, Wergwerftiere, Wegwerfhäuser. Wir werfen das Alte, Bewährte, Solide auf die Straße. Statt der Qualitätsware zum langen Gebrauch zieht die Verbrauchsware ein. Wir reparieren nicht mehr, wir ersetzen. Die Werbung liefert Schlagwörter und Motivation: „Ex und Hopp“, „Einweg-Verpackung“, „Coffee to go“, „Mode und Trend“, „Jugend“, „Beschleunigung“ ...

New York produziert an einem Tag 26.000 Tonnen Müll; das sind 9,5 Mio Tonnen im Jahr. Mexiko City übertrifft diese Müllflut sogar mit 10 Millionen Tonnen jährlich.

Auch wir Deutsche sind nicht müßig: ein Durchschnittshaushalt wirft jährlich 100 Kg Lebensmittel weg – bis zu 400 €; so werden in deutschen Privathaushalten bis zu 20 Mia € Lebensmittel weggeworfen, was einem Jahresumsatz von Aldi entspricht. Jeder Berliner Einwohner produziert 399 Kg Müll im Jahr. Täglich werfen wir Deutsche 6 Mio Windeln auf den Müll. 2 Mio Pkws werden jährlich verschrottet. 80 Mio Kg Verpackung kaufen wir täglich für unsere Müllberge ein. Unsere Industrie produziert jährlich 400.000 Tonnen Plastiktüten sowie 9 Mio Tonnen Plastik. Deutschland ist Weltmeister im Giftmüll-Export. Auch wenn in afrikanischen Ländern Defektes noch repariert statt ersetzt wird, vertrocknen Flussläufe, weil sich unser giftiger Elektroschrott in ihnen zu Bergen auftürmt.

Wir alle konsumieren und müllen auf Teufel komm heraus. Und der Teufel kommt heraus! Er zeigt sich nicht im Detail, sondern in der Menge Müll, und der beginnt zum Himmel zu stinken. Auch die Müllentsorgung, wie alle Umwelttechniken, die den Überfluss nur verträglicher zu gestalten und verwalten trachten, ist ein energiereicher Industriezweig, der wiederum Schadstoffe produziert.

Um die Jahrtausendwende erkennen wir endlich, dass unsere „Erste Welt“ eine Wegwerf-Gesellschaft ist und dass der große „Rest“ der Erdenbevölkerung eine solche sein möchte. Wir erschrecken angesichts der Müllberge, die sich langsam als „Müllflut“ in Bewegung setzen. Früher haben die Menschen ihre Siedlungen verlassen, wenn der Müll anfing zu stinken. Heute können wir das nicht mehr. Dazu sind wir Menschen zu zahlreich, unsere Erde zu klein und wir abhängig von unseren Siedlungen geworden. Datenträger für immer größer werdende Datenmengen können immer kleiner gestaltet werden. Das ist im Verhältnis Erde : Mensch nicht möglich. Unsere Erde wird weder größer noch kleiner, sondern immer nur voller. Und trotzdem verhalten wir uns unserer Erde gegenüber wie zu einem Artikel, den wir aufblasen oder sogar ersetzen könnten. Einen zweiten Planeten gibt es für uns nicht.

Heute leben wir im Überfluss – mit Schnäppchen made von Kinderhand -, der uns die Wertschätzung des Erworbenen vergessen lässt. Wir brauchen keine Überlegungen mehr darüber anzustellen, wofür, wann und wie wir den Gegenstand wiederverwerten könnten und wo wir ihn lagern müssten. Jeder Gegenstand ist ersetzbar. Das haben wir verinnerlicht, also werfen wir getrost weg. Wegwerfen aber ist identisch mit „Missachtung“. Überfluss, Missachtung, Verschwendung ... Dagegen gibt es im neuen Jahrtausend die Auferstehung ein Begriffes, nach dessen Grundsätzen Mönche vor 800 Jahren Europa kultivierten: „Nachhaltigkeit“, dem Inbegriff von „Achtung“ gegen die Schöpfung. Nachhaltigkeit steht für „erhalten, bewahren, Bleibendes schaffen“ ...

Beschämt müssen wir feststellen, dass andere Kulturen diese Maxime nie aus den Augen verloren hatten, bis wir kamen und sie um ihrer Ressourcen beraubten. Heute haben der Begriff und die Absicht, nachhaltig zu handeln, die inflationär gebrauchten Begriffe „ökologisch“, „biologisch“ überholt. Ein ganzes Land, eine westliche Welt will ihren Wirtsplaneten nachhaltig gestalten. Ihnen ist wohl entgangen, dass die rasant ins „Boden“lose wachsende Erdbevölkerung alle guten Vorsätze zunichtemachen wird. Vor allen Bemühungen wäre der Verzicht angesagt.

Geplante Obsoleszens – eingebauter Verfall
Früher hatten wir unsere Schätze gelagert, gehortet, eingemacht, versteckt, sogar vergraben. Das mühsam Errungene schätzten wir hoch und warfen es nicht weg. Auch wir reparierten, was schadhaft war. In der Moderne dann hat homo sapiens eine gute Ideen, das Wergwerfen zu minimieren – wie Nylonstrümpfe ohne Laufmaschen. Doch Haltbarkeit und Nachhaltigkeit wird dem Konsumenten von der Industrie verwehrt: Haltbarkeit der Ware gilt im wahren Sinne des Wortes als „kontraproduktiv“. Ein haltbarer Nylonstrumpf ist geschäftsschädigend. Die Ware soll ein Verbrauchsgut sein. Wovon soll die Industrie denn leben, wenn nicht vom Konsumgut? Haltbare Nylonstrümpfe müssen Laufmaschen entwickeln. Also darf der Produzent Minderwertigkeit in das Nylongewebe einbauen. Die Maschen laufen, die Frauen kaufen, die Müllberge wachsen.

Glühbirnen, die gern länger leuchten würden, wurde vom Glühlampen-Kartell befohlen nur noch 1.000 Stunden lang zu brennen; danach müssen sie sich verabschieden. Aber Warner Philipps produziert heute LED Lampen, die 25 Jahre brennen. Was wird diesem Paradigmenwechsel blühen?

Verfallsdaten werden vom Hersteller festgelegt, nicht von einer Behörde, sind also auf Verbrauch und Umsatz ausgerichtet. Ein PC wird nach 7 Jahren ausgetauscht. Drucker werden ab einer bestimmten Menge Kopien gesperrt Ein Auto hat eine maximale Lebenserwartung von 20 Jahren.

Wenn das Verfallsdatum nicht von der Industrie vorgegeben wird, dann sorgen wir Konsumenten dafür, die das immer Neuere erwerben wollen. Die Lebensmittel-Verschwendung beginnt auf dem Acker, nach Verbraucherwillen (Form der Kartoffel). Für einen IPod von Apple machen chinesische Arbeiter Selbstmord.


Wir werfen unsere Vergangenheit weg
Die Produktion von Abfall, von Verbranntem, Verbrauchtem ist ein natürlicher Vorgang und allem Leben eigen. Aber die natürlichen, von sehr langer Hand aufgebauten, erprobten Kreisläufe tragen der Tatsache Rechnung, dass es sich bei der Erde um ein fast geschlossenes System handelt, indem sie die verbrauchten Stoffe einem neuen Kreislauf zuführen. Sie garantieren so, dass Abfälle nicht zu Schadstoffen werden, sondern Grundlage zu Lebensräumen oder Nahrung für die eine oder andere Art. Und sie sorgen dafür, dass eine Spezies, die sich über Gebühr vermehrt und deren Abfälle beginnen Schaden anzurichten, auf ein mitweltverträgliches Maß reduziert wird.

Die Evolution ist die beste Erfinderin und die klügste Haushälterin. Sie nimmt sich viel Zeit. Die Natur ist verschwenderisch in ihrer Vielfalt, doch sparsam in der Nutzung dieser Vielfalt. Ökologie ist die Ökonomie an sich. Das der Natur zugrundeliegende Prinzip des Haushaltens, der Wiederverwertung und des Gleichgewichts stellt sich nicht auf die Seite einer Spezies. Unser ungebremster, anthropozentrischer Fortschritt auf der Erde verletzt dieses Prinzip.

 
Wir werfen Vorfahren und Ahnen weg
Der Homo „sapiens“ ist im Begriff, seine lebenden Vorfahren auszurotten, bevor es gelingen wird, diese unter den Schutz zu stellen. Unsere nächsten Verwandten sind Schimpansen. Wir Menschen unterscheiden uns von ihnen durch keine zwei Prozent unterschiedliche genetische Anlagen. Es sind diese die entscheidenden, menschlichen zwei Prozent. Glauben wir, die 98 % Tier in uns verneinen zu können, indem wir sie ausrotten?

Das Naturvolk der Himba im Norden Namibias wird durch ein Staudammprojekt bedroht. Ihre Dörfer, Gärten und Weidegründe im Kaokoland sollen in einem riesigen Staubecken versinken. Umweltschutzgruppen bezweifeln den wirtschaftlichen Nutzen dieses Großprojektes, sehen in ihm ein Prestigeobjekt der Regierung und warnen vor einem ökologischen Desaster. Dafür gibt es Pläne, das Kaokoland in ein Touristenziel zu verwandeln, in dem die Himba eine „exotische Kulisse“ für Abenteuerreisende wären.

In Westsibirien, nördlich des Polarkreises, führen 21.000 Jamal-Nenzen einen Überlebenskampf nicht nur gegen die Natur, sondern besonders gegen die Zwangszivilisierung. Durch die obligatorische, neunjährige Grundschule im 500 Kilometer südlich gelegenen Verwaltungszentrum Tarko Sale werden die Kinder gewaltsam ihrer natürlichen Umgebung entrissen und sind dementsprechend schlecht auf die Rückkehr in die Tundra vorbereitet.

 
Wir werfen unsere Alten weg
Ein kleiner Teil der Erdenbevölkerung „produziert“ schon mehr Alte als Kinder. Durch den medizinischen-technischen Fortschritt wurde die Lebenszeit der Menschen bei uns erheblich verlängert. Aber wir wollen unsere Alten gar nicht. Wir nehmen ihnen ihre Beschäftigungen. Wir jagen sie über befahrene Straßen. Wir quälen sie mit unmenschlicher Lautstärke. Wir bauen immer kleinere Wohnungen, so dass Alte nicht mehr von ihren Familien aufgenommen und gepflegt werden können. Wir missgönnen ihnen ihre Renten. Wir hören ihnen nicht zu, wir machen sie hässlich, ihr Lebenswerk ist zerfallen, ihre Traditionen interessieren uns nicht, wir nehmen sie gar nicht ernst. Sie sind da, aber sie sind überflüssig.

Wir lassen jeden Menschen in Angst vor dem Tod aufwachsen, nehmen ihm die Fähigkeit, sich auf Alter, Sterben und Tod vorzubereiten. Wir leisten keine Sterbehilfe, weil jene - im Nationalsozialismus missbraucht - in Verruf geraten ist. In Siechenheimen, auf Intensivstationen quälen wir sterbende Alte noch bis zum letzten Atemzug.

 
Wir werfen unsere Kinder weg
Diese Erde wird eine wachsende Bevölkerung mit wachsendem Wohlstand nicht mehr gutmütig tragen. Die G7 allein sind verantwortlich für die Ausbeutung der Bodenschätze anderer Länder, besonders der Dritten Welt. Diese sollte verantwortlich für ihre Bevölkerungspolitik sein. Der Papst verbietet zwar Empfängnisverhütung, Abtreibung und Familienplanung, aber diese Länder sollten verstanden haben, dass nur Frauen mit wenigen Kindern die Kraft haben werden, die materielle Situation ihrer Familie zu verbessern. Offensichtlich haben die patriarchalischen Strukturen der Katholischen Kirche und des Islam, explizit der männliche Teil dieser Gesellschaften, daran kein Interesse. Sie beuten die Frauen aus als Tragetiere für billige Arbeitskräfte, die wiederum ausgebeutet werden oder Hungers sterben. Weltweit sterben jährlich 7 Mio Kinder an Unterernährung.

Einzig sinnvoll für den Frieden der Menschheit auf ihrem Globus wären die Reduzierung des Wohlstandes der G7 und radikale Geburtenkontrolle in den Schwellenländern. Aber keines von beidem zeichnet sich ab.

 
Wir werfen unsere Zukunft weg
Wir haben uns aus zahlreichen hochintelligenten, lang erprobten und stetig verbesserten Kreisläufen hinauskatapultiert. Wir Menschen haben zu vieles gestört, bei uns Menschen ist zu vieles gestört. Wir haben nicht begriffen, dass unser Planet aus begrenzten Ressourcen besteht, deren zeitlich unbegrenzte Nutzung nur möglich bleibt, wenn die Nutzergemeinschaft sich in Grenzen hält, wenn keine Schadstoffe entstehen, wenn alle Stoffe zur Nutzung in Kreisläufe zurückgeführt werden und wenn deren Öko-Bilanzen ehrlich sind.

Durch ihre Zügellosigkeit und stetig steigende Anzahl liquidiert die Menschheit, um sich in der Gegenwart zufrieden stellen zu können, die Lebensgrundlagen für die zukünftigen Generationen.

 
Wir werfen unseren Lebensraum weg
Wir Menschen haben unsere Lebensdauer verlängert und den Lebensstandard erhöht. Wenn die Bevölkerungszahl der G7 zurückgeht, rücken Andere in das System der Ersten Welt nach. Energieverschwendung, Ressourcen-Raubbau und Schadstoffe sind globale Erscheinungen: So wie die "Erste Welt" verschwendet, so übervölkert sich die "Zweite Welt". Indem wir unseren Lebensraum Erde restlos besetzen, nehmen wir ihn uns.

 
Wir werfen unser Wasser weg
Wassermangel macht sich bemerkbar, zuerst in der „Dritten Welt“, da wo die Menschen am wenigsten Wasser verbrauchen. Ein Afrikaner verbraucht durchschnittlich 10 L Wasser am Tag. Wir Deutsche verbrauchen durchschnittlich 140 Liter am Tag. Wir produzieren unsere Autos mit 400.000 L Wasser pro Auto, wir waschen sie mit Trinkwasser. Wir spülen täglich mehr Trinkwasser durch unsere Toiletten, als Menschen in anderen Ländern zum Trinken haben. Ballungsgebiete ziehen wie Schwämme das Wasser aus den umliegenden Gebieten ab.

 
Wir werfen unsere Nahrungsmittel weg
Auf der einen Seite der Erde verhungern Kinder, leben die meisten Menschen am Rande des Existenzminimums, zerstören Naturkatastrophen die kargen Ernten, verlassen Menschen ihre Familien, um in fernen Städten ihr Leben zu retten, ...

... auf der anderen Seite der Erde, werden Landwirte dafür subventioniert, dass sie ihre Erträge vernichten: Die Europäische Union gibt etwa 50 Mio € Jahr zur Vernichtung von Lebensmitteln aus. Aus tausenden Gaststätten in jeder Großstadt werden täglich Lebensmittelmengen weggeworfen, die ganze Dörfer in hungernden Ländern ernähren könnten. Pro Discounter-Filiale werden 45 Kg genießbare Lebensmittel pro Tag weggeworfen. Acht Prozent der Bananenernte werden schon in Kamerun vernichtet, dreißig bis vierzig Prozent der Früchte landen dann in der EU und den USA auf dem Müll. In Japan werden Berge von Fisch weggeworfen, weil sie keiner isst und dennoch jeder alles ständig verfügbar haben möchte. Die Selektion der Lebensmittel in Europa geht vom Verbraucher aus, der die Lebensmittel nach dem bloßen Aussehen kürt, nicht nach ihrem Nährwert. Taste the waste? Dabei ist der Ozean überfischt.

Es werden Regenwälder abgeholzt für Monokulturen von Ölpalmen, für Fleisch für die „Erste Welt“, das im Falle des Rinderwahnsinnes dann aber vernichtet wird. Rind, Geflügel ... Warum soll es den Schweinen besser gehen? Pro Jahr werden erdweit 20 Millionen Schweine auf den Müll geworfen. Unfassbar angesichts des real existierenden Hungers. In Hongkong müssen die Gäste bei Strafe aufessen, weil es keinen Platz für Abfall mehr gibt. Wenn das keine Alternative ist!

Börsenspekulanten haben Grundnahrungsmittel, wie Weizen, weißen Zucker, Reis, Mais, als biologisches Gold entdeckt. Die Preise steigen ins Unbezahlbare. Und dennoch produzieren Bäcker 10 bis 20 % mehr als Kunden kaufen. 500.000 Tonnen Brot werden jedes Jahr weggeworfen, obwohl Brot den gleichen Heizwert wie Holz-Pellets hat. Der Lebensmittelmüll produziert fünfzehn Prozent des weltweiten Methan-Ausstoßes.

 
Wir werfen unseren Himmel weg
Die dritte Stufe einer Ariane-Rakete explodierte 1986 und hinterließ im Orbit ca. 500 Bruchstücke. Insgesamt wird der Schrott im Orbit der Erde auf 150.000 Wrackteile, die größer als ein Zentimeter sind, geschätzt. Hinzu kommen rund 1.650 ausgediente Satelliten. Nur 250 Objekte sind in Funktion. Die restlichen ca. 149.750 Objekte sind Schrott! Bei den hohen Geschwindigkeiten im All können schon fingernagelkleine Partikel große Schäden anrichten.

Die Stratosphäre zeigt einen Kerosingürtel als dunklen Streifen auf: Starfighter verbrauchten bei einem Flug 5.000 Liter Kerosin, 190 Liter in der Minute. Ob wohl moderne Kampfflugkörper am Treibstoff sparen?

15 Mio Deutsche pendeln täglich zur Arbeit vom Land in die Städte und umgekehrt. Die Löcher in der Ozonschicht, die uns bisher vor Verbrennungen durch bestimmte UV-Strahlung geschützt hatte, stabilisieren sich. Aber werden sich die bevölkerungsreichen Schwellenländer an CO²-Verbote halten?

 
Wir werfen unseren medizinischen Fortschritt weg
Indem wir Erwachsene auf Minen treten lassen, und Kinder auf solchen spielen, also Zeitgenossen produzieren, die ganze künstliche Gliedmaßen, Extremitäten brauchen, sofern sie überlebt haben, werfen wir unseren medizinischen Fortschritt weg: Invaliden gab es nicht mehr in unseren mitteleuropäischen Siedlungen. Die Kriegsgebiete der großen Kontinente Afrika und Asien sind bevölkert von Krüppeln. Nicht weniger perfide Ergebnisse zeitigen Streubomben. Möglicherweise sind wir Deutsche auch mit von der Partie der Hauptlieferanten –natürlich nicht in Krisengebiete?

 
Wir werfen unsere Häuser weg
Ich wohne in einem Mietshaus, das am Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Wenn es instandgehalten wird, dürfte es noch weitere 100 Jahre und länger stehen. Neubauten aber erreichen kein Alter mehr. Es werden Wegwerf-Häuser entworfen und gebaut. Nur das ist profitabel. Energieaufwand, Raubbau an Ressourcen und Entwurzelung der Bewohner zählen nicht. Wird hier das „Urban Mining“ – Gewinnung und Ausbeute der Rohstoffe aus der Stadt selbst – eine Rettung der Zukunft sein?

 
Wir werfen unsere Tiere weg
In einem Tierheim einer Großstadt wird zehntausenden Haustieren und Exoten Asyl gegeben. In Tierhandlungen werden dem Konsumkind putzige Tierchen als Geschenke verkauft. Doch wenn Kind und Tier größer werden, die Wohnung aber nicht, dann landet das Haustier bestenfalls als Asylant im Tierheim. Andere Haustiere kommen auf dunklen Wegen in Großstädte oder verlassen sie auf dunklen Wegen, um in Laboren gefoltert zu werden. Katzenfelle, die den Tieren bei lebendigem Leibe abgezogen wurden und zu „Genotte“ mutiert verarbeitet, werden wir dann zu Markte tragen.

In Deutschland züchten Zoos, einige Zirkusse und private Halter so genannte „Wegwerfbären“, denn putzige Bärenbabys lassen die Kasse klingeln. Doch schon nach 1 - 3 Jahren verlieren die Jungtiere an Attraktivität für die Tierparkleiter und werden unbequeme „Fresser“. Sie werden abgeschoben - an Wanderzirkusse oder an Schlachter. Oder sie werden einfach ausgesetzt. Der Tod erwartet Schimpansen und andere Tiere der Wildnis nach ihrer „Karriere“ im Zirkus.

Bei der Herstellung transgener Tiere entstehen „Abfalltiere“: die Eispenderinnen, die Ammentiere, die vielen nichttransgenen Nachkommen und die nicht vermehrungs- oder lebensfähigen Nachkommen. Unzählige „Abfalltiere“ fallen der Produktion eines erwünschten Gentech-Tierstammes zum Opfer.“ An anderer Stelle Frau Andrea Grill zur Tierzucht: "Für die Tierzüchter gehört der Tod zum Alltag – für die Jungtiere, denn bei der Selektion der nicht rassekonformen Zöglinge kennen die Heimtierzüchter kein Pardon. Der Überschuss wird getötet und weggeworfen.“

Tiere als Organspender, als Züchtungen, als Ersatzteillager, als transgene Tiere, als genmanipulierte Tiere, als Krebsmäuse. Tiere als lebenslange Gefangene des Menschen, die nie das Labor verlassen werden - es sei denn als Leiche.

In nur zwei Jahren wurden zehntausende Rinder in Deutschland und England, mehr als 1 Mio Hühner und anderes Federvieh in Hongkong, Tausende Rentiere in Norwegen, 82.000 Schweine in Deutschland gemetzelt, weil Gefahr für den Mensch drohte. Der Globus ist, genau genommen, ein zum Himmel schreiendes Konzentrationslager und Schlachthaus.

 
Wir werfen unser letztes Hemd weg
Wir, die geborgenen Europäer, sacken unsere Kleidung ein, wenn sie aus der Mode gekommen ist, und das geschieht jährlich. Diese Altkleider indessen machen viele Zwischenhändler reich, aber nicht die Einheimischen, in deren Länder die Berge von Altkleidern verschickt werden. Die einheimische Textilindustrie Tansanias ist zu 80 % eingebrochen. Afrikaner laufen nun gekleidet wie wir durch ihre Lande. Sie warfen ihre Traditionen weg.

  
Sind wir noch zu retten? Drängt sich mir die Frage auf: "Was werfen wir Menschen eigentlich nicht weg?" Ich bleibe die Antwort schuldig. Indem wir uns das Paradies auf Erden holen wollten, haben wir uns aus diesem selbst hinausgeworfen. Das Leben für unsere Mitwelt haben wir während dieses Kunststückes zum Inferno gemacht. Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass die Menschheit im Jahre 2030 einen zweiten Planeten braucht, wenn wir so weiter wirken.


 
Ute Becker - Schriftstellerin und Essayistin
© Copyrights by Ute Becker - Berlin-Charlottenburg – Version 02/1998-01/2013 (aktualisiert)

Ute Becker - Gastautoren, Gesellschaft - 18. Januar 2013 - 00:24
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ein Kommentar

Nr. 1, Stefan Wehmeier, 24.01.2013 - 05:41
Zukunft

“Die Zukunft vorherzusagen, ist unmöglich, und alle derartigen Versuche wirken – wenn sie ins Detail gehen – schon wenige Jahre später lächerlich. Dieses Buch hat ein realistischeres, zugleich aber auch anspruchsvolleres Ziel. Es versucht nicht, die Zukunft zu beschreiben, sondern die Grenzen abzustecken, innerhalb derer mögliche Zukunftsentwicklungen liegen müssen.

Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.

Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist.”

Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

Machtausübung (von der Mehrarbeit anderer zu existieren) ist Dummheit, und globaler Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden sind selbstverständlich. Die Menschheit muss nur damit aufhören, mit aller zur Verfügung stehenden Unvernunft (Politik) etwas “regeln” zu wollen, was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt.

Doch vor dem Erwachsenwerden muss ein elementarer Erkenntnisprozesses durchlaufen werden, dessen am Ende über die Maßen bewusstseinserweiternde, aber anfangs ebenso Angst einflößende Wirkung vorab erahnen kann, wer die phantastischen Bilder kennt, mit denen Stanley Kubrick im Schlusskapitel von “2001” die “Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion”, die Entwicklung des Menschen zum “Übermenschen” (nach Nietzsche), dargestellt hat – und bitte bedenken Sie das Vorwort von Arthur C. Clarke: “Dies ist nur Science Fiction. Die Wahrheit wird – wie stets – weit erstaunlicher sein.”

http://www.juengstes-gericht.net

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