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Abriß erlaubt

Schicksal der Ku’dammbühnen scheint besiegelt

 
Knallbunte Auslagen in großen Schaufenstern bilden ein Portal, das Passanten magisch anzieht, in Katakomben zu schreiten, wo es Waren in Hülle und Fülle zu kaufen gibt. Ein Produkt ist verführerischer als das andere. In einer synthetischen Welt mit Springbrunnen, künstlichen Lichtern und designten Düften werden vom Keller bis zum Dach Güter über Güter zum Kauf angeboten. Damit auch keiner diese Welt verpaßt, haben dort sogar die Verwaltungen ihre Ämter eingerichtet. Dazu passend haben die Beamten ihre Bittsteller in „Kunden“ umbenannt.

Das ist schön. Wird ein solches Portal nicht von Schaufenstern gebildet, sondern von Theatern mit ihren Schaufenstern flankiert, gilt es als ein städtebauliches Schandmal. Seit über 20 Jahren wird das Ku’dammkarree mit dem Theater links und der Komödie rechts des Portals als Schandfleck am edlen Ku’damm angesehen. Seither geht der Kampf darum, diese Hindernisse für die Errichtung einer weiteren Einkaufswelt abzureißen. Nunmehr haben wohl, wie das Theater und der Senat mitteilen, die Verkäufer den Sieg über die Künstler errungen. Die Phantasiewelten des Theaters werden unter die Erde verbannt und das unechte Lebensgefühl der künstlichen Konsumwelten darf mit seinen Fangarmen nach den Passanten des Ku’damms greifen.

Wie sich das die Investoren vorstellen, ist im Ausschuß für Stadtentwicklung zu erfahren. Der tagt am Mittwoch, 1. März, ab 17.30 Uhr im Sitzungssaal der Bezirksverordneten des Rathauses in der Otto-Suhr-Allee 100.

 
Im Mai 2018 wird sich in den beiden historischen Theatern zum letzten mal der Vorhang heben. Im Frühjahr 2019, so rechnen Experten, wird die Abrißbirne ihr Werk getan haben. Dann kann mit dem Neubau begonnen werden, der im Frühjahr 2021 beendet sein könnte. Die Erfahrung lehrt jedoch, daß da noch vieles dazwischen kommen kann. Der Baugrund hat schon mehrere Eigentümerwechsel mit stets neuen Plänen hinter sich. Ist erstmal der kulturelle Ballast in Form der Theater vom Erdboden verschwunden, wird das Filetgrundstück am Ku’damm beträchtlich an Wert gewinnen. Das könnte zum Anreiz für einen erneuten gewinnbringenden Verkauf werden.

 

Szene aus „Alles muss glänzen“ im Theater am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Maria Furtwängler und Sarah Alles in „Alles muss glänzen“ im Theater am Kurfürstendamm.
Foto: Wecker

Voerst gilt jedoch die Abmachung, daß die Woelfferbühnen während des Umbaus im vom Senat schon viel früher stillgelegten Schillertheater eine Übergangsspielstätte erhalten. Der Mietvertrag mit dem Investor läuft über 30 Jahre. Die Theaterbetreiber haben sich die bittere Pille mit höheren städtischen Zuwendungen in Höhe von 800 000 Euro und einem Schuldenerlaß seitens des „Investors“ versüßen lassen. Honigsüße Worte gab es dazu vom Linkenpolitiker Klaus Lederer: „Die Woelffer-Bühnen haben den gleichen symbolischen Wert für den ehemaligen Westteil der Stadt, wie die Volksbühne und der Palast der Republik für den ehemaligen Ostteil.“ Der Mauerfall war gewiß ein bedeutendes Ereignis, aber wiederum nicht so gravierend, daß die Himmelsrichtungen verändert worden wären. Der Westen ist wie ehedem immer noch der Westen. Die Volksbühne hat nicht nur einen symbolischen Wert im Kiez, sondern einen historischen Wert für die Kulturbewegung der Arbeiterschaft in ganz Deutschland, und der abgerissene „Palast der Republik“ hatte trotz der Kleinbühne von Vera Oelschlegel nie eine symbolische Bedeutung als Theaterspielstätte gehabt.


Szene aus „Alles muss glänzen“ im Theater am Kurfürstendamm / Foto © Frank Wecker

Maria Furtwängler und Daniel Mühe in „Alles muss glänzen“ im Theater am Kurfürstendamm.
Foto: Wecker

 
Passend zu dieser Verwechslung zwischen konsumorientierter Scheinwelt und der Macht der Realität läuft gerade im Theater am Kurfürstendamm das Stück. „Alles muss glänzen“. In der Rolle einer beflissenen Hausfrau, die unbekümmert an die aus dem Radio verkündete heile Welt glaubt, während am Küchenfenster die reißende Flut steigt, ist hier Maria Furtwängler zu sehen. Nur ist es am Ku’damm der Theaterleiter selbst, der diesen faulen Kompromiß als Sieg für die Kultur verkaufen will, während das Wasser immer weiter steigt. Das Stück wird en Suite vom 25. Februar bis zum 26. März gespielt. Karten ab 19 Euro können unter Tel.: 885 911 88 und im Internet unter www.komoedie-berlin.de bestellt werden.

 
Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur, Politik - 23. Februar 2017 - 00:02
Tags: ///



ein Kommentar

Nr. 1, maho, 28.02.2017 - 23:18
Auch Rolf Hochhuth kritisiert die Pläne für die Kudamm-Bühnen: „Abriss der beiden Theater ist eine Kulturschande“ – aus der Berliner Morgenpost vom 28.02.2017
http://www.morgenpost.de/berlin/article2..

Ein weiterer Bericht im Tagesspiegel vom 27.02.2017
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirk..

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