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Küssen ist Kunst

„Kuss“ - eine neue Ausstellung im Bröhan-Museum


„Kuss“ heißt schlicht die neue Ausstellung des Bröhan-Museums. Seiner Bestimmung als Kunstmuseum des Jugendstils folgend beginnt die Präsentation am Ende des 19. Jahrhunderts reicht jedoch bis in die Gegenwart. Diese Zeitspanne beschreibt nicht ganz exakt der Untertitel „Von Rodin bis Bob Dylan“.

Bei Dylan wurde vielleicht der Vorname hinzugenommen, um den Besucher zu vergewissern, daß es sich tatsächlich um jenen berühmten Musiker handelt, der nunmehr auch Literaturnobelpreisträger ist, aber bisher weder in den schönen und noch angewandten Künsten hervorgetreten ist. Dennoch darf er vor anderen ausgestellten zeitgenössischen Künstlern wie Cornelia Schleime oder Wolfgang Mattheuer der Ausstellung den Untertitel geben. Dieser Bedeutung entsprechend befindet sich sein Bild „Der Kuss“ im Entree der Ausstellung neben der berühmten Bronzeskulptur August Rodins „Der Kuss“ und der anmutigen Marmorskulptur von Axel Poulsen „Erste Liebe“.

Mit dieser Anordnung unterstreicht das Bröhan-Museum ein weiteres Mal, daß es sich nicht auf den ausgetretenen Pfaden musealer Präsentation bewegt. Dafür steht auch Kuratorin Dr. Anna Grosskopf, die nach der beachtenswerten Ausstellung über das Muranoglas hier eine epochenübergreifende thematische Kunstausstellung präsentiert. Sie ordnet weder chronologisch noch stilistisch oder nach Motiven, sondern geht eigenwillig vor. Die Ordnung folgt ihren Relevanzen wie „Kuss und Ornament“, „Kuss und Lebensreform“, „Filmküsse“, „Todesküsse“, „Obsessionen“ und schließlich gibt es auch ein Kapitel „Kuss und Politik“, das Simon Häuser kuratiert. Wer dort einen weißen Vorhang beiseiteschiebt, findet dahinter noch aufregendere Arbeiten, die Minderjährigen vorenthalten bleiben sollen.

 

Skulptur „Erste Liebe“ von Axel Poulsen im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Die Skulptur „Erste Liebe“ von Axel Poulsen fand bei der Eröffnung viel Interesse.
Foto: Wecker

Ausstellung „Kuss“ im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Hinter der Attrappe ihres nackten Körpers befand sich bei
einer Performance die französische Künstlerin Orlan.
Für 5 Franc konnte man sich einen Kuß von ihr kaufen.
Der Einwurfschlitz für das 5–Franc-Stück befindet sich unter dem
Bauchnabel, der Auffangkorb für das Geld in Höhe ihres Schoßes.
Dies Exponat ist in der Rubrik „Kuss und Politik“ zu sehen.
Foto: Wecker

 
Das gleiche Schicksal hätten, wenn es nach den Auffassungen von Sitte und Moral der Staatsbeamten vom Kaiserreich bis in die Nazizeit gegangen wäre, auch Arbeiten erlitten, die in der Ausstellung frei zugänglich sind. Das hätte August Rodins Kuß betroffen und auch den ersten Filmkuß, der 1896 einen Skandal auslöste und den Ruf nach der Polizei erschallen ließ. Auch dieses Dokument ist nebst Filmplakaten, die mit Küssen und Erotik für den Kinobesuch werben, zu sehen. Doch das ist erst den Begleittexten zu entnehmen, denn schockierend, sind diese Exponate heute nicht mehr. Das könnte eher auf ein Video zutreffen, das raumdominierend zeigt, wie sich Herrchen und Frauchen von ihrem besten Freund abschlecken lassen.

Gemälde von Cornelia Schleime „Der Kuss“ im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Aus der Galerie Ludorff in Düsseldorf wurde Cornelia Schleimes Gemälde „Der Kuss“ beschafft.
Foto: Wecker

Performance in der Ausstellung „Kuss“ im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Die „Postfaktische Knutschperformance" wurde von dem Künstlerpaar Römer + Römer (im Bild links)
inszeniert, das auch mit Gemälden in der Ausstellung vertreten ist. Foto: Wecker

In der Ausstellung „Kuss“ im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

An der „postfaktischen Knutschperformance" des Künstlerpaares Römer + Römer
nahmen auch ganz junge Besucher teil. Foto: Wecker

 
Es ist erstaunlich, welche Vielfalt der menschlichen Äußerungsform des Kusses in diese Ausstellung Eingang gefunden hat und dabei noch über die klassischen Genres Malerei, Grafik, Skulptur hinausgehend Fotografie, Film, Videokunst, Installationen, Performance, Werbung und selbst medizinische Darstellungen auf dem beschränkten Raum des Museums einbezogen wurden. Diese Ausstellung wird gewiß einmal einen besonderen Platz in der Geschichte des Museums einnehmen.

 

Dr. Anna Grosskopf, Kuratorin der Ausstellung „Kuss“ im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Dr. Anna Grosskopf kuratiert die Ausstellung „Kuss“ im Bröhan-Museum.
Foto: Wecker

 
Zur Ausstellung wird es mehrere Performances geben. Die nächste Gelegenheit besteht vom 4. bis zum 6. Juli, wenn Nezaket Ekici „Emotion in Motion“ zeigt. Zum Tag des Kusses am Donnerstag, 6. Juli, 18 Uhr wird um 19.19 Uhr die Performance mit dem Flashmob „Kiss me“ beendet. Beim am Donnerstag 27. Juli von 17.30 bis 22 Uhr stattfindenden Sommerfest wird Mehtap Baydu mit der Performance „Die Lippen der schönen Dame“ auftreten. Der Eintritt zum Fest ist frei. Jedem Sonntag gibt es um 15 Uhr Führungen. An jeden ersten Mittwoch des Monats führen um 16 Uhr die Kuratoren durch die Ausstellung. An diesen Tagen ist zudem der Eintritt in das Museum frei.

Im September finden eine Reihe weiterer Veranstaltungen statt, über die sich Interessenten im Internet unter www.broehan-museum.de informieren können. Die Ausstellung wird noch bis zum 3. Oktober gezeigt. Das Museum in der Schloßstraße 1 a ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Regeleintritt beträgt 9 Euro.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - 15. Juni 2017 - 00:04
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