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Appell für den Frieden

Friedensbewegung ruft zu Abrüstung auf


„Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz“, stellte Bert Brecht sieben Jahre nach dem Kriegsende nüchtern fest.

Das einsetzende „Wirtschaftswunder“ hatte die nur wenige Jahre zuvor kursierenden geflügelten Worte „Lieber ein Leben lang trocken Brot essen, als noch einmal Krieg“ vergessen lassen. Das erlaubte, die Weichen Richtung Wiederbewaffnung umzulegen. Wer nicht ganz so geschichtsvergessen war, lief Gefahr, von der Polizei erschossen zu werden. So erging es in jenem Jahr Philipp Müller bei einer Demo gegen die Wiederbewaffnung. Als die Friedensbewegung über 500 000 Unterschriften gegen die Wiederbewaffnung beschaffte, wurden Volksbefragungen kurzerhand verboten. Die demokratischen „Volksparteien“ von CDU, CSU, SPD und FDP untersagten ihren Mitgliedern eine Mitwirkung in der von Gustav Heinemann gegründeten „Notgemeinschaft für den Frieden“.

Wie Hamburg zeigt, sind Demonstrationen für den Frieden bis heute gefährlich. Erneut vertrauen die Kriegspolitiker mittels massivem Druck und relativem Wohlstand auf das kurze Gedächtnis der Bürger.

 
Immer offener wird die Kriegsmaschine geschmiert. Es gilt, den Russen endlich einzubleuen, daß die Ukraine samt Krim ebenso wie das gesamte Baltikum deutsches Einflußgebiet ist, eine Lektion, die diesen sturen Betonköpfen schon Feldmarschall Manstein erteilen wollte, nur ist der damals gescheitert. Das könnte heute anders aussehen, denn die bewegenden Probleme sind anscheinend, wieviel Ausländer ins Land gelassen werden dürfen, welche Autoantriebe das Ansteigen des Meeresspiegels verhindern können und ob Atomkraftwerke sicher sind. Unter hohem Aufwand von ingenieurtechnischer Intelligenz sind letztere immerhin so konstruiert worden, daß von ihnen möglichst keine Gefahr ausgeht, im Gegensatz zu den in Büchel bereitgehaltenen Atomwaffen, die extra dafür geschaffen wurden, um soviel Menschen wie möglich töten zu können. Bedauerlicherweise meint die Bundesregierung mit dem Atomausstieg nicht die Abschaffung der Atomwaffen, sondern die der Kernkraftwerke. Trotz Büchel sind die Atomwaffen für ein Land, das künftig in der ganzen Welt „Verantwortung“ wahrnehmen will, noch nicht greifbar. Vielleicht geht es mittels einer europäischen Armee unter deutscher Führung? Der erste Versuch mit ungarischen, rumänischen, französischen, spanischen, lettischen, litauischen und ukrainischen Großverbänden und SS-Divisionen wäre ja fast gelungen, wenn die Russen nicht aus Fernost Armeen hätten abziehen können. Damit das nicht wieder geschieht, heißt es, Brandherde an allen Enden der Welt schwelen zu lassen.

Täglich wird eine alarmierende Meldung von der nächsten übertroffen. Statt Frieden ohne Waffen geschaffen zu haben, womit die heutige Bundeskanzlerin noch 1989 hausieren ging, ist Deutschland heute wieder in aller Welt in Kriege verwickelt. Angesichts dieser immer bedrohlicher werdenden Situation wurde von führenden Vertretern der Friedensbewegung am 6. November ein Aufruf veröffentlicht, der von den Politikern Abrüstung fordert:
Die Menschen in unserem Land wollen Frieden. Die Politik muss diesem Willen Rechnung tragen. Militär löst keine Probleme. Schluß damit. Eine andere Politik muß her. Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten.

Diesen Aufruf haben Wissenschaftler wie der Nobelpreisträger Prof. Dr. Paul J. Crutzen, Prof. Dr. Rolf Goessner, Prof. Dr. Peter Brandt, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Gewerkschafter wie Frank Bsirske, Annelie Buntenbach, Künstler wie Uwe Hassbecker, Anna Loos, Konstantin Wecker, Udo Lindenberg, Politiker wie Christine Buchholz, Antje Vollmer, Heidemarie Wieczorek Zeul und Theologen wie unter anderem Margot Käßmann bereits unterschrieben.

 
Die eingangs zitierte Sentenz von Bertolt Brecht stammt aus einer Rede, die Brecht dem Kongreß der Völker für den Frieden zugestellt hat, der im Dezember 1952 in Wien tagte. Erwartet wurden unter anderem Pablo Picasso, Gerard Philipe und Yves Montand. In diese Reihe außergewöhnlicher Persönlichkeiten kann sich jeder stellen, der diesen Appell unterzeichnen möchte. Das geht im Internet unter: abruesten.jetzt.

Die Rede Bert Brechts hat keinen Deut an Relevanz verloren. Hier ist der gesamte Text:

„Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz. Ihre Vorstellungsgabe für kommende Leiden ist fast noch geringer. Die Beschreibungen, die der New Yorker von den Greueln der Atombombe erhielt, schreckten ihn anscheinend nur wenig. Der Hamburger ist noch umringt von den Ruinen, und doch zögert er, die Hand gegen einen neuen Krieg zu erheben. Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen. Der Regen von gestern macht uns nicht naß, sagen viele.
Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod. Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon hinter sich haben, was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.
Und doch wird nichts mich davon überzeugen, daß es aussichtslos ist, der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen. Laßt uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Laß uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“
Bertolt Brecht

 
Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Gesellschaft - 11. November 2017 - 22:24
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ein Kommentar

Nr. 1, Jan-Ulf, 16.11.2017 - 00:08
Nun gut, ein Herr Obama zum Kirchentag Mai 2017 am Brandenburger Tor von der evangelischen Kirche eingeladen – diskutierend mit der Bundeskanzerlin Frau Merkel, der Herr der Drohnen und rund 26.000 Tausend geworfenen Bomben in seiner achtjährigen Amtszeit als Friedensnobelpreisträger; die EU als Friedensnobelpreisträgerin mitverantwortlich für die Vielzahl Ertrunkener im Mittelmeer, als Destabilisator Nordafrikas mit Militärinterventionen, Handelspartner der korrupten Regime Nordafrikas, Waffenexpoteur und Lizenzgeber für Waffenproduktion (Algerien) in Nordafrika und und und…
Und wer lädt die NGOs – wie Ärtze ohne Grenzen -(mit Kirchengeldern) am Brandenburger Tor ein, die die wirklich helfen und handeln im Elend der Welt, dass durch unsere feinen Würdenträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mitverursacht wurde???
Wer kennt noch Rupert Neudeck, die Cap Anamur und die Umstände und Gründe seines Handelns, und wer kennt all die anderen, die gestern, heute und morgen im Elend der Welt ihre stille und segensreiche Arbeit leisten, selber darin umkommen (Bombenangriffe auf Krankenhäuser) und nicht an möglichst viel Geldverdienen, sondern an die Not der anderen Menschen in den Krisenregionen denken???
Wenn der Regen (der Krieg und die Not) von gestern uns heute nicht nass macht (die Folgen des Krieges und das Unrecht der Handelnden vergessen ist), dann kann das Unrecht weiter Krieg, Not, Schrecken und Elend auf offensichtlich legale Weise begehen.

HELFEN und HANDELN – beginnen wir hier in Deutschland und in ganz Europa.
Beginnen wir bei uns: suchen wir den Frieden, lernen wir den Frieden, leben wir den Frieden, in UNS.

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