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Ein Jahr – zwei Ausstellungen

Bröhan-Museum blickt 50 Jahre zurück


Die neue Sonderausstellung des Bröhan-Museums vereinigt zwei völlig unterschiedliche Themen: „Das französische Grafikerkollektiv Grapus“ und „Jablonec 68 – Der Ost-West-Schmuckgipfel“.

Beide Ausstellungen verbindet einzig die Jahreszahl 1968. Vor 50 Jahren war die Welt in den Ostblock und in von den USA geführte Militärallianzen geteilt, deren Ursprung wiederum im gut 20 Jahre zuvor begonnenen Kalten Krieg lag. Dessen Ziel war es, den Kommunismus zu zerschlagen, der in der Folge des II. Weltkrieges aufgrund des Sieges der Sowjetarmee und des kommunistischen Widerstandes in den besetzten Ländern großen Auftrieb erhalten hatte. Auf halber Etappe wurde im Jahr 1968 ein Meilenstein gesetzt. Beide politischen Systeme gerieten weltweit ins Wanken. In Griechenland war die Nato-Mitgliedschaft nur durch einen faschistischen Militärputsch zu retten gewesen, in Paris und weiteren westlichen Städten kam es zu bürgerkriegsartigen Zuständen und in der Tschechoslowakei bahnte sich die Möglichkeit an, das Land aus dem Ostblock herauszubrechen. Während in Griechenland die Lage mit nationalen Kräften gesichert werden konnte, in Frankreich und der BRD dazu die Polizei allein ausreichte, konnte die Tschechoslowakei nur durch massiven militärischen Einsatz des Warschauer Paktes gesichert werden.

Kurz vor diesem Einsatz kam es im böhmischen Gablenz (Jablonec) zu einer Begegnung von Schmuckgestaltern aus Ost und West, die prägend für die Entwicklung des europäischen Autorenschmucks werden sollte. Das geriet aber in dieser politisch bewegten Zeit in Vergessenheit. Tagebuchaufzeichnungen sowie der Initiative und der Sammlung des Münchner Goldschmiedes Herrmann Jünger ist es zu verdanken, daß sich heute für eine Ausstellung die Geschehnisse unmittelbar vor dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes rekonstruieren lassen. Dieser Teil der Ausstellung wird von Dr. Petra Hülscher von Münchner Design Museum kuratiert.

 

Dr. Tobias Hoffmann, Direktor des Bröhan-Museums / Foto © Frank Wecker

Museumsdirektor Dr. Tobias Hoffmann kuratiert gemeinsam mit Dr. Anna Grosskopf
die Ausstellung „Das französische Grafikerkollektiv Grapus“.
Foto: Wecker

Prof. Alexander Jordan war Mitglied der Künstlergruppe „Grapus“ / Foto © Frank Wecker

Der frühere Lehrer an der Kunsthochschule Weißensee Prof. Alexander Jordan
war Mitglied der Künstlergruppe „Grapus“. In seinem Atelier
„Nous Travaillons Ensemble“ setzt er die Ideen der Gruppe fort.
Foto: Wecker

 
Das französische Graphikerkollektiv „Grapus“ ist unmittelbar aus den Ereignissen des Pariser Mai von 1968 hervorgegangen. Ihr Ursprung lag in der Hochschule für angewandte Kunst, die vom 13. Mai bis zum 15. Juni von Studenten besetzt worden war. In dieser Zeit entwickelten die Besetzer ein Konzept zur Reformation der Kunsthochschulen. Die Lehre sollte sich mit den Gesellschaftswissenschaften verbinden, praktisch und fächerübergreifend orientiert sein. Die angewandte Kunst sollte unmittelbar in der Lebensführung und den Lebensräumen der Bürger wirksam werden. Tatsächlich wurde es möglich, ein Institut zu gründen, das sich mit der gesamten sozialen Lebenssphäre auseinandersetzt, das „Institut de l‘ Environment“. Die Regierung stattete es großzügig aus. Die vorherrschende Atmosphäre war kommunistisch geprägt. Als linksradikale Tendenzen dominierten, wurde dem Institut das Geld gestrichen. Aus diesem Institut gingen die Gründer der Gruppe „Grapus“ hervor, die in der Folge vor allem mit neuartigen Plakaten für die Kommunistische Partei Frankreichs (KPF) und deren Jugendorganisation sowie die kämpferische Gewerkshaft CGT hervorstach. Aber auch renommierte staatliche Kulturinstitutionen wie der „Louvre“ und das Theater „Odeon“ fragten die Kreativität der Gruppe nach, wie auch der Piratensender „Radio Lorraine Coeur d’Acier“ oder die avantgardistische Theatergruppe „Theatre de la Salamandre“.

Die drei Gründer der Gruppe Pierre Bernard, Gerard Paris-Clavel und Francois Miehe erhielten an dem „Institut de l‘ Environment“ den Spitznamen „crapules stalieniennes“, was „stalinistische Schufte“ heißt, da sie Mitglieder der KPF waren. Kombiniert mit dem Wort „graphie“ für „spitzer Stift“ wurde daraus „Grapus“.

Letztlich war es aber diesem Kollektiv, in dem später über 100 Künstler wirkten, nicht möglich, sich dem Verwertungsprozeß des Kapitals zu entziehen. Das Ende der Gruppe läutete ein Unternehmensberater ein, der versuchte, aus „Grapus“ eine Designergruppe zu machen, die imstande sein sollte, sich im internationalen Dienstleistungskarussell zu positionieren. Nach ihrer Auflösung erhielt die Gruppe den Nationalpreis für Graphik.

Ausstellung „Jablonec 68 – Der Ost-West-Schmuckgipfel“ im  Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

In der Ausstellung „Jablonec 68 – Der Ost-West-Schmuckgipfel“ ist unter anderem Schmuck
von Laroslav Kodejs zu sehen, der die böhmische Glaskunst mit Metallkunst zusammenführt.
Foto: Wecker

 
Zu beiden Ausstellungen bietet das Bröhan-Museum in der Schloßstraße 1 a wieder ein umfangreiches Begleitprogramm, das ausführlich im Internet unter www.broehan-museum.de eingesehen werden kann. Dazu gehören kostenlose Führungen, jeden Sonntag eine kostenlose Siebdruckwerkstatt, Workshops für Schmuckdesign und das Sommerfest am 2. August.

Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Jeden 1. Mittwoch des Monats ist der Eintritt frei.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Kunst und Kultur - 07. Juli 2018 - 19:42
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