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Was macht eigentlich … der Abriß der Gaslaternen?

 
Die Tage werden kürzer, die Straßenbeleuchtung geht früher an – und immer seltener sind es Gaslaternen, die da die Straßen beleuchten. Denn seit dem Beschluß des Abgeordnetenhauses aus dem Jahr 2012 hat die zuständige Senatsverwaltung – SenStadtUm Abt. X – unter Führung von Herrn Müller (SPD) nicht gerastet und geruht und ihre Abrißtätigkeit im Namen von Ökologie und Ökonomie unbeirrt fortgesetzt. Dabei assistierte dem Senator von Anfang an Stadtentwicklungsstadtrat Schulte (SPD), der dem Tagesspiegel bereits am 4.4.2012 anvertraute: „Das Thema wurde zu genüge diskutiert, der Bezirk steht zur Umrüstung“; die jährlichen Einsparungen „haben auch den Bezirk überzeugt“.
 
 
  

„Umrüstung“? „Einsparungen“? „Bezirk“?

 Zum ersten: es handelt sich um Abriß der alten und Aufstellung von neuen Lampen, genannt „Jessica“. Oder hat man je davon gehört, daß z.B. ein Gasherd zu einem Elektroherd „umgerüstet“ wurde? Und zweitens:

„Die Kosten für die Umrüstung auf Kompaktleuchtstofflampen mit Quecksilberanteil sollen in Berlin laut Schätzungen mindesten bei 170 Millionen Euro liegen. Das heißt, die vorgesehenen Einsparungen, unter Berücksichtigung von Zins- und Tilgungszahlungen, stellen sich erst nach 80 bis 100 Jahren ein“,

sagt die bezirkliche CDU dazu (1).

 
Und apropos „Bezirk“: Damit können auf keinen Fall die Bürger gemeint sein; die waren nämlich überhaupt nicht „überzeugt“. Erinnert sei an den Aufruf des Heimatvereins Charlottenburg an den Bezirksbürgermeister vom 20.3.2012; an den Einwohnerantrag, der am 25.10.2012 ohne Änderung von der BVV beschlossen wurde (2); an die Benefizveranstaltung am 29.10.2012 in der Komödie am Kurfürstendamm; und an die Kundgebung und Menschenkette vor und um das Amtsgericht Charlottenburg am 17.11.2012. Ganz zu schweigen von der Petition zur Erhaltung der Berliner Gas-Straßenbeleuchtung April-September 2012 mit 20.759 Unterstützern, davon 17.375 aus Berlin.


Gasreihenleuchte in der Knobelsdorffstraße

 
Selbst drei BVV-Parteien wußten beim „Thema des Monats“ Dezember 2012 Gutes über die Gasbeleuchtung zu sagen: Die CDU forderte „den weitestgehenden Erhalt der historischen Gasstraßenbeleuchtung in unserem Bezirk“; die SPD „(plädierte) für den Erhalt der historischen Leuchten“; und die Grüne Partei monierte, daß der Abrißbeschluß „hinter dem Rücken der Öffentlichkeit geschehen ist … ein Versäumnis des Senats, das die Bürgerinnen und Bürger übel nehmen“.

Allerdings: sie sagten das zwar, aber was taten sie, um ihren Worten Gewicht zu verleihen? Sind sie ihren Parteifreundinnen und -freunden auf Bezirksamt- und Landesebene auf die Bude gestiegen? Wohl kaum. Eher war es so wie immer: unten nimmt die eine zuständige Abteilung einer Partei die Stimmung des Volkes auf, oben kümmert sich die andere zuständige Abteilung der Partei nicht darum und setzt die Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU vom November 2011 (3) durch. So ist das halt mit der innerparteilichen Demokratie – oder besser gesagt: mit der innerparteilichen Arbeitsteilung.

  
    
   

Was haben die vereinigte SPD und CDU bereits erreicht, was wollen sie noch erreichen?

Im Oktober 2013 berichtete die Berliner Woche unter dem Titel „Landespolitik ignoriert Bürgerwillen“:

„Ohne Rücksicht auf den Denkmalschutz und gegen den Willen der Anwohner wird das vertraute Gaslicht gegen elektrische Leuchten ausgetauscht.“


Zur Zeit geht es um die Beseitigung der stadtweit 8.000 Reihenleuchten aus den 50er Jahren, von denen es Anfang 2012 im Bezirk 1368 gab (4). Mit Stichtag 20.6.2014 waren davon noch 241 übrig, in der gesamten Stadt 2516. Das Ziel ist, nach Abschluß der Aktion Ende 2016 noch ganze 244 mit Gas zu betreiben (3,1 % aller ehemaligen Reihenleuchten), wovon 138 in unserem Bezirk stehen sollen (10,1 % der ursprünglichen Zahl). Und dann geht es an die anderen, vor allem die Aufsatzleuchten.

 

Eine Wilmersdorfer Straße mit Gasaufsatzleuchten wird gekreuzt von einer Straße mit der elektrischen „Jessica“

 
Die erwähnte Zielvorgabe ergibt sich aus einer Festlegung zwischen Senat, Landesdenkmalamt und den Bezirken, also Stadtrat Schulte, von Anfang 2014. In dieser Festlegung ist bestimmt, wieviele Gasleuchten aller vier Grundtypen wo übrigbleiben sollen: im ganzen Land 3.304 (von 43.500, also 7,6 %), in unserem Bezirk 1179 (von 7.692, also 15,3 %), und zwar vor allem in Charlottenburg: „Zentrum Charlottenburg“, „Lietzensee-Park“ und „Alt-Lietzow“; hinzu kommen drei kleinere Gebiete in Wilmersdorf.

Ob es bei dieser Zahl dann wirklich bleibt, ist zweifelhaft, denn für die Instandhaltung braucht man weiterhin Gasmonteure, und wenn diese dann nur noch eine geringe Anzahl von Leuchten zu warten haben, sind zwar die Gesamtbetriebskosten niedriger, aber je Leuchte natürlich wesentlich höher als vorher. Gerade diese Betriebskosten waren jedoch ein gern benutztes Argument für die Beseitigung der Gasleuchten. Daß man sich nicht auf irgendwelche Zusagen verlassen darf (besonders falls Senator Müller demnächst Senatschef wird), zeigt in jüngster Zeit das Beispiel Bonn (S. 15), wo von einst 3.000 Gasleuchten 200 (6,7 %) übrigbleiben sollten – und bald auch verschwunden sein werden.
 
 
 

Der Widerstand gegen die Beseitigung der Gasbeleuchtung

Was ist eigentlich aus ihm geworden? Nachdem es so richtig konkret wurde mit dem Abriß der Reihenleuchten, gab es sichtbaren Protest auf der Straße kaum noch, und auch er ist schon lange ganz verschwunden. Viele mögen gedacht haben, um die Gasreihenleuchten an ihren Peitschenmasten sei es ja nicht so schade …

Hingegen finden wenig oder gar nicht sichtbare Formen des Widerstandes noch statt: Da sind zum einen die laufenden Einwohneranträge in Reinickendorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg (siehe unten Anm. 2), zum anderen Gespräche mit „Entscheidungsträgern“, wobei man die Unterstützung aus dem Ausland ins Feld führt – World Monuments Fund, Europa Nostra und den Historiker Peter Burman – sowie sich auf Dietrich Worbs' Gutachten „Zum Denkmalwert der Berliner Gasleuchten“ beruft, um ihnen tatsächlich Denkmalschutz zu verschaffen und auf diese Weise mehr als die von den Behörden jetzt angepeilten 7,6 % vor der Zerstörung zu retten. (5)

Gegenüber den 5 %, die die SPD eigentlich bewahren wollte, sind 7,6 % natürlich ein ganzes Stück mehr. Aber selbst wenn die Zahl verdoppelt würde – es wäre doch nur ein geringfügiger Rest der weltweit einmaligen, flächendeckenden Straßenbeleuchtung mit Gas, die durch die Umstände der Nachkriegszeit vor allem in Westberlin überlebte. Wenn wirklich ein wesentlicher Teil davon gerettet werden soll, werden solche Gespräche mit „Entscheidungsträgern“ nicht reichen. Nötig wäre eine neue breite Protestbewegung, die besonders in Zeiten von Wahlen Wirkung zeigt, also im Vorfeld der Wahlen zum Abgeordnetenhaus im Herbst 2016. Verständlich, daß der Senat durch Prämien für solch ein Blitztempo beim Abriß sorgt, daß bereits Ende 2015 die Gasreihenleuchtenfrage landesweit bereinigt sein könnte und die Beseitigung der Aufsatzleuchten schon auf den Weg gebracht ist, bevor der Wahlkampf mit seinen Wahlversprechen so richtig beginnt.

 
MichaelR

 
Herzlichen Dank an Bettina Grimm (Progaslicht), Bertold Kujath (Gaslicht-Kultur) und die Pressestelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für ihre Unterstützung.
 


Weitere Texte zum Thema im Blog.

(1) Und nicht nur die, siehe auch den Abschnitt „Die Gaslaternen und das Geld“.

(2) Nach den erfolgreichen Einwohneranträgen in Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf laufen zur Zeit ebensolche Anträge in Reinickendorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg.

(3) „... wird die Koalition den Gasleuchtenbestand auf Elektroleuchten umrüsten, mit Ausnahme der historischen und denkmalgeschützten Gasleuchten“ (S. 26). – Der Widerspruch zwischen dieser CDU-Aussage und der CDU-Aussage im Thema des Monats demonstriert sehr hübsch die innerparteiliche Arbeitsteilung zwischen Fußvolk und „Entscheidungsträgern“.

(4) Die Zahlen entstammen einer Veröffentlichung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Auskunft auch erhältlich über die Pressestelle, Tel. 90139-4042.

(5) In seinem Grußwort zum Tag des Denkmals hat sich Bundespräsident Gauck am 12.9. für den Erhalt von Gaslaternen ausgesprochen.


MichaelR - Gastautoren, Geschichte - 17. September 2014 - 00:24
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vier Kommentare

Nr. 1, jn, 18.09.2014 - 08:53
hier die wesentlichen websites der gaslicht freunde:

http://www.gaslicht-kultur.de/

http://www.progaslicht.de/

http://www.yes2gaslicht.berlin/Was_wir_w..

http://www.gaslicht-ist-berlin.de/

s.a.http://de.wikipedia.org/wiki/Gasbeleuchtung
Nr. 2, Bettina Grimm, 21.09.2014 - 08:30
Herzlichen Dank für die ausführliche Zusammenfassung der Entwicklung des Berliner Gasleuchten-Abrisses. Was das Verhalten von politischen Mandatsträgern angeht, so sieht es auch andernorts nicht anders aus als in Berlin. In Frankfurt/Main waren vor einigen Wochen auch etliche CDU-Ortsbeiräte (vergleichbar mit Bezirksverordneten, nur mit viel weniger Befugnissen und für deutlich weniger Leute zuständig) für die Erhaltung der Gasleuchten, doch in der Stadtverordnetenversammlung machten sie daraus eine “Koalitionsräson-Geschichte”, um den grünen Koalitionspartner und ideologischen Gaslicht-Zerstörer nicht zu vergrätzen. Alle stimmten mit “Ja zum Abriss”. Einer, der in beiden Gremien sitzt, hat es sogar fertiggebracht, im Ortsbeirat mit “nein” und im Stadtparlament mit “ja” zu stimmen. Ob das eine Form von Schizophrenie ist? Allerdings wird ProGaslicht Frankfurt/Main nicht aufgeben, der Kampf geht weiter. Was Berlin angeht, so bin ich derzeit (Betonung auf derzeit) nicht gerade optimistisch. Allen muss klar sein, dass im Falle eines weiteren Kahlschlages und dem “zugestandenen Übrigbleiben” von 7,5 oder 7,6 % auch dieser klägliche Rest zum Abschuss freigegeben wird. Der Senat wird das damit begründen, dass es zu teuer würde, für so wenige Gasleuchten eine extra Lagerhaltung oder besonderes Personal bereit zu halten. Und sie werden vermutlich genau das tun, was auch in Bonn, Mainz, Essen oder Heidelberg getan wurde. Der klägliche Rest wird nicht mehr richtig gewartet, kaum noch gepflegt. Dies wird dann die Akzeptanz bei den Bürgern erhöhen, dass die letzten Gasleuchten abgerissen werden. In Berlin haben wir inzwischen auch das Problem massiver Gentrifizierung, Zuzügler von überall her ohne sogenanntes “Kiez-Bewusstsein”. Das dürfte mit ein Grund sein, warum der Aufschrei gegen den Gaslicht-Abriss bisher die vielen betroffenen Wohngebiete noch nicht erreicht hat. Viele, vor allem Neu-Berliner interessieren sich offenbar nicht für ihre Straßenbeleuchtung. Vielleicht ändert es sich, wenn der Senat die Aufsatz- oder Hängeleuchten angreift. Sicher ist das aber auch nicht. Die gegen die Gaslicht-Verteidiger massiv polemisierende oder zumindest eher gleichgültige Hauptstadt-Presse tut ein übriges. Ob es nun gefällt oder nicht: Alle bisher großartigen Aktionen und Unterstützungen, wie die Unterschriftensammlung, die Unterstützung durch Ilja Richter, die WMF-Rote Liste und so weiter haben Senator Müller (bewahre uns davor, dass dieser Mensch der nächste Regierende wird), Staatssekretär Gaebler und die ganze Elektroleuchtenlobby an sich abprallen lassen. Ein Skandal allerersten Grades ist das. Vielleicht sind die Worte des Bundespräsidenten Gauck zum Thema Gaslicht ein Signal zur Wende, immerhin hat er alle Gaslicht-Initiativen und alle engagierten Bürger für ihren Einsatz sehr gelobt und sich für die Erhaltung der Gaslaternen ausgesprochen. Mehr Zuspruch von oben geht nun wirklich nicht. Und unsere ProGaslicht-Gruppe in Düsseldorf hat ebenfalls einen Erfolg zu melden. Der neu gewählte Oberbürgermeister will die Gaslaternen erhalten, sie seien Teil des Düsseldorfer Kulturgutes. Das klingt gut. Jetzt heißt es, auf Taten zu warten. Und es gibt ja noch Erfolge in Sachsen zu melden. ProGaslicht konnte erreichen, dass in Chemnitz etwa 75 % des Gasleuchtenbestandes erhalten werden, sie wurden mitsamt ihrer Gastechnik unter Denkmalschutz gestellt. Ähnliches gilt auch für Dresden, dort gibt es Festlegungen für drei Gaslicht-Stadtteile, auch hier steht die Gasbeleuchtung unter Denkmalschutz. Das bedeutet im Umkehrschluss zwar Laternen-Verluste an anderen Stellen, doch der größte Teil bleibt stehen und wird weiter mit Gas betrieben. So soll es sein! Und mit entsprechend großen Stückzahlen an Gaslaternen kann auch die kleine Gaslicht-Branche weiter Leuchten, Schaltgeräte, Glühkörper und anderes Zubehör produzieren und liefern.
Nr. 3, jn, 22.09.2014 - 09:36
Hier der link zu der von Frau Grimm und ihren mitstreitern verdienstvollen monatlichen publikation “Der Zündfunke”:
http://www.progaslight.org/ZF_Sammlung_d..

Auch der AFD geht ein “Licht” auf,auch wenn es nur die alte Glühbirne ist:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan..
Nr. 4, M.R., 22.12.2014 - 15:59
Gaslaternen in Prag
Während hierzulande “aus ökologischen Gründen” und “um zu sparen” die Gasbeleuchtung Schritt für Schritt beseitigt wird, werden in Prag seit 2002 wieder Gasleuchten installiert. Wer sich das genauer ansehen will (und Prag dazu), kann das hier in der Dezemberausgabe von “Der Zündfunke” tun:
http://www.progaslight.org/ZF_Sammlung_d..

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