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Jetzt endlich eine Perspektive für die Kantgarage!



Der neue Eigentümer beim 6. Werkstattgespräch am 28. Oktober 2016

Die Kant-Garage entstand – wie eine Reihe anderer Großgaragen – in den Jahren 1929/30. Bis heute wurde sie ununterbrochen für Automobilzwecke genutzt und befindet sich weitgehend im Originalzustand. Darüber hinaus ist sie die einzige in Berlin erhaltene Hochgarage aus der Zeit zwischen den zwei Weltkriegen und europaweit die älteste Hochgarage mit einer doppelten Wendelrampe, auf der der ein- und ausgehende Verkehr getrennt stattfindet. Weitere besondere Merkmale sind die gläsernen Vorhangfassaden an Straßen- und Rückfront und die einzigartigen verschließbaren Garagenboxen. (1)

 

Wendelrampe, 1930 / Bildquelle Bundesarchiv/Wikipedia

Wendelrampe, 1930 (Quelle: Bundesarchiv/Wikipedia)

 
Seit 1991 steht die Garage unter Denkmalschutz, befindet sich jedoch in stark sanierungsbedürftigem Zustand. Zuletzt 2013 wurde vom bisherigen Eigentümer Christian Pepper (2) ein Abrißantrag gestellt, in der Erwartung, das Grundstücks so noch wertvoller zu machen. Dem hatten eine Vielzahl von mit Architektur und Kunstgeschichte befaßte Organisationen und Einzelpersonen widersprochen (siehe auch den Appell für den Erhalt des Kant-Garagen-Palasts mit vielen historischen und heutigen Fotos).
Teil der Bemühungen um den Erhalt des Gebäudes waren seit 2014 (3) die von der Initiative zur Rettung des Kant-Garagen-Palasts durchgeführten Werkstattgespräche, an denen der alte Eigentümer nie teilnahm.



Gespräch mit dem neuen Eigentümer über die Zukunft der Kantgarage

Diese Gespräche wurden nun wieder aufgenommen, und zwar unter Beteiligung des neuen Eigentümers, des Immobilienunternehmers Dirk Gädeke, u.a. bekannt als Betreiber der Art‘otels. Seine zentrale Aussage war, daß es ihm um den Erhalt des Gebäudes gehe, und zwar als Baudenkmal, nicht aber um den Erhalt der bisherigen Nutzung als Garage. An deren Stelle solle die Kunst treten; und natürlich müsse das Gebäude wirtschaftlich sein, weswegen Kompromisse notwendig wären. Geplant sei, bis Mitte 2018 die Sanierung abzuschließen. Eine Weiterveräußerung schloß er aus.

 

Entwurf für das Gebäude der Kantgaragen (Erdgeschoß) / Foto © Nalbach + Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH

Entwurf für das Erdgeschoß (Bildquelle: Nalbach + Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH)


Die Architektin Johanne Nalbach stellte die „Grundgedanken“ zur neuen Nutzung vor. Das Untergeschoß wird komplett erhalten bleiben mit seinen Boxen und weiterhin als Garage dienen. Für das Erdgeschoß sind eine Markthalle und ein Restaurant ins Auge gefaßt. Das erste und zweite Obergeschoß sollen Galeriengeschosse werden: der neue Standort der Galerie von Gädekes Freund Michael Schultz (Mommsenstraße, Seoul, Peking), eine Kunsthalle und Raum für Kunsttagungen. In den nächsten beiden Etagen sei Platz für die E-Mobil-Industrie und junge Unternehmen, das fünfte Geschoß wird Gädekes eigenes Büro aufnehmen. Und vielleicht wird schließlich auf dem Dach noch ein Penthaus errichtet, möglicherweise ebenfalls für den Eigenbedarf.

Im Gespräch mit den Teilnehmern ging es dann um die Umsetzung, d.h. inwieweit und wie massiv dabei in das bestehende Baudenkmal eingegriffen werden soll bzw. muß. Da sind zum einen die Eingriffe, die das heutige Baurecht verlangt, gerade auch im Hinblick auf die geänderte Nutzung: Der Brandschutz erfordert die Aufteilung der Stockwerke in Brandabschnitte, was zusätzliche Tore und Türen bedeutet; der Erhalt der gläsernen Vorhangfassaden ist nur möglich, wenn hinter ihnen Sprinkler und eine zweite Verglasung eingebaut werden; ein zusätzlicher Fluchtweg aus dem Kellergeschoß ist erforderlich – um einige Beispiele zu nennen.

Zum anderen werden Umbauten im Innern aufgrund des Nutzungskonzepts selbst nötig sein: Doppelböden in den Büroräumen für die Verkabelung, wodurch die Raumhöhe verringert und folglich die Raumproportionen verändert werden; Deckendurchbrüche für die Aufzüge; eine neue Rampe zu den Boxen im Keller, da die bisherige Zufahrt über Erdgeschoß und Wendelrampe nicht mehr infrage kommt. Ein besonders diskutierter Punkt war, wie „öffentlich“ das Gebäude zukünftig noch sein kann bei einer Nutzung als Markthalle/Galerie/Büro/Penthaus. Eine aus diesem Grund geplante vollständigen Verglasung der Erdgeschoßzone als Abschluß zur Straße wurde jedoch kritisiert und dabei auf das Alte Museum verwiesen, wo man solch eine Glasfront am liebsten wieder los wäre, weil „die geniale Idee, Außen- und Innenraum zu verschmelzen, leider in den 1990er Jahren durch eine große, die Treppenhalle [von der vorgelagerten Säulenhalle] abtrennende Glasfront (4) zunichte gemacht“ wurde (5). Im Fall der Kantgarage geht es dabei um die zur Straße offene halbkreisförmige Vorfahrt mit den Tanksäulen (siehe Bild 2, links). Vorgeschlagen wurde, stattdessen den gläsernen Abschluß hinter die Rundung zu verlegen, wo der eigentliche Garagenbereich erst beginnt. Herr Gädeke gab dabei zu bedenken, daß das Erdgeschoß für die Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzeptes besondere Bedeutung habe, um die Mieten für die Nutzer in den oberen Geschossen möglichst niedrig zu halten.

 
Kant-Garagen-Palast 1930er Jahre / Bildquelle Nalbach + Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH

Heutige Ansicht der Kantgarage / Bildquelle Wikipedia

Kant-Garagen-Palast 1930er Jahre (Quelle: Nalbach + Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH) und heutzutage (Quelle: Wikipedia)
 

Hotel

Auf dem Grundstückrest rechts von der Garage wird anstelle des jetzigen Flachbaus ein ***-Hotel mit 61 Betten entstehen, das helfen soll, die Wirtschaftlichkeit des ganzen Vorhabens zu garantieren, und durch das die erwähnte Rampe zu den Garagenboxen im Untergeschoß führen wird. Ansonsten haben beide Vorhaben streng getrennte Nutzungskonzepte. Das Hotel soll kein weiteres art‘otel werden, aber ebenfalls der Kunst gewidmet sein und „die Geschichte der Garage erzählen“ (Gädeke).
 

MichaelR

Herzlichen Dank an Frau Hon.Prof. Johanne Nalbach für die Überlassung der Abbildungen.
 


(1)Die Kantgaragen sind nicht nur ein herausragendes Denkmal des Neuen Bauens, sondern auch ein einzigartiges – und hier ist der Ausdruck wirklich wörtlich zu nehmen – Baudenkmal des Automobilismus in Deutschland und Europa. Der Landesdenkmalrat empfiehlt, alles daran zu setzen, dass dieses ungewöhnliche Zeugnis erhalten werden kann.“ (Auszug aus dem Sitzungsprotokoll des Landesdenkmalrates vom 27. August 2010).

(2) Sohn von Karl Heinz Pepper, bekanntgeworden durch den Bau des Europa-Centers (1963-67), das einstmals (deswegen) gern von den Einheimischen „Pepper-Center“ genannt wurde.

(3) Bericht über die erste Sitzung am 15.12.2014 hier.

(4) Hier besonders gut mit der Vergrößerung in der Gebäudemitte zu erkennen

(5) Zitat aus Berlin.de - "Altes Museum" 

==========================================================================

* C. Dobberke/Tagesspiegel, 27.10.16

* Th. Schubert/Im Westen Berlins, 30.10.16


MichaelR - Gastautoren, Geschichte - 06. November 2016 - 00:02
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