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Sozialismus oder Barbarei

Trübe Aussichten beim Blick in die Zukunft

Am 12. Januar fand in Moabit die 24. Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Diese Konferenz ist die größte regelmäßig stattfindende Konferenz der Linken im deutschsprachigen Raum. Unter den Ehrengästen befand sich der Botschafter Kubas, der mit den etwa 3100 Teilnehmern den 60. Jahrestag der kubanischen Revolution feierte, der Botschafter Venezuelas und auch der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, wurde dort gesehen. Die Konferenz wird im wesentlichen von der Tageszeitung „Junge Welt“ getragen.

Die Zukunft dieser Zeitung und mithin der Rosa-Luxemburg-Konferenz steht unter keinem guten Stern. Die Deutsche Post hat den Zeitungsvertrieb so umorganisiert, daß auf die „Junge Welt“ allein neben den üblichen Preiserhöhungen bei Papier, Druck und Nebenkosten im Vertrieb eine Preissteigerung von 28 Prozent zukommt. Um die auffangen zu können, müssen in diesem Jahr 1100 neue Onlineabos und 2350 Abonnenten der Druckausgabe gewonnen werden. Angesichts des weltweiten Zeitungssterbens und Rückganges der Abonnentenzahlen scheint das ein utopisches Vorhaben zu sein, wenngleich die „Junge Welt“ gegen diesen Trend stets Leser gewinnen konnte. Das mag wohl an ihrer kritischen Distanz zu den regierungsamtlichen und unternehmerischen Pressemeldungen liegen. Gelingt das Wunder der Abosteigerungen nicht, dann ist es wahrscheinlich auch um diese Konferenz geschehen.

 

Die Band “Proyecto Son Batey“ auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019 / Foto © Frank Wecker

Mit dem Auftritt der Band “Proyecto Son Batey“ wird die Konferenz eröffnet.
Foto: Wecker

Der Botschafter Kubas Ramón Ripoll Díaz auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019 / Foto © Frank Wecker

Der Botschafter Kubas Ramón Ripoll Díaz ist Ehrengast der Konferenz.
Foto: Wecker

Der Publizist Otto Köhler auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019 / Foto © Frank Wecker

Der Publizist Otto Köhler.
Foto: Wecker

 
Am 15. Januar jährte zum 100. Male jener Tag, an dem die Namensgeberin der Konferenz ermordet worden war. Ihr zu Ehren wurde die Konferenz unter das Motto „Sozialismus oder Barbarei“ gestellt. Diese Alternative ist der 1916 erschienenen Junius-Broschüre Rosa Luxemburgs entnommen. „Geschändet, entehrt, im Blute watend“, heißt es da, „von Schmutz triefend - so steht die bürgerliche Gesellschaft da, so ist sie. Nicht wenn sie, geleckt und sittsam, Kultur, Philosophie und Ethik, Ordnung, Frieden und Rechtsstaat mimt ­ als reißende Bestie, als Hexensabbat der Anarchie, als Pesthauch für Kultur und Menschheit -, so zeigt sie sich in ihrer wahren, nackten Gestalt“. Damit beschreibt Rosa Luxemburg den barbarischen Zustand auf den Schlachtfeldern des I. Weltkrieges und in der Heimat. Ihren Zeitgenossen war ein tieferer kultureller Verfall allen Lebens nicht vorstellbar. Wir wissen heute, daß es ihn gab, und es ist zu ahnen, daß die Zerstörung von Leben und Moral in einem Krieg mit Massenvernichtungswaffen nochmals übertroffen werden kann.

Handelskriege, militärische Dauermanöver und Provokationen scheinen unter dem weltweiten Gejohle immer mehr raumgreifender reaktionären Bewegungen direkt in eine solche Katastrophe zu führen. Momentan ist keine Kraft erkennbar, die diese Entwicklung aufhalten könnte. Die Linke ist heute schwächer als 1914 und als 1933. Die Welt scheint auf die nächst tiefere Stufe der Barbarei zu zumarschieren.

Der kubanische Liedermacher Eduardo Sosa auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019 / Foto © Frank Wecker

Der kubanische Liedermacher Eduardo Sosa vor der Tagesordnung der Konferenz.
Foto: Wecker

Der US-amerikanische Ökonom Michael Hudson auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019 / Foto © Frank Wecker

Der US-amerikanische Ökonom Michael Hudson bei seiner Rede.
Foto: Wecker

 
Auch keiner der drei Hauptredner konnte die Teilnehmer mit Optimismus trösten. Der brillante Otto Köhler nicht, der über die nächste imperialistische Hauptmacht sprechen wollte, aber bei der alten blieb: Deutschland. Mit dem Geburtsmakel der Korruption und der Kriege gegen, Dänemark, Österreich und Frankreich versehen, erlebte das Land zwei vernichtende militärische Niederlagen, ohne auch nur ein einziges Mal selbst angegriffen worden zu sein. In Anspielung auf den Rechtspolitiker Alexander Gauland bezeichnete er Deutschland als einen „Adlerschiß, der immer noch zum Himmel stinkt“. Er schloß mit drei Forderungen: Sprengung des Hohenzollernschlosses, Austritt aus der NATO und Auflösung der Bundeswehr. Der italienische Finanzexperte Vladimiro Giacche sieht die nächste noch größere Finanzkatastrophe heranmarschieren und der US-amerikanische Ökonom Michael Hudson hat den unmittelbaren Zusammenhang zwischen militärischen Aggressionen der USA und deren Finanzinteressen hergestellt. Diese Aggressionen sind Fortsetzung der Finanzpolitik der USA. Die dazu erforderlichen Aufwendungen lassen sich die USA von ihren Verbündeten, auch Deutschland, und von den Opfern ihrer Aggressionen bezahlen.

Hoffte Rosa Luxemburg noch, die Arbeiterbewegung werden die Menschheit vor weiterer Barbarei bewahren, so nahm Michael Hudson den Konferenzteilnehmern auch diese Zuversicht.

Aus der Barbarei des Faschismus wurde Europa vornehmlich von der Sowjetarmee befreit. Die hat sich jedoch aus der Weltgeschichte verabschiedet. Bleibt heute noch eventuell China. Dort lehrt Michael Hudson an der Peking Universität. Auf der Konferenz spielte dieses Land jedoch keine Rolle.

Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Geschichte, Politik - 22. Januar 2019 - 23:10
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