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Alles Öko oder was ..... ?

  
Im Dezember meldete sich die Berliner Zeitung bei uns. Die Journalistin Birgitt Eltzel wollte sich zum Projekt "Ökokiez 2020", welches vom Bezirksamt auf einem Pressetermin so groß hochgejubelt wurde, direkt im Kiez informieren. Sie war bei ihren Recherchen auch auf den Kiezer Weblog gestoßen und so trafen wir uns zum Interview. Anschließend machten wir noch zusammen einen kleinen Kiezspaziergang zum Ziegenhof. Es war ein ausgesprochen nettes Treffen mit einer engagierten Journalistin, die sich wirklich umfassend informieren wollte, auch wenn der zur Verfügung stehende Platz in einer Zeitung stets begrenzt ist.

Aktuelle Anmerkung: Ein Nachbar erzählte mir gestern, daß er bereits einen Leserbrief auf diesen Beitrag an die Berliner Zeitung gesandt hat. Also vielleicht mal später versuchen, ob er online auftaucht. Oder eben einfach die Berliner Zeitung kaufen ;)

Im Anhang der jetzt erschienene Beitrag. Die Wiedergabe des kompletten Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Berliner Zeitung.

 
Alles Öko im Kiez

von Birgitt Eltzel

Berlin - Laura, Samson, Dima, Luna und Blanka kommen meckernd angelaufen, sobald sich jemand ihrem Gehege nähert. Er könnte ja Futter dabei haben. Die Tiere haben dem Hof an der Danckelmannstraße in Charlottenburg seinen Namen gegeben: Ziegenhof. Seit mehr als 25 Jahren gibt es Ziegen dort, versorgt von den Anwohnern. Anfang der 80er-Jahre wollte die Wohnungsbaugesellschaft Neue Heimat den Kiez am Klausenerplatz sanieren und die Höfe „entkernen“, das heißt, die Hinterhäuser abreißen und durch Neubauten ersetzen. Die Bewohner wehrten sich, Häuser wurden besetzt, Barrikaden gebaut – bis eine behutsame Stadterneuerung erzwungen wurde. Die Wohnungen wurden modernisiert und im ersten bereits leergeräumten Hof an der Danckelmannstraße zogen die Ziegen ein. Auch ein Spielplatz wurde dort eingerichtet und Plätze zum Verweilen für Ältere.

Jetzt soll aus dem ehemaligen Sanierungsgebiet ein Ökokiez werden – bereit für das Jahr 2020, zumindest klimapolitisch. So wünscht es sich das 1999 gegründete Kiezbündnis Klausenerplatz, eine Vereinigung von Anwohnern und ortsansässigen Gewerbetreibenden. Die bündnisgrüne Umweltstadträtin Martina Schmiedhofer spricht von einem „Leuchtturmprojekt“, die SPD-Abgeordnetenhaus-Fraktion lobte es bereits in ihrer Eisenacher Klausurtagung Anfang 2010.

  
Viele Arbeitslose leben hier

Am Klausenerplatz soll ein umfassender Ansatz zum Klimaschutz in den nächsten zehn Jahren verfolgt werden – erstmals am Beispiel eines Altbaugebietes in Berlin. Dafür gab es jetzt rund 82 000 Euro Fördermittel vom Bundesumweltministerium und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, die 2 200 Wohnungen im Kiez verwaltet. „Es geht um die Frage, wie das Quartier so qualifiziert werden kann, dass es bis 2020 die Klimaschutzziele erreicht“, sagt Gebietskoordinator Bernd Maier von der Argus AG, die sich im Auftrag des Bezirks und der Gewobag um die Entwicklungen im Gebiet kümmert. Bis 2020 will Berlin den Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent reduzieren, auch wenn vor kurzem ein unter Rot-Rot angepeiltes Klimaschutzgesetz für die Hauptstadt auf die nächste Legislaturperiode verschoben wurde.

Im Pilotprojekt Ökokiez 2020 solle festgestellt werden, wie die Klimaschutzziele in einem Altbaugebiet mit gemischtem Gebäudebestand – manche Häuser sind mehr als hundert Jahre alt, andere erst in der Nachkriegszeit entstanden – und mit heterogener Bevölkerungsstruktur umzusetzen sind, sagt Stadträtin Schmiedhofer. Es gehe nicht nur um effiziente Energieversorgung und energetische Sanierung sowie die Verkehrsberuhigung im Gebiet, sondern auch um Energiesparberatung der Bewohner.

Die rund 10 000 Bewohner des Klausenerplatzes gehören nicht zu den Reichsten: Es gibt Studenten hier, viele Arbeitslose und Hartz-IV-Bezieher, auch mit Migrationshintergrund. Im Monitoring Soziale Stadtentwicklung Anfang des Jahres belegte der Kiez unter 434 bewerteten Gebieten Rang 294. Deshalb ist auch Martin Hoffmann vom Mieterverein Klausenerplatz nicht begeistert vom Energiespar-Projekt. Der Frührentner, der seit 35 Jahren am Klausenerplatz lebt und mit dabei war, als in den 80er-Jahren Barrikaden gegen die Kahlschlagsanierung gebaut wurden, befürchtet wie viele andere Anwohner drastische Mieterhöhungen, wenn die Häuser hergerichtet werden sollen. In seinem Kiezblog macht er darauf aufmerksam, was bei Sanierungsprojekten der Gewobag in Reinickendorf und Spandau passierte: Dort dürfen die Mieter erheblich mehr für ihre Wohnungen zahlen. „Und das wird es hier am Klausenplatz nicht geben?“, fragt er rhetorisch. „Wer soll denn den Ökokiez bezahlen?“

Die grüne Stadträtin und das Kiezbündnis rechnen mit Fördermitteln. Das jetzt erhaltene Geld ist erst einmal für ein Konzept da, das die Firma B&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft bis zum nächsten Oktober vorlegen soll: Was kann gemacht werden und wie?

Danach sollte weiteres Geld aus Bundesprogrammen für den Klimaschutz akquiriert werden, sagt Stadträtin Martina Schmiedhofer. „Es wird nichts getan, was die Leute aus dem Kiez nicht wollen“, verspricht sie. Alle Maßnahmen würden öffentlich diskutiert, die Bewohner könnten darüber entscheiden. Kiezblogger Hoffmann bleibt skeptisch. „Es wurde sogar schon von einer Bimmelbahn durch den Kiez gesprochen. Ich persönlich würde mir lieber Grachten wie in Amsterdam wünschen, wenn der Verkehr im Viertel unterdrückt werden soll“, formuliert er ein wenig grantelnd.

Es scheint, als müsste bis Oktober 2011 nicht nur ein Konzept für das „Leuchtturmprojekt“ erarbeitet werden, sondern auch noch tüchtig um Akzeptanz geworben werden. „Alle wissen, dass etwas für das Klima getan werden muss“, sagt der Alt-68er Hoffmann. Aber es könne nicht auf einen Schlag aufgeholt werden, was 30 Jahre lang versäumt wurde. Er plädiere für eine behutsame Klimapolitik: „Alles Schritt für Schritt.“

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Prima Klima im Quartier

Der Berliner Senat hat im Vormonat das geplante Klimaschutzgesetz bis zur Wahl im September 2011 ausgesetzt. Senatorin Katrin Lompscher (Linke) wollte verbindliche Vorgaben zur energetischen Sanierung von Gebäuden. SPD, Grüne sowie BUND, Mieterverein und Industrie- und Handelskammer verfechten ein Stufenmodell.

Das Projekt Ökokiez am Klausenerplatz wurde auf einer Kiezkonferenz 2008 angeregt. Es gab einen Runden Tisch Klimaschutz, nächster Schritt ist die Erarbeitung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes. Das Bundesumweltministerium fördert das aus einem Programm für Gemeinden mit schwierigen Sozialstrukturen. Zu den 82 000 Euro Fördermitteln gaben die Gewobag und die Stadtentwicklungsverwaltung je 10 000 Euro dazu.

Alle Bereiche des Klimaschutzes sollen am Klausenerplatz untersucht werden – von baulichen/technischen Maßnahmen sowie Verbraucher- und Konsumverhalten über den Verkehr bis hin zur Fassadenbegrünung. Der Kiez soll Modellprojekt für den Umgang mit vergleichbaren Altbaugebieten über Berlin hinaus werden.

Ein Klimabüro (öffentlicher Beschäftigungssektor) besteht im Bezirk seit Mai vorigen Jahres. Die elf Mitarbeiter beraten kleine und mittelständische Unternehmen aber auch private Haushalte. Träger ist der Stadtteilverein Tiergarten. Er hat seinen Sitz im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100.

Quelle: Berliner Zeitung, 28.12.2010

- Gesellschaft, Kiez - 04. Januar 2011 - 00:02
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