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Straßen und Plätze: Ein namenloser Parkplatz am Ende der Kaiser-Friedrich-Straße

 
Wie ist es nur zu diesem Parkplatz am südlichen Ende der Kaiser-Friedrich-Straße vor dem Bahnhof Charlottenburg gekommen?

Integrierter Parkplatz mit extragroßer Würstchenbude und Mobilklos - warum?



Der Schwarze Graben

Von all den möglichen Geschichten, die darüber und überhaupt über die Kaiser-Friedrich-Straße erzählt werden könnten, sollen hier nur drei oder vier angesprochen werden. Die erste und älteste ist die von der Zeit, als an dieser Stelle der Schwarze Graben, auch Hauptgraben genannt, verlief (Bild 2) (1). Er kam in einem Bogen vom Wilmersdorfer Fennsee über Schöneberg, transportiere deren Abwässer und stank folglich. Auf Charlottenburger Gebiet floß er durch die Giesebrechtstraße und gelangte von Süden her unter der Stadtbahntrasse hindurch zum heutigen östlichen Ende des Stuttgarter Platzes, machte einen Knick nach Westen in die Straße 10 a (östlicher Stuttgarter Platz), lief unter dem späteren Haus Stuttgarter Platz 12 weiter und schließlich entlang der Straße 12 (später Kaiser-Friedrich-Straße) zum Lietzenseeabfluß, in den er kurz vor der Schustehrusstraße (damals Scharrenstraße) einmündete. So blieb es bis 1889; dann wurde der Graben in die Kanalisation der Wilmersdorfer Straße umgeleitet, sein bisheriges Bett zugeschüttet und an dessen Stelle bis 1892 der Stuttgarter Platz und die Kaiser-Friedrich-Straße angelegt.

 

Kaiser Friedrich

Der Namensgeber der Straße, Friedrich III., Sohn von Wilhelm I., war vom 9. März bis zu seinem Tod am 15. Juni 1888 99 Tage lang deutscher Kaiser und König von Preußen. Bis zum heutigen Tag geht ihm der Ruf nach, ein Liberaler gewesen zu sein („Kaiser-Friedrich-Legende“). Die Biographie des in Schottland lehrenden Historikers Frank Lorenz Müller – „Der 99-Tage-Kaiser“ – macht indes deutlich, daß er zwar mit Bismarck auf Kriegsfuß stand, aber als vom Militär geprägter Konservativer und Gegner des allgemeinen Wahlrechts ein Befürworter des autoritären Staates gegenüber einer parlamentarischen Monarchie war und insofern seinem ungeliebten Sohn und Nachfolger Wilhelm II. recht nah stand.


Die Stadtbahn

 Der Grund für die – allerdings reichlich späten – Straßenbaumaßnahmen zwischen 1889 und 1892 war die schon im Jahr 1882 eröffnete Stadtbahn vom Ostbahnhof (damals Schlesischer Bahnhof) nach Charlottenburg. Durch sie wurde eine direkte und schnelle Verbindung nach Berlin hergestellt. In Charlottenburg konnte jedoch zunächst nicht, wie sonst üblich, der Bahnhof zum Ausgangspunkt für ein neues Wohnviertel werden, da der Schwarze Graben die Wohnbebauung verhinderte. Erst nach seiner Beseitigung entstand hier Wohnraum für die mittleren Klassen (2), im Gegensatz zum gehobenen Wohnen um den Bahnhof Zoologischer Garten (oder zu den Mietskasernen, die für Arbeiter in der Nähe des Klausenerplatzes errichtet wurden, z.B. in der Seelingstraße). Die gleichzeitige Bautätigkeit an verschiedenen Stellen auf der Gemarkung von Charlottenburg führte dazu, daß schließlich eine Großstadt (3) aus sehr unterschiedlichen Vierteln mit großen soziale Unterschieden entstand.


Eine verkehrsgerechte Straße

 Die ehemalige Straße 12 längs des stinkenden Schwarzen Grabens beziehungsweise die seit 1892 unter Verwendung einer fe­sten Unterbettung gepflasterte, mit Gaslaternen versehene und mit zwei Baumreihen bepflanzte Kaiser-Friedrich-Straße stellte zunächst einmal die Verbindung vom ursprünglichen Ortskern um die Luisenkirche zum Bahnhof her. Aber schon wenige Jahre später, 1904, wurde eine erste Veränderung am Verlauf der Straße vorgenommen, als man ihr nördliches Ende etwas nach Westen verschob, um sie direkt an die Schloßbrücke und die Straßenfortsetzung jenseits der Spree, die Kaiserin-Augusta-Allee (seit 1950 heißt dieses Straßenstück allerdings Mierendorffstraße), anzuschließen; dabei entstand der südliche Teil der Lohmeyerstraße.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Westberlin zur autogerechten Stadt umgebaut. Dazu gehörten Durchgangsstraßen, besonders in Nord-Süd-Richtung. Eine davon ist der Straßenzug von Steglitz nach Reinickendorf, der im zentralen Bereich über Brandenburgische Straße – Lewishamstraße – Kaiser-Friedrich-Straße verläuft und zur Stufe II/übergeordneter Verkehr gehört. Dafür wurden Straßen erweitert, wobei im Weg stehende Wohnhäuser abgerissen wurden, oder neue Straßen gebaut, wobei der Abriß dann auch ganze Wohnviertel betraf wie im Fall der Lewishamstraße Ende der 1960er Jahre. (4)
Beim Bau dieser Straße blieben zwei Reste übrig: einer am Kurfürstendamm beim Umleiten des Verkehrs von der Wilmersdorfer Straße weg zur neuen Straße, ein zweiter bei der Anbindung an die Kaiser-Friedrich-Straße, die zu diesem Zweck kurz vor dem Stuttgarter Platz einen Schlenker nach Osten erhielt. Der südliche tote Winkel wurde nach Jahren der Namenlosigkeit und nachdem es mit der Umbenennung des Kaiserdamms nach dem ersten Bundeskanzler nicht geklappt hatte (vgl. Anmerkung 2), nunmehr Adenauerplatz genannt. Der nördliche tote Winkel ist nach über 40 Jahren immer noch ein namenloser Parkplatz.

Darum. Eine Quelle von Gebühren - spült Geld in die Bezirkskasse für edlere Zwecke, die beispielhaft an anderer Stelle vollbracht werden!

 
 

Hat der namenlose Parkplatz am Ende der Kaiser-Friedrich-Straße noch eine Zukunft?

Schwer zu sagen. Anders wäre es natürlich, wenn er halt ein Stück weiter nördlich läge, auf dem Territorium des „Ökokiezes 2020“, dann hätte er eine. Dann würden rührige Bürger Arm in Arm mit einem ebenfalls rührigen Bezirksamt nicht eher ruhen, als bis sie 450.000 € Fördergelder oder auch mehr zusammenhätten, um aus ihm einen schmucken „Stadtplatz“ zu machen. Aber leider ist besagtes Territorium zu klein, um alle bedürftigen Plätze aufnehmen zu können (selbst für den zukünftigen „Horst-Wundt-Platz“ mußte man es schon erweitern!). Aber: Wie wäre es denn, wenn spätere Generationen dereinst (unter Einhaltung der gesetzlichen Wartezeit) es den Stadtoberen dadurch danken würden, daß sie den Platz dann nach den damals (also heute) verantwortlichen Bau- und Naturstadträten benennen würden? Wäre das nicht ein faires Angebot? Und außerdem hätte der Platz dann auch noch einen gendermäßig korrekten Namen.

 
MichaelR

 


(1) Auf der Karte von 1680 sind neben dem Schwarzen Graben der Kurfürstendamm und die nach Lietzow (Lützow) führende Leibnizstraße (Priesterweg) sowie der Lietzensee mit seinem Abfluß zur Spree zu erkennen. Dieser Abfluß ist auch noch auf der Karte von 1893 dargestellt, während der Schwarze Graben im Jahr zuvor verschwunden war.

(2) Wie das so im einzelnen ablief, kann man hier detailliert am Beispiel von Stuttgarter Platz und Umgebung nachlesen.

(3) Kurz nach der Fertigstellung von Stuttgarter Platz und Kaiser-Friedrich-Straße, im Jahr 1893, überschritt Charlottenburgs Einwohnerschaft mit 100.000 die Grenze zur Großstadt.

(4) Noch Jahre nach dem Flächeabriß sah es lt. Tagesspiegel 1979 so aus: „Noch bietet sich beiderseits der Lewishamstraße ein trostloses Bild.“ 3 ½ Jahrzehnte hat es seitdem gedauert, bis sich die BVV-Parteien verbal der Misere annahmen und im „Thema des Monats“ Februar 2014 „Ideen für die Zukunft der Lewishamstraße“ äußerten.

   

Material:

Ute Becker, Ein herrschaftliches Zwillingspaar am Stuttgarter Platz - Chroniken der Häuser Nr. 15 und 16

Kauperts, Kaiser-Friedrich-Straße

Karl-Heinz Metzger, 300 Jahre Charlottenburg in 12 Kapiteln

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Archiv: Stuttgarter Platz - Geschichte


MichaelR - Gastautoren, Geschichte - 02. März 2014 - 16:32
Tags: /////



zwei Kommentare

Nr. 1, neu, 06.03.2014 - 11:30
http://www.360berlin.net/charlottenburg/..

der bebauungsplan von sen stadt sah in seinen verschiedenen varianten nie einen grünbereich an diesem ort vor – wie ihn die BI-_stutti vorgeschlagen hatte.
Ursprünglich sollte dann der parkplatz, zugunsten eines taxiwartebereiches entfallen und der parkplatz begrünt werden.Aber dazu kam es dann auch nicht.es blieb wie es war.So blieb er ein schandfleck, und die chance der aufwertung dieses kleinen stadtplatzes mit kiezcharakter an der tosenden kaiser-friedrichstr. wurde vertan.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pl..
Nr. 2, neu, 07.03.2014 - 23:06
“Vor dem Krieg waren die Kaiser-Friedrich-Straße und die Windscheidstraße vornehme Straßen, weil sie die direkte Verbindung zwischen dem Bahnhof Charlottenburg und dem Schloss waren. Bis zur „Umklappung“ hatte der Bahnhof an der Windscheidstr. einen Zugang. Die Windscheidstr. hatte einen mit Rosen bepflanzten Mittelstreifen. Wer damals was auf sich hielt, zog gerne in eine dieser beiden Straßen. Nach dem Krieg entfiel der Mittelstreifen in der Windscheidstr.

Die Kaiser-Friedrich-Str. endete früher an der Bahntrasse und bog vor einem Wasserturm nach links ab. Durch den Bau der Lewishamstr. wurde die Kaiser-Friedrich-Str. in Richtung Bahnhof nach links verlegt; die Lewisham-Unterführung geschaffen und die Lewishamstr. durch einen attraktiven Altbaukomplex gefräst, ohne dass vorher über die beidseitige visuelle Schadensbeseitigung nachgedacht wurde. Auch hinterher und bis heute nicht (obwohl die Straße als gute Wohnlage gilt). Während der Bauarbeiten durch die „Umklappung“, als das Bezirksamt gegenüber dem Spielplatz in der Waitzstraße einen Rotlichtshop mit Eingang direkt vor dem Spielplatz genehmigte, bildete sich die Initiative Stiefkind Lewisham, die damals die Sperrung des verpissten Tunnels in die Wege leiteten. Die Lewishamstraße ist eines der traurigsten Ergebnisse von Senats- und Bezirksverwaltung. Ende 2005/Anfang 2006 hatte die BI Stuttgarter Platz sich entschlossen, aus dem von ihr erkämpften 20 Bäumen einige der Lewishamstr. zu spenden, damit die elenden Häuserfronten weniger sichtbar sind. Es gab eine Begehung mit dem Bezirksamt ohne Ergebnis. Das Bezirksamt war der Meinung, für diese Straße müsste ein neues Pflanzkonzept erarbeitet werden, worauf wir heute noch warten.

Das besagte Parkdreieck Kaiser-Friedrich-Str./ Stuttgarter Platz entstand durch die Verlegung der Kaiser-Friedrich-Str. nach links, ist also ein Zufallsprodukt. Die alten Mietshäuser zeigen den ehemaligen Verlauf der Straße. Die Bürgerinitiatve Stuttgarter Platz hat einige Bäume aus ihrer Ersatzmaßnahme auf diesem Dreieck pflanzen lassen. Verschönern wird sich das Dreieck erst, wenn es einem Stadtrat am Herzen liegt – oder durch überdurchschnittliches Bürgerengagement. Wir wollen froh sein, wenn es erhalten bleibt, denn wer weiß, ob das ehemalige „Straßenland“ entwidmet wurde und nicht morgen Bauland daraus wird und unsere „Baumgabe“ futsch ist.”

Beitrag für den blog geschrieben von bärbel baltes (mitglied der bi-stutti)

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