Zur Komplettierung der traurigen Abschiedsserie dieses Wochenendes hier noch einige aktuelle Fotos von Beispielen, was anscheinend einige so unter "Baumpflege" verstehen. Hatte ich im Sommer letzten Jahres hier im Kiezer Weblog noch als Tip genannt: "Nach Jahren sieht man das einem Baum von weitem nicht
mehr unbedingt an - dann einfach mal dicht an den Stamm herangehen und
nach oben blicken" - so kann man natürlich im Winter, ohne Laub, den Bäumen bereits von weitem ansehen, wie man mit ihnen umgegangen ist. Ebenso ist erkennbar, daß es keine natürlichen Bäume mehr sind und es auch nie wieder werden. Zusätzlich ist noch an die Warnungen von Baumexperten zu erinnern, daß derartige Eingriffe auch die Lebenserwartung dieser Bäume bis hin zum krankheitsbedingten vorzeitigen Absterben mindern können.
So sehen nun unsere Platanen in der Danckelmannstraße nach dem Rundumschlag von damals aus:
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- Gesellschaft, Kiez, Schlosspark -
Auch im Park Babelsberg schlägt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) weiter zu. Eben in diesem Moment erhielten wir folgende Mail der Bürgerinitiative Babelsberger Park, woraus ich folgendes zitiere:
Die jüngsten Unterholzfräsungen an der Mühlenstraße und an der Luisenhöhe, sowie die Baumfällungen an der Mühlenstr. im Herbst und Winter lassen in erschreckender Deutlichkeit die Radikalität erkennen, mit der die SPSG ihr Gestaltungsleitbild für den Babelsberger Park durchsetzt. Nicht die Bedürfnisse der dortigen Flora und Fauna (Kleinsäuger werden untergefräst) und der heutigen Nutzer (Naherholung, Naturerleben usw.) sondern ein fragwürdiger Historizismus gibt hier den Ton an. Spötter sehen schon ein Kaiser-Wilhelm-Land (ähnlich Disney-Land u.a.) entstehen. Als Verwalter und Treuhänder unserer Parks und der dafür freigegebenen Steuermittel muss die SPSG sich einer Diskussion Ihrer Planungen und Ziele stellen. Wir fordern nach wie vor eine Offenlegung der Pläne und deren Diskussion in der breiten Öffentlichkeit. Solange dies nicht geschieht, kann man nur folgern, dass die Stiftung successive Tatsachen schaffen will und den Bürgerwillen umgehen will.
Das paßt genau zu dem gerade veröffentlichten Beitrag hier im Kiezer Weblog "Abschied vom alten Schlosspark". Die SPSG scheint ihr Gestaltungsleitbild "Zerstörung von Flora und Fauna" und als Nutzungsleitbild "Abzocke in alle Richtungen" weiterhin Jahr für Jahr auszubauen.
Fragt sich nur, was ihr neuester Coup: nach der "Knips-Gebühr" kam zuletzt die "Führer-Gebühr", eigentlich noch für Sinn haben soll, wenn es gar nichts mehr zu fotografieren und zu zeigen gibt.
Ob sich da vielleicht endlich mal die Politiker und Geldgeber vom Stiftungsrat aufraffen könnten, dem Einhalt zu gebieten?
- Gesellschaft, Politik, Schlosspark -
Also, ich habe ja durchaus Verständnis dafür, wenn im Winter die Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und ausgedünnt werden und wenn man kranke Bäume fällt. Gartenpflege nennt man sowas, und das ist so üblich und sinnvoll. Aber was im Schlosspark seit einigen Jahren betrieben wird ist mir unerklärlich.
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- Grabowskis Katze, Schlosspark -
Was gibt es Neues von unseren Freunden von der Stiftung?
Herr Prof. Dr. Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG): "... sitzt am Freitagabend im aristokratisch unterkühlten Schloss
Charlottenburg und reflektiert die Überreste der Monarchie. .." - so schrieb die Märkische Allgemeine vom 01.12.2008.
Träumt er immer noch von alten Zeiten, als die Schlösser noch Schlösser waren, als man noch ehrfurchtsvoll mit andächtigem Ohh und Ahh die fein säuberlichen Schnittmuster der so mannhaft bezwungenden Natur bestaunte?
Aber auch damals gab es doch schon ein Sophie-Charlottchen, welche von den ehemaligen Hof-Orgien berichtete: "Man sei über Tische und Bänke gesprungen und könne sich nicht besinnen, sich jemals so freudig erwiesen zu haben." So ist es aus den Aufzeichnungen über jenen Tag zu lesen, an dem das "Lusthaus" offiziell eingeweiht wurde. (Quelle: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf - 300 Jahre Charlottenburg)
Tsss, tsss - Nee nee. Und heute will man uns das verbieten? Geht doch heute alle Macht vom Volke aus - oder etwa nicht? Und was Charlottchen konnte, können wir schon lange.
Gerade noch zufrieden zurückgelehnt, die finanzielle Zukunft in trockenen Tüchern - da wird schon nachgejammert, es reicht immer noch nicht. Na immerhin, das Unwort "Eintritt" fällt dabei (noch) nicht wieder.
Ein Bußgeld mußte die SPSG abdrücken. Herbizide hatten sie Fauna und Flora ohne Genehmigung angetan. Die Bürgerinitiative Babelsberger Park fand es heraus - wir hatten im Kiezer Weblog darüber berichtet. Auch die Liebe zur Umwelt hat halt seine Grenzen - Unkraut, gibs ihm...
Gewonnen hat die SPSG die erste "Schlacht", aber noch nicht den "Krieg". Die juristischen Auseinandersetzungen um die "Knips-Freiheit" gehen in die nächste Runde, vor das Brandenburgische Oberlandesgericht.
"Warum die Potsdamer Schlösserlandschaft immer weniger in repräsentativen Büchern vorkommt" und "Potsdam ist auf der Hassliste die Nummer eins", so die Zitate (Quelle: Märkische Allgemeine vom 21.11.2008) - tja, auch sich unbeliebt machen, muß gelernt werden. Wir Anwohner vom Schloßpark Charlottenburg haben ja ihre Versuche schon kennengelernt.
- Gesellschaft, Schlosspark -
Solche Einsichten müssen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) immer mal wieder mühsam beigebracht werden. Mal müssen es Bürgerinitiativen übernehmen, wie z.B. unsere Ini "Rettet den Schloßpark!", mal eben auch die Gerichte. Einen Konflikt rund um die Nutzung des Schloßparks Charlottenburg hat die Ini sehr erfolgreich klären können. Eine andere Auseinandersetzung um die Panoramafreiheit wird wohl die Gerichte noch eine Weile beschäftigen. Potsdamer Initiativen haben immer noch sehr mit der SPSG zu kämpfen. Der Tagesspiegel meldet dazu gerade den Erfolg eines Bürgers vor dem Potsdamer Amtsgericht.
(Quelle: "Parkordnung vor Gericht gescheitert" - Der Tagesspiegel vom 25.10.2008)
- Gesellschaft, Schlosspark -
- Für alle Baumfreunde, die an einem Herbstspaziergang interessiert sind!
Waltraud Linke lädt ein zu einer Führung durch den Schloßpark Charlottenburg mit seinem alten ehrwürdigen Baumbestand.
Sonntag, 21. September 2008
von 11:00 - 14:00 Uhr
Treffpunkt: Am Reiterdenkmal im Ehrenhof des Schlosses
- Die Bürgerinitiativen Babelsberger Park und Griebnitzsee für alle e.V. laden zu einer Fahrraddemo mit anschließender Radtour ein.
Sie setzen sich ein:
- für eine sichere Radwegführung zwischen Gotischer Bibliothek und Alleestraße
- für durchgehende Radwege: Neuer Garten - Babelsberger Park - Uferweg Griebnitzsee - Mauerradweg
- für eine Überwindung des Fahrradmitführverbots in den Schlösserparks
Fahrraddemo "Fahrradstadt Potsdam"
Sonntag, 21. September 2008
15:00 Uhr Treffpunkt Gotische Bibliothek (Behlertstr./Mangerstr.)
16:00 Uhr Abschlußkundgebung am Park Babelsberg, Mühlentor
danach
Fahrradtour zum Griebnitzsee
Es wird herzlich eingeladen und man freut sich auf rege Beteiligung "mit Kind und Kegel" - und das ist sicher auch nötig.
- Gesellschaft, Schlosspark -
Martin hat ja in seinem Artikel schon den schönen Ausblick von der Bürgerbank gezeigt und auch diesen Artikel angekündigt.
Letzten Samstag (13. September 2008) wurde die Bürgerbank, für die von der Bürgerinitiative "Rettet den Schloßpark!" seit der 300-Jahr-Feier im Jahr 2005 Spenden gesammelt wurden, nun auch eingeweiht.
Dass es so lange gedauert hat, lag nicht an der Bürgerinitiative, sondern am Preis dieser Bank, denn er Betrug ca. 950,00 €. Was laut Dr. Michael Rohde (Gartendirektor der SPSG) schon sehr preiswert ist.
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- Kiez, Kiezreportagen, Menschen im Kiez, Politik, Schlosspark -
Der Blick von der gestern eingeweihten Bürgerbank auf unseren Volks- und Bürgerpark (auch Schloßpark Charlottenburg genannt). Wer einen schönen Sonntagsspaziergang machen möchte, kann das heute schon mal überprüfen.
Ein Bericht von der Einweihung mit anschließendem Konzert auf der großen Wiese folgt.
- Kiez, Schlosspark -
Am Tag des offenenen Denkmals, Samstag 13. September, wird im Rahmen dieser Veranstaltung gegen ca. 15:30 Uhr am Karpfenteich (Spreeuferseite) im Schloßpark Charlottenburg die gespendete Parkbank im Beisein von Vertretern der Bürgerinitiative "Rettet den Schloßpark!" und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) eingeweiht.
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- Kiez, Menschen im Kiez, Schlosspark -
... da gab es was zu erleben.
Es war die lange Nacht der Museen, wie wir hier angekündigt hatten. Hier nun einige visuelle Eindrücke von zwei Veranstaltungen bei uns im Kiez.
Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf bot eine Nacht internationaler Mode-Designer. Zu jeder vollen Stunde gab es Modenschauen der Nominierten des diesjährigen Baltic Fashion Award, eines internationalen Mode-Wettbewerbs für die Ostsee-Anrainerstaaten, der seit 2002 in den Kaiserbädern auf der Insel Usedom stattfindet. Der Andrang war riesig und das Event großartig ausgerichtet - das ist bei den vielen Gästen am gestrigen Abend angekommen.
Im Schloßpark Charlottenburg hatte das Theater Anu "Lichtspuren" gelegt, kleine Aufführungen gab es dazu und auch Musik - ein Spiel mit Tönen, Licht und Farbe. Ein imposantes Bild bot sich im Park, im und am barocken Parterre. Auch dazu waren viele Besucher erschienen und von der schönen Atmosphäre beeindruckt.
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.... haben wir viele hier bei uns am Klausenerplatz - im und am Kiez.
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und Großstadtpflänzchen
Heute zum vorherigen Beitrag - Denn auch Natur ist Leben, wie hier im Schloßpark:
- Kiezfundstücke, Philosophisches, Schlosspark -
und Großstadtpflänzchen
Im Schloßpark blühts - nicht nur auf dem Lande:
- Kiezfundstücke, Schlosspark -
und Großstadttierchen
Gemeinsames Sonnenbad im Schloßpark:
- Kiezfundstücke, Schlosspark -
Wir hatten hier schon davon berichtet - jetzt wurde Ernst daraus: nach dieser Pressemeldung (Bild.de) soll Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh als Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) die Foto-Agenturen Ostkreuz und Fotofinder inzwischen verklagt haben. Grund: Geld, was sonst - die Stiftung will Geld für Fotos von ihren Schlössern und Parks - bei gewerblicher Nutzung.
Aber auch andere brüten bereits wieder am gleichen Thema und der Deutsche Journalisten-Verband warnt bereits "Panoramafreiheit in Gefahr" und ruft auf "Pro Panoramafreiheit - Für das Recht auf freie Fotografie". Auch zur SPSG hat er berichtet. Unterstützen kann man den Appell auf der Webseite des Journalisten-Verbandes!
In diesem unserem Lande ticken schon seit längerer Zeit etliche nicht mehr ganz richtig, wie es scheint und langsam reicht es. Wohin das ganze dann 1984-gleich führen kann, sieht man hier in einem Video aus England:
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- Gesellschaft, Politik, Schlosspark -