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25. August 2016 - 00:24Bezahlbare Mieten am Kaiserdamm (?)

Wahlversprechen - Lügen - Geschwätz - Wählertäuschung (Teil 2)

 

Wahlplakat der SPD zu den Berliner Wahlen 2016

 

Bezahlbare Mieten verspricht ein SPD-Wahlplakat ganz in der Nähe. Die Realität sieht anders aus.
Erste Presseberichte vom Juli 2014 meldeten noch Planungen für einen Hotelneubau auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle am Kaiserdamm.
Inzwischen sind die Arbeiten fortgeschritten und am Gerüst wird auf das konkrete Bauvorhaben hingewiesen. Auf der Projektseite werden exklusive Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten. Von bezahlbaren Mieten für Menschen mit geringeren und mittleren Einkommen ist jedenfalls nicht die Rede.


Bauvorhaben am Kaiserdamm 

Bauvorhaben am Kaiserdamm

 


Nun ist es ja immerhin noch theoretisch möglich, daß dort für breite Bevölkerungsschichten ein Anteil von 30 Prozent bezahlbarer Mietwohnungen nach Fertigstellung stillschweigend angeboten wird. Glaubt man ihren Wahlversprechen, dann könnten Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und sein Baustadtrat Marc Schulte (beide SPD) den Investor in einem städtebaulichen Vertrag, im Gegensatz zum Geschehen an der Pulsstraße, diesmal dazu verpflichtet haben, daß ein Drittel des Neubaus den Kriterien des sozialen Wohnungsbaus zu entsprechen hat und damit für untere und mittlere Einkommen bezahlbar wird. In anderen Bezirken haben die verantwortlichen und engagierte Lokalpolitiker das schon praktiziert.

Und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und sein Baustadtrat Marc Schulte (beide SPD) würden sich doch sicher nicht vorwerfen lassen, daß sie diese Menschen gar nicht interessieren und daß es sich bei den Wahlplakaten nur um Lügen, Geschwätz und Wählertäuschung handelt.

Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: bisher Fehlanzeige!
Aber sie haben ja noch bis zum Tag der Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 18. September 2016 Zeit, um versteckten Unterstellungen energisch zu widersprechen und ihren rigorosen sozialdemokratischen Einsatz zum Wohle breiter Bevölkerungsschichten im Bezirk unmißverständlich an diesem Beispiel eines Wohnungsneubaus in Charlottenburg den Wählerinnen und Wählern darzulegen. Und keine Antwort ist natürlich auch eine Antwort.

 

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22. August 2016 - 22:44Wohnen in Berlin

Aufruf zur Mieten-Demo



Mieten- und stadtpolitische Initiativen, sowie betroffene Häusergruppen aus ganz Berlin rufen zur Mieten-Demo auf. Sie wollen die Vereinzelung und das Nebeneinander aufheben und in ein Miteinander in Vielzahl und Vielfalt verwandeln. Initiiert wurde das Projekt vom „Berliner Ratschlag“ und danach in die Hände aller interessierten Initiativen gegeben (s. Aufruf der Organisationsgruppe im Anhang). Das Projekt hat inzwischen von mehr und mehr stadtvernetzten Initiativen Ermutigung bis aktive Unterstützung erhalten. Jetzt ist es so weit: zeigen wir den politisch Verantwortlichen jedweder Couleur, daß sie ohne eine klare, mietergerechte Wende in der Wohnungs- und Mietenpolitik nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 18. September 2016 wohl kaum weiterkommen werden.

 

Gemeinsam gegen Verdrängung, Verarmung und den Ausverkauf der Stadt
Raus auf die Straße zur Mieten-Demo!
Samstag, 10. September 2016 um 14:00 Uhr
Platz der Luftbrücke

 

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- Gesellschaft, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

21. August 2016 - 00:24Nachträgliche ersatzweise Würdigung des Klimaschutzmanagements im Ökokiez nach dem zweiten Jahr seines Wirkens

Ein Jahr und etwa 50.000 Euro verschleuderte Steuergelder später

 
 
Was ist denn da bloß los im ÖkoKiez? Am 1. August 2016 war der Klimaschutzmanager bereits sein zweites Jahr im Amt – und das war schon wieder weder dem Bezirksamt noch dem örtlichen "Bürgerverein"eine einzige Zeile wert? Keine winzige Pressemitteilung und auch erneut kein Sterbenswörtchen im Herbstheft des Vereins?

Im ersten Jahr keimte immerhin noch gelegentlich mal ein Aktions-Blümchen hervor. Im zweiten Jahr herrschte schon die blanke Dürre. Möglicherweise ja klimabedingt? Das zarte Pflänzchen „Plastiktüte zu Baum“ ging nach wenigen Wochen ein. Möglicherweise ja wegen mangelnder Pflege aus Desinteresse?

 
Doch eines floss munter weiter, sozusagen wie geschmiert: das Geld aus Steuermittel-Fördertöpfen in einige wenige Taschen. Das haben die bezirklichen "Volksvertreter" hingekriegt, also könnte man sich aus Politiker- und Begünstigten-Zirkeln, gerade weil die Selbstversorgung eines der wenigen erfolgreichen Interessenfelder darstellt, doch nun wirklich zum zweiten Jahrestag überschwenglich selbst huldigen. Da dies jedoch von berufener Seite erneut unterblieb, soll es wenigstens hier er- und ansatzweise geschehen, wenn auch etwas sprachlos.

Pssst: SPD und Grüne von Charlottenburg-Wilmersdorf waren halt anderweitig beschäftigt (1) und außerdem stehen schließlich Wahlen an.

 

Wahlplakate im Klausenerplatz-Kiez



 (1)
Einige der Gründe zur zeitlichen und inhaltlichen Auslastung der Bezirkspolitik, weswegen zahlreiche den Bürgern grundlegend wichtige Bereiche  - wie u.a. Wohnen, Mieten, Bildung, Schulsanierungen, Bürgerämter, Umweltschutz, Grünpflege, Denkmalschutz, usw. - in den letzten 5 Jahren nicht weiter ausreichend verfolgt werden konnten:

* BZ vom 26.07.2016
* Der Tagesspiegel vom 28.07.2016
* Berliner Zeitung vom 26.07.2016

* Kiezer Weblog vom 30. Mai 2015
* Nadia Rouhani, Bezirksverordnete Charlottenburg-Wilmersdorf, vom 21.03.2016
* Kiezer Weblog vom 26.09.2014


- Kiez, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

11. August 2016 - 00:02Straßen und Plätze: russisch-orthodoxe Christi-Auferstehungs-Kathedrale

 


Maria-Schutz-Kirche

Im Bezirk gibt es zwei russisch-orthodoxe Gemeinden, eine in Charlottenburg und eine in Wilmersdorf. Der Mittelpunkt der Charlottenburger Gemeinde, der ältesten in Berlin, ist seit März 2008 die Maria-Schutz-Kirche (Schutz der Gottesmutter) in der Wintersteinstraße 24. Sie ist im traditionellen russischen Stil erbaut und bietet Platz für 400 Gemeindemitglieder. Neben dem Kirchenraum selbst befinden sich hier ein Kulturzentrum mit Gemeindesaal, Büroräumen, einem Raum für Kinder und Jugendliche, einer Bibliothek und einer Küche sowie einer Hostienbäckerei.

Russisch-orthodoxe Kirche „Schutz der Gottesmutter“ in der Wintersteinstraße - im Hintergrund der Turm des Rathauses von Charlottenburg

Kirche „Schutz der Gottesmutter“ in der Wintersteinstraße

 
 
 

Christi-Auferstehungs-Kathedrale

In den gut 30 Jahren zwischen dem Beginn des Ersten und dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde nur eine einzige russisch-orthodoxe Kirche im gesamten Deutschen Reich neu erbaut: die Christi-Auferstehungs-Kathedrale am Hohenzollerndamm in Wilmersdorf. Daß ansonsten keine weiteren Kirchenbauten entstanden, kam daher, daß die vielen Russen, die seit der Oktoberrevolution nach Deutschland kamen – man spricht von über 300.000 in den 1920er Jahren allein nach Berlin –, meist arm waren und daher kein Geld für einen Neubau erübrigen konnten. Daß andererseits trotzdem diese eine Kirche entstand, hat mit der Politik zu tun.

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

02. August 2016 - 00:02Wahlkampfszenen - aus dem realen (Straßen-)Leben

Ohne Worte

 
 

Wahlplakate im Klausenerplatz-Kiez in Charlottenburg

 
 

- Kiezfundstücke, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

30. Juli 2016 - 00:24Wohnen im Kiez

Die MieterWerkStadt-Charlottenburg lädt herzlich zum nächsten Treffen ein.


Mittwoch, 3. August 2016 um 18:30 Uhr
Neue Christstr. 8 (MieterClub)
14059 Berlin-Charlottenburg


Zu Diskussion stehen u.a. die Antworten des Bezirksamts und der in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf (BVV) vertretenen Fraktionen auf die Einwohnerfragen zu den "Aktivitäten im Bezirk zur Vorbereitung der Ausweisung von Milieuschutzgebieten" (BVV-Drucksache 1584/4, Anfrage 14).

Ein weiteres Thema betrifft die Situation in früheren Wohnungen der GSW an der Mollwitzstraße/Pulsstraße. Die GSW war bis 2004 eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft. Dann wurden die Mieter im Jahr 2004 von der Politik verraten und vom Berliner Senat verkauft. Inzwischen sind sie bei einem Firmenkonstrukt gelandet, welches sich "GSW Immobilien AG vertreten durch die Deutsche Wohnen Management GmbH" nennt. Zumindest für Teile des dortigen Bestandes wurden die öffentlichen Mittel vorzeitig (außerplanmäßig) zurückgezahlt, womit die Sozialbindung vor dem eigentlichen Ablauf endete (aus der offiziellen Mitteilung an die Mieter: „Ende der Eigenschalt "öffentlich gefördert" zum 01.06.2016”). Dieses Vorgehen der vorzeitigen Ablösung aus dem Bestand des "Sozialen Wohnungsbaus" wurde durch den jetzigen Senat ermöglicht!
Weitere Ereignisse in der letzten Zeit versetzen die Mieter zusätzlich in Sorge um ihre Zukunft (Siehe auch die Entwicklung zum "Joli Coeur" gleich nebenan).

 

Gebäude an der Mollwitzstraße (früher der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW) / Foto privat


 

In der MieterWerkStadt-Charlottenburg haben sich Mieterinnen und Mieter aus Charlottenburg und auch aus Wilmersdorf zusammengetan weil die Mieten ständig übermäßig steigen, weil es für Menschen mit geringeren oder mittleren Einkommen immer schwieriger wird eine Wohnung zu finden und weil viele bereits akut von Verdrängung bedroht sind.

Die Treffen finden in den Räumen des Mieterclubs statt, die der Mieterbeirat Klausenerplatz freundlicherweise zur Verfügung stellt. Alle Interessierten und weitere Mitstreiter sind immer herzlich willkommen.

Treffen: jeden 1. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr
Mieterclub, Neue Christstr. 8
Kontakt: mieter-werk-stadt@web.de


- Kiez, Menschen im Kiez, Politik - vier Kommentare / Kein Trackback

24. Juli 2016 - 00:02Eine Bilderreise zu den Wurzeln des Tangos

Carlos Hulsch zeigt neue Bilder von Eduardo Blidner

 
Noch bis zum 26. August ist in der Galerie Carlos Hulsch im Ku’dammkarree Kurfürstendamm 206-208 (Eingang Lietzenburger Straße) die Ausstellung des argentinischen Fotografen Eduardo Blidner „tango argentino” zu sehen.

Ungewollt ist diese Ausstellung zum Vermächtnis des Fotografen geworden, denn, bereits während er die Ausstellung und auch das gleichnamige Begleitbuch gemeinsam mit seinem Galeristen Carlos Hulsch vorbereitete, wußte der an den Rollstuhl gefesselte Fotograf, daß er die Vernissage in Berlin nicht mehr erleben würde.

Eduardo Blidners Sujet ist die Tangokultur in Buenos Aires, gleichwohl er auch Ausflüge in Architekturstudien, Landschaftsaufnahmen und die Aktfotografie unternahm. In seiner jüngsten, gewiß aber trotz seines Todes bestimmt nicht letzten Ausstellung, widmet er sich wieder dem Thema seines Lebens. Tänzerische Szenen sind dennoch wenig zu sehen, vielmehr wendet er sich dem Milieu und der Quelle des argentinischen Tangos zu. Bescheiden sagt der Künstler, daß er mit diesen Aufnahmen eine „künstlerische Dokumentation im ursprünglichen Umfeld“ habe schaffen wollen, „eine soziale Dokumentation von Kunst“. Diese Bilder sind wahrlich mehr als eine Dokumentation, denn sie erzählen. Sie erzählen die Geschichte der Menschen, die in einem tristen Milieu mit ihrer Kunst des Tanzens und Musizierens eine eigenständige die Epochen überdauernde Kultur geschaffen haben, die sich über die ganze Welt verbreitet hat. Der Tango hat seine eigene Gestik. Diese Gestik ist in den Bildern Eduardo Blidners das bestimmende Element. Das gilt selbst für die Aufnahmen, die fern des Tanzes zu liegen scheinen. Für die „Dokumentation“ hat Eduardo Blidner keine Mühe und keinen Aufwand gescheut. Selbst die Kleidung seiner Models hat er nach seinen Vorstellungen anfertigen lassen. In der modernen Stadt Buenos Aires hat er diejenigen Orte aufgespürt, wo noch der Atem des ursprünglichen Tangos zu spüren ist. Es sind aktuelle zeitgenössische Aufnahmen, dennoch scheinen sie aus dem Ende des 19. Jahrhunderts zu stammen.

 

Vorbereitungen zur Ausstellung „tango argentino” in der Galerie Carlos Hulsch / Foto © Frank Wecker

Carlos Hulsch bereitet die Ausstellung „tango argentino” vor. Foto: Wecker
 
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22. Juli 2016 - 00:02LOSGEKNIPST!

Fotoausstellung im Jugendclub Schloss 19



Der Jugendclub hatte zu einem Fotokurs für Kinder eingeladen. Sechs Wochen lang trafen sich 11 Kinder im Alter von 9-12 Jahren in Berlin-Charlottenburg, um den Spaß an der Fotografie zu teilen und den Kiez durch die Augen der Kamera neu zu entdecken. Jetzt sind die Ergebnisse im Jugendzentrum in der Schloßstraße 19 zu sehen.

»Wir starteten mit Einwegkameras, um schon bald mit digitalen Spiegelreflexkameras durch die Parks und Straßen rund um die Schlossstraße 19 zu streifen. Für jedes Treffen nahmen wir uns vor, auf bestimmte Aspekte zu achten. Vielleicht findest Du sie hier in der Ausstellung wieder? Wir schärften unseren Blick  für Formen und Linien, für Nähe und Ferne, für Licht und Schatten, sowie Bewegungen und Spiegelungen und überlegten uns von welchem Standpunkt wir die Fotos aufnehmen wollten.

In unserer Ausstellung präsentieren wir Euch nun unsere entstandenen Werke.

Viel Freude beim Betrachten der Bilder und herzlichen Dank an alle, die uns unterstützt haben, insbesondere an das Team des GIERSO-Wohnheims in der Soorstraße.«

Katharina Stöcker ist selbst begeisterte Fotografin und Referentin für Kinderpolitik beim SJD - Die Falken, Landesverband Berlin, in der Schloßstr. 19.


Kinder präsentieren ihre Fotoausstellung im Jugendclub / Foto Jugendclub Schloss 19

 

Schaut Euch die Ausstellung im Jugendlcub an. Die Kids haben tolle Bilder gemacht. Das Projekt soll im Herbst nochmal wiederholt werden und dann kann man wieder dabei sein wenn es heißt: Den Spaß an der Fotografie teilen, unseren Kiez mit der Kamera neu entdecken, Erfahrungen, Tipps und Tricks besprechen, die Bilder in der Gruppe austauschen und anschließend in einer Ausstellung präsentieren. Das Gruppenfoto zeigt ja, wieviel Spaß das gemeinsame Projekt gemacht hat.


Jugendclub Schloss 19

Schloßstraße 19, 14059 Berlin-Charlottenburg

 

- Kinder und Jugendliche, Mein Kiez - Kein Kommentar / Kein Trackback

21. Juli 2016 - 00:02Die friedvollen Gärtner

Geschändeter Park verwächst seine Wunden

 
 
Nicht nur im „heißen Krieg“ werden unwiederbringliche Kulturgüter zerstört, sondern auch im „kalten Krieg“. Davon zeugt bis zum 13. November eine Ausstellung im Schloß Sacrow an der Krampnitzer Straße 33 in 14469 Potsdam.

Zerstört wurden hier etwa 30 Hektar eines Landschaftsparkes, der sich im früheren Grenzgebiet entlang der Havel zwischen Potsdam und Berlin, der Heilandskirche und dem Schloß Sacrow hinzieht. Es ist die zwischen der Havel und dem Sacrower See gelegene Halbinsel, von der aus sich vom Schloß Sacrow eine Landzunge in die Havel erstreckt. Dies ist eine Perle der Natur, die sich mit Sichtachsen auf die von Peter Lenne gestalteten Landschaften jenseits der Havel mit Pfaueninsel und dem Glienicker Park öffnet. An der Rückgewinnung der Sacrower Landschaftsgestaltung hat der frühere Gartenbaudirektor der Stiftung Schlösser und Gärten Prof. Michael Seiler entscheidenden Anteil. Während der Mauerzeit waren Schloß und Park nicht zugänglich. Ihre Schönheit wurden vornehmlich von Hunden und deren Ausbildern genossen, denn in dieser Abgeschiedenheit bildete der Zoll der DDR seine Suchhunde aus. In den unteren Ausstellungsräumen des Schlosses ist ein Kamin erhalten. Darüber hat gewöhnlich ein Bild des Ahnherren des Besitzergeschlechts seinen Ehrenplatz. In Schloß Sacrow prangte dort jedoch nach Auszug des Zolls das Porträt eines Hundes. Der Kamin ist noch erhalten, aber nicht mehr das Ensemble, nur ein Dokumentarfoto zeugt von dieser geschichtsträchtigen Kuriosität. Neben der eindrucksvoll aufbereiteten Darstellung der Wiederherstellung der Landschaft mit wundervollen Aufnahmen des Fotografen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Hans Bach wird den martialischen Grenzanlagen besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

 

Kurator Jens Arndt vor dem Modell der Parklandschaft / Foto © Frank Wecker

Kurator Jens Arndt erläutert das Modell der Parklandschaft. Foto: Wecker

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FW - Gastautoren, Geschichte, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

19. Juli 2016 - 00:02Kinder brauchen Hilfe

Neue Ausstellung im Berliner Büro von SOS-Kinderdörfer

 
 
Auf der ganzen Welt hilft die Organisation „SOS-Kinderdörfer“ Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer leiblichen Familie leben können.

In den Kinderdörfern leben sie in einer Ersatzfamilie. Ihre neuen Mütter und Väter stammen aus der jeweiligen Region. Damit wachsen die Kinder in ihrer vertrauten Kultur und Umgebung auf. SOS-Kinderdorf wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Die Organisatoren sind auf die Güte der Menschen angewiesen. Häufig werden sie von Persönlichkeiten unterstützt, denen ihr Talent eine besondere Stellung im Gemeinwesen ermöglicht hat.

Solch eine Form der Spendenakquise sind die zweimal jährlich im Berliner Büro in der Gierkezeile 38 stattfindenden Ausstellungen von „SOS-Editionen“. International bekannte Künstler stellen der Hilfsorganisation neue originale Kunstwerke zur Verfügung, die zugunsten eines SOS-Kinderdorfes im Herkunftsland des jeweiligen Künstlers verkauft werden. Mit dem Kauf eines Bildes aus der SOS-Edition tragen die Besucher dazu bei, daß die Kinder in den SOS-Kinderdörfern auf der ganzen Welt ein liebevolles Zuhause finden.

Ausstellung der Malerin DelCarmen in der Berliner Niederlassung von „SOS-Kinderdörfer“ in Charlottenburg / Foto © Frank Wecker

Die Malerin DelCarmen. Foto: Wecker

 
 
Wie sehr dieses nötig ist, hat die Künstlerin Zoraida DelCarmen Dreesbach, deren Arbeiten dort gegenwärtig zum Verkauf und zur Besichtigung ausgestellt werden, am eigenen Leib erfahren. Bevor sie Meisterschülerin, eine international gewürdigte Künstlerin und eine in Spitzenrestaurants gefragte Sommeliere wurde, ist ihr selbst das Schicksal, wie es Millionen Straßenkinder teilen, widerfahren. Als sie fünf Jahre alt war, starb die Mutter. Der Vater war Alkoholiker. Ihn sah sie über Wochen nicht. Sie lebte fortan auf der Straße und hatte noch die Verantwortung für ihren jüngeren Bruder Marcus. Das Jugendamt griff die Geschwister auf und brachte sie in einer Pflegefamilie unter. Damit begann für die Geschwister ein fünf Jahre währendes Martyrium. Die Pflegefamilie war nur an den Sozialleistungen interessiert. Täglich gab es Schläge. Nachts wurde DelCarmen vom Pflegevater mißbraucht. Bis heute trägt ihr Körper Spuren aus dieser Zeit. Die schweren Verletzungen blieben beim Sportunterricht nicht unbemerkt, und dank des Engagements einer Lehrerin kam sie mit ihrem Bruder in das neueröffnete Kinderdorf in Panama City. Das war ein Glück größer als ein Lottotreffer, denn es sind weltweit 65 Millionen Kinder die solche Hilfe, brauchen. Erstmals spielte sie mit anderen Kindern, aß am Tisch und nicht am Boden, schlief nachts in einem Bett und erfuhr, daß es ein Weihnachtsfest gibt. Statt Schläge erhielt sie liebevolle Zuwendung. Diesem Dorf, das ihr gewissermaßen ein neues Leben schenkte, soll den kompletten Erlös der aus ihrer Ausstellung verkauften Bilder bekommen.

 

Botschafter Dr. Guido Spadafora beglückwünscht die Malerin DelCarmen bei der Ausstellungseröffnung / Foto © Frank Wecker

Botschafter Dr. Guido Spadafora beglückwünscht DelCarmen zur Ausstellung.
Foto: Wecker

 
Mit Stolz blicke ich auf die Bilder von DelCarmen“, sagte der Botschafter Panamas Dr. Guido Spadafora zur Eröffnung der Ausstellung. „Mit ihrer lebhaften Farb- und Formenvielfalt spiegeln ihre Werke das panamaische Lebensgefühl wieder“. Das trifft den Kern, denn ganz unterschiedlich sind ihre Techniken und Sujets: Es sind innige Kinderporträts mit großen sprechenden Augen, junge Frauen, die ihre Schönheit zu Markte tragen müssen, Anklagen gegen staatliche Repression und Gewalt gegen Kinder, abstrakte Arbeiten und den Versuch, den exzellenten Geschmack schwerer Rotweine in Farbe und Linien darzustellen.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 10-16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

FW 

Ein Kinderporträt der Malerin DelCarmen in der Charlottenburger Ausstellung der Hilfsorganisation „SOS-Kinderdörfer“ / Foto © Frank Wecker

Die Kinderporträts ziehen den Betrachter in den Bann.
Foto: Wecker
 

FW - Gastautoren, Gesellschaft, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

18. Juli 2016 - 00:28Veranstaltungstipps

 
 
Das Keramik-Museum Berlin lädt herzlich zur Eröffnung der Sonderausstellung "Margret Weise zum 75. Geburtstag - eine kleine Retrospektive" in Anwesenheit der Künstlerin ein.

»Margret Weise: 1941 geboren in Naumburg, 1959 Abitur, 1961 Töpfergesellin Bürgel / Thür., 1963-65 Lehrerin für theoretische und praktische Berufsausbildung im Töpferhandwerk, 1965 Meisterin im Töpferhandwerk, 1967 Werkstatt in Bad Kösen, 1972 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler (VBK), seit 1978 Werkstatt in den Naumbuger Weinbergen und bis heute dort freischaffend tätig.«

 
"Margret Weise zum 75. Geburtstag - eine kleine Retrospektive" - Ausstellung im Keramik-Museum Berlin / Foto © KMB 

Ausstellungseröffnung: Freitag, 22. Juli 2016 um 19:00 Uhr (Ausstellung bis 22. August 2016)

Keramik-Museum Berlin (KMB)
Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg 

Öffnungszeiten:
Fr - Mo von 13:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro
Jeder letzte Montag im Monat: Eintritt frei

 

 
 
 

Die Ausstellung der NationalgalerieMit anderen Augen – Surreale Welten“ wurde verlängert und ist noch bis zum 18. September 2016 in der Sammlung Scharf-Gerstenberg zu sehen.

»Durch die sanierungsbedingte Schließung der Neuen Nationalgalerie ergibt sich die einmalige Gelegenheit, den erweiterten Surrealismus-Begriff der Sammlung Scharf-Gerstenberg auch auf Werke aus dem Bestand der Nationalgalerie auszudehnen. Zugleich bietet sich die Möglichkeit, mit den rund 30 neu hinzugekommenen Werken aus der Nationalgalerie auch die Werke der Sammlung Scharf-Gerstenberg mit anderen Augen zu betrachten: Statt des bisherigen chronologischen Ausstellungsparcours stehen diesmal thematische Kriterien im Vordergrund.«

Sammlung Scharf-Gerstenberg in Charlottenburg

Sammlung Scharf-Gerstenberg
Schloßstraße 70, 14059 Berlin-Charlottenburg

Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di, Mi, Do, Fr.Sa, So. von 10:00 bis 18:00 Uhr

 

 
 


Weitere KurzInfos zu Veranstaltungen und Themen rund um den Klausenerplatz-Kiez immer auch bei Twitter (ohne Anmeldung einsehbar!), bei Facebook in der offenen Kiez-Gruppe und unter Kiez-Web-Team Klausenerplatz (ohne Anmeldung einsehbar!).

Weitere Termine auch stets im StadtteilKalender für Charlottenburg-Wilmersdorf des Nachbarschaftshauses am Lietzensee.


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18. Juli 2016 - 00:24Echte Täuschung oder echter Lernprozess?


Die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf gibt sich grün. Mit 32 „Ja“, ohne Gegenstimme und bei 16 Enthaltungen stimmten die 48 anwesenden Verordneten dafür, sich dem Ziel des Bürgerbegehrens für Grünflächenerhalt anzuschließen. Auf den ersten Blick ein Erfolg für Bürger und bezirkliches Grün. Aber ist es das wirklich?

Weit über 18.000 Einwohner hatten in wenigen Wochen dafür unterschrieben, dass die Grünflächen im Bezirk, einschließlich der Kleingärten, dauerhaft zu sichern seien. Dass Grünflächen wie Parks, Kleingärten, gewidmete Grünanlagen und durch die Öffentlichkeit nutzbare Grünflächen von jeder Bebauung auszunehmen und für kommende Generationen dauerhaft zu bewahren sind.

Die BVV hatte jetzt die Möglichkeit, sich dieser Forderung anzuschließen, und machte das. Anderenfalls wäre es zum Bürgerentscheid gekommen – vermutlich zeitgleich mit der Berlin-Wahl am 18. September. Warum überwiegt jetzt aber Skepsis statt Freude über diesen BVV-Beschluss?

Natürlich wegen der schmerzhaft gesammelten Erfahrungen mit dieser BVV und diesem Bezirksamt um die Bebauung der Kleingartenkolonie Oeynhausen. Wo die SPD stramm auf Linie ihres Baustadtrates ausschließlich investorenfreundlich stimmte. Und die Grünen es für wichtiger hielten, was der Zählgemeinschaftspartner SPD vorgab, anstatt auf ihre eigenen Versprechungen und die Forderungen der eigenen Basis zu hören oder auf Einwohner-Wünsche.

Verständlich, wenn diese Damen und Herren sich nicht erneut auf einen Bürgerentscheid im Wahlkampf einlassen wollen. Schließlich hatten im Mai 2014 fast 85.000 Einwohner parallel zur Europa-Wahl für den Erhalt der Grünfläche Oeynhausen votiert. Also jetzt wohl eher ein Abstimmungsergebnis aus taktischen Gründen, um „störenden“ Einwohnern das Instrument eines Bürgerentscheides zu nehmen.

Kann nicht aber doch ein Umdenken, ein Lernprozess stattgefunden haben?

Warum dann jetzt so viele Enthaltungen? Exakt ein Drittel der Verordneten hatte Donnerstag scheinbar keine Meinung zum Grünerhalt. Ganz schön viel.

Und warum saß Staatssekretär Christian Gaebler als Zuhörer im Saal, die rechte Hand von Bau- und Beton-Senator Geisel?

Zusätzlich aufhorchen ließ auch das Verhalten der SPD-Fraktion. Denn die hatte zunächst einen eigenen Antrag eingebracht, der allerdings nur 15 Zustimmungen erhielt und durchfiel. Darin wurden Ausnahmen aufgezählt, für die nach dem Willen der Genossen Grünflächen weiterhin geopfert werden können: Kitas, Schulen und Sportanlagen sowie die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes.

Bezahlbarer Wohnraum? Was ist das für eine Formulierung? Jeder Wohnraum ist bezahlbar, auch beispielsweise 10.000 Euro monatlich für eine Mietwohnung – halt nur nicht von jedem. Und schon wird deutlich, was die SPD mit Grünflächen im Bezirk vorhat. Eben wie gehabt: Wozu brauchen wir sie, wenn Investoren bauen wollen?

Bei aller Freude über diesen BVV-Beschluss - unser Misstrauen wird durch ihn eher geschärft sein müssen.

Armin Holst

Eine Grünfläche hält, was sie verspricht! / Foto Armin Holst

 

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17. Juli 2016 - 00:02Venezianisches Glas im Bröhan-Museum

Zerbrechliche Kunst von der Renaissance bis zur Moderne

 
 
Bis zum 23. Oktober zeigt das Bröhan-Museum seine erste Sonderschau von Muranoglas: „Colori di Murano. Moderne Glaskunst aus Italien“.

 

Kuratorin Dr. Anna Grosskopf präsentiert die Sonderschau von Muranoglas im  Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Kuratorin Dr. Anna Grosskopf ist stolz, diese Ausstellung präsentieren zu können. Foto: Wecker



Die Ausstellung wurde erst durch die Leihgabe eines Berliner Sammlers möglich, denn im Sammlungsbestand des Museums finden sich nur wenige Einzelstücke dieser Provenienz. Das mag daran liegen, daß der Jugendstil, dem das Museum sein Hauptaugenmerk widmet, die abgeschiedene Venedig vorgelagerte Insel erst erreichte, als diese Stilepoche in den europäischen Metropolen längst vom Art Deco und der neuen Sachlichkeit abgelöst worden war. In die Abgeschiedenheit gelangte die venezianische Glasherstellung aus zwei Gründen: Einmal um Venedig vor Feuersbrünsten, die die Brennöfen verursachen können, zu schützen und zum anderen, um die Geheimnisse der venezianischen Glaskunst vor den Konkurrenten zu verbergen. Auf Murano wurden spezielle Techniken wie Murrine und Tessere entwickelt beziehungsweise zur Perfektion gebracht. In den Manufakturen entstanden beeindruckende farbige Spiral- und Netzmuster, die in aller Welt Bewunderung hervorriefen. Obwohl einzelne venezianische Hersteller abgeworben wurden, wurde diese Vormachtstellung wurde erst im 18. Jahrhundert in Schlesien und Böhmen dank neuerer Techniken gebrochen. In den 20er und 60er des 20. Jahrhunderts konnte auf Murano der alte Ruf wiederbelebt werden. In den 20er Jahren, als die Insel mit modernen schnörkellos eleganten Formen von sich Reden machte, und in den 60er Jahren, als die Moderne mit Künstlern wie Cocteau und Picasso die Insel eroberte.

 

Sonderschau von Muranoglas im Bröhan-Museum / Foto © Frank Wecker

Die größeren Exponate werden in der unteren Etage in Szene gesetzt. Foto: Wecker

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15. Juli 2016 - 23:23Berliner Opfer der Todesfahrt in Nizza

Trauer im Klausenerplatz-Kiez in Charlottenburg

 
Unter den Opfern von Nizza sind nach Presseberichten auch zwei Schüler/innen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Schule in Charlottenburg. Das meldet der Tagesspiegel mit einem Update vom 15. Juli 2016: „Die Gemeinschaftsschule, deren Schüler derzeit an einem ausgelagerten Standort in der Nehringstraße in Charlottenburg unterrichtet werden, wurde am Freitagmittag geschlossen.“

 

Schulgelände in der Nehringstraße im Klausenerplatz-Kiez in Berlin-Charlottenburg

 
Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf trauern um die drei Berliner Opfer der gestrigen Todesfahrt in Nizza. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann teilt im Namen des Bezirksamtes und der Vorsteherin der BVV mit:
„Wir sind zutiefst bestürzt über den Tod zweier Schüler*innen und einer Lehrerin des ersten Abitur-Jahrgangs der Paula-Fürst-Schule und trauern mit den Eltern, der gesamten Schule, Angehörigen und Freunden der Opfer. Wir stehen mit Ihnen Seite an Seite und sichern entsprechende Unterstützung zu. Als ein Zeichen der tiefen Trauer wurden die Dienstgebäude des Bezirksamtes auf Halbmast geflaggt.“

 
Vor dem Schulhof in der Nehringstraße haben Anwohner, Nachbarn, Angehörige und Freunde Kerzen aufgestellt und Blumen zum Gedenken niedergelegt.

 

Gedenken an die Berliner Opfer der Todesfahrt von Nizza

 

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14. Juli 2016 - 21:56Hauseigentümer vertreibt Integrationsverein

Rechte des Bezirks werden übergangen

 
 
Am 20. Juli um 11.30 Uhr wird die Räumungsklage gegen den ältesten Berliner Integrationsverein verhandelt. Es handelt sich um das in Schöneberg ansässige Integrationszentrum „Harmonie“, dem ohne jede Einschränkung eine wertvolle Integrationsarbeit bescheinigt wird. Unter dem Beifall der Parlamentarier aller Fraktionen stellte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) fest: „Bei dem Integrationszentrum Harmonie e.V. handelt es sich um einen geschätzten Partner des Bezirksamtes, der einen wertvollen Beitrag in der Integrationsarbeit leistet. Harmonie e.V. ist im Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen vertreten und hat seine Integrationshilfen dadurch erfolgreich weiterentwickeln können.“

Jetzt ist die Existenz des Vereins gefährdet, weil die Hausverwaltung des vom Bund in Privathand verkauften Hauses dem Verein ohne Angabe von Gründen die Räume gekündigt hat. Der Verein hat weder Mietschulden, noch liegen irgendwelche Beschwerden vor. Der Besitzer hat auch nicht kundgetan, daß irgendwelche profitableren Pläne für das Gebäude vorlägen. Sein unternehmerisches Handeln bietet auch keine Anhaltspunkte für eine integrationsfeindliche Haltung. Die Kündigung ist unverständlich, wie es auch unverständlich ist, daß er bislang alle Gesprächsangebote selbst mit dem Bezirksamt ausgeschlagen hat. Er besteht einfach nur auf dem Recht, gewerblich genutzte Räume grundlos kündigen zu dürfen.

Integrationszentrum „Harmonie“ von Räumung bedroht - Runde aus Vereinsvorstand, Rechtsanwalt und Quartiersmanagement beraten / Foto © Frank Wecker

Händeringend sucht die Vereinsvorsitzende Larissa Neu Unterstützung bei Rechtsanwalt
Hans-Eberhard Schultz und Matthias Bauer vom Quartiersmanagement.

 

Integrationslotsen im Schöneberger Verein „Harmonie“ / Foto © Frank Wecker

Die erste Generation der Integrationslotsen, Chabo Said, Elena Tischer und Turkan Endersan, hat Aufbauarbeit geleistet. Inzwischen werden über 1000 Flüchtlinge von Harmonie betreut.
Fotos: Wecker

 
Da dies für den allein auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesenen Verein das Ende seiner Arbeit bedeutet, hat das Quartiersmanagement „Schöneberger Norden“ eine Petition ins Leben gerufen, die innerhalb weniger Tage mehr als 1100 Unterzeichner fand.

Dieser Vorgang hat noch einen weiteren Aspekt, der über die nachbarschaftliche Solidarität hinausweist. Die Integrationsarbeit von „Harmonie“ ist erst dadurch gefährdet worden, daß die bundeseigene Immobilienverwertungsgesellschaft „BIMA“ dieses und weitere Häuser im Kiez an einen Privatunternehmer verkauft hat. Nun fürchten viele Anwohner, wenn der Eigentümer erstmal über den Integrationsverein gesiegt hat, wird es auch ihnen nach dem Muster der Wohnraumsanierung und Umwandlung in Eigentumswohnungen über kurz oder lang an die Existenz gehen. Vorsorglich und nicht allein wegen „Harmonie“ hat der Bezirk von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht, was aber weder die BIMA noch den Eigentümer zu stören scheint. Darauf hat die Bezirksverordnetenversammlung mit einer dringlichen Willensbekundung in ungewöhnlicher Schärfe einstimmig reagiert: „Insofern wird die … ausgesprochene Kündigung des Mietverhältnisses zum 29.02.2016 vom Bezirksamt bedauert und ausdrücklich kritisiert. Mitten in einem Verfahren zur Klärung der Eigentumsfrage auf die Grundstücke einseitig Fakten zu Lasten des Trägers Harmonie e.V. zu schaffen, wird vom Bezirksamt auf schärfste missbilligt.“ Vor allem darum wird es am 20. Juli gehen: Darf sich ein Eigentümer unterstützt von der Bundesregierung derart brachial über die Interessen der Gemeinschaft hinweg setzen; Fakten schaffen ehe der Bezirk seine Rechte überhaupt erst geltend machen kann. Ein solches Vorgehen kann Schule machen. Deshalb ist es ratsam, sich der Petition anzuschließen, wenn auch der Schöneberger Norden ein weit entferntes Gebiet sein sollte.

Hier geht es zur Petition:
http://schoeneberger-norden.de/Harmonie-Onlinepetition-des-QR.4569.0.html.


FW

 

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