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12. Februar 2016 - 20:52Kiez-Web-Team verteidigt Demokratie

Initiativen wollen Volksgesetz

 
71 Initiativen haben im ersten Anlauf den Aufruf „Hände weg vom Volksentscheid“ unterzeichnet, darunter auch das Kiez-Web-Team Klausenerplatz.

Der Aufruf wurde von einigen Berliner Initiativen darunter dem Berliner Wassertisch, der den ersten Berliner Volksentscheid zum Erfolg geführt hat, „Berliner Mieten Volksentscheid“, dem Berliner Energietisch und „100% Tempelhofer Feld“ entworfen und in Umlauf gebracht. Am 11. Februar luden diese Initiativen erneut zu einer Pressekonferenz, weil mit einer Gesetzesinitiative des Senats die direkte demokratische Einflußnahme zu Fall gebracht oder zumindest künftig arg behindert werden sollte. Ein Alarmzeichen setzt die Entscheidung über die Bebauung des Tempelhofer Feldes. Per Volksentscheid hatten 740 000 Berliner durchgesetzt, daß das Tempelhofer Feld nicht bebaut werden darf. Mit der Arroganz der Macht hat das Abgeordnetenhaus beschlossen, daß dieser von den Bürgern zum Gesetz erhobene Wille nicht mehr gilt.

Pressekonferenz der Initiativen „Hände weg vom Volksentscheid“ am 11.02.2016 / Foto © Frank Wecker

Pressekonferenz der Initiativen „Hände weg vom Volksentscheid“:
Rouzbeh Taheri von Mietenvolksentscheid e. V., Dr. Michael Efler vom Berliner Energietisch
und Dorothea Härlin vom Berliner Wassertisch.
Foto: Wecker

 
Am Montag, 15. Februar, verhandelt nun der Innenausschuß des Abgeordnetenhauses einen Gesetzentwurf, der die direkte Demokratie erschweren soll, um solche offensichtlichen Rechtsbrüche künftig zu vermeiden. Beim Quorum soll die Höhe der ungültigen Einträge dadurch gesteigert werden, daß die formellen Anforderungen an die Bürger bei ihrer Zeichnung in den Listen erhöht werden. Schließlich will sich das Abgeordnetenhaus künftig seine Kampagnen gegen die Volksentscheide in unbegrenzter Höhe aus Steuermitteln finanzieren lassen. Viele törichte formelle Anforderungen an die Listeneinträge wurden nach den ersten Protesten im neuen Gesetzesentwurf bereits zurückgenommen. Nunmehr richtet sich der Widerstand der Initiativen gegen die Finanzierung der Senatskampagnen, für die bisher ein unbegrenzter Finanzierungstopf vorgesehen ist.

 

Vertreter der Initiativen „Hände weg vom Volksentscheid“ auf der Pressekonferenz am 11.02.2016 / Foto © Frank Wecker

Mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgen die Vertreter der Initiativen die Pressekonferenz.
Foto: Wecker

 
Um sich gegen solche Attacken zu wehren, erwägen die Initiatoren, einen Volksentscheid für ein demokratischeres Volksgesetz herbeizuführen. Angelpunkt ist, daß die Abgeordneten derzeit mit einer einfachen Parlamentsmehrheit den Volkswillen kippen können, obwohl sie teilweise weit weniger Bürger repräsentieren, als die Initiativen für die Bürgeranliegen mobilisieren können. Oftmals sind es die gleichen Bürger, die den Repräsentanten der Parteien zur Wahl ihr Vertrauen geschenkt haben, aber dann hinterher aus „Sachzwängen“ von ihnen verraten und verkauft werden.


Frank Wecker

 

FW - Gastautoren, Gesellschaft - Kein Kommentar / Kein Trackback

09. Februar 2016 - 00:24Wasser für Alle

Trinkbrunnen auf der Schloßstraße



Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) stellen weitere Trinkbrunnen frei zugänglich in der ganzen Stadt auf. Einer davon steht auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße gegenüber dem Schloß Charlottenburg. Noch sprudelt das Wasser nicht. Die Trinkbrunnnen werden in den wärmeren Jahreszeiten (Mai bis Oktober) betrieben.

Mehr als 20 öffentliche Trinkbrunnen in drei Typen - silbern aus Aluminium, blau aus Gusseisen, rustikal aus Holz - stehen inzwischen in Berlin. Unser Trinkbrunnen ist ein Modell aus Gusseisen, wie er auch auf dem Fehrbelliner Platz steht. Auf den Säulen sind Reliefdarstellungen zu sehen, welche in 5 Abschnitten den Weg des Grundwassers zu Trinkwasser zeigen - vom Wasserkreislauf der Natur, den Wasser führenden Erdschichten (Grundwasser) über die Aufbereitung im Wasserwerk bis zum Rohrleitungsnetz.

Trinkbrunnen Schloßstraße / Spandauer Damm

Trinkbrunnen auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße

Trinkbrunnen vor dem Schloß Charlottenburg

 

Trinkbrunnen im Kiez am Klausenerplatz (Schloßstraße)

Trinkbrunnen im Kiez am Klausenerplatz (Schloßstraße)

 



Berliner Wasser gehört den Berlinern
".....
Wasser ist ein ererbtes Gut, das geschützt und verteidigt werden muß - so sieht es die EU-Kommission, und die UNO hat festgelegt, daß der Zugang zu sauberem Wasser ein grundlegendes Menschenrecht ist.

Dem steht entgegen, daß Wasser auch als Ware gehandelt wird. Die Existenzgrundlage allen Lebens wird so zu einem Instrument, Profit zu erzielen. Die Berliner hatten sich mit einem Volksentscheid dieser Entwicklung entgegengestellt und die Rücknahme der Privatisierung der Wasserversorgung erzwungen.
...."

* Das Wasser gehört allen

* Das Wasser gehört allen (2)


- Gesellschaft, Kiezfundstücke - Kein Kommentar / Kein Trackback

05. Februar 2016 - 00:24Schloßpark Charlottenburg im Winter 2015/2016

Zeiten und Zustände ergeben ein anderes Bild vom gleichen Ort



 

Schloßpark Charlottenburg im Winter 2015/2016

 

Schloßpark Charlottenburg im Winter 2015/2016

 

 

- Philosophisches, Schlosspark, ZeitZeichen - Kein Kommentar / Kein Trackback

05. Februar 2016 - 00:02Zwangsarbeiter in der Wilhelmsaue: Wird das Bezirksamt (SPD, CDU) Verantwortung übernehmen?

Vorbereitung auf die Sitzung der Gedenktafelkommission am 16. Februar um 16 Uhr im Rathaus Charlottenburg

 
 
Bekanntlich hat die Erinnerung an die Zwangsarbeiter im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf – genauer: die Erinnerung an die Zwangsarbeiter des Bezirksamtes Wilmersdorf – seit Februar letzten Jahres fünf Drehs erhalten, mit dem Ergebnis, daß sie im Oktober wieder beim Bezirksamt ankam. Dort verharrte sie anschließend weitere vier Monate – und jetzt, ein ganzes Jahr nach dem ersten Dreh, wird sie am 16. Februar in der Gedenktafelkommission (GTK) wieder auf der Tagesordnung sein.  

 

Wie wird es ihr diesmal ergehen?

Jedenfalls haben alle damit befaßten bezirklichen Behörden und Gremien – der Bezirksbürgermeister, das Kulturamt und die GTK – bisher vor der Öffentlichkeit mit ihren Plänen und Absichten hinterm Berg gehalten: der Bürgermeister (SPD), indem er noch nicht die Einwohnerfrage 4 beantwortet hat; die Leiterin des Kulturamts erwidert nichts auf die Frage nach Ergebnissen einer von ihr veranlaßten Recherche; und die Vorsitzende der GTK (CDU) bestätigt nicht einmal Termin und Tagesordnung für den Februar. Wir wissen daher nicht, ob das Bezirksamt nun bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und selbst für ein Gedenken an die von seinen Vorgängern ausgebeuteten Zwangsarbeiter zu sorgen.

Immerhin hat Bürgermeister Naumann wissen lassen (Email vom 16.11.2015 an den Verf.),

daß es „notwendig“ und sogar „überfällig“ sei, daß dieser Bezirk die Zwangsarbeiterlager „zum Gegenstand seiner Gedenkarbeit“ mache.

Und am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, sagte Bundestagspräsident Lammert (CDU) in der offiziellen Feierstunde:

„Meine Damen und Herren, wir gedenken heute der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. […] Wir gedenken der Kriegsgefangenen und Deserteure, der ungezählten zivilen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in ganz Europa und wir gedenken in diesem Jahr insbesondere auch der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.“


Das sind erst einmal nur Worte, denen bisher hier im Bezirk ein ganzes Jahr Tatenlosigkeit gegenübersteht. Aber vielleicht hat ja jemand im Bezirksamt vor ein paar Tagen den Bericht über Paulina Bozyk gelesen, die als eine von 80 jungen Polen an der Feierstunde im Bundestag teilnahm und deren Urgroßvater zu den in Groß-Berlin ausgebeuteten Zwangsarbeitern gehörte – erschienen unter dem Titel „Zwangsarbeit in der NS-Zeit: Die Schatten der Geschichte“. Sie sagte:

„Ohne Orte, an denen die Geschichte sichtbar wird, geht die Erinnerung verloren.“
 
[weiterlesen]

MichaelR - Gastautoren, Geschichte - Kein Kommentar / Kein Trackback

02. Februar 2016 - 00:24Neue Ausstellungen im Keramik-Museum Berlin

 


Alles neu? Keramik in Deutschland 1918 – 1933

Die große Sonderausstellung „Berlin und Brandenburg. Keramik der 20er und 30er Jahre“, vom KMB initiiert und gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum 1992 im Berliner Zeughaus durchgeführt, stellte die Keramikproduktion der Kulturmetropole Berlin und der Mark Brandenburg in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen grundlegend dar.

Nach der 2012 im KMB präsentierten Ausstellung „Form – Funktion – Ideologie“, in der die keramischen Entwicklungen und Strömungen zur Zeit der NS-Diktatur aufgezeigt wurden und sich das Museum 2013 der „Deutschen Keramik um 1900“ widmete, werden nun Einblicke in das keramische Schaffen während der Zeit der Weimarer Republik möglich.

Geprägt wird diese Zeit von drei Abschnitten: die Nachkriegszeit mit der Inflation, die 1923 ihren Höhepunkt und ihr Ende erreichte, den so genannten Goldenen Zwanziger Jahren, die anschließend auch der deutschen Kunst und Kultur eine Blütezeit bescherten und schließlich der Weltwirtschaftskrise, die ihren Anfang mit dem New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 nahm und in den Folgejahren viele Insolvenzen und Betriebsschließungen auch im keramischen Sektor nach sich zog.

Rüppurr-Fayencefabrik, Teeservice mit Uranglasur, Karlsruhe-Neureuth, 2. H. 1920er Jahre / Foto © KMB
In der neuen Ausstellung sind sowohl bedeutsame Künstler vertreten als auch eine Auswahl richtungsweisender Werkstätten, die das keramische Schaffen in der Zeit der Weimarer Republik repräsentieren. Die Ideen des Bauhauses und des Werkbundes standen in jenen Jahren einer Entwicklung der individuellen Studiokeramik gegenüber. Mit den gezeigten Keramiken - Unikate und Serienstücke - werden eindrucksvoll sowohl die Suche nach der idealen Form als auch das Finden einer eigenen, persönlichen Gestaltung sichtbar. Die rund 120 Exponate stammen zum überwiegenden Teil aus der museumseigenen Sammlung und sind durch private Leihgaben ergänzt.
Die Ausstellung wird vom 5. Februar bis zum 15. August 2016 gezeigt.

 


Walter A. Heufelder zum 90. Geburtstag

75 Jahre keramisch tätig, seit 55 Jahren Töpfermeister - und noch immer nicht arbeitsmüde.
Walter A. Heufelder ist ohne Zweifel ein Ausnahmekeramiker und -künstler. Nicht nur auf dem Gebiet der Gefäßkeramik, sondern auch im bildhauerischen Bereich zeigt er seine Qualitäten. Während seiner 34 Jahre Lehrtätigkeit an verschiedenen Unterrichtsanstalten prägte er zahlreiche junge Menschen, die das Töpferhandwerk erlernten, indem er die unterschiedlichsten Ansätze vermittelte, ohne sie ihnen aufzuzwingen. Als Praktiker besticht Heufelder dadurch, dass er nahezu alle Arbeitstechniken und den Umgang mit verschiedenen keramischen Materialien in hoher Qualität beherrscht, wobei er sich nie auf eine einmal erarbeitete Linie festlegt.

Lange bleibt er der auf der Töpferscheibe gedrehten Gefäßkeramik verbunden, zuletzt 1989 in einer Sonderausstellung in Berlin gezeigt. In den vergangenen 10 Jahren liegt ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit bei eindrucksstarken plastischen Arbeiten in Form von „Stelen“ und „Rollen“, die er mit Schriftzeichen verschiedener alter Kulturen versieht. In der Kabinettausstellung des KMB werden Gefäße von den 1960er bis 1990er Jahren und Objekte der letzten Dekade präsentiert.

„Schriftrolle“ mit Passepa-Schriftzeichen, Steinzeug, L 32cm, Ø 15 cm, Obergangkofen 2013 / Foto © KMB 

Walter A. Heufelder wurde 1926 in Höhr (-Grenzhausen) geboren. Einige der zahlreichen Stationen seines Wirkens waren:
Lehrer am Institut für Werkpädagogik in Köln; 1967-75 Lehrbereichsleiter Bildhauerei-Keramik an den Kölner Werkschulen; 1975-88 Direktor der Staatlichen Berufsschule, Berufsfachschule und Fachschule für Keramik Landshut; 1983 Gründungsmitglied der Deutschen Keramiker „Gruppe 83“.

Seit 1961 wurden zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen seiner Werke in Deutschland, mehreren europäischen Ländern sowie Afrika, Asien und Kanada gezeigt. 1965 erhielt er den Staatspreis für das Kunsthandwerk Nordrhein-Westfalen; 1976 wurde er als Mitglied in der Académie Internationale de la Céramique Genf aufgenommen; 1985 ehrte man ihn mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1995 mit dem Kulturpreis Ostbayern. Der Künstler lebt und arbeitet in Kumhausen-Obergangkofen bei Landshut.
Die Ausstellung wird vom 5. Februar bis zum 28. März 2016 gezeigt.

 

Eröffnung beider Ausstellungen:
Freitag, 4. Februar 2016 um 19:00 Uhr
Es spricht Frau Dr. Mayako Forchert, Kunsthistorikerin.
Walter A. Heufelder ist anwesend.
Keramik-Museum Berlin (Foto © KMB)
 

Keramik-Museum Berlin (KMB)
Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg 

Öffnungszeiten:
Fr - Mo von 13:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro

 

   

  

 

- Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

01. Februar 2016 - 13:30Anmerkungen zur Zwangsarbeit in Charlottenburg - Wilmersdorf

„[…] Müde sinkt mein Kopf auf den Tisch. Und da kriecht ein Bild heran. Da sehe ich dich, armer, zerlumpter kleiner Junge aus dem weiten Rußland, wie du durch die Straßen Charlottenburgs ziehst. Mit dir ein Zug Frauen und Mädchen. Du und die Frauen in Reih und Glied, auf der Straße ohne Schuhe oder sonst eine Bekleidung an den Füßen. Auf dem Bürgersteig durftet ihr nicht gehen. Vielleicht war auch deine Mutter gar nicht dabei, vielleicht hattest du deine verloren, zwischen diesen Frauen und Mädchen auf der Straße, ohne Schuhe und Strümpfe, an diesem kalten Novembertag in Charlottenburg. Du kleiner Junge, in Lumpen gehüllt, hattest Hunger, deine Augen suchten in der Gosse nach irgend etwas zum Essen. Die Frauen aber, die nicht auf der Straße gingen, die auf dem Bürgersteig gehen durften, die Frauen Charlottenburgs, die Mütter Charlottenburgs, nahmen keine Notiz von dir, kleiner Junge, oder von den Frauen und Mädchen, unter denen vielleicht mit wehem Herzen deine Mutter war. Du wurdest am frühen morgen mit zur Fabrik getrieben, du kamst abends spät wieder heim ins Massenquartier. Du hattest keine Spielkameraden, du hattest Hunger; die Wassersuppen machten dich nicht satt. …
Erschreckt hebe ich den Kopf. Wann war das? 1943? 1944? Wo war das?“

schrieb ein Mitarbeiter der Abteilung für Sozialwesen des Magistrats am 16. Juni 1945, rückblickend auf Erlebtes.1 Es ist eines der ersten bekannten Zeugnisse, welches von Zwangsarbeit in Charlottenburg berichtet.

Gehörte dieser Junge zu den jüngeren oder älteren Kindern, die unter Verletzung von Arbeitsschutzbestimmungen auch zu Arbeiten in Fabriken und in Lagern herangezogen wurden? Wir wissen es nicht, so wie wir die Schicksale jener Menschen, welche in unserem heutigen Stadtbezirk zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, leider nicht kennen.

Wir wissen nach jetzt erfolgter Sichtung eines kleinen Teils der Unterlagen im Landesarchiv Berlin dass mindestens 90 Lager in Charlottenburg und mindestens 14 Lager in Wilmersdorf bestanden. Aber dies sind zumeist Bestandsaufnahmen per Stichtag. In Einzelnachweisen lesen wir: „Lager für 100 Russinnen durch Umbau“ oder „Gemeinschaftslager für 1500 Mann mit 11 Mannschaftsbaracken [...]“ 2 Gesamtnachweise wurden bis heute nicht erstellt, sind wohl auch mittlerweile nicht mehr vollständig erfassbar. Anzumerken bleibt, dass die Forschung seit damals weitergeführt wurde, allgemein und objektbezogen, und zur Zeit schon 3000 Lager in Berlin nachweisbar sind. Es ist daher auch durchaus möglich und wahrscheinlich, dass die Anzahl der Fremd- und Arbeitslager in Charlottenburg und Wilmersdorf weit höher liegt, als wir bisher wissen. Doch Splitter können noch weiter zusammengetragen werden.
Es gab große Lager, so am Areal der Straße 87, dem eigentlichen Vorzeigebaugebiet der Nazis, welche hier 1939 mit der Errichtung der Siedlung Charlottenburg Nord, mit einer großen Halle der Volksgemeinschaft, einem 20geschossigen Hochhaus der Partei und Aufmarschplatz (800 x 120 m) begannen. 3 Von 5000 geplanten Lagerplätzen sprechen die Unterlagen, auch wenn wohl nicht mehr alle realisiert wurden.
Es gab kleine Lager, so z.B. in den zahlreichen Tanzlokalen entlang der Berliner Straße (heute: Otto-Suhr-Allee). Viele Einrichtungen wurden anscheinend auch temporär genutzt, so beispielsweise das Ledigenheim in der Danckelmannstraße oder das städtische Asyl in der Sophie Charlottenstraße.
Wir kennen Bauakten von Lagern in unserem Stadtbezirk mit Lagernummern, sauber gezeichneten Lageplänen und genauer Quadratmeterzahl, welche als Berechnungsgrundlage der Bezirksämter für die Verpachtung dieser Grundstücke bis zum Endsieg dienten. Das Bezirksamt Charlottenburg verhandelte über Preise nicht, man teilte sie den „interessierten Firmen, Behörden und Einrichtungen“ unter dem Hinweis, dass Siemens ja auch diese Pachtsumme bezahle, einfach mit. Und es wurde gezahlt. Wir wissen, dass soundso viele Plätze geplant waren und können uns daraus eine Zahl von etwa soundsoviel Insassen des betreffenden Lagers errechnen.
Aber reicht das wirklich? Viele Lager waren überfüllt. Wie stark? Wie hoch war die Fluktation in diesen Lagern?
Viele Zwangsarbeiter sind unter den unmenschlichen Bedingungen verstorben oder bei den Bombenangriffen ums Leben gekommen. Wie viele?

„Charlottenburg: Berlinerstr. 53, French women, 50 deaths at an air-raid on 22.11. 44 (death certificates), Hospital for civilian workers (death certificates), Koenigsdamm 7, Goslaerstr. 20. [...]“
wird 1949 im Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories. Sept. 1st, 1939 – May 8th, 1945. angeführt.4

In der gleichen Quelle finden wir aber auch Hinweise auf Nebenstellen des Konzentrationslagers Sachsenhausen in Halensee „working for DEMAG“ und Wilmersdorf „53 pris. on 2.1. 43 (Sachsenhausen daily strength report)“ 5 Zugleich sind zwei weitere Standorte der SS in Wilmersdorf sowie ein Außenkommando in der Charlottenburger Kastanienallee bekannt. Dort waren Häftlinge dieses KZ eingesetzt, wie man der Dauerausstellung der Gedenkstätte in Sachsenhausen und deren Publikationen entnehmen kann.

Wer weiß denn heute noch, dass der Siemenskonzern ein Zentrales Ausländerkrankenhaus, das „Scheringhaus“ am S-Bahnhof Jungfernheide, seit 1943 mit besonderen Entbindungsanstalten für Polinnen und „Ostarbeiterinnen“ verbunden, betrieb?6 Ist die Errichtung der Entbindungsanstalt mit der Verfügung des Reichsgesundheitsführer vom 11.03. 1943: „Bei Ostarbeiterinnen kann die Schwangerschaft unterbrochen werden. RSHA erteilt pauschale Genehmigung zur Abtreibung, wenn der Erzeuger „fremdvölkisch ist“, in einem Zusammenhang zu sehen?7

Dies sind noch immer unbeantwortete Fragen. Für diese Frauen galten nicht die damals üblichen Arbeits- und Mutterschutzbestimmungen. Sie konnten zu körperlicher Schwerstarbeit herangezogen werden. 

Im Landesarchiv befinden sich Sterbeurkunden mit der Adresse Zentralkrankenhaus der Siemenslager, ausgestellt vom Standesamt Charlottenburg. Wer hat die Unterlagen der Standesämter daraufhin untersuchen dürfen und auch veröffentlichen können? Auch Bescheinigungen über durchgeführte Bestattungen (wir müssen eigentlich von verscharren sprechen) durch Beerdigungsunternehmen, die zwar die Kosten und den Friedhof benennen, aber die Feldreihe und die Grabnummer in den Formularen oft unausgefüllt ließen, sind bekannt.8 Wie viele? Wer weiß es wirklich?

Viele Firmen hielten sich in Charlottenburg ihre Arbeitslager, man nannte sie aber natürlich nicht „Zwangsarbeiterlager“, es war eben Arbeiterlager im „Ausländereinsatz“.9 Wie soll man das Schreiben des kleinen Bauunternehmers in Wilmersdorf bewerten, welcher zur Erfüllung seines „kriegswichtigen“ Bauprojekts Arbeitskräfte anforderte und wenn aber keine deutschen Kräfte zur Verfügung stehen, dann können es ja auch Italiener sein? Wie bewerten wir die anfangs freiwilligen Vertragsarbeiter, jene Arbeitskräfte u.a. aus Frankreich, Belgien und Holland, die zu scheinbar „besseren Bedingungen“ tätig waren? 

Auch die Stadt Berlin und ihre Wirtschaftsunternehmungen betrieben eigene Fremd- und Zwangsarbeiter-Lager um die kommunale Daseinsfürsorge auf einem minimalen Stand aufrecht zu erhalten. Ob es die „städtischen Ausländerlager für Arbeitsleistungen im Verwaltungsinteresse“ waren, bedarf weiterer Klärung. 

Selbst die Luisenkirch-Gemeinde unterhielt gemeinsam mit anderen Kirchgemeinden ein eigenes Zwangsarbeiterlager. 

Am 01.08. 1943 waren in Charlottenburg 16.018 und in Wilmersdorf 11.694 ausländische Zivilbeschäftigte registriert, wie der mit „Streng vertraulich!“ und „Nur für den Dienstgebrauch!“ versehenen Beilage zu den Kriegs-Mitteilungen des Statistischen Amts der Reichshauptstadt zu entnehmen ist.10 Man liest im gleichen Dokument:

„Die seit Mitte 1941 zu verzeichnende Erhöhung der fortgeschriebenen Einwohnerzahl der Reichshauptstadt ist auf den wachsenden Einsatz ausländischer Arbeitskräfte zurückzuführen. Wie in der Beilage […] nachgewiesen wurde, hat sich die Zahl der Ausländer in Berlin in den Jahren 1940 bis 1942 um 264 000 erhöht. Hierzu kommt ein weiterer Zugang um 359 000 im 1. Halbjahr 1943 und um rd. 4 000 im Juli 1943, so dass sich seit Anfang 1940 ein Gesamtzugang von 327 000 Ausländern ergibt, bei denen es sich so gut wie ausschliesslich um ausländische Zivilarbeiter und -angestellte handeln dürfe.“ 11

Nur eine von vielen Statistiken, die es noch auszuwerten gilt.

Gar nicht angesprochen ist hierbei der Zwangseinsatz der damals noch in unserem Stadtbezirk lebenden jüdischen Bevölkerung vor ihrer Deportation in die Gaskammern und Todeslager zwischen 1938 und 1945 und der Einsatz von Kriegsgefangenen12, überwiegend gegen jede Konvention. 

Wie bewerten wir die Lager der Generalbau-Inspektion, der Organisation Todt und des Reichsarbeitsdienstes, welche von einigen Autoren auch als Zwangsarbeiterlager besonderer Art bezeichnet werden? 

Polen, Russen, Tschechen, Franzosen, Holländer, Serben, viele Nationalitäten werden in den Dokumenten der verschiedenen Lager genannt. Wir wissen kaum, ob es Männer, Frauen oder Kinder waren. Alle unsere bisherigen Kenntnisse beruhen auf Bruchstücken von Informationen aus Akten und Erarbeitungen, die sich zu einem scheinbar erklärbaren Bild abrunden lassen. Doch das Bild stimmt so nicht, ist und bleibt vielleicht für immer unvollständig. 

Erforschen wir ihre und auch unsere gemeinsame Geschichte und geben ihnen wenigstens das, was ihnen auch in Charlottenburg und Wilmersdorf genommen wurde, wieder zurück. Ihren Namen und achten so ihre Würde. Nicht nur dem am Anfang erwähnten kleinen Jungen.

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Stefan Knobloch - Gastautoren, Geschichte, Gesellschaft, Politik - zwei Kommentare / Kein Trackback

01. Februar 2016 - 00:24Erinnerungen an die Kindheit in Charlottenburg

 
 

Ausstellung und Vortrag von Helmut Meyer:
Jugend in der Kamminer Straße
1935 bis 1945 und Schlosspark-Skizzen aus den 90er Jahren


Helmut Meyer mit seiner Mutter auf einer Bank an der Spree im Schloßpark Charlottenburg - im Hintergrund Häuser am Tegeler Weg

 

Helmut Meyer ist von 1935 bis 1949 in der Kamminer Straße 35 im Mierendorff-Kiez aufgewachsen. Sein Vater war als Kommunist verhaftet, seine Mutter mußte sich und ihren Sohn allein durchbringen. Diese frühe Kinder- und Jugendzeit im Kriegs- und Nachkriegs-Berlin hat Helmut Meyer für seine Enkel in Zeichnungen und Texten festgehalten. Er schrieb dazu:
„Der Sprung ins Jahr 1989 zog mich in den Schlosspark zurück. Getilgte Wunden des Krieges und der Zeit waren rein äußerlich. An den Orten der Skizzen kamen aber dann doch wieder die Erinnerungen. Der Charlottenburger Schlosspark gehört nun mal zu meinem Lebenslauf.“

Herr Meyer strolchte auf seinen frühen Erkundungen natürlich auch durch unseren Kiez am Klausenerplatz und kannte noch das Kino in der Neufertstraße.

 
Das Haus am Mierendorffplatz und Helmut Meyer laden alle Interessierten herzlich ein, mit ihm in die Geschichte dieses Ortes einzutauchen und eigene Erfahrungen auszutauschen.


 

Die Ausstellung wird vom 1. bis zum 26. Februar 2016 präsentiert.

 
Ausstellungseröffnung, Vortrag und Gespräch
Dienstag, 9. Februar 2016 von 18:00 bis 19:30 Uhr          
Haus am Mierendorffplatz
Mierendorffplatz 19, 10589 Berlin-Charlottenburg

  

 
 

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31. Januar 2016 - 21:34Wohnen im Kiez

 
Wirksamkeit der Mietpreisbremse (?)

Der Abgeordnete Andreas Otto (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) teilt anlässlich der Vorstellung der Studie des Immobiliendienstleisters CBRE, der starke Preissteigerungen im Miet- und Eigentumsmarkt bei den Angeboten aufzeigt, mit:
„Mietpreisbremse nur so gut, wie ihre Anwendung gesteigert wird.
Die Mietpreisbremse ist eine Pflicht für VermieterInnen und ein Recht für MieterInnen. Aber sie funktioniert nur, wenn beide die Bestimmung kennen und vor allem auch anwenden. Das ist in Berlin noch zu selten der Fall. Mietinteressenten freuen sich, eine Wohnung zu finden und zahlen auch höhere Preise. Das mag für Einzelne in Ordnung sein, für das Gesamtmietniveau der Stadt ist es nachteilig und macht die Mietpreisbremse in der Tat unwirksam. Deshalb sind alle VermieterInnen aufgefordert, die Mietpreisbremse anzuwenden und alle NeumieterInnen, die Anwendung einzufordern.
Nach Abschluss eines Mietvertrages besteht das Recht, die Miethöhe zu rügen, Informationen über die Miethöhe der VormieterInnen zu erhalten und ggf. eine Veränderung des Mietvertrags zu erreichen. Notfalls auch auf dem Klageweg.
Der Senat und die Verbände der Wohnungswirtschaft sind aufgefordert, die Mietpreisbremse bekannt zu machen und zur Anwendung zu mahnen.
Die sogenannte Mietpreisbremse, seit 2015 in Berlin gültig, begrenzt Mieten beim Abschluss von neuen Verträgen auf die ortsübliche Vergleichsmiete zzgl. eines Aufschlages von 10%. Zur Bestimmung der Mieten dient der Berliner Mietspiegel, ein weitreichend anerkanntes Werkzeug.“


Telepolis (vom 30.01.2016) brachte eine Anleitung "Howto Mietpreisbremse" am Beispiel einer ganz normalen Berliner Mietwohnung.





Die MieterWerkStadt-Charlottenburg lädt herzlich zum nächsten Treffen ein. Das Thema Milieuschutz wird diesmal mit Nadia Rouhani (Bündnis 90/Die Grünen - fraktionslos) als Mitglied des bezirklichen Ausschusses für Stadtentwicklung weiter diskutiert. Weitere Themen u.a.: Bericht von unserem Besuch beim Mietenbündis Neukölln, Besetzung eines Vorstandspostens auf Wunsch des Senats mit Jan Kuhnert (bisher einer der Sprecher der „Initiative Berliner Mietenvolksentscheid“) in der neu geschaffenen Anstalt öffentlichen Rechts mit dem Namen „Wohnraumversorgung“.



Mittwoch, 3. Februar 2016 um 18:30 Uhr
Neue Christstr. 8 (MieterClub)

 

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31. Januar 2016 - 20:25Senioren Aktiv

Wahlversprechen - Lügen - Geschwätz - Wählertäuschung (Teil 1)


Die Seniorenvertretungen zeigen sich empört über das Verhalten der CDU- und SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Diese Mißachtung der Menschen reiht sich nahtlos in die bekannte Strategie der Landes- wie auch der Bezirkspolitk ein: die Bürger werden getäuscht. In dem Maße wie ihre Selbst- und Begünstigtenversorgung oft genug an erster Stelle ihres politischen Strebens steht, so folgen die dringenden Bedürfnisse breiter Bevölkerungsschichten bei ihren Taten "unter ferner liefen" oder kommen erst gar nicht vor. Die Mieter haben es erleiden müssen. Die Bürger haben es mit Beteiligung und Mitbestimmung und auch die Senioren bei ihren Mitwirkungsmöglichkeiten erfahren. Bei der Verschiebung von Seniorenclubs (sogar in eigene Hände) waren sie dagegen wiederum sehr rege.


Die Mitglieder der Landesseniorenvertretung Berlin haben sich jetzt nochmals mit einem offenen Brief (siehe Anhang) an die Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin gewandt, um ein Ergebnis im Überprüfungsprozess des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes zu erreichen.
Darin heißt es:
„2016 ist das Jahr der Wahlen, das Jahr, in dem die Karten neu gemischt werden. Das gilt auch für die Seniorenvertretungen. Für uns ist das Seniorenmitwirkungsgesetz die entscheidende Grundlage. Es setzt die Rahmenbedingungen für unser unermüdliches tägliches ehrenamtliches Wirken. Ziel sollte es sein, vergleichbare Voraussetzungen für das Engagement in allen Bezirken zu haben. Wir erinnerten immer wieder daran, dass der Koalitionsvertrag vorsieht, das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz zu überprüfen. Es wurde viel darüber diskutiert und der Landesseniorenbeirat Berlin hat im Dezember 2014 ein entsprechendes Positionspapier dazu übergeben und auch Ihnen übersandt. Nun ist ein Monat des letzten Jahres der Wahlperiode vorbei und nichts hat sich getan. Mit Empörung und Enttäuschung mussten wir feststellen, dass die Koalition immer noch nicht zu einer Einigung bzw. zu einem gemeinsamen Entwurf für die überfällige Novellierung des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes gekommen ist.
Auch die Geduld von Seniorinnen und Senioren ist begrenzt, die Belastungsprobe sollte nicht länger fortgesetzt werden! Wir erwarten ein Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz auf einem der Zeit entsprechenden Niveau.“


Weitere Informationen:
Gemeinsame Geschäftsstelle des Landesseniorenbeirates Berlin (LSBB) und der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)
Telefon 030/9018-22715 - Telefax 030/9018-22734)
Parochialstraße 3 (Raum 230 des Neuen Stadthauses), 10179 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9:00 bis 14:00 Uhr 

 

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28. Januar 2016 - 00:24Flucht und Widerstand

 
 

Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee erinnert an Christen im Widerstand

 
Christlicher Widerstand im Nationalsozialismus ist eng mit Namen wie Sophie Scholl verbunden. Einer weniger bekannten christlichen Widerstandskämpferin widmet sich das Ökumenische Gedenkzentrum Plötzensee. Noch bis zum 30. Januar 2016 erinnert es mit seinem Programm bei den Ökumenischen Plötzenseer Tagen unter anderem an die 1943 von den Nationalsozialisten ermordete Cato Bontjes van Beek.

Am Freitag, 29. Januar 2016, um 20:00 Uhr bringt die Theaterinitiative Bühnensturm das Leben van Beeks und Sophie Scholls auf die Bühne. Während Scholl im Nachkriegsdeutschland zur Ikone des Widerstands gegen das NS-Regime wurde, kämpfte die Mutter Cato Bontjes van Beeks bis in die 1990er Jahre um das Ansehen ihrer Tochter. Die szenische Lesung „Lerne mit dem Herzen zu denken! Zwei kurze Leben im Widerstand“ beleuchtet das Leben und die Gründe für das unterschiedliche Erinnern an zwei Frauen, deren Ideen und Ideale sich so ähnlich waren. Sie findet in der Katholischen Gedenkkirche Maria Regina Martyrum statt und ist kostenfrei. Um Spenden wird gebeten.

 
Die Ökumenischen Plötzenseer Tage finden seit 1992 statt. Das Ökumenische Gedenkzentrum Plötzensee, das Karmelkloster Regina Martyrum und die Evangelische Kirchengemeinde Charlottenburg-Nord laden dazu ein. Sie erinnern an die in der Hinrichtungsstätte Plötzensee Ermordeten und Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist neben dem Holocaust-Gedenktag am 27. Januar auch der Todestag des evangelischen Christen Helmut James Graf von Moltke. Er wurde mit neun anderen Männern am 23. Januar 1945 in Plötzensee hingerichtet.

- Ev. Gedenkkirche und Gemeindezentrum Plötzensee, Heckerdamm 226, 13627 Berlin-Charlottenburg
- Katholische Gedenkkirche Maria Regina Martyrum, Heckerdamm 230/232, 13627 Berlin-Charlottenburg
 
 
 

Schwerpunktthema „LebZeiten“ - Frauen zwischen Flucht und Neuanfang  


Podiumsdiskussion im Haus des KDFB-Berlin am Lietzensee zur Situation geflüchteter Frauen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Wie ist die Situation geflüchteter Frauen im Bezirk, welche Bedarfe gibt es aktuell, welche Hilfe wird benötigt? Diesen Fragen widmet sich die Diskussion und nimmt geflüchtete Frauen nicht nur als Opfer, sondern auch als Akteurinnen in den Blick.

Es diskutieren Carolina Böhm (Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf), Gauhar Besmil (Leiterin AWO Refugium am Kaiserdamm) und eine geflüchtete Frau (N.N.).
Moderation: Heike Neubrand-Lukas; Bildungsreferentin des KDFB
Eintritt frei, Spenden für die Arbeit des KDFB erbeten.

Donnerstag, 18. Februar 2016 um 19:00 Uhr
Haus Helene Weber

Wundtstr. 40-44, 14057 Berlin-Charlottenburg

 
 

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27. Januar 2016 - 00:02Künstler unterstützen Flüchtlinge

Benefizkonzert für „Moabit hilft“

 
 
Die Initiative „Moabit hilft“ lädt am Donnerstag, 4. Februar, um 20 Uhr zu einem außergewöhnlichen Benefizkonzert in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz.

Unterstützerin der Initiative ist die mehrfach preisgekrönte Berliner Pianistin SooJin Anjou. Sie hat ihr internationales Renommee geltend gemacht und für dieses Konzert einen der beliebtesten Dirigenten aus ihrem Geburtsland Südkorea, Nanse Gum, mit seinem Kammerorchester „Hankyung Sinfonietta“ gewinnen können, in der Gedächtniskirche dieses Benefizkonzert zu geben. Auf dem Programm stehen Werke von Vivaldi, Grieg, Weber und Respighi. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Spende zugunsten der Flüchtlinge gebeten.

 
SooJin Anjou selbst wird bei diesem Konzert nicht auftreten. Interessenten seien auf ihr nächstes Konzert am 28. und 29. Mai um 16 Uhr im Schloß Glienicke nach Auftritten in Schweden, Südkorea und auf Malta vertröstet.

 
Frank Wecker

 
SooJin Anjou / Foto © Frank Wecker

SooJin Anjou / Foto © Frank Wecker

 

        Die Pianistin SooJin Anjou unterstützt „Moabit hilft“.
                                 Fotos: Wecker

 

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26. Januar 2016 - 00:02Bündnis stadtpolitischer Initiativen fordert: „Hände weg vom Volksentscheid!“


Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere mit dem Mittel eines Volksentscheides, scheinen der Berliner Koalition aus SPD und CDU nicht zu gefallen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte nach dem Start zur Einleitung des Mietenvolksentscheides seinem ganzen Zorn gegen die aktiven und unterzeichnenden Bürger freien Lauf gelassen. Die Fraktionen der SPD und der CDU haben danach schnell einen Antrag zur Änderung des Abstimmungsgesetzes (Drucksache 17/2476) dem Abgeordnetenhaus zur Abstimmung vorgelegt. Damit sollen die direkte Demokratie abgebaut und Volksentscheide erheblich erschwert werden.


Unter dem Motto „Hände weg vom Volksentscheid!“ fordert ein breites Bündnis von Berliner stadtpolitischen Initiativen, den Gesetzentwurf zur Änderung des Abstimmungsgesetzes zu stoppen. Dieser würde das Ungleichgewicht zwischen Bevölkerung und Regierung weiter verstärken sowie es noch schwerer machen, Volksentscheide zum Erfolg zu bringen.


Rund 70 Initiativen, Vereine und Verbände haben den Aufruf bereits unterzeichnet. Initiiert haben ihn sechs Initiativen, die bereits die Volksgesetzgebung in Berlin angewandt und zum Teil auch erfolgreich zu Ende geführt haben (Berliner Energietisch, Berliner S-Bahn-Tisch, Initiative Nachtflugverbot, Mietenvolksentscheid e.V., Initiative 100% Tempelhofer Feld und Berliner Wassertisch). Ihnen schließen sich - in  schnell wachsender Zahl - weitere Initiativen, Vereine und Verbände an.

Volksbegehren und Volksentscheide haben die Berliner Politik in den letzten Jahren maßgeblich korrigiert und belebt. Jetzt droht ein Abbau der direkten Demokratie. Wir fordern alle Abgeordneten auf, diese Änderung des Abstimmungsgesetzes abzulehnen!
 

Schließen Sie sich als Gruppe den Forderungen der stadtpolitischen Initiativen an.
Alle Bürgerinnen und Bürger können den Aufruf hier unterzeichnen.
Update 28.1.2016: Unterschriftenaktion abgeschlossen!


* Stellungnahme von Mehr Demokratie e.V.


 

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25. Januar 2016 - 00:02Musik mit Zündstoff

Deutsche Oper rebelliert

 
Mit zwei neuen Produktionen, deren einzige Gemeinsamkeit in der Provokation durch das Sujet besteht, wartet die Deutsche Oper in der Bismarckstraße 35 auf.
  
  

„Salome“ – auch nach 100 Jahren provokant

Am Sonntag, 24. Januar, hatte im großen Haus „Salome“ von Richard Strauss Premiere.
Eine Flucht nach Dresden wie vor 110 Jahren, weil die Enthauptung eines Familienvaters durch eine liebestolle Stieftochter und der „Tanz der sieben Schleier“ doch die biederen Bürger im preußischen Machtzentrum irritierte, ist heute nicht zu befürchten. Schon allein deshalb nicht, weil etliche beteiligte Künstler Ausländer sind. Die musikalische Leitung hat der Pariser Alain Altinoglu, der von armenischen Einwanderern abstammt. Die Titelpartie singt die US-Amerikanerin Catherine Nagelstad und ihre Mutter Herodias wird ebenfalls von einer US-Amerikanerin, Jeanne-Michele Charbonnet, interpretiert. Regie führt Claus Guth. Bis Ende Februar ist der Berliner Opernstar Burkhard Ulrich in der Rolle des Herodes zu erleben und Jochanaan wird von Michael Volle gespielt, der schon auf vielen bedeutenden Opernbühnen der Welt gestanden hat.

Mit dem Libretto eines Autors, Oscar Wilde, der wegen „grober Unsittlichkeit“ zwei Jahre inhaftiert war, läßt sich selbst der biedere Bürger heute nicht mehr erschrecken. Eher wird es brisant, wenn die Auseinandersetzung in einer kaputten Familie, wo der Stiefvater schon seine kindliche Tochter mißbraucht und die Mutter sie nicht schützen will, auf die Ebene der ganz aktuellen Auseinandersetzung zwischen den Religionen des Judentums, des Islam und des Christentums gehoben wird. So nimmt die Regie wenig Rücksicht auf die klassische Dramenstruktur und verlegt einen Teil der Handlung von der Terrasse des Königspalastes in eine Maßschneiderei und verteilt damit die ursprünglich angelegte Einheit von Raum und Zeit auf mehreren Spielebenen. Aus den sieben Schleiern werden sieben Stufen der Kindheit der Salome und schließlich schafft sie sich ihren Retter Jochaan als eine Gegenfigur zum Herodes. Jochaan ist der Prophet Johannes der Täufer, ein jüdischer Bußprediger, der sowohl im palästinensischen Judentum wie auch in der Diaspora eine Rolle spielte. Im Urchristentum wurde er als Wegbereiter von Jesus und damit als Heiliger verehrt. Im Koran ist Johannes nach Jesus und Mohammed einer der drei wichtigsten Propheten. Dieser Mann weist Salomes Begehren zurück, worauf sie von ihrem Stiefvater als Gegenleistung für den Schleiertanz dessen Kopf fordert und ihn auch – in der Legende – auf einem Silbertablett erhält. In dieser Inszenierung fällt ein Kopf gewissermaßen am Tisch bei der Familienmahlzeit, wo er dann den Platz von Herodes einnimmt.

 

„Salome“ in der Deutschen Oper/ Foto © Frank Wecker

Salome erinnert sich ihrer Kindheit.
Foto: Wecker

„Salome“ in der Deutschen Oper/ Foto © Frank Wecker

Die kindliche Salome entzückt mit ihrer jugendlichen Schönheit die Herrschaft.
Foto: Wecker

„Salome“ in der Deutschen Oper/ Foto © Frank Wecker

„Salome“ in der Deutschen Oper/ Foto © Frank Wecker

Salome begegnet erstmals Jochanaan,
der von Herodes in einer Zisterne gefangen gehalten wird (Bild li.).
Salome und ihr Stiefvater Herodes (Bild re.).
Fotos: Wecker
 
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20. Januar 2016 - 17:26Nichts Neues aus Schlorrendorf

 

Bürgeramt von Charlottenburg-Wilmersdorf in den Wilmersdorfer Arcaden am 15. Januar 2016

 

 

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19. Januar 2016 - 00:26Senioren Aktiv


Die Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf informiert:
Senioren-Bezirksversammlung 2016


Am Mittwoch, 13. April 2016, findet die diesjährige Senioren-Bezirksversammlung (Senioren-BV) im Rathaus Charlottenburg statt.
Es ist geplant, die Veranstaltung in 2 Blöcke aufzuteilen.

  • 1.) "Sie haben die Fragen, das Bezirksamt hat die Antworten".
    Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und der stellv. BzBm Carsten Engelmann wollen Ihnen Rede und Antwort stehen.
  • 2.) Spontane Fragen an Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses und der BVV.

Im 1. Teil könnte interessant werden, ob diesmal wirklich alle Fragen offen und umfassend beantwortet werden und die Bürger und einige Politikerinnen nicht erst, wie beispielsweise im letzten Jahr, die Hintergründe anschließend selbst herausfinden müssen.
Teil 2 könnte besonders spannend werden, da im September die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) anstehen und somit eine Gelegenheit geboten wird, die anwesenden "Volksvertreter" auf den Prüfstand zu stellen.

Alle Interessierten sind herzlich zur Senioren-Bezirksversammlung eingeladen. Seniorinnen und Senioren können hier Anfragen und Anträge nicht nur zu seniorenpolitischen Themen einbringen, sondern auch thematisieren, was sie im Rahmen der Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben als verbesserungswürdig empfinden.

Fragen und Anträge sind spätestens bis Montag, den 29. Februar 2016, schriftlich per E-Mail oder Post (Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin) an die Seniorenvertretung einzureichen.
 

Senioren-Bezirksversammlung (Senioren-BV) im Rathaus Charlottenburg (März 2015)

 
 


 
 

Die Landesseniorenvertretung Berlin informiert:
Seniorinnen und Senioren sollen ihre Rechte wahrnehmen können


Das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz soll noch bekannter werden. Das ist ein Ziel des Landesseniorenbeirates Berlin für das Jahr 2016. Im Jahr 2006 in Kraft getreten, besteht weiterhin großer Informationsbedarf in der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung über die Möglichkeiten der Mitwirkung.

Ziele des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes sind, die aktive Beteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren am sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben zu fördern, die Erfahrungen und Fähigkeiten zu nutzen, die Beziehungen zwischen den Generationen zu verbessern, die Solidargemeinschaft weiterzuentwickeln sowie den Prozess des Älterwerdens in Würde und ohne Diskriminierung unter aktiver Eigenbeteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren zu gewährleisten.

„In diesem Jahr werden die bezirklichen Seniorenvertretungen neu berufen und davor die Berufungsvorschlagsliste per Wahl bestimmt. Daher ist es wichtig, dass alle Seniorinnen und Senioren der Hauptstadt ihre Rechte kennen und nutzen“, sagt Regina Saeger, Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Berlin. Via Facebook werden Auszüge des Gesetzes in den nächsten Wochen erläutert. „Bitte weitersagen“, so Frau Saeger. Wer in Berlin seinen Hauptwohnsitz hat und das 60. Lebensjahr vollendet hat, gehört zu den Seniorinnen und Senioren. Im neuen Infoportal www.ü60.berlin informiert die Landesseniorenvertretung Berlin von nun an regelmäßig über das Wahlverfahren in den Bezirken und ruft zur Mitwirkung auf.

Bis zu 17 Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertreter engagieren sich in jedem Bezirk auf Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes insbesondere für ein selbstbestimmtes Leben im Alter und unterstützen Seniorinnen und Senioren ehrenamtlich rund um die Themen Wohnen, Wohnumfeld, Mobilität, ÖPNV, Pflege, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen:
Gemeinsame Geschäftsstelle des Landesseniorenbeirates Berlin (LSBB) und der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)
Telefon 030/9018-22715 - Telefax 030/9018-22734)
Parochialstraße 3 (Raum 230 des Neuen Stadthauses), 10179 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9:00 bis 14:00 Uhr

 

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