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18. Januar 2017 - 00:24Mit der Wasserrechnung wird nicht nur Wasser bezahlt

Senat erhebt verschleierte Wassersteuer


Wasser ist keine Ware, es gehört allen. So ist die Auffassung des Berliner Wassertisches, der 2011 mit einem Volksentscheid die Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe (BWB) erzwang und damit einen international beachteten Sieg über den Neoliberalismus errang. Es war ein Sieg der Bürger über solch mächtige Konzerne wie RWE und Veolia. Sie griffen nach dem Allgemeingut Wasser, um es den Berliner Bürgern profitabel zu verkaufen.

 

Weltwassertag am 22. März 2015 / Foto © Frank Wecker

Zum Weltwassertag am 22. März 2015 stellte der Berliner Wassertisch
die Wassercharta der Öffentlichkeit vor. Foto: Wecker

 

Diskussionsrunde mit dem Wassertisch über die Wassercharta / Foto © Frank Wecker

Michael Bender vom Bundesverband Grüne Liga (links) und Hartwig Berger vom Ökowerk (2. Von links) diskutierten mit dem Wassertisch über die Wassercharta. Foto: Wecker

 
Aus dieser Zeit der teilprivatisierten BWB stammen noch einige Regelungen, die bis heute in allen Berliner Haushalten zu Buche schlagen. Das Geld fließt zwar nicht mehr als Profit an Konzerne, aber als Rendite in den Berliner Haushalt, über dessen Verwendung Unklarheit herrscht.

Die Berliner bezahlen über die für die Besorgung von Trink- und Abwasser notwendigen Kosten hinausgehend eine Rendite, die gegenwärtig mit 6,1 Prozent kalkuliert wird. Eine der Expertinnen des Berliner Wassertisches, die frühere Abgeordnete Gerlinde Schermer (SPD) ist in die finanztechnischen Tiefen eingedrungen und wird nicht müde, dem Senat dafür die Rechnung aufzumachen.

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FW - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. Januar 2017 - 00:02Kein Anschluß unter dieser Verbindung

Offene Verrohrung



 

Ein Rohr ist ein länglicher Hohlkörper, dessen Länge in der Regel wesentlich größer als sein Durchmesser ist. Im Gegensatz zu einem Schlauch ist ein Rohr aus relativ unflexiblem Material gefertigt. Rohre besitzen im Allgemeinen einen kreisrunden Querschnitt, welcher für die gebräuchlichsten Anwendungsfälle die optimale Bauform darstellt: z.b. als Transportweg einer Rohrleitung für Flüssigkeiten. (aus Wikipedia)


Rohre für eine geplante Grundwasserabsenkung an der Schloßstraße

 


Es begann Ende November 2016 auch recht flott, um Sinn und Zweck einer Verrohrung nachzukommen. Massive Beton-Ständer wurden entlang der Neuen Christstraße aufgestellt. Ein Transportfahrzeug mit Kranaufbau hob etliche Rohre, um sie auf den Ständern zu montieren. Ein flexiblerer Schlauch wurde zum Endpunkt, dem Einlauf zum Kanal auf dem Mittelstreifen der Schloßstraße, verlegt. Doch schon nach wenigen Tagen war der Anfangselan versiegt. Die Rohre wurden nur wenige Meter in der Neuen Christstraße montiert. Seitdem steht dieses Gebilde unfertig und damit sinnlos herum.


Vorbereitungen zur Rohrverlegung in der Neuen Christstraße für eine geplante Grundwasserabsenkung (November 2016)

 

Rohre für eine geplante Grundwasserabsenkung an der Schloßstraße

Rohre für eine geplante Grundwasserabsenkung in der Neuen Christstraße - seit November 2016 nicht fortgeführt (Stand Januar 2017)

 

Die Rohrleitung sollte eigentlich bis in die Danckelmannstraße weitergeführt werden. Diese Rohre werden gewöhnlich bei Bauvorhaben für eine nötige Grundwasserabsenkung verlegt. Das abgepumpte Grundwasser wird dann zu einem Abwasserkanal geführt, der von seiner Größe her in der Lage ist, die anfallenden Wassermengen aufzunehmen. Und der liegt halt unter der Schloßstraße (1). Daß es bei der Verrohrung genau darum gehen sollte, bestätigten uns damals die freundlichen Bauarbeiter. Genauere Auskünfte zu Art und Ort des Bauvorhabens in der Danckelmannstraße konnten sie uns nicht geben.

Und natürlich bleibt leider weiterhin festzustellen - Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu diesem konkreten Bauvorhaben (ob es sich dabei nun um Sanierung, Abriß, Nachverdichtung, oder was auch immer sonst handeln sollte): Fehlanzeige!



(1) Ein Beispiel aus dem Jahr 2006: Wegen Bauarbeiten für das Seniorenzentrum Wilhelm-Stift am Ernst-Bumm-Weg wurde ebenfalls eine Grundwasserabsenkung durchgeführt. Die Rohr-Schlange zog sich vom Ernst-Bumm-Weg über die Sophie-Charlotten-Straße, die Gardes-du-Corps-Straße, entlang dem Klausenerplatz, weiter durch die Neufertstraße und dann links in die Schloßstraße bis zum Spandauer Damm. 


- Kiez, Technik - Kein Kommentar / Kein Trackback

11. Januar 2017 - 00:02Senioren Aktiv

Wahl zur Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf

 
„Dieses Gesetz sowie seine neuste Fassung vom vergangenen Jahr gäbe es ohne den Anstoß und die Hartnäckigkeit vieler, vieler Seniorinnen und Senioren nicht“, so Regina Saeger, Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Berlin: „Wir tragen die Verantwortung für eine erfolgreiche Seniorenpolitik in Berlin mit, damit die ältere Generation selbstbestimmt ihr Leben gestalten kann.“

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf informiert zum zeitlichen Ablauf der Wahl. Die Kandidatinnen und Kandidaten des Bezirks stellen sich vor. Die Wahlen selbst finden vom 27. bis zum 31. März 2017 statt.

Machen Sie mit. Wer in Berlin das 60. Lebensjahr vollendet hat, gehört zu den Seniorinnen und Senioren und kann seine Interessenvertretung wählen. Die Wahlbenachrichtigungen werden Ende Januar per Post zugestellt.

 

 
 

Weitere Informationen:

Gemeinsame Geschäftsstelle des Landesseniorenbeirates Berlin (LSBB)
und der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)
Telefon: 030-32664126 (Mo-Di, Do-Fr 9-13 Uhr)

Parochialstraße 3 (Raum 230 des Neuen Stadthauses), 10179 Berlin-Mitte

 

 
 

- Gesellschaft, Menschen im Kiez, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

10. Januar 2017 - 00:24Ausblick ins neue Jahr 2017 (III)

Mission: Bundestagsmandat 2017 - Das finale Duell?

 
Der Kampf der beiden aussichtsreichsten Charlottenburg-Wilmersdorfer Direktkandidaten bei der letzten Bundestagswahl von 2013 war schließlich äußerst langweilig. Die SPD-Kandidatin unterlag dem CDU-Kandidaten damals chancenlos. Zwei der Kandidaten, die sich auf die im September 2017 stattfindenden Wahlen zum Bundestag vorbereiten, lassen den geneigten Betrachter auf eine spannendere Entscheidung hoffen.

Der eine dürfte bereits klar sein. Klaus-Dieter Gröhler (CDU) wird doch bestimmt wieder in den Ring steigen. Aber wer wird sein Kontrahent von der SPD?
Das muß die SPD erst noch entscheiden. Fünf Personen möchten nach entsprechenden Pressemeldungen gern ins höchste Haus (Berliner Morgenpost vom 02.12.2016). Darunter die Verliererin von 2013. Nochmal verlieren? Ach nee, das war öde - das kennen wir ja schon. Es gibt allerdings einen Kandidaten bei der SPD, der mehr verspricht.

 
Wir erinnern uns. Klaus-Dieter Gröhler (CDU) war einst langjähriger Baustadtrat in Charlottenburg-Wilmersdorf - bis er..., ja bis er vom Stuhl geschubst wurde. Von wem? Es war Marc Schulte (SPD), der sich als Nachfolger darauf niederließ. Und genau dieser Herr Schulte wurde nun nach den letzten Berliner Wahlen von 2016 auch wieder vom Baustadtratstuhl geschubst. Nur diesmal nicht vom politischen Gegner, sondern von der eigenen Partei. So undankbar kann nur die SPD sein, wenn sie dem gewünschten grünen Zählgemeinschaftspartner unbedingt ein Lockangebot unterbreiten möchte.

Tja, und nun möchte genau dieser Herr Schulte gern für die SPD als Direktkandidat zum Bundestagswahlkampf antreten. Das finden wir super!
Also SPD: ihn oder keinen. Ihr habt da bei Herrn Schulte sowieso was gutzumachen.

Marc Schulte (SPD) gegen Klaus-Dieter Gröhler (CDU) - zwei Charlottenburg-Wilmersdorfer Ex-Baustadträte, die vielleicht noch eine kleine Rechnung offen hätten. Ein wahrer Wahlkampf, der unserem Bezirk würdig wäre. Alles andere wäre öde und langweilig.


Großes Theater

 

- Politik, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

05. Januar 2017 - 00:28Kunst und Kultur unerwünscht

Aus für die Kulturwerkstadt

 

 

„Am 31.01. müssen wir aus den Räumen raus. Der Vermieter hat eine "andere Nutzungsvorstellung"....... Damit haben wir einen Ort verloren, wo Kultur noch ohne Kommerz funktioniert hat. Schade!

Bevor wir nun unsere Räumlichkeiten, in denen die KulturWerkstadt seit August 2013 betrieben wurde, zum 31. Januar abgeben müssen, möchten wir nochmals Allen danken, die durch den Besuch der Veranstaltungen dafür gesorgt haben, dass unsere kleine Bühne so erfolgreich wurde!
Der Dank gilt natürlich auch den zahlreichen Künstlern, die uns mit ihren Auftritten, oft für eine sehr geringe Gage, unterstützt haben!“


So trifft es, wie überall in Berlin, immer häufiger nicht nur die einfachen Mieter, sondern auch kleine alteingesessene Gewerbebetriebe, Künstler- und Theaterräume und soziale Projekte.

Der Verein KiezKulturWerkstadt e.V. möchte gern weitermachen und schaut sich nun verstärkt nach neuen Räumlichkeiten in der Nähe um.

 
Die Kulturwerkstadt lädt ganz herzlich zu den letzten Veranstaltungen am alten Ort ein.
 

  • "MILONGA" - Der Tangoabend mit Jens Stuller
    Für Tango-Neulinge wird es ab 20:00 Uhr eine Tangoeinführung geben!
    Eintritt 4,- Euro
    Donnerstag, 5. Januar 2017
    Einlass: 19:30 / Beginn: 21:00 Uhr



  • Offenes Konzert - "Abschiedsbühne"


    Wir laden alle ein, die schon einmal bei uns in der Kulturwerkstadt ein Konzert gegeben haben, einen kurzen Beitrag auf der Bühne zum Besten zu geben und mit uns zu feiern, dass es diesen Ort für drei Jahre gegeben hat, wo Kultur ohne Kommerz einfach so funktioniert hat.
    Eintritt frei - Spende erbeten.

    Freitag, 13. Januar 2017

    Einlass: 19:30 / Beginn: 20:00 Uhr




  • Themenabend - "Humane Pflegekultur"

    Ein pflegekultureller Abend mit Sprachpower und Gesprächskunst , Musik und Begegnung zum Thema Pflege mit der Pionierin Sandra Mantz.
    Eintritt frei - Spende erbeten.

    Donnerstag, 19. Januar 2017

    Einlass: 18:30 / Beginn: 19:00 Uhr



  • Konzert "Voyage Vagabond"    Berlin - Paris - retour
    Französische und deutsche Chansons von Marlene Dietrich bis Edith Piaf, von Bertolt Brecht/Weill bis Cole Porter, Poetisches von Homero Manzi, Papusza, Mascha Kaleko - gesungen und gesprochen von Maria Mané und Yutah Lorenz. Am Klavier mit argentinischem Temperament Carly Quiroz.
    Eintritt frei - Spende erbeten.
    Freitag, 20. Januar 2017

    Einlass: 19:30 / Beginn: 20:00 Uhr

Kulturwerkstadt (in der ehemaligen Engelhardt-Brauerei)
Danckelmannstraße 9 A
14059 Berlin-Charlottenburg

 

- Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

04. Januar 2017 - 00:24Ausblick ins neue Jahr 2017 (II)

Wird uns Schlorrendorf erhalten bleiben?


Es sieht leider ganz so aus. Pünktlich zum Jahresbeginn verkündet das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Haushaltssperre.

Haushaltswirtschaftliche Beschränkungen 2017

Der Bezirk verhängt mit Beginn des Haushaltsjahres 2017 eine Haushaltssperre, da Charlottenburg-Wilmersdorf bis spätestens 31. Mai 2017 dem Abgeordnetenhaus u.a. wegen des negativen Abschlusses 2015 einen Ergänzungsplan vorzulegen hat. Den erforderlichen Entwurf des Ergänzungsplans 2017 wird das Bezirksamtskollegium voraussichtlich am 10. Januar 2017 beschließen.
Quelle: Pressemitteilung vom 27.12.2016

Wir kennen das, wird es uns doch in alter Schlorrendorfer Tradition fast jährlich verkündet. Das Abgeordnetenhaus fordert nun u.a. wegen des negativen Abschlusses 2015 einen Ergänzungsplan. Was haben sie denn 2015 bloß wieder angestellt? Wie war die allgemeine Wetterlage? Erforderte die Weltlage damals besonders viele Dienstreisen mit wichtigen bilateralen Gesprächen? Waren Parteifreunde außergewöhnlich gierig?
Wir haben mal ins Archiv geschaut. Was ist uns dabei aufgefallen?

 
Es gab 2015 eine Sonnenfinsternis. Das sogenannte Pilotprojekt „Ökokiez“ hatte bis dahin allermindestens 232.369,69 Euro an öffentlichen Geldern verschlungen. Es wurden ganz, ganz viele Oeynhausen-Gutachten in Auftrag gegeben und trotzdem keine Kleingärten gerettet. Das Raumschiff ICC sollte, ist aber doch immer noch nicht ins Ungewisse gestartet, um bei ausgedehnteren Ausflügen die Fördertöpfe des ganzen Universums zu sichern. Dafür gelang, nach jahrelang erprobter SPD-Tradition, ein ganz, ganz besonderer Coup. Sie haben sogar Bücher der Bezirksbibliotheken weggeworfen, damit die Statistik stimmt. Sie haben sogar bis heute darauf verzichtet, einen kleinen Platz ohne viel Verkehr für ca. 450.000 Euro zu "verkehrsberuhigen".

Also liebes Abgeordnetenhaus, habt bitte Erbarmen. Laßt die Bürgerinnen und Bürger von Charlottenburg-Wilmersdorf nicht unter Euren beiderseitigen Spielchen leiden.

 

 

- Politik, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

03. Januar 2017 - 00:02Ausstellungseröffnung im Schlorrendorfer

"Veränderung" - Stefan Lakenbrink


In der ersten Ausstellung 2017 des KCW im Schlorrendorfer zeigt Stefan Lakenbrink Fotografien der Veränderungen seit 1989.
Zur Darstellung dieser Entwicklung wurde jeweils ein Bild aus der Zeit rund um den Mauerfall mit einer aktuellen Aufnahme ergänzt. Dabei sollten der Standort des Fotografen und der Bildausschnitt sowie die Perspektive identisch sein. Inhaltlich ging es nicht nur um das „Nachfahren“ des ehemaligen Grenzstreifens. Vielmehr bestand das Ziel, Berlin möglichst vielfältig sowohl bei den Orten als auch der Thematik zu erfassen.


 

Ausstellungseröffnung: Sonntag 8. Januar 2017 um 12:00 Uhr
Die Ausstellung wird bis zum 3. Februar 2017 zu sehen sein.

 
Kultur-Club Westend im Schlorrendorfer
(Kiez- und Kulturgaststätte)
Meerscheidtstraße 9 - 11
14050 Berlin-Charlottenburg

 

 

 

VF - Gastautoren, Kunst und Kultur - Kein Kommentar / Kein Trackback

02. Januar 2017 - 00:02Den Zwangsarbeitern ihre Geschichte zurückgeben: 70 + 2 Jahre erinnerungspolitisches Versagen des Bezirks

Seit zwei Jahren hat das Bezirksamt Kenntnis, aber keine Erinnerung geschaffen

 
 
Zu Kriegsende „lag in der ganzen [Reichshaupt]Stadt praktisch irgendein Lager gleich um die Ecke“ (1). Das galt auch für unseren Bezirk: Schon Ende 1942 gab es in Wilmersdorf und Charlottenburg zusammen 65 Lager mit 11.000 Zwangsarbeitern, zum Kriegsende etwa 100. Einige große Barackenlager befanden sich im Grunewald, aber die meisten waren in Festsälen, Hotels, Gaststätten, Fabrikschuppen, Schulen usw. untergebracht – also mitten in der Stadt. Die deutsche Bevölkerung begegnete den Zwangsarbeitern im Alltag auf Schritt und Tritt (2).
Viele von ihnen wurden in der Kriegsindustrie eingesetzt, z.B. bei Siemens (Charlottenburg). Aber man benutzte sie ebenfalls auf dem Bau und bei der Reichsbahn, in Arztpraxen, Handwerksbetrieben, Kirchengemeinden und selbst in privaten Haushalten. Und auch in den Bezirksämtern: „Der ausserordentliche Mangel an männlichen Arbeitern hat dazu gezwungen, Kriegsgefangene, Ausländer und sogar Juden einzusetzen“, stellte schon im Frühjahr 1941 der Kriegsverwaltungsbericht des Bezirksamtes Wilmersdorf (3) fest. Arbeitskräftebedarf bestand bei Stadtgärtnerei, Straßenreinigung, Krankenhaus, Wirtschafts- und Ernährungsamt, Friedhof, Gewerbeaufsicht, Gaswerk, Gesundheits- und Finanzamt.

Aufgrund eines Hinweises des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors konnte Wilhelmsaue 40 (offiziell: 39-41) als Standort des Zwangsarbeiterlagers des Bezirksamts Wilmersdorf identifiziert werden. Beleg dafür ist der Bericht des Gesundheitsamtes Berlin-Wilmersdorf vom 30.11.1942 (4), in dem es heißt (hier ein Auszug):

Angaben zum Lager im Wilmersdorf (Abschrift) / Quelle Landesarchiv

Auszug aus dem Bericht des Gesundheitsamtes Wilmersdorf

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MichaelR - Gastautoren, Geschichte - ein Kommentar / Kein Trackback

31. Dezember 2016 - 17:00Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Auf ein spannendes 2017, denn ein aufregendes 2016 liegt hinter uns.

Wir lesen uns. =)

Und hier unser kleiner Jahresrückblick.

Musik von Roger Subinara - Titel: Vikings

Kiez-Web-Team - Gesellschaft, Thema des Monats, ZeitZeichen - Kein Kommentar / Kein Trackback

29. Dezember 2016 - 00:24Ausblick ins neue Jahr 2017 (I)

Wohnen im Kiez


 
Am 4. Januar 2017 (18:30 Uhr) lädt die MieterWerkStadt Charlottenburg, wie an jedem 1. Mittwoch des Monats, zum nächsten Treffen in den Mieterclub (Neue Christstr. 8) ein. Die Unterschriftensammlung für einen Einwohnerantrag zum Milieuschutz ist angelaufen. Wünschen die Anwohner eine Milieuschutzverordnung (Erhaltungsverordnung) für ihre Kieze? Wie werden ggf. BVV und Bezirksamt auf den Einwohnerantrag reagieren? Werden sie den Mieterschutz endlich ernst nehmen und den Bürgerwillen respektieren und zeitnah umsetzen?

 
Einiges klingt hoffnungsvoll. Auszüge aus der Zählgemeinschaftsvereinbarung (1):
Die Zählgemeinschaft von SPD und Bündnis90/Die Grünen richtet ihre Bezirkspolitik am Leitbild sozialer Gerechtigkeit, Toleranz und nachhaltiger Zukunftsgestaltung aus.
Die Kultur der Bürgerbeteiligung wollen wir weiterentwickeln und stärken.
Milieuschutz-Satzungen werden überall dort, wo es rechtlich möglich ist, erlassen.

 

Mieterprotest in der Seelingstraße gegen teure Modernisierungmaßnahmen (Juni 2012)

 
 
Am 25. Januar 2017 präsentiert der Vorstand der Gewobag dem Mieterrat und den Mieterbeiräten seinen Ausblick auf 2017. Wird eine echte Mieterbeteiligung endlich gleichberechtigt berücksichtigt? Wird das "Gesetz über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin" (Berliner Wohnraumversorgungsgesetz - WoVG Bln) mit den neuen Gremien, den Mieterräten und der AöR „Wohnraumversorgung Berlin", gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und den landeseigenen Wohnungsunternehmen zur Basis einer sozialen Wohnungs- und Mietenpolitik mit Mietermitbestimmung konsequent umgesetzt?

 
Einiges klingt hoffnungsvoll. Auszüge aus der Koalitionsvereinbarung (2):
Wohnen ist für uns ein Grundrecht. Wir erkennen die innerstädtischen Verdrängungsprozesse als Herausforderung und wissen um die Sorgen der Menschen, sich im prosperierenden Berlin ihre Wohnungen nicht mehr leisten zu können. Ein Schwerpunkt der rot-rot-grünen Koalition ist deshalb die Sicherung und die  zusätzliche Schaffung von bezahlbaren Wohnungen.
Die jährliche Mieterhöhung im sozialen Wohnungsbau wird bis zu einer Neuregelung ausgesetzt. Als Sofortmaßnahmen werden die Mieterhöhungsmöglichkeiten im freifinanzierten Wohnungsbau für Bestandsmietverträge für vier Jahre auf maximal zwei Prozent jährlich beschränkt. Die  Härtefallregelungen  des  Wohnraumversorgungsgesetzes werden evaluiert. Die Koalition unterstützt die Mitbestimmung seitens der Mieterschaft.
Die Praxis der Mietermitbestimmung und die 2016 durchgeführten Mieterratswahlen werden mit Blick auf die bei den stattgefundenen Wahlen aufgetretenen  Problemen kritisch evaluiert, die Wahlordnung wird überarbeitet und ggf. die Wahlen wiederholt.

Mieter sollen besser vor den Folgen von lmmobilienspekulation, Luxussanierung und Umwandlung  von  Miet- in Eigentumswohnungen geschützt werden. Die Koalition unterstützt stadtweit die Ausweisung von Sozialen Erhaltungsgebieten (Milieuschutzgebiete).
Die Koalition setzt sich dafür ein, Gewerbemieten zu begrenzen, einen effektiven Kündigungsschutz einzuführen und den Schutz von Kleingewerbe und sozialen Einrichtungen in soziale Erhaltungsverordnungen einzubeziehen. Dabei wird sie sich an der Berliner Bundesratsinitiative zum Gewerbemietrecht von 1994 orientieren.

 
Im Laufe des Jahres 2017 werden wir mehr wissen.

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27. Dezember 2016 - 00:02Frischer Glanz auf alten Dächern

Kuppel des Schlosses Charlottenburg saniert

 
Seit Anfang des Jahres werden die Sanierungsarbeiten innerhalb des "Masterplans" zur Sanierung von Gebäuden und Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) am Alten Schloß von Charlottenburg fortgesetzt. (Wir hatten berichtet.) Das Gerüst am zentralen Mittelbau wurde inzwischen abgebaut. Der Blick auf die Kuppel ist wieder frei. Fortuna strahlt im frischen Glanz.

 

Schloß Charlottenburg (November 2016)

Schloß Charlottenburg - Portal zum Ehrenhof
mit Reiterstandbild des Großen Kurfürsten und Borghesischen Fechtern (1)

 
Wenig Patina hat die 1956 aufgestellte Fortuna auf der Kuppel des Schlosses Charlottenburg aufgelegt. Restaurator Hendrik Schneider musste nur partiell reinigen und nachvergolden, um die 4,50 m hohe Göttin wieder zum Strahlen zu bringen.“ - teilte die SPSG mit. Aber nicht nur Fortuna, auch Geländer, Uhr und Skulpturen glänzen frisch. Und die acht 1,30 m hohen und 45 kg schweren Kronen wurden nach der Restaurierung schließlich noch per Kran auf den Turm zurückgehievt und über den Gauben montiert. (2)

 

Kuppel des Schlosses Charlottenburg nach Sanierung (Dezember 2016)

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24. Dezember 2016 - 16:30Fröhliche Weihnachten!!

Liebe Leserinnen und Leser!

Wir wünschen Euch allen ein schönes, geruhsames, erholsames Weihnachtsfest! Im Kreis der Familie und von Freunden!

In Gedanken sind wir bei allen Todesopfern hier in Berlin und quer über die gesamte Welt verteilt, die nicht mehr unter uns weilen, weil irgendwer der Meinung war, er oder sie hat das Recht, das Leben dieser Personen zu beenden.

Wir sind auch in Gedanken bei allen Flüchtlingsopfern, die es nicht in sichere Gefilden geschafft haben! Und vielleicht schafft diese Ruhephase es ja, bei all den Leuten, die alle Flüchtlinge über einen Kamm scheren, ein wenig Zeit zum Nachdenken zu bringen, damit diese AfDler, Rechtradikalen, ewig Gestrigen, also einfach all die Menschen, mit denen man am liebsten nichts zu tun haben möchte, endlich schnallen, welch einen Blödsinn sie verzapfen!

Allen religiösen Fanatikern, egal ob katholisch, islamisch, jüdisch, buddhistisch oder sonstwie, sei gesagt: Wir lassen uns unseren Spass am Leben und unsere Einstellungen und politischen Ansichten nicht nehmen!

Aber jetzt: Ein friedvolles Weihnachtsfest! Habt Spass! Feiert das Leben, die Freundschaft und die Liebe!

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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22. Dezember 2016 - 21:48Feste Ufer - Freier Fluss

Ufersanierungen der Spree in Charlottenburg

 

Bonhoefferufer

 
Derzeit werden beide Ufer der Spree von der Schloßbrücke bis zur Eisenbahnbrücke am Bahnhof Jungfernheide untersucht (Bonhoefferufer, Tegeler Weg / Schloßpark Charlottenburg). Die Sanierungen beider Ufer sind in Planung. Zur Zeit finden Ufersanierungen im Wasser statt (1). Schweres Gerät ist über Wasser aufgefahren. Unterhalb der Wasserlinie inspizieren Taucher die Uferwände, um deren Aufbau und Zustand zu erfassen.

 
Ufersanierung der Spree in Charlottenburg

Taucher im Einsatz - Ufersanierung der Spree in Charlottenburg

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19. Dezember 2016 - 00:24Seelingstraße mit Blick aufs Meer

 
Im Café-Raum vom Biomarkt Lylla in der Seelingstraße, mit Blick aufs Meer, ein Kellner serviert Kuchen und Wein einem Engel, der eigentlich nichts zu essen, nichts zu trinken braucht; er nimmt es trotzdem an. Essen und Trinken: etwas Himmlisches.

Ausstellung im Lylla Bio-Markt / Foto © Markus Böhm

Alles gemalt von mir (weiteres unter www.malerei-an-gebaeuden.de). Zur Zeit gibt es eine Ausstellung (bis zum 15. Januar 2017) mit sehr kleinen, erzählerischen Bildern von unserer Nachbarin Eva Schwarz, einige gerahmt in Gips-Rahmen, andere als stark vergrößerte Drucke. Im Verkaufsraum einige Menschen-Darstellungen von mir, träumerisch, skurril, vital ...

Ausstellung im Lylla Bio-Markt / Foto © Markus Böhm

Viel Spaß,  Markus Böhm

Lylla Bio-Markt
Seelingstr. 18
14059 Berlin-Charlottenburg

Öffnungszeiten:
Mo-Sa: 08:00 bis 20:00 Uhr

 
 

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18. Dezember 2016 - 08:304. Advent!!

Einen schönen 4. Advent an alle Leserinnen und Leser unseres kleinen Blogs!

Heute ist der 18. Dezember 2016 und in einer Woche ist nun Weihnachten. Vielleicht geht es heute ja mal wieder zum Einkaufen in die Stadt? Oder einfach so spazieren? Kalt ist es ja schon, aber von Schnee sieht man noch nichts. Wer weiss? Vielleicht wird es doch weisse Weihnachten geben?

Doch darum geht es im Grunde ja gar nicht. Es geht um friedvolle, erholsame, spannende, lustige und nicht einsame Tage. An denen man sich auch mal an das letzte Jahr erinnert, sich zurückbesinnt wie es denn so lief und was man vielleicht hätte besser machen können.

Und am heutigen Tag kann man sich dann mit seinen Liebsten zusammensetzen und einen schönen Film schauen, oder?

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