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29. Dezember 2016 - 00:24Ausblick ins neue Jahr 2017 (I)

Wohnen im Kiez


 
Am 4. Januar 2017 (18:30 Uhr) lädt die MieterWerkStadt Charlottenburg, wie an jedem 1. Mittwoch des Monats, zum nächsten Treffen in den Mieterclub (Neue Christstr. 8) ein. Die Unterschriftensammlung für einen Einwohnerantrag zum Milieuschutz ist angelaufen. Wünschen die Anwohner eine Milieuschutzverordnung (Erhaltungsverordnung) für ihre Kieze? Wie werden ggf. BVV und Bezirksamt auf den Einwohnerantrag reagieren? Werden sie den Mieterschutz endlich ernst nehmen und den Bürgerwillen respektieren und zeitnah umsetzen?

 
Einiges klingt hoffnungsvoll. Auszüge aus der Zählgemeinschaftsvereinbarung (1):
Die Zählgemeinschaft von SPD und Bündnis90/Die Grünen richtet ihre Bezirkspolitik am Leitbild sozialer Gerechtigkeit, Toleranz und nachhaltiger Zukunftsgestaltung aus.
Die Kultur der Bürgerbeteiligung wollen wir weiterentwickeln und stärken.
Milieuschutz-Satzungen werden überall dort, wo es rechtlich möglich ist, erlassen.

 

Mieterprotest in der Seelingstraße gegen teure Modernisierungmaßnahmen (Juni 2012)

 
 
Am 25. Januar 2017 präsentiert der Vorstand der Gewobag dem Mieterrat und den Mieterbeiräten seinen Ausblick auf 2017. Wird eine echte Mieterbeteiligung endlich gleichberechtigt berücksichtigt? Wird das "Gesetz über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin" (Berliner Wohnraumversorgungsgesetz - WoVG Bln) mit den neuen Gremien, den Mieterräten und der AöR „Wohnraumversorgung Berlin", gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und den landeseigenen Wohnungsunternehmen zur Basis einer sozialen Wohnungs- und Mietenpolitik mit Mietermitbestimmung konsequent umgesetzt?

 
Einiges klingt hoffnungsvoll. Auszüge aus der Koalitionsvereinbarung (2):
Wohnen ist für uns ein Grundrecht. Wir erkennen die innerstädtischen Verdrängungsprozesse als Herausforderung und wissen um die Sorgen der Menschen, sich im prosperierenden Berlin ihre Wohnungen nicht mehr leisten zu können. Ein Schwerpunkt der rot-rot-grünen Koalition ist deshalb die Sicherung und die  zusätzliche Schaffung von bezahlbaren Wohnungen.
Die jährliche Mieterhöhung im sozialen Wohnungsbau wird bis zu einer Neuregelung ausgesetzt. Als Sofortmaßnahmen werden die Mieterhöhungsmöglichkeiten im freifinanzierten Wohnungsbau für Bestandsmietverträge für vier Jahre auf maximal zwei Prozent jährlich beschränkt. Die  Härtefallregelungen  des  Wohnraumversorgungsgesetzes werden evaluiert. Die Koalition unterstützt die Mitbestimmung seitens der Mieterschaft.
Die Praxis der Mietermitbestimmung und die 2016 durchgeführten Mieterratswahlen werden mit Blick auf die bei den stattgefundenen Wahlen aufgetretenen  Problemen kritisch evaluiert, die Wahlordnung wird überarbeitet und ggf. die Wahlen wiederholt.

Mieter sollen besser vor den Folgen von lmmobilienspekulation, Luxussanierung und Umwandlung  von  Miet- in Eigentumswohnungen geschützt werden. Die Koalition unterstützt stadtweit die Ausweisung von Sozialen Erhaltungsgebieten (Milieuschutzgebiete).
Die Koalition setzt sich dafür ein, Gewerbemieten zu begrenzen, einen effektiven Kündigungsschutz einzuführen und den Schutz von Kleingewerbe und sozialen Einrichtungen in soziale Erhaltungsverordnungen einzubeziehen. Dabei wird sie sich an der Berliner Bundesratsinitiative zum Gewerbemietrecht von 1994 orientieren.

 
Im Laufe des Jahres 2017 werden wir mehr wissen.

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- Kiez, Menschen im Kiez, Politik - vier Kommentare / Kein Trackback

24. Dezember 2016 - 16:30Fröhliche Weihnachten!!

Liebe Leserinnen und Leser!

Wir wünschen Euch allen ein schönes, geruhsames, erholsames Weihnachtsfest! Im Kreis der Familie und von Freunden!

In Gedanken sind wir bei allen Todesopfern hier in Berlin und quer über die gesamte Welt verteilt, die nicht mehr unter uns weilen, weil irgendwer der Meinung war, er oder sie hat das Recht, das Leben dieser Personen zu beenden.

Wir sind auch in Gedanken bei allen Flüchtlingsopfern, die es nicht in sichere Gefilden geschafft haben! Und vielleicht schafft diese Ruhephase es ja, bei all den Leuten, die alle Flüchtlinge über einen Kamm scheren, ein wenig Zeit zum Nachdenken zu bringen, damit diese AfDler, Rechtradikalen, ewig Gestrigen, also einfach all die Menschen, mit denen man am liebsten nichts zu tun haben möchte, endlich schnallen, welch einen Blödsinn sie verzapfen!

Allen religiösen Fanatikern, egal ob katholisch, islamisch, jüdisch, buddhistisch oder sonstwie, sei gesagt: Wir lassen uns unseren Spass am Leben und unsere Einstellungen und politischen Ansichten nicht nehmen!

Aber jetzt: Ein friedvolles Weihnachtsfest! Habt Spass! Feiert das Leben, die Freundschaft und die Liebe!

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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Kiez-Web-Team - Gesellschaft, Philosophisches, Politik, Thema des Monats, ZeitZeichen - Kein Kommentar / Kein Trackback

10. Dezember 2016 - 20:42Was nutzt den Bürgern eigentlich das Ordnungsamt im Alltag?

Im Gespräch mit Stadtrat Schulte (SPD)
 
 
Radfahrer auf dem Fußweg, plötzlich lautlos von hinten vorbeizischend, sich manchmal den Weg auch noch freiklingelnd; Pkws oder Lieferwagen auf dem Fahrradstreifen am Straßenrand, Radfahrer zum Ausweichen auf die Fahrbahn zwingend; „Flying Banners“, Werbetafeln und Waren, Geschäftsfahrradständer oder Gastronomiemobiliar auf dem Trottoir, den Fußgängern den Weg verstellend; Fahrzeuge auf Sperrflächen, Zickzacklinien oder direkt an der Kreuzung, Hindernisse beim Überqueren der Fahrbahn; Hunde auf dem Spielplatz oder freilaufend, Passanten anspringend; nächtlicher Lärm im Park und auf den Straßen dorthin – alles Aufgaben für den Allgemeinen Ordnungsdienst (1) des Ordnungsamtes (OA), zu denen es in einem OA-Faltblatt heißt:

Um unsere Stadt sicher, sauber und lebenswert zu halten, bietet Ihnen das Ordnungsamt eine Vielzahl an Leistungen an, von denen jeder profitiert.

„Bietet … an“ – eine hübsche Formulierung für bezirkliche Pflichtaufgaben, die aber nicht erkennen läßt, daß dieses „Angebot“ weit hinter der „Nachfrage“ seitens der Bürger zurückbleibt. Um herauszufinden, wieso das so ist, sprach ich wenige Tage vor dem Ende seiner Dienstzeit mit Bezirksstadtrat Marc Schulte (SPD); ergänzende Zahlen kamen vom Leiter des OA, Herrn Betzgen.

 

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MichaelR - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

28. November 2016 - 00:02Wohnen in Berlin

Mieterräte und AöR „Wohnraumversorgung Berlin" konstituiert

 
 
Das "Gesetz über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin" (Berliner Wohnraumversorgungsgesetz - WoVG Bln) ist Anfang 2016 in Kraft getreten. Das Gesetz war unter dem Druck der 1. Stufe eines Mietenvolksentscheids (mit fast 50.000 Unterschriften) zustande gekommen.
Das Gesetz sieht u.a. die Einrichtung von Mieterräten und der Anstalt des öffentlichen Rechts „Wohnraumversorgung Berlin" vor.

 
Die Mieterinnen und Mieter der landeseigenen Wohnungsunternehmen haben ihre Vertretungen gewählt. Auch der Mieterrat der Gewobag hat sich Ende Oktober konstituiert und die Arbeit aufgenommen. Am 9. November fand ein erstes Gespräch mit dem Vorstand der Gewobag statt. Am 26. November folgte ein Treffen des neuen Mieterrats mit den Mieterbeiräten der Gewobag. Weitere Informationen zu den Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit dem Mieterrat werden nach dem organisatorischen Aufbau (auch mit eigener E-Mail-Adresse) folgen.

Erstes Treffen des neuen Mieterrats mit dem Vorstand der Gewobag (9.11.2016)

Erstes Treffen des Mieterrats mit dem Vorstand der Gewobag

 
Direkter Ansprechpartner für Mieterinnen und Mieter hier bei uns im Kiez:
Mieterbeirat Klausenerplatz    
Neue Christstraße 8 (Mieter-Club), 14059 Berlin-Charlottenburg
Sprechzeiten: donnerstags 18:00 -20:00 Uhr

 
 
Das Wohnraumversorgungsgesetz sieht neben den Mieterräten ein weiteres Gremium vor. Die "Wohnraumversorgung Berlin" als Anstalt des öffentlichen Rechts hat sich inzwischen ebenfalls formiert. Die AöR besteht aus der Trägerversammlung, dem Verwaltungsrat, dem Vorstand und dem Fachbeirat und soll als übergeordnetes Steuerungs- und Beratungsinstrument für die Ausrichtung der landeseigenen Wohnungsunternehmen auf eine soziale Wohnungs- und Mietenpolitik fungieren und u.a. auch mögliche gemeinsam zu erzielende Synergieeffekte der Unternehmen untereinander ausloten. Die AöR wird mit den Mieterräten aller Gesellschaften kooperieren - so wird beispielsweise der Fachbeirat auch die Mieterräte beraten.

 

- Gesellschaft, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

20. November 2016 - 23:10Abschiedsbrief an Frau Stadträtin König (CDU)

 
Sehr geehrte Frau Ex-BezStRin König,

Ihre Stunden als Stadträtin sind vorüber – und das ist auch gut so. Denn was haben wir Bürger von Ihnen gehabt?

  • 1 ½ Jahre lang hattn Sie die über 1000 Bürger, die aus dem Schoelerschlößchen ein selbstverwaltetes Kulturzentrum machen wollen, an der Nase herumgeführt – ebenso wie die BVV, die von Ihnen einen Plan B haben wollte, und den Kulturausschuß, der mal ins Gebäude reinschauen wollte. 1 ½ Jahre lang hatten Sie zwar immer mal wieder „Werkstattgespräche“ mit den Bürgern angekündigt – aber zum einzigen tatsächlich stattgefundenen Gespräch mußte die Bürgerinitiative Sie im vorletzten Sommer auf offener Straße an Ihrem Bürgergesprächstisch am Rüdesheimer Platz abpassen – folgenlos. 1 ½ Jahre lang hatten Sie nur 1-2 ausgewählte Staatssekretäre in „Ihr“ Haus gelassen. 1 ½ Jahre hatten Sie keine Idee gehabt, wie es mit dem Schoelerschlößchen weitergehen soll, aber auch niemand anders rangelassen. Sie hatten noch nicht einmal die von der BVV gewünschte optische Teilung Ihres Schaukastens vor dem Gebäude (siehe Pressemitteilung vom 12.10.16) zustande gebracht. Ihre Bilanz: das „Juwel“ steht nunmehr bereits 13 Jahre unbenutzt herum.
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MichaelR - Gastautoren, Politik - Kein Kommentar / Kein Trackback

14. November 2016 - 22:19Gezählt und toleriert

Zählgemeinschaftsvereinbarung und Tolerierungsvereinbarung unterzeichnet


 
Die letzte Rot-Grüne Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf hatte die Wählerinnen und Wähler nicht ausreichend überzeugt. Bei den Wahlen am 18. September 2016 kam die Quittung: SPD -3,7 / Grüne -4,1 Prozentpunkte. Für eine neue Zählgemeinschaft der beiden Parteien reichte es rechnerisch nicht mehr. Man schaute sich um und zählte: wer könnte wohl mit wem?

Heute wurde das Ergebnis im Rathaus Charlottenburg vorgestellt. SPD, Grüne und Linke haben sich verständigt. Herausgekommen ist eine Lösung, die es in einer BVV vorher noch nicht gegeben hat. Es war sogar die Rede von einem „historischen Ereignis“. SPD und Grüne vereinbaren eine neue Zählgemeinschaft und werden von den Linken toleriert. Zählgemeinschaftsvereinbarung und Tolerierungsvereinbarung wurden heute von Vertretern aller beteiligten Parteien unterzeichnet.

 

Unterzeichnung der Zählgemeinschafts- und Tolerierungsvereinbarung im Rathaus Charlottenburg

Volker Fischer und Niklas Schenker (Linke), Reinhard Naumann und Christian Gaebler (SPD), Christine Rabe und Christoph Wapler (Grüne) bei der Unterzeichnung der Zählgemeinschaftsvereinbarung und Tolerierungsvereinbarung im Rathaus Charlottenburg (v. li. nach re.)

 
 
In der Vorstellung sprachen alle von einem atmosphärisch guten Klima bei den Verhandlungen. Bei den dringenden Aufgaben herrschte weitgehende Einigkeit: Wohnen, Mieten, sozialer Zusammenhalt, Bürgerbeteiligung, Öffentlichkeit und Personalbedarf. Die Grünen hoben die Verkehrspolitik, den Ausbau von Radwegen, aber auch den Mieterschutz hervor. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD), der nach diesen Vereinbarungen am 17. November 2016 mit seiner Wiederwahl rechnen kann, sprach vom Aufschwung der City West und Erwartungen an den Senat bezüglich ausreichender finanzieller Ausstattung für den Bezirk. Den Linken liegt u.a. besonders bezahlbarer Wohnraum, Milieuschutz und Bildung am Herzen. Die Linke wollte sich absichtlich nicht fest an eine Zählgemeinschaft binden, sondern lieber an die anstehenden Entscheidungen einzeln herangehen und ihre Zustimmung vom jeweiligen gemeinsam zu erreichenden Ergebnis abhängig machen.

Von der CDU war noch nicht zu erfahren, wen sie für die beiden ihr zustehenden Stadtratsposten vorstellen wird. Die Kandidaten für die restlichen Ressorts wurden entschieden: für die SPD Reinhard Naumann (Bezirksbürgermeister, Personal und Finanzen), Heike Schmitt-Schmelz (Jugend, Familie, Schule, Sport, Weiterbildung, Kultur) und für die Grünen Oliver Schruoffeneger (Bauen/Stadtentwicklung, Umwelt).

 
Soweit die schönen Worte. Die Bürgerinnen und Bürger werden sie wieder an ihren Taten messen (Die nächsten Wahlen kommen bestimmt!). Wir werden das Geschehen weiterhin aufmerksam beobachten. Ein erster ernster Testfall könnte ein beabsichtigter Einwohnerantrag zur Ausweisung eines Milieuschutzgebiets für die amtlichen „Planungsräume“ Schloßgarten, Klausenerplatz, Schloßstraße und Amtsgerichtsplatz werden.
 


* Zählgemeinschaftsvereinbarung zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen

* Tolerierungsvereinbarung zwischen Die Linke, SPD und Bündnis90/Die Grünen


- Politik - ein Kommentar / Kein Trackback

29. Oktober 2016 - 23:05Wohnen im Kiez

 
Die MieterWerkStadt Charlottenburg lädt herzlich zum nächsten Treffen ein.

 
Mieterclub im Klausenerplatz-Kiez (Neue Christstr. 8)


Mittwoch, 2. November 2016 um 18:30 Uhr
Neue Christstr. 8 (MieterClub)
14059 Berlin-Charlottenburg 
 
 
 
 


 
Am 13. September 2016 hatten wir in der KulturWerkStadt über Milieuschutz in Charlottenburg diskutiert (Bericht hier). Ergebnis war der Auftrag an die MieterWerkStadt Charlottenburg, eine Kampagne vorzubereiten, die auf die Unterschutzstellung des Gebiets um den Klausenerplatz bis zur Puls-/Mollwitzstraße zielt.

Mit der Vorbereitung sind wir fertig. Verfolgen wollen wir das Ziel mit einem Einwohnerantrag, der die Ausweisung eines Milieuschutzgebiets für das genannte Areal sowie den Amtsgerichtsplatz fordert. Dieses Gebiet umfasst die amtlichen „Planungsräume“
  - Schloßgarten,
  - Klausenerplatz,
  - Schloßstraße,
  - Amtsgerichtsplatz.

 
Das Verfahren bei einem Einwohnerantrag ist in § 44 des Bezirksverwaltungsgesetztes näher geregelt. Benötigt werden mindestens 1000 Unterstützerunterschriften von den wahlberechtigten BürgerInnen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, um den Antrag auf die Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung zu bringen.

Mit dem Konzept der Unterschriftenkampagne werden wir uns in der nächsten Sitzung am 2. November im Mieterclub, Neue Christstraße 8, befassen. Zu dieser Sitzung sind auch alle eingeladen, die bei der erwähnten Veranstaltung in der KulturWerkStadt oder in anderem Zusammenhang ihr Interesse an der Unterstützung einer Milieuschutzkampagne bekundet haben.

Als Tagesordnung ist gedacht:

  • Beschlussfassung zum Text des Einwohnerantrags,
  • Eckdaten der Kampagne (Beginn, Laufzeit, Pressekontakt),
  • Werbung um Unterstützung (etwa bei Gewerbetreibenden und Kirchengemeinden im Kiez als Multiplikatoren),
  • Anmeldung von Ständen und Standmaterial (Kampagnenflugblatt u.ä.).

Die Berliner Mietergemeinschaft e.V. hatte ihre Unterstützung bereits anlässlich der Veranstaltung in der KiezKulturWerkstadt angeboten.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.
Wolfgang Mahnke (MieterWerkStadt Charlottenburg)

   


In der  MieterWerkStadt Charlottenburg haben sich Mieterinnen und Mieter aus Charlottenburg und auch aus Wilmersdorf zusammengetan weil die Mieten ständig übermäßig steigen, weil es für Menschen mit geringeren oder mittleren Einkommen immer schwieriger wird eine Wohnung zu finden und weil viele bereits akut von Verdrängung bedroht sind.

Die Treffen finden in den Räumen des Mieterclubs statt, die der Mieterbeirat Klausenerplatz freundlicherweise zur Verfügung stellt. Alle Interessierten und weitere Mitstreiter sind immer herzlich willkommen.

Treffen: jeden 1. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr
Mieterclub, Neue Christstr. 8
14059 Berlin-Charlottenburg
Kontakt: mieter-werk-stadt@web.de


Wolfgang Mahnke - Gastautoren, Politik - sieben Kommentare / Kein Trackback

17. Oktober 2016 - 00:02Keine bezahlbaren Wohnungen für Charlottenburg

Behindern Senat und/oder Bezirksamt den Bau von Wohnungen an der Pulsstraße?
 
 

Völlig ungeklärt ist außerdem, wie diese Menschen eigene Wohnungen finden sollen, wo nur halb so viele neue Wohnungen entstehen, wie es allein zur Unterbringung der jährlich neu in die Stadt ziehenden Haushalte bräuchte.
.....
Die Konkurrenz auf dem Markt für günstige Wohnungen treibt die Mieten nach oben – und lässt den stattlichen Anteil der Berliner weiter steigen, der auf staatliche Hilfen angewiesen ist. Das Risiko sozialer Spannungen wächst.
Quelle: Der Tagesspiegel vom 16. Oktober 2016


 
Charlottenburg-Wilmersdorf gehört zu den Bezirken mit den größten Mietsteigerungen. Immer mehr Mieter ächzen unter den stetig steigenden Belastungen und machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Neu gekommene Mitbürger suchen verzweifelt eine Bleibe im schönen Charlottenburg. Das Bezirksamt hat aber bisher allein den Neubau höchstpreisiger Wohnungen gefördert. Zu dieser politischen Einstellung der Verhinderung von Neuentstehung bezahlbaren Wohnraums, gehören folgerichtig auch die Vernichtung von noch bestehenden preisgünstigen Wohnungen (wie beispielsweise an der Berliner Straße 137 und einer Siedlung in Westend) und möglichst jeglichen Einsatz zum Schutz von Bestandsmietern zu vermeiden (Stichwort: Milieuschutz). Die alteingesessene Bevölkerung, wie die Zuziehenden mit nicht so viel Geld, haben nach der Sichtweise solcher "Volksvertreter" kaum Wert und stören nur auf dem Weg zur besseren Verwertbarkeit ganz im Sinne der wenigen, aber von ihnen als wertvoller geschätzten Begünstigten (vorzugsweise mit Firmensitz auf der Kanalinsel Jersey und zum Wohle altbewährter Seilschaften größerer und kleinerer Art.).

 
Dann tauchte plötzlich ein Fünkchen Hoffnung auf. Auf einer Veranstaltung im Mai 2015 teilte der Vorstand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo den Erwerb des Geländes an der Pulsstraße 13 mit (Wir hatten berichtet). Die landeseigenen Wohnungsunternehmen sollen ganz besonders in die Pflicht zur Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit bezahlbaren Wohnungen genommen werden - für Neubau und Bestand - so tönt es jedenfalls beständig aus den verantwortlichen politischen Kreisen in Stadt und Bezirk. Ab 2015 sollten sich die Baukräne an der Pulsstraße in Charlottenburg drehen, verkündete damals der Vorstand der Degewo und so ist es auch im Degewo-Newsletter "Stadtsicht" (Ausgabe 3/2014) nachzulesen. 

Die Abrißarbeiten an einem leerstehenden Gebäude auf dem Gelände Pulsstraße 13 hatten tatsächlich im Juni 2015 begonnen.

Abrißarbeiten an der Pulsstraße (Juni 2015)

 

Baukräne haben sich dann allerdings nicht gedreht: Nicht 2015 und auch nicht im fast vergangenen Jahr 2016. Im Oktober 2016 sieht es nämlich so aus:

Unbebautes Gelände an der Pulsstraße (Oktober 2016)

 

Wer also will die Entstehung bezahlbaren Wohnraums in Charlottenburg verhindern? Der SPD-Senat, der Bezirksbürgermeister und sein Baustadtrat (beide SPD) unter freundlicher Begleitung ihrer SPD-Grünen Zählgemeinschaft, oder alle zusammen in trauter Gemeinsamkeit?

Anwohner-Informationen seitens des Bezirksamts zu den Vorgängen und Planungen, wie leider üblich: bisher Fehlanzeige!

 

- Kiez, Politik - vier Kommentare / Kein Trackback

13. Oktober 2016 - 00:24Der modellhafte Klimaschutzbeauftragte und das Ergebnis seines zweijährigen Einsatzes gegen CO2-Emissionen im „Ökokiez“

 
 
Im Dezember 2015 lehnte BezStR Schulte (SPD) eine Antwort auf die Frage ab, wie erfolgreich die Umweltpolitik des Bezirksamtes – die das Amt „modellhaft“ am Klausenerplatz betreibt (Stichwort „Ökokiez“) – denn gewesen sei im Hinblick auf CO2-Reduzierung. Er schrieb (8. Frage):

Das Controlling-System […] sieht zunächst eine zweijährige Berichterstattung vor, also frühestens ab dem nächsten Jahr.

Damit war schon mal Zeit gewonnen.

 
Nachdem nunmehr die zwei Jahre verstrichen waren, ging dieselbe Frage im September 2016 erneut ans Bezirksamt (Frage 14):

Welche positiven Auswirkungen auf die klimatischen Gegebenheiten im Gesamtbezirk sind durch die Tätigkeit eines Klimaschutzmanagements südlich des Klausenerplatzes seit dem 1.8.2014 nachweislich eingetreten?

Diesmal antwortete der neue BezStR Schruoffeneger (Grünpartei) (1). Bei ihm kommen „Controlling-System“ und „zweijährige Berichterstattung“ nicht mehr vor, also auch kein Bericht, stattdessen aber eine Sitzung des Umweltausschusses vom 16.2.2016 (siehe bei Ö 3/NA), in der es erkennbar nicht um das Maß der CO2-Reduzierung nach zwei Jahren Klimaschutzmanager ging, sondern um Selbstbeweihräucherung. Abschließend beruft er sich auf seine Unzuständigkeit für die Beantwortung von Fragen nach der Wirksamkeit seiner Umweltpolitik und weist zusätzlich auf die Unmöglichkeit hin, solche Frage zu beantworten, da

sich aus einzelnen Maßnahmen keine unmittelbaren Auswirkungen auf mögliche CO2-Reduzierungen darstellen lassen.

 

In Charlottenburg qualmt's - liegt aber nicht im Ökokiez, kümmert das Bezirksamt also nicht weiter, obwohl das schon gleich direkt vor dem Rathaus Charlottenburg zu sehen ist.

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MichaelR - Gastautoren, Politik - neun Kommentare / Kein Trackback

12. Oktober 2016 - 22:55Neues aus Schlorrendorf

Gerangel der Loser

 

Rathaus Charlottenburg

Im Rathaus von Schlorrendorf wird gerne „verhandelt“,
nur leider selten für die Bürger des Bezirks gehandelt.

 
 
Verloren haben alle drei Parteien bei den Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf (BVV) am 18. September 2016 (CDU: -8,5 / SPD -3,7 / Grüne -4,1 Prozentpunkte). Der ihnen gemeinsam gegebene ganz spezielle Trieb zur Selbstversorgung und Pöstchenschacherei hat sich wohl eher noch gesteigert. Nun rangeln die größten Loser des Bezirks um die Pfründe: Wer bekommt die meisten Stimmen zur Wahl des Bezirksbürgermeisters/der Bezirksbürgermeisterin zusammen? Die SPD stellt zwar immer noch die größte Fraktion in der BVV, aber die CDU möchte nach einem Pressebericht (Der Tagesspiegel vom 12.10.2016) so gern ein anderes Bündnis schmieden. Beide umschmeicheln sie die Grünen, weil sie diese für den Deal brauchen. In welche Richtung wird sich das äußerst flexible grüne Rückgrat wohl zum eigenen Vorteil verbiegen?

Die Bürgermeisterwahl soll übrigens am 17. November 2016 erfolgen.
Und am Schlorrendorfer Rathaus freut sich immer einer über Loser. Schon seit einer Ewigkeit.

 

Skulptur am Rathaus Charlottenburg

 

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10. Oktober 2016 - 21:21Wie das Bezirksamt nicht um den Erhalt von preiswertem Wohnraum kämpft – am Beispiel von Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103)

 
Sehr geehrte Frau König bzw. sehr geehrte(r) Nachfolger(in),

Ihre Antwort bzw. die Antwort Ihrer Vorgängerin auf eine Einwohnerfrage zu dem Haus Berliner Straße 137 (Frage 12) zwingt mal wieder zu weiteren Fragen. Da Sie erst wieder im November Einwohnerfragen erlauben, sollen sie im Vorabdruck schon mal hier vorgestellt werden. Die den Fragen zugrundeliegenden Tatsachen sind dem Beschluß des Verwaltungsgerichts vom 15.10.2015 entnommen (VG 1 L 317.15, siehe PDF-Dokument hier).

Doch erst einmal eine kurze Einführung: Die Fa. Project Immobilien besitzt bereits einige Grundstücke im Bezirk: Goslarer Ufer 1 (93 Eigentumswohnungen im Bau), Blissestraße 24 a (25), Durlacher Straße 2 (280 im Endausbau), Prinzregentenstraße 11 (25). Im März 2015 war das Grundstück Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103) hinzugekommen. Dort sollen 58 Eigentumswohnungen entstehen. Dumm nur, daß das Grundstück in der Berliner Straße mit einem Haus aus den 60er Jahren bebaut ist – oder besser war, denn die preiswerten 15 Wohnungen wurden im November 2015 abgerissen.

 

Abriß des Gebäudes von Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103) im November 2015 / Foto H. Jost

Abriß des Gebäudes im November 2015 - Foto: H. Jost

Und nun zu den Fragen:

1. Das Wohnhaus stand seit 2011 leer (Beschluß, S. 2):
Was hatten Sie/das Bezirksamt gegen den Leerstand von mindestens vier Jahren getan?
2. Am 28.5.2014 erteilten Sie eine „positive Mitteilung nach § 63 Bauordnung Berlin für die Errichtung eines Geschäfts- und Wohnhauses“ (S. 2):
Wieso genehmigten Sie/das Bezirksamt den Abriß des Hauses mit den 15 preiswerten Wohnungen? Und wieso kamen Sie/das Bezirksamt erst über ein Jahr später, am 6.7.2015, zu der Einsicht, daß der Abriß „eine Zweckentfremdung darstelle“ (S. 2), und verboten ihn?
3. Die Fa. Project Immobilien legte dagegen Widerspruch ein „unter Vorlage eines Schadstoffgutachtens“ (S. 3), womit belegt werden sollte, daß es sich hier nicht (mehr) um Wohnraum handle:
Warum sind Sie/das Bezirksamt dem „nicht substantiiert entgegengetreten“ (S. 6)?
4. Die Fa. Project Immobilien widersprach sich selbst, stellte das Gericht fest, indem sie einerseits behauptete, das Haus sei abbruchreif, andererseits aber eine Kalkulation für eine Sanierung vorlegte. Des weiteren erklärte das Gericht, es „kann nicht abschließend festgestellt werden“, ob „die Kosten der Sanierung die zu erwartenden Mieteinnahmen bei einer Zehnjahresbetrachtung übersteigen würden“ (S. 6):
Warum haben Sie/das Bezirksamt dies nicht aufgegriffen in einer Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, daß Hausbesitzer erst ihr Haus verkommen lassen, um sich dann darauf zu berufen, die Sanierung sei zu teuer? Warum haben Sie darüber hinaus sogar noch – in Ihrer Antwort zu Unterfrage 2 der Einwohnerfrage – behauptet, daß „in  Auswertung des ergangenen Urteils [Hervorh. v. mir] die  Erhaltung des Wohnraums höchstwahrscheinlich nicht durchsetzbar“ sei – obwohl der Beschluß nichts dergleichen hergibt?
5. Das Gericht entschied, die geplanten Eigentumswohnungen wären eine „gleichwertige Ersatzleistung“ für die preiswerten Mietwohnungen (S. 8) – bei einem m²-Preis zwischen 4563 € und 5537€!:
Warum war das für Sie/das Bezirksamt kein Grund, diesen Beschluß anzufechten? Oder anders gefragt: Warum haben Sie, indem darauf verzichteten (und das ganze an den Senat abschoben, der ebenfalls untätig blieb), so der weiteren Beseitigung von preiswertem Wohnraum zugunsten von hochpreisigen Eigentumswohnungen auf Gerichtsebene Tor und Tür geöffnet?

Mit der Bitte um rasche Beantwortung vor Ablauf Ihrer Amtszeit und freundlichen Grüßen
MichaelR

Abriß des Gebäudes von Berliner Straße 137 (Uhlandstraße 103) im November 2015 / Foto H. Jost

Schadstoffbelastung? Bauarbeiter in der Staubwolke
Foto: H. Jost
 

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27. September 2016 - 00:25Das volle Programm

Damit sich unsere frisch gewählten "Volksvertreter" in Stadt und Bezirk nicht allzu lange mit Planspielchen zwecks Selbstversorgung und Pöstchenschacherei aufhalten, weil uns das nämlich herzlich wenig interessiert - hier eine kleine Hilfe: dringende Aufgaben warten darauf, umgehend angepackt zu werden:

Das volle Programm aus Charlottenburg


Gesehen in der Zillestraße

 

 

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25. September 2016 - 21:35Im Herbst fallen nicht nur die Blätter


Gefallene Investorenträume (notdürftig gesichert) - Leerstand in der früheren Künstlerfabrik K19


Gefallene Investorenpläne im Hinterhof am Klausenerplatz 19

 

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22. September 2016 - 00:24Wohnen im Kiez

 
Die MieterWerkStadt Charlottenburg lädt herzlich zum nächsten Treffen ein.

 
Mieterprotest in der Seelingstraße gegen teure Modernisierungmaßnahmen (Juni 2012)


Mittwoch, 5. Oktober 2016 um 18:30 Uhr
Neue Christstr. 8 (MieterClub)
14059 Berlin-Charlottenburg 
 
 
 
 


 
Nachlese zur Veranstaltung:

„Milieuschutz in Charlottenburg
- Lässt das Bezirksamt in Charlottenburg die Verdrängung der Mieter zu -“

 
Zu diesem Thema fand am 13. September 2016 in der KiezKulturWerkStadt eine Diskussionsveranstaltung statt.

Moderiert von Volker Fischer (MieterWerkStadt Charlottenburg), fachlich eingeführt und begleitet durch Sigmar Gude (Stadtforschungsinstitut TOPOS) sowie durch Joachim Oellerich (Berliner Mietergemeinschaft e.V., Chefredakteur des „MieterEchos“) wurde folgenden Fragen nachgegangen:

  • welche Möglichkeiten der Milieuschutzes bietet und welche Grenzen ihm gesetzt sind,
  • weshalb Charlottenburg-Wilmersdorf bislang noch nicht vom Instrument des Milieuschutzes Gebrauch gemacht hat,
  • welche Alternativen bzw. welche ergänzenden Instrumente gegen die Mieterverdrängung eingesetzt werden können, 
  • welche Arten der Kampagne sich zur Durchsetzung der Forderung auf effektiven Verdrängungsschutz anbieten.

Zunächst wurde festgestellt, dass Senat und Bezirke nach der Wiedervereinigung an einer Aufwertung des Wohnungsbestandes interessiert waren. Der Aspekt einer daraus folgenden Gefahr der Verdrängung der angestammten Mieterschaft trat demgegenüber zunächst zurück.

Nachdem die Mietsteigerungen aus Modernisierungen und der Wohnungsverlust durch Wohnungszusammenlegungen die Mieter dann auch tatsächlich und öffentlich sichtbar aus ihren Quartieren vertrieben, machten immer mehr Bezirke vom Instrument des Milieuschutzes nach § 172 BauGB Gebrauch. Damit wurden dort Modernisierungen, Abrisse und Wohnungszusammenlegungen unter den Vorbehalt behördlicher Genehmigung gestellt. Diese ist zu versagen, wenn die beantragte Maßnahme Verdrängung generell begünstigen würde.

Seit März 2015 wird der Milieuschutz von der sog. Umwandlungsverordnung flankiert. Diese stellt die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in Milieuschutzgebieten unter behördlichen Genehmigungsvorbehalt. Die Genehmigung kann unter anderem davon abhängig gemacht werden, dass sich der Hauseigentümer verpflichtet, umgewandelte Wohnungen während der Geltungsdauer der Umwandlungsverordnung nur den Mietern zum Verkauf anzubieten.

Der gänzliche Verzicht auf Verdrängungsschutz hat Charlottenburg Wilmersdorf schnell an die Spitze der gefährdeten Bezirke gebracht:

  • Seit Jahren liegt Charlottenburg-Wilmersdorf bei der Anzahl der am Markt angebotenen Eigentumswohnungen vorn. Zuletzt wurden im Jahr 2015 nach den Ermittlungen der Investitionsbank Berlin (IBB) 24.831 Eigentumswohnungen zum Verkauf angeboten. Das sind 22% aller im gleichen Jahr in Berlin angebotenen Eigentumswohnungen (gesamt: 109.448).
  • Die Angebotspreise liegen dabei mit durchschnittlich 3.941 € pro m² deutlich über dem Berliner Mittelwert (3.513 € pro m²). Nur in Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg liegen die Angebotspreise höher.


Umso erstaunlicher ist, dass das Bezirksamt anders als in anderen Bezirken jahrelang nichts unternommen hat, diesen Trend mit Milieuschutzsatzungen aufzuhalten. Nur durch mehrere Aufforderungen der Bezirksverordnetenversammlung, der im Jahr 2013 der Geduldsfaden riss, sah sich das Bezirksamt genötigt, wenigstens Voruntersuchungen über den Milieuschutzbedarf in Auftrag zu geben.

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Wolfgang Mahnke - Gastautoren, Politik - zwei Kommentare / Kein Trackback

18. September 2016 - 00:02Siedlung Westend (2) – Wollen Bezirksamt und BVV unter SPD-Führung 500 Mietern bezahlbaren Wohnraum wegnehmen und dafür die Deutsche Wohnen AG um bis zu 109,5 Mio. reicher machen?

 
 
Im ersten Teil haben wir geschildert, wie die „Engländer-Siedlung“ rund um den Dickensweg in die Hände der Deutsche Wohnen AG (DW) geriet und daß die Mieter sich gegen den Abriß ihrer Wohnungen wehren. Heute geht es um die Rolle von Bezirksamt und BVV dabei.

Mieterversammlung in der „Engländer-Siedlung“ (Westend)

Mieterversammlung April 2016

 
In der Studie „Wohnbaupotenziale in Berlin. Vorschläge zu ressourcenschonendem Wohnungsbau im Bestand“ vom Mai 2014 hat der BUND

„Flächen innerhalb geschlossen bebauter Gebiete mit hervorragender Infrastruktur und bester Erschließung“ für 11.800 Wohnungen nachgewiesen. „Grünflächen werden nicht in Anspruch genommen.“ (S. 2)

Aber was kümmert das schon die etablierten Parteien von SPD, Grüner Partei und CDU, muß man sich fragen, wenn man anschaut, was sie offenbar mit den Mietern der Siedlung Westend vorhaben. Konkret geht es dabei um den Bebauungsplan 4-59 VE (1): Da der noch gültige Bebauungsplan keine andere Bebauung als die jetzige zuläßt, muß nämlich ein neuer Bebauungsplan her. So etwas geschieht in vertrauensvoller Zusammenarbeit von Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und Bezirksamt (BA).

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MichaelR - Gastautoren, Politik - sechs Kommentare / Kein Trackback