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2008 im Jahresrückblick

Wie auch schon in den letzten beiden Jahren zuvor schreibe ich auch dieses Mal den allerersten Beitrag fürs neue Jahr. Und wieder ist es ein kleiner Rückblick, nur dass es diesmal das Jahr 2008 ist, auf das ich zurückblicke.

Viel ist 2008 passiert und über vieles kann und sollte man mal nachdenken oder vielleicht auch einfach nur daran erinnern.

Da wäre zum Beispiel der Rauswurf aus dem Kiezbündnis oder das Nichtrauchergesetz. Oder der Einzug der Hells Angels in unseren Kiez.

Viel ist also geschehen, aber gehen wir doch einfach der Reihe nach vor ...

und beginnen mit ...

Januar:

Das Erste was uns Nichtrauchern sehr gut gefällt, ist das neue Nichtrauchergesetz in dem Raucherecken gefordert werden. Dank vieler Klagen und Erklärungen ist aber das vormals richtig gute Gesetz so stark aufgeweicht worden, dass sich nicht wirklich viel geändert hat. Und derzeitig halten sich auch nur wenige Kneipen an diese Regelungen. Nunja, so sind die Raucher. Immer nur das eigene "Wohl" im Blick. Man bekommt immer gerne zu hören "Ist doch meine Gesundheit!" und darauf kann ich nur antworten "Ja! Es ist auch meine Gesundheit!" Wollen wir mal sehen, was da noch passieren wird.

Dann war ja den Autofahrern und Anwohnern schon langsam klar, dass die Spandauer-Damm-Brücke abgerissen werden sollte. So fand eine Anwohnerversammlung statt, auf der den Betroffenenn erklärt werden sollte, wie man sich das Ganze so vorgestellt hat. Doch die Vorstellungen des Senats, des Bezirks und der Bauplaner entsprach so gar nicht den Vorstellungen der Anwohner, woraufhin es direkt zu heftigen Diskussionen kam.

Anders machte es da die WIR GmbH bzw. inzwischen Gewobag WB und startete eine Mieterbefragung, um mal die allgemeine Stimmung bei den Mietern in Erfahrung zu bringen. Was daraus geworden ist kann ich aber nicht sagen. Dem Mieterbeirat wurden die Ergebisse jedenfalls trotz mehrfacher Nachfrage nicht vorgelegt. Ist man vielleicht mit dem Ergebnis nicht zufrieden?

Was auch irgendwie untergegangen ist, war die Idee der SPD mit der Förderung von Freifunk bzw. Internet für alle innerhalb von Berlin. Tja, so ist es mit unserer SPD - gute Ideen gehen unter, dumme Politiker schwimmen aber weiterhin oben.

Februar:

Eine der ersten Sachen im Monat Februar? Ganz klar! Das Kiezcafé hat nun einen richtigen Namen: Freiraum! Der Treffpunkt im Kiez wird auch gut angenommen und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Möge er uns lange erhalten bleiben.

Ab Februar sollten nun auch die Umweltzonen gelten. Also, es sollte abkassiert werden, wenn sich jemand nicht diesen tollen Aufkleber in die Autoscheibe geklebt hat. Nunja, mir stinkt es im Kiez und in Berlin trotzdem immer noch sehr heftig.

Und was manchen angeblich so sozialen und offenen Menschen im Kiez stank war der Einzug der Hells Angels in die Räume am Spandauer Damm. Sagte man doch, wir würden es fördern, dass die Hells Angels in den Kiez kommen und man habe doch soviel Angst. Nunja. Bisher gab es keinen Stress der von den Hells Angels ausging. Nur Stress von polizeilicher Seite.

Anderer Stress entstand durch eine Anwohnerinitiative aufgrund der Bauarbeiten an der Spandauer-Damm-Brücke. Aber dieser Stress ging in Richtung Verantwortliche für eben dieses große Bauprojekt. Es war nämlich vorgesehen, dass der größte Teil des Verkehrs durch die Sophie-Charlotten-Straße oder halt auch mal kurz durch unseren (verkehrsberuhigten) Kiez gehen sollte, was sich Anwohner und Gewerbetreibende nicht bieten lassen wollten. Daher setzte man sich sehr kurzfristig zusammen, startete seinen Protest und machte auch Gegenvorschläge. Diese Gegenvorschläge wurden dann auch angenommen und in die Tat umgesetzt. Tja, so ist er unser kleiner Kiez. Man kann sehr schnell Aktionen aus dem Boden stampfen wenn es sein muß. Und trotzdem werden wir immer wieder unterschätzt.

Unterschätzt hat auch dieses Jahr mehrmals Senator Sarrazin die Bürger und seine Genossen in den Parteien. Ganz besonders ist es ihm wohl aufgefallen, als er mal kurz drei Tage auf Hartz-IV-Niveau ausrechnen liess und zu dem Ergebnis kam, dass Hartz-IV doch super zum Leben ausreichen würde. Ok, dass er dann von Ülker Radziwill aufgefordert wurde, mal seinen Mund zu halten, kann man als kleine politische Posse am Rande erwähnen.

Nicht am Rande erwähnen sollte man die Baumschnittmassnahmen nicht nur in unserem Kiez. Die Bäume unter anderem in der Danckelmannstraße wurden radikal beschnitten. In anderen Strassen und Kiezen startete man große Protestaktionen, in unserem Kiez schwiegen sogar die Mitglieder der Grünen, die in der Danckelmannstrasse wohnen. Tja, so sind sie, unsere Politiker. Immer still sein und bloss nicht auffallen, wenn es denn nicht sein muss. Warten wir mal den Frühling ab und sehen dann, ob wirklich nun alles wieder so schön wird wie es früher mal war.

Achja! Aus Karlsruhe kam die Warnung, dass unser Grundgesetz auch durch Politiker und Co in Gefahr gebracht wird.

März:

Zu Beginn des Monats gab es eine gute Nachricht. Die Brückenbau-Ini aus unserem Kiez hat sich durchgesetzt und bewiesen, dass sich wehren doch lohnt. Und wenn man nun die Bauarbeiten so begutachtet, scheint alles doch gut zu laufen.

Und wieder wurde die BVG bestreikt. Nichts ging mehr mit Bus und Bahn. Aber wir haben immer versucht, rechtzeitig Informationen zu veröffentlichen. Wie wir anhand einiger Mails mit Dankesgrüßen gesehen haben, konnten wir also auch so helfen.

Lesen konnte man im März auch den 1000. Artikel in unserem Blog. Derzeitig sind wir bei knapp 1600 Beiträgen. Man kann also nächstes Jahr schon den 2000.-Artikel lesen. Mal schauen, welcher unserer (Gast-)Autoren diesen schreiben wird.

Freuen konnten sich auch alle Mitglieder der Schlosspark-Initiative und alle Besucher des Schlossparks. Die Stiftung Preussische Schlösser und Gärten verkündete eine umfangreiche Neugestaltung der Radfahr- und Liegewiesen-Regelungen. Der lange Atem der Ini hat sich also doch bewährt. Leider gelten diese Regelungen nur bei uns in Charlottenburg. Andere Besucher der anderen Parks müssen weiterkämpfen.

Worüber man sich nicht gefreut hat, war über die Nichtbeantwortung der Anfrage von Transparancy zum Thema "Mauscheleien" im Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf. Vielleicht wird man ja das nächste Mal eine Antwort erhalten?

Worauf wir öfters auch warten mussten, waren leider Antworten unseres Mail-Servers. Dieser wurde halt sehr oft zugebombt mit Spam- und Virenmails und kam daraufhin mit dem Abarbeiten gar nicht mehr hinterher. Daraufhin habe ich dann doch Greylisting aktiviert und bin bisher äußerst zufrieden mit dieser Lösung.

Achja, Thema Baumschnittmassnahmen. Laut BUND waren die Baumschnittmassnahmen bei uns unsachgemäß. Und natürlich schweigt man dazu lieber.

April:

Gleich zu Beginn des Aprils standen bei uns im Kiez über Nacht auf einmal komische Wände von Wall. Diese sollten Leute auf den Altstadtpfad auch durch unseren Kiez führen, so wurde  später aufgeklärt.

Ein Aufreger war die Ankündigung des Spielstrassenfestes vom Kiezbündnis. Nannte man das Ganze doch glatt "Brot und Spiele". Auch darauf machten wir aufmerksam.

Weiterer großer Aufreger für unseren Kiez war der Verkauf des Hauses Danckelmannstraße 14. Die Bewohner des Hauses wollten das Haus selbst kaufen, wurden dann aber übergangen und sollten nun aus dem Haus ausziehen bzw. rausgeklagt werden. Daraufhin startete man eine sog. Soliparty, die auch sehr gut besucht war.

Vielleicht wollte ja die Gewobag mit ihrer Blumenaktion so Gras über das Ganze wachsen lassen? Wer weiss??

Jedenfalls pflanzten dann die ganzen Parteien ihre Wahlkampfplakate auch in unseren Kiez. Ging es doch um die Zukunft des Flughafens Tempelhof. Der trotzdem am 30. Oktober seine Lichter für den Flugverkehr ausknippste.

Wir knippsten dafür was Neues an. Wie jedes Jahr versuchen wir unsere Leser und Nutzer immer wieder mit neuen Ideen und Aktionen zu begeistern und dieses Jahr starteten wir also unser Kiez-Wiki. Unter dem Leitspruch "Wir sind Kiez" aktivierten wir unser WiSiKi, in dem jeder User und jede Initiative selbst aktiv werden kann, darf und soll. Und die Seiten und auch der Inhalt wachsen fein vor sich hin.

Natürlich gab es Kritik zu unseren freien und offenen Plattformen und wir wurden  deswegen auch mehrfach schräg angegangen, möchten doch so manche Mitglieder im Kiezbündnis(-Vorstand) keine anderen Meinungen als ihre eigene im Netz und in der Welt sehen. Deswegen wurden Maho und ich in Abwesenheit aus dem Kiezbündnis geworfen. Nun ist man also schick unter sich und alle (ge-)horchen dem tollen Vorstand. Weiss dieser doch wie die Welt läuft und was man machen muß, damit man tolles für sich für den Kiez machen kann. Aber zum Glück gibt es auch tolle Kritiken für unsere Arbeit. Und, wenn man ehrlich ist, wer nimmt denn bitte schön diesen selbstverliebten sog. "Kiez-Verein" noch ernst?

Das Spielstrassenfest war trotz der internen Bezeichnung ein schöner und lustiger Tag für uns. Ist es doch immer nett, wenn man grummelnde Gesichter anschauen kann, da man sich ja nicht über den Rauswurf ärgert wie jene es sich doch erhofft hatten.

Mai:

Im Mai wurde der Nachwuchs im Ziegenhof dem staundenen Publikum präsentiert. Was waren die kleinen Tierchen doch süß! Und Mann, sind die schnell gewachsen.

Und es gab noch weiteren Neuzugang in der Danckelmannstrasse. Sassen doch auf einmal Geier auf den kahlen Ästen der Bäume dort.

Und im Vorstand der Gewobag gab es auch Neuzugang. Welch ein Monat der Neuzugänge ...

Ein weiterer und sehr wichtiger Gang war die Demonstration zum Thema Dobli-Spiegel. Organisiert von Martin Keune erregte diese Demonstration die leider notwendige Aufmerksamkeit zum Thema "Toter Winkel". Aber auch hier gab es einen bitteren Beigeschmack zu dem Ganzen. Schade.

Juni:

Der Juni stand voll im Sinne der Fußball-Europameisterschaft und so sah man auch in unserem Kiez diverse Fahnen und Unterstützungssprüche nicht nur für die deutsche Mannschaft. Ganz besonders viel Freude und Spaß machte das gemeinsame "Public-Viewing" und den nach den Spielen stattfindenden Fachdiskussionen. Und die deutsche Mannschaft wurde glatt Vize-Europameister. Wer hätte das gedacht?

Und gefeiert wurde auch. Nicht nur zum Thema Europameisterschaft, sondern auch Kiezfeste. Eins fand am Mierendorffplatz statt und das andere war das alljährliche Kiezfest, welches dieses Mal auf dem Kläre-Bloch-Platz stattfand. Aber anscheinend kam die Aufstellung der Stände bei sehr vielen Leuten nicht besonders gut an und deswegen überlegt man auch, das nächste Fest vielleicht wieder auf dem Ziegenhof stattfinden zu lassen.

Worüber wir nicht feiern konnten war die Kiez-Broschüre der SPD. Denn man vergaß doch glatt, Initiativen aufzuzählen die nicht zur SPD gehören. So aber wirkte das Ganze mal wieder wie ein SPD-Pamphlet. Und so mancher beschwerte sich dann auch bei der CDU-Sprechstunde über die Mißstände in unserem Kiez.

Juli:

Im sonnigen Monat Juli wurde ein neuer Servicestandort der Gewobag eröffnet. Genau mitten in unserem Kiez. Nun können sich alle Mieter und Miet-Interessierte direkt vor Ort über Mietangelegenheiten informieren.

Informieren sollte ebenfalls die sog. Kiez-Konferenz, auf der auch die zwei Vertreter der Anwohner für unseren Kiez gewählt wurden. Man konnte auch abstimmen. Und zwar darüber , wo man wichtige Punkte für sich und den Kiez sieht, die unbedingt (auch mit finanzieller Hilfe) gelöst werden müssen. Die versprochene 2. Sitzung blieb bisher leider aus. Hat man es doch bisher nicht geschafft, die gesamten Stimmzettel auszuzählen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Was wohl Franz Kafka dazu sagen würde?

Kulturell gibt es nun auch was Neues in unserem Kiez. In den Räumen des ehemaligen Ägyptischen Museums findet man nun "Surreale Welten"in der Sammlung Scharf-Gerstenberg.

August:

Achja! Der August! Ein schöner Monat. Denn da feiere ich meinen Geburtstag! :) *eg*

Aber zurück zum Thema - zu unserem Kiez.

Anfang August ging es rund um den Spandauer Damm mal so richtig heftig zur Sache. Komplette Sperrung der Autobahn, der S-Bahn und der Brücke. Und nicht nur wir mitten drin. Sogar mitten auf der Autobahn sind wir diesmal spazieren gegangen. So richtig nah dran. Das hatte schon was. Und sollte nicht das letzte mal sein, dass sowas passiert.

Leider schloß am 9.8. ein Café, welches in seiner sehr kurzen Existenz es trotzdem geschafft hatte, sich einen guten Ruf aufzubauen. Wir verabschieden uns hier noch einmal vom Café Sartre.

Nicht nur die Spandauer-Damm-Brücke wird ersetzt, nein ... auch die Gasleitungen im Kiez wurden ausgetauscht. Zum Beispiel in der Nehringstraße.

Vielleicht wussten die Verantwortlichen auch vom anstehenden medialen Interesse an unseren Kiez? Jedenfalls zeichnete der RBB seine Sendung Heimatjournal über und aus unserem Kiez auf und ein paar Tage später sendete der Radiosender Berliner Rundfunk seine Thomas-Koschwitz-Morgensendung sogar live aus unserem Kiez direkt vom Wochenmarkt in den weiten Äther. Ein klein wenig stolz waren wir aber bei beiden Sendungen. Wurden doch fast alle Informationen, Ansprechpartner und Geschichten direkt auf unseren Kiez-Seiten, im Blog oder unserer Podcast-Seite gefunden. Daher war Maho auch gern gesehener und gern gesprochener Gast bei all diesen Sendungen. Im Heimatjournal führte Martin sogar knapp 4 Minuten durch "seinen Kiez". Zeigt uns doch dies alles, dass wir auf dem richtigen Weg sind und wir nicht nur im Kiez gelesen und gefunden werden.

Während wir mit den Leuten vom RBB durch unseren Kiez wanderten, wurden wir auch angesprochen, dass wohl ein "Künstler" eine Tonne mitten in den Ziegenhof gestellt hat. Diese Aktion sorgte für großen Wirbel, waren doch auf der Tonne religiöse Symbole dargestellt. Die Tonne wurde dann aber auf einmal zunächst ihrer Symbolkraft beraubt und dann mitten auf der Strasse entsorgt. Schade irgendwie.

Achja, der Berliner Rundfunk sorgte auch für die Neupflanzung einer Linde. Mal sehen wie lange diese überlebt.

Der August klang dann mit der schönen "Langen Nacht der Museen" aus.

September:

Die Hells Angels wollten Anfang September ihren alljährlichen "Bad City Cruise" quer durch Berlin veranstalten. Bei diesem Treffen kommen Mitglieder aus ganz Deutschland (und darüber hinaus) und wollen sich meiner Meinung nach nur den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. Aber anscheinend war die Berliner Polizei wohl neidisch auf diese Art der Freiheit und sperrte mit einem riesigen Aufgebot den Spandauer Damm ab. Dass dies natürlich einige Motorradfans sauer machte, sollte jedem klar sein, der auch nur einen kleinen Sinn von Freiheit in sich verspürt. Das erinnert mich ein wenig an die Geschichten die ich über manche Demonstration in den 60er und 70ern gehört habe. Die sind eigentlich auch nur ausgeartet und so gewalttätig geworden, weil die Anzahl der Polizisten die Anzahl der demonstrierenden Studenten mal kurz um ein 5faches überstieg. Und wenn dann noch "dumme Kommentare" von den Polizisten kommen, passiert sowas manchmal.

Aber es gibt noch Stellen rund um unseren Kiez, hier in der Haubachstrasse, wo man ungestört feiern und abrocken kann. Das sog. "6. Rhythm'n Blues-Festival" wurde nicht aus irgendwelchen Fördertöpfen bezahlt und selbst organisiert. Es geht also doch.

Zu feiern hatte auch die Bürgerinitiative "Rettet den Schlosspark!". Seit knapp 3 Jahren sammelte man für die sog. Bürgerbank und endlich war die notwendige Summe zusammengekommen. Nun weihte man also diese Bank mit guter Musik, gutem Wetter und sauguter Stimmung ein. Beharrlichkeit zahlte sich also auch hier aus. Man kann sagen: Es war ein gutes Jahr für diese Initiative.

Mein Aufreger des Monats war die Verleihung des Ehrenamtspreises. Wieder einmal schaffte es das Kiezbündnis, sich Geld zuzuschustern. Vielleicht sollte man dort mal nachfragen, ob der Vorstand und die Gebietskoordination nicht mal einen Kurs in "Einschleimen Lobbyarbeit" abhalten könnten?

Andere regten sich aber lieber über den Teilchenbeschleuniger in Genf auf. Aber da gab es wohl auch nur heisse Luft.

Achja, gefreut hat man sich auch beim Brotgarten! Existiert er inzwischen doch schon 30 Jahre. Ich gratuliere auf diesem Weg auch noch mal. Und die Oro-Bar eröffnete wieder nach einiger Zeit. Diesmal mit leicht geänderten Namen, nennt man sich doch nun Oro-Diner und einer leicht amerikanisch angehauchten Speisekarte.

Nicht nur die Mieterbeiräte aus unserem Kiez wurden von der Gewobag zu einer speziellen Führung ins Schloss Charlottenburg eingeladen. Auf diesem Weg wollte man sich für die tolle ehrenamtliche Arbeit bedanken. Wenn man nun aber darüber nachdenkt, wie die Zukunft der Mieterbeiräte aussieht, kommt das alles schon komisch rüber. Mal schauen wie das nun bei der Gewobag weitergeht. Jedenfalls gibt es Gruppen innerhalb des Senats, die die berliner Mieterbeiräte (also auch unseren) und deren Position stärken möchten.

Oktober:

Anfang Oktober traf man sich zum Thema Mieterbeiräte und wollte von den diversen Mieterbeiräten ihre Meinung hören. Der Mieterbeirat vom Klausenerplatz war natürlich auch vor Ort und berichtete anschliessend bei uns im Blog.

Im Oktober fand auch erstmalig der sog. "Sozialmarkt" auf dem Kläre-Bloch-Platz statt. Dies war für mich ein Aufreger des Monats - und wenn man die Anzahl der Kommentare so sieht, war er das nicht nur für mich.

Icke machte uns im Oktober mehrmals Freude, aber ganz besonders mit der Aussage "Open Stage geht weiter!". Welch eine Freude, hat in unseren Augen die Kiezbühne doch sehr nachgelassen und ist nicht mehr empfehlenswert. Und als wenn es nichts schöneres mehr geben kann, fand im Oktober auch wieder mal "Festival of Lights" statt.

Eine weitere schöne Überraschung war der Besuch des Bürgerbeirats im KiezCafé Freiraum. Die Informationen die wir bekamen waren zwar nicht wirklich so toll, aber seitdem erhalten wir Informationen rechtzeitig und direkt. Vielen Dank dafür. Was definitiv keinen Dank verdient war aber das Entfernen unser Ankündigungsplakate. Was soll sowas? Hat man eine solche Angst vor der sog. "Konkurrenz"?

November:

Im November zeigte sich, dass auch Kinder Interesse an ihrem Kiez haben. Denn sie wirkten am Projekt "Zille-Kiez im Ohr" mit.

Die Miet-Problematik kam nun auch beim ZDF an und daher sucht man für die Sendung "Wiso" (ehemalige) Mieter aus unserem Kiez, die wegen der Mieterhöhungen ihren Kiez verlassen mussten oder müssen.

Und Icke nahm seine neue Live-CD im "Afghan Village" auf. Und wie immer war es ein schöner Abend.

Am Ende des Monats wurde der schöne Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg eröffnet. Ich bin ja der Meinung, dass es der schönste Weihnachtsmarkt in Berlin ist.

Dezember:

Im Dezember kamen die Weihnachtsgefühle sicherlich nicht durch Schneemassen oder durch die Weihnachtsartikel in den Läden, die ja schon seit Monaten dort verkauft werden. Nein, sie kamen auf, wenn man über den Weihnachtsmarkt spazieren ging, um vielleicht Thomas Koschwitz zu treffen. Oder aber, wenn man zum vorweihnachtlichen Weihnachtsfest im Kiezcafé ging, um sich dort mit seinen Mitbewohnern des Kiezes zu treffen.

Da nun die neuen Brückenpfeiler angebaut werden sollten, fand wieder eine komplette Sperrung der Autobahn, der S-Bahn und der Brücke statt. Nur diesmal regten sich mehr Leute auf, war doch der 4. Advent und der dazugehörige Verkaufstag in Gefahr.

Dann wurde auch noch unsere Kiez-Bibliothek umbenannt. Ab sofort heisst sie nun Ingeborg-Bachmann-Bibliothek.

Und sonst? Was gab es sonst neues im Dezember? Nun ... es gibt nun ein sog. City-Board. Zur Vernetzung innerhalb von Charlottenburg-Wilmersdorf. Und eine neue Scheibe von Icke ... und, wie von den Kiezanwohnern gewünscht, ein Kiez-Kino.

Und die Politik? Nunja, es gibt einen neuen Sheriff in der Stadt, der es aber gar nicht sein wollte es nun aber doch ist.

Was kann man noch über dieses Jahr so sagen?

Da wäre als erstes wohl ganz wichtig die "Anerkennung" des KiezCafé Freiraum und dem Kiez-Web-Team. Denn unsere Ehrenamtsmittelanträge wurden teilweise anerkannt und man gewährte uns finanzielle Mittel z.B. für das Weihnachtsfest oder einen Beamer. Dies zeigt mir, dass es doch noch Leute innerhalb der BVV gibt, die sich nicht von Lobbyarbeit einlullen lassen. Vielen Dank dafür.

Weiter muß man ganz besonders erneut auf das KiezCafé hinweisen. So langsam etabliert es sich zu einem Treffpunkt, erscheinen doch jedesmal neue und altbekannte Gesichter, die sich einfach nur mal ungezwungen unterhalten und austauschen wollen.

Ganz besonders freuen wir uns auch über die immer noch ansteigenden Zugriffe auf unsere Angebote. Sei es hier der Blog, das Kiez-Radio (wo leider längere Zeit nichts mehr passiert ist) oder die Mutter aller Kiez-Seiten. Wir haben im Schnitt über tausend Besucher am Tag (pro Domain - nicht insgesamt) und die Zahl steigt immer noch weiterhin täglich. Spricht das doch für die hohe Qualität unserer Arbeit. Und auch der Arbeit aller anderen Mit- und Gastautoren. Vielen Dank also auch hier an alle Mitschreiber und an alle Leser, die uns wohlgesinnt sind.

Natürlich hat jede positive Seite auch eine negative.

Da wäre z.B. unser Wunsch von noch mehr Mitarbeit von aussen. Wir bekommen schon sehr viele Mails mit Terminen und einigen Hinweisen, aber würden wir uns freuen, wenn sich noch mehr Leute melden würden. Vielleicht auch Leute die gerne mit uns diese Seiten pflegen würden. Irgendwie sind es auch immer die gleichen Namen die man in den Kommentaren liest. Ich freue mich wirklich über jeden Kommentar, auch wenn man sich vielleicht zuerst über manch negative Kommentare aufregt. Aber dann denkt man doch "Es wird wenigstens was geschrieben und geantwortet!". Vielen Dank also dafür.

Und sonst? Nunja, ich habe ein paar Ideen für das Jahr 2009. Vielleicht mache ich z.B. einen solchen Rückblick monatlich? Dann aber als Podcast auf den Radioseiten? Ich überleg mir das noch. Aber wenn Interesse besteht ... einfach mal melden ...

Und ein paar Ideen für die Kiez-Seiten haben wir auch. Bisher haben wir es geschafft, jedes Jahr was neues zu bieten. Das will man natürlich auch weiterhin so schaffen, oder?

Jedenfalls wünsche ich allen uns wohlgesinnten Lesern, allen Freunden, allen Mitautoren, allen Kommentatoren und jedem der es verdient ein frohes, gesundes und glückliches Jahr 2009. Mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen ... und mögen Euch die großen Krankheiten und Unfälle nicht treffen. Achja ... und belasten wir Barack Obama nicht zu sehr mit unseren Wünschen. Der hat schon genug zu tun. Frau Angela Merkel meinte zwar, das Jahr 2009 wird schwierig ... aber ich hoffe mal sie irrt sich. Auf dass es allen die es nötig haben noch besser gehen möge ... und dass die Leute, die meinen sie seien die Chefs, mal endlich anfangen nachzudenken.

Achja ... und wir überlegen, wie man den 40. Geburtstag des Woodstock-Festivals feiern kann. Laßt Euch überraschen.

Ciao ...

Bis demnächst ...

[marcel]

- Gesellschaft, Kiez, Kiezreportagen, ZeitZeichen - 01. Januar 2009 - 00:00
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acht Kommentare

Nr. 1, maho, 01.01.2009 - 20:04
Boah, so viel. Ich fange einfach mal stückchenweise an:

Die Nehringstraße hat sich dieses Jahr zu so etwas wie einer Kunst-, Mauschel-, Wissens- und Wahrheitsmeile entwickelt.
Beginnend vom Klausenerplatz her, geht es mit Orten des (filmischen) Verbrechens
los, führt dann an einer “Spekulationsbude” und u.a. einem geheimen politischen Hinterzimmer-Treffpunkt vorbei, schließlich zum Ort des Wissens und der Wahrheit, unserer Bibliothek.
Wenn das keine großartige Entwicklung ist – die ganze Welt auf einer kleinen Straße.
Nr. 2, maho, 01.01.2009 - 23:34
Weiter gehts:
Nach unseren Kenntnissen, die allerdings nur über einige Ecken stammen und noch unbestätigt sind!, soll es noch keine Vertragsverlängerung der bisherigen Gebietskoordination geben.
Sollte es so sein, kann man sich leicht vorstellen, wie in einem solchen Fall, bei unserer Kiez-SPD die Drähte glühen und die Hinterzimmer qualmen.
Kiezbewohner hatten, auch hier im Kiezer Weblog, immer gefordert, daß eine Gebietskoordination neutral und für alle im Kiez da sein muß. Unvorstellbar in anderen Kiezen, daß eine Gebietskoordination (eine “kleine” Form von Quartiersmanagement), auch noch als Mitglied, in lediglich zwei Vereinen agiert.

Nochmal ganz klar:
Liebe Politiker,
Wenn eine Gebietskoordination, dann hat sie alle im Kiez zu unterstützen, auf faire Weise. Dies und die damit verbundene Neutralität sollte im Vertrag festgelegt werden.

Man darf gespannt sein, ob es endlich mal so umgesetzt wird, wie es sich einfach gehört.

Auch die GEWOBAG als einer der Geldgeber der Gebietskoordination ist dabei, sich Gedanken zu machen. So hat sie gezählt und ist auf um die 100 Gruppen, Vereine und Initativen hier bei uns im Kiez gekommen.
Das muß man noch wiederholen: ca. 100 Gruppen und Initiativen!
Welch ein Kiez! Welch ein Pfund hat dieser Kiez zu bieten! Welch anderer kann denn damit überhaupt mithalten!
UND
Welch eine bodenlose Unverschämtheit von zwei SPD-nahen Vereinen, sich allein unterstützen zu lassen und sich das Alleinvertretungrecht für den Kiez herauszunehmen.

Die Überlegungen bei der GEWOBAG sind noch nicht beendet. Es ist dabei aber endlich von der Beteiligung aller Gruppen im Kiez die Rede. UND! natürlich auch der Bürger und Anwohner, denn auch sie gehören zum Kiez! (beim Quartiersmanagement mit dem Bürgerbeirat eine Selbstverständlichkeit!) Auch wenn sie in keiner der 100 Gruppen dabei sind. Schließlich ist das keine Pflicht und man kann ja auch ganz woanders engagiert sein. Als Anwohner und Nachbar gehört man aber selbstverständlich zum Kiez und trägt zum Kiezleben bei.

Also endlich Schluß mit dieser Mauschelei hier bei uns im Kiez – Hoffen wir, daß es so kommt und endlich auch mal die SPD wenigstens im restlichen Bezirk versteht, daß es so nicht weitergehen kann.
Wir werden davon berichten, sobald näheres bekannt wird.
Nr. 3, maho, 02.01.2009 - 00:03
Weiter gehts zu den Baumschnittmaßnahmen:

Diese sollen weiterhin als fachlich falsch gelten. Dazu erreichte uns ein aktueller (sehr umfangreicher) Beitrag zum Platanenschnitt aus einer renommierten bundesweiten Fachzeitung. Die können wir aus rechtlichen Gründen nicht komplett bringen und zu einer auszugsweisen inhaltlichen Darstellung bin ich nicht gekommen, auch nicht so einfach, schließlich bin ich kein Fachmann.
Wen es interessiert, sie ist erschienen in
PRO BAUM 4/2008
Patzer-Verlag, 14193 Berlin, Koenigsallee 65,

Mit dem BUND stehen wir weiterhin in Verbindung. Wenn es Neues gibt, werden wir auf jeden Fall berichten.

Herausheben muß man nochmal die Untätigkeit der Grünen im Kiez. Ihnen kann man mittlerweile “das Grüne” vor der Nase wegschnippeln, ohne daß sich bei ihnen etwas regt.
Oder sind sie farbenblind geworden?
Das deckt sich allerdings mit ihrem politisch-rückgratlosen Verhalten bei den Vorgängen im Kiezbündnis. Wer nicht ein Mal mit den Beteiligten spricht, wenigstens versucht die andere Seite zu hören und lediglich willig Abmahnungen unterschreibt und die Finger zu Rausschmissen hebt – um, wie ich es sehe, immer nur der SPD hörig hinterherzukriechen – ist durch.

Wir werden uns das für die nächsten Wahlen merken.
Nr. 4, ulli, 02.01.2009 - 16:07
Ein Bürgerbeirat wäre genau das Richtige!
Funktioniert in anderen Kiezen gut – warum also nicht auch hier am Klausenerplatz?
Nr. 5, [marcel], 02.01.2009 - 19:12
Hallo Ulli,

die Einrichtung Bürgerbeirat wird von uns schon länger gefordert.
Ich habe mir auch schon mal eine andere Idee überlegt, damit man diese stark verzahnten Strukturen endlich aufbrechen kann.

http://blog.klausenerplatz-kiez.de/archi..

Gruß,

Marcel
Nr. 6, maho, 02.01.2009 - 21:20
Weiter gehts zum Kiez-Radio:
Marcel hatte es geschrieben, lange ist dort nichts passiert.
Das soll aber nicht bedeuten, daß es damit nicht weitergehen soll.
Vor einigen Monaten haben wir ein umfangreiches Interview (ca. 140 Minuten) mit einigen Mitgliedern der Schloßpark-Ini aufgenommen. Schließlich hat diese sehr rege und erfolgreiche Ini quasi im Jahr 2008 einen großen Abschluß feiern können.
Beim Schnitt hat mir aber dann eine Stelle nicht gefallen und so muß das wiederholt werden. Vom Termin her zu verschmerzen, denn schließlich ist und bleibt es ein Zeitdokument. Und solange ich das alles allein machen muß, bleibt es auch allein meiner Zeiteinteilung überlassen, wie ich das schaffe.

Gerne auch dazu noch mal der Aufruf, doch beim KiezRadio mitzumachen.

Wir machen weiter, wie es die Zeit erlaubt. Schön, wenn es Marcel mit seinem Podcast machen könnte.

Zu erwähnen dazu ist noch:
Es haben tatsächlich mal wieder die uns nur zu gut bekannten Personen versucht, uns unsere Geräte mit einem Vorwand abnehmen zu können. Ich nenne das einfach mal so, weil ich diesbezüglich meine, sie ausreichend kennengelernt zu haben. Daß die Geräte, dem Kiez-Web-Team durch Ehrenamtsmittel zugesprochen wurden, war ihnen von Anfang an ein Graus, wurde als “ihnen weggenommen” bezeichnet. So können sie anscheinend nicht locker lassen, einer davon stiert noch heute unerträglich auf die Kamera, wenn man uns auf Veranstaltungen damit sieht.

Wir hatten uns jetzt damit, nach dem erneuten Versuch, hilfesuchend an das Bezirksamt gewandt – seitdem herrscht Ruhe!
Hoffentlich bleibt es dabei!
Nr. 7, maho, 04.01.2009 - 19:12
Beenden möchte ich meinen dazugedrückten Senf zum Jahresrückblick mit der Situation des Mieterbeirat Klausenerplatz.

Der Mieterbeirat besteht zur Zeit nur noch aus zwei Personen. Sieben sollten es eigentlich sein. Diese wurden auch stets gewählt, doch jedesmal wurde es im Lauf der Zeit immer weniger. Ein guter Teil blieb gleich nach den ersten Treffen weg, als klar wurde, daß damit Arbeit und Einsatz verbunden ist und nur das eigene Wohl im Auge zu haben, zu wenig ist. Zuletzt waren es noch vier. Einer davon hat sowieso nichts geleistet und trägt jetzt möglicherweise schwer genug daran, seine Bürgermedaille auszuführen. Der nächste trat im Laufe des Jahres 2008 zurück. Das war äußerst bedauerlich, hat er doch wirklich sehr viel gemacht. Grund waren Streitigkeiten im Mieterclub – nicht innerhalb des Mieterbeirats! Im Mieterclub sind inzwischen eine ganze Reihe Gruppen und Initiativen beheimatet und wie immer und überall wo Menschen zusammenkommen gibt es Probleme. Diese zu klären gibt es genug vernünftige Wege. Eines war aber für uns klar und das soll auch weiterhin gelten: Rausgeschmissen wird dort niemand!
Das kann man wirklich weiterhin einer hintertriebenen SPD-Clique überlassen.

Ruhig dazu auch mal gesagt: im Mieterclub sind keinerlei politische Gruppierungen am Werke. Niemand von uns gehört einer politischen Partei an und es ist mir bis heute auch von niemand bekannt, der in einer der dortigen Gruppen engagiert ist.

Die Mieten im Kiez steigen. Das Problem der §-17 Häuser ist weiterhin ungelöst. Die SPD interessiert sich einen Scheiss darum, die zuständige SPD-Senatsverwaltung blockiert alles. Immerhin kennt heute jeder im Abgeordnetenhaus das Problem, andere Parteien bemühen sich weiter darum, mal mehr, mal weniger. Das ist auch ein Verdienst der Mieter-Initiative hier im Kiez. Zuletzt hatte die CDU eine Veranstaltung dazu im Rathaus Charlottenburg angesetzt. Dort wurde insbesondere der juristische Stand beleuchtet. Ein Grundsatzurteil hatte der Bundesgerichtshof bereits im Februar 2007 gefällt und damit eine Frage geklärt. Nun wird er wohl mit den neuen Klagen die zweite und letzte Frage klären müssen: War die Anwendung des § 17 damals berechtigt?
Das wird sicher noch ein Jahr dauern.
Es wird aber auch bei Altbaumieten zugeschlagen – insbesondere nach Neuvermietung. Dabei kommt es zu den unverständlichsten Situationen, wie z.B. – jemand hatte einen lange leerstehenden Laden übernommen und endlich dort eine neues Gewerbe eröffnet. Nun wollte er auch gern in unseren Kiez ziehen und eine Wohnung genau gegenüber mieten. Diese sollte leer werden, das wußte er und kannte damit auch die Miete. Doch die GEWOBAG erhöhte nach Auszug des alten Mieters die Miete um unglaubliche ca. 150,- Euro. Das war für ihn dann unbezahlbar – so kann man auch Leute verscheuchen, die gerade Leben in den Kiez gebracht haben.
Der Mieterbeirat konnte bei falschen Mieterhöhungen helfen und auch immer mal wieder eine Kulanzregelung mit der GEWOBAG vermitteln. Man kann den Mietern nur empfehlen, doch die Sprechstunden im Mieterclub zu nutzen.

Dem Mieterbeirat steht womöglich noch eine harter Kampf bevor. Eigentlich hätten im letzten Jahr Neuwahlen sein sollen und wir hatten uns auf neuen Wind mit hoffentlich mehr Leuten gefreut. Doch dann tauchten auf einmal merkwürdige Einwände auf, die GESOBAU hatte, glaube ich, damit begonnen. Quorum, war einer der aus den Fingern gesaugten Begriffe, von Abschaffung von Mieterbeiräten sogar gelegentlich die Rede.
Wir haben uns an das Abgeordnetenhaus von Berlin gewandt, die Fraktionen von den Linken, der CDU und den Grünen haben ihre Unterstützung zugesagt. Ein nächstes Treffen soll es im ersten Quartal 2009 im Abgeordnetenhaus geben.
Wir werden uns voll dafür einsetzen, Mieterbeiräte zu erhalten – unabhängig davon, ob wir selbst daran noch teilnehmen, bzw. gewählt werden.

Auch hier darf man sich ruhig mal wieder die Frage nach den möglichen Interessen stellen.
Die GEWOBAG? Ok, Mieterbeiräte können schon sehr lästig sein, wenn man nicht das nötige Grundverständnis aufbringen will.
Aber wie sieht es denn mit unserer SPD aus?
Nun, ich weiß schon sehr wohl, daß ich nicht zu sehr zu überdrehen habe, reflektierend und real zu denken habe.
Ich mache aber auch gar keinen Hehl daraus, daß ich unserer SPD-Clique jeden, aber auch nahezu jeden Schmutz zutraue. Z.B. über ihre Beziehungen zur SPD im Abgeordnetenhaus alles zu versuchen, um sie kaputt zu kriegen. Die Aktivitäten im Mieterclub müssen ihnen doch ein Graus sein, wird ihnen dort doch auch noch Geld weggenommen und ihre Alleinherrlichkeit durch andere Aktivitäten in Zweifel gezogen.

Über vieles, was ich hier erwähnt habe, hatten wir schon im Kiezer Weblog berichtet. Wenn es Neues gibt, werden wir das natürlich weitergeben.
Nr. 8, [marcel], 04.01.2009 - 23:50
Noch etwas zum Thema “Bürgerbeirat”

Es gibt laut der eigenen Auskunft der Gebietskoordination einen sog. “Projektbeirat”. Zu dessen Sitzungen wurde z.B. der Mieterbeirat, als Vertreter der Gewobag-Mieter (also den Teilgeldgebern), erst gar nicht mehr eingeladen.

Wer Teilnehmer an diesem Projektbeirat ist, wird nicht öffentlich gemacht.

Zitat:

Das Quartiersverfahren wird durch einen Projektbeirat begleitet, an dem die Auftraggeber und wichtige lokale Akteure beteiligt sind. Der Projektbeirat tagt in der Regel zwei bis drei mal jährlich und legt die wesentlichen Inhalte und Projekte des Quartiersverfahrens fest.

Tja,

ein Schelm wer Böses dabei denkt.

[marcel]

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